Lässt der Schutzschirm eine neue Personalstrategie und Personalabbau zu?

In der Krise müssen Unternehmen fast immer Personal entlassen. Das ist keine leichte Aufgabe, die aber bei einer Sanierung unumgänglich erscheint. Bei dem nötigen Personalabbau sind rechtliche Grenzen und der Sozialplan zu beachten.

Ziele einer Personalberatung: Respektvoller Umgang mit dem Personal

Viele Unternehmen benötigen in dieser Situation eine Personalberatung. Wir wissen, dass sich kein Unternehmer gern von seinen treuen Personal trennt, zumal der Verdacht aufkommen könnte, dass die aktuellen personellen Überkapazitäten möglicherweise das Ergebnis einer falschen Personalstrategie sind.

Aus unserer Erfahrung lässt sich diese Annahme meistens schnell entkräften: Die Auftragslage machte es in der Regel in früheren Zeiten erforderlich, viel Personal einzustellen. Nun sind die Aufträge aus verschiedensten Gründen eingebrochen (vielleicht auch, weil Großkunden nicht zahlen und Sie von diesen keine Aufträge mehr annehmen), das können und sollten Sie gegenüber dem Personal kommunizieren.

Wir beraten Sie dazu, wie Sie den Personalabbau sozialverträglich und im Sinne Ihres Unternehmens vornehmen. Alle Seiten können dabei ihr Gesicht wahren, Sie behalten die besten Leute. Letzteren Aspekt wiederum müssen Sie vielleicht nicht lautstark hinausposaunen (á la Jack Welch), hier ist eher Fingerspitzengefühl gefragt.

Der frühere GE-Manager warf alljährlich zehn Prozent der “schlechtesten Leute” hinaus, was ihm den Beinamen “Neutronen-Jack” einbrachte, weil er vorging wie die berüchtigte Neutronenbombe (eine Kernwaffe): Diese lässt Gebäude und Anlagen unbeschädigt, tötet aber die Lebewesen.

Jack Welch war sehr erfolgreich, aber auch sehr unbeliebt. Sie haben bei Ihrer aktuellen Personalstrategie – wahrscheinlich wegen einer Unternehmenskrise – keinen Grund, sich unbeliebt zu machen. Vermutlich hatten Sie wirklich mit Ihren Auftraggebern Pech. Das sollte Ihr Personal erfahren. Unsere Personalberatung zeigt auf, wie Sie das kommunizieren können.

Was ist beim Personalabbau juristisch zu beachten?

Das Kündigungsschutzgesetz schreibt im § 17 Absatz 2 vor, dass Sie rechtzeitig Ihren Betriebsrat informieren. Hierbei sind folgende Fakten darzulegen:

  • Gründe für geplante Entlassungen
  • Zahl der von Kündigung betroffenen Arbeitnehmer, deren Berufsgruppen
  • Zahl der regelmäßig Beschäftigten, deren Berufsgruppen
  • Zeitraum der Entlassungen
  • personenbezogene Kriterien für Entlassungen
  • Kriterien für Abfindungen und deren Berechnung

Das Arbeitsamt ist ebenso wie der Betriebsrat zu informieren. Die Anzeige erfolgt inklusive der Stellungnahme Ihres Betriebsrats. Sollte dieser keine Stellung beziehen, müssen Sie glaubhaft machen, dass Sie ihn mindestens zwei Wochen vorab informiert haben. Wenn Sie die Entlassungen im Monat nach der Anzeige an das Arbeitsamt vornehmen möchten, benötigen Sie dessen Zustimmung (§ 18 Absatz 1 KSchG). Das Arbeitsamt entscheidet über die Rechtmäßigkeit nach Ihren Interessen und denen der Arbeitnehmer. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt und das öffentliche Interesse sind zu berücksichtigen (§ 20 [4] KSchG).

Angemessene Personalstrategie im Krisenfall

Wenn Sie zu hohe Lohnkosten in die Insolvenz treiben würden und Sie Ihre Mitarbeiter wegen einer schlechten Auftragslage gar nicht beschäftigen könnten, kommen Sie um Entlassungen nicht herum. Mithilfe unserer Personalberatung gehen Sie dabei juristisch korrekt vor und halten den Reputationsschaden in Grenzen. Hierbei ist eine erstklassige Kommunikation unerlässlich, bei der wir Sie unterstützen. Zögern Sie nicht diesen unangenehmen Schritt hinaus, bewahren Sie aber Augenmaß.

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