7. Retten, was gerettet werden darf

Vor der Privatinsolvenz gehört die Überlegung, welches vorhandene Vermögen man vorher noch „retten“ darf.

Im Prinzip dürfen Sie gar nichts retten, aber viele tun es trotzdem und hoffen, nicht erwischt zu werden. Ob Sie das genau so versuchen, entscheiden Sie selbst. Sicherlich wird es weiterhelfen, wenn Sie die Grenzen zwischen erlaubt und verboten kennen:

Erlaubt ist, wenn Sie Ihr Vermögen für den Lebensunterhalt Ihrer Familie maßvoll aufbrauchen. Maßvoll bedeutet: nicht wesentlich über den Pfändungsgrenzen.

Verdienen Sie beispielsweise bei einer Unterhaltspflicht 1.200 EUR netto, dürfen Sie vom Vermögen ca. 200 EUR monatlich zum Einkommen zugeben (auch ein höherer Betrag wird sicherlich noch toleriert).

Erlaubt ist natürlich auch, wenn Sie vom Ersparten die Schulden abbauen. Wie und wem Sie das Geld verteilen, bleibt Ihnen überlassen.

Erhalten Sie während der Insolvenz eine Erbschaft, geht der volle Betrag an den Insolvenzverwalter und während der Wohlverhaltensperiode zur Hälfte. Sie dürfen die Erbschaft aber ausschlagen. Möglicherweise werden die Miterben sich erkenntlich zeigen.

Sparen Sie Vermögenswirksame Leistungen oder eine Lebensversicherung an, macht es keinen Sinn, diese weiter zu bezahlen. Darüber freut sich nur der Insolvenzverwalter.

Besitzen Sie noch ein Auto?

Dürfen Sie es im Insolvenzverfahren behalten? Nein, das Auto fällt in die Insolvenzmasse.

Eine Ausnahme besteht, wenn Sie das Auto für die Ausübung Ihres Berufs brauchen und der Arbeitgeber hierzu eine schriftliche Bestätigung erteilt. Sind Sie beispielsweise Schichtarbeiter und erreichen den Arbeitsplatz nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, besteht solch ein Ausnahmefall.

Andernfalls müssen Sie das Fahrzeug dem Insolvenzverwalter zwecks Verwertung übergeben. Sie können ihr “eigenes” Fahrzeug aber auch aus der Insolvenzmasse herauskaufen, indem Sie den aktuellen Schätzpreis bezahlen.

Möglich wäre aber auch, dass Ihnen ein Freund oder Verwandter ein Auto kauft und Sie damit fahren lässt. Die Kraftfahrzeugversicherung dürfen Sie auf Ihren Namen laufen lassen, Sie dürfen nur nicht Eigentümer des Fahrzeugs sein.

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232 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Sehr geehrter Herr Franzke,

meine Mutter ist während der Wohlverhaltenphase Rentnerin geworden. Da sie noch aus einer alten Geschäftsinsolvenz bei der Knappschaft Bahn + See Beitragsrückstände für Sozialversicherungsbeträge hat kürzt die Rentenstelle ihre Rente für 2 Jahre um ca. 150 Euro und die nächste Krankenkasse steht auch schon in den Startlöchern um die nächsten 2 Jahre diese 150 Euro von der Rentenstelle einzufordern.
Nun ist es so das sie mit Abzug dieser 150 Euro unter den Selbstbehalt zur Existenzsicherung bei einer Privatinsolvenz fällt.
Ist das so rechtens das man über den Umweg der Rente auch unter den Selbstbehalt gepfändert wird?
Wir haben bereits versucht mit dem Insolvenzberater oder der Schuldnerberatung zu sprechen – aber niemand sieht sich in der Lage diese Frage zu beantworten und so hoffe ich auf ihre Hilfe.
Vielen Dank im Voraus.

Antworten
    Jörg Franzke
    11. Mai 2019 17:13

    Ich kenne das Problem. Sozialversicherungsträger dürfen mit ihren Ansprüchen später mit der Rente verrechnen. Das ist eine böse Geschichte für den Betroffenen, aber leider rechtmäßig.

    Antworten

      Vielen Dank für die schnelle Hilfe. 🙂 Also darf nach den 2 Jahren der Knappschaft dann die nächste Krankenkasse wieder weitere 2 Jahre die Rente kürzen?
      Bis sie die Restschuldbefreiung bekommt? Oder gibt es da dann auch wieder eine Sonderausnahme für die Kassen und die dürfen auch danach weiter die Rente beschneiden?

      Antworten
        Jörg Franzke
        14. Mai 2019 16:16

        Ja, so ist es leider. Das kann ewig so weitergehen, also auch nach der Restschuldbefreiung. Tut mir leid für die schlechten Nachrichten.

        Antworten

          Vielen Dank für ihre Hilfe und das sie uns Klarheit in dieser Sache verschafft haben. Wir haben auch Familie in Berlin und wenn jemals etwas sein sollte wissen wir wohin wir gehen werden. Und 5 Sterne sind das Mindeste was ich tun kann.

Nina Dimmig
16. April 2019 6:22

Hallo Herr Franzke.

Mein Mann ist seit 02.04.19 in Privatinsolvenz. Wir haben im August geheiratet und im September sind wir Eltern geworden. Also ich bin seit November in Elternzeit. Davor habe ich voll gearbeitet. Wir haben eine gemeinsame Steuererklärung gemacht und sollen laut Steuerberater 1300€ wieder bekommen. Bescheid soll diese Woche kommen. Es geht auf mein Konto. Dürfen wir das Geld behalten?

Antworten
    Jörg Franzke
    16. April 2019 19:20

    Die Steuererklärung für 2019 dürfen Sie leider nur zur Hälfte behalten. Die andere Hälfte geht zum Insolvenzverwalter.

    Antworten

Hallo Herr Franzke ,
Ich befinde mich seit 18.01.2017 in der PI. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen von mir wird heute, am 18.01.2019, um 13:17 Uhr nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben (§ 200 InsO).
Die Nachtragsverteilung der vor und während der Dauer des Insolvenzverfahrens begründeten Ansprüche auf Lohn-/Einkommensteuererstattungen bleibt vorbehalten.
Bedeutet dies das die Steuererstattungen von 2018 noch an den TH gehen und nächstes Jahr die Erstattung für 2019 darf ich behalten ? und darf ich auch wieder einen Vertrag für VWL abschliessen ohne das der vom TH wieder gekündigt werden darf ?

Antworten
    Jörg Franzke
    14. April 2019 17:34

    Einen neuen Vertrag auf VWL können Sie wieder abschließen. Steuererstattungen aus dem Veranlagungszeitraum vor der Aufhebung des Insolvenzverfahrens gehen an den Insolvenzverwalter.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,
wir sind beide Rentner – mein Mann normale Altersrentner, ich wegen Erwerbsfähigkeit. Uns wird in Kürze beiden die Verbraucherinsolvenz nicht erspart bleiben.
Wir besitzen ein inzwischen 6 Jahre altes Auto, das auf meinen Mann zugelassen ist.
Ich habe auf Dauer einen Grad der Behinderung von 100. Bin nicht gehbehindert aber durch meine Krebserkrankung sehr schwach. Besteht die Möglichkeit das Auto zu behalten oder fällt es auf jeden Fall in die Konkursmasse?

Antworten
    Jörg Franzke
    4. April 2019 20:56

    Das Auto fällt in die Konkursmasse. Sie können dem Insolvenzverwalter das Auto aber wieder “abkaufen”. Holen Sie sich dazu ein Kaufangebot von einem Händler zu einem möglichst schlechten Preis. Diesen Betrag müssen Sie dann leider an den Insolvenzverwalter bezahlen.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,
vielen dank dass Sie all die Fragen beantworten, das hilft sehr bei der Entscheidungsfindung. Ich habe auch eine: Eine Freundin muss wahrscheinlich in die Privatinsolvenz gehen, das Verfahren wurde aber noch nicht eingeleitet da sie sich noch recht unsicher ist. Sie hat für ihre Tochter eine Versicherung abgeschlossen welche sie jetzt kündigen möchte um sich das Geld auszuzahlen und ihrer Tochter zu geben (sie selbst ist Versicherungsnehmerin und die Tochter Versicherungsbegünstigte). Nun sitzt das Finanzamt auf ihrem Konto mit einem Betrag von ca 2500€ (ich glaube sie hat bereits ein pfändungsschutzkonto) und sie würde sich gern den Betrag als Scheck auszahlen lassen und dann ihrer Tochter auf das Sparkonto einzahlen. Darf sie das? Oder darf sie das Geld nur für eigene Zwecke verwenden? Wie gesagt sie ist noch nicht im Insolvenzverfahren und macht sich große sorgen um das gesparte Geld für Ihre Tochter.
Vielen Dank schon für Ihre Mühen!

Antworten
    Jörg Franzke
    5. März 2019 7:07

    Ich glaube nicht, dass die Versicherung auch Schecks ausstellt. Ansonsten wäre es ein Fehler, das Geld auf das Konto der Tochter zu überweisen. Ihre Freundin dürfte das Geld allenfalls an sich selbst überweisen lassen und dann maßvoll für den Lebensunterhalt aufbrauchen.

    Antworten
Diller Gerhard
27. Januar 2019 20:15

Hallo
Ich bin seit drei Jahren in der privat insolvenz. Ich war einen Monat freiberuflich und habe Steuerrückerstattung bekommen. Darf ich diese behalten ?

Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke.

Wenn ich von meinem Pfändungsfreien Betrag eine Uhr für 300 Euro kaufe. Kann diese dann auch wieder gepfändet werden obwohl ich sie von meinem Freibetrag gekauft habe?

Antworten
    Jörg Franzke
    5. Januar 2019 18:21

    Streng genommen könnte die Uhr gepfändet werden. Das pfändungsfreie Einkommen dient zum Überleben. Wenn Sie mit weniger Geld klarkommen und sich eine Uhr kaufen können, wäre dies ein Neuerwerb und wieder pfändbar.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase und habe die Möglichkeit von meiner Krankenkasse im Rahmen des sog. Bonusprogramms Geld erstattet zu bekommen für zB. regelmäßige Fitnessstudio- und Zahnarztbesuche, etc. Muss ich die Insolvenzverwaltung darüber informieren bzw. die Rückerstattung an die Insolvenzverwaltung überweisen oder kann ich das Geld behalten? Meine Krankenkasse bietet an, die Rückerstattung auch auf ein anderes KTO zu überweisen. Kann dieses Geld im Rahmen eines Freundschaftsdienstes auch auf das KTO eines Bekannten gehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antworten
    Jörg Franzke
    5. Januar 2019 18:26

    In der Wohlverhaltensphase ist nur noch das pfändbare Einkommen abgetreten. Sonstige Erstattungen können Sie behalten.

    Antworten

Hallo Herr franzke, vielen Dank, dass es diese Seite gibt! Folgender Sachverhalt doppelpunkt ein Freund von mir ist blind, und hat einen freibetrag von 2200 € im Monat zur Verfügung. Die Insolvenz ist erst beantragt worden, befindet sich also noch in der Prüfung. Zwischenzeitlich wurden ihm einige Nachzahlungen gewährt, da er obdachlos war und noch vom jobcenter Geld bekam, um Umzug und anderes zu finanzieren. Daraus hat sich jetzt einen Betrag von etwa 6000 € ergeben. Was kann er machen um vor der Insolvenz den Betrag zu retten? Abheben, an jemanden überweisen, oder welche Möglichkeiten gibt es, damit die freigrenze gewahrt bleibt und alles im rechtlichen Rahmen bleibt? Vielen Dank für die Hilfe!

Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

ich habe das Privatinsolvenzverfahren eröffnet und habe eine Tochter. Mein Netto Einkommen inkl. einer Tantieme liegt bei 1370 Euro. Hinzu kommt eine jährliche Tantieme die untschiedlich je nach Zielerreichung ausfällt. Im letzten Jahr lag mein Gehalt im Dezember bei knapp über 4000 Euro Netto aufgrund der jährlichen Tantieme. Ich vermute das Sie in diesem Jahr ähnlich ausfallen wird. Bedeutet das, dass mein ganzes Gehalt gefpändet wird, obwohl die Tantieme als Grundlage für die Berechnung des Unterhaltpflichtigen Einkommens genommen wird?

Antworten
    Jörg Franzke
    14. Dezember 2018 13:49

    Leider ist das so. Man berechnet jeden Monat neu. Wenn Sie in einem Monat 4.000 EUR netto verdienen, wird daraus das pfändbare Einkommen gebildet.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,
Ihre Seite finde ich ausgesprochen hilfreich, schön, dass Sie sich die Mühe gemacht haben.
Seit Mai bin ich in der Privatinsolvenz. Seit mehr als 3 Jahren suche ich schon eine Wohnung und nun hatte ich bei Privatvermietern endlich das Glück eine zauberhafte Wohnung zu bekommen.
Zum Ende des Jahres habe ich meine alte Wohnung gekündigt. Auf Nachfrage bei meinem Stromanbieter (ich habe zur Zeit Nachtspeicherheizung) teilte mir dieser mit, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt ein Guthaben von rund 600,00 Euro habe (kurze Heizperiode, die startet ja erst jetzt).
Das Restguthaben muss ich ja am Ende des Jahres meinem IV übergeben.
Ist es möglich für die restlichen 2 Monate bis zur Abmeldung – sofern mein Stromanbieter dem zustimmt – einen deutlich geringeren Betrag zu überweisen, so dass der Überschuss nicht so unermesslich hoch ist?
Natürlich möchte ich kein Geld unterschlagen, jedoch wäre das natürlich sehr viel Geld, was ich wiederum gut für den Umzug gebrauchen könnte.

Antworten
    Jörg Franzke
    3. Oktober 2018 20:39

    Leider geht das nicht. Das Guthaben aus dem Stromverbrauch bekommt vollständig der Insolvenzverwalter. Mann kann da nix optimieren.

    Antworten

Guten Abend Herr Frantzke,

ich habe folgende Frage. November 2014 hatte ich einen Nervenzusammenbruch und bin mittlerweile in einer befristeten Rente, Aufstockung mit Sozialhilfe. Dadurch bin ich in die private Insolvenz geraten, in der ich mich seit ein paar Monaten in der Wohlerhaltungsphase befinde. Die Firma, bei der ich immer noch ein ruhendes Arbeitsverhältnis hatte, wurde 2017 verkauft und der neue Eigentümer hat mir jetzt gekündigt. Da mir der voller Urlaub zustand, soll ich nun als Abgeltung ca. 7.600 Euro erhalten. Meine Frage, wird der komplette Betrag vom Insolvenzverwalter einbehalten?
Und noch eine Frage, die zwar nicht mit Insolvenz zusammenhängt, Sie aber vielleicht auch eine Antwort wissen… Der Betrag bezieht sich auf die Jahre 2017 und 2018, ich aber seit 2014 nicht mehr arbeite. Wer ist dann für die Jahre 2014-2016 zuständig, auch der neue oder der alte Arbeitgeber?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort!

Freundliche Grüße

Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,
ich hätte da die Frage zu meinem gebrauchten PKW dessen Wert geschätzt 2500 Euro beträgt.
Ich bin im Brief eingetragen und zahle Steuern und Versicherung hierfür. Ich habe das Fahrzeug vor 2 Jahren auf meinen Stiefsohn übertragen , mittels Vertrag in dem genau festgelegt ist wem das Fahrzeug gehört ohne jedoch den Brief zu ändern. Ist das ausreichend um die Eigentumsverhältnisse zu erklären? Soweit mir bekannt ist , kann der Eigentümer auch eine andere Person sein die nicht im Fahrzeugbrief eingetragen ist.
Vielen Dank für Ihre Mühe der Beantwortung

Antworten
    Jörg Franzke
    30. September 2018 10:33

    Grundsätzlich ist immer derjenige der Fahrzeugeigentümer, der das Auto gekauft hat und dies nachweisen kann, hier also Ihr Neffe. Wenn aber Sie vorher der Eigentümer waren und Sie das Auto dann später an ein Familienmitglied verkauft haben, wird man Ihnen dies schlicht weg nicht glauben. Man wird Ihnen unterstellen, dass der Kaufvertrag gemogelt war, um das Auto vor einer Verwertung zu schützen. Der Neffe müsste zumindest beweisen, dass das Geld geflossen ist .

    Antworten

Hallo Herr Franzke,
ich bin wohl kurz vor Beginn der Wohlverhaltensphase und ich habe eine Frage zu meinem Auto.
Momentan benötige ich es noch zur Ausführung meiner Arbeit und darf es daher behalten.
Was wäre, wenn ich nun den Job wechseln würde und es “nur” noch für den Weg zur Arbeit brauchen würde.
Ich wohne schon sehr ländlich und es wäre nicht so einfach, hier vernünftig wegzukommen.
Kann das Auto auch mitten in der PI/Wohlverhaltensphase noch weggenommen werden?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe. 🙂

Antworten
    Jörg Franzke
    14. September 2018 23:33

    Letztendlich kommt es immer auf die Bestätigung des Arbeitgebers an, dass Sie das Auto zur Ausübung der Erwerbstätigkeit brauchen. Dazu gehört auch die Anfahrt, falls Sie auf dem Land wohnen. Letztendlich kommt es aber darauf an, ob Sie von dem neuen Arbeitgeber eine solche Bescheinigung kriegen.

    Antworten

Hallo,
ich bin bereits insolvent. Folgender Sachverhalt. So viel ich weiß sind Überstundenauszahlungen und Weihnachtsgeld nicht pfändbar. Ich habe noch ein Zweiten Job (Minibasis) Diesen hat mein Insolvenzverwalter nicht angegeben, sodass mir etwas mehr übrig bleib als 1.133,00 EUR. Nun die Frage ich habe Überstunden und und Weihnachtsgeld mir auszahlen lassen. Dieses Geld steht mir aber zu. Mein Insolvenzverwalter sagt, dass sei nicht so einfach mir das Bar auszahlen zu lassen oder auf das Konto meiner Tante wo mein zweit job gehalt drauf geht muss er wiederlegen und versucht es beim Rechtspfleger zu regeln, dass es klappt. Ich verstehe aber die Problematik nicht, warum er mir das nicht Bar auszahlt??? Irgendwie finde ich das alles komisch. Er meinte ihm könnte es ergal sein und er könnte das auf mein Konto auszahlen, aber dann könnte ich nicht über das Geld verfügen, da ja Pfändungen drauf sind. Kann man da nicht den Freibetrag auf das Geld erhöhen was er mir schuldet?

Antworten
    Jörg Franzke
    15. März 2018 7:11

    Klar kann man eine Erhöhung der Pfändungsgrenze für das P-Konto beantragen. so wie ich die Sache verstehe, macht der Insolvenzverwalter dies auch gerade. Dann werden Ihre beiden Einkommen zusammengezählt und daraus der pfändbare Anteil berechnet. Der Arbeitgeber kann das Weihnachtsgeld auch in Bar auszahlen. Die Überstunden nicht, weil das zum pfändbaren Einkommen zählt.

    Antworten
Tanja Hundscheidt
22. November 2017 20:33

Lieber Herr Franzke,
wir haben eine Eigenbedarfskündigung bekommen und sollen ausziehen. Die neuen Eigentümer haben angeboten eine Umzugshilfe von 2.000€ zu leisten, wenn wir 3 Monate (Dezember) vor regulärem Kündigungsende (31.03.18) ausziehen. Am 27.11.17 ist das gerichtliche Verfahren beendet, bis dahin können sich Gläubiger an das Gericht wenden. Unsere Insolvenz läuft seit 06/16.
Neben der Umzugshilfe bietet man uns die Kautionsauszahlung 1000€+NK-Abrg. mit geschätztem Guthaben von 500€ sowie nicht materielle Zugeständnisse.
Für die neue Wohnung müssen wir 1600€ Kaution bezahlen, das Umzugsunternehmen kostet 1.100€ mal abgesehen von den Renovierungskosten die anfallen. Somit bleibt von der Umzugshilfe nicht wirklich viel übrig…

Wird das Geld vom Verwalter eingezogen? Kann man einen Antrag stellen es zu behalten? Wir können es nicht verheimlichen, da wir befürchten der neue Eigentümer wird uns melden.

Haben Sie vielen Dank für Ihre Hilfe und Ihrer kurzfristige Antwort!!
Lieben Gruß Tanja

Antworten
    Jörg Franzke
    30. November 2017 6:49

    Die Zuwendungen von den Vermietern wäre so etwas wie eine Schenkung. Diese müssten Sie dem Verwalter mitteilen und er würde sie einziehen. Sie hätten also nichts davon.

    Antworten

Hallo,

vielen Dank für die hilfreichen Informationen!

Eine Frage: wenn man in Beratung bei einer Schuldnerberatung ist, aber noch nicht klar ist, ob es in die Privatinsolvenz geht oder man sich anders mit dem Gläubiger einigen kann und man vor dieser Entscheidung eine Steuererstattung bekommt (auf das Konto des Ehepartners), darf man diese dann frei ausgeben oder wird das dann später im Insolvenzverfahren dann irgendwie eingefordert oder ist sonst irgendwie relevant?

Antworten

Hallo Herr Franzke,

vielen dank, dass sie diese Seite hier zur schnellen Hilfe anbieten! Auch ich habe eine frage und zwar ist mir die restschuldbefreiung versagt worden, da ich innerhalb der ersten drei jahre nicht 35% der Forderungen an die Insolvenzverwalterin bezahlt habe. Das ist zwar richtig, aber ich zahle von meinem pfändungsfreien Einkommen monatlich an einen Gläubiger und allein dessen Forderungen sind zum Stichtag zu etwa 90 % bezahlt worden. Alles in allem wurden somit eigentlich schon ca. 70 % der Forderungen beglichen.
Des weiteren bekomme ich meinen Arbeitslohn für August erst zum 15. des folgemonats und somit bekommt auch die insolvenzverwalterin den Pfändungsbetrag erst da. Genau dieser Betrag fehlt mir jetzt laut dem Amtsgericht. Stichtig war der 25.8. Gilt da wirklich das zuflussprinzip?
Kann man da was machen?
Vielen Dank schon mal.

Antworten
    Jörg Franzke
    5. September 2017 10:12

    Da stimmt etwas nicht. Man kann Ihnen nicht die Restschuldbefreiung versagen, wenn Sie innerhalb von drei Jahren nicht 35% der Forderungen begleichen können. Wahrscheinlich meinen Sie, dass Ihnen die Verkürzung des Verfahrens auf drei Jahre verweigert wurde, weil Sie die 35 % nicht erreicht haben plus Verfahrenskosten. Sie dürfen auch nicht Gläubiger bedienen von Ihrem pfändungsfreien Einkommen, das ist eine verbotene Gläubigerbegünstigung.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

ersteinmal viel Dank das Sie hier so unbürokratisch ihre Hilfe anbieten! Damit ist sehr vielen Menschen geholfen, sowie mir vielleicht…

Ich habe einen Arbeitsplatz in Teilzeit, musste aber den Juli Urlaubsvertretung machen und bin somit auf einen, einmaligen, Vollen Stundensatz gekommen. Das bedeutet ja ich muss einen gewissen Betrag an den Isolvenzverwalter abführen. In diesem Fall ist dies nicht direkt von der Quelle abgezogen worden, da es sich ja nur um diesen einen Monat handelte und davor nichts abgeführt werden musste. Jetzt fange ich am 14.08.2017 eine Umschulung als Veranstaltungskaufmann an und müsste mir dafür noch ein paar vernünftige Klamotten kaufen, da diese Arbeitskleidung nicht vom Arbeitsamt übernommen wird. Es ist keine konventionelle Arbeitskleidung wie Latzhose,, Sicherheitsschuhe und dergleichen. Jetzt ist meine Frage, kann man einmalig, duch eine Antragsstellung oder ähnliches, das volle Gehalt behalt? Ich müsste ca. 160€ abführen und dieses Geld wäre meine Rettung was die Arbeitskleidung betrifft…

Mit freundlichen Grüßen

DAniel R.

Antworten

Hallo Herr Franzke,

ich bin seit 26.12.2016 in der PI und mein Lohn wird vom Insolvenzverwalter direkt beim Arbeitgeber gepfändet und es bleiben mir monatlich 1364€ übrig. Mein Freund ist selbstständig und mit seiner Firma seit 21.02.15 in der PI und bekommt vom Insolvenzverwalter 2000€ Unterhalt wovon 642 € monatlich Unterhalt für seine beiden Kinder an das Jobcenter gezahlt werden, weil seine Ex-Frau Hartz IV bezieht. Die Kinder leben bei der Mutter sind jedoch jedes zweite WE bei ihm und anteillig an den Ferien auch. Nun wollen wir heiraten und jetzt stellt sich mir die Frage wenn wir heiraten und zusammen ziehen, ob dass was uns zum leben übrig bleibt sprich meine 1364€ und seine 1358 € nach dem der pfändbare Anteil von uns abgezogen wird nach einer Zusammenführung dann nochmal gekürzt wird. Denn auch wenn wir zusammen ziehen sollten müssen wir eine grössere Wohnung anmieten allein wegen den Kindern meines derzeitigen Freundes und somit unsere Haushaltskosten steigen werden.

Antworten
    Jörg Franzke
    12. Juli 2017 6:51

    Die aktuellen pfändbaren Beträge dürften sich aufgrund der Heirat nicht ändern, weil die Unterhaltspflichten ja gegenüber den jeweils leiblichen Kindern bestehen und die Heirat aufgrund eigener Einkommen der Ehegatten die Unterhaltspflichten nicht erhöht.

    Antworten

Hallo, es ist schön, das es hier Hilfe gibt.
Meine Mutter befindet sich in der aussergerichtlichen Schuldenbereinigung. Der Vergleich wird vermutlich Ende Juli Anfang August eingereicht. Bei der Höhe der Schulden und Rentenbeginn in einem Jahr ist der Vergleich eher Aussichtslos, womit dann wohl die PI eingleitet wird. Meine Mutter hat in einem Bausparvertrag mit Vermögenswirksamen Leistungen etwas Geld angespart. Der Vertrag ist auch bereits Zuteilungsfähig. 1. Frage: Fließt dieses Geld in die Insolvenzmasse hinein? 2. Frage: Darf sie sich das Geld jetzt auszahlen lassen und z.B. für Anschaffungen von Waschmaschine usw. verwenden oder macht Sie sich dadurch strafbar?

Antworten
    Jörg Franzke
    12. Juli 2017 6:42

    Ihre Mutter darf den Vertrag auch noch unmittelbar vor der Insolvenz auflösen. Das Geld darf sie nur maßvoll ausgeben, um damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn Ihre Mutter beispielsweise ein Einkommen von monatlich 1.000 EUR hat, dann würde sicherlich niemand etwas sagen, wenn Sie sich monatlich zusätzlich ca. 500 EUR aus dem Ersparten entnimmt, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Verjubelt sie das Geld hingegen auf einen Schlag, könnte das in der Tat verboten sein.

    Antworten
Eschenbach
30. Juni 2017 12:03

Guten Tag Herr Franzke,

bin mitten in einer Privatinsolvenz und habe heute mit meinem Gehalt auch ein wenig Urlaubsgeld überwiesen bekommen. Insgesamt (Gehalt + Urlaubsgeld) so ca. 1300 Euro. In meinem Haushalt leben meine beiden Kinder.
Nun meine Frage: Wird mir der Insolvenzverwalter von dem Geld etwas wegnehmen?

Möchte natürlich soweit es geht zur Schuldentilgung beitragen, schließlich habe ich sie auch verursacht. Doch ich würde mich freuen, wenn wir nur einmal bis zum Monatsende hin, Geld für Essen übrig hätten.

Mit freundlichen Grüßen

Familie Eschenbach

Antworten
    Jörg Franzke
    5. Juli 2017 15:52

    Das hätte Ihnen das Geld schon weggenommen, weil er immer gleich an der Quelle pfändet. Also können Sie das zusätzliche Geld behalten.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

ich bin seit 1,5 Jahren in PI. Nun habe ich zum einen ein Flugticket storniert und eine Erstattung erhalten, Ebenso für den Turnverein meiner Tochter. Beide Betrage habe ich in diesem Jahr von meinem freien Einkommen gezahlt. Fällt nun diese Rückzahlung, obwohl sie vom bereits gepfändeten und mir zur freien Verfügung gestellten Einkommen gezahlt wurde, trotzdem in die Insolvenzmasse?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Freundliche Grüße
M.S.

Antworten
    Jörg Franzke
    13. Juni 2017 6:05

    Streng genommen, würde die Stornozahlung zur Insolvenzmasse gehen. Denn es kommt nicht darauf an, ob das Geld ursprünglich aus dem pfändungsfreien Einkommen kam. Sondern es wird der Zufluss betrachtet. Nur das Ihnen während der Insolvenz zufließende pfändungsfreie Gehalt bzw. Einkommen ist vor Pfändung geschützt, nicht aber sonstige Zahlungen an Sie.

    Antworten
Heiko Schulz
27. Mai 2017 20:32

Sehr geehrter Herr Franzke, Ich habe ideses Jahr das erste mal eine Steuererklärung gemacht und bekomme eine Steuerrückerstattung von ca 580 Euro. Nun setht auf dem Bescheid das der Betrag an den Insolvenzverwalter übergeht. Ist das normal und hab ich nen chance davon etwas zu bekommen ?

Antworten

Guten Abend Herr Franzke

Erstmal vielen Lieben Dank das man bei ihnen sich Kostenlos Beraten lassen kann

Ich muss Leider eine Insolvenz eröffnen und hätte folgende Frage dazu.

Ich habe einen Kleingarten in einen Verein denn ich Gepachtet habe der wert laut Gutachten liegt bei 1750,00€ nun die Frage

Antworten
    Jörg Franzke
    28. Mai 2017 16:29

    Es kann sein, dass der Insolvenzverwalter den Gegenwert nochmals bezahlt haben möchte, also 1750 €. Dann können Sie den Garten weiternutzen.

    Antworten

Guten Tag , ich hätte auch mal eine Frage.
Mein Verfahren wurde im Februar dieses Jahres eröffnet. Danach wurde natürlich gleich mein Kotno gesperrt. Im März erhielt ich dann meinen Lohn , an den ich nicht r angekommen bin aufgrund der Sperrung. Meine alte Bank wollte mir auch kein P-Konto einstellen. Nun habe ich eine neue Bank mit P-Konto. Jedoch ging das restliche Guthaben des alten Kontos mach Auflösung an den Insolvenzverwalter (1045€). Deshalb hatte ich im April jetzt die doppelte Belastung für Miete etc und falle erneut in finanzielle Probleme. Darf der Verwalter tatsächlich meinen “Selbstbehalt” für März einfach so einbehalten , obwohl ich keinen Cent zur Verfügung hatte ? Ich bin wirklich hilflos/ratlos

Antworten
    Jörg Franzke
    22. April 2017 6:05

    Leider ist das so, weil Sie das Konto bei Einreichen des Insolvenzantrages nicht auf ein P-Konto umgestellt haben. Ohne Pfändungsschutz war das Guthaben des ungeschützten Kontos leider Insolvenzmasse und man konnte es pfänden.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Franzke. Ich finde es sehr lobenswert, wie Sie hier Hilfesuchenden kostenfrei helfen.
Auch ich wäre für einen Rat dankbar.
Befinde mich in der Wohlverhaltensphase seit Dezember 2016. Isolvenzeröffnung war am 29.10.2015.
Habe für das Jahr 2015 im Februar 2016 eine heftige Stromnachzahlung (Rechnung) erhalten. Jetzt wird schon seit Monaten mit denen gestritten. Knackpunkt ist. Muss ich den Gläubiger bedienen, weil er die Jahres-Rechnung erst nach Inso-Eröffnung geschickt hat? Habe im Februar 2016 den Anbieter gewechselt deswegen.

Antworten
    Jörg Franzke
    20. März 2017 6:18

    Die Forderungen aus dem Energielieferungsvertrag, die vor dem 29.10.15 entstanden sind, müssen Sie nicht bezahlen, die anderen schon. Es kommt also nicht auf das Datum der Rechnungsstellung an, sondern auf das Datum, wann die Leistung erbracht wurde.

    Antworten
Ursula Dauth
5. März 2017 10:46

Hallo, mein Partner befindet sich bald in einer Privatinsolvenz.
Er möchte das Geld, was unter der Pfändungsgrenze liegt und über das er dann noch verfügen darf, als Haushaltszuschuss auf ein extra Konto einbezahlen, welches auf meinem Namen läuft. Ist das zulässig oder bekommen wir da Schwierigkeiten?

Antworten
TaWa vom Niederrhein
7. Februar 2017 21:05

Vielen Dank für Ihre offene und unbürokratische Hilfe – Sie machen einen tollen Job!!
Ich habe auch eine Frage doch vorab einen Einblick: mein Mann und ich sind beide seit 06/16 in der PI. In der Zwischenzeit hat sich einiges bei uns zum positiven entwickelt. Ich konnte meine Stunden beim kirchlichen Arbeitgeber aufstocken und arbeite seit 12/16 nun 34 Stunden und bekomme 2.267€ Brutto inkl. Kinderbonus, dass sind ca. 1864€ Netto. Mein Mann macht seit 08/16 eine Umschulung und bekommt dafür vom Rententräger ein Übergangsgeld von 1547€ Netto. Er hat 3 Unterhaltspflichtige Kinder und ich 2 für die Berechnung der Pfändungsgrenze. Meine Lohnabrg. maile ich monatlich zum Verwalter, bisher hat er noch nichts gepfändet.
Nun zu meiner Frage: durch die Kirche wird in die KZVK zusätzlich eingezahlt, damit ich später eine Zusatzrente erhalte. Nun gibt es die Möglichkeit selber noch zusätzlich einzuzahlen im Rahmen einer Entgeltumwandlung. Diese wird vom Bruttogehalt als betriebliche Altersvorsorge eingezahlt. Auf diese Weise vermindert sich das Brutto und auch das Auszahlungsnetto sowie alle dazwischen liegenden Abzüge. Der Arbeitgeber beteiligt sich sogar noch zusätzlich an dieser Umwandlung und schießt noch etwas dazu. Für mich wäre das sehr lukrativ, da ich bisher für den Rentenfall nicht vorgesorgt habe…
Darf ich das so machen? Oder kann der Verwalter mir dies verbieten? Können Gläubiger/Verwalter an das Geld? Die Schuldnerberatung hat mir davon abgeraten, weil es nach Verschleppung/List aussehen könnte. Was meinen Sie dazu? Über Ihre Rückantwort und Hilfestellung würde ich mich sehr freuen!!!

Antworten
    Jörg Franzke
    8. Februar 2017 6:34

    Ja, das können Sie können eine zusätzliche Rente abschließen. Allerdings nur, wenn Sie die Rente nicht vorzeitig kündigen können, denn was Sie können, das kann der Insolvenzverwalter auch. Es muss also eine richtige Altersvorsorge sein, wovon ich ausgehe. Es kann auch sein, dass der Insolvenzverwalter die zu leistenden Beiträge von Ihrem nicht pfändbaren Betrag abzieht, sodass Sie weniger Geld zur Verfügung haben.

    Antworten

Hallo,
mein Sohn ist 17 Jahre alt, macht eine Ausbildung und wird aufgrund einer hohen Ausbildungsvergütung nicht mehr als unterhaltspflichtig anerkannt. Jetzt beteiligt er sich monatlich zu 50% an der Miete.
a) muss ich das dem Insolvenzverwalter sagen (geht nicht auf Kto ein) und wenn ja, gilt das dann als Einkommen. Denn ein Argument ist ja, er verdient zu viel und kann für sich selbst sorgen. Das macht er jetzt ja durch Zahlung der halben Miete. Wenn mir das jetzt als Einkommen angerechnet würde, wäre das komisch.

b) jetzt habe ich eine Stromerstattung bekommen. Da er ja die Hälfte der Miete zahlt, würde ich argumentieren, hat er auch ein Anrecht auf die Hälfte der Stromerstattung

Vielen Dank im Voraus!

Antworten
    Jörg Franzke
    7. Februar 2017 5:49

    Ich gehe davon aus, dass nur Sie im Mietvertrag stehen. Dann gilt die Zuzahlung des Sohnes als Untermietverhältnis und damit haben Einkünfte aus Vermietung und müssten dies dem Insolvenzverwalter mitteilen. Besser ist es, der Sohn unterstützt Sie allgemein mit Zahlungen in die Haushaltskasse in bar.
    Die Stromerstattung geht zu 100 % zum Insolvenzverwalter, weil nur Sie der Vertragspartner des Stromlieferanten sind.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

mein Freund befindet sich in der Privatinsolvenz, aber noch nicht in der Wohlverhaltensphase. Folgender Sachverhalt: Das Jobcenter hat ihm nun etwas über € 3.000 für knapp 24 Monate nachgezahlt, da sie seine minderjährige Tochter nicht in die Bedarfsgemeinschaft einbezogen haben. Dieses Geld liegt nun seit einigen Wochen auf seinem P-Konto. Wie ist hier das weitere Prozedere? Gehört das Geld seiner Tochter? Darf er es abheben und bspw. auf ein Sparbuch/konto mit ihrem Namen einzahlen? Oder muss er den kompletten Betrag an seinen TH abführen?

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    Jörg Franzke
    7. Februar 2017 5:44

    Man könnte sich durchaus die Mühe machen und bei Gericht einen Antrag stellen auf Feststellung, dass diese Nachzahlung nicht zum pfändbaren Einkommen gehört. Ansonsten kann Ihr Freund davon ausgehen, dass das Geld zur Insolvenzmasse gezogen wird.

    Antworten

Hallo
Ich bin alleinerziehende Muttter zweier Kinder, habe das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachgeholt und dann ein Studium begonnen.
Dazu hatte ich einen Studienkredit neben Bafög in Anspruch genommen- der mir gekündigt wurde.
Da zuvor auch andere Schulden vorhanden waren- die ich z.T. mit dem Studienkredit bedient habe (was ein Fehler war natürlich) bin ich nun kurz vor einer PI.
Ich mache mir große Sorgen um mein Leben und das meiner Kinder.
Da ich kurz vor dem Bachelor stehe- der aber in meinem Gebiet nicht aussichtsreich ist- sprich ich eigentlich einen Master anhängen müsste- habe ich Bedenken in die PI zu gehen.
Ein Verwalter entscheidet dann quasi, was ich noch erreichen kann und was nicht.
Sprich- er könnte mich an einem Masterstudium hindern und mich zur Aufnahme einer Tätigkeit zwingen .
In diesem Fall würden mit 95% Wahrscheinlichkeit alle Gläubiger Null Euro bekommen, da ich durch 2 Kinder einen relativ hohen Freibetrag hätte- soviel würde ich nicht verdienen.
Unser Name wird veröffentlicht, warum wird eigentlich der Vermieter informiert, er darf doch nicht kündigen ?!
Durch Nachbarschaftsstreit haben wir ohnehin schon Stress mit dem Vermieter- ich gehe also zumindstens von einem Kündigungsversuch aus….
Mein Leben ist mind 10 Jahre finanziell ruiniert- von den emotionalen Aspekten ” gescheitert” zu sein abgesehen…
Im Übrigen habe ich noch keinen Berufsabschluss bisher.
Der Bachelor wäre der erste- aber wie gesagt mit sehr mauen Berufsaussichten…

Klar werde ich schuldenfrei durch PI- aber ist nicht mein gesamtes Leben ruiniert ?

Ich danke für Ihre Arbeit

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    Jörg Franzke
    5. Februar 2017 12:11

    Ich meine, dass Sie eine Privatinsolvenz beantragen sollten, um das Leben wieder in den Griff zu bekommen. Der Insolvenzverwalter wird Sie sicherlich nicht dazu zwingen, das Studium aufzugeben. Denn auch wenn Sie arbeiten gehen würden, würden die Gläubiger kein Geld sehen. Mit zwei Kindern liegt die Pfändungsgrenze bei 1.770 €, das erreichen Sie als Ungelernte nie.
    Der Vermieter erfährt von der Insolvenz, das ist aber kein Kündigungsgrund.

    Antworten

      Ich überlege jetzt die PI zu eröffnen.
      Da ich im hoffentlich letzten Semester sein werde ab April und mir dem Grunde nach noch ein Semester Studienabschlusshilfe zustehen würde, wollte ich sie fragen, ob ich diese nun überhaupt noch beantragen darf oder ist das dann Betrug weil es ja ein 100 % Kredit wäre ?!
      Ich habe auch einen Nebenjob, der aber jeden Monat unterschiedlich viel und insg nicht sehr viel einbringt, so dass ich mich- weil ich ja auch Kinder habe- darauf nicht verlassen kann.
      Darf ich einen Antrag auf Studienabschlusshilfe als Darlehn stellen und diese Schulden aus der PI raushalten ?

      Antworten
        Jörg Franzke
        5. März 2017 7:03

        Wenn man bei der Unterzeichnung des Kreditvertrages ganz genau weiß, dass man diesen nie zurückzahlen kann und dabei im Kreditantrag falsche Angaben gemacht haben, wäre das durchaus als Kreditbetrug zu werten.

        Antworten

Hallo ich bin jetzt im März sein 1 Jahr in der Insolvenz ich mache jetzt ab dem 13 Februar eine Umschulung ich habe erfahren das ich für die bestandene Zwischenprüfung 1000 Euro bekomme und wenn ich die Abschluss Prüfung bestehe 1500 Euro Wird das komplette geld gepfändet ? Oder darf ich davon was behalten? Wäre echt ärgerlich wenn ich nichts davon hätte weil die pfändungsgrenze liegt ja glaub ich bei 1080 Euro bitte um Antwort liebe grüße

Antworten
    Jörg Franzke
    6. Februar 2017 6:52

    Wenn die Sonderzahlung wie ein Arbeitnehmer-Einkommen bewertet wird, gilt auch hier die gesetzliche Pfändungsgrenze. Dann zählt das Nettoeinkommen für den Monat, in dem Sie die Sonderzahlung erhalten. Diese wird zu Ihrem normalen Einkommen hinzugezählt und von dem monatlichen Gesamteinkommen wird dann der pfändbare Betrag abgezogen.

    Antworten

Guten Tag,

ich habe mich vor kurzem bei einer Schuldnerberatung angemeldet. Dort ist noch unklar, ob wir einen Vergleich erzielen oder eine Insolvenz anmelden.

Meine Frage wäre: Kann ich meinen Aktienbestand auszahlen lassen, bevor eines der genannten Dinge der Fall ist?

Es handelt sich um Aktien meines Arbeitgebers, wovon das meiste noch bis 2019 gesperrt ist. Ich könnte mir aber aktuell ca. 650€ auszahlen lassen. Darf ich das?

Beste Grüße

Patrice

Antworten
    Jörg Franzke
    29. Januar 2017 17:28

    Ja, das dürfen Sie. Der Betrag ist so gering, dass Sie jederzeit argumentieren können, dass Sie das Geld zum Lebensunterhalt ausgegeben haben.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,
mein Partner ist seit Frühjahr 2016 in der PI. Ich habe im August 2014 eine Wohnung bezogen und die Kaution gezahlt (über 2000,-€). Er ist im Frühjahr 2016 zu mir gezogen und es gibt einen gemeinsamen Mietvertrag mit dem Vermieter.
Nun sind wir gemeinsam umgezogen (bzw. er läuft in der neuen Wohnung als mein Untermieter, da er aufgr. der PI keine Wohnung bekam bzw. kein Vermieter zu einem gemeinsamen Mietvertrag mit uns bereit war). Die Übergabe der alten Wohnung steht bevor und ich frage mich, was mit der Kaution ist. Bekomme ich diese vollständig zurück?

Hintergrund:
Mein Partner war aufgr. vor Arbeitslosigkeit 9 Monate auswärts zu einer von der Arbeitsagentur geförderten Weiterbildung. Die Wohnung wurde im Oktober 2015 angemietet und ich habe die Kaution überwiesen (dachte naiverweise, dass ich das Geld ja wiederbekomme, da er die Wohnung nicht verwohnen wird). Das war aber eine Fehlannahme, da der Insolvenzverwalter beim Auszug im Juni 2016 diese Kaution komplett einbehalten hat.

Wenn dies jetzt mit der von mir und ursprünglich von mir für meine Wohnung gezahlten Kaution erneut geschieht, wäre dies mehr als ärgerlich. Wie verhät es sich rechtlich und welche Chancen habe ich?

Vielen Dank im Voraus!

Antworten
    Jörg Franzke
    23. Januar 2017 6:57

    Wenn Sie beweisen können, dass Sie allein die Kaution eingezahlt haben, dann bekommen Sie die Kaution auch wieder vollständig ausgezahlt. Das Problem bei Ihnen war wahrscheinlich, dass der Insolvenzverwalter die Kautionszahlung als Darlehn auslegt: Sie haben dem Freund das Geld als Darlehn gegeben und dieser hat die Kaution eingezahlt. Hätten Sie die Kaution aber direkt beim Vermieter eingezahlt, bestünde kein Recht des Insolvenzverwalters auf Einbehalt der Kaution.

    Antworten

      Update: Die Kaution wurde direkt von mir überwiesen (nachvollziehbarer Weg von Sparkonto auf Girokonto auf Vermieterkonto) und wurde vom Insolvenzverwalter tatsächlich einbehalten. Ich habe das Geld dann im Rahmen des insolvenzverfahrens geltend gemacht; auch hier wurde die Forderung abgelehnt. Was kann man eigentlich gegen Fehler machen, die ein Insolvenzverwalter begeht? Dieser hat bspw. Forderungen anerkannt von jemandem, der nicht Forderungsinhaber ist – und frei aufgelistete Beträge aufgenommen, obwohl der Gläubiger offizielle Belege eingereicht hat, nach denen die Forderungen viel geringer ausfallen. Wir verzweifeln hier gerade völlig – und anwaltliche Beratung ist finanziell nicht stemmbar. Man fühlt sich total ausgeliefert.

      Antworten
        Jörg Franzke
        17. März 2018 11:08

        Leider ist das so. Stellen Sie sich das am besten so vor, als ob man Sie enteignet hätte. Ihnen gehört nur noch das pfändungsfreie Einkommen und Vermögen und dem Insolvenzverwalter der Rest. Was der Insolvenzverwalter mit “seinem” Eigentum macht, ist seine Sache und darf er frei bestimmen. Der Insolvenzverwalter ist nur noch den Gläubigern gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet, aber keinesfalls Ihnen gegenüber.

        Antworten

hallo meine frau und ich haben insolvenz angemeldet und auch bereits die bestätigung zur stundung der verfahrenskosten erhalten. nun kammen die rechnungen für strom und gas mit hohen nachzahlungen. wenn ich könnte darf ich die nachzahlungen bedienen oder muss ich diese beim amtsgericht bzw. insoverwalter nachmelde.

Antworten
    Jörg Franzke
    20. Januar 2017 7:50

    Unbedingt beim Insolvenzverwalter nachmelden, weil das Insolvenzforderungen sind. Sie dürfen diese Schulden nicht bezahlen. Übersenden Sie dem Verwalter die Rechnungen und achten Sie darauf, dass der Verwalter diese neuen Forderungen auch berücksichtigt.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

seit 2 Jahren läuft bei mir die PI. Nun möchte ich umziehen und eine Wohung anmieten. Die Kaution der von mir angemieteten Wohung würde von einem anderen Mitglied meiner Familie übernommen werden.

Meine Frage dazu ist. Darf der Treuhänder die Kaution für sich beanspruchen?

Mein zweites Anliegen bezieht sich auf eine Vollmacht des Kontos meiner verwitweten Mutter.

Da ich die einzig greifbare Person in ihrem Umfeld wäre, die im Notfall ihre Finanzen regeln müsste, wäre es notwendig dass ich die Bevollmächtigte ihres Kontos würde.

Ist es gestattet dass ich problemlos diese Vollmacht unterschreiben kann um über ihr Konto zu verfügen wenn es notwendige wäre?

Bin ich gezwungen den Treuhänder darüber zu informieren?

Und was würde im Todesfall mit dem Kontoguthaben passieren wenn ich die Vollmacht darüber habe?

Einen herzlichen Dank und lieben Gruß

Lisa

Antworten
    Jörg Franzke
    4. Oktober 2016 7:31

    Die nach dem Auszug frei werdende Kaution geht an den Insolvenzverwalter. Sie können sich Kontovollmacht einrichten lassen. Weil das das Geld Ihrer Oma ist, müssen Sie den Insolvenzverwalter nicht informieren. Wenn die Oma stirbt, wird die Bank das Konto einfrieren, bis sich ein Erbe per Erbschein meldet.

    Antworten

Hallo
Mein Privatinsolvenzverfahren ist am 14.10.15 aufgehoben worden und ich bin nun in der Wohlverhaltensphase. Nun haben wir (mein Mann und ich, stehen auch beide im Mietvertrag ) die Nebenkostenabrechnung von der Wohnung bekommen. Hier ist ein Guthaben von 238 Euro entstanden. Dürfen wir das Guthaben ganz oder wenigstens nur den Anteil meines Mannes (die Hälfte) ausgezahlt bekommen oder nicht ? Weil bei der Mietkaution ist es so geregelt, dass wenn wir umziehen würden die Kaution freigegeben ist und wir sie zurückbekämen. Letztes Jahr hat der Vermieter uns die Hälfte des Guthabens ausgezahlt. Die andere Hälfte liegt noch beim Vermieter und mein Insoverwalter hat es bis heute nicht angefordert. Er steht aber drin hat aber keine Bankverbindung angegeben und der Vermieter weiss nicht, was er nun machen darf.

Antworten
    Jörg Franzke
    22. September 2016 13:40

    Weil der Abrechnungszeitraum der Mietnebenkosten zeitlich vor den Schlusstermin fällt, steht das Guthaben der Insolvenzmasse zu. Allerdings nur die Hälfte, die andere Hälfte gehört Ihrem Mann.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,
im Dez. 2015 wurde die PI eröffnet, neuerliche Schlusstermin ist wegen nachträglicher Forderungsanmeldung Ende Sept. 2016 anberaumt.
Jetzt habe ich die Strom- und Gasabrechnung erhalten (Zeitraum Oktober 2015 bis September 2016), knappe 300 Rückerstattung würde ich bekommen. Kann ich das Geld einbehalten oder muss ich es dem IV melden bzw. kann ich mit meinem Stromanbieter ausmachen, dass er das Guthaben mit den Abschlagszahlungen verrechnet bist das Guthaben aufgebraucht ist? Wenn er es verrechnet habe ich dem Grunde nach ja kein Vermögen erhalten was ich angeben muss oder sehe ich das falsch? Und wenn der IV trotzdem das Guthaben erhält, dann für den komplette Zeitraum oder nur für die Zeit des IV?

Antworten
    Jörg Franzke
    18. September 2016 17:25

    Leider bekommt die Rückerstattung der Insolvenzverwalter. Also informieren Sie ihn. Verstecken lohnt, nicht, wenn der Verwalter das mitbekommt ist die Restschuldbefreiung in Gefahr.

    Antworten
Dagmar Dietel
5. März 2016 7:43

Guten Morgen Herr Franzke,
ich bereite mich auch auf ein Insolvenzverfahren vor. Nun habe ich die seit im März im Scheidungsurteil hälftige Fondsversicherung bekommen. Bei ihm war es eine betriebliche Altersvorsorge und ich dachte das wäre es bei mir auch.
In dem Schreiben steht nun ich solle mich entscheiden, ob auflösen oder sie kann gepfändet werden, ich kann sie aber auch wieder als betriebliche Altersvorsorge laufen lassen.
1. Dürfte ich das?
2. Ich schulde meinem Bruder 2.500 Euro, dürfte ich ihm davon das Geld zurückzahlen.
3. Dürfte ich als Schwerbehinderte mit Kennzeichen G und B ein Fahrzeug haben
4. Darf jetzt, da wir (ich habe eine Betreuerin, da ich eine Woche im Monat im Krankenhaus bin) einer der Gläubiger pfänden und die anderen haben dann nichts davon, denn wenn würde ich gerne die 35 % Regelung wählen, dafür reicht das Geld. (auch nach Abzug für das Geld für meinen Bruder)
Vielen Dank im Vorraus
Mit freundlichen Grüßen

Antworten
    Jörg Franzke
    7. März 2016 7:19

    Sie können es versuchen, ob Sie die Versicherung “retten” können, indem Sie diese in Ihre betriebliche Altersvorsorge umwandeln. Der Insolvenzverwalter kann diese Umwandlung aber rückgängig machen. Das Darlehn an den Bruder können Sie nicht mehr zurückzahlen und die Schwerbehinderung schützt nicht unbedingt vor der Pfändung.

    Antworten

Hallo,

ich fülle gerade meinen P.I. Antrag aus und bin auf dem Blatt 5J angelangt. Ganz unten bei Punkt 62 III Weitere wesentliche Zahlungsverpflichtungen, besondere Belastungen – kann/muss ich da meine Haftpflicht, Hausrat, Rechtschutz und KFZ Versicherung eintragen? Trage ich dort auch die Stromkosten für die Wohnung ein oder soll ich die bei den Nebenkosten eintragen?
Was passiert nun nach Abgabe des Antrages wenn alte Forderungen eingehen, die im Antrag noch nicht erfasst sind?
Wohin leite ich die weiter, sofern noch kein Insolvenzverwalter mir zugeteilt ist?

Lieben Dank im voraus für die Auskunft.

Beste Grüße
Bettina M

Antworten
    Jörg Franzke
    20. September 2015 21:37

    Das können Sie leer lassen. Normalerweise trägt man dort die Beiträge für die privaten Krankenversicherung ein, falls man eine hat.

    Antworten

Guten Tag Herr Franzke,

vielen Dank für Ihre detailreichen Informationen zur PI.

Ich verknüpfe mein Lob gleich mit einer Frage:
Ich habe eine Direktversicherungen / Rentenversicherungen vor der Insolvenz unserer GmbH gekündigt – diese ist natürlich untergegangen… Im Anschluß musste ich auch noch PI anmelden. Dies ist im Juli letzten Jahres geschehen.

Nach neuen Urteilen des BGH zur Berechnung von Rückkaufwerten schreibt mich die Direktversicherung an und bittet um Bekanntgabe einer Kontoverbindung. Dies ist erst einmal eine Überraschung, aber nun stellt sich für mich folgende Frage:

Wie verhält es sich mit diesem Betrag (ca. 2.500 EUR) – wem steht dieser zu? Zeitlich gesehen bei Zahlung vor bzw. nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens?

Muss ich dem Treuhänder von einem noch unbekannten Geldbetrag etwas mitteilen? Oder soll ich die Neuberechnung und Überweisung abwarten?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg

Antworten
    Jörg Franzke
    21. August 2015 7:23

    Der Betrag steht leider nicht Ihnen zu. Sie sollten den Insolvenzverwalter über die angekündigte Zahlung informieren und ihn fragen, wohin Sie das Geld überweisen dürfen.

    Antworten

Hallo,

ich möchte freiwillig meinen Job wechseln, da ich den beruflichen Stress aufgrund von Depressionen nicht mehr ertrage. Bin deswegen schon in psychologischer Behandlung. Darf ich mir auch einen Job suchen, in dem ich deutlich weniger verdiene, meiner Gesundheit aber gut tun würde? Aktuell verdiene ich netto ca. 1600 euro. Ca.400 gehen seit 12/2013 an den Treuhänder. Beim neuen Job würde ich ca. 1200 netto verdienen, also viel weniger, aber die Arbeit würde mir bei meiner Genesung helfen.
Darf ich das ohne weiteres? Würde ein Attest helfen? Ich freue mich riesig über eine antwort!!!!
Lieben Gruß
Rebecca

Antworten
    Jörg Franzke
    21. August 2015 7:25

    Wenn der Wechsel in einen schlechter bezahlten Job gesundheitlich gerechtfertigt ist, dann kann niemand etwas dagegen sagen. Lassen Sie sich hierzu ein ärztliches Attest ausstellen, für den Fall dass Sie sich rechtfertigen müssen.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,
ich bin geschieden. Wegen der gemeinsam angeschafften Immobilie bin ich nach der Scheidung in die PI. Seit zwei Jahren befinde ich mich nun in der WVP.
Meine Exfrau ist zu 50% Eigentümer der Immobilie. Der IV hatte die Immobilie aus der Masse frei gegeben, da es eine Schrottimmobilie sei. Nun muss ich nur für die Differenz des Hauskredits die Schulden an den IV tragen. Die Bank, über die das Haus finanziert wurde, müsste eigentlich die Zwangsversteigerung einleiten. Dies ist aber bisher noch nicht geschehen. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Bank das auch tut.
Was passiert, wenn die Bank das Haus noch nicht versteigern ließ und ich nicht mehr in der Insolvenz bin? Werde ich automatisch aus dem Grundbuch ausgetragen, wenn die Insolvenz beendet ist?

Gruß Max

Antworten
    Jörg Franzke
    4. August 2015 7:19

    Die Immobilie haben Sie an der Backe, eine automatische Austragung mit Beendigung der Insolvenz erfolgt nicht. Sie hätten allenfalls die Möglichkeit den Verzicht auf die Immobilie zu erklären. Das geht aber nur gemeinsam mit der Exfrau und es darf sich nicht um eine Eigentumswohnung handeln. Vielleicht macht die Exfrau ja mit, schließlich wäre ein Verzicht auch zu ihrem Vorteil.
    Was Sie damit meinen: “Nun muss ich nur für die Differenz des Hauskredits die Schulden an den IV tragen”, verstehe ich nicht. Sie müssen doch keine Schulden mehr bezahlen.

    Antworten
Ines Will
20. Mai 2015 21:38

Sehr geehrter Herr franzke,
meine Eltern haben die ” MM Kaution für meine Wohnung bezahlt.Ich bin erst 1 Jahr nach Einzug in die Wohnung in Privatinsolvenz gegangen. Darf der Insolvenzverwalter diese Kaution einfach mit verwerten? Außerdem bin ich nur Nutzer von einem Fahrzeug und er hat mir die KFZ-Haftpflicht und Steuer die ich bezahle nicht frei gegeben. Ist das in Ordnung?

Lg
I.Will

Antworten
    Jörg Franzke
    22. Mai 2015 18:39

    Beides ist falsch. Wenn die Eltern nachweisen können, dass sie die Kaution eingezahlt haben, dann darf der Insolvenzverwalter die Kaution nicht zur Masse ziehen und was Sie mit Ihrem pfändungsfreien Einkommen machen, geht niemanden etwas an. Davon können Sie also auch die Versicherungen bezahlen. Wahrscheinlich haben Sie den Fehler gemacht und den Insolvenzverwalter gefragt …

    Antworten

Hallo kurze frage
meine Frau frisch in der Insolvenz wir haben ein Geschäftswagen abgekauft leider steht ihr Name nur auf der Rechnung ( ordentlichen Kaufvertrag gibt es nicht…. Nur die Rechnung ) das Geld habe ich mit einem Kredit aufgenommen und diesen Betrag auch von meinem Konto überwiesen…… wie ist jetzt die Sachlage? Ist das jetzt auch Insolvenz Masse?
Was macht der Insolvenz Verwalter in so einer Situation?

Antworten
    Jörg Franzke
    7. April 2015 7:05

    Ihre Frau ist die Eigentümerin des Autos, weil sie auf der Rechnung steht, also das Auto gekuaft hat.

    Antworten

      Hallo Herr Franzke,

      hierzu und im Rahmen der Vorbereitung einer Insolvenz bewegen mich folgende Fragen:

      Die verbindliche Bestellung/ (welche in meinen Augen der Kaufvertrag ist) für ein KFZ hat meine Mutter unterschrieben 12/2016 und stand auch im Fahrzeugbrief.
      Bezahlt und genutzt habe es allerdings ich und die Rechnung in 03/2017 lautete ärgerlicherweise auch auf meinen Namen.
      Wie wäre hier das Eigentumsverständnis? Das Fahrzeug wurde inzwischen durch meine Mutter wieder verkauft.(Kaufvertrag 03/2018)
      Könnte ein künftiger Ins.v. in 08/2018 die Herausgabe des Verkaufspreises von meiner Mutter verlangen?

      Die zweite Frage betrifft die “Kriegskasse”. An diese erinnert man sich bei einer möglichen EV wahrscheinlich nicht oder?

      Als drittes würde ich gern wissen ob in die 35% Gesamt-Schuldbegleichung für die verkürzte 3 jährige Ins. der Erlös einer Versteigerung einer Immobilie eingerechnet wird. Diese ist natürlich zu 100% durch die finanzierende Bank besichert. Eine Versteigerung würde aber wahrscheinlich mehr Erlös bringen als 35% meiner Gesamtschulden.

      Vielen Dank

      Antworten
        Jörg Franzke
        19. März 2018 20:30

        Es kommt bei der Feststellung des Fahrzeugeigentums darauf an, wer im Kaufvertrag steht. Das war wohl Ihre Mutter. Ihre Mutter durfte deswegen das Auto auch wieder verkaufen.
        entscheiden Sie selbst, ob Sie anlässlich eines Vermögensverzeichnisses die Kriegskasse verschweigen oder nicht. Natürlich ist es verboten, eine etwaig vorhandene Barkasse zu verschweigen …
        Leider wird der gesamte Versteigerungserlös an die Bank gehen und nicht in die Masse. Also werden die Erlöse aus dem Verkauf der Immobilien nicht auf die 36 % Grenze angerechnet.

        Antworten

Hallo Herr Franzke,
meine P.I. läuft seit 4/2009, ich arbeite und lebe seit 2010 in der Tsch.Rep., ich informiere meinen Treunhänder regelmässig. Die P.I. endet dieses Jahr am 6.10.15. Ich hab so etwa 500 € monatlich. Ich zahle jährlich die Mindesvergütung. Letztes Jahr haben sich die Treuhändern gewechselt und der neue verlangt bis zum Ende der Insolvenz 900€, als Vergütung des Treuhänders und ich soll monatlich pfändbares Teil des Einkommens an das Konto schicken, weil ich keine Unterhalsverpflichtungen mehr habe. Was kann oder was er nicht mehr kann bis es beendet wird oder was muss ich wirklich noch bezahlen? Vielen Dank für die Antwort

Antworten
    Jörg Franzke
    7. April 2015 6:56

    Leider müssen Sie das alles bezahlen, sowohl die jährlichen Gebühren von 119 EUR in der Wohlverhaltensperiode und wenn Sie pfändbares Einkommen besitzen, den pfändbaren Betrag.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

ich habe aufgrund meiner finanziellen Situation im letzen Jahr meine Wohnung gekündigt und bin in die Laube meines Kleingartens gezogen. Eine Anlage, in welcher “Langzeitnutzer” mit einer separaten Meldeadresse (bei meinem Sohn) geduldet werden.
Wenn ich nun doch den Schritt in die Privatinsolvenz wage, frage ich mich, ob ich die Laube ( Wert ca. 4500,– ) verkaufen muss. Eine Wohnung könnte ich mir jedoch nicht leisten.
Vielen Dank vorab für Ihre Antwort

Antworten
    Jörg Franzke
    19. Februar 2015 21:43

    Hallo,
    glaube nicht, dass man Ihnen die Laube wegnimmt. Meistens steht in den Pachtverträgen, dass man das Grundstück geräumt übergeben muss. Das heißt, würde der Insolvenzverwalter den Pachtvertrag kündigen um an die Laube zu kommen, müsste er die Kosten der Beräumung abziehen. Das lohnt sich wirtschaftlich nicht, deswegen gibt er die Laube voraussichtlich aus der Insolvenzmasse frei.

    Antworten

Hallo Herr Franzke

Meine Frage ich lebe mit meinem Freund zusammen nun will er in Insolvenz gehen da wäre normal ja das Auto weg nun Bin ich aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen das wir/er ein Auto hat wie verhält sich das in diesem Fall? Darf er Sachen vorab auf mich überschreiben?

Lieben Dank für Ihre Antwort

Antworten
    Jörg Franzke
    19. Februar 2015 22:01

    Wenn das Auto ihm gehört, dann gehört es zu seiner Vermögenssphäre und damit spielt Ihre Behinderung keine Rolle.

    Antworten
Anja Ditters
17. Februar 2015 10:26

Hallo.

Erstmal danke das man ihnen Fragen stellen kann. Nun zu meinem Problem. Ich befinde mich seit 2012 in einer Insolvenz (geschäftlich wie privat). Wir das bedeutet mein Mann, meine 2 Kinder sind am 01.01.2014 umgezogen. Die Mietkaution wurde gekürzt aufgrund Schaden in der Wohnung sowie 2 rückständigen Mieten. Nun haben wir im Februar 2015 vom Insolvenzverwalter ein Schreiben erhalten (nach über einem Jahr), das wir die Kaution auf ein Treuhandkonto zahlen sollen. Die Kaution wurde aber vorher durch Abzug unserer Grundsicherung bezahlt (von allen 4 Personen abgerechnet). Das was wir noch rausbekommen haben, haben wir in die neue Kautionsmasse gezahlt. Ist es rechtens, das sie dies nun tun?

Mit freundlichen Grüßen und Dank
Anja Ditters

Antworten
    Jörg Franzke
    19. Februar 2015 22:03

    Nein, das geht nicht. Einerseits weil nicht Sie die Kaution eingezahlt hat, sondern das Amt. Andererseits kommt der Insolvenzverwalter zu spät. Er hätte sich früher darum kümmern müssen.

    Antworten

Hallo Herr franzke,

Ich habe eine kurze Frage. Ich befinde mich seit 2012 in der privatinsolvenz und seit knapp 1 Jahr befinde ich mich in der Wohlverhaltensperiode. Aufgrund eines Unfalls bekomme ich evtl. eine einmalige invaliditätsauszahlung. Natürlich gebe ich meinen Treuhänder Bescheid . Darf ich aber die invaliditatsauszahlung komplett behandeln, muss ich was abgeben ?

Für eine Rückantwort wäre ich Ihnen sehr dankbar

Viele Grüße

Antworten

Hallo Herr franzke
Ich bin seit 2011 in Insolvenz und habe eine Frage an Sie
Ich möchte vermögenswirksame Leistung abschließen bekomme ich irgendwie Problem oder soll ich noch warten bis ich fertig bin mit Insolvenz und dann anschließen .

Antworten
    Jörg Franzke
    14. Januar 2015 16:04

    Bitte warten Sie damit, bis Sie in der Wohlverhaltensperiode sind, sonst kann Ihnen der Insolvenzverwalter wieder alles wegenehmen.

    Antworten

Hallo
Ich habe mal eine frage, mein Mann und ich sind beide in der Privatinsolvenz.
Ich habe heute die Nachricht bekommen das wir 360 Euro Steuern wieder bekommen meine frage muss ich es zum Insolvenzberater überweisen?
Letztes Jahr haben die selber die Steuern gemacht und da wurde das Geld sofort nach den Überwiesen?

LG Diana

Antworten
Michael neumann
31. Dezember 2014 2:28

Sehr geehrter Herr Franzen,
Bin nun in der wohlverhaltensperiode seit September 2014, dürfe ich zum Beispiel mein Sohn ein neues PC kaufen?Oder kleinen flat screen fernsehe kaufen? Oder muss ich mein Th erlaubnesfragen?
Ich erwarte ein Guthaben Scheck von 120 Euro Strom AbrechnungNov 2013 bis 2014 muss ich diesem Scheck dem Th übergeben?

Vielen Dank für Ihre Auskunft
Michael

Antworten
    Jörg Franzke
    1. Januar 2015 22:30

    Ja, dürfen Sie kaufen. Die Rückerstattung geht wahrscheinlich zum Insolvenzverwalter, wenn er sich derartige Zahlungen vorbehalten hat. Ich würde aber erst einmal nichts sagen.

    Antworten

Hallo Franke
Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder und bin seit 2011 in privatinsolvez aber nur ich und nicht mein frau
meine Fragen an Sie
1.Darf der trauerhändler verlangt jedes Jahr das ich Lohnsteuerjahresausgleich mache und er tut das Geld von mir und das Geld von mein Frau palten obwohl mein Frau nicht in Insolvenz ist darf er das .
2. ich muss jeden Monat 50 Euro an ihn überweisen

Danke in Voraus

Antworten
    Jörg Franzke
    27. Dezember 2014 22:52

    Der Insolvenzverwalter darf weder die Lohnsteuer der Frau einbehalten, noch darf er von Ihnen verlangen, dass Sie 50 EUR von Ihrem pfändungsfreien Einkommen überweisen.

    Antworten

Sehr geehrter Franzke.
Ich befinde mich in einer privaten Insolvenz, bereits eröffnet. Ich habe ein Auto finanziert wo mir der Vertrag der Finanzierung jetzt gekündigt wurde. Hierzu habe ich einige Fragen.
1. Kann meine Frau mir das Auto abkaufen bzw. den Vertrag, nach geändertem Insolvenzrecht seit Mitte 2014, übernehmen?
2. Was muss ich hier sowohl bei meinem Insolvenzverwalter als auch bei der finanzierenden Autokreditbank beachten?

Ich würde mich freuen wenn Sie mir hierzu ein kurzes Feedback geben könnten.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Antworten
    Jörg Franzke
    27. Dezember 2014 22:25

    Ob Ihre Frau das Auto übernehmen kann oder nicht, hängt ausschließlich von der finanzierenden Bank ab. Ihre Frau muss sich an die Bank wenden und fragen, ob sie den Vertrag übernehmen kann. Den Insolvenzverwalter muss sie nicht fragen.

    Antworten

Guten tag,
ich möchte in die privatinsolvenz. Bin verheiratet. Aber mein mann und ich haben rechnungen, wo wir als eheleute drinne stehen. Daher die frage müsste mein mann auch in die privatinsolvenz?
Lieben gruß

Antworten
    Jörg Franzke
    18. Dezember 2014 6:42

    Hallo,
    ja, er muss auch in die Insolvenz. Jeder von Ihnen haftet auf die volle Summe, wenn Sie beide auf der Rechnung stehen.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

ich befinde mich in Kürze in der sogenannten Wohlverhaltensphase. Aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung finde ich momentan nur schwer einen Arbeitsplatz und bin mittlerweile leider auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen (das ändert sich hoffentlich bald).
Aus früheren Zeiten erhalte ich 1mal jährlich Tantiemen von einem Verlag, die aus einer Publikationsschrift stammen. Diese jährliche Auskehrung ist auch Teil des “InsO-Vertrags” und allseits bekannt.
Wie verhält sich in diesem Fall die Auskehrung der Tantiemen mit den laufenden Leistungsbezügen aus dem ALG 2?

Der Treuhänder beansprucht die Tantiemen, aber das Jobcenter sieht diese ebenfalls als Einkommen nach dem Zuflussprinzip und wirde voraussichtlich den Betrag auf die laufenden Leistungen anrechnen.

Die Tantiemen können doch letztlich nur 1mal verteilt werden.

Wer von den beiden Parteien hat denn nun berechtigten Anspruch darauf?

Vielen Dank!

Antworten

Hallo,

Also meine Mutter und mein Vater haben eine Wohnung… Beide sind zur hälfte eingetragen im Grundbuch und das Haus ist schon seit 10 Jahren komplett abbezahlt und die Eltern sind seit 4 Jahren getrennt. Meine Mutter hatt bei der Bank einen Kredit genommen in Höhe von 28 000€ und ist gerade finanziell nicht in der Lage es zu zahlen. Ihr droht die private Insolvenz. Wenn es dazu kommt wird dann das hausanzeil 50% vom Haus auch verpfändet obwohl sie mit meinem Vater geschieden ist?

Könnte sie vor dem insolvenzverfahren ihren Anteil auf mich übertragen ohne das dass Haus verpfändet wird ?

Antworten

Hallo,

Ich bin seit einem Monat in Verbraucherinsolvenz.. Nun stellt sich din Frage, ob ich ein Überstundenkonto haben darf. die höhe meiner geleisteten stunden variiert jeden monat und ich würde ca. 10 bis 20 stunden darauf haben wollen um schlechte monate auszugleichen und dadurch jeden monat das ungefähr gleiche Einkommen zu erzielen. danke

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Hallo Herr Franzke,
ich befinde mich im gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan mit flexiblen Raten (unterschiedliche-monatliche Einkommenshöhe). Ich führe die monatlichen Raten selber an die Gläubiger ab.
Im Schuldenbereinigungsplan ist nichts zur Kontrolle-Überwachung des Planes weiter geregelt.
Haben die Gläubiger das Recht Einkommensnachweise zu fordern?Wenn ja wie lange rückwirkend und wie oft?Finde leider in der ZPO keine Grzndlage für die Forderung.
Mit freundlichen Grüßen

Antworten

Guten Abend. Bin in der privatinsolvenz und habe eine Nebenkosten Abrechnung über 1700 erhalten . Meine Frage ist jetzt . Wie darf ich sie zahlen ? Fließen sie evtl mit in die Masse ? Die ,, neu” Schulden sind während der Insolvenz entstanden.

Antworten
    Nadine Wilke
    9. April 2015 0:05

    Hallo Herr Franzke,

    mein Kumpel ist seit 2012 insolvent. Seine Mutter möchte ihm ein Auto schenken, wegen dem langen Weg zur Arbeit und zum Einkaufen. Das Auto hätte einen Wert von 2200Euro. Wie verhält sich das? Darf er das annehmen und auf die Mutter als Zweitwagen versichern? MfG, Wilke

    Antworten
      Jörg Franzke
      10. April 2015 14:38

      Die Schenkung würde ein Neuerwerb sein und zu 100% in die Insolvenzmasse übergehen. Also keine so gute Idee. Besser ist es, wenn sich die Mutter ein Auto kauft und Ihren Kumpel ab und zu damit fahren lässt.

      Antworten

Hallo Herr Franzke,
ich befinde mich seit 05/2010 in der PI. Theoretisch wäre ich noch bis Ende 08/2016 in Elternzeit, da mein AG aber zum Ende des Jahres schließen muss weiß ich gerade nicht weiter. Es wurden gemeinsam mit dem Betriebsrat Abfindungen ausgehandelt (in meinem Fall ca. 8.000 € brutto).
Daher meine Fragen:
1. Wie verhalte ich mich korrekt?
2. Gibt es eine Chance die Abfindung zu behalten? Oder zumindest einen Teil davon? Das ist immerhin ein herber Schlag, ich besitze keinen Führerschein, der bei uns auf dem Land für die Berufswahl fast unerlässlich ist und generell erschwert mir die Kündigung meine Wiedereingliederung in die Berufswelt immens.
3. Bin ich nach Ablauf der Kündigungsfrist verpflichtet zu arbeiten obwohl mein Kind erst 1 Jahr alt ist?!?

Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antworten.

Antworten
    Jörg Franzke
    1. Dezember 2014 23:33

    Sie müssen dem Insolvenzverwalter mitteilen, dass Sie eine Sonderzahlung erwarten und dieser zieht diese dann ein. Leider ist das so, Sie gehen leer aus. Arbeiten gehen müssen Sie aber nicht.

    Antworten

Hallo,

wer kann helfen…….? Ich habe im Sommer diesen Jahres eine Privatinsolvens beantragt und das Schlussverfahren findet erst im Januar 2015 statt. Nun meine Frage, darf ich noch im diesem Jahr mein Weihnachtsgeld behalten oder muß ich das jetzt schon abgeben bzw. behält das Amtsgericht es schon ein ??????

vielen lieben dank schon mal im vorraus.

Antworten
    Jörg Franzke
    26. November 2014 21:28

    Das Weihnachtsgeld müssen Sie leider abgeben…

    Antworten
      Daniel Albert Walter Ehrmann
      18. Dezember 2014 1:13

      Nach §§ 850a ZPO
      Ist der Teil des Weihnachtsgeldes unpfändbar der
      die Hälfte des Nettoeinkommens und den Betrag von 500€ nicht überschreitet .

      Beispiele:
      Nettoeinkommen 900€ , Weinachtsgeld 500€
      Es dürften 450€ behalten werden

      Nettoeinkommen 1500€, Weinachtsgeld 700€
      500€ dürfen in diesem Fall zusätzlich zum unpfändbaren Teil des Einkommens nicht gepfändet werden.

      Antworten

Hallo,
ich habe eine Frage als Gläubiger in einem Insolvenzverfahren.
Der Schuldner hat ein Auto von seiner Mutter geschenkt bekommen und infolge auch auf seinen Namen mehrere Jahre angemeldet. Kurz vor Insolvenzeröffnung wurde das fahrzeug dann wieder auf die Mutter zugelassen, obwohl der Schuldner es ausschließlich nutzt.
Der Schuldner braucht zwar das Fahrzeug für die Arbeit, aber gibt es eine Grenze welchen Wert das Fahrzeug auch zur Erwerbstätigkeit haben darf. Das Fahrzeug ist ca. 5.000,- EUR wert. Nur um zur Arbeit zu gelangen reicht doch mE ein günstigeres Auto.
Dem Insolvenzverwalter habe ich dieses Verhalten angezeigt, der hat nur die Kaufverträge, die auf den Namen der Mutter laufen, geprüft und nicht weiter gehandelt.
Aus meiner Sicht wurde hier ein Vermögenswert verschleiert. Lohnt sich hier ein Sachvortrag direkt beim Insolvenzgericht?

Vielen Dank

Antworten
    Jörg Franzke
    26. November 2014 21:24

    Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich Ihre Frage nicht beantworten werde. Ich habe mich als Anwalt ganz klar auf die Seite der Schuldner geschlagen und dabei soll es auch bleiben.

    Antworten
Frau Schmidt
25. November 2014 9:55

Hallo Herr Franzke,
ich befinde mich seit Juli 14 in der Wohlverhaltensphase.
Nun habe ich von Bekannten erfahren, dass man für früher abgeschlossene Kredite die Bearbeitungsgebühr zurück fordern kann, da diese nicht rechtens ist.
Dies würde Kredite betreffen, die zwar vor der Insolvenz abgeschlossen wurden, aber zum Teil in der Insolvenzmasse drin sind. Aber auch Kredite die bereits abgegolten sind und damit nichts zu tun haben. Steht mir dieses Geld zu oder muss ich dies an den Verwalter abführen bzw. in welcher Höhe.
Vielen Dank.

Antworten
    Jörg Franzke
    26. November 2014 21:40

    Sie müssten etwaige Rückerstattungsansprüche gegenüber den Banken in vollständiger Höhe an den Insolvenzverwalter abführen. Die Bank könnte außerdem die Gelder mit den Schulden verrechnen. Kurzum: Das ergibt für Sie keinen Sinn.

    Antworten

Hallo,
Ich befinde mich im 2. Jahr meiner WP.
Nun habe ich meinen Arbeitsplatz verloren. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich meinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und auch nicht Vollzeit arbeiten. Ich würde nun gern am Kolleg mein Abitur nachholen und anschließend studieren. Ist dies möglich? Würde meinem TH freiwillige monatliche Zahlungen von ca. 50 € anbieten. Kann er dies untersagen?

Antworten

Hallo Herr Franzke,

ich habe vor einigen Tagen Post vom Amtsgericht erhalten, dass mein vereinfachtes Insolvenzverfahren eröffnet wird und die Gläubiger bis 17.12.14 ihre Forderungen bei Gericht einzureichen.
Heute bekam ich Post von einer Rechtsanwältin, meiner Insolvenzverwalterin. Sie möchte ab sofort immer bis zum 15. des Monats monatliche Gehaltsnachweise haben.
Meine erste Frage: Was bedeutet “vereinfachtes” Insolvenzverfahren?
2. Darf sie jetzt schon Gehalt pfänden ohne Beschluss? Ich verdiene Netto 1550€, habe 2 unterhaltspflichtige Kinder und mein Partner macht eine Umschulung und bekommt 750 € Arbeitslosengeld.
3. Ist mein Partner unter diesen Umständen auch eine unterhaltspflichtige Person?
4. Darf ich mein Weihnachtsgeld (1200€ Netto) Ende November behalten?Es ist ja für die Zeit von vor der Insolvenz.

MfG Michelle

Antworten
    Jörg Franzke
    27. November 2014 22:32

    Das Insolvenzverfahren ist ja bereits eröffnet und die Treuhänderin darf das Einkommen pfänden, aber ist bei Ihnen ja nicht viel, ich schätze ca. 80 EUR. Der PArtner zählt nicht als Unterhaltspflicht. Vom Weihnachtsgeld dürfen Sie mindestens 500 EUR behalten.

    Antworten
Carolein Birkle
20. November 2014 21:34

Hallo.

Ich bin seit August 2013 in Privatinsolvenz.
Nun möchte meine Insolvenzverwalterin die Stromabrechnungen der letzten 2 Jahre.
Ich habe dieses Jahr eine Rückzahlung in höhe von 380 Euro erhalten.
Damit würde ich in dem Auszahlungsmonat noch unter meinem Freibetrag liegen.
Muss ich dies doch auszahlen?
kann mir was passieren weil ich es nicht sofort als Einnahme gemeldet habe?
Wäre für eine Antwort sehr dankbar.

Gruß Caro

Antworten
    Jörg Franzke
    21. November 2014 7:52

    Leider müssen Sie das Geld an den Insolvenzverwalter auskehren. Vor der Pfändung geschützt ist nur das Einkommen aus Arbeitnehmertätigkeit, nicht aber sonstiges Einkommen wie die Rückerstattung.

    Antworten
Meik Westermann
19. November 2014 22:16

Kann ich während meiner Wohlverhaltensphase ein Fahrzeug anmelden ?
Hallo, ich habe folgende Frage: Darf ich ein Neufahrzeug, was über meine Partnerin finanziert wird, auf meinen Namen bei einer Autoversicherung versichern? (Grund ist die günstigere Schadenfreiheitsklasse) . Ich habe bedenken, das meine Restschuldbefreiung dadurch gefährdet wird. Vielen Dank schon mal im Vorraus.

Antworten

Ich hab eine Frage. Privatinsolvenz läuft seit knapp 3 Jahren. Hab letztes Jahr erst die Gewerkschaft nach zig Jahren gekündigt. Bin Frührenter. Nun habe ich erfahren, dass ich durch den Soku Bau von zig Jahren eine Nachzahlung erhalten kann. wir reden hier von 16 Jahren. Darf ich das Geld behalten? Es handelt sich dabei ja um Geld was ich schon Jahre vor der Insolvenz hätte beziehen können um besser leben zu können. Lohnt es sich dies geltend zu machen oder muss ich alles abgehen? Danke!

Antworten
    Jörg Franzke
    17. November 2014 22:57

    Kommt darauf an, ob Sie schon in der Wohlverhaltensperiode sind oder nicht. Vielleicht können Sie die Nachzahlung noch eine Weile hinauszögern.

    Antworten
Fabian Kühne
14. November 2014 1:20

Sehr geehrter Herr RA Franzke,
ein ehemaliger Vertragspartner welcher sich in der Verbraucherinsolvenz befindet hat über seinen Anwalt eine Forderung gegen mich eingezogen. Ich habe auf das Anderkonto des Anwalts gezahlt. Später hat mir jemand was von § 82 InsO erzählt. Muss ich jetzt unter Umständen noch mal an den Insolvenzverwalter zahlen?

Antworten

Hallo Herr Franzke
Ich bin in Wohlverhaltensperiode
was darf ich ab jetzt behalten ? Was ist mit sonderzahlungen Premien Weihnachtsgelt
guthaben strom und mieten ? Lg

Antworten
    Jörg Franzke
    13. November 2014 7:40

    In der Wohlverhaltensperiode ändert sich nicht allzu viel im Vergleich zum Insolvenzverfahren. Nach wie vor ist das Einkommen an den Insolvenzverwalter abgetreten, d.h. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld und auch das normale Einkommen wird genau so gepfändet wie bisher auch. Ob Sie Steuerrückzahlungen Betriebskostenrückerstattung und sonstige Zahlungen behalten dürfen oder nicht, richtet sich danach wann das Guthaben entstanden ist. Ist es im Zeitraum des eigentlichen Insolvenzverfahrens entstanden, steht es dem Treuhänder zu, ist es in der Wohlverhaltensperiode entstanden, steht es Ihnen zu

    Antworten
dupke nadine
6. November 2014 18:32

Hallo Hr.Franzke;

ich befinde mich im 3.ten Jahr der PI.
War in dieser Zeit länger krank und mein Arbeitgeber hat versäumt dies dem Insolvenzverwalter mitzuteilen.
Dementsprechend ist kein Krankengeld gepfändet worden.
Nun habe ich 3000€ Schulden beim IV und dieser fordert nun 90 € Rate monatlich von mir bis Ablauf der PI.
Mittlerweile bekomme ich aber auch ALG1 und habe durch die Erkrankung meinen Job verloren.Dieser Betrag ist für mich in der Höhe nicht zahlbar,da ich jetzt schon unter der Grundsicherung mit meinem Geld bin.
Was kann ich tun?
Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden,danke

Antworten
    Jörg Franzke
    9. November 2014 22:10

    Wenn vergessen wurde, das pfändbare Einkommen einzuziehen, dann ist es das Problem des Treuhänders bzw. Arbeitgebers. Sollten Sie also den Insolvenzverwalter regelmäßig und vollständig über Ihre finanziellen verhältnisse in Form von Übersendung der Einkommensnachweise regelmäßig über Ihr Einkommen informiert haben, können Sie sich entspannt zurück legen. Haben Sie dies versäumt, kann man Ihnen ohne weiteres eine verletzung der Obliegnheiten nachweisen.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

Ich befinde mich seit kurzem in der Wohlverhaltensphase. Nun erwarte ich im Dezember von meiner Krankenkasse einen Scheck über eine einmalige Prämienzahlung von 100,00 € . Muss ich diesen Scheck dem TH übergeben?

Vielen Dank für Ihre Auskunft

Mit freundlichen Grüßen

Daniela

Antworten

Hallo Herr Franzke,
ich befinde mich seit einem halben Jahr im gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan (dieser wurde einstimmig angenommen, im außergerichtlichen gab es eine Ablehnung). Es ist ein flexibler Plan mit monatlichen Raten (Anlage 7 A Insolvenzantrag). Dort ist auch der jetzige Durchschnittsnettolohn wie auch der pfändbare Teil angegeben. In der Anlage 7 B und 7 C ist zu folgendes nichts weiter Erläutert bzw. angegeben.
Ich habe eine Weiterbildung absolviert und habe nun die Möglichkeit eine andere Stelle im gleichen Unternehmen zu bekleiden.
Die neue Stelle würde ein höheren Bruttolohn versprechen, aber ich werde unterm Strich ein geringeres Netto Einkommen beziehen als dies jetzt der Fall ist, da viele Zuschläge weg (Schichtarbeit ect.).
Darf ich diese Stelle annehmen? Können die Gläubiger aus dem Grund vom gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan zurück treten?
Freundliche Grüße

Antworten
    Jörg Franzke
    22. Oktober 2014 7:22

    Klar dürfen Sie die neue Stelle annehmen. Derjenige, der für Sie den an die Gläubiger abzuführenden Geldbetrag berechnet, muss die Berechnung halt an die neuen Einkommensverhältnisse anpassen. Die Gläubiger können nicht zurücktreten.

    Antworten

Hallo Herr F.
Ich habe ca 40.000 Euro Schulden und die Möglichkeit, die 35%
( ca. 16.000 Euro)
Zu zahlen. Durch zu. Hilfe von der Familie.

Ist es während der 36 Monate notwendig stetig einen Betrag zu zahlen ca. 444 Euro, damit im 36. Monat die 16.000 ausgeglichen sind?
Oder wäre es auch zb. möglich, im 1.,2. oder 3. Oder X. Monat die ganze Summe zu zahlen, wenn mir beispielsweise die Familie das Geld zur Verfügung stellt?
Wäre dann gleich alles endlich vorbei oder muss man die 36 Monate durchstehen?
Kann sich das negativ auswirken?

Vielen Dank

Antworten
    Jörg Franzke
    20. Oktober 2014 6:39

    Hallo,
    das Geld wird Ihnen automatisch vom Gehalt abgezogen, falls Sie über ein pfändbares Einkommen verfügen. Falls nicht, kann die Familie das Geld einzahlen, wie sie will

    Antworten

Hallo

und zwar befinde ich mich in der insolvenz und mein freund ist am arbeiten … da er alles bezahlt strom telefon miete …usw
nun meine frage muss ich falls ich jetzt ein guthaben von strom wieder kriege an den treuehänder abgeben ? da mein freund alles bezahlt?

Antworten
    Jörg Franzke
    17. Oktober 2014 21:20

    Kommt darauf an, wer der Vertragspartner des Stromlieferanten ist. Wenn Sie das sind, weil es Ihre Wohnung ist, geht der Freund leer aus.

    Antworten

Hallo,

wie bringe ich konkret in Erfahrung was/wer mit gepfändetem Geld von meinem Treuhänder in welcher Form bedient wird? Gibt es eine Art Auflistung oder Nachweis, wenn ja wie und wo bekomme ich diese/n ?

MfG Fr. Bravo

Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

erlischt die Wirkung aus Pfüb (zugestellt vor dem Inso-Antrag)
nach der Wohlverhaltensphase, wenn die Forderung aus vorsätzlich unerlaubter Handlung beruht? Es geht hier um eine Lohnpfändung des Insolvenzschuldners.

Antworten
    Jörg Franzke
    3. Oktober 2014 7:19

    Nein erlischt nicht. Der Gläubiger kann im Anschluss an die Insolvenz erneut das pfändbare Gehalt für sich beanspruchen.

    Antworten
ameliehillmann
12. September 2014 19:50

Hallo Herr Franzke,

seit Februar 2010 befinde ich mich in der Privatinsolvenz und habe immer sehr gewissenhaft jegliche Art von meinen monatlichen Einkünften bei meinem Insolvenzverwalter angegeben.
Heute bekam ich die Betriebskostenabrechnung von 2013.
Es handelt sich um ein großes Guthaben.
Selbstverständlich werde ich gleich Montag die Kopie hinbringen, aber ich bitte Sie trotzdem darum, mir mitzuteilen, ob ich das Guthaben behalten darf oder ob es pfändbar ist und wenn ja, wieviel ich als Alleinstehende ohne Unterhaltsverpflichtungen behalten darf.
Vielen Dank für Ihre Antwort

Antworten
    Jörg Franzke
    16. September 2014 19:55

    Die schlechte Nachricht ist leider, dass Sie dieses Guthaben vollständig an die Insolvenzmasse abführen müssen. Nur der nicht pfändbaren Teil des Einkommens ist Ihnen vorbehalten, alle anderen Einkünfte gehen zur Insolvenzmasse.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

ich befinde mich in der WP und wollte gerne wissen, ob ich ein Vollzeitstudium machen darf. Ich habe eine abgeschlossene Berufausbildung und arbeite. Neben der Arbeit besuche ich eine Abendschule, um mein Abitur nachzuholen. 2015 wäre ich dann fertig. Ich habe schon gelesen, dass man ein Studium machen kann, wenn es sich in die Lebensplanung einfügt. Stimmt das?
Bei meiner Arbeit werde ich voraussichtlich auch keinen pfändbaren Betrag erwirtschaften können.

LG

Antworten
    Jörg Franzke
    16. September 2014 19:58

    Ja, Sie dürfen das Studium beginnen. Falls der Insolvenzverwalter Ihnen das Studium verbieten will und Sie auffordert, in Ihren gelernten Beruf zu arbeiten, um eine pfändbares Einkommen zu erwirtschaften, Sie ihm eine freiwillige Zahlung von ca. 50 € Monatlich an.

    Antworten

Hallo,
Ich befinde mich momentan in der Wohlverhaltensphase. Im Mai lief mein Arbeitsvertrag aus und ich habe mich auch sofort um eine neue Stelle bemüht und diese auch bekommen. Allerdings ist das eine Teilzeitstelle mit einem Verdienst von 900€ brutto. Die Gehaltsabrechnung liegen dem Treuhänder auch vor nun hat dieser aber meinen jetzigen Chef angeschrieben und ihn über die Insolvenz informiert. Ist das überhaupt erlaubt? An meinem Gehalt ist ja eh nichts zu pfänden ! Es war in der Vergangenheit schon schwer genug einen Arbeitsplatz zu finden mit Privatinsolvenz und so “erfreut” war mein Chef darüber auch nicht solche Post zu bekommen

Mit freundlichen Grüßen

Antworten
    Jörg Franzke
    16. September 2014 20:10

    Leider ist das erlaubt. Auch wenn Ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze liegt, sind Sie verpflichtet, den pfändbaren Teil Ihres Einkommens diesem Insolvenzverwalter abzuführen. Hierzu darf er den Arbeitgeber informieren.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

meine Freundin hatte einen befristeten Mietvertrag und mit sehr viel Glück konnte Sie bei meinem Vermieter auf Grund meiner Bürgschaft und Kreditgabe bzgl. der Kaution eine Wohnung finden.
Gegen den vorherigen Vermieter hat meine Freundin noch offene Forderungen, die zum Teil vor Abschluß ihres Insolvenzverfahrens und des Beginns der Wohlverhaltensphase liegen. So kann bis Ende dieses Jahres die 2012 nicht abgerechneten Nebenkosten zurückverlangt werden, sowie wegen 25% kleinerer Wohnung als im Mietvertrag angegeben soll versucht werden, diesen Betrag zurück zu klagen.

Es besteht ausserdem die begründete Befürchtung, dass der ehemalige Vermieter sich die vorherige Kaution “unter den Nagel reissen will”.

Allerdings möchte ich, dass mir meine Freundin diese Forderungen vertraglich abtritt, damit meine Forderungen ihr gegenüber abgesichert werden.

Ist dies möglich oder evtl nur eingeschränkt möglich?

Vielen Dank für eine Rat im voraus, Stefan

Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,

meine Freundin hat Privatinsolvenz und befindet sich in der Wohlverhaltensphase. Sie erhält ein relativ geringes Einkommen. Im Februar lief ein befristeter Vertrag aus, der vorsah, dass sie 120 Stunden im Monat arbeitet. Von März bis Juni wurden dann nur jeweils 100 Stunden abgerechnet, damit lag sie bei unter 900 Euro monatlich. Nun wurde rückwirkend der befristete Vertrag in einen unbefristeten umgewandelt und die 80 Stunden aus den Vormonaten im Monat Juli ausgezahlt. Der Arbeitgeber hat dann auf diese volle Summe komplett den Pfändungssatz von ca 450 Euro an den Gläubigeranwalt überwiesen, ohne die Summe auf die vorherigen Monate aufzuteilen.
Ist das rechtlich haltbar? Wer ist in der Pflicht, nachzubessern? Der Gläubigeranwalt mauert und verweist auf den Arbeitgeber, obwohl der Vorgang offensichtlich ist.
Vielen Dank, dass Sie sich hier soviel mit Ihrem Rat einsetzen.

mit freundlichem Gruß, Stefan

Antworten
    Jörg Franzke
    7. September 2014 20:45

    Ja, rechtens ist das auf jeden Fall. Es gibt Insolvenzverwalter, die so kulant sind, eine derartige Nachzahlung auf die Monate rückwirkend umzulegen, aber einen Rechtsanspruch hat man darauf leider nicht. Sorry für die schlechten Nachrichten.

    Antworten
Maximilian
6. August 2014 7:12

Hallo,
meine Frau und ich sind beide seit 2 Jahren in der Privatinsolvenz.
Jeder hat einen eigenen Insolvenzverwalter bekommen.
Ich verdiene 1340 € Netto, dieser Betrag ist Pfändungsfrei da meine Frau Unterhaltsberechtigt ist , also bis ca. 1450 darf ich Pfändungsfrei verdienen.
Welchen Betrag darf meine Frau dazu verdienen der nicht gepfändet wird ??

Antworten
Katharina Finke
2. August 2014 14:31

Sehr geehrter Herr Franzke,
ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase. Noch 2 Jahre dann ist alles durch. Nun habe ich heute Post vom Insolvenzverwalter eines Schuldners von mir erhalten. Mir wurde mitgeteilt, das Masse zur Verteilung zur Verfügung steht. Das bedeutet, ich habe Geld zu erwarten. Wieviel das ist, weiß ich noch nicht. Bin ich dazu verpflichtet das meiner eigenen Insolvenzverwalterin zu melden, oder darf ich das Geld behalten. Soweit ich weiß ist alles was in der Wohlverhaltensphase (außer pfändbares Einkommen und Erbschaft) an Geld rein kommt nicht meldepflichtig. Wie verhalte ich mich hier richtig, ohne meine eigene Insolvenz zu gefährden? MfG Katharina Finke

Antworten
    Jörg Franzke
    4. August 2014 21:33

    Hallo,
    in der Insolvenz ist nur noch das Einkommen per Vertrag abgeschlossen, welchen Sie damals bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit dem Insolvenzverwalter abgeschlossen haben. Sonstige Einnahmen müssen Sie nicht angeben, außer Schenkung und Erbschaft.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Frankze,

habe kürzlich meine Einkommenssteuer für die Jahre 2013 und 2012 gemacht. Ich rechne, dass ich in den kommenden 2-3 Monate ca. 800,00 Euro an Erstattung erhalte.

Jetzt zu meiner Frage:
Wenn ich jetzt Privatinsolvenz betrage, sind dann auch meine 800,00 Euro weg? Angenommen ich würde Sie jetzt beauftragen für mich eine Privatinsolvenz anzumelden, ab welchen Zeitpunkt sind die 800,00 Euro nicht mehr für mich verfügbar bzw. muss dem Insolvenzverwalter abgegeben werden?

Gruss
Franzi

Antworten
    Jörg Franzke
    29. Juli 2014 19:35

    Hallo Franzi,
    wenn Sie mich morgen mit dem Verfahren beauftragen, dann wird das gerichtliche Insolvenzverfahren in ca. 3 bis 4 Monaten eröffnet. Bis dahin haben Sie das Geld erhalten und auch für den normalen Lebensunterhalt ausgegeben. Das ginge also in Ordnung.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

Ich habe insgesamt 35.000 Euro Schulden. Diese sind zusammengesetzt durch 4 BankKredite von insgesamt 15.000,00 Euro und 20.000,00 Euro Schulden aus einer Unteue ( ohne Anzeige)die ist als notarielle Schuldanerkenntnis festgehalten. Die 20.000 Euro werden soviel ich weiss nicht in die Insolvenzmasse einfließen, da sie aus einer unerlaubten Handlung erfolgte( bedauere zutiefst, dass es dazu kam!!!!)

Kann ich zumindest für die Bankschulden(15.000 Euro) Privatinsolvenz anmelden? Oder kann man mir wegen der Untreue grundsätzliche eine privatinsolvenz verweigern?

Antworten
    Jörg Franzke
    29. Juli 2014 19:51

    Hallo,
    wenigstens würden Sie die Bankschulden loswerden. Vielleicht haben Sie Glück und der Gläubiger vergisst seine Forderung als unerlaubte Handlung anzumelden.

    Antworten
Denise schreiber
13. Juli 2014 12:32

Hallo, mein mann ist in der wohlverh. er besitzt kein eigenes Auto. Seine mutter hat damals eine auto finanziert für ihn und er zahlte immer die raten. Doch nun ist seine mutter unerwartet schwer krank geworden. Sie wird dies nicht überleben. Also im Sterbefall wird auch das Auto weg fallen. Nun will die mutter ihr Auto seinem Sohn schenken. Ist das ne gute Idee? Oder sollte sie es einem guten freund schenken und er fährt damit? Er braucht ein Auto um zur arbeit zu kommen. Das ist auch kein neu wagen mehr. Also 11 Jahre alt. Zudem will er das erbe ausschlagen muss er etwas davon erwähnen? Lg

Antworten
    Jörg Franzke
    14. Juli 2014 6:41

    Hallo,
    wenn er das Erbe ausschlagen will, muss er nichts erwähnen. Ihr Mann soll sich eine Bestätigung vom Arbeitgeber holen, dass er das Auto für die Arbeit braucht, dann kann er es sich schenken lassen. Andernfalls wäre die Variante mit dem Freund die bessere Lösung.

    Antworten

Lieber Herr Franzke,

habe ich einen Anspruch auf Aushändigung einer Art Kontoauszug meines Treuhandkontos, bzw. einen schriftlichen Überblick über die gepfändeten Beträge und deren Verteilung?

MfG Bravo

Antworten
    Jörg Franzke
    11. Juli 2014 6:18

    Hallo,
    haben Sie nicht. Sie können allenfalls zu Gericht und Akteneinsicht beantragen. Dort befinden sich Abrechnungen des Treuhänders, die sie einsehen können.

    Antworten

Sehr geehrter herr franzke,
Ich befinde mich in der wohlverhaltensphase der privatinso und wurde aus persohnlichen grunden den job wechseln bin auf meiner jetzigen arbeit sehr unzufrieden spricht phsysich stark belastet.bei meinen neuen job wurde ich brutto 200 euro weniger verdienen hat dies folgen auf die restschuldbefreiung?

Antworten

Hallo !
Ich habe mal eine Frage ?! Oder mehr 🙂 !?

Ich stehe kurz vor der PI ! Nun soll ich den Insolvensverwalter einige Unterlagen ausfüllen ! Nun gut kein Problem …aber !
Ich bin nicht verheiratet und habe 2 Unterhaltsverpflichtung und bald 3 ! Nun ist meine Frage : Ich bin nicht verheiratet und stehe nicht im Mietvertrag ! Und habe auch nicht Kaution gezahlt ! Muss ich den Mietvertrag und die Betriebskostenabrechnung abgeben der letzten Jahre ??? Mein Name ist dort nicht erwähnt ! Und ich mochte meiner Freundin und Kindesmutter nicht boses antuen und sie dort nicht mit rein ziehen ! Ich habe die Schulden gemacht und ich muss dafür gerade stehen ! Ich verdiene im Durschnitt 1200 Netto und Sie im schnitt max.700 Euro ! Was bleibt ? Muss ich alles von Ihr angeben obwohl wir nicht verheiratet sind und sie nirgends unterschrieben hat ???

Antworten
    Jörg Franzke
    4. Juli 2014 8:16

    Hallo,
    Ihre Freundin hat mit Ihren Schulden überhaupt nichts zu tun. Deswegen kann sie auch nicht mit hineingezogen werden. Falls Sie einen Antrag auf Verbraucherinsolvenz stellen, muss der Mietvertrag nicht im Antrag abgelehnt werden. Sie benötigen aber einen Dreizeiler von Ihrer Freundin, dass Sie mietfrei in ihrer Wohnung leben.

    Antworten

Hallo
Ich bin nicht in der PI, aber zahlungsunfähig.
Nun wurde mein Arbeitsplatz gekündigt und ich erhalte eine Abfindung auf das Konto meines Anwalts.
Es liegt noch kein gerichtliches Mahnverfahren, Lohnpfändung
Oder dergleichen vor.
Kann ich das Geld bei meinem Arbeitsrechtsanwalt abholen und darüber verfügen oder mache ich mich dann strafbar, weil ich es nicht aufgeteilt habe an die Gläubiger?
Mfg
HK

Antworten
    Jörg Franzke
    20. Juni 2014 6:46

    Hallo,
    Sie können das Geld abholen und damit Ihr Leben bestreiten. Ins Spielscasino dürfen Sie damit aber nicht.

    Antworten
Kathrin Schaefer
13. Juni 2014 22:21

hallo herr franzke,
ich befinde mich in der wohlverhaltensphase bis 12/2016 und habe nun einen job gefunden, bei dem vermögenswirksame leistungen zum tragen kommen. kann ich diese in meine sterbegeldversicherung fliessen lassen oder ggf. auf den bausparvertrag meiner 18 j.tochter, die schülerin ist und bei mir im haushalt lebt.
besten dank für die info

Antworten
    Jörg Franzke
    15. Juni 2014 15:25

    Hallo,
    weil Sie bereits in der Wohlverhaltensperiode sind, können Sie nach Belieben von Ihrem Einkommen Geld ansparen. Sie können es sich also aussuchen, ob Sie einen Bausparvertrag abschließen oder eine Sterbegeldversicherung.

    Antworten
arnt luhmann
4. Juni 2014 21:00

Hallo kurze frage habe seit 2011 eine privatinsolvenz jetzt habe ich von meinem alten arbeitgeber eine nachzahlung von urlaubsgeld und zulagen Schicht etc bekommen die klinik in der ich arbeitete hat die hälfte von 920 euro dss heist 460 an de insolvenzverwalter überwiesen ist das rechtens??? Wenn nicht an wen halte ich mich

Antworten
    Jörg Franzke
    5. Juni 2014 6:37

    Hallo, ja das ist rechtens. Den Gläubigern steht die Hälfte von dieser Nachzahlung zu.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

wird die Zeit von 6 Jahren auf 3 Jahren verkürzt, wenn ich in dieser Zeit 70% der Schulden zurückbezahlt habe?
Danke für eine Info

Antworten
    Jörg Franzke
    31. Mai 2014 20:43

    Hallo,
    die Zeit wird von sechs Jahren auf drei Jahren verkürzt, wenn Sie 35 % der zur Insolvenztabelle angemeldeten Schulden zurückgezahlt haben sowie die Gerichtskosten in Höhe von ca. 3.000-5000 €.

    Antworten
Fr. Bravo
22. Mai 2014 20:36

etwas noch im Nachgang:

es gibt ein Bruttogrundgehalt plus Zulagen, ich bin alleinstehend und habe keine Kinder. Welcher Betrag ist für mich pfändungsfrei? Meiner Information nach 1030 Euro, stimmt das? und
Darf ich die Zulagen behalten, so dass sich der Freibetrag um diese erhöht?

Danke noch einmal!

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    Jörg Franzke
    26. Mai 2014 6:51

    Der pfändbare Betrag von 1030 € dürfte in etwa hinkommen. Zulagen sind in der Regel nicht pfändungsfrei, es gibt hier aber ein Bündel von Ausnahmen, so dass ich Ihre Frage nicht eindeutig beantworten kann. Am besten Sie Fragen bei der Personalstelle Ihres Arbeitgebers. Die können über die Datev Schnittstelle das pfändbare Einkommen exakt berechnen.

    Antworten
Fr. Bravo
22. Mai 2014 20:33

Sehr geehrter Herr Franzke,

muss ich meinen Treuhänder über den Auszug meines Lebenspartners informieren – wir sind beide Hauptmieter und er wird ausscheiden.
und
Ändert dies irgendetwas an meiner Pfändungsgrenze, da ich nun höhere Kosten habe?

Danke im Voraus.
MfG
Bravo

Antworten
    Jörg Franzke
    23. Mai 2014 7:19

    Weil der Lebenspartner ebenfalls im Mietvertrag steht, würde ich vorsorglich den Treuhänder informieren. An der Pfändungsgrenze ändert sich nichs.

    Antworten

Hallo

Ich wollte gerne mal wissen wieviel man jetzt verdienen darf wenn man in der Privatinsolvensverfahen ist, also wieviel Geld für mich über bleibt.

Vielen Dank im vorraus

Antworten
    Jörg Franzke
    16. Mai 2014 20:43

    Verdienen darf man unbegrenzt viel Geld. die Höhe des Einkommens, welches man behalten darf, steht auf meiner Webseite in der gesetzlichen Pfändungstabelle. Bitte dort einfach einmal nachsehen.

    Antworten

Hallo Herr Franzke …
Ich muss mich wohl leider mit dem Gedanken der PI befassen …habe ein iPhone mit Vertrag…dies wurde mir allerdings schon nach 5 Monaten geklaut ..ich zahle den Vertrag aber noch zu Ende …platzt bei der PI der Vertrag ? Müsste ich nicht eigentlich das Handy zurück geben ?ich hab es aber ja schon ewig nicht mehr …

Antworten
    Jörg Franzke
    11. Mai 2014 21:04

    Hallo, ich glaube nicht, dass die das Handy zurück haben wollen, nach der langen Gebrauchszeit. Sie könnten aber auch weiterzahlen, wenn Sie keine Risiko eingehen wollen. Derartige Dauerschuldverhältnisse werden in der Regel nicht gekündigung, wenn man sie von dem pfändungsfreien Einkommen bezahlen kann.

    Antworten

meine frage beläuft sichraufhin.
in der wohlverhaltensphase, im letzten jahr.
die stromnachzahlung als gutschrift.
ist die abzuführen oder was geschieht damit?

Antworten
    Jörg Franzke
    4. Mai 2014 17:35

    In der Wohlverhaltensperiode können Sie die Stromnerstattung erhalten, wenn die Periode auch in die Wohlverhaltenszeit fällt.

    Antworten

Hallo, mein vater befindet sich im insolvenzverfahren was 6-7 jahre dauert.
Kann ich als sein sohn später mir ein auto im wert von 15.000€ bar finanzieren und über mein namen anmelden, aber bei der versicherung weiterhin über mein vater läuft? Sowie bei kauf eines eigentumwohnung, muss ich als sein sohn auch darunter leiden?

Antworten
    Jörg Franzke
    17. April 2014 7:35

    Hallo,

    nein, Sie müssen als sein Sohn nicht darunter leiden. Die Sippenhaft wurde abgeschafft.

    Grüsse
    Franzke

    Antworten

Darf ich ein Vollzeit-Studium absolvieren, während ich in der Wohlverhaltensphase bin?

Antworten
    Jörg Franzke
    13. April 2014 21:11

    Wird verschieden gehandhabt. Wenn Sie bereits einen Beruf haben, kann es sein, dass es auf die Mütze gibt. Falls nicht, dürfte das Studium kein Problem sein.

    Antworten

Hallo Hr. Franzke,
was passiert, wenn ich aufgrund meines Alters keinen Job finde? Bekomme ALG2. Wie soll ich die ganzen Kosten der PI bezahlen. Lt. Obliegenheitsvorschrift soll man Vollzeit arbeiten aber einen Job kann ich auch nicht herzaubern. Zudem bin ich gesundheitlich stark eingeschränkt, sodass ich höchstens Teilzeit arbeiten kann.
Freundlicher Gruß

Antworten
    Jörg Franzke
    7. April 2014 7:24

    Hallo,

    wenn Sie keinen Job kriegen aufgrund Ihres Alters und gesundheitlicher Einschränkung, dann ist das halt so. Deswegen wird man Ihnen nicht die Restschuldbefreiung versagen. Die Restschuldbefreiung erhält man auch, wenn man kein pfändbares Einkommen erwirtschaftet.
    Grüsse
    Franzke

    Antworten
Andrea Grauting
23. März 2014 18:27

Moin Herr Franzke,

ich bin in der Wohlverhaltensphase, das Haus in dem ich zur Miete wohne soll verkauft werden. Nun wurde das Grundstück vor zwei Jahren geteilt, als das erste Haus auf dem Grund verkauft wurde und ich habe mein daraus entstandenes Vorkaufrecht geltend gemacht.
Meine Frage, mein Lebensgefährte und ich wollen zusammenziehen. Die Mutter meines Lebensgefährten würde das Haus kaufen und wir zahlen Miete an Sie und können an und umbauen.
Leider ist das Vorkaufrecht nicht an dritte übertragbar, also müßte ich das Haus kaufen und es direkt auf dem Papier wieder an meine “Schwiegermutter” weiter verkaufen.
Somit gehört das Haus kurz mir, kann man mir das in der Zeit pfänden? Ist es mir erlaubt ein Haus zu besitzen?

MfG Andrea Grauting

Antworten
    Jörg Franzke
    24. März 2014 7:14

    Hallo,

    wenn Sie in der Wohlverhaltensperiode einen Wert erwerben, den Sie in dieser besonderen Situation nicht ansparen können, ist das eine Schenkung und Sie müssen die Hälfte davon abgeben. Es kommt also darauf an, dass das Haus mit Grundschulden belastet ist, wenn Sie es erwerben. Dann ist es tatsächlich nichts wert und Sie können das Haus erwerben.

    Grüsse
    Franzke

    Antworten

Lieber Herr Franzke,

würde mein Arbeitgeber Mehrarbeit (mehr Stunden als im Arbeitsvertrag vereinbart) in Form von Zahlung einer kostenpflichtigen Weiterbildung vergüten, wäre dies pfändungs- bzw. anrechnungsfrei möglich?

Was ist mit Tankgutscheinen oder Wetgutscheinen, wie Sodexo-Gutscheinen?

Danke!

Antworten
    Jörg Franzke
    4. März 2014 7:25

    Hallo,

    alles, was auf Ihrem Gehaltsnachweis als Nettoeinkommen – also nicht der tatsächlich ausgezahlte Betrag – zählt zum pfändbaren Einkommen. Wenn der Arbeitgeber Tankgutscheine verteilt und dies Zuwendung nicht auf dem Gehaltsnachweis steht, dann zählt es nicht zum pfändbaren Einkommen.

    Grüsse
    Franzke

    Antworten

Hallo Herr Franzke,
ich habe noch keinen Antrag auf das PI-Verfahren gestellt, bereit mich allerdings gerade aktiv darauf vor. Ich würde gerne, solange ich es noch kann, mein Fahrzeug “retten” indem ich es auf meinen Bruder ummelde. Das Fahrzeug ist ein Zweitfahrzeug und hat keinen nennenswerten finaziellen Wert mehr (ca. 2000,-€), aber ich und meine Familie hängen emotional doch sehr daran. Wie glaubwürdig wäre dieses Vorgehen? Würde ein Gericht einen Nachweis über eine entsprechende Zahlung nachträglich verlangen? Oder würde ich “kein Fahrzeug vorhanden” ankreuzen, weil es ja zum Zeitpunkt der Antragsstellung auch faktisch nicht mehr mir gehört?
Vielen Dank & beste Grüße,
J. Adams

Antworten
    Jörg Franzke
    28. Februar 2014 10:08

    Hallo,

    Bei einer Prüfung wäre dieses Vorgehen überhaupt nicht glaubwürdig. Das einzige was Sie machen können ist, sich 2 Kaufpreisangebote von Kfzhändlern einzuholen. Kommt der Insolvenzverwalter später darauf, dass Sie das Fahrzeug unmittelbar vor der Insolvenz auf eine nahestehende Person übertragen haben und fordert er dieses zurück, können Sie das Fahrzeug zu dem in den Kaufangeboten genannten Preis auslösen.

    Antworten

Hallo,

welche Bezüge des Gehalts sind nicht pfändbar?
Sind alle Formen von Zuschlägen die auf ein Grundgehalt zusätzlich gezahlt werden, pfändbar? Wenn nicht, welche Zuschläge dürfen behalten werden?
Gibt es “außerordentliche” Zahlungen, oder Sonderzahlungen die behalten werden dürfen?
Wird bei einem Jobwechsel auf das Grundgehalt geachtet,dass im neuen Job nicht geringer sein darf, oder werden die Zuschläge, die monatlich unterschiedlich sind ebenfalls im Durchschnitt hinzugezogen, um eine Benachteiligung der Gläubiger auszuschließen?

Vielen Danke im Voraus!

Antworten
    Jörg Franzke
    28. Februar 2014 10:04

    Hallo,

    Welche Bezüge des Gehalts pfändbar sind und welche nicht, ist eine kleine Kunst für sich und in den Paragraphen §§ 850a und 850b ZPO geregelt. Dort gibt es einen Katalog an Ausnahmen, welche gar nicht oder nur bedingt pfändbar sind. wenn der Arbeitsplatz gewechselt wird, dann darf der Gehaltsunterschied nicht gravierend sein, es sei denn, es gibt einen Grund dazu.

    Antworten

Während der Wohlverhaltensphase sind Geschenke also doch anrechenbar? Ich meine gelesen zu haben, dass lediglich geerbtes Vermögen zur Hälfte abzugeben ist.
Kann der Treuhänder einen Jobwechsel ablehnen, auch wenn den Gläubigern kein Nachteil entstünde, da dasselbe Gehalt auch beim “neuen” Job verdient wird? Muss ich den Treuhänder also um Erlaubnis bitten und darlegen, weshalb ich den Job wechseln möchte, oder reicht es ihn lediglich in Kenntnis zu setzen, wenn der neue Arbeitsvertrag unterschrieben wird ?

Antworten
    Jörg Franzke
    18. Februar 2014 7:51

    Geschenke und Erbe gehen in der Wohlverhaltensphase zur Hälfte an den Treuhänder. Der Treuhänder kann Ihnen nicht vorschreiben, welchen Job Sie annehmen, Sie müssen ihn auch vorher um Genehmigung bitten. Sie haben lediglich eine Informationspflicht über Jobwechsel und neuen Arbeitgeber. Am besten, Sie übersenden ihm eine Kopie des neuen Arbeitsvertrages und dann regelmäßig die Einkommensnachweise.

    Antworten

Hallo,
ich befinde mich in der Wohlverhaltensperiode. Das Insolvenzverfahren wurde im Juli 2011 aufgehoben, Antrag auf Restschuldbefreiung wurde zu Beginn gestellt, im Mai 2016 endet meine Insolvenz. Mein Vater möchte mir ein Auto schenken, im Wert von ca. 4,700 Euro. Ist das ohne Schwierigkeiten möglich?

Antworten
    Jörg Franzke
    14. Februar 2014 8:02

    Hallo,

    wenn Sie sich korrekt verhalten wollen, müssten Sie die Schenkung des Autos dem Treuhänder anzeigen mit der Folge, dass die Hälte des geschenkten Wertes an den Treuhänder fließt. Vielleicht wartet Ihr Vater noch etwas mit der Schenkung.

    Grüsse
    Franzke

    Antworten

hallo,
wie ist es mit eine Fahrzeug der finanziert ist, das gehört doch eigentlich der Bank oder?? Fällt das auch unter der Insolvenzmasse??

Antworten
    Jörg Franzke
    7. Februar 2014 8:16

    Das finanzierte Auto fällt eigentlich in die Insolvenzmasse. Der Insolvenzverwalter darf dann entscheiden, ob der den Finanzierungsvertrag fortführt und das Auto verwertet oder nicht.

    Meistens interessiert den Insolvenzverwalter ein finanziertes Auto nicht, weil der Kredit höher ist, als der Wert des Autos.

    Aber das Problem: Die finanzierende Bank ist ein Gläubiger und muss mit auf die Gläubigerliste des Insolvenzantrages. Sobald die Bank von der Insolvenz erfährt, kündigt sie den Kredit und nimmt das Auto weg.

    Wenn Sie das Auto unbedingt “Behalten” wollen, könnten Sie einen Freund fragen, ob der das finanzierte Auto samt Vertrag für Sie übernimmt. Ist die Bank einverstanden, können Sie den Vetrag umschreiben und weiterfahren.

    Antworten

      Hallo Herr Franzke,

      ich stehe kurz vor der Privatinsolvenz, je nach dem wie das Ergebnis des gerichtlichen Schuldenbereinigungsplans vom Amtsgericht ausgeht.
      Ich weiß natürlich schon im Voraus, was mir monatlich vom Lohn gepfändet werden darf laut der Lohn-Pfändungstabelle von 2018 und seit 3 Monaten wird bei mir auch schon gepfändet weil ein Gläubiger es geschafft hat einen Titel zu erhalten.
      Da ich meine Lebensumstände um so zu sagen 180° gedreht habe und recht sparsam Lebe (freut mich auch sehr und bin erstaunt was man damit alles erreichen kann) , kann ich von dem Lohn was mir nach dem Pfändbarem Teil noch bleibt meine Miete bezahlen und normal von Leben.
      Zusätzlich kann ich davon sogar zwischen 450€ und 500€ pro Monat sparen.

      Meine Fragen:
      darf das monatlich gesparte Geld auf dem Konto bleiben oder würde das der Treuhänder, zusätzlich zum Pfändbarem Teil des Lohnes, am Ende des Monats mit einholen oder mit einziehen?
      Nach ein paar Monaten würde der Treuhänder ja dann auch ein beachtliches angespartes Vermögen auf meinem Konto sehen und könnte sagen, das ich so viel gespart habe das ich damit einen größeren Teil meiner Schulden abbezahlen könnte und somit zieht er es doch bestimmt ein oder?
      Aber anders herum bezahle ich ja brav jeden Monat meinen Teil laut Pfändungstabelle an den Treuhänder und mit dem restlichen Teil des Lohnes der mir zusteht darf ich doch theoretisch machen was ich will oder nicht?
      Wie sollte ich da handeln, am besten alles am Ende des Monats vom Konto abheben was übrig bleibt und irgendwo anders zur Seite legen?

      Antworten
        Jörg Franzke
        3. März 2018 9:05

        Man bezeichnet das Ersparte als “Neuerwerb” und diesen wird der Insolvenzverwalter auf jeden Fall pfänden. Also sollten Sie nicht auf dem Konto sparen, sondern allenfalls in der Keksdose.

        Antworten

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