Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgt mittels Beschluss des Insolvenzgerichts. Der Eröffnungsbeschluss nennt zugleich den Insolvenzverwalter / Treuhänder.

Das Recht des Schuldners, sein pfändbares Vermögen zu verwalten und darüber zu verfügen , geht mit dem Eröffnungsbeschluss auf den Insolvenzverwalter über.

Verfügungen des Schuldners über die Insolvenzmasse nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind unwirksam.

Zur Insolvenzmasse gehört das pfändbare Vermögen des Schuldners sowie der Neuerwerb nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Laufende Gerichtsprozesse werden mit der Eröffnung unterbrochen. Sie können vom Insolvenzverwalter fortgesetzt oder beendet werden. Lehnt er die Aufnahme eines solchen Rechtsstreits ab, kann der Schuldner weitermachen.

Insolvenzgläubiger sind Gläubiger, deren Forderungen vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens begründet worden sind, auch wenn die Fälligkeit erst nach diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Sie können ihre Forderung nur noch mittels Anmeldung zur Insolvenztabelle geltend machen und nicht mehr direkt gegen den Schuldner. Das heißt, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist zugleich ein Verbot der Zwangsvollstreckung.

Zwangsvollstreckungen der Insolvenzgläubiger im letzten Monat vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens (Regelinsolvenz) bzw. in den letzten drei Monaten (Verbraucherinsolvenz) werden nachträglich unwirksam.

Ist die Insolvenz auf Betreiben eines Gläubigers eröffnet worden (=Fremdantrag), sollte der betroffene Schuldner schnellst möglich einen Eigenantrag stellen, sonst erhält er später keine Restschuldbefreiung. Dazu sollte er sich professionelle Hilfe holen, wie beispielsweise meine Kanzlei.

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