Insolvenz in Eigenverwaltung
rettet zahlungsunfähige Unternehmen

Insolvenz in Eigenverwaltung ist die „kleine Schwester“ des Schutzschirmverfahrens. Die Insolvenz in Eigenverwaltung dient wie das Schutzschirmverfahren der Unternehmenssanierung und entschuldet zahlungsunfähige Unternehmen. Die Verfahren sind nahezu identisch. Im Gegensatz zum Schutzschirmverfahren darf bei der Insolvenz in Eigenverwaltung die rote Linie der Zahlungsfähigkeit bereits überschritten sein. Telefon: 030 306 12345

Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmens-Sanierung. Auch im Insolvenzverfahren behält die Geschäftsführung die Kontrolle über das Unternehmen.

Die Sanierung läuft im Hintergrund und ist für Kunden und Lieferanten kaum einsehbar. Erfahrungsgemäß will der Unternehmer seinen Betrieb nicht verlieren, sondern erhalten. Dieses Ziel erreicht er nur mit der Insolvenz in Eigenverwaltung.

6 Vorteile der Eigenverwaltung

1. Unternehmer behält seine Firma

Die Insolvenz in Eigenverwaltung bietet dem in die Zwickmühle geratenen Unternehmer eine faire Chance, das Unternehmen trotz Insolvenzverfahren nicht zu verlieren. Die Sanierung dauert gerade einmal nach sechs bis zehn Monate. Die Geschäftsbeziehungen überstehen in der Regel eine derart kurze Frist.

2. Geschäftsführer behält die Kontrolle

Alle Rechte der Geschäftsführung bleiben bestehen. Für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter ist die Eigenverwaltung weitgehend unsichtbar. Bleibt der Geschäftsführer im Amt, verbleiben auch das Know-how und Netzwerk erhalten. Das Know-how wird ergänzt mit dem Wissen des Sanierungsberaters über die Restrukturierung.

3. Geringer Imageschaden

In der Insolvenz in Eigenverwaltung vertritt die Geschäftsleitung das Unternehmen unverändert nach außen, sodass die vertrauten Ansprechpartner für Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter erhalten bleiben. Die Umgebung nimmt den Geschäftsführer also unverändert als Entscheider wahr – und als Sanierungs-Manager.

4. Liquidität statt Schulden

Das Unternehmen verschafft sich mit den Vorfinanzierungseffekten neue Liquidität, indem beispielsweise die Arbeitnehmer das Insolvenzgeld erhalten. Weitere radikale Einsparungen sind möglich, sodass Sanierungs-Maßnahmen sofort greifen. Alte Schulden werden neutralisiert und behindern das Unternehmen nicht länger.

5. Geschäftsführer erhält weiterhin Gehalt

Der Geschäftsführer erhält weiterhin ein übliches Gehalt. Die Vergütung entspricht in der Regel der bisherigen Höhe. War es besonders hoch, ist eine Kürzung als „Sanierungsbeitrag“ erwünscht.

6. Entschuldung bei privater Haftung 

Bürgschaften und persönliche Haftung des Unternehmers für das Unternehmen usw. können mit „weg“ verhandelt werden. Das Risiko einer Privatinsolvenz des Geschäftsführers aufgrund der Unternehmensinsolvenz ist erheblich reduziert.

FAQ Insolvenz in Eigenverwaltung

Haben Sie noch Fragen zur Insolvenz in Eigenverwaltung? Hier sind unsere FAQ und weitere hilfreiche Ressourcen.

Welche Voraussetzungen für die Sanierung müssen vorliegen?

Nach dem Gesetz hat die Insolvenz in Eigenverwaltung lediglich die Voraussetzung, dass die Eigenverwaltung durch Sie als Geschäftsführer nicht zu Nachteilen bei den Gläubigern führt.

Eine Benachteiligung der Gläubiger ist ausgeschlossen, wenn man die Sanierung  professionell durchführt. Dazu braucht der Geschäftsführer einen Spezialisten, der ihm während des gesamten Sanierungsverfahrens zur Seite steht. Das Hinzuziehen eines Spezialisten ist also die zweite Voraussetzung für die Insolvenz in Eigenverwaltung. 

Weitere Voraussetzung für die Eröffnung des Sanierungsverfahrens ist ein perfekter Antrag an das Gericht. Der Antrag muss glaubhaft machen, dass zugunsten des Unternehmens eine positive Fortführungsprognose besteht. Dazu braucht man eine Art Businessplan.

Wozu benötigt die Geschäftsführung einen Sanierungsberater?

Sie als Geschäftsführer brauchen einen Sanierungsberater, weil für den Sanierungsprozess zahlreiche Spezialgesetze gelten, die nur erfahrene Profis beherrschen. 

Der Sanierungsberater ist vergleichbar mit einem Schiffslotsen durch gefährliches Gewässer. Er führt Ihr Unternehmen durch die Insolvenz in Eigenverwaltung. Sie erledigen Ihr Tagesgeschäft. Der Sanierungsberater erledigt alles, was für die erfolgreiche Insolvenz in Eigenverwaltung erforderlich ist 

Der Sanierungsberater ist ein Rechtsanwalt für Insolvenzrecht mit betriebswirtschaftlichem Fachwissen. Der Sanierungsberater übernimmt die Insolvenzgeldvorfinanzierung, das Reporting an den Sachwalter und schreibt die Berichte und den Insolvenzplan. 

Wie viel kostet die Sanierung in der Eigenverwaltung?

Die Kosten der Insolvenz in Eigenverwaltung bezahlen genau genommen die Gläubiger. Die Höhe richtet sich nach der Unternehmensgröße. Es fallen typischerweise folgende Kosten an: 

  • Beratungskosten für die Unternehmensplanung und das Antragsverfahren
  • Insolvenzgeldvorfinanzierung
  • Inventur und sonstige Gutachten
  • Kosten des Sanierungsberaters für laufende Beratung
  • Gerichtsgebühren
  • Gebühren des Sachwalters

Wie viel die Eigenverwaltung kostet, kann Ihnen als betroffener Unternehmer egal sein. Sind die Kosten für die Insolenz in Eigenverwaltung höher, erhalten die Gläubiger eine niedrigere Quote. Und umgekehrt.

Der Wert des Unternehmens, welches Sie nach erfolgreicher Sanierung zurück erhalten, bleibt hingegen stets gleich. Es ist schuldenfrei und mit einer Liquiditätsreserve zum Weitermachen ausgestattet. 

Wie muss der Insolvenzantrag auf Eigenverwaltung aufgebaut sein ?

Die Anordnung der Insolvenz in Eigenverwaltung erhält man nicht automatisch. Sondern Sie müssen das Gericht überzeugen. Begründen Sie den Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung ausführlich und fügen Sie eine Sanierungsplanung anbei. 

Die Sanierungsplanung ist vergleichbar mit einem Businessplan. Am Ende der Insolvenz in Eigenverwaltung steht der Insolvenzplan. Zeigen Sie schon in der Sanierungsplanung, dass die Gleichung aufgeht und das Unternehmen mit Hilfe des Insolvenzplans zu retten ist. 

Erklären Sie dem Richter, wie Sie die Gläubigerschaft befriedigen wollen. Das offizielle Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung ist es, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen. 

Das inoffizielle und eigentliche Ziel besteht hingegen darin, dass Sie Ihr Unternehmen entschulden und behalten. Das behalten wir aber für uns.

Darf das Gericht den Antrag auch ablehnen?

Ja, darf. Und es gibt noch nicht einmal ein Rechtsmittel gegen eine Ablehnung. 

Weil es kein Rechtsmittel gegen die Versagung der Eigenverwaltung gibt, rate ich Ihnen den Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gut zu begründen. Sie haben nur einen Schuss im Lauf.

Muss das Gericht einen vorgeschlagenen Sachwalter einsetzen?

Nein, muss es nicht. Das Unternehmen besitzt lediglich ein Vorschlagsrecht. Zwar bestellen viele Gerichte den vorgeschlagenen Sachwalter. Aber ein Rechtsanspruch auf die Wunschperson besteht nicht. 

Wer der Sachwalter wird, ist aber unwichtig. Ein Sachwalter beaufsichtigt das Verfahren lediglich. In das operative Geschäft und in das Sanierungsgeschäft soll er sich nicht einmischen. Andernfalls würde sich das Sprichwort bewahrheiten: „Viele Köche verderben den Brei.“ 

Ein erfahrener Sanierungsberater versteht es, den Sachwalter auf Distanz zum Unternehmen zu halten. Der Sanierungsberater berichtet dem Sachwalter und versorgt ihn mit allen Zahlen und Informationen, die der Sachwalter für die Aufsicht braucht. Derart gut versorgt, lässt der Sachwalter den Geschäftsführer weitgehend in Ruhe.

Ist die Eigenverwaltung auch für Einzelunternehmer zulässig?

Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist auch für Freiberufler und Gewerbetreibende zulässig. 

Der Gesetzgeber macht keinen Unterschied zwischen einer GmbH und einem Einzelunternehmen. Das Verfahren die Insolvenz in Eigenverwaltung ist bei allen Rechtsformen gleich. 

Ab welcher Betriebsgröße eignet sich eine Eigeninsolvenz?

Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist aber erst ab einer gewissen Unternehmensgröße sinnvoll. Ein paar Mitarbeiter zum Vorfinanzieren des Insolvenzgeldes sollten schon vorhanden sein. 

Die Eigenverwaltung kostet Geld. Ist das Unternehmen so klein, dass es diese Kosten nicht erwirtschaftet, lässt man die Eigenverwaltung besser sein. 

Für derartige Fälle gibt es bessere Sanierungsverfahren, um wieder schuldenfrei zu sein. 

Welcher Unterschied besteht zwischen der Eigeninsolvenz und der Regelinsolvenz?

Auch die Eigeninsolvenz ist ein Insolvenzverfahren. Der Unterschied besteht in der Eigenverwaltung. Das bedeutet bedeutet, dass der Geschäftsführer das Unternehmen auch während der Sanierung eigenverantwortlich führt. 

Die Macht über das Unternehmen wird also nicht einem Insolvenzverwalter übertragen. Sondern die Macht bleibt bei dem Geschäftsführer.

Dieser kleine Unterschied reicht aus, um verschiedene Ergebnisse zu herbeizuführen: In der Regelinsolvenz wird der Insolvenzverwalter das Unternehmen gerne abwickeln oder verkaufen. Das ist einfacher und besser bezahlt. In der Insolvenz in Eigenverwaltung hingegen will der Geschäftsführer das Unternehmen erhalten. 

Kann das Gericht die Eigenverwaltung wieder entziehen?

Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung berechtigt, das Unternehmen eigenständig fortzuführen. Sie darf die Insolvenzmasse verwalten. 

Damit sie nichts falsch macht, beaufsichtigt sie ein vom Gericht bestellter Sachwalter. Stellt dieser fest, dass das Unternehmen die Interessen einzelner oder aller Gläubiger verletzt oder verletzen könnte, muss er dies bei Gericht und bei den Gläubigern anzeigen. 

Die Gläubiger können dann für sich entscheiden, ob sie einen Antrag auf Aufhebung der Eigenverwaltung bei Gericht stellen oder nicht. Zumindest in der Phase der vorläufigen Eigenverwaltung würde der Aufhebungsantrag eines Gläubigers mit einer großen Forderung schnell zur Aufhebung der Eigenverwaltung führen.

Haben Sie mehr Fragen?
Dann bitte hier:

12 + 4 =

Sehr gerne würde ich Sie beraten, weil „Unternehmen entschulden“ meine Leidenschaft ist.

Buchen Sie hier eine Beratung. Das Geld ist gut investiert.

Gespräch in meiner Kanzlei oder als Telefontermin oder als Videotermin mit MS Teams oder Zoom. Dauer: 45 Minuten, 150€.

Rechtsanwalt Jörg Franzke ist Anwalt für Insolvenzrecht

Rechtsanwalt Jörg Franzke: „Eine Beratung ist besser als stundenlanges Studieren von Halbwissen im Internet. Zumal es um Ihre Zukunft geht. Nach dem Gespräch besitzen Sie alle Informationen, wie Sie Ihr Unternehmen mit der Insolvenz in Eigenverwaltung schnell entschulden.“

Nach schlechter Restaurant-Kritik blieb ein Drittel der Gäste aus. Der Einschnitt brachte den Gastronom X in Schwierigkeiten. Nachdem er jahrelang vergeblich versuchte die Schulden zu tilgen, gab er auf und beantragte die Insolvenz in Eigenverwaltung. Heute ist er schuldenfrei und betreibt die Restaurants weiter.

Gastronom feiert erfolgreiches Schutzschimverfahren

Mit der Insolvenz in Eigenverwaltung haben wir einen nervigen Investor die Gesellschaftsanteile entzogen. Für das Darlehn des Investors in Höhe von ca. 300 T€ war nur noch eine Kompensation in Höhe von 5 T€ zu leisten. Das Startup wächst ohne diesen Investor um so stärker.

Startup wird mit Schutzschirmverfahren gerettet

Das Software-Unternehmen eines Finanzinvestors gerät aufgrund Führungsschwäche in die Krise. Mit der Insolvenz in Eigenverwaltung haben wir es entschuldet und mit dem Einverständnis des Unternehmers einem neuen Beisitzer zugeführt.

Geschäftsführer froh, Schutzschirmverfahren rettet Software-Unternehmen

Ein auf Überwachung von Flüchtlingsheimen spezialisierter Sicherheitsdienst wurde zahlungsunfähig, aufgrund eines plötzlichen Umsatzeinbruches über 90 %. Mit dem Insolvenzplan habe ich die Zahlungsfähigkeit wiederhergestellt. Auch das Wohnhaus wurde nicht verwertet.

Unternehmer Sicherheitsdienst ist froh wegen Schutzschirmverfahren

Weil das gesamte Sanierungsteam an einem Strang zog, dauerte die gesamte Eigeninsolvenz von der Eröffnung bis zur Abstimmung über den Insolvenzplan nicht einmal vier Monate.

Sorftware-Entwicklerteam behält Arbeitsplätze dank Schutzschirmverfahren

Meine Seite verwendet Cookies. Bitte um Zustimmung zur Nutzung. Vielen Dank. Datenschutz