Planinsolvenz befreit Sie in 1 Jahr von allen Schulden

Als erfahrener Rechtsanwalt empfehle ich Ihnen die Planinsolvenz, falls Ihnen das normale Insolvenzverfahren mit der sechsjährigen Laufzeit zu lange dauert. Mit der Planinsolvenz befriedigen Sie die Gläubiger mit einer geringen Quote und verkürzen das reguläre Insolvenzverfahren auf maximal ein Jahr. Die Planinsolvenz ist sowohl bei Privatinsolvenz als auch bei Regelinsolvenz einsetzbar.

Das heißt, die Beratung zum 1jährigen Insolvenzverfahren lohnt sich: Mit der Planinsolvenz befreien Sie sich in Rekordzeit aus allen Schulden. Schneller geht es nicht.

Wie hilft die Planinsolvenz aus den Schulden?

Mit dem Insolvenzplan erzwingen Sie einen Schuldenschnitt. Das heißt, die Gläubiger müssen verzichten. Anstelle 100% Ihrer Schulden bezahlen Sie eine machbare Quote. Die Restschuld unterliegt dem Verzicht.

Während die reguläre Insolvenz um die sechs Jahre dauert und Sie auf die gerichtliche Restschuldbefreiung angewiesen sind, erledigen Sie mit dem Insolvenzplan Ihre Entschuldung in Rekordzeit. Das sind die Vorteile:

Insolvenzplan dauert ca. 1 Jahr

Erfahrungsgemäß dauert die Planinsolvenz ein Jahr, bis Sie wieder schuldenfrei sind. Im Vergleich zu einer regulären Insolvenz ersparen Sie sich also 4 bis 5 Jahre. Das ist eine Menge und schuldenbefreit erwirtschaften Sie die Mehrkosten der Planinsolvenz leicht herein.

Quote meistens unter 5 %

Aus rechtlicher Sicht ist der Insolvenzplan als Vertrag einzustufen, welchen der Schuldner mit seinen Gläubigern vereinbart. Schuldner und Gläubiger einigen sich in dem Insolvenzplan auf eine bestimmte Quote. Diese liegt erfahrungsgemäß zwischen 1% und 10%.

Insolvenzplan gilt für alle Gläubiger

Das besondere an dem Insolvenzplan besteht darin, dass ein von wenigen Gläubigern akzeptierter Insolvenzplan für ALLE Gläubiger gilt. Sogar für vergessene Gläubiger. Wird die Mehrheit erreicht, gilt der Insolvenzplan für alle Gläubiger. Also auch diejenigen, die dagegen sind.

Erfolgschance bei 95%

Den Insolvenzplan gibt es für Privatpersonen seit 2012. Wir haben rund 150 Insolvenzpläne erfolgreich ausgehandelt. Die Erfolgsquote liegt über 90 %. Der Gesetzgeber will, dass der Insolvenzplan gelingt. Deswegen hat das Gesetz den Erfolg des Insolvenzplans erleichtert.

Planinsolvenz ist eine Investition in Ihre Zukunft

Die Planinsolvenz macht es möglich, dass Sie bereits nach einem Jahr schuldenfrei sind. Allerdings hat die schnelle Entschuldung ihren Preis. Einerseits brauchen Sie idealerweise 10.000€ als Sonderzahlung für den Gläubiger-Vergleich. Und ich bin auch nicht gerade billig, weil ein Insolvenzplanverfahren sehr aufwändige Handarbeit ist. Anderseits sparen Sie ein paar Jahre Lebenszeit ein. Schuldenfrei lässt es sich viel leichter wieder Geld verdienen. Das heißt, die Kosten für die Planinsolvenz holen Sie ganz locker wieder rein. 

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
Rechtsanwalt Jörg Franzke berät zur einjährigen Planinsolvenz.

Die Meinung der Mandanten:
Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

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Die Planinsolvenz mit der einjährigen Laufzeit erkläre ich Ihnen hier Schritt für Schritt:

Der Ablauf der Planinsolvenz erfolgt in sieben Schritten. Lesen Sie hier, wie die Planinsolvenz abläuft. So können Sie einschätzen, ob das Verfahren für Sie geeignet ist.

Bewerten Sie die Chancen und Risiken

Der Erfolg Ihres Insolvenzplans hängt von zwei Faktoren ab: der Gläubigerstruktur und der Höhe der Sonderzahlung. Zunächst zur Gläubigerstruktur:
 

  • Gibt es Gläubiger mit Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung, also Schulden, die aufgrund von Straftaten wie beispielsweise Steuerverkürzung oder Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen entstanden sind? Derartige Forderungen kann ein Insolvenzplan leider nur bedingt abschneiden.
  • Gibt es bösartige Gläubiger mit Rachegedanken? Damit sind beispielsweise geschiedene Ehepartner oder ehemalige beste (Geschäfts-)Freunde gemeint. Diesen Gläubigern ist emotionale Vergeltung wichtiger als ein fairer Schuldenausgleich. Diese emotional aufgeladenen Gläubiger wollen den Insolvenzplan möglicherweise verhindern. Wenn wir diese gefährlichen Gläubiger aber vorher kennen, können wir sie isolieren und unschädlich machen. Hierzu weisen wir den gefährlichen Gläubigern im Insolvenzplan eine eigene Gläubigergruppe zu und werden diese negative Gläubigergruppe dann mit zwei positiven Gläubigergruppen überstimmen.

Schätzen Sie die Sonderzahlung für den Gläubiger-Vergleich

Bestimmen wir als nächstes die Höhe der Sonderzahlung, also welchen Betrag der Insolvenzplan für die Gläubiger aufbringen muss.
 

  • Die Höhe der Sonderzahlung an die Gläubiger ist nicht an die Höhe Ihrer Schulden gebunden. Ich habe auch schon 1,3 Mio. Euro Schulden mit 8.000 Euro verglichen (0,66 % Quote). Entscheidend ist vielmehr das pfändbare Einkommen, das Sie theoretisch während der Laufzeit der regulären Insolvenz an die Insolvenzmasse abführen würden ( = fiktives Erwerbseinkommen).
  • Ihr pfändbares Einkommen ermitteln wir mit Hilfe der gesetzlichen Pfändungstabelle und hängt ab vom Nettoeinkommen und den Unterhaltspflichten. Kämen wir beispielsweise zu dem Ergebnis, dass Sie während des Insolvenzverfahrens monatlich 100 Euro abführen müssen, so würde den Gläubigern insgesamt 6.000 Euro zufließen ( 100 Euro mal 60 Monate Laufzeit des Insolvenzverfahrens). Diesen Betrag muss der Insolvenzplan überbieten. Also müsste die Sonderzahlung des Sponsors im Insolvenzplan beispielsweise 7.000 Euro betragen. Eine Sonderzahlung in Höhe von 10.000 Euro wäre natürlich besser.

Finden Sie einen Sponsor für die Planinsolvenz

Der Sponsor beziehungsweise „Plangarant“ wird für die Sonderzahlung für die Gläubiger anbieten. Hierzu gibt der Sponsor eine schriftliche Plangaranten-Erklärung ab und hinterlegt das Geld kurz vor dem Abstimmungstermin auf einem Sonderkonto des Insolvenzverwalters. Ihren Sponsor finden Sie im Freundeskreis. Eine Bank wird keinen Insolvenzplan finanzieren.

Sie dürfen nicht Ihr eigener Sponsor sein

Keinesfalls dürfen Sie selbst die Sonderzahlung versprechen, denn Sie sind pleite und Sie besitzen nichts. Würden Sie selbst die Sonderzahlung anbieten, wäre diese automatisch Teil der Insolvenzmasse. Damit wäre das Ziel nicht mehr erreichbar, den Gläubigern mit dem Insolvenzplanverfahren eine höhere Befriedigung zu bieten als eine reguläre Insolvenz.

Sonderzahlung sollte ca. 10.000 € sein

Sicherlich wird Sie der Sponsor fragen, wie hoch die Sonderzahlung sein muss. Hier gilt mein Erfahrungswert: 10.000 € ist ein guter Betrag. Bei geringen Schulden kommt der Sponsor notfalls auch mit weniger aus. Absolutes Minimum der Sonderzahlung ist 7.000 €, weil ca. 3.000 € Gerichtskosten davon abgehen. Je höher die Sonderzahlung, desto höher die Erfolgsaussichten.

Sonderzahlung nur bei Erfolg

Der Sponsor muss die Sonderzahlung beim Insolvenzverwalter kurz vor dem gerichtlichen Abstimmungstermin hinterlegen, also in ca. 10 Monaten. Scheitert der Insolvenzplan – wovon ich nicht ausgehe – erhält der Sponsor sein Geld zurück. Der Sponsor hat eine Erfolgsgarantie. Er bezahlt nur bei erfolgreicher Entschuldung.

Beginnen Sie die Planinsolvenz als Privatinsolvenz oder Regelinsolvenz

Sobald die Eckpfeiler für den Insolvenzplan feststehen, wie die Person des Plangaranten und die Höhe der Sonderzahlung, leite ich eine Privatinsolvenz oder Regelinsolvenz für Sie ein:

  • Wir nehmen Ihre Daten auf, Sie erledigen unsere “Hausaufgabenliste”.
  • Wir informieren die Gläubiger und gleichen den Schuldenstand ab.
  • Darauf folgt das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren.
  • Sie unterschreiben den fertigen Insolvenzantrag, wir reichen ihn zu Gericht.
  • Das Gericht beschließt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und bestellt einen Insolvenzverwalter, der Sie zum Interview einlädt.

Wie Sie die Privatinsolvenz am besten vorbereiten, lesen Sie bitte in meinem Fahrplan zur Privatinsolvenz samt Tipps oder Fahrplan zur Regelinsolvenz und Tipps. Selbstverständlich wird die Vorbereitung auch Teil unserer persönlichen Beratung sein.

Erst nach der Gläubigerversammlung setzen Sie die Planinsolvenz in Gang

Letztendlich ist auch das Insolvenzplanverfahren ein Insolvenzverfahren. Schuldner und Gläubiger verlassen das Verfahren nur vorzeitig über die Abkürzung „Insolvenzplan“.

Etwa zwei Monate nach Insolvenzeröffnung reichen wir den Insolvenzplan ein und verkürzen das Verfahren. Einziger Unterschied bei der Vorbereitung eines Insolvenzplanverfahrens ist, dass man besonders sorgfältig und nett zu den Gläubigern ist, denn man will es sich ja mit ihnen nicht verscherzen.

Bitte anfangs niemanden verraten, dass Sie einen Insolvenzplan anstreben – weder den Gläubigern noch dem Insolvenzverwalter. Beispiel: Eine Richterin wollte einmal das Insolvenzverfahren erst nicht eröffnen, wenn er Schuldner ja nicht pleite sei, wenn er sich einen Insolvenzplan leisten könne. Auch psychologisch ist Schweigen vorteilhafter: Die Gläubiger erhalten mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zunächst die schlechte Nachricht, dass ihre Forderung verloren ist. Danach kommen wir mit der guten Nachricht und bieten mehr Geld, als erwartet.

Weitere Verfahrensschritte bis zur Planinsolvenz

Etwa vier Wochen nach Antragstellung wird das Gericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beschließen. Sie stehen ab sofort unter Gläubigerschutz. Gläubiger dürfen nicht mehr vollstrecken. An die Stelle der Gläubiger tritt ein Inoslvenzverwalter. Der Insolvenzverwalter wird sehr neugierig sein. Versorgen Sie ihn mit allem, was er will.

Prüfungstermin abwarten

Ungefähr acht Wochen nach dem Gerichtsbeschluss über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird das Gericht einen “Prüftermin” abhalten. Im Prüftermin prüfen Rechtspfleger und Insolvenzverwalter, ob die Schulden berechtigt sind. Berechtigte Schulden werden anerkannt, unberechtigte Schulden bestritten.

Insolvenztabelle anfordern

Das Prüfungergebnis protokolliert das Gericht in der Insolvenztabelle. Die Insolvenztabelle ist die Grundlage für unseren Insolvenzplan. In ihr steht, welche Gläubiger am Insolvenzplan teilnehmen dürfen und welche nicht. Nur die Gläubiger mit einer festgestellten Forderung erhalten ein Stimmrecht und werden später an der Ausschüttung beteiligt.

Abstimmungsrunden mit Richter und Insolvenzverwalter

Nachdem ich die Insolvenztabelle habe, werde ich eine erste Fassung des Insolvenzplans ausarbeiten. Danach beginnen die Abstimmungsrunden. Ein Insolvenzplan ist eine kooperative und vielschichtige Sache. Die Kunst besteht darin,möglichst alle Beteiligten für den Insolvenzplan zu gewinnen.

Inoffizielle Abstimmungsrunde

Die wichtigsten Beteiligten sind der Richter und der Insolvenzverwalter. Mit diesen stimme ich den Insolvenzplan in einer inoffiziellen Abstimmungsrunde ab. Oft wollen Richter oder Insolvenzverwalter das eine oder andere Wort geändert haben. Derartigen „Anregungen“ entsprechen wir selbstverständlich. Im Interesse einer schnellen Restschuldbefreiung ist es klüger, Änderungswünschen stets nachzukommen, anstatt sich in endlosen Rechtsdiskussionen zu verhaken.

Offizielle Abstimmungsrunde

Ist der Plan auf diese Weise abgestimmt, geht er in die offizielle Abstimmungsrunde. Hierzu übersende ich den Insolvenzplan förmlich ans Gericht und beantrage einen Abstimmungstermin über den Insolvenzplan. Der Richter prüft nun offiziell den Insolvenzplan auf Rechtsmängel und hört den Insolvenzverwalter an. Änderungen des Insolvenzplans in diesem Verfahrensstadium gestattet das Gesetz nur noch ausnahmsweise.

Gläubiger auf den Insolvenzplan einschwören

Einzelgespräche mit Gläubigern

Zeitgleich mit den Abstimmungsrunden holen wir die Gläubiger ins Boot. Mit den wichtigsten Gläubigern führe ich in der Regel Einzelgespräche. Im persönlichen Gespräch kann ich die Gläubiger erfahrungsgemäß am besten überzeugen.

Gibt es einen “wohlwollenden” Gläubiger?

Für den Insolvenzplan benötigen wir zumindest eine Zustimmung. Vielleicht kennen Sie jemanden aus Ihrem Bekanntenkreis, dem Sie Geld schulden. Dies wäre dann ein wohlwollender Gläubiger, der verlässlich für den Insolvenzplan stimmt.

Die anderen Gläubiger einfangen

Allen anderen Gläubigern übersenden wir den Insolvenzplan und ersuchen um Zustimmung. Erfahrungsgemäß reagieren viele Gläubiger positiv, wenn wir ihnen klarmachen, dass der Insolvenzplan mehr Geld bietet, als die reguläre insolvenz.

Der Abstimmungstermin über den Insolvenzplan bei Gericht

Gericht lädt zum Abstimmungstermin

Als nächsten Schritt bestimmt das Gericht ein Datum für den Abstimmungstermin über den Insolvenzplan und lädt die Gläubiger ein. Aus der Vorrunde wissen wir, welche Gläubiger für den Insolvenzplan sind und welche dagegen. An die positiven Gläubiger wenden wir uns erneut. Um Ihnen die Zustimmung so leicht wie möglich zu machen, haben wir den zustimmenden Gläubigern einen Stimmrechts-Vertreter organisiert. Das heißt, die zustimmenden Gläubiger müssen nur eine Vollmacht unterschreiben, aber nicht zum Abstimmungstermin erscheinen. Die ablehnenden Gläubiger hingegen ignorieren wir. Sie müssen persönlich zum Abstimmungstermin erscheinen. Dieser Aufwand wird die allermeisten ablehnenden Gläubiger abschrecken.

Gläubiger müssen sich identifizieren

Schließlich ist es soweit: Der gerichtliche Abstimmungstermin über den Insolvenzplan findet statt. Folgender Ablauf:
Die anwesenden Personen und Gläubiger werden festgestellt. Die Gläubiger müssen sich mit ihrem Personalausweis und/oder Vollmacht ausweisen. Bei der Prüfung der Personenidentität und Vertretungsbefugnis geht das Gericht sehr streng und formalistisch vor. Zuweilen muss ich den Insolvenzplan in letzter Minute aktualisieren. Stellt das Gericht beispielsweise einen weiteren Gläubiger zur Insolvenztabelle fest, ändert sich logischerweise die Ausschüttungsquote und damit der den Gläubigern versprochene Anteil. Deshalb bringe ich in der Regel einen transportablen Drucker mit.

Mehrheit nach Köpfen und Summen

Schließlich stimmen die Gläubiger über den Insolvenzplan ab. Es zählt die Mehrheit nach Köpfen und Summen. In der Regel sind im Termin keine Gegenstimmen anwesend, was uns die Sache erheblich erleichtert. Meist dauert es dann nur ca. 20 Minuten, bis alles vorbei ist. Sind Gegenstimmen anwesend, wird der Richter sehr viel sorgfältiger sein. Bisher ist mir noch jeder Abstimmungstermin gelungen. Gegenstimmen kündigen sich in der Regel in einem früheren Stadium an, sodass ich gegensteuern und mich um eine Stimmenmehrheit kümmern kann. Am Schluss des Abstimmungstermins „bestätigt“ der Richter den Insolvenzplan. Damit ist der Insolvenzplan angenommen und die Gläubiger haben rechtswirksam verzichtet.