GmbH Insolvenz | Beratung bei Zahlungsunfähigkeit der GmbH

Muss der Geschäftsführer eine GmbH Insolvenz für sein Unternehmen beantragen, sollte er gut vorbereitet sein. Hierzu berate ich Sie als sehr erfahrener Rechtsanwalt im Insolvenzrecht. Die GmbH Insolvenz bewirkt eine völlig neue Rechtslage, die der Geschäftsführer oft nicht kennt. Allerdings bedeutet GmbH-Insolvenz heutzutage nicht mehr das unbedingte Aus für das betroffene Unternehmen. Inzwischen können Sanierungsverfahren wie das Schutzschirmverfahren oder die Insolvenz in Eigenverwaltung helfen, Ihre GmbH trotz Insolvenz zu erhalten und zu entschulden.

GmbH Insolvenz – Schritt für Schritt

Informieren Sie sich hier zum Ablauf einer GmbH Insolvenz, die ich Ihnen in sieben leichten Schritten erklären werde. Lassen Sie sich von mir als Rechtsanwalt zur Insolvenz der GmbH beraten. Gerne übernehme ich das GmbH-Insolvenzantragsverfahren.

1. Schritt: Die GmbH Insolvenz vorbereiten

Eigentlich müssen Sie eine GmbH-Insolvenz nicht vorbereiten. Als Geschäftsführer können Sie den Insolvenzantrag auch ohne Vorbereitung stellen. Einfach das Formular ausfüllen, den Antrag bei Gericht einreichen und dann abwarten, was mit der GmbH und vor allem mit Ihnen als Geschäftsführer so alles geschieht… Eine derartige Vorgehensweise ist allerdings naiv. Bekanntlich wird immer ein Sündenbock gebraucht und das ist in der GmbH-Insolvenz der Geschäftsführer. Die Vorbereitung auf die GmbH-Insolvenz dient ausschließlich dazu, dass Sie als Geschäftsführer weniger Ärger kriegen. Folgende Aufgaben sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse vor dem GmbH-Insolvenzantrag zumindest erledigt haben:

Handelsbilanz hochladen

Die Handelsbilanz bei bundesanzeiger.de veröffentlichen: Als GmbH-Geschäftsführer müssen Sie die jährlichen Handelsbilanzen bei bundesanzeiger.de veröffentlichen. Versäumen Sie dies, werden Sie wegen Bankrott bestraft. Die Handelsbilanz können Sie als Geschäftsführer selbst und ohne Steuerberater erstellen. Schätzwerte sind erlaubt. Nehmen Sie den alten Jahresabschluss und übernehmen Sie diese Werte weitgehend. Den Rest schätzen Sie anhand der Jahres-BWA. Danach loggen Sie sich bei bundesanzeiger.de ein und folgen den Anweisungen.

Kassenbücher auf Vordermann

Unvollständige Kassenbücher bringen dem Geschäftsführer ebenfalls Ärger ein, weil er einen fehlenden Kassenbestand ersetzen muss. Überprüfen Sie die Kassenbücher und arbeiten Sie diese nach. Vielleicht lässt der Kassenbestand sich noch auf Null setzen. Sie sollten auch die Bankunterlagen und die Geschäftsbücher vorbereiten. Dokumente, die Sie als Geschäftsführer entlasten, sollten Sie kopieren. Hat der Insolvenzverwalter die Geschäftsbücher an sich genommen, können Sie leicht in Beweisnot geraten.

Keine Entnahmen ohne Vertrag

Entnehmen Sie kein Geld mehr aus der Gesellschaft ohne hierzu einen Rechtsgrund nachweisen zu können, denn sonst droht eine Bestrafung wegen Unterschlagung. Das rückständige Geschäftsführergehalt der letzten Monate können Sie entnehmen, wenn aufgrund des Arbeitsvertrages ein Rechtsanspruch besteht. Die Entnahme löst zwar ein Anfechtungsrecht des Insolvenzverwalters aus, das heißt: Sie müssten die Entnahme zurückerstatten. Aber wenn die GmbH-Insolvenz Ihre private Pleite nach sich zieht, kann Ihnen die Anfechtung gleichgültig sein…

(Gesellschafter)darlehn nicht erstatten

Es bringt leider keine Vorteile, wenn Sie kurz vor der Insolvenz einen Kredit der GmbH zurückführen, für den Sie persönlich haften. Es bringt auch nichts, befreundete Lieferanten zu bezahlen oder ein Gesellschafterdarlehen. Sie geraten dadurch nur in Schwierigkeiten und der Insolvenzverwalter holt all diese Zahlungen später mittels Anfechtung zurück.

Abweisung mangels Masse

Besteht eine Chance auf Abweisung mangels Masse, unbedingt ergreifen. Abweisung mangels Masse bedeutet, dass keine Insolvenz eröffnet wird und es keinen Insolvenzverwalter gibt, der Sie in die Haftung nehmen will. Die Abweisung mangels Masse erfolgt, wenn die GmbH über weniger als 2.800 € Liquidität verfügt. Besteht Aussicht auf eine Abweisung mangels Masse, geben Sie das Geld aus, auch wenn dies eigentlich verboten ist.

Nur Arbeitnehmeranteile bezahlen

Bezahlen Sie unmittelbar vor der Insolvenz möglichst nichts und niemanden mehr. Auch keine Löhne. Denn als Geschäftsführer haften Sie für alle Geldabflüsse unmittelbar vor der Insolvenz, welche die spätere Insolvenzmasse schädigen. Bezahlen Sie allenfalls die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung, weil dort das Nichtbezahlen unter Strafe steht.

2. Schritt: Den Insolvenzantrag ausarbeiten

Formular erforderlich

Den GmbH Insolvenzantrag stellen Sie mit einem gerichtlichen Antragsformular. Dieses finden Sie auf der Webseite des für Sie zuständigen Insolvenzgerichts. Das Formular kann man herunterladen und ausfüllen. Beim Ausfüllen gilt das Motto: Mut zur Lücke. Das Formular ist sehr umfangreich, aber nicht in jedes Feld muss ausgefüllt sein.

Vollständig und richtig

Sie müssen ergänzend zum Insolvenzantrag zwar eine Erklärung abgeben, dass der Antrag vollständig und richtig ausgefüllt ist. Aber diese Vollständigkeitserklärung ist widersprüchlich, denn manche Dinge zum Insolvenzantrag, wie beispielsweise die Gläubiger und deren aktuellen Schuldenstand, können Sie nicht wissen.

Anlagen beifügen

Fügen Sie dem Insolvenzantrag am besten den Gesellschaftsvertrag bei, einen Auszug aus dem Handelsregister, Jahresabschluss und die letzte BWA. Das macht einen guten Eindruck und hilft dem Insolvenzverwalter für den ersten Überblick. Früher oder später müssen Sie diese Unterlagen ohnehin vorlegen.

Versenden ans Gericht

Alles zusammen werfen Sie in den Gerichts-Briefkasten oder übersenden den Antrag mit der Post. Sollte das Insolvenzgericht etwas beanstanden, wird es Sie anschreiben. Nehmen Sie diese Monierung ernst. Denn erst der vollständige GmbH-Insolvenzantrag unterbricht die Insolvenzantragspflicht und räumt den Verdacht auf Insolvenzverschleppung aus.

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Rechtsanwalt berät bei Insolvenz der GmbH

GmbH-Geschäftsführer berate ich im Falle einer GmbH Insolvenz zum Eintreten der Insolvenzantragspflicht und wie man die Geschäftsführer-Haftung vermeidet. Ich werde Ihnen Ihre Rechte und Pflichten gegenüber dem Insolvenzverwalter erklären und übernehme den Insolvenzantrag. Dauer: 45 Minuten, 150€

3. Schritt: Vorläufiges Insolvenzverfahren

Dauert 0 bis 3 Monate

Die vorläufige Insolvenz dauert zwischen null und drei Monate. Die Dauer richtet sich nach dem Lohnrückstand. Sind keine Löhne rückständig, dauert die vorläufige Insolvenz drei Monate. Ist ein Monatslohn rückständig, beträgt die Verfahrensdauer zwei Monate, usw. Die Grundlage für die Bemessung der Verfahrensdauer ist das Insolvenzgeld. Je mehr Löhne offen sind, desto kürzer ist der Insolvenzgeldzeitraum und damit die vorläufige Insolvenz.

Zuckerbrot und Peitsche

In der vorläufigen Insolvenz muss der Insolvenzverwalter versuchen, den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Das steht so im Gesetz. Der Verkauf eines intakten Unternehmens bringt mehr Geld ein, als der Verkauf der Einzelteile. Also wird der Insolvenzverwalter den Geschäftsführer mit Versprechungen und Drohungen (Zuckerbrot und Peitsche) manipulieren, damit er den Betrieb in der vorläufigen Insolvenz erst einmal fortführt .

Für den Chef ist Schluss

Nüchtern betrachtet besteht für den Geschäftsführer kein Grund, auch nur einen Tag länger im Unternehmen zu verbleiben. Die Rettung des Unternehmens in seinem Interesse funktioniert nur mit dem Schutzschirm und der Eigenverwaltung. In der normalen Insolvenz wird der Insolvenzverwalter entweder abwickeln oder fortführen. Der bisherige Geschäftsführer bzw. Inhaber hat daraus keinen Nutzen.

Insolvenz-Gutachten

Die vorläufige Insolvenz dient schließlich dazu, dass der Insolvenzverwalter das Unternehmens-Vermögen ermittelt und ein Gutachten darüber verfasst. Die Anfertigung des Gutachtens wirft viele Fragen auf und erfordert Nachweise. Diese muss der Geschäftsführer dem Insolvenzverwalter zur Verfügung stellen. Er muss die GmbH-Geschäfte zwar nicht fortführen, ist aber umfassend zur Auskunft verpflichtet.

4. Schritt: Insolvenz-Hauptverfahren

Finale Enteignung

Nachdem der Insolvenzverwalter das Insolvenzgutachten fertiggestellt hat und der Insolvenzgeldzeitraum ausgelaufen ist, wird das Gericht das Hauptverfahren eröffnen. Mit der Eröffnung des Hauptverfahrens findet die endgültige Enteignung der GmbH-Gesellschafter und die Entmündigung des Geschäftsführers statt. Spätestens ab dann gehen auch von Gesetzes wegen alle Verfügungsrechte auf den Insolvenzverwalter über.

Verwertung durch Verkauf

Im Hauptverfahren wird der Insolvenzverwalter weiterhin versuchen, das Unternehmen im Sinne der Gläubiger bestmöglich zu verwerten. Im Idealfall akquiriert er hierzu einen fremden Käufer, der das Unternehmen im Ganzen erwirbt. Oder der Insolvenzverwalter versucht, den Betrieb an ein Familienmitglied des Unternehmers (Auffanggesellschaft) oder an das Management (Management Buy Out) zu verkaufen.

Betrieb wird abgewickelt

Findet sich kein Käufer, stellt der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb endgültig ein und überlässt den Verkauf der Einzelteile einem Verwerter. Der bisherige Unternehmer, Gesellschafter oder Geschäftsführer spielt in diesem Verfahrensstadium keine Rolle mehr. Der Insolvenzverwalter wickelt das Unternehmen nach seinen Vorstellungen vollständig ab.

Ermittlung der Quoten

Das Hauptverfahren dient außerdem der Feststellung, welcher Gläubiger von der GmbH wie viel Geld bekommt. Das Ergebnis der so genannten Forderungsfeststellung hält das Gericht in einer Insolvenztabelle fest. Die Eintragung einer Forderung in die Insolvenztabelle ist rechtsverbindlich so wie ein Urteil. Dem bisherigen Unternehmer kann es völlig egal sein, wie hoch die Schulden sind. Denn er ist enteignet.

Anfechtung und Haftung

Schließlich prüft der Insolvenzverwalter etwaige Haftungsansprüche gegen die Gesellschafter und Geschäftsführer. Gesellschafter haften maximal auf das gezeichnete Stammkapital. Kann er die Einzahlung nicht nachweisen, muss er nachzahlen. Der Geschäftsführer wiederum muss beweisen, dass er die Insolvenz fristgemäß beantragt hat. Andernfalls haftet er gem. § 64 Abs. 2 GmbHG für alle Geldabflüsse seit der Insolvenzreife.

Die Vermeidung einer Haftung des Geschäftsführers bei GmbH-Insolvenz wird Schwerpunkt meiner Beratung zum GmbH-Insolvenzverfahren sein. Buchen Sie hier eine telefonische Beratung:

Insolvenzverwalter prüft Haftung bei GmbH Insolvenz

5. Schritt: Gläubigerversammlung und Prüftermin

Gericht prüft die Schulden

Etwa zwei bis vier Monate nach der Eröffnung des Hauptverfahrens bestimmt das Gericht einen Termin für die Gläubigerversammlung und den Prüfungstermin für die Verbindlichkeiten. Der Prüfungstermin dient dazu, die Schulden der GmbH rechtsverbindlich festzustellen, was wiederum die Voraussetzung für die Bestimmung der späteren Quote für die Befriedigung der Gläubiger ist. Das Ergebnis der Forderungesprüfung hält das Gericht in der So genannten Insolvenztabelle fest.

Schicksal der GmbH

Die Gläubigerversammlung ist das Parlament aller Gläubiger. Weil das Unternehmen mit dem Eintritt in das Hauptverfahren nicht mehr dem Unternehmer gehört, sondern den Gläubigern, können diese bestimmen, was mit dem Unternehmen geschehen soll. Darüber stimmen die Gläubiger in der Gläubigerversammlung ab. Soweit zur Theorie. In der Praxis geschieht gar nichts. Kein einziger Gläubiger erscheint. Weil das Fernbleiben als Zustimmung zum Votum des Insolvenzverwalters gilt, kann er machen, was er will.

Desinteresse ausnutzen

Leider sind die Gläubiger sich ihrer Macht nicht bewusst. Erscheint beispielsweise bei einer Millionen-Pleite ein einziger Gläubiger mit einer 100 € Forderung, entscheidet er über alles und jeden: Abwahl des Insolvenzverwalters, Fortführung oder Einstellung des Geschäftsbetriebes, Art und Weise der Verwertung, usw. Diese „Trägheit“ der Masse nutze ich zugunsten meiner Mandanten aus, indem ich äußerst günstige Insolvenzpläne beispielsweise mit 2 % Quote durchsetze.

6. Schritt: Haftungsansprüche und Anfechtung

Insolvenzverwalter überprüft Haftung

Danach durchsucht der Insolvenzverwalter die Kontoauszüge und Geschäftspapiere. Er  ermittelt, wo er noch Geld einsammeln kann. Das heißt: er prüft die Anfechtung und die Haftungsansprüche. Neben der Anfechtung prüft der Insolvenzverwalter, ob er die Geschäftsführung und die Gesellschafter in Regress nehmen kann. Der Geschäftsführer muss beispielsweise nahezu alle Geldabflüsse aus der GmbH ab Eintritt der Insolvenzreife erstatten. Zusätzlich haftet er für Managementfehler und Geldentnahmen wie Gehälter vor der Insolvenz. Darlehen der GmbH an Geschäftsführer und Gesellschafter sind zurückzuerstatten, usw. Das ist ein unangenehmes Thema. Der Geschäftsführer kann sich der persönlichen Haftung nur mittels „Armut“ entziehen.

Anfechtung kann unangenehm sein

Die Anfechtung ist eine merkwürdige Rechtsausprägung. Dabei geht das Recht von der Gleichbehandlung aller Gläubiger aus. Kein Gläubiger darf sich einen Sondervorteil verschaffen. Wer beispielsweise als nahestehende Person weiß oder aufgrund schleppender Zahlung und Mahnungen darauf schließen kann, dass die GmbH in Zahlungsschwierigkeiten steckt, darf von der GmbH kein Geld mehr annehmen. Nimmt der Gläubiger das Geld dennoch an, muss er es später im Insolvenzfall erstatten. Die Anfechtung macht rücksichtsloses Geldeintreiben sinnlos. Das trägt zum Rechtsfrieden bei und ist ein Vorteil. Den Nachteil erfahren Geschäftspartner, wenn sie mühselig eingetriebene Gelder erstatten müssen.

7. Schritt: Beendigung der GmbH-Insolvenz

Hat der Insolvenzverwalter alle Anfechtungs- und Haftungsfragen geklärt, führt er noch den einen oder anderen Prozess. Danach lässt er die Akte oft über Jahre liegen. Die Geschäftspapiere lagert er bei einem Dienstleister ein oder er zwingt den ehemaligen Geschäftsführer zur Abholung. Schließlich erledigt der Insolvenzverwalter die steuerlichen Angelegenheiten. Das war´s. Die GmbH ist abgewickelt. Der Insolvenzverwalter rechnet seine Gebühren ab und bezahlt die Verfahrenskosten. Sollte danach trotzdem noch Geld vorhanden sein, erhalten die Gläubiger eine Quote.

Die Alternative zur GmbH Insolvenz

Falls Sie Ihre GmbH nicht aufgeben wollen, sondern retten: Die Sanierung einer GmbH – also der Erhalt des Unternehmens und dessen Entschuldung – erfolgt mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens. Das Schutzschirmverfahren stellt Ihr Unternehmen unter Gläubigerschutz. Unter dem Schutzschirm bezahlt das Unternehmen nur das, was für den Geschäftsbetrieb notwendig ist. Die Arbeitsagentur übernimmt für drei Monate die Gehälter.

Anhand dieser Effekte entsteht im Unternehmen kurzfristig Liquidität. Diese verteilen Sie am Ende des Schutzschirms quotal an die Gläubiger in einem Insolvenzplan: Sie bieten den Gläubigern ca. ein Drittel des angesparten Cash-Bestandes als Quote. Mit dem zweiten Drittel begleichen Sie die Verfahrenskosten und der Rest verbleibt als Working-Capital im Unternehmen. Fertig. Sie führen Ihr Unternehmen schuldenfrei fort.

So beantragen Sie die GmbH Insolvenz

Nicht am Antragsformular verzweifeln

Scheint die Sanierung des Unternehmens mit dem Schutzschirmverfahren aussichtslos oder wollen Sie den Betrieb aus anderen Gründen schließen, beantragen Sie die reguläre Insolvenz. Den Insolvenzantrag können Sie notfalls selbst selbst stellen. Besser mit anwaltlicher Hilfe. Müssen Sie als Geschäftsführer den GmbH-Insolvenzantrag mangels Geld selbst ausfüllen, verzweifeln Sie bitte nicht an dem seitenlangen Fragebogen. Zeigen Sie Mut zur Lücke. Im Gegensatz zur Privatinsolvenz, bei der Sie die Restschuldbefreiung anstreben, erfüllen Sie beim GmbH-Insolvenzantrag „nur“ eine gesetzliche Pflicht. Es reicht aus, wenn Sie das Antragsformular ungefähr ausfüllen, denn viele der angeforderten Informationen, wie beispielsweise die aktuellen Schuldenstände, stehen noch gar nicht fest.

GmbH Insolvenz hier online beantragen

Beantragen Sie die Insolvenz besser früher als später. Um Ihnen das Insolvenzantragsverfahren zu erleichern, verwenden Sie am besten mein Online-Formular:

Einfach ausfüllen und absenden. Ich melde mich und berate Sie zur GmbH Insolvenz. Danach werden wir für Sie das amtliche Formular für den Insolvenzantrag richtig und vollständig ausfüllen. Das ist wichtig für den weiteren Verlauf des Verfahrens.

Interessieren Sie sich für die GmbH-Insolvenz?

Dann schreiben Sie mir doch eine Mail und erklären Sie kurz Ihr Anliegen. Ich melde mich schnellstmöglich zur einer kurzen Vorbesprechung.

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Oder wünschen Sie eine fundierte Experten-Beratung?

Falls Sie eine ausführliche Beratung wünschen, ob Ihr Betrieb für die Insolvenz in Eigenverwaltung geeignet ist und wie er abläuft, buchen Sie hier einen Telefontermin, ca. 45 min/ 175€.

In einer sehr schwierigen Phase, hat Herr Franzke mir einen glasklaren Weg aufgezeigt und mich da durchgeführt. Vielen Dank, auch an Ihr Team Herr Franzke! 100% empfehlenswert!!!

Bewertung vom 12.02.20

GmbH Insolvenz, Ihre Rechte und Pflichten

Die Pflichten des Geschäftsführers in der GmbH-Insolvenz sind bei weitem nicht so umfangreich, wie Insolvenzverwalter den Geschäftsführern gerne einreden. Die einzige Pflicht des Geschäftsführers einer insolventen GmbH besteht darin, dem Insolvenzverwalter alle zur Betriebsfortführung notwendigen Informationen und Zugänge zu verschaffen.

Keine weiteren Pflichten in der Insolvenz

Weitere Pflichten als die Informations- und Zugangsverschaffung bestehen nicht. Ist ein Prokurist oder Arbeitnehmer mit ähnlicher Funktion im Unternehmen angestellt, der diesen Job übernehmen kann, ist der Geschäftsführer von diesen Pflichten befreit.

Nicht vor den Karren spannen lassen

Soweit zur Theorie. Die Praxis sieht so aus, dass sich die Geschäftsführer dem Unternehmen verpflichtet fühlen. Mit vollem Einsatz erscheinen sie täglich im Betrieb. Die Insolvenzverwalter wissen, das falsch verstandene Pflichtgefühl des Geschäftsführers auszunutzen. Sie lassen den Geschäftsführer in dem Glauben und nutzen dessen Einsatzbereitschaft aus. Mag sein, dass es mit dem Unternehmen weitergeht. Aber nicht mit dem Geschäftsführer und nicht mit dem Unternehmer. Deshalb mein Rat: Vermeiden Sie diese demütigende Situation.

Einfach den Schlüssel abgeben…

Geben Sie mit der Insolvenzeröffnung den Schlüssel ab und überlassen Sie die GmbH dem Insolvenzverwalter. Es war ohnehin Ihre Absicht, die GmbH aufzugeben. Andernfalls hätten Sie das Schutzschirmverfahren zur Rettung gewählt. Besser, Sie schonen Ihre Kräfte, um eine neue Existenz aufzubauen.

GmbH Insolvenz, ab wann beantragen?

Der GmbH-Geschäftsführer MUSS die GmbH-Insolvenz beantragen, sobald sein Betrieb zahlungsunfähig oder überschuldet ist. In dem folgenden Kapitel erkläre ich Ihnen, wann die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eintritt.

Hier eine Beratung buchen, zur GmbH Insolvenz bei Zahlungsunfähigkeit.

Ist meine GmbH zahlungsunfähig ?

Ob eine GmbH zahlungsunfähig ist oder nicht, ermitteln Sie mit einer einfachen T-Tabelle.

Links die liquiden Mittel auflisten:

  • Wie hoch ist der Kontostand?
  • Wie viel ist in der Kasse?
  • Wie hoch ist der verbleibende Kreditrahmen?
  • Welche sehr kurzfristigen Zahlungen sind zu erwarten?

Rechts die fälligen Forderungen auflisten:

  • Alle Rechnungen, Raten, usw., die Stand heute bezahlt sein müssten

Ist die Summe der fälligen Forderungen 10% höher als die Summe der liquiden Mittel, besteht Verdacht auf Zahlungsunfähigkeit.

Den Verdacht auf Zahlungsunfähigkeit können Sie mit einer Unternehmensplanung widerlegen. Ergibt sich aus der Planung, dass die Deckungslücke über 10% sich kurzfristig aufgrund neuer Geldzufüsse wieder schließen wird, ist der Verdacht auf Zahlungsunfähigkeit entkräftet.

Gelingt der Nachweis nicht, ist das Unternehmen zahlungsunfähig. Sie müssen die GmbH-Insolvenz schnellstmöglich und spätestens binnen drei Wochen beantragen. Zusammengefasst lässt sich festhalten: Die Insolvenzantragspflicht besteht, sobald die Unternehmensplanung eine dauerhafte Deckungslücke von über 10 % ergibt.

Ist meine GmbH überschuldet?

Nachdem Sie den Eintritt der Zahlungsunfähigkeit ermittelt haben, klären Sie die Überschuldung. Ob Überschuldung vorliegt, ermitteln Sie, wie auch bei der Zahlungsfähigkeit, in zwei Schritten:

Im ersten Schritt überprüfen Sie die Überschuldung per Fortbestehensprognose. Bei negativer Fortbestehensprognose prüfen Sie die Überschuldung zusätzlich mit einem Vermögensstatus. Die Fortbestehensprognose leiten Sie aus Ihrer Unternehmensplanung ab.

Die Fortbestehensprognose besteht aus der Gewinn- und Verlustplanung, dem Liquiditätsplan sowie der Planbilanz. Zudem müssen Sie kurz erklären, wie Sie sich die Zukunft Ihres Unternehmens vorstellen.

Fällt die Überschuldungsprüfung per Fortbestehensprognose positiv aus, ist die Prüfung beendet und Ihr Unternehmen ist nicht überschuldet. Ermitteln Sie jedoch eine negative Fortbestehensprognose, prüfen Sie den zweiten Schritt. Sie müssen – beispielsweise nachdem Sie bei Überprüfung der Zahlungsunfähigkeit eine Deckungslücke über 10 % festgestellt haben – die Überschuldungsprüfung mit einem Vermögensstatus fortführen.

Ein Vermögensstatus ist eine einfache T-Tabelle mit den Vermögenswerten auf der linken Seite und den Verbindlichkeiten auf der rechten Seite. Übersteigen die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte, ist das Unternehmen überschuldet.

Der Wertansatz, mit welchem Sie die Aktiva Ihres Unternehmens im Vermögensstatus notieren, ist abhängig von der Fortbestehensprognose. Bei positiver Fortbestehensprognose setzen Sie die Buchwerte an andernfalls die Liquidationswerte. Aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze, die von einer positiven oder negativen Fortbestehensprognose abhängen, ist ein Unternehmen mit negativer Fortbestehensprognose zugleich stets überschuldet. Im Ergebnis kommt es sowohl bei der Überschuldungsprüfung als auch bei der Überprüfung der Zahlungsunfähigkeit auf die per Unternehmensplanung zu ermittelnde Deckungslücke an. Ab einer dauerhaften Deckungslücke von über 10 % besteht Insolvenzantragspflicht.

Wie erstelle ich die Unternehmensplanung?

Der Gesetzgeber verlangt, dass die Geschäftsführung in der Krise über eine ordentliche Planung verfügt. Die Unternehmensplanung besteht aus einer gewöhnlichen Gewinn- und Verlust-Planung sowie einer Liquiditätsplanung.

Kurz vor dem Eintritt der Insolvenzreife sollten Sie, zu Ihrem eigenen Schutz, zusätzlich täglich in einem Status-Bericht dokumentieren, wann die Insolvenzreife aufgrund Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung eintreten wird. Wie das funktioniert, erkläre ich Ihnen weiter unten.

 Viele kleinere GmbHs erstellen keine Unternehmensplanung. Die Geschäftsführer glauben, dies erledige der Steuerberater. Steuerberater planen jedoch nicht, sondern ermitteln Steuersätze. Erstellen Sie die Unternehmensplanung daher selbst. Leider kann man sich insbesondere in schwierigen Situationen wie einer drohenden Insolvenz nur auf sich selbst verlassen.

Die Aufstellung einer Unternehmensplanung ist einfach. Schätzwerte reichen aus, da es sich ja um eine Planung handelt. Niemand wird Sie belasten, wenn Sie in der Zukunft liegende Zahlen falsch einschätzen. Ärger gibt es aber, wenn Sie das Unternehmen überhaupt nicht geplant haben.

Die Unternehmensplanung benötigen Sie nicht nur zur Berechnung der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Vielmehr wird Ihnen die Planung später wertvolle Dienste leisten, wenn es um Ihre Entlastung vom Vorwurf einer möglichen Insolvenzverschleppung geht. Mit der Planung tun Sie sich selbst etwas Gutes.

Planen Sie eine Sanierung des Unternehmens mit dem Schutzschirmverfahren und in Eigenverwaltung, so ist die Unternehmensplanung ein MUSS. Denn das Gericht fordert den Nachweis der Unternehmensplanung und wird den Schutzschirm nur dann genehmigen. Selbstverständlich werde ich die Planung für Ihr Unternehmen erstellen.

Was will ich? Dichtmachen oder weitermachen?

Nachdem Sie einschätzen können, an welchem Stichtag die Insolvenzantragspflicht ungefähr eintreten wird, entscheiden Sie über das Schicksal der GmbH: Wollen Sie die GmbH sanieren, verkaufen oder aufgeben?

Entscheiden Sie zunächst persönlich für sich selbst und grundsätzlich, ob Sie das Unternehmen überhaupt fortführen wollen. Vielleicht haben Sie inzwischen neue Pläne oder Sie wollen nicht mehr länger selbständig sein. In diesem Fall lohnt sich der mühevolle Weg einer Sanierung nicht. Dann ist es besser, Sie geben die GmbH auf.

Eine Sanierung muss aber auch machbar sein. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn die Ursache der Unternehmenskrise auf der Kostenseite liegt. Denn unsinnige Kosten lassen sich im Sanierungsverfahren ohne weiteres abstellen.

Besteht bei Ihrem Unternehmen jedoch ein Umsatzproblem, beispielsweise weil das Marktumfeld Ihres Unternehmens schrumpft und die Nachfrage sinkt, ist das Unternehmen nur eingeschränkt für eine Sanierung geeignet. Im Schutzschirmverfahren kann das Unternehmen zwar an die neuen Marktbedingungen angepasst und verkleinert werden, aber wenn die Aufträge weiterhin sinken, hat das Unternehmen kurze Zeit später wieder ein Problem.

Das Sanierungsverfahren kann die Betriebskosten reduzieren und das Unternehmen neu ordnen, aber wenig zur Steigerung der Nachfrage beitragen. Für das Sanierungsverfahren selbst brauchen Sie Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen. Oft scheint die Situation hoffnungslos und einen Moment später werden Sie wieder euphorisch sein. Diese Unsicherheit müssen Sie ca. 8 Monate lang aushalten.

Den Erfolg einer jeden Sanierung begünstigt die Sonderzahlung von außen. Würde sich beispielsweise eine Person aus der Unternehmerfamilie oder ein Investor unter der Bedingung, dass das Sanierungskonzept zu einem erfolgreichen Abschluss kommt, zu einer Sonderzahlung bereit erklären, wird sich eine solche Einlage begünstigend auf den Sanierungserfolg auswirken.

Jetzt können Sie einschätzen, wann die Insolvenzantragspflicht ungefähr eintreten wird. Entscheiden Sie nun über das Schicksal der GmbH. Als Faustregel gilt: Wollen Sie die GmbH fortführen, wählen Sie das Schutzschirmverfahren. Wollen Sie die GmbH aufgeben, gehts in die reguläre GmbH-Insolvenz.