Wie beeinflusst der Schutzschirm die Anfechtung gegen die Geschäftsführung?

Durch ein schnelles Sanierungsverfahren wird ein Insolvenzverwalter gehindert sein, von seinen schmerzhaften Anfechtungsrechten Gebrauch zu machen.

Von den Anfechtungsrechten des Insolvenzverwalters im Falle eines gewöhnlichen Insolvenzverfahrens geht eine große Gefahr für die Unternehmerfamilie aus. Nahezu der gesamte Zahlungsfluss vom Unternehmen an die Gesellschaft ist anfechtbar und wird zurückgefordert.

Abhilfe schafft das Schutzschirmverfahren ESUG und ein sich anschließender Insolvenzplan. Weil die Sanierung mittels Insolvenzplan darauf ausgelegt ist, die Insolvenz so schnell wie möglich zu beenden, bleibt dem Insolvenzverwalter im Planverfahren gar keine Zeit, Anfechtungsprozesse zu führen.

Endet das Insolvenzverfahren, ist zugleich das Amt des lnsolvenzverwalters beendet und ohne Insolvenzverwalter keine Anfechtung.

Zugleich können Schutzschirmverfahren ESUG und Insolvenzplan die Anfechtungsrechte ausdrücklich beschneiden. Um die Beschneidung der Anfechtungsrechte durchsetzen, lassen sich sicherlich andere Gläubiger als Verbündete finden, die ebenfalls um ihre Zahlungen zittern müssen.

Wie hier aufgezeigt, kann der Insolvenzplan auf alle Anforderungen ausgerichtet werden. Einziges Erfordernis ist, dass die Gläubiger besser gestellt werden, als in der Regelabwicklung.

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