Wozu brauche ich einen Sanierungsplan für das Schutzschirmverfahren?

Bei Unternehmen, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind und möglicherweise Insolvenz anmelden müssen, prüft das Gericht stets, ob ein Sanierungsplan vorliegt und die Sanierungsfähigkeit. Seit März 2012 gibt es hierfür einen gesetzlichen Rahmen mit dem ESUG-Schutzschirmverfahren. Der Gesetzgeber wollte damit die Stigmatisierung einer Insolvenz überwinden und den Unternehmen die Chance geben, durch eine Eigenverwaltung nach ESUG möglicherweise die Sanierung durchzuführen. In der Praxis klappt das tatsächlich immer wieder, allerdings gehört hierzu ein ausgefeiltes Sanierungskonzept.

Sanierungsplan und Sanierungskonzept für Ihr Unternehmen

Zunächst erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen den Sanierungsplan. Dessen Ziel besteht darin, das Unternehmen zu erhalten. Im besten Fall geht es aus der Sanierung gestärkt für künftige Herausforderungen hervor. Das bedeutet: Eine Insolvenz muss nicht das Aus für Ihre Firma darstellen. Bei richtiger Nutzung aller Möglichkeiten können sie am Punkt eines Neuanfangs stehen und anschließend erfolgreich wachsen. Dabei unterstützen wir Sie gern. Unsere Leistungen beinhalten:

  • Ist Ihr Unternehmen sanierungsfähig?
  • Beratung, Planung und aktive Unterstützung Ihrer Sanierung durch das Schutzschirmverfahren (Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung)
  • Verfahren nach den §§ 270 ff InsO
  • Erstellung von Fortführungsprognosen nach dem IDW S 6 Standard und den Vorschriften von BGH, HGB und InsO
  • Prüfung Ihrer Insolvenzantragsgründe nach IDW S 11
  • Bescheinigung für den Antrag auf ein Schutzschirmverfahren nach § 270b InsO und IDW S 9
  • Erstellung von Insolvenzplänen
  • Insolvenzbuchhaltung und Working-Capital-Management
  • Evaluierung der leistungswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Prozesse sowie der unterstützenden IT-Systeme
  • Optimierung der Ablauforganisation Ihres Unternehmens
  • Stellung eines vorläufigen Sachwalters

Wie stärkt das ESUG-Gesetz die Sanierungsfähigkeit von Unternehmen?

Schon vor 2012 war eine Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren möglich. ESUG reformierte jedoch den Ablauf, stärkte die Rechte der betroffenen Unternehmen und – sehr wichtig – entlastet sie finanziell deutlich (kurzfristiges Insolvenzgeld, Befreiung von der USt-VA und ähnliche Maßnahmen). ESUG schafft aber auch eine neue Art von Transparenz, die wiederum den Gläubigern zugutekommt. Diese sind daher eher imstande, dem Verfahren zuzustimmen. Voraussetzung ist freilich ein handfestes Sanierungskonzept, das Sie mit uns gemeinsam erarbeiten können. Wenn dieses Konzept und die Zahlen stimmen (Sie beispielsweise nicht rettungslos überschuldet sind), besteht eine sehr realistische Chance, Ihr Unternehmen aus der Krise herauszuholen. Das gelingt seit dem ESUG-Gesetz immer häufiger. Vorher gingen die betroffenen Unternehmen zu 98 % in die Insolvenz. Für ESUG benötigen Sie aber eine Beratung und Hilfestellung. Die Antragsvoraussetzungen haben sich geändert, dafür stieg der Umfang der Ihnen eingeräumten Rechte deutlich. Nutzen Sie diese Chance und lassen Sie sich von uns beraten!

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