Privatinsolvenz hilft Ihnen aus den privaten Schulden

Die Privatinsolvenz oder richtig: Verbraucherinsolvenz, hat das Ziel, dass Ihre privaten Schulden nach drei oder fünf oder sechs Jahren erloschen sind. Den Antrag auf Privatinsolvenz stellen Sie bei einem Anwalt für Insolvenzrecht oder bei einer Schuldenberatung. Hier finden Sie Tipps zum Ablauf und können sich hilfreiche Tools wie die Insolvenz-App kostenfrei aufs Handy laden. Damit ist der Antrag auf Privatinsolvenz besonders leicht.
Telefon: 030 306 12345

Die Vorteile der Privatinsolvenz liegen auf der Hand: Sie sind nach dem Privatinsolvenzverfahren komplett schuldenfrei und können unbelastet und ohne Altlasten durchstarten.

Aber auch schon während der Privatinsolvenz haben Sie Vorteile. Der wichtigste Vorteil ist der Gläubigerschutz. Gerichtsvollzieher, Kontopfändung, gelbe Briefe und Mahnschreiben haben sich endgültig erledigt. Sie können wieder ruhig schlafen und es gibt eine berechtigte Hoffnung auf die Restschuldbefreiung.

Der Gesetzgeber billigt Ihnen während der Privatinsolvenz ein pfändungsfreies Einkommen zu, das nur Ihnen zur Verfügung steht und über das Sie frei verfügen dürfen. Das ist nicht viel. Aber das Geld ist sicher und es reicht zum Leben. Oft haben die betroffenen Schuldner in der Privatinsolvenz mehr Geld zu Leben, als vor der Insolvenz, wenn sie noch alle Schulden bedienen.

Der vielleicht wichtigste Vorteil aber ist die Perspektive und die Aussicht auf bessere Zeiten. Die Privatinsolvenz hilft Ihnen zuverlässig aus den Schulden.

Rechtsanwalt Jörg Franzke ist Anwalt für Insolvenzrecht

Rechtsanwalt Jörg Franzke hilft überschuldeten Personen mit der Privatinsolvenz aus den Schulden.

Das sind die Folgen, wenn Sie Privatinsolvenz anmelden…

Wenn Sie Privatinsolvenz anmelden, stellt Ihnen das Gericht einen Insolvenzverwalter zur Seite, der die Insolvenzmasse einzieht und verwertet. Das hört sich schlimmer, als es ist. Mit den gesetzlichen Pfändungsgrenzen lässt es sich ganz gut leben und die Einschränkung ist zeitlich begrenzt. Das sind die Folgen:

Folge 1:

Während der Privatinsolvenz wird ein Insolvenzverwalter Ihr pfändbares Einkommen abschöpfen. 

Einkommen wird verwertet

Die Pfändung beginnt je nach Unterhaltspflicht ab folgendem Netto-Einkommen:

  •  0 Unterhaltspflichten: 1.180 €
  • 1 Unterhaltspflichten: 1.622 €
  • 2 Unterhaltspflichten: 1.869 €
  • 3 Unterhaltspflichten: 2.116 €
  • 4 Unterhaltspflichten: 2.363 €

Der genaue Betrag, wie hoch die Abschöpfung ist, steht im Gesetz. Siehe gesetzliche Insolvenztabelle.

Folge 2:

Zusätzlich zum Einkommen wird der Insolvenzverwalter Ihren wertvollen Besitz abschöpfen.

Vermögen wird verwertet

Beispiele:

  • Eigenes Auto. Oder Sie brauchen es für die Arbeit
  • Lebensversicherung mit Rückkauf
  • Grundstücke
  • Schenkung und Erbschaft während der Insolvenz

Ihre Wohnungseinrichtung, Kleidung und andere persönlichen Dinge  werden Sie auf jeden Fall behalten.

Folge 3:

Schließlich wird man Rechtsgeschäfte vor der Privatinsolvenz anfechten. Das sind Zahlungen an Dritte, die Ihre Zahlungsunfähigkeit kannten und unausgewogene Geschäfte.

Zahlungen werden gescant

Beispiele:

  • Sie haben Ihr Auto weit unter Wert an einen Freund verkauft
  • Rückzahlung eines Darlehns an Verwandte
  • Überweisung eines höheren Geldbetrages an den Ehegatten
  • Das aufgrund Pfändung erlangte Einkommen oder Vermögen

Die Anfechtung des Insolvenzverwalters wird Sie nicht belasten. 

Folge 4:

Das Gericht erteilt die Restschuldbefreiung automatisch nach Ablauf der Wohlverhaltenszeit. 

Sie sind schuldenfrei

Restschuldbefreiung für fast alle Schulden:

  • alle Schulden samt Zinsen und Kosten der Vollstreckung, die vor der Insolvenzeröffnung entstanden sind
  • ebenso Steuerschulden, es sei denn Sie wurden wegen Steuerhinterziehung usw. bestraft
  • Forderungen aus unerlaubter Handlung leider nicht
  • Ebenso keine Strafzettel und sonstige Geldstrafen

 

Icon Fragezeichen

Privatinsolvenz können Sie anmelden, wenn…

… Sie zahlungsunfähig sind. Das bedeutet, dass es aussichtslos ist, die Schulden jemals zurückzuzahlen. Schulden sind ein schleichendes Gift. Machen Sie nichts vor, wenn Sie pleite sind. Das sind die Voraussetzungen für die Privatinsolvenz:

Ziffer eins

Sie sind zahlungsunfähig

Zahlungsunfähig bedeutet, dass Sie nicht mehr dazu in der Lage sind, überfällige Rechnungen, Kreditraten und sonstige Zahlungspflichten zu bedienen. Ihre Schulden sind zu hoch. Es ist unrealistisch, dass Sie die Schulden in den nächsten Jahren zurückzahlen können.

Ziffer eins

Sie sind nicht selbständig

Sie sind Arbeitnehmer, Rentner, arbeitslos, krankgeschrieben, usw. Sind Sie selbständig tätig oder waren Sie es und haben über 20 Gläubiger oder schulden Ihren ehemaligen Arbeitnehmern noch Arbeitslöhne oder Sozialabgaben, müssten Sie die Regelinsolvenz beantragen.

Ziffer eins

Ihr Wohnsitz ist in Deutschland

Die Privatinsolvenz können Sie nur anmelden, wenn Sie in Deutschland mit einem Wohnsitz gemeldet sind. Es ist nicht erforderlich, dass Sie deutscher Staatsbürger sind. 

Ziffer eins

Sie haben eine Bestätigung über den gescheiterten Schuldenbereinigungsplan

Sie haben von einem Anwalt oder einer Schuldenberatung ein außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren durchführen lassen. Die Schuldenbereinigung war erfolglos. Hierüber liegt Ihnen eine Bescheinigung vor, die höchstens sechs Monate alt ist.

Ziffer eins

Sie machen die Privatinsolvenz nicht zum zweiten Mal

Hatten Sie schon einmal eine Restschuldbefreiung, besteht eine elfjährige Sperrfrist, bis Sie eine weitere Privatinsolvenz beantragen dürfen. Wurde die erste Privatinsolvenz ohne Restschuldebefreiung abgebrochen, beträgt die Sperrfrist fünf Jahre.

Privatinsolvenz leicht gemacht. So ist der Ablauf aus Schuldnersicht:

1. Beginnen

Wenn Sie eine Privatinsolvenz beantragen wollen, müssen Sie wissen, wen Sie wieviel Geld schulden. Beginnen Sie die Privatinsolvenz also damit, dass Sie die Gläubiger-Unterlagen sortieren.

Verwenden Sie die Insolvenz-App. Dann geht es leichter.

Button für App Insolvenz beantragen
App für Antrag auf Privatinsolvenz

Sortieren Sie die Mahnungen usw. in ein Ringbuch. Oder einscannen

Beginnen Sie die Privatinsolvenz, indem Sie die Gläubiger-Unterlagen sortieren. Das wäre beispielsweise der Kreditvertrag bei der Bank, die Mahnungen und sonstige Drohbriefe. Hierzu können Sie die Schreiben und Verträge in einen Ringbuchordner einordnen. Für jeden Gläubiger legen Sie ein Trennblatt an und heften die Gläubigerpost darunter ab, das neueste Schreiben bitte obenauf.

Eine Alternative zum Ringbuchordner wäre, die Gläubiger-Unterlagen einzusannen oder zu fotografieren und in einen Cloud-Ordner zu speichern.

Legen Sie ein Gläubiger-Verzeichnis an

Sobald Sie wissen, wem Sie Geld schulden, erstellen Sie ein Gläubiger-Verzeichnis. Das ist am zum Beispiel eine Excel-Tabelle oder Word-Datei, wo Sie die Gläubiger auflisten. Es reicht der Name des Gläubigers, Straße, PLZ und Ort und die ungefähre Höhe der Schuld.

Ganz wichtig ist es außerdem das Bearbeitungszeichen des Gläubigers anzugeben. Damit ist beispielsweise die Kontonummer, Kundennummer, Rechnungsnummer, usw. gemeint. Hier können Sie eine Excel-Tabelle bei uns anfordern, um Ihre Gläubiger einzutragen.

Unterscheiden Sie außerdem zwischen dem Gläubiger und seinem Vertreter. Gläubiger-Vertreter wäre beispielsweise das Inkasso oder die Anwaltskanzlei.

Wissen Sie nicht mehr wem Sie Geld schulden, holen Sie eine Schufa-Auskunft ein und gehen zum Schuldnerverzeichnis in Ihrem Amtsgericht.

Beschaffen Sie die sonstigen Nachweise

Sortieren Sie in Ihr Ringbuch oder Cloud bitte auch gleich alle Nachweise ein, die Sie für den Insolvenzantrag brauchen. Jeder Eintrag in das Insolvenzantrag-Formular benötigt einen Nachweis. Für das Einkommen brauchen wir einen Einkommensnachweis, für die Mietkosten den Mietvertrag, für das P-Konto einen Kontoauszug, für Ihre Lebensversicherung die Versicherungspolice, für das Auto den Fahrzeugbrief und -schein, usw.

Anschließend übersenden Sie uns Ringbuchordner mit der Post oder schalten die Cloud für uns frei und beauftragen uns mit der Privatinsolvenz.

Verwenden Sie die Insolvenz-App, dann geht es leichter

Um die Privatinsolvenz so leicht wie möglich vorzubereiten, verwenden Sie meine Insolvenz-App. Die App ist für Sie kostenfrei. Sie erleichtert Ihnen das Insolvenzantrags-Verfahren. Dort können Sie alle Daten eintragen und das Gläubiger-Verzeichnis erstellen. Die erforderlichen Unterlagen wie Gehaltsnachweise fotografieren Sie mit dem Handy.

Die App lädt Ihre Unterlagen und Einträge automatisch hoch in eine Cloud. Sollen Sie uns mit der Privatinsolvenz beaufragen, werden wir auf die Cloud zugreifen und die amtlichen Antrag auf Privatinsolvenz ausarbeiten.

Danach führen wir das vorgeschriebene Schuldenbereinigungsverfahren durch. Fertig, Sie müssen den Insolvenzantrag nur noch unterschreiben.

2. P-Konto einrichten

Das Pfändungsschutzkonto oder auch P-Konto genannt, ist Pflicht. Nur das P-Konto schützt Ihr Kontoguthaben während der Insolvenz. Richten Sie das P-Konto ein, bevor das Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Richten Sie ein P-Konto ein, das ist Pflicht

Eröffnen Sie zur Vorbereitung der Privatinsolvenz ein Pfändungsschutzkonto. Die Bank, bei der Sie das P-Konto einrichten, darf kein Gläubiger sein. Das Pfändungsschutzkonto ist für die Privatinsolvenz ein absolutes Muss. Nur das P-Konto schützt während der Privatinsolvenz vor Pfändung. Ohne Pfändungsschutzkonto wird der Insolvenzverwalter Ihr Kontoguthaben einziehen.

Das alte Konto lassen Sie auslaufen, Lastschriften platzen

Nachdem das neue P-Konto eingerichtet ist, leiten Sie Ihr Einkommen darauf um. Danach richten Sie die Lastschriften und Einzugsermächtigungen für alle Verträge um, die Sie fortführen wollen. Damit meine ich Miete, Telefon, usw..

Verträge, die Sie nicht mehr erfüllen wollen, wie beispielsweise ein teures Fahrzeug-Leasing, schreiben Sie nicht um. Lassen Sie von dem alten Konto abbuchen, bis die Lastschrift wegen Überziehung platzt. Der unerwünschte Vertrag wird gekündigt. Genau das wollen Sie erreichen.

Genau so gehen Sie auch mit den Kreditraten vor. Einfach nicht mehr bezahlen oder die Einzugsermächtigung platzen lassen.

Verwenden Sie das P-Konto richtig

Das Pfändungsschutzkonto ist gewöhnungsbedürftig. Das Guthaben darf die Pfändungsgrenze nicht übersteigen und zu Monatsende muss der Kontostand bei Null sein. Andernfalls würde die Bank das Guthaben abschöpfen. Die Pfändungsgrenze für das P-Konto beginnt bei 1.190 €. Bestehen Unterhaltspflichten, steht Ihnen eine höhere Freigrenze zu. Wir stellen Ihnen die hierzu erforderliche Bescheinigung aus.

3. Zahlung stoppen

Nachdem das P-Konto eingerichtet ist, stellen Sie die Zahlungen ein. Stoppen Sie den gesamten Schuldendienst. Bezahlen Sie nur noch das, was Sie in Ihrem neuen Leben fortführen möchten. Beispielsweise Miete oder Handy. 

Spätestens jetzt stellen Sie den Schuldendienst ein

Stellen Sie spätestens jetzt alle Zahlungen an die Gläubiger ein. Weil Sie eine Privatinsolvenz beantragen, ist jede weitere Zahlung an Gläubiger verschwendet.

Verträge, die Sie los werden wollen, wie z.B. ein zu teures Fahrzeug-Leasing oder eine langfristige Mitgliedschaft im Fitness-Center bezahlen Sie nicht mehr. Nach zweimaligem Ausbleiben der Monatsrate wird der Vertrag gekündigt und Sie sind die Verpflichtung los.

Legen Sie eine Geld-Reseverve in die Keksdose

Ergibt sich aufgrund der Einsparungen ein Kontoguthaben, heben Sie dieses in Bar ab. Das Bargeld geben Sie aus. Oder Sie legen es in die Keksdose für schlechte Zeiten.

Das ist erlaubt. Sie sind nicht verpflichtet, das Geld auf den Konto zu belassen, damit man es Ihnen leichter wegenehmen kann. Nachdem Sie die Zahlungen eingestellt haben, müssen Sie täglich mit einer Pfändung des Kontos rechnen. In der Situation vor der Privatinsolvenz sind die Ersparnisse in der Keksdose besser aufgehoben als auf dem Konto.

Nehmen Sie Pfändung und Gerichtsvollzieher gelassen

Nachdem Sie das P-Konto aktiviert, dorthin das Einkommen ungeleitet und eine eiserne Reserve in der Keksdos abgelegt haben, sind Sie optimal vorbereitet. Sollte ein Gläubiger pfänden oder der Gerichtsvollzieher den Besuch ankündigen, bleiben Sie gelassen. Es kann nichts mehr passieren. Innerhalb der gesetzlichen Pfändungsgrenzen kann man Ihnen nicht mehr beikommen.

4. Geld verstecken?

Das Verschweigen von Vermögenswerten ist natürlich verboten. Viele Schuldner tun es trotzdem und hoffen, dass man sie nicht erwischt.

Wägen Sie ab, ob und was Sie verstecken

Viele Schuldner besitzen vor der Insolvenz noch ein Auto oder eine Lebensversicherung oder einen ähnlichen Vermögenswert. Sie wägen ab, ob sie den Vermögenswert im Insolvenzantrag angeben oder verschweigen.

Leider kann man unsere finanziellen Verhältnisse heutzutage sehr leicht durchleuchten. Die Wahrscheinlichkeit, dass beispielsweise Ihr verschwiegenes Auto während der Insolvenz unentdeckt bleibt, ist sehr gering. Im Falle des Autos würde beispielsweise das Finanzamt petzen.

Sogar Auslandskonten werden während der Insolvenz bekannt. Das entsprechende Land wird das Konto einmal jährlich dem deutschen Finanzamt melden. Somit erfährt auch der Insolvenzverwalter davon.

Das müssen Sie wissen, falls man Sie erwischt

Das sind die Folgen, falls Sie einen Vermögenswert verschwiegen haben und man Sie dabei erwischt: Der Insolvenzverwalter wird Sie zur Rede stellen. Machen Sie ihm glaubhaft, dass Sie den Vermögenswert im Antrag vergessen haben und übergeben Sie ihm den Vermögensgegenstand ohne Widerstand, wird er sicherlich Gnade vor Recht ergehen lassen.

Schlimmer ist es, wenn ein Gläubiger das Schummeln entdeckt. Er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Versagung der Restschuldbefreiung durchsetzen. Dann war alle Mühe umsonst.

5. Schulden bereinigen

Für die Privatinsolvenz müssen Sie sich von einem Anwalt oder Schuldenstelle beraten lassen. Das ist Pflicht. Der Anwalt muss außerdem einen außergerichtlichen Vergleich versuchen. Hierzu führt er eine außergerichtliche Schuldenbereinigung durch.

Gehen Sie zu einem Anwalt oder zur Schuldenberatung

Wenn Sie eine Privatinsolvenz beantragen wollen, müssen Sie einen Anwalt oder zertifizierte Schuldenberatung aufsuchen. Dort müssen Sie sich beraten lassen. Das ist Ihre gesetzliche Pflicht.

Ihr Anwalt versucht einen außergerichtlichen Vergleich

Nach der Beratung muss der Anwalt eine außergerichtliche Schuldenbereinigung mit den Gläubigern versuchen. Auch das ist gesetzliche Pflicht.

Außergerichtliche Schuldenbereinigung bedeutet, dass man eine Einigung mit den Gläubigern über eine Raten- oder Teilzahlung versuchen muss. Erst nachdem diese gescheitert ist, ist die Privatinsolvenz zulässig.

Das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren muss in amtlich vorgeschriebenen Formularen durchgeführt werden. Das Abstimmungsergebnis der Gläubiger hält der Anwalt bzw. Schuldenberatung in einer Bescheinigung fest.

Die Erfolgsaussichten der außergerichtlichen Schuldenbereinigung sind äußerst gering. Es handelt sich mehr um eine Pflichtübung und nicht um eine echte Chance auf eine Entschuldung ohne Insolvenz.

6. Privatinsolvenz anmelden

Den fix und fertigen Insolvenzantrag senden wir an das Gericht um die Privatinsolvenz anzumelden. Das Gericht eröffnet das Insolvenzverfahren ca. 3 Wochen später und bestellt einen Insolvenzverwalter. Mit diesem führen Sie ein Interview.

Warten Sie die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ab

Ist das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren abgeschlossen, fertigen wir den Insolvenzantrag aus und übersenden ihn Ihnen zur Unterschrift.

Bitte reichen Sie den unterschriebenen Antrag im Original an uns zurück. Wir übersenden den Antrag dann an das Gericht.

Ungefähr zwei Wochen später erlässt das Gericht einen Beschluss und eröffnet das Insolvenzverfahren. Ab jetzt stehen Sie unter Gläubigerschutz. Niemand darf vollstrecken. Noch nicht einmal der Gerichtsvollzieher.

Als nächstes besuchen Sie den Insolvenzverwalter

In dem Beschluss steht der Name des Insolvenzverwalters. Dieser wird Sie in den nächsten Tagen zu einem Gespräch einladen. Das Gespräch findet in den Kanzleiräumen des Insolvenzverwalters statt und nur ganz ausnahmsweise bei Ihnen zuhause.

Der Insolvenzverwalter wird Ihnen sicherlich noch ein paar Hausaufgaben mitgeben, was an Unterlagen nachzureichen ist. Bitte geduldig und brav sein. Beschaffen Sie ihm die gewünschten Unterlagen, auch wenn er sie schon hat.

7. Abwarten bis Restschuldbefreiung

Nach ca. drei Monaten ist das Verfahren eingespielt. Das Verfahren bis zur Restschuldbefreiung wird nun ruhig verlaufen. Bitte halten Sie Ihre Obliegenheiten ein. Was der Insolvenzverwalter im Hintergrund macht, kann Ihnen egal sein. 

Nachdem das Verfahren sich eingespielt hat, lassen Sie es laufen

Die Privatinsolvenz ist ein schriftliches Verfahren. Es gibt keine Gerichtsverhandlung, an der Sie teilnehmen müssen. In der Regel müssen Sie auch nur ein einziges Mal den Insolvenzverwalter aufsuchen.

Nachdem Sie den Insolvenzverwalter mit allen gewünschten Informationen versorgt haben, lässt er Sie in Ruhe. Das Verfahren hat sich eingespielt und Sie können es einfach laufen lassen.

Nehmen Sie sich vor "unerlaubten Handlungen" in Acht

Sollte Ihnen das Insolvenzgericht mitteilen, dass ein Gläubiger eine Forderung aus dem Rechtsgrund der vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung geltend macht, müssen Sie allerdings reagieren.

Eine Forderung aus dem Rechtsgrund der unerlaubten Handlung unterliegt nicht der Restschuldbefreiung. Prüfen Sie also genau, ob der Rechtsgrund der unerlaubten Handlung berechtigt ist. Falls ja, akzeptieren Sie die unerlaubte Handlung.

Falls nein, wehren Sie sich unbedingt und widersprechen Sie dieser Forderung aus dem Rechtsgrund der vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung.

Halten Sie stets Ihre "Obliegenheiten" ein

Das Wort “Obliegenheiten” ist Amtsdeutsch. Gemeint sind Ihre Pflichten in der Privatinsolvenz, um die Restschuldbefreiung zu erhalten. Ob Sie die Obliegenheiten einhalten, überwacht der Insolvenzverwalter. Das sind Ihre Pflichten in der Privatinsolvenz:

Sie müssen eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben. Die Erwerbstätigkeit ist angemessen, wenn Ihr Einkommen in Etwa dem durchschnittlichen Einkommen Ihres gelernten Berufes entspricht. Ein Arzt würde gegen die Erwerbsobliegenheit verstoßen, wenn er nur 1.000 € verdient. Mit guten Argumenten lässt sich aber viel optimieren.

Sie müssen außerdem eine Erbschaft oder Schenkung sofort dem Insolvenzverwalter und dem Insolvenzgericht anzeigen. Während der Insolvenz gehen Schenkung oder Erbschaft 100 % in die Insolvenzmasse. In der Wohlverhaltenszeit sind es nur noch 50 %. Eine Erbschaft dürfen Sie während der Insolvenz aber ausschlagen.

Teilen Sie unverzüglich Ihre neue Wohnanschrift mit, falls Sie umziehen. Gleiches gilt bei einem Wechsel der Arbeitsstelle. Auch diesen Wechsel bitte anzeigen.

Schließlich müssen Sie den Insolvenzverwalter über Ihre finanziellen Verhältnisse auf dem Laufenden halten. Erschließen sich neue Einnahmequellen oder entfällt eine Unterhaltspflicht, müssen auch dies unverzüglich mitteilen, damit der Insolvenzverwalter das pfändare Einkommmen neu berechnen kann.

Feiern Sie die Erteilung der Restschuldbefreiung

Nachdem die Laufzeit der Insolvenz vorüber ist, erteilt das Gericht die Restschuldbefreiung. Das geht automatisch, Sie müssen keinen Antrag stellen oder dergleichen.

Am Schluss der Privatinsolvenz erteilt Ihnen das Gericht die Restschuldbefreiung. Hierzu hört es die Gläubiger letztmalig an. In der Regel widerspricht niemand und das Gericht erlässt sofort den Restschuldbefreiungs-Beschluss. Sie sind schuldenfrei.

happy button

Ihr nächster Schritt aus den Schulden ist die Privatinsolvenz anmelden online:

 

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