12. Im Insolvenzverfahren

Richtiger Umgang mit dem Insolvenzverwalter

Wie die Insolvenz verläuft, liegt insbesondere an der Person des Insolvenzverwalters und wie Sie mit der neuen Situation zurecht kommen. Deshalb hierzu ein paar Verhaltenstipps:

Bedenken Sie, der Insolvenzverwalter ist nicht Ihr Freund, sondern Ihr Feind. Behandeln Sie ihn respektvoll.

Der Insolvenzverwalter ist auch nicht Ihr Rechtsanwalt. Das heißt, er wird kaum reagieren, wenn Sie Fragen haben oder mit ihm sprechen wollen. Dazu ist er nicht verpflichtet.

Lassen Sie den Treuhänder deswegen in Ruhe. Wenn er etwas von Ihnen will, wird er sich SCHRIFTLICH bei Ihnen melden. Beantworten Sie seine schriftlichen Anfragen ebenfalls schriftlich und behalten Sie eine Kopie Ihres Schreibens als Nachweis.

Neben Ihren Einkommensverhältnissen recherchiert der Treuhänder auch nach Steuerrückerstattungsansprüchen und Betriebskostenerstattung, weil beides zur Insolvenzmasse gehört. Also wird er entsprechende Unterlagen von Ihnen abfordern.

Im Insolvenzverfahren können Sie nach wie vor tun und lassen, was Sie wollen. Sie müssen den Insolvenzverwalter beispielsweise nicht fragen, ob Sie in den Urlaub fahren oder die Wohnung wechseln dürfen.

Der Insolvenzverwalter ist nur für die Insolvenzmasse da. Das heißt: Wie Sie Ihr pfändungsfreies Einkommen ausgeben, geht nach wie niemanden etwas an!

Sie müssen nur in zwei Fällen von sich aus automatisch tätig werden: Wenn Sie umziehen oder wenn sich Ihre Einkommens- oder Vermögensverhältnisse ändern. Informieren Sie den Insolvenzverwalter darüber ebenfalls schriftlich.

Irgendwann hat das Verfahren sich eingespielt und Sie werden nichts mehr von dem Treuhänder oder Gericht hören. Das ist normal und ein gutes Zeichen. Lassen Sie es so laufen.

Vergessen Sie nie, dass auch Sie als Schuldner nicht rechtlos sind. Sollte der Insolvenzverwalter die Grenzen überschreiten, ist eine Beschwerde beim Insolvenzgericht durchaus angebracht.

In der Regel dauert das eigentliche Insolvenzverfahren etwa ein bis zwei Jahre. Die Aufgaben des Insolvenzverwalters bestehen in dieser Zeit einerseits darin, die genaue Höhe Ihrer Schulden zu ermitteln und andererseits die Insolvenzmasse zu Geld zu machen.

„Zu Geld machen“ bedeutet hier zweierlei. Einerseits verwertet der Insolvenzverwalter alle Lebensversicherungen, Sparbücher, Fahrzeuge, usw. und schreibt den Verwertungserlös einem Sonderkonto gut.

Andererseits pfändet er – falls vorhanden – den pfändbaren Teil Ihres Einkommens.

Sobald der Insolvenzverwalter die Verwertung der Insolvenzmasse und die Feststellung aller Schulden abgeschlossen hat, bestimmt das Insolvenzgericht den Schlusstermin. Dort verteilt das Gericht die Insolvenzmasse an die Gläubiger.

Damit ist das eigentliche Insolvenzverfahren abgeschlossen.

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44 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Karla Berg
5. März 2019 11:19

Sehr geehrter Herr Franzke, mein Verbraucherinsolvenzverfahren wurde am 19.02.2013 eröffnet und auf 6 Jahre festgelegt. Ich bin die Wohlverhaltensphase ohne Vorkommnisse durchlaufen. Obwohl die 6 Jahre um sind, habe ich bis jetzt weder von meinem InsoVerwalter noch vom InsoGericht eine schriftliche Mitteilung über meine Restschuldbefreiung erhalten. Auf eine telefonische Anfrage beim InsoGericht erhielt ich von der Sachbearbeiterin die Antwort: “Mehr als Arbeiten können wir nicht.” Was kann ich jetzt tun? 2.Frage: Ich bin EU-Rentnerin, mein Einkommen lag alle 6 Jahre unter der Pfändungsgrenze-können jetzt noch Kosten für den InsoVerwalter oder das Verfahren auf mich zukommen?

Antworten
    Jörg Franzke
    10. März 2019 18:12

    Wenn Sie während des Insolvenzverfahrens nichts zur Insolvenzmasse abgeführt haben, werden Sie noch die Verfahrenskosten in Höhe von ca. 2.500 EUR bezahlen müssen. Wenn Sie dann darüber irgendwann die Rechnung erhalten, können Sie wiederum Ratenzahlung vereinbaren, zu wirklich machbaren kleinen Raten.

    Antworten

Hallo,
ich bin jetzt seit fast einem Jahr in der PI. Beim Erstgespräch mit dem Indolvenzverwalter wurde mir gesagt, dass ich nach 1 Jahr in eine andere Phase Rutsche. Steuern dürfte ich dann behalten. Leider kann ich nichts dazu lesen. Bei dem Gespräch war ich bei so vielen Infos überfordert. Habe ich das was falsch verstanden? Meine Verwalterin ist noch recht neu und sehr genau, dass macht es nicht leichter. Vielen Dank im Voraus

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    Jörg Franzke
    24. Februar 2019 20:48

    Sie müssen abwarten, bis das Insolvenzgericht den Schlusstermin abhalten wird. Dann beginnt die Wohlverhaltensphase. Also am besten haben Sie noch etwas Geduld.

    Antworten
Thomas Fritsche
20. Februar 2019 16:48

Hallo Her Franke,
mein Insolvenzverfahren ist vor knapp einem Monat eröffnet worden.
Gestern hatte ich den ersten Termin mit dem IV und er verlangt nun Kontoauszüge der letzen 4 Jahre?? In seinem Einladungsschreiben hat er nur Kontoauszüge der 3 Monate vor Insolvenzantrag gefordert.
Angeblich will er sehen, ob ich Vergleichszahlungen an Gläubiger geleistet habe.
Ist das rechtens?
Vielen Dank.

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Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Franke,
PI seit 04.2010, der IV beendet das Verfahren unter verschiedenen Vorwand nicht. Er hat Steuermeldungen falsch abgegeben und damit erheblichen Schaden bei mir und meiner Frau angerichtete (gemeinsame Veranlagung). U.a. verwehrt er die Akteneinsicht in die Steuerakte um den Schaden eindeutig aufarbeiten zu können. Solange er “Herr des Verfahrens” ist, kann ich ihn wohl nicht auf Schadenersatz klagen (fehlende Aktivlegitimation ?). Es droht Verjährung in der Schadensache. Wie kann ich ihn zur Beendigung des Verfahrens zwingen, damit ich in die Steuerakte Einsicht bekomme und ihn auch auf Schadenersatz aus der Pflichtverletzung (richtige Steuererklärungen abzugeben) klagen kann ?

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    Jörg Franzke
    11. Februar 2019 3:26

    Es gibt eine BGH Rechtsprechung, wonach der Insolvenzverwalter das Verfahren nach Ablauf der Wohlverhaltensphase zügig zu beenden hat. Sie haben also einen Rechtsanspruch auf Beendigung des Verfahrens, nachdem der Insolvenzverwalter bereits zwei Jahre überzogen hat. Weil das Gericht den Insolvenzverwalter beaufsichtigt, begeht letztendlich das Gericht die Pflichtverletzung, weil es den Insolvenzverwalter nicht zur Ordnung ruft. Also müssen Sie das Gericht bzw. die Justizbehörde verklagen. Oder Sie schreiben penetrant und regelmäßig im Abstand von einer Woche unfreundliche Briefe und fordern ihr Recht ein. Irgendwann werden Sie diesen Beamten so lästig, dass sie das Verfahren beenden wollen. Eine bessere Idee habe ich leider nicht.

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Guten Abend Herr Rechtsanwalt Franzke,
wenn man kurz vor Ende der PI steht, wäre im Juli 2019 dann 3 Jahre, hat der IV bzw. TH eine Auskunftspflicht welche Betrag sich auf dem Treuhandkonto befindet? Gerichts- und IV-Kosten sind bezahlt. Würde daher gerne wissen welche Betrag noch vorhanden ist.

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Hallo,

Ich befinde mich seit Januar 2016 i.d. Insolvenz.
Mein Treuhänder teilte mir damals mit das ich alles was ich an Guthaben bekomme (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Steuerrückzahlung) behalten darf… D.h. ich dürfte es jetzt behalten? Gibt es darüber hinaus auch nochmal einen Bescheid? Sprich das ich jetzt in der wohlverhaltensphase bin? Vielen Dank für die Rückmeldung

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    Jörg Franzke
    16. November 2018 17:08

    Wenn Sie bereits in der Wohlverhaltensphase sind, dann ist das so und Sie dürfen diese Sonderzahlungen in der Regel behalten.

    Antworten

Hallo

Vor kurzem (30.08.) wurde bei Gericht das IV eröffnet.
Einige Tage später habe ich auch schon Post vom zuständigen Treuhänder bekommen, dieser will morgen zu einem persönlichen Gespräch bei mir erscheinen.

Letzte Woche sind mir Unregelmäßigkeiten auf meinem -bis dahin noch normalen Girokonto- aufgefallen. Einige Abbuchungen sind zurück gegangen. Da Gläubiger mit Eröffnung des IV nicht mehr das Konto pfänden dürfen, wird die Kontosperre ja wohl vom Treuhänder stammen. Ich habe dann auch unverzüglich bei der Bank vorgesprochen und das Konto in ein s.g. P-Konto umgewandelt.

Ist es korrekt, dass der “Pfändungsschutz” rückwirkend bis zur Eröffnung des IV gilt?
Und kann der Treuhänder somit unterhalb der Pfändungsfreigrenze nichts zur Insolvenzmasse von diesem Konto hinzuführen (Es liegen rund 1100€ auf dem Konto)?

Danke für ihre Hilfe

Antworten
    Jörg Franzke
    21. September 2018 7:26

    Kann es sein, dass die Kontosperre vom Verwalter kommt. Wenn bis zur Einrichtung des P-Kontos eine Kontosperre verfügt hat, dann sind die Abbuchungen zurückgegangen. Müsste sich aber wieder einspielen.

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Hallo,
Ich befinde mich seit letztem jahr im Verbraucherinsolvenz. Seitdem waren mein mann und ich arbeitslos( ich habe 2 kinder unter 2 jahre) jetzt hat mein mann aber eine arbeitsstelle bekommen
Muss ich es meinem Treuhänder bescheid geben? Und hat das Einkommen von meinem Mann einfluss auf MEINEM Insolvenz?

Antworten
    Jörg Franzke
    28. August 2018 21:02

    Nein, die Arbeitsstelle Ihres Mannes müssen Sie dem Insolvenzverwalter nicht mitteilen. Und das Einkommen von Ihrem Mann hat auch keinen Einfluss auf Ihrem Insolvenz.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franke, meine Frage , ich bin seit zweieinhalb Jahren in der Regelinsolvenz mein Haus wurde versteigert 105000 sind rausgekommen seither sind auch Mieteinnahmen von Monatlich 417 € geflossen sowie wurde mein Gehalt gepfändet und Finanzamt Gelder wurden auch einbehalten sodass eine Summe von 135000€ schon getilgt ist meine Frage wie funktioniert es mit den 35% in 3 Jahren muss ich da irgendwas beantragen und wie erfahre ich wie viel Gläubiger ihre Gelder eingefordert haben es geht um ca.300000 Euro ein Grundstück von 450 Quadratmeter steht noch zur Versteigerung, (ohne Haus) .Danke für ihre Hilfe MfG Heike

Antworten
    Jörg Franzke
    21. August 2018 6:46

    Normalerweise stellt man einfach bei Gericht einen Antrag auf Erteilung der vorzeitigen Restschuldbefreiung. Das Gericht prüft dann, ob die Voraussetzungen vorliegen und entscheidet. Können Sie ja einfach machen. Begründen Sie Ihren Antrag ganz einfach, so wie Sie das hier beschrieben haben. Allerdings wird die Versteigerung des Hauses trotzdem noch durchgeführt.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

Ich bin seit 2012 in der Insolvenz.
Hab eine Umschulung über die Arge gemacht, dort habe ich quasi nur ein Taschengeld verdient… somit hab ich keine steuererklärung gemacht. Bisher hab ich auch noch keine abgegeben, mein Insolvenzberater fordert auch nichts an, ist dies ein versagungsgrund? Und wenn Ja (was ich nicht hoffe), werde ich darüber informiert wenn dies bei Gericht beantragt wird?

MfG

Antworten
    Jörg Franzke
    14. Februar 2018 7:43

    Solange niemand eine Steuererklärung von Ihnen haben möchte, ist alles in Ordnung und das ist auch kein Versagungsgrund.

    Antworten

Hallo,
werde demnächst eine neue Arbeitsstelle antreten. Der Arbeitsvertrag ist schon unterschrieben. Jetzt musste ich eine Schuldenfreiheitserklärung unterschreiben. Habe der Personalsachbearbeiterin mitgeteilt,dass ich in der Privatinsolvenz bin und die Restschuldbefreiung angekündigt wurde. Jetzt möchte Sie bezüglich der Schulden Nachweise und eine Erklärung. Bin ich dazu verpflichtet dem AG mitzuteilen bei wem und warum ich Schulden habe?
LG Sanne

Antworten
    Jörg Franzke
    14. Februar 2018 7:42

    Aus rechtlicher Sicht sind Sie das nicht. Aber was hilfts, wenn Sie die Auskunft verweigern, werden Sie sicherlich die Probezeit nicht bestehen.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke,
Ich befinde mich seid dem 12.07.2017 (Eröffnung des Insolvenzverfahrens) in der Insolvenz. Heute bekam ich Post vom Verwalter mit der Gläubiger Tabelle nach §175 InsO und der Hauptforderungen der Gläubiger. Jetzt stelle ich aber fest das einige Gläubiger nicht in dieser Tabelle stehen,obwohl ich diese bei Antrag der Insolvenz nachweislich angegeben habe und diese auch nochmals beim Erstgespräch mit dem Verwalter angegeben habe.Dazu gehört auch ein Kredit mit gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von ca.48000 Euro und zwei Gläubiger mit jeweils ca 500,00Euro Foderung.Ich weiß das meine Ex Frau diesen gesamtschuldnerische Kredit auch nicht mehr bedient und gerade versucht über einen Rechtsanwalt sich mit der Bank zu einigen. Jetzt zur meiner Frage,
Muss ich um meine RSB fürchten oder können diese Gläubiger nach Erteilung der RSB Ihre Forderungen neu Vollstrecken?

Antworten
    Jörg Franzke
    28. Oktober 2017 8:26

    Sie müssen nicht um die Restschuldbefreiung fürchten. Es steht einem Gläubiger frei, ob er sich am Verfahren beteiligt oder nicht. Wenn dieser Gläubiger in dem Insolvenzantag enthalten ist, dann haben Sie all Ihre Pflichten erfüllt.

    Antworten

Hallo Herr Franzke,

die Privatinsolvenz wurde vom Gericht eröffnet. Ich habe ein Guthabenkonto (bei dieser Bank habe ich nie Schulden gehabt). Wie lange dauert es, bis der Insolvenzverwalter es wieder frei gibt?
Dadurch, dass es gesperrt ist, komme ich weder an Geld, noch werde die Rechnungen (Miete, Gas/Strom etc.) bezahlt. Wollte nämlich Geld abheben, was nicht ging. Kontoauszüge konnte ich ebenfalls nicht ziehen. Die EC-Karte wurde allerdings nicht eingezogen und behalten von den Automaten.
Vom Gericht habe ich bisher noch kein Schreiben erhalte bezüglich der Insolvenz. Habe es über das Internet erfahren.

Antworten
    Jörg Franzke
    4. September 2017 6:49

    Der Insolvenzverwalter wird das Konto nicht freigeben, sondern Sie müssen das Konto schnellstmöglich in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen.

    Antworten

Sehr geehrter Herr Franzke, für Ihren Service hier möchte ich mich sehr bedanken.
Ich befinde mich leider auch in der Privatinslvenz, bin Rentner und verdiene in einigen Monaten 300,00 € mit Honorartätigkeit dazu. (Meine Rechnungen und die Zahlungseingänge übermittle ich natürlich der Insolvenzberaterin.)
Meine Bank sperrt von den 300,00 € 148,67 €. Das sind fast 49%. Wenn ich eine Festanstellung hätte, gingen von meinem fiktiven Gehalt noch Steuern und SV ab. Nach § 295 (2) darf ich den Gläubiger nicht schlechter stellen. Das impliziert im Umkehrschluss, dass ich ihn aber auch nicht besser stellen muss. Der Insolvenzverwalterin habe ich geschrieben, dass ich ein Kürzung des Betrages beantrage bzw. eine pfändungsfreistellung nach der ZPO beantragen möchte. Darauf gab es leider keine Reaktion. Was kann ich tun?

Antworten
    Jörg Franzke
    13. April 2016 10:33

    Ich denke, dass das nicht an der Insolvenzverwalterin liegt, die Ihnen zu viel Geld wegnimmt, sondern an dem Pfändungsschutzkonto. Dieses hat eine absolute Grenze von 1.079 EUR. Wenn Sie darüber verdienen, dann bucht die Bank automatisch ab, auch wenn Ihnen aufgrund der Pfändungsgrenzen mehr zusteht. Um die Grenze des P-Kontos an die gesetzlichen Pfändungsgrenzen anzupassen, müssten Sie einen Antrag beim Insolvenzgericht stellen.

    Antworten
Regina Meyer-Lietz
13. März 2016 9:07

Sehr geehrter Herr Franzke,
ich befindet mich seit Juni `15 in einer Verbraucherinsolvenz. bei dem persönlichen Gespräch bei meinem Insolvenzverwalter besprach dieser mit mir, was meine Pflichten sind und wie sich das mit meinen pfändbaren Einkommensanteilen verhält, was damit passiert.
Jetzt ist folgende Situation bei mir eingetreten. Seit diesem Gespräch habe ich nie mehr was von meinem Insolvenzverwalter gehört. Was ja auch nicht schlimm ist, denn dann läuft ja alles wie es soll.
Nun habe ich letzte Woche einen Brief bekommen, in dem er mir mitteilt, dass ich Aufgrund meiner Gehaltsabrechnungen einen Mehrbetrag auf das Treuhandkonto überweisen soll.
Nun meine Fragen. Geht dass nicht eigentlich über meinen Arbeitgeber? Setzt sich nicht der Insolvenzverwalter mit meinen Arbeitgeber in Verbindung und teilt diesem die Bankdaten des Treuhandkontos mit ? Muss ich meinen Arbeitgeber darüber informieren, dass er die Mehrbeträge dorthin abführen soll? Ist das nicht die Aufgabe des Insolvenzverwalters?

Antworten
    Jörg Franzke
    17. März 2016 9:00

    Doch das ist die Aufgabe des Insolvenzverwalters, sich an den Arbeitgeber zu wenden und dort die pfändbaren Einkommensanteile einzuziehen. Vielleicht wollte der Insolvenzverwalter einfach nur nett sein und Ihnen den Vortritt überlassen?

    Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,
im September 2010 wurde unsere Privatinsolvenz eröffnet. Jetzt sind wir aber nicht sicher, wann genau unsere Insolvenzzeit vorbei ist. Können sie uns da mit ihrer Antwort helfen, indem sie eine etwa Zeit nennen? Vielen Dank für ihre Hilfe .
mit freundlichen Grüßen
Monika H.

Antworten
    Jörg Franzke
    28. Juni 2015 20:27

    3 Jahre, wenn Sie bis dahin 35% der Schulden plus Gerichtskosten abzahlen.
    5 Jahren, wenn Sie bis dahin die Gerichtskosten abzahlen.
    Ansonsten 6 Jahre.

    Antworten

Hallo,
mein Mann und ich sind im sechsten Insolvenzjahr, im Oktober diesen Jahres ist es also geschafft. Wie bekomme ich bescheid das mein Insolvenzverfahren beendet ist?
Wie Kontrolliert der Treuhänder ob ich mich ” Wohlverhalten ” habe?
Und wenn wir ein Haus kaufen wollen, bekommen wir je wieder Geld von einer Bank?
Gilda H

Antworten
    Jörg Franzke
    1. Januar 2015 22:27

    Sie bekommen automatisch vom Gericht Bescheid. Das mit der Überprüfung Ihres Wohlverhaltens müssen Sie nicht so ernst nehmen. Das klappt schon. Geld von der Bank bekommen Sie wahrscheinlich erst nach 3 Jahren, nachdem die Schufa vollständig gesäubert ist.

    Antworten

Hallo,

ich würde gerne wissen wie sich das mit der Pfändung des Gehaltes verhält.
Wird das direkt vom Arbeitgeber geholt, oder muss ich die Differenz zwischen Freibetrag und Einkommen an der Insolvenzverwalter überweisen?

Antworten
    Jörg Franzke
    27. Dezember 2014 22:36

    Das geht alles über den Arbeitgeber. Er muss den richtigen Betrag berechnen und an den Insolvenzverwalter überweisen.

    Antworten

Hallo.
Folgende frage habe ich.
Befinde mich ihn der insolvenz seit ca 7 monaten.
Habe jetzt wieder einen vollzeit Job bekommen.
Dienstbeginn 4.30 uhr Morgens.

Darf ich ein zu verfügung gestelltes Auto ( Ein 16 Jahre altes fahrzeug von einem Bekannten ) dazu benutzen um meiner Tätigkeit nach zu kommen?

Mit Bus und Bahn müsste ich ca 3.30 Los um ca 4.15 vor ort zu sein.

MFG

F.Ioannis

Antworten

Sehr geehrter Herr Frauzke, ich hatte mich im Mai 2011 an eine Schuldnerberatungsstelle gewandt, da ich 7 Gläubiger mit einem Forderungsvolumen von ca. €45.000, hatte, die ich jedoch, aufgrunden meines guten Gehaltes, immer pünktlich und regelmäßig bedient hatte. Ich hatte die Schulderberatungsstelle aufgesucht, da diese mir helfen sollte, eine evtl. Umschuldung vorzunehmen, damit ich nur noch einen Gläubiger habe. Die Beratungsstelle machte mir Hoffnung und hatte versucht, den 7 Gläubigern eine gewisse Quote anzubieten um so auch meine Verbindlichkeiten zu reduzieren. Als meine langjährige Hausbank das Schreiben erhalten hatte, machte diese sofort eine Kontopfändung bei mir. Daraufhin hatte mir die Beratungsstelle geraten, sofort in die Verbraucherinsolvenz zu gehen. Heute, fast 3 Jahre nach Einreichen der Inso beim Gericht, habe ich statt der v. g. €45.000,00 Verbindlichkeiten, €50.000,00 zu zahlen, obwohl “nur” 5 Gläubiger mit einem Forderungsvolumen von €35.000 + €2600,00 für nachrangige Forderungen angemeldet haben! Der TH stellt mir 12,5% der Insolvenzmasse in Rechnung, was €11.000,00 ausmacht. Am Der Schlusstermin wurde für den 25.09.14 angesetzt. Der TH meine, er hätte das so machen müssen, da ich ja in einer Erbgemeinschaft eingetragen bin und ich ja auf keinen Fall wollte, dass Er das Haus / Grundstück veräussern solle, wo noch meine 88 jährige Mutter drin wohnt. Mein Gehalt wird immer noch gepfändet, angeblich bis zur Aufhebung des Verfahrens. Ich fühle mich von der Schuldnerberatungsstelle falsch beraten, was den Weg in die Inso anbetrifft! Was ist Ihre Meinung dazu? Danke für eine Rückmeldung. Gruß H. B.

Antworten
    Jörg Franzke
    15. August 2014 22:04

    Hallo,
    sagen wir so: Die Schuldnerberatung hat Ihnen nicht von Anfang an die Wahrheit gesagt, es wäre von vornherein klar gewesen, dass ein Schuldenvergleich bei Ihnen nicht möglich ist. Ansonsten verläuft Ihr Insolvenzverfahren völlig normal. Wie hoch die Schulden tatsächlich sind und wieviel der Insolvenzverwalter dabei verdient, muss Ihnen letztendlich egal sein, darauf haben Sie keinen Einfluss. Halten Sie also noch ein bisschen durch, dann haben Sie es geschafft.

    Antworten

Hallo habe mal ei e frage wie verhält sich das wenn ich i die privatinsolvents gehe und eine garten habe muss ich den den abgeben ?

Antworten
L. Marleen
17. Juli 2014 9:11

Hallo, habe zwei Fragen:
Ich bekomme zu meinem Bruttogehalt eine Kinderzulage, die mein Brutto erhöht. Wird diese Kinderzulage (oft im ÖD üblich) meinem Gehalt zur Nettobereinigung und Feststellung des Pfändbaren Einkommens berücksichtigt, oder abgezogen. Konnte darüber nämlich nichts finden. Zweitens: ich habe einen Kredit zu laufen. Wenn es zur Insolvenz kommt, wie wird die Bank (der Gläubiger )das Darlehn in der Regel ansetzen, der tatsächliche Ist -Betrag,? oder der Betrag, der laut Vertrag zzgl. Zinsen und so schlussendlich am Ende zu bezahlen wäre?
Danke für Ihre Hilfe
Lg Lilly

Antworten
    Jörg Franzke
    21. Juli 2014 19:52

    Hallo,
    sehen Sie auf Ihrem Einkommenzettel nach dem “gesetzlichen Netto” nach. Dies ist die Bemessungsgrenze zur Berechnung des pfändbaren Einkommens. Die Benk setzt den tatsächlich geschuldeten Betrag an.

    Antworten

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