Mit der Insolvenz in Eigenverwaltung entschulden Sie Ihr Unternehmen, wenn es bereits zahlungsunfähig ist

Insolvenz in Eigenverwaltung ist die „kleine Schwester“ des Schutzschirmverfahrens. Die Insolvenz in Eigenverwaltung dient wie das Schutzschirmverfahren der Unternehmenssanierung und entschuldet zahlungsunfähige Unternehmen. Die Verfahren sind nahezu identisch. Der einzige Unterschied besteht in der Antragsvoraussetzung: Im Gegensatz zum Schutzschirmverfahren kann bei der Insolvenz in Eigenverwaltung die rote Linie der Zahlungsfähigkeit bereits überschritten sein. Die Insolvenz in Eigenverwaltung eignet sich vor allem für kleinere Unternehmen unter 50 Mitarbeiter.

Auf die Eigenverwaltung kommt es an

Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist ein wichtiger Baustein der Unternehmens-Sanierung in einem Insolvenzverfahren. Trotz Insolvenz behält die Geschäftsführung die Kontrolle über das Unternehmen. Die Sanierung läuft im Hintergrund und ist für Kunden und Lieferanten kaum einsehbar. Erfahrungsgemäß will der Unternehmer seinen Betrieb nicht verlieren, sondern erhalten. Dieses Ziel wird er mit einer normalen Insolvenz kaum erreichen, sondern nur mit der Insolvenz in Eigenverwaltung.

Unternehmer ist in der Insolvenz in Eigenverwaltung

Voraussetzungen der Insolvenz in Eigenverwaltung

Die Voraussetzungen für die Insolvenz in Eigenverwaltung sind im Gesetz nicht eindeutig geregelt. Das Gericht muss lediglich mit ihr einverstanden sein. Ist es das nicht, eröffnet es eine Regelinsolvenz. Das hört sich willkürlich an und das ist es meines Erachtens auch. Viele Richter misstrauen der Insolvenz in Eigenverwaltung. Besteht nur der kleinste Anhaltspunkt, dass die Anordnung der Eigenverwaltung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird, wird das Gericht die Eigenverwaltung ablehnen und eine reguläre Insolvenz anordnen.

Hohe Anforderungen an den Antrag

Damit das Gericht die Eigenverwaltung anordnet, muss der Antrag auf Anordnung der Eigenverwaltung perfekt sein. Es gibt nur einen Versuch und keine Möglichkeit, sich gegen eine Ablehnung zu wehren. Im ersten Verfahrensabschnitt, also in der vorläufigen Eigenverwaltung, müssen außerdem die Gläubiger mit der Eigenverwaltung einverstanden sein. Davon ist aber schon dann auszugehen, wenn die Eigenverwaltung ihre Interessen wahrt. Sie müssen ihr Einverständnis also nicht ausdrücklich erklären.

Glaubhafte Fortführungsprognose

Die bisherige Praxis seit 2012 zeigt, dass die Gerichte die Eigenverwaltung immer dann anordnen, wenn sich das Unternehmen des Schuldners offenbar mittelfristig fortführen lässt. Das Unternehmen muss also eine positive Fortführungsprognose haben. Dass eine positive Fortführungsprognose besteht, muss das Unternehmen anhand eines Sanierungsplans beweisen. Vom Sanierungsplan hängt daher sehr viel ab. Das Unternehmen benötigt zwingend eine Sanierungsperspektive.

Als Spezialist begleite ich Sie durch die Insolvenz in Eigenverwaltung 

Als Sanierungsberater und erfahrener Krisenmanager stehe ich Ihnen als Unternehmer in der Insolvenz in Eigenverwaltung treu zur Seite und unterstütze Sie dabei, schnellstmöglich und schuldenfrei  das Verfahren zu beenden. Im besten Fall beauftragen Sie mich  bereits mit der Vorbereitung des Eigenverwaltungs-Verfahrens. Mein Team übernimmt die mit der Insolvenz in Eigenverwaltung einhergehenden Aufgaben z.B. die Insolvenzgeldvorfinanzierung und das Reporting an das Gericht und den Sachwalter.

Gerne empfehle ich mich Ihnen als Sanierungsberater. Sie profitieren von meiner Erfahrung aus über 75 voran gegangenen Unternehmenssanierungen. Hier sind Bespiele aus meiner beruflichen Praxis:

Das sind die Vorteile der Insolvenz in Eigenverwaltung

 

Gesellschafter behält sein Unternehmen

Die Insolvenz in Eigenverwaltung bietet dem in die Zwickmühle geratenen Unternehmer eine faire Chance, das Unternehmen trotz Insolvenz nicht zu verlieren. Die Sanierung in der Eigenverwaltung dauert gerade einmal nach sechs bis zehn Monate. Die Geschäftsbeziehungen überstehen in der Regel eine derart kurze Frist.

Geschäftsführer verliert nicht die Kontrolle

Alle Rechte der Geschäftsführung bleiben bestehen. Für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter ist die Eigenverwaltung weitgehend unsichtbar. Bleibt der Geschäftsführer im Amt, verbleiben auch das Know-how und Netzwerk erhalten. Das Know-how wird ergänzt mit dem Wissen des Sanierungsberaters über die Restrukturierung.

Geringer Imageschaden

In der Eigenverwaltung vertritt die Geschäftsleitung das Unternehmen unverändert nach außen, sodass die vertrauten Ansprechpartner für Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter erhalten bleiben. Die Umgebung nimmt den Geschäftsführer also unverändert als Entscheider wahr – und als Sanierungs-Manager in der Eigenverwaltung.

Liquidität statt Schulden

In der Eigenverwaltung verschafft das Unternehmen sich mit den Vorfinanzierungseffekten neue Liquidität, indem beispielsweise die Arbeitnehmer das Insolvenzgeld erhalten. Weitere radikale Einsparungen sind möglich, sodass Sanierungs-Maßnahmen sofort greifen. Alte Schulden werden neutralisiert und behindern das Unternehmen nicht länger.

Am Ende ist das Unternehmen schuldenfrei

Der Gesellschafter bzw. Inhaber des Unternehmens hat eine faire Chance, dass er sein Unternehmen behalten kann. Es kann das Unternehmen neu aufstellen, ohne Rücksicht auf alte Strukturen. Am Ende der Sanierung ist das Unternehmen schuldenfrei.

Geschäftsführer erhält weiterhin sein Gehalt

Der Geschäftsführer erhält während der Insolvenz in Eigenverwaltung ein übliches Gehalt. Die Vergütung entspricht in der Regel der bisherigen Höhe. War es besonders hoch, ist eine Kürzung als „Sanierungsbeitrag“ erwünscht.

Persönliche Haftung

Bürgschaften und persönliche Haftung des Unternehmers für das Unternehmen usw. können bei Insolvenz in Eigenverwaltung mit verhandelt werden. Das Risiko einer Privatinsolvenz des Geschäftsführers aufgrund der Unternehmensinsolvenz ist erheblich reduziert.

Risiken oder Nachteile der Eigenverwaltung

Nachteile kenne ich nicht. In Besprechungen zur Vorbereitung der Eigenverwaltung werde ich oft nach dem Haftungsrisiko der Geschäftsführung während der Eigenverwaltung gefragt. Ein solches Haftungsrisiko besteht nicht. Alle Haftungs- und Strafvorschriften gegen die Geschäftsführung gelten immer nur vor der Anordnung des Insolvenzverfahrens, nicht aber danach. Außerdem wird die Geschäftsführung engmaschig überwacht. Eher würde der Sachwalter wegen mangelhafter Aufsicht haften als ein Geschäftsführer wegen falscher Unternehmensführung in der Eigenverwaltung.

Kosten der Eigenverwaltung finanzieren die Gläubiger

Die Kosten der Eigenverwaltung richten sich insbesondere nach der Größe des Unternehmens. Sie umfassen folgende Positionen:

  • Beratungskosten für die Unternehmensplanung und das Antragsverfahren
  • Insolvenzgeldvorfinanzierung
  • Inventur und sonstige Gutachten
  • Kosten des Sanierungsberaters für laufende Beratung
  • Gerichtsgebühren
  • Gebühren des Sachwalters
  • Ausschüttung an die Gläubiger

Genau betrachtet bezahlen die Gläubiger die Insolvenz in Eigenverwaltung und nicht Sie als Unternehmer. Dem liegt folgende Überlegung zugrunde: Am Ende der Insolvenz in Eigenverwaltung erhalten Sie ein schuldenfreies Unternehmen mit einer Liquiditätsreserve zurück, die erforderlich ist, um den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Das was Sie zurück erhalten, ist also stets gleich. Sind die Kosten der Eigenverwaltung also höher, erhalten die Gläubiger eine geringere Quote. Ihre Postistion hingegen bleibt stets gleich.

 

Euromünze aufteilt für die Gläubiger in der Eigenverwaltung

Für Sie als Unternehmer ist das Ergebnis der Insolvenz in Eigenverwaltung immer gleich: Sie erhalten ein schuldenfreies  Unternehmen zurück mit einer Liquiditätsreserve ungefähr in Höhe eines monatlichen Kostenblocks. Die Verfahrenskosten übernehmen die Gläubiger.

Wie muss der Antrag auf Eigenverwaltung aufgebaut sein ?

Die Eigenverwaltung erhält der Unternehmer nicht automatisch. Sondern das Gericht will überzeugt sein. Hierzu ist ein aufwändige Antragsschrift erforderlich und viel Überzeugungskraft gegenüber dem Insolvenz-Richter. Ohne die Unterstützung eines erfahrenen Sanierungsberaters, der den Eigenantrag geschickt ausformuliert und beim Richter in einem persönlichen Gespräch platziert, besteht kaum Aussicht auf Eigenverwaltung.

In der Antragsschrift ist darzulegen, dass das Unternehmen sowohl während der Sanierung als auch nach erfolgreicher Sanierung fortgeführt werden kann. Zudem ist die Exit-Strategie zu beschreiben. Aus dem Antrag muss also hervorgehen, wie die Insolvenz in Eigenverwaltung am Ende des gerichtlichen Sanierungsverfahrens die Gläubiger befriedigen soll.

Das offizielle Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung ist, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen. Das inoffizielle und eigentliche Ziel besteht hingegen darin, dass die Geschäftsführung ihr Unternehmen behält und entschuldet.

Um deutlich zu machen, wie das Unternehmen während und nach der Insolvenz fortgeführt und die Gläubigerforderungen per Insolvenzplan abgefunden werden sollen, ist eine Beschreibung der geplanten Sanierungsmaßnahmen und eine ausführliche Unternehmensplanung erforderlich. Dabei sind die monetären Besonderheiten der Insolvenz in Eigenverwaltung zu berücksichtigen und aus der Planung die Zahlen abzuleiten, die für den Insolvenzplan maßgeblich sind.

Das Ergebnis muss sein, dass der Insolvenzplan die Gläubiger besser befriedigen wird als ein Verkauf oder eine Zerschlagung des Unternehmens.

Das Gericht wird die Eigenverwaltung insbesondere dann anordnen, wenn die Geschäftsführung in der Antragsschrift glaubhaft machen kann, dass ihr maßgebliche Gläubiger vertrauen.

Schließlich sollte die Antragsschrift Auskunft darüber geben, aus welchen Personen das Sanierungsteam besteht, und überzeugend darlegen, dass diese zur Eigenverwaltung in der Lage sind. Da ist zunächst die Person des fachkundigen und erfahrenen Sanierungsberaters, den die Geschäftsführung gleich einem Schiffslotsen anheuert und der das Unternehmen durch das Verfahren führt. Das wäre beispielsweise ich. Außerdem braucht das Sanierungsteam einen Assistenten und die Buchhaltung muss bereit sein, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Während der Sanierung sind in angespannter Atmosphäre zahlreiche Zusatzarbeiten zu erledigen. Dem Gericht sollte erklärt werden, wie das Unternehmen diese konkret bewältigen will.

Kann das Gericht die Insolvenz in Eigenverwaltung auch ablehnen?

Es gibt es kein Rechtsmittel gegen die Entscheidung. Nicht einmal eine sofortige Beschwerde nach § 34 InsO ist möglich. Der Grund ist, dass es aus Zeitgründen sinnlos wäre, gegen die Ablehnung vorzugehen.

Bei einer sofortigen Beschwerde müsste sich der entscheidende Richter nach Eingang des Rechtsmittels zunächst erneut mit seiner eigenen Entscheidung auseinandersetzen. Würde er sie nochmals genau so treffen, müsste er den Vorgang zur Überprüfung an die nächsthöhere Instanz weiterleiten, also das Landgericht. Dieses würde eine Weile vor sich hin prüfen und dann verbindlich entscheiden. Erfahrungsgemäß dauert die sofortige Beschwerde mindestens acht Wochen.

In dieser Zeit wäre das zu sanierende Unternehmen führungslos. Dies würde ihm gar nicht gut bekommen, denn gerade zu Beginn einer Sanierung sind eilige Maßnahmen erforderlich, z. B. muss in die Wege geleitet werden, dass die Arbeitsagentur das Insolvenzgeld auszahlt.

Da es kein Rechtsmittel gegen die Versagung der Eigenverwaltung gibt, kann ich nur raten, bei der Antragstellung besonders sorgfältig vorzugehen. Sie haben nur einen Schuss im Lauf.

Muss das Gericht einen vorgeschlagenen Sachwalter einsetzen?

Nein, muss es nicht. Das Unternehmen besitzt lediglich ein Vorschlagsrecht. In der Praxis folgen zwar viele Richter dem Vorschlag und setzen den gewünschten Sachwalter ein, sie können dem Unternehmen aber auch ihren eigenen Favoriten vor die Nase setzen.

Zumindest für das Schutzschirmverfahren gemäß § 270b InsO hat der Gesetzgeber aber eigentlich eine andere Regelung vorgesehen. Dort ist bestimmt, dass das Gericht dem Vorschlag des Unternehmens unbedingt folgen muss. Zudem muss das Gericht einen gebietsfremden und nicht bei dem hiesigen Insolvenzgericht gelisteten Sachwalter einsetzen.

Offenbar gefällt Insolvenzrichtern diese Regelung aber nicht, denn von mir wurde wiederholt verlangt, dass ich anstelle eines einzigen Vorschlags drei hiesige Insolvenzverwalter zur Auswahl vorschlage. Als ich versuchte zu entgegnen, dass es im Gesetz anders steht, telefonierte der Richter mit meinem vorgeschlagenen Favoriten und ließ diesen wissen, dass er nie wieder neue Verfahren bekommt, sollte er den Vorschlag annehmen.

Letztendlich ist ein Streit darüber Kinderkram. Sachwalter sind alle gleich. Sie machen ihren Job und auch von einem nahestehenden Sachwalter kann und sollte man keine Sonderbehandlung erwarten. Da wir als Sanierungsteam in der Eigenverwaltung einen guten Job machen, wird uns kein Sachwalter dabei stören.

Welche Rechtsfolgen hat die Insolvenz in Eigenverwaltung?

Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung berechtigt, das Unternehmen eigenständig fortzuführen. Sie darf also die Insolvenzmasse verwalten und darüber verfügen. Damit sie nichts falsch macht, beaufsichtigt sie ein vom Gericht bestellter Sachwalter. Stellt dieser fest, dass das Unternehmen die Interessen einzelner oder aller Gläubiger verletzt oder verletzen könnte, muss er dies bei Gericht und bei den Gläubigern anzeigen. Die Gläubiger können dann für sich entscheiden, ob sie einen Antrag auf Aufhebung der Eigenverwaltung bei Gericht stellen oder nicht. Zumindest in der Phase der vorläufigen Eigenverwaltung würde der Aufhebungsantrag eines Gläubigers mit großer Forderung schnell zur Aufhebung der Eigenverwaltung führen.

Theoretisch darf die Unternehmensleitung ohne Weiteres Verbindlichkeiten des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs eingehen. Nur für Verbindlichkeiten, die darüber hinausgehen, ist die Zustimmung des Sachwalters einholen. In der Praxis rate ich jedoch zu einer wöchentlichen Genehmigungsliste, welche auch die Verbindlichkeiten des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs einschließt.

Als vertrauensbildende Maßnahme sollte die Geschäftsführung zumindest zu Beginn der Eigenverwaltung eine Liste mit den beabsichtigten Zahlungen für die kommende Woche erstellen. Diese übersendet sie dem Sachwalter. Erst wenn dieser die Zahlung genehmigt oder innerhalb einer angemessenen Frist nicht reagiert hat, bestellt bzw. bezahlt sie. Anhand der Genehmigungsliste wird der Sachwalter besser in die Abläufe des Unternehmens eingebunden. Sein Vertrauen in das Sanierungsteam wächst.

Misstraut der Sachwalter dagegen der Geschäftsführung, wird er die Kassenführung an sich ziehen. Das ist in der Regel der Anfang vom Ende, denn dann wird das Unternehmen wie in einer regulären Insolvenz geführt: Der Sachwalter verwaltet das Geld und der Schuldner muss um jede Auszahlung betteln. Die Kunden werden aufgrund des Kontowechsels nervös und verlieren das Vertrauen in eine erfolgreiche Sanierung.

Schließlich hat die Geschäftsführung einen Anspruch auf eine monatliche Vergütung. Nach dem Gesetz darf der Unternehmer die unter Berücksichtigung der bisherigen Lebensverhältnisse angemessene Vergütung entnehmen, er darf sich also weiterhin sein Gehalt auszahlen, wobei Korrekturen nach unten als „Sanierungsbeitrag“ stets willkommen sind.

Ist Insolvenz in Eigenverwaltung für natürliche Personen möglich?

Ja, sofern die natürliche Person eine selbstständige Tätigkeit ausübt. Ein Verbraucher kann also keine Eigenverwaltung für sein Insolvenzverfahren beantragen, wohl aber ein Einzelunternehmer oder Freiberufler. Unterschiede zwischen einer Eigenverwaltung für juristische und natürliche Personen gibt es nicht.

Allerdings darf man bei der Eigenverwaltung für natürliche Personen den Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung gleich zu Verfahrensbeginn nicht vergessen. Andernfalls wäre eine Beendigung der Insolvenz in Eigenverwaltung mit dem Insolvenzplan nicht möglich. Eine andere Frage ist, ob die Eigenverwaltung bei natürlichen Personen sinnvoll ist. Sie ist nämlich so teuer, dass sie sich erst ab einer bestimmten Betriebsgröße rechnet. Der Sachwalter, das Gericht, der Sanierungsberater und alle anderen Dienstleister kosten eine Menge Geld. Zusätzlich muss das Unternehmen einen Geldbetrag für die Gläubiger zur Verteilung während der Sanierung erwirtschaften.

Auch wenn das Unternehmen gleichzeitig die Löhne für drei Monate einspart, ist die finanzielle Belastung nicht zu unterschätzen. Ein kleiner Betrieb mit geringen Umsätzen und nur ein paar Mitarbeitern wird kaum in der Lage sein, die Sanierungskosten zu erwirtschaften. Für Kleinbetriebe gibt es einfachere und bessere Methoden, sich zu entschulden.