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Regelinsolvenz beantragen – FAQ

Die häufigsten Fragen meiner Mandanten, die eine Regelinsolvenz beantragen. Für weitere Fragen schreiben Sie mir am besten eine Mail oder Sie buchen einen ausführlichen Beratungstermin.

Von welchen Gläubigern muss ich einen Insolvenzantrag befürchten ?

Nur die Finanzämter und die Sozialversicherungsträger stellen Insolvenzanträge gegen säumige Schuldner. Die Finanzämter deshalb, weil sie Steuersünder aus dem Verkehr ziehen wollen. Die Krankenkassen deshalb, weil die Bundesagentur uneinbringliche Betragsrückstände ersetzt. Alle anderen Gläubiger wie Lieferanten oder Banken stellen in der Regel keinen Insolvenzantrag. Ein Fremdantrag ergibt für sie aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn. Liegt ein Insolvenzantrag gegen Ihr Unternehmen vor, so können Sie diesen nur noch mittels vollständiger und sofortiger Bezahlung der Beitragsrückstände bei dem Antragsteller bezahlen.

Wann muss ich mit einem Insolvenzantrag eines Gläubigers (=Fremdantrag) rechnen?

Die Finanzämter stellen den Insolvenzantrag in der Regel sofort nach vergeblicher Zwangsvollstreckung. Das heißt, der Gerichtsvollzieher des Finanzamtes kommt Sie besuchen und nimmt Ihnen den Offenbarungseid ab. Geht aus dem Offenbarungseid hervor, dass Sie kein verwertbares Vermögen besitzen, stellt das Finanzamt einen Tag später den Insolvenzantrag. Die Sozialversicherungsträger verhalten sich unterschiedlich. Es gilt die Faustregel, dass Sie ab dem dritten Beitragsrückstand mit einem Insolvenzantrag rechnen müssen.

Wie gefährlich sind Steuerschulden und offene Arbeitnehmeranteile?

Steuerschulden lösen immer häufiger Steuerstrafverfahren wegen Steuerverkürzung oder Steuerhinterziehung aus. Hat der Unternehmer beispielsweise keine Steuererklärung abgegeben und kommt es wegen der Nichtfestsetzung der Steuer durch das Finanzamt zu Steuerrückständen, ist dem Unternehmer eine Bestrafung wegen Steuerverkürzung sicher. Der Unternehmer muss dann eine Geldstrafe bezahlen und erhält die Steuerschulden nicht restschuldbefreit. Genauso verhält es sich mit den Beitragsrückständen zur Sozialversicherung. Diese ziehen ebenfalls eine Geldstrafe nach sich und unterliegen nicht der Restschuldbefreiung. Die Sozialversicherungsträger dürfen Beitragsrückstände noch Jahre später mit Ihrer staatlichen Rente verrechnen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Insolvenzantrag?

Im Gegensatz zum Geschäftsführer einer GmbH oder UG besteht für Einzelunternehmer und Freiberufler keine Antragspflicht. Der Einzelunternehmer kann einen Insolvenzantrag stellen, er muss aber nicht. Der Einzelunternehmer hat damit die Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb selbst abzuwickeln und einzustellen und erst danach einen Insolvenzantrag zu stellen. Diese Vorgehensweise vermindert das Risiko auf Versagung der Restschuldbefreiung aufgrund eines dummen Fehlers. Je einfacher Ihr Fall, desto wahrscheinlicher ist ein komplikationsloses Insolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung. Deshalb wickelt man seinen Betrieb als Einzelunternehmer oder Freiberufler am besten selbst ab und geht dann erst in die Insolvenz, um sich zu entschulden.

Wie behalte ich meine Selbständigkeit im Insolvenzverfahren?

Wenn Sie im Insolvenzverfahren selbständig bleiben wollen, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen: Entweder Sie gehen mit laufendem Geschäftsbetrieb in die Insolvenz oder es wird eine Auffanggesellschaft beispielsweise in der Rechtsform einer UG gegründet, mit Ihnen als angestelltem Geschäftsführer.

Dann stellen Sie den Geschäftsbetrieb ein und beantragen erst später als Arbeitnehmer ein (Verbraucher)-Insolvenzverfahren. Welcher Weg für Sie der bessere ist, hängt von der Struktur Ihres Unternehmens ab: Betreiben Sie lediglich ein Kleingewerbe, mit Umsatzsteuerbefreiung und einem Monatsumsatz bis zu 1.000 €, lohnt der Aufwand einer Auffanggesellschaft nicht. In allen anderen Fällen sollten Sie den Weg über die Auffanggesellschaft gehen.

Steht auch mir als Selbständigem ein unpfändbares Einkommen zu?

Nein. Der gesetzliche Pfändungsschutz ist nur für Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit vorgesehen. Das Einkommen eines Unternehmers, das bekanntlich aus Zahlungseingängen besteht, unterliegt diesem automatischen Pfändungsschutz nicht. Wird dem Unternehmer selbst das lebensnotwendige Einkommen gepfändet, muss er bei Gericht den Vollstreckungsschutz beantragen. Hierzu muss der Unternehmer nachweisen, dass der gepfändete Betrag zum Lebensunterhalt unbedingt notwendig ist.

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Was ist besser: Regelinsolvenz oder Verbraucherinsolvenz?

Seit der Gesetzesnovelle im Jahr 2014 ist es egal, ob Sie eine Regelinsolvenz oder eine Verbraucherinsolvenz durchlaufen. Betreiben Sie also keinen Aufwand, um als ehemaliger Unternehmer die Bedingungen für eine Verbraucherinsolvenz zu erreichen. Die Bedingungen für die Verbraucherinsolvenz sind: Geschäftsbetrieb ist eingestellt und das Gewerbe abgemeldet, weniger als 20 Gläubiger und keine Schulden bei Arbeitnehmern und Sozialversicherungsträgern.

Kann auch ein Einzelunternehmer oder Freiberufler das Schutzschirmverfahren durchlaufen?

Ja, das geht. Auch ein Einzelunternehmer bzw. Freiberufler kann seinen Betrieb mit Hilfe eines Schutzschirmverfahrens sanieren. Der maßgebliche Unterschied eines Schutzschirmverfahrens gegenüber der regulären Insolvenz ist die Eigenverwaltung. Eigenverwaltung bedeutet, dass es keinen Insolvenzverwalter gibt. Vielmehr behält der Unternehmer alle Rechte als Geschäftsführer und ist sozusagen sein eigener Insolvenzverwalter. Anstelle eines gerichtlich bestellten Insolvenzverwalters gibt es nur einen Sachwalter der aufpasst, dass die Interessen der Gläubiger beachtet werden. Weil der Unternehmer daran interessiert ist, seinen Betrieb zu erhalten, ist die Eigenverwaltung auf den Erhalt ausgerichtet, während die Regelinsolvenz den Geschäftsbetrieb üblicherweise zerschlägt. Das Schutzschirmverfahren dauert ca. 7 Monate. Am Schluss steht ein Insolvenzplan, der den Unternehmer bzw. Freiberufler mit einer niedrigen Quote entschuldet.

Was ist eine Auffanggesellschaft?

Es gibt Ausnahmefälle, wo die Entschuldung des Unternehmers mit dem Schutzschirmverfahren oder der Eigenverwaltung nicht sinnvoll ist. Ein Beispiel wäre der Fall, dass der Unternehmer hohe Steuerschulden hat und deshalb wegen Steuerverkürzung bestraft wurde.  Bei Schulden aus dem Rechtsgrund der vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung hilft auch ein Insolvenzplan nicht weiter, sondern diese Art von Schulden bleibt ein Leben lang. Würde man in einem solchen Fall das Schutzschirmverfahren durchlaufen, könnte das Finanzamt selbst nach der Sanierung sofort wieder pfänden und den Geschäftsbetrieb zerstören. Aus diesem Grunde ist es besser, der Unternehmer wechselt die Pferde und sattelt um, wenn er selbständig bleiben will. Eine befreundete Person gründet eine UG oder GmbH und der Unternehmer führt sein Geschäft in dieser Form fort. Dann ist wenigstens sein Gelderwerb gesichert und vielleicht besteht eines Tages die Möglichkeit  einer außergerichtlichen Einigung.

Was ist eine Übertragende Sanierung?

Übertragende Sanierung nennt man die Methode, mit der man den Geschäftsbetrieb des Einzelunternehmers bzw. Freiberuflers in eine Auffanggesellschaft überträgt. Das kann man heimlich vor der Insolvenz machen oder man kann offiziell die übertragende Sanierung vom späteren Insolvenzverwalter abkaufen lassen. Beide Wege haben Vorteile und Nachteile. Der offizielle Kauf des Betriebsvermögens vom Insolvenzverwalter ist stressfrei, kostet aber Geld. Die heimliche Übertragung hingegen kostet kein Geld, kann aber jede Menge Stress bedeuten, wenn der spätere Insolvenzverwalter davon erfährt.

Wie erreiche ich die Freigabe meiner selbständigen Tätigkeit aus der Insolvenzmasse?

Freigabe der selbständigen Tätigkeit aus der Insolvenzmasse bedeutet Folgendes: Sie haben mit laufendem Geschäftsbetrieb die Regelinsolvenz beantragt und sind auch während des Insolvenzverfahrens selbständig tätig. Im Insolvenzverfahren ist der Insolvenzverwalter für Ihren Geschäftsbetrieb verantwortlich, beispielsweise müsste er für Steuerschulden geradestehen. Das will er natürlich nicht, deshalb wird er den Geschäftsbetrieb freigegeben. Das heißt, der Geschäftsbetrieb unterliegt nicht länger dem Insolvenzbeschlag. Als rechtliche Folge sind wieder nur Sie für den Betrieb verantwortlich und können damit auch wieder verdienen, so viel Sie wollen. Sie zahlen immer nur einen festen Betrag an die Insolvenzmasse, dessen Höhe von Ihren Unterhaltspflichten abhängt und ihrer beruflichen Qualifikation. Insbesondere für Einzelkämpfer ohne Arbeitnehmer ist die Freigabe der selbständigen Tätigkeit aus der Insolvenzmasse äußerst vorteilhaft und erstrebenswert. Um dem Insolvenzverwalter die Freigabe nicht allzu schwer zu machen, sollten die Einkünfte bis zur Freigabe nur gering sein.

Kann ich die Regelinsolvenz mit einem Insolvenzplan auf ein Jahr verkürzen?

Ja, das funktioniert. Der Insolvenzplan steht auch Einzelunternehmern und Freiberuflern in der Regelinsolvenz offen. Bei laufendem Geschäftsbetrieb während der Insolvenz ist der Insolvenzplan fast schon ein Muss, um den Betrieb zu entschulden und zu sanieren.

Wie erhalte ich die Eigenverwaltung in der Regelinsolvenz?

Sie erhalten die Eigenverwaltung in der Regelinsolvenz, indem Sie zeitgleich mit dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen Antrag auf Anordnung der Eigenverwaltung stellen. Allerdings setzen die Gerichte sehr hohe Hürden an die Bewilligung der Eigenverwaltung. Insbesondere müssen Sie dem Gericht glaubhaft machen, dass Sie das hierzu notwendige insolvenzrechtliche Fachwissen besitzen oder einen spezialisierten Berater ins Boot geholthaben, der Sie durch das Verfahren führt. Der Antrag auf Eigenverwaltung muss ein Sanierungskonzept liefern, mit einer Beschreibung der aktuellen Situation, den Krisenursachen, wie man die Krisenursachen dauerhaft beseitigen möchte und eine Unternehmensplanung mit Gewinn-und Verlustplanung und Liquiditätsplan. Alleine und ohne spezialisierten Berater werden Sie diese Hürden kaum schaffen.

Warum ist es besser, Sie schließen zuerst den Geschäftsbetrieb und beantragen danach die Regelinsolvenz?

Falls der Einzelunternehmer oder Freiberufler seinen Geschäftsbetrieb endgültig einstellen und nicht fortführen will, empfehle ich meinen Mandanten stets, den Geschäftsbetrieb zunächst einzustellen, dann den Betrieb selbst abzuwickeln und erst nach der Abwicklung die Insolvenz zu beantragen, um sich zu entschulden. Das vermindert das Risiko vor bösen Überraschungen. Die Machbarkeit der von mir bevorzugten Verfahrensweise richtet sich nach der Anzahl der noch bei Ihnen angestellten Mitarbeiter. Je mehr Mitarbeiter, desto schwieriger Den Mitarbeitern müssen Sie ordentlich kündigen und zum Arbeitsamt schicken. Das Arbeitsamt wird die Mitarbeiter zurückschicken, um von Ihnen das Aktenzeichen für das Insolvenzverfahren zu erfragen, das Sie mangels Insolvenzantrag ja nicht haben. Die Mitarbeiter befürchten, dass sie kein Geld bekommen, geraten in Stress und geben diesen an den Unternehmer weiter. Diesen Stress widerstehen die wenigsten Einzelunternehmer, weil sie sich für die Mitarbeiter verantwortlich fühlen. Sie beantragen die Insolvenz sofort mit laufendem Geschäftsbetrieb, um die Mitarbeiter zu befrieden. Wann Sie bei geplanter Geschäftsaufgabe die Insolvenz beantragen, richtet sich also danach, wie sich von Ihrem Mitarbeitern trennen können.

Wie viel Einkommen muss der Unternehmer an den Insolvenzverwalter abführen?

Als Arbeitnehmer, Rentner usw. ermitteln Sie das pfändbare Einkommen ganz einfach mit Hilfe der gesetzlichen Pfändungstabelle. Die Pfändungstabelle regelt den Betrag, den der Arbeitnehmer an den Insolvenzverwalter abführen muss auf den Cent. Für Selbständige hingegen gilt die gesetzliche Pfändungstabelle nicht. Zumindest nach dem Gesetz kann der Insolvenzverwalter die gesamten Einnahmen pfänden und den Selbständigen leer ausgehen lassen. Allerdings orientieren sich die meisten Insolvenzverwalter heutzutage auch bei Selbständigen an der gesetzlichen Pfändungstabelle und belassen dem Selbständigen einen entsprechenden Betrag. Zur Ermittlung des pfändbaren Betrages geht der Insolvenzverwalter nicht von den tatsächlichen Einkünften des Selbständigen aus, sondern von seinem fiktiven Einkommen. Fiktives Einkommen ist das Einkommen, das der Selbständige in seinem gelernten Beruf verdienen würde. Verdient ein selbständiger Programmierer beispielsweise 10.000 € monatlich, hat aufgrund Abbruch des Studiums aber gar keinen Beruft gelernt, entspricht sein fiktives Einkommen dem eines ungelernten Sachbearbeiters, also ca. 1.500 €. Es reicht, wenn dieser Programmierer monatlich ca. 200 € an den Insolvenzverwalter abführt, der Rest ist sein Gewinn. Diese gesetzliche Regelung kann eine große Chance für Selbständige sein.

Wie verhält sich der Unternehmer gegenüber dem Insolvenzverwalter?

Der Insolvenzverwalter ist nicht der Freund des Selbständigen, auch wenn er sich zu Verfahrensbeginn gerne als Freund ausgibt. Von Gesetzes wegen vertritt der Insolvenzverwalter die Gläubigerinteressen und viele Insolvenzverwalter sind hobbyweise Jäger… Seien Sie deshalb distanziert und respektvoll und lassen Sie sich keinesfalls auf irgendein vermeintliches Bündnis mit ihm ein. Am leichtesten kommen Sie durch das Verfahren, wenn Ihr Fall einfach ist. Deshalb ist es von Vorteil, dass Sie das Geschäft vorher selbst abgewickelt haben und ohne jedes Vermögen sind. Verfügen Sie lediglich über ein P-Konto, ist Ihr Fall für den Insolvenzverwalter uninteressant und er wird sich anderen Fällen widmen.

Unterliegt auch das Privatvermögen im Falle der Regelinsolvenz dem Insolvenzbeschlag?

Ja, leider ist das der Fall. Bei einem Einzelunternehmer oder Freiberufler gibt es keinen Unterschied zwischen Firmen- und Privatvermögen. Ärgerlich wird die Insolvenz eines Selbständigen immer dann, wenn die Familie ein Eigenheim besitzt. Im Falle einer regulären Insolvenz wird die Bank den Hauskredit kündigen, und zwar auch dann, wenn die Bank die Kreditraten weiterhin pünktlich erhält, beispielsweise von der Ehefrau. Mir ist es nun zwar schon öfter gelungen, die Bank von der Kündigung des Hauskredits abzuhalten,aber nur in einem Schutzschirmverfahren und nie in einer regulären Insolvenz.

Wie lange dauert die Regelinsolvenz?

Die Regelinsolvenz dauert wie die Verbraucherinsolvenz sechs Jahre, wenn der Schuldner in dieser Zeit überhaupt nichts zur Insolvenzmasse erwirtschaftet. Sie dauert fünf Jahre, wenn der Schuldner innerhalb von fünf Jahren die Verfahrenskosten in Höhe von ca. 2.800 € zur Insolvenzmasse erwirtschaftet hat. Und sie dauert drei Jahren, falls der Schuldner innerhalb von drei Jahren 35 % der Schulden und die Verfahrenskosten erwirtschaftet hat. Es ist nahezu unmöglich, die Dreijahresregel zu erfüllen, weil die Verfahrenskosten dann nochmals 40 % der erwirtschafteten Insolvenzmasse betragen würden. Ich kenne keinen einzigen Fall, der die Dreijahresregel erreicht hat. Schließlich kann die Regelinsolvenz mit Hilfe des Insolvenzplans auf höchstens ein Jahr verkürzt werden.

Was kostet die Regelinsolvenz?

Die Regelinsolvenz kostet zum einen die Verfahrensgebühren, also die Kosten für das Gericht und den Insolvenzverwalter. Diese Kosten müssen Sie nicht weiter interessieren, denn sie werden von der erwirtschafteten Insolvenzmasse abgezogen, ist für Sie also keine zusätzliche Belastung. Einzig die Kosten für eine professionelle Vorbereitung der Insolvenz durch einen Anwalt wie beispielsweise mich müssen Sie noch selbst aufbringen.

Kann ich in der Regelinsolvenz selbständig bleiben?

Ja, da geht. Ist Ihr Betrieb größer und haben Sie Mitarbeiter geht man die Selbständigkeit trotz Insolvenz über ein Schutzschirmverfahren oder über die Insolvenz in Eigenverwaltung an. Falls Sie Einzelkämpfer ohne Mitarbeiter sind oder nur ganz wenige Mitarbeiter haben, lohnt sich der Aufwand eines Schutzschirmverfahrens nicht. Dann bleibt es bei einer regulären Insolvenz, aber diese sollte so vorbereitet sein, dass der Insolvenzverwalter den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich aus der Insolvenzmasse freigibt. Nach der Freigabe zahlen Sie dem Insolvenzverwalter monatlich einen festen Betrag und führen Ihren Betrieb ohne Einschränkungen und ungestört weiter.

51 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Herr Franzke ,
    Ich befinde mich in einer Privatinsolvenz.
    Mein Geschäft wurde freigeben , und somit kann ich dieses Fortführen. Habe mir ein neues Geschäftskonto angelegt und all Meine Kunden informiert.
    Leider zahlen immer noch welche auf mein Altes geschäftskonto ein und die alte Bank behält es ein-, ich habe keinen Zugriff mehr , obwohl diese Gelder nach der Insolvenzeröffnung einfließen.
    Habe ich ein Recht diese Gelder von der alten Bank zurück zu bekommen , denn ich muss ja auch meine Lieferanten bezahlen und alle anderen kosten .
    Ich hoffe Sie haben für mich einen Rat .
    Ich bedanke mich .
    Mit freundlichen Grüßen Cloud

    Antworten
    • Jörg Franzke
      29. Mai 2019 20:29

      Nein, Sie haben keinerlei Recht die Bank oder die Kunden zu Verantwortung zu ziehen, weil sie versehentlich auf ein altes Konto überweisen.

      Antworten
  • Maximilian
    16. Mai 2019 17:08

    Hallo,
    Habe Antrag für Regelinsolvenz vor zwei Wochen gestellt. Nun kam das Finanzamt und möchte eine Steuererklärung für 2018 (also 2017 als Jahr). Stb hab ich keinen mehr mangels Budget. Werden mir vom FA, Gewerbeamt anfallende Zahlungen ebenfalls erlassen? Oder hab ich nun ein Problem? Es heißt doch immer das nur alle Schulden bis zum Inso-Abgabetermin erlassen werden.
    Danke und viele Grüße
    Maximilian

    Antworten
    • Jörg Franzke
      23. Mai 2019 13:11

      Wenn Sie keine Steuererklärung abgeben, dann wird das Finanzamt Sie schätzen. Die Steuerschulden unterliegen der Restschuldbefreiung, solange Sie nicht wegen Steuerverkürzung oder dergleichen bestraft werden.

      Antworten
  • Hallo Herr Franzke.
    Erst wolte ich sagen das Sie sind einziege hier auf net. Das Sie menchen kompetent helfen.

    Zu meinen Fall.Insolvenzverfahren läuft seit 22.02.2013.Nacher 2014 bekomme brief mit Abtretungserklärung.Mit treuhänder hate nicht viel zu Hi.Sind paar Briefe.War lange Zeit arbeitslos und krank.2013 hab ich Rente von ca 100 e bekommen auf 3 Jahre Frist.Rest vom Sozialamt 2016 wieder Selbständig mit genimigung von treuhänder.Verdine ca 900 e in monat laut Buchhalter. Bis jetzt wurde nicht von treuhänder bekommen das ich etwas zahle.Stundung kosten beim erofnung genimigt. Jetzt bin raus aus wohlverhaltnespfase,letzte brief von treuhänder wegen bwa, gleich gesendet.

    Bin in grosse Panik, Gesundheit hat wieder durch nachdenken nach unten gegangen.Weis nicht meher was soll ich tun.
    Was erwartet mich ihre meinung nach?Treuhänder hat schön etwas schlimes zum gericht gesendet?Gläubiger konnem versagungsgrund abgebeben?Wie lange dauert alles noch??
    Viel dank und grosse lob für Sie.

    Antworten
    • Jörg Franzke
      24. Februar 2019 20:47

      Alles gut. Sie kriegen bald die Restschuldbefreiung und dann sind Sie alle Schulden los. Dauert noch ein Jahr.

      Antworten
  • Felix Clausen
    21. November 2017 20:22

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    meine Freundin hat heute ein Schreiben meiner InsoVerwalterin bekommen (ich befinde mich in der Privatinsolvenz), dass sie alle Darlehnszahlungen zu unserem Haus aus den letzten 4 Jahren rückwirkend zurückzahlen soll. Wir sind beide Darlehennehmer, jedoch ist sie im Grundbuch eingetragen. Die Zahlungen sind immer von meinem Konto erfolgt.

    Grundlage ist die Schenkungsanfechtung. Kann das sein?

    Antworten
  • Hallo Herr Franzke,
    Mal angenommen jemand hat 30 Monate keinen Unterhalt gezahlt. Er wird vom Strafrichter schuldig gesprochen in 2 Monaten die Unterhaltspflicht verletzt zu haben. Werden dann nur die 2 Monate von der Restschuldbefreiung ausgenommen, oder die gesamten 30 Monate ?
    Denke, dass es eine wichtige Detailfrage bei Dauerschuldverhältnissen sein könnte, denn fast immer wird hier die Strafverfolgung aus Vereinfachungsgründen auf einen kurzen Zeitraum beschränkt.
    LG und Danke für diese hervorragende Website.

    Antworten
    • Jörg Franzke
      13. Juni 2017 6:01

      Nur die beiden Monate wären von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen, denn die anderen Forderungen wurden ja nicht als vorsätzlich begangene unerlaubte Handlungen festgestellt.

      Antworten
  • Manuela Baeß
    15. Dezember 2016 0:17

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich befinde mich seit dem 31.08.2016 in der Regelinsolvenz und bitte Sie um Rat. Ich wohne mit meinem Ehemann in einer Doppelhaushälfte, der Eigentümer ist mein Ehemann. Das Vertragskonto bei den Stadtwerken (Wasser, Strom usw.) läuft seit Jahren auf meinen Namen, alle Abschlagszahlungen werden aber vom Konto meines Mannes überwiesen. Was passiert im Fall, dass ein Guthaben sich ansammelt? Wird alles vom Insolvenzverwalter einkassiert? Könnte ich notfalls die Vertragskonten auf meinen Ehemann übertragen lassen? Herzlichsten Dank für Ihre Hilfe!

    Antworten
  • Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich bin seit 5,5 Jahren in der Regelinsolvenz. Jetzt mitlerweile in der Wohlverhaltensphase. Meine Tochter hat die Ausbildung jetzt erfolgreich beendet und einen neuen Arbeitsvertrag bekommen (Einkommen jetzt 1800 € brutto). Muss ich dem Treuhänder den neuen Vertrag zusenden. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Antworten
    • Jörg Franzke
      28. Dezember 2015 21:03

      Sie müssen dem Treuhänder zumindest mitteilen, dass Sie keine Unterhaltspflicht mehr haben. Ihre Pfändungsgrenze steigt dann entsprechend.

      Antworten
  • Guten Tag Herr Franzke,
    ich hab eine Frage bezüglich erstattung von Guthaben beim Finanzamt. Folegende Situation:
    Mein Vater war Geschaftsführer einer Gmbh & Co KG, als er 2002 verstarb, vererbte er meinem Bruder und mir zu gleichen Teilen seine 75% Firmenanteile(die anderen 25% gehörten meinem Opa; wir damals 14 und 11Jahre alt). Mein Onkel vertrat meinen Vater nun als Geschaftsführer. Leider eröffnete die Firma im Jahr 2005 das Insolvenzverfahren. Kurz gesagt: Firma machte die Pforten dicht, mein Opa öffnete quasi am nächsten Tag seine GmbH.
    Nunja, Thema war für meinem Bruder und mich vom Tisch.

    Heute, 10 Jahre später, erhält mein Bruder aufgund seiner Steuererklärung, die er für sein eigenes kleines Gewerbe gemacht hat, einen riesen Stapel von Seiten vom Finanzamt.
    Viele Zahlen, keiner versteht ein Wort, Panik es handelt sich um Schulden – anruf beim FA: die 6-stellige Zahl ist sein GUTHABEN. Viel konnte der Mitarbeiter beim FA so schnell auch nicht sagen, nur, dass es was mit unserer Firma und Erbschaft zutun hat. Klar, für mich gilt ähnliches.
    Frage: Kann ich das Geld auszahlen lassen? Oder nur mit meinen zukünftigen Steuererklärungen (bisher noch keine gemacht) Stück-für-Stück einholen?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      12. Dezember 2015 9:48

      Klar können Sie das Guthaben an sich sofort auszahlen lassen. Die Insolvenz über das Vermögen der GmbH ist doch schon längst abgeschlossen und ganz offensichtlich steht das Guthaben dem Gesellschafter zu und nicht der Gesellschaft.

      Antworten
  • Hallo Herr Franzke,

    erstmal ein großes Lob das Sie Menschen mit soviel rat zur Seite stehen.

    Ich überlege im Moment eine Regelinsolvenz zu beantragen, da ich mehr als 20 Gläubiger (ca. 50.0000 € Schulden) aus meiner Selbstständigkeit habe. Jetzt kam auch noch eine Betriebsprüfung hinzu. Ich rechne damit wegen Verletzung der Buchführungspflicht verurteilt zu werden, da meine Unterlagen nicht mehr vollständig sind.

    Jetzt habe ich gelesen, das die Restschuldbefreiung bei einer Verurteilung nicht erteilt wird. Macht es dann überhaupt Sinn in eine Insolvenz zu gehen oder ist es besser diese Mangels Masse auflaufen zu lassen?

    Vielleicht können Sie mir da einen Tipp geben.

    MFG
    Sascha

    Antworten
    • Jörg Franzke
      30. August 2015 16:32

      Kämpfen Sie wie ein Löwe darum, dass das Strafverfahren gegen Zahlung einer Geldauflage gem. § 153a StPO eingestellt wird. Gelingt es Ihnen eine Bestrafung zu umgehen, würden Sie für alle Schulden die Restschuldbefreiung erhalten. Werden Sie verknackt, würden Sie für die Steuerschulden keine Restschuldbefreiung erhalten, für alle anderen Schulden schon.

      Antworten
  • sehr geehrter herr franzke,
    über internetrecherchen bin ich auf sie gestoßen.
    ich bin leider in die regelinsolvenz geraten.
    nun habe ich ein großes problem:
    meine eltern haben mir letztes jahr ein paar privatdarlehne gegeben- insgesamt 45.000Euro. als absicherung bestanden sie auf einen grundbucheintrag einer vermieteten immobilie von mir (die jetzt leider verkauft wird). dies haben wir auch im feb. diesen jahres gemacht. im juni kam dann die insolvenz.
    jetzt fordert der insolvenzverwalter die löschung der grundschuld!?
    meine eltern sich natürlich am boden zerstört wenn sie das geld nciht zurück bekommen da beim verkauf der immob. einiges über bleibt.
    der insolvenzverwalter schreibt folgendes dazu:
    “da es sich um einen anfechtungsrelevanten Vorgang nach den §§ 130, 131
    i.v.m. 143 InsO handelt, müssen Ihre Eltern die Löschung der Grundschuld
    veranlassen”
    lt. meinem verständnis trifft §§ 130, 131 nicht zu!?
    können sie uns helfen?
    würde mich über ihre antwort sehr freuen.
    vielen dank im voraus.

    Antworten
    • Jörg Franzke
      26. August 2015 8:05

      Leider hat der Insolvenzverwalter höchstwahrscheinlich recht. Die Eintragung der Grundschulden ist anfechtbar.

      Antworten
  • Hallo Herr Franzke.

    ich bin seit August 2012 in der Firmen- und Privatinso. War davor ca. 7 Jahre selbstständig. Ein Einzelunternehmen. ….Nun meine Frage: Gilt die Insolvenztabelle für beide Insos oder greift in dem Falle eine Andere. Denn wenn ich meinen Nettolohn heran ziehe müsste ich 78 € abführen. Muss aber laut Inso-Verwalter das doppelte abdrücken. Ist das korrekt?

    Danke im Voraus
    Viele Grüße

    Antworten
    • Jörg Franzke
      30. Juli 2015 21:28

      Sie durchlaufen gerade nicht zwei Insolvenzverfahren, sondern nur eines. Zwei Insolvenzverfahren gleichzeitig ist rechtlich unmöglich. Selbstverständlich gilt in der Insolvenz immer die gesetzliche Pfändungstabelle, das Doppelte abdrücken ist völliger Quatsch.

      Antworten
  • Guten Tag Herr Franzke

    Ich bin ein Einzelunternehmer mit knapp 90.000 € Umsatz
    ( nur Lohndruck für Wiederverkäufer )
    habe eine Angestellte Minijob.

    Die letzten 10 Jahre bin ich mit den fälligen Steuer immer mehr in minus gerutscht, hatte immer wieder Ratenzahlungen vereinbart, konnte diese aber nicht 100prozentig einhalten.
    Nun bin ich bei ca 50.000 € netto – 71.000 Brutto beim Finanzamt in der Kreide.
    Vor 2 Monaten bekam ich von der Stadt Calw ein Schreiben wegen Androhung einer Gewerbeuntersagung, damit plage ich mich im Moment herum.
    Die letzen 6 Wochen 4000 € ans Finanzamt bezahlt und gestern mitgeteilt dass ich die nächsten 2 Wochen 2.500 € bezahle.
    Habe aber im Moment kein gutes Gefühl das ich das alles wieder hin bekomme, mir wächst das über den Kopf.
    Bei der Bank 14.000 € im Minus.
    Lieferanten habe von den Zahlungen her ich im Griff.
    Steuerberater ca 2.300 € offen.
    Krankenkasse 2 Monate im Rückstand.

    Ein Kunde – selbe Branche bietet mir an mich ein zu stellen und ich sollte Insolvenz beantragen.
    Was raten Sie mir in meinem Fall ?
    Ich bin übrigens 54 Jahre alt und komme ab 55 J nicht mehr aus der privaten Kasse raus !

    Danke für Ihre Antwort

    Antworten
    • Jörg Franzke
      2. August 2015 12:06

      Ich würde das Angebot auf jeden Fall annehmen und mich anstellen lassen. ICh meine auch, dass Sie ohne Insolvenz nicht mehr aus der Tinte kommen. Stellen Sie also alle Zahlungen ein, melden Sie das Gewerbe ab und dann beginnen Sie mit dem neuen Leben. Wenn Sie dann angestellt sind, beginnen Sie mir der Vorbereitung des Insolvenzverfahrens.

      Antworten
  • Hallo Herr Franzke,
    mein Mann geht wahrscheinlich kurzfristig mit seiner gmbh in die Insolvenz. Er hat einen hohen Firmendispo bei der Bank die auch unser Haus finanziert.
    Da das Haus uns beiden gehört, ist die Idee, dass ich meinem Mann vor der Insolvenz seinen Anteil abkaufe und die Grundschuld dieser Bank und den Kredit lösche, so dass im falle der Insolvenz die Bank nichts ans Haus geht, da mein Mann für den Dispo persönlich haftet.
    Ist das möglich oder kann das rückabgewickelt werden?
    Vielen Dank für eine Antwort!

    Antworten
    • Jörg Franzke
      3. Mai 2015 20:49

      Ob die Hauübertragung rückabgewickelt werden kann, richtet sich danach ob das Grundstück “wertausschöpfend belastet” ist das heißt, ob der Wert des Grundstücks in der Zwangsversteigerung niedriger ist, als die Grundschulden. Im Zweifel würde der Insolvenzverwalter den Übertragungsvertrag des Haushälfte nicht rückabwickeln, sondern er würde von Ihnen den Differanzbetrag: fiktiver Verwertungserlös des Hauses minus Grundschulden verlangen.
      Wichtig ist, dass Sie das Haus komplett neu finanzieren, das alte Darlehn also ablösen.

      Antworten
  • Guten Tag,

    wir gehen davon aus, dass wir für unser Unternehmen (eine UG mit 300,00 € Kapitaleinlage) insolvent melden müssen. Nun würde die Insolvenz aber mangels Masse abgelehnt werden. Wie können wir denn dann das Unternehmen schließen und was passiert mit den Gläubigern und den Steuern? Wer muss dafür haften. Bei einer Liquidation laufen doch auch noch mehr Kosten.

    Vielen Dank.

    Antworten
    • Jörg Franzke
      14. April 2015 7:13

      Sie müssen einen Insolvenzantrag stellen, weil Sie hierzu gesetzlich verpflichtet sind. Nachdem das Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen wurde, sind Sie als Geschäftsführer der gesetzliche Liquidator. Sie müssen anhand des Gutachtens des späteren vorläufigen Insolvenzverwalters eine Liuidations-Eröffnungsbilanz erstellen und diese bei Bundesanzeiger.de hochladen. Die Gläubiger gehen leer aus und das Finanzamt wird versuchen, den Geschäftsführer in die Durchgriffshaftung zu nehmen.

      Antworten
  • Guten Tag Herr Franzke,
    ich denke, dass ich eine Verbraucherinsolvenz bald nicht mehr abwenden kann. Meine Frage hierzu ist:
    Ich habe 2 Kinder welche derzeit in einer kieferorhtopädischen Behandlung sind. Den Ratenplan hierzu möchte ich nicht opfern. Müssen solche Ratenpläne mit in die Insolvenzmasse? Ich möchte ja, dass die Behandlung weiterläuft. Oder wäre es hier ratsam mit dem Arzt zu sprechen und die Kosten von seinem Selbstbehalt zu zahlen.

    Des Weiteren würde mich interessieren, wie das mit den Kosten bei Ihnen laufen würde, sind die auf einmal fällig?

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne.L

    Antworten
    • Jörg Franzke
      2. Februar 2015 22:29

      Hallo,
      Ihre Vermutung ist richtig: Streng genommen sind das Schulden, die Sie zur Gläubigerliste aufnehmen müssen. Entweder eine andere Person zahlt diese Kredite direkt an den Arzt weiter oder Sie sprechen mit dem Arzt und zahlen die Raten fortan aus Ihrem pfändungsfreien Einkommen.

      Antworten
  • Michael Jahn
    5. Januar 2015 14:21

    Sehr geehrte Damen und Herren ,
    ich habe eine Frage zu meiner laufenden PI,mein Sohn ,der bei mir lebt ,beendet Ende Januar seine Ausbildung ,wird nicht von der Firma übernommen und hat sich bereits arbeitssuchend gemeldet.
    Gilt er im Sinne der PI weiter als unterhaltspflichtige Person oder wird mir nach seiner bestandenen Prüfung mehr abgezogen,auch wenn er weiterhin in meinem Haushalt lebt?
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen,im voraus vielen Dank.
    Michael Jahn

    Antworten
    • Jörg Franzke
      8. Januar 2015 15:36

      Es kommt darauf an, ob der Sohn eigene Einnahmen hat oder nicht. Hat er eigene Einnahmen, gilt er nicht mehr als Unterhaltspflicht.

      Antworten
  • Hallo,

    jetzt habe ich schon viele Tipps und Ratschläge hier lesen können,
    aber bin trotzdem nicht im Klaren, welche Insolvenz für mich in Frage kommen könnte.
    Ich war 18 Jahre selbständig.
    Gewerbe wurde 09/2014 abgemeldet, dann gleich arbeitslos
    gemeldet und erhalte AlgII.
    Es stehen 10 Gläubiger auf meiner Liste.
    (Bank, Finanzamt, Strom, etc. /keine Schulden für Gehalt oder Sozialleistungen)
    Muß ich jetzt in die Regelinsolvenz oder in die Verbraucherinsolvenz?
    Und sollte ich dies gleich anstreben, da das Finanzamt einen
    Pfändungsantrag erteilt hat?

    mit lieben Grüßen
    Angelika

    Antworten
  • Hallo Herr Franzke

    ich binn seit october 2014 in privat insolvenz meine frau arbeitet und sie hat ein enkommen von 450 euro wird das mit berechnet

    Antworten
    • Jörg Franzke
      2. Dezember 2014 0:04

      Nein, wird nicht mit berechnet.

      Antworten
      • Hallo Franzke

        Ich habe jetzt ein schreiben bekommen von Amtsgericht da steht.
        Antrag des Treuhändlers ,ihre ehefrau gem.§36 Abs.4 Insolvensordnung i.V.m.§850 c Abs. 4 Zivilprozessordnung als unterhaltsberechtigte Person nicht zu berücksichtigen .
        Was kann ich dagegen tun. sie hat nur 450-. einkommen

        Vielen Dank im vorraus

        Antworten
  • Jörg Franzke
    26. November 2014 21:39

    Ob der Insolvenzverwalter sich für das Haus interessiert oder nicht hängt von der Höhe des Kredits ab, der auf dem Haus lastet: Ist er höher, als der Wert des Hauses in der Zwangsversteigerung, wird ein Insolvenzverwalter sich nicht für das Haus interessieren. Ist er niedriger, müssen Sie mit dem Insolvenzverwalter aushandeln, wie viel jemand an ihn zahlen muss, damit Sie das Haus behalten. Wichtig ist, dass Sie nicht im Kreditvertrag stehen, aber so wie ich Sie verstehe, sind Sie nicht der Kreditnehmer.

    Antworten
  • Hallo Herr Franzke,
    hier einige Fragen.Wir planen eine privatinsolvenz,kann mein Arbeitgeber mich kündigen?Unser Kind,wohnt noch bei uns und ist Vollverdiener.Es hat nirgends unterschrieben,wir es mit reingezogen?Bleibt meinem Mann und mir jeweils der Betrag von Ca.1050Euro.Er ist arbeitsunfähig.Ich hoffe Sie können mir ein wenig Angst nehmen.Vielen Dank.

    Antworten
  • Hallo Herr Franzke,

    ich bin durch einen Unfall und Selbstständigkeit in die Insolvenz und in Hartz 4 gefallen. Das Insolvenzverfahren wurde gerade eröffnet.

    Vor Eröffnung habe ich meine Steuererklärung für 2013 erstellt und dem Insolvenzverwalter eine Kopie ausgehändigt.

    Da ich eine Erstattung erhalte, die über 1045,04 EUR liegt war mir schon klar, dass alles darüber hinausgehende an den Insolvenzverwalter geht, aber dass er die Pfändungsgrenze nicht beachten muss, sondern den kompletten Betrag bekommt, das war mir nicht klar. Stimmt das denn?

    Weiterhin habe ich einen gut bezahlten Arbeitsplatz in Aussicht, man hat mir aber schon gesagt, dass ich diesen nicht bekommen werden, wenn ich angebe, dass ich in der Insolvenz bin. Der Insolvenzverwalter will aber auf jeden Fall einen neuen AG informieren. Da ich selber Personalerin bin, kann ich keine rechtliche Grundlage dafür erkennen. Wenn ich meine Beträge selber pünktlich abführe und jeden Monat meine Abrechnung in Kopie hinschicke, dürfte dies doch wohl reichen, oder?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Viele Grüße
    Karin

    Antworten
    • Jörg Franzke
      9. November 2014 22:26

      Es stimmt leider, dass der Insolvenzverwalter die gesamte Erstattung erhält, denn pfändungsfrei ist immer nur das Einkommen, nicht aber eine sonstige Zahlung.
      eigentlich reicht es, wenn Sie die Beträge selbst berechnen und abführen. Aber Sie werden sich nicht dagegen wehren können, wenn der Insolvenzverwalter den Arbeitgeber dennoch anschreibt.

      Antworten
      • Herzlichen Dank für Ihre Antwort Herr Franzke,

        leider heißt das für mich, dass sich mein schlechtes Gefühl schon bei den Beratungsgesprächen hatte hiermit bestätigt.

        Dort hat man mir immer von 30/70 erzählt usw.

        Antworten
  • Hallo Herr Frantzke, ich befinde mich seit November 2013 in der PI. Ab April 2015 habe ich einen neuen Job. Der Verdienst ist gut und ich muss auch einiges an den TH abführen. Soweit alles ok. Da ein Familienmitglied mir vor der Inso ein Darlehen mit Gehaltsabtretung gewährt hat, stellt sich jetzt die Frage ob und wenn wie lange diese im neuen Job greift. In meinem bisherigen Job waren Gehaltsabtretungen laut Arbeitsvertrag ausgeschlossen.
    Vielen Dank vorab

    Antworten
    • Jörg Franzke
      26. Oktober 2014 20:13

      Der Vorrang von Gehaltsabtretung in der Insolvenz wurde mit dem neuen Gesetz ab 1. Juli 2014 abgeschafft. d.h., die Abtretung des Verwandten ist nicht privilegiert.

      Antworten
  • Martin Mayer
    14. Oktober 2014 8:58

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    Mir wurde die restschuldbefreiung versagt und auch die beschwerde, weil ich in der ev nicht angegeben hatte das ich gesellschafter einer ltd. war.

    Kann man da noch was machen oder muss ich jetzt einfach mal diese, ich glaube es sind 3 jahre sperrfrist, abwarten?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      17. Oktober 2014 21:25

      Leider kann man nix mehr machen. Sie müssen auch fünf Jahre warten und nicht nur drei Jahre.

      Antworten
      • Martin Mayer
        20. Oktober 2014 6:56

        Oh, ich hab gelesen das bei nicht angaben der vermoegensverhaeltnisse eine 3 jaehrige sperrfrist gilt.
        Wieso doch 5 jahre?
        Was kann ich sonst noch machen waehrend der sperrfrist?
        Welche anderen moeglichkeiten gibt es da?

        Antworten
  • Katja Lieber
    12. Juli 2014 16:14

    Hallo Herr Franzke,

    mein Mann ist einer von zwei Partnern einer GbR, eine Bäckerei. Mein Mann ist schon länger zahlungsunfähig. Nur durch Unterstützung meiner Mutter können wir unsere privaten Rechnungen zahlen. Ein Verkauf des Unternehmens hat sich auch als unmöglich herausgestellt. Nach monatelangen Verkaufsbemühungen gab es nur Angebote, die unter den Verbindlichkeiten lagen, die die Gesellschaft noch zu erfüllen hätte.

    Der Partner möchte keine Insolvenz. Mein Mann kann aber auch nicht einfach kündigen, jedenfalls wird er dann nicht aus der Haftung entlassen soweit ich weiß. Nur über die Einleitung des Insolvenzvefahrens würde er aus dem Vertrag rauskommen, was sein Wunsch ist, da er nicht weitere private Schulden anhäufen möchte (bei meiner Mutter, bei einem Freund etc.).

    Dass das Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt wird, darauf braucht man nicht zu hoffen? Würde auch helfen, um aus der GbR rauszukommen. Die Schulden würde mein Mann lieber ohne Insolvenz abtragen.

    Geht man bei dem Anlagevermögen nach dem Buchwert oder nach dem, was tatsächlich bei einem Verkauf noch rauskommt? Und was wäre, wenn der Partner die GbR alleine weiterführen würde?

    Vielen Dank im Voraus.

    Antworten
    • Jörg Franzke
      14. Juli 2014 6:30

      Hallo,
      es gibt zwei Möglichkeiten, wenn der Partner nicht will:
      1. Ihr Mann stellt einen eigenen Insolvenzantrag über sein Vermögen. Als Folge wird die GbR von Gesetzes wegen aufgelöst und nur Ihr Mann wird entschuldet.
      2. Ihr Mann zieht sich zurück und macht gar nichts mehr für die GbR, kündigt die GbR zum nächst mäglichen Termin und hofft, dass der Partner die gemeinsamen Schulden ausgleicht. Aus privater Tasche die GbR Schulden zu bezahlen, ist Quatsch und aus dem Fenster geworfenes Geld.
      Beim Anlagevermögen geht man vom tatsächlichen Verkaufswert aus. Ihr Mann kann dem PArtner die Sachen ja überlassen unter der Bedingung, dass der Partner ihn intern von den GbR Schulden freistellt.

      Antworten
  • Hallo ,

    Ich bin seit fast 2 Jahren privatinsolvenz und zahle monatlich 25€ an Treuhändler.
    Bin selbst verheiratet und 2 Kinder , aber 1. Sohn lebt bei mir und ex Mann zahlt kein unterhalt da er arbeitslos ist. Ich arbeite zur zeit minijob und möchte bald 20 Std Woche arbeiten . Mein Mann arbeitet ja auch und verdient so um 1400-1600 € . Bin selbst Steuerklasse 5 !!

    Muss ich danach mehr zahlen wenn ich 20 Std Woche arbeite ( glaube Stundenlohn ab 8 €) oder bleibt es trotzdem 25 € ??

    Wäre toll wenn sie bald zurückmeldet danke !

    Antworten
    • Jörg Franzke
      31. Mai 2014 21:07

      Hallo,
      ich denke nicht, dass Sie mit dem neuen Job mehr als 25 € an den Treuhänder bezahlen müssen. Ihr Einkommen liegt nach wie vor unterhalb der Pfändungsgrenze und ich gehe davon aus, dass sich 25,01 € freiwillige Zahlung an den Treuhänder sind.

      Antworten

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