Wozu einen Sanierungsplan im Schutzschirmverfahren?

Will ein Unternehmen ein Schutzschirmverfahren oder Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen, muss es einen Sanierungsplan bzw. ein Sanierungskonzept vorlegen. Sanierungskonzept bzw. Sanierungsplan ist Bedingung, dass das Gericht das Schutzschirmverfahren eröffnet. Aus dem Sanierungsplan muss die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens hervorgehen. Aus der Sanierungsfähigkeit wiederum leitet sich die positive Fortführungsprognose im Schutzschirmverfahren ab. Während des gesamten Schutzschirmverfahren muss das Unternehmen beweisen können, dass eine positive Fortführungsprognose besteht.
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Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

Sanierungsplan und Sanierungskonzept für Ihr Unternehmen

Zunächst erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen den Sanierungsplan. Dessen Ziel besteht darin, dem Gericht und den Gläubigern aufzuzeigen, dass sich die Liquiditätskrise vor dem Schutzschirmverfahren dauerhaft beseitigen lässt. Im besten Fall geht es aus der Sanierung gestärkt für künftige Herausforderungen hervor. Eine Unternehmenskrise muss nicht das Aus für Ihre Firma darstellen. Bei richtiger Nutzung aller Möglichkeiten können sie am Punkt eines Neuanfangs stehen und anschließend erfolgreich wachsen. Dabei unterstützen wir Sie gern. Unsere Leistungen beinhalten:

  • Ist Ihr Unternehmen sanierungsfähig?
  • Beratung, Planung und aktive
  • Unterstützung Ihrer Sanierung durch das Schutzschirmverfahren (Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung)
    Verfahren nach den §§ 270 ff InsO
  • Erstellung von Fortführungsprognosen nach dem IDW S 6 Standard und den
  • Vorschriften von BGH, HGB und InsO
  • Prüfung Ihrer Insolvenzantragsgründe nach IDW S 11
  • Bescheinigung für den Antrag auf ein Schutzschirmverfahren nach § 270b InsO und IDW S 9
Sanierungsberater erarbeitet Sanierungsplan für das Schutzschirmverfahren

Eigenverwaltung fördert Sanierung

Schon vor 2012 war eine Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren möglich. Das Schutzschirmverfahren reformierte jedoch den Ablauf, stärkte die Rechte der betroffenen Unternehmen und – sehr wichtig – entlastet sie finanziell deutlich (kurzfristiges Insolvenzgeld, Befreiung von der USt-VA und ähnliche Maßnahmen).

Sanierungsplan pro Sanierung

Das gelingt mit dem Schutzschirm immer häufiger. Vorher gingen die Unternehmen zu 98 % in die Insolvenz. Für das Schutzschirmverfahren benötigen Sie eine Beratung und Hilfestellung. Die Antragsvoraussetzungen haben sich geändert, dafür stieg der Umfang der Ihnen eingeräumten Rechte deutlich.

Gläubiger pro Schutzschirm

Das Schutzschirmverfahren schafft Transparenz, die den Gläubigern zugute kommt. Diese sind eher imstande, dem Verfahren zuzustimmen. Voraussetzung ist ein Sanierungskonzept, das Sie mit uns gemeinsam erarbeiten können. Wenn das Konzept und die Zahlen stimmen, besteht eine sehr realistische Chance, Ihr Unternehmen aus der Krise herauszuholen.

Change Management Tools im Schutzschirmverfahren

Change Management (Veränderungsmanagement) soll zur Veränderung bisheriger operativer und strategischer Unternehmensprozesse und -systeme führen. Das Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung ist eine gute Gelegenheit, alte Gewohnheiten zu verändern.

In modernen Unternehmen werden sehr schnell sehr viele Daten verarbeitet, die globalisierten Märkte sind auf dynamische Weise komplex, es entstehen disruptive Szenarien (technologische Umbrüche wie das Internet). Die Digitalisierung erfasst auch den kleinsten Handwerksbetrieb, weshalb auch Veränderungen nur mit entsprechenden digitalen Werkzeugen zu organisieren sind. Das sind Change Management Tools, die Unternehmen im Schutzschirmverfahren zur Verfügung stehen. Sie bringen Ordnung und Stabilität in den Change Prozess, der gleichzeitig agil bleibt. Solche Tools steuern die Strategie, Ihre Organisation und alle Prozesse, sie führen zu einer neuen Unternehmenskultur. Unter anderem dient das 3K-Motivationsmodell der Diagnose, der Gallup Strengths Finder dem Bewerten von Mitarbeitern und der DISG-Test zur Teambildung.

Geschäftsführer informiert sich über Change Management Tools im Schutzschirmverfahren

Wie funktioniert ein Change Prozess?

Die Notwendigkeit von Veränderungen in Unternehmen ist schon lange bekannt und wird dementsprechend wissenschaftlich untersucht. Ein konventionelles Modell aus den 1930er Jahren (nach K. Lewin) unterscheidet die drei Phasen

  • unfreezing (Auftauphase)
  • moving (Bewegung) und
  • refreezing (Einfrierphase)

was in der Praxis bedeutet, dass die Unternehmensleitung zunächst die Ineffizienz der bisherigen Strukturen erkennt und diese damit aufbricht (auftaut), danach die eigentliche Änderung vornimmt und abschließend den neuen Status quo zementiert.

Die Aufgaben im Change Prozess

Dieses Phasenmodell wurde in den letzten knapp 100 Jahren erweitert, unter anderem lassen sich aus den genannten drei Phasen die drei Reflexionsstufen Handeln, Beobachten und reflexives Reagieren ableiten. John P. Kotter hat schließlich acht Stufen im Change Management postuliert:

  • Dringlichkeit vermitteln
  • Führung aufbauen
  • Strategie entwickeln
  • Strategie kommunizieren
  • Hindernisse beseitigen
  • Erfolge kurzfristig sichtbar machen
  • Wechsel permanent vorantreiben
  • Veränderungen im Unternehmen fest verankern

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