Regelinsolvenz beantragen mit laufendem Geschäftsbetrieb

 

 

Haben Sie keine Lust mehr auf selbständige Tätigkeit und wollen Ihren Geschäftsbetrieb aufgeben, werden an Sie keine großen Anforderungen gestellt. Sie können die Regelinsolvenz beantragen mit laufendem Geschäftsbetrieb. Reichen Sie beim Amtsgericht einfach einen Antrag auf Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens ein. Danach warten Sie ab, was passiert.

Insolvenzverwalter übernimmt das Verfahren

Je nachdem, ob Sie Mitarbeiter haben oder nicht, wird ein Insolvenzverwalter Sie früher oder später kontaktieren. Falls Geschäftsräume noch vorhanden sind, wird der Insolvenzverwalter Sie dort aufsuchen, falls nicht lädt er Sie zum Interview in seine Kanzlei.

Der Insolvenzverwalter ist eine furchtbar neugierige Person und will alles zu Ihrem Unternehmen wissen. Läuft das Geschäft noch, wird er versuchen Sie dazu zu bringen, dass Sie den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten und fortführen.

Die Regelinsolvenz beantragen mit laufendem Geschäftsbetrieb bringt IHNEN keine Punkte

Entscheiden Sie selbst, ob Sie den Wünschen des Insolvenzverwalters folgen wollen oder nicht. Lassen Sie sich zur Fortführung des Geschäftsbetriebes überreden, müssen Sie wissen, dass Sie dies nur zum Vorteil des Insolvenzverwalters tun. Ihnen persönlich nutzt die Fortführung wenig und wahrscheinlich erhalten Sie für Ihre Arbeit auch keine Vergütung.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Insolvenzbeschluss enteignet Sie von Ihrem Unternehmen! Alles was Sie fortan dafür tun, erbringen Sie nicht mehr für sich selbst, sondern für die Insolvenzmasse. Ob der Geschäftsbetrieb fortbesteht oder nicht, ist nicht mehr Ihr Problem. Sie sind enteignet und können nach Hause gehen.

Nach dem Gesetz muss die ehemalige Geschäftsführung dem Insolvenzverwalter umfassend zur Erteilung von Auskünften zur Verfügung stehen. Eine Pflicht zur Betriebsfortführung besteht jedoch nicht.

Unternehmer stehen meist unter Schock und lassen sich manipulieren

Viele Unternehmer stehen aber unter Schock. Sie können nicht glauben, dass es vorbei ist und machen einfach weiter. Aufgrund von Unwissenheit und falsch verstandenem Pflichtgefühl lassen Sie sich zur Betriebsfortführung während des Insolvenzeröffnungsverfahrens überreden. Der Insolvenzverwalter wird dadurch nicht netter. Das Motto: „wenn ich nett zu Dir bin, dann bist Du nett zu mir“ gilt in der Regelinsolvenz nicht.

Wie Sie beim Lesen sicherlich feststellen, bin ich kein Fan von der Variante: „Regelinsolvenz beantragen mit laufendem Geschäftsbetrieb“. Erfahrungsgemäß handelt es sich hierbei vielmehr um die für den betroffenen Unternehmer schlechteste Herangehensweise.

Der Insolvenzverwalter wird Sie ausnutzen. Insbesondere aber gefährden Sie ihre Restschuldbefreiung. Bereits bei Abgabe muss der Insolvenzantrag vollständig und richtig sein. Das kann er aber gar nicht, weil Sie bei einem Insolvenzantrag mit laufendem Geschäftsbetrieb noch nicht all Ihre Gläubiger und Schulden kennen. Haben Sie einen feindseligen Gläubiger deshalb nicht in der Gläubigerliste aufgelistet, kann er erfolgreich die Versagung der Restschuldbefreiung beantragen. Dieses Risiko sollten Sie nicht eingehen.

Buchen Sie hier eine persönliche Beratung:

Menü