14 Gedanken zu „FAQ und Tipps zum Schutzschirm

  1. Kreuter Judith sagt:

    Guten Tag Herr Franzke,
    auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage im Einzelhandel mache ich mir Gedanken, wie ich unsere Einzelfirma aus den roten Zahlen bringen kann. Ich habe einen Termin bei der IHK in den nächsten Tagen, wo man sich mit einigen Fachleuten über den Zustand der Firma austauschen wird. Nun habe ich vor einigen Tagen ein Fallbeispiel gehört, von einer Insolvenz bei der der Betrieb weiterläuft. Das hat mich etwas überrascht und ich habe recherchiert. Dabei bin ich auf Ihre Homepage gekommen und habe zum ersten Mal von diesem kleinen Schutzschirmverfahren gehört. Es erscheint mir in unserer Situation eine echte Lösung. Wir sollten uns gesund schrumpfen und dann wieder neu starten. Das funktioniert, denn unsere Ergebnisse sind gut und leider durch die letzte Saison und die momentanen extremen Engpässe ins Wanken geraten. Fürs erste habe ich jetzt einfach mal alle Zahlungen zurückgehalten, um nicht weiter in die Enge zu treiben…..Mein wichtigstes Anliegen bei der ganzen Sache sind die Mietlasten unsere ersten Niederlassung. Wir betreiben einen unserer Läden bei ECE, der Mietvertrag würde regelgerecht noch 5 Jahre laufen. Ich versuche nun diesen Laden zu verkaufen und werde diesbezüglich Verhandlungen mit der Mietmanagerin nächste Woche haben.
    Nun habe ich in Ihren Ausführungen gelesen, dass bei einem Antrag auf Schutzschirmverfahren auch Mietverträge aufgelöst werden könne, die nicht mehr zu erfüllen sind.
    Habe ich das richtig verstanden oder kennen Sie evtl. eine ähnliche Konstruktion von einem ECE Mieter. Ich wunder mich nur, daß eine andere privater Mieter von einem auf den anderen Tag da draußen war und anscheinend keine finanziellen Nachteile hatte, also muss es irgendwie möglich sein.
    MFG jk

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ja, so ein kleines Schutzschirmverfahren könnte in der Tat weiterhelfen, die defizitären Verträge zu kündigen und den Betrieb zu retten. So ein Verfahren muss aber sehr gut vorbereitet sein und Sie benötigen einen guten Sanierungsberater an Ihrer Seite. Im Verfahren könnten Sie dann diese Verträge kündigen und das Unternehmen ist wieder frei.

  2. Sehr geehrter Herr Franzke,

    leider bin ich auch in die Schuldenfalle durch meinen eigenen Vater geraten, der u.a. mein Angestellter war. Einzelunternehmen in der Baubranche und heute bin ich als selstständiger Promoter im Einzelhandel weiter tätig.
    Steuerschulden von ca 20.000 € (Finanzamt USt/ESt)
    zzgl. ca 14.100 € Gewerbesteuer . Die Stadt reagiert nicht auf E-Mail oder Schreiben. Vollstreckungsankündigung liegt bereits vor mit Hinweis zur evtl Kontopfändung oder Verwaltungszwangsverfahren. Was kann ich tun?
    Die Vermögensauskunft musste ich dem Finanzamt bereits geben. Einzige Hoffnung ist die offene Forderung von 48.300 €, welche mir zustehen. Das Verfahren läuft noch und das Finanzamt ist in Kenntnis gesetzt worden.
    Mein Steuerberater sagt, ich sollte bei einer offenen Forderung keine Insolvenz anmelden. Ist das richtig? Was raten Sie mir?

    Mit freundlichen Grüßen

    Daniel K.

    • Jörg Franzke sagt:

      Klar ist eine Insolvenz das beste für Sie, um die Schulden wieder in den Griff zu kriegen. Wenn Sie keinen eigenen Insolvenzantrag stellen, wird die Stadt bzw. das Finanzamt einen Insolvenzantrag gegen Sie stellen. Sie sind also in Zugzwang und sollten besser von sich aus die Initiative zu ergreifen. Sie können die selbständige Tätigkeit auch während der Insolvenz forführen.

      • Hallo Herr Franzke

        ist denn eine Regelinsolvenz oder eine Privatinsolvenz
        in meinem Fall das richtige? Habe 7 Gläubiger.

        Vielen Dank!!!

        Mit freundlichen Grüßen

        Daniel Keller

        • Jörg Franzke sagt:

          In Ihrem Fall ist eine Verbraucherinsolvenz die richtige Wahl. Der Begriff „Privatinsolvenz“ ist umgangssprachlich, den es im juristischen Sinne gar nicht gibt.

  3. Andreas Röhnert sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich bin der Inhaber eines kleinen Metallbaubetriebes, mit 5 Gesellen und 3 Auszubildenden.
    Wir haben letztes Jahr durch ein Zerwürfnis mit unseren Generalunternehmen viel Geld verloren, welches mir jetzt als junges Unternehmen fehlt.
    Trotz steigender Umsatzzahlen verweigern mir die Banken eine für mich überlebens wichtige Finanzspritze.
    Macht eine Sanierung über ESUG Sinn?

    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Röhnert

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt antworte. Ja, es macht durchaus Sinn über eine ESUG-Schutzschirmverfahren nachzudenken. Gerne helfe ich Ihnen dabei. Bitte nehmen Sie Kontakt zu mir auf.

  4. Sehr geehrter Herr Franzke,

    was wäre aus Ihrer Sicht zu raten: Selbständiger ohne Angestellte mit ca. 400.000 Euro Schulden (Davon Finanzamt mind.100.000 ) und ca 40 Gläubiger möchte Entschuldung. Geschäft läuft weiter gut. a) Sanierung mit Insolvenzplan mit Schutzschirmverfahren (Quote ca 5%) oder Aufgabe Geschäft, Gründung Auffanggesellschaft mit Angestelltenvertrag und anschließender Privatinsolvenz mit Insolvenzplan (auch 5 %)
    Für mich klingt die zweite Variante einfacher bzw. realistischer , oder ist dies hier nicht zu raten?

    Vielen Dank im Voraus.

    MFG
    Der MAddin

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ja, Sie haben recht, so ein Schutzschirmverfahren macht ziemlich viel Arbeit und Aufwand. Wenn der Freund, der die Auffangesellschaft hält zuverlässig ist und Sie derzeit keine laufenden Verträge haben, die keinesfalls gekündigt werden sollten (was beim Umrubeln auf die Auffanggesellschaft ja der Fall wäre) dann wählen Sie den Weg über die Auffanggesellschaft.

  5. Ich beziehe mit meinen 17j Sohn Leistungen nach dem SGB II,bin nebenberuflich selbständig.
    Nun bin ich zu 60 % Schwaerstbehindert durch meine ganzen Erkrankungen,und muß viele Medikamente einnehmen.
    Kommt ein Schutzschirm Verfahren für uns in Frage ??
    Wir haben ca. 26.000 € an Außenständen,ein Motorroller wurde uns unterschlagen,Strafanzeige gegen den Kunden wurde gestellt,aber noch liegt kein Ergebnis vor.

    Wir freuen uns auf ihre hoffentlich positive Antwort

    Mit freundlichen Gruß aus Mk

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, kein Schutzschirmverfahren. Aber Sie können eine ganz normale Insolvenz beantragen. Weil Sie unter der Pfändungsgrenze liegen, kann man Ihnen kein Geld wegnehmen und Sie werden nur profitieren.

  6. Ramona Ritz sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    Ich bin geschäftsführende Gesellschafterin einer Autovermietung in Hamburg. Ich beschäftige 4 Vollzeitkräfte und 2 Minijobber.
    Gegenüber meiner Firma gibt es verschiedene titulierte Forderungen. 30000€ bei VW-Leasing, 8000€ bei Versicherung, 12000€ offene Beträge für Sozialversicherung, 8000€ Mietrückstände für ehemaliges Büro, 8000€ Bei Europa Service, 6000€ für Steuerberater. Unser monatlicher Umsatz liegt bei ca. 17000€.
    Ich würde, wenn es möglich ist, eine Sanierung über ESUG machen, aber nachdem uns heute die Verträge für 5 Fahrzeuge fristlos gekündigt wurden, erscheint mir eine Insolvenz unvermeidbar.
    Können Sie mir helfen?
    Welche Informationen benötigen Sie?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ramona Ritz

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      gerne helfe ich Ihnen. Wie Sie bereits schreiben, macht ein Schutzschirmverfahren bei Ihnen keinen Sinn mehr, nachdem die Autos gekündigt sind und eingezogen werden. Damit ich Ihnen helfen kann, schicken Sie mir am besten per Mail Ihre Telefonnummer und ich rufe Sie so schnell als möglich an.

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