2 Schritt: Privatinsolvenz beantragen

Die Privatinsolvenz beantragen Sie mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Formular

Am Anfang der Privatinsolvenz steht der Antrag auf Privatinsolvenz. Dies ist ein gesetzlich vorgegebenes Musterformular, in welchem sehr ausführlich Ihre finanziellen Verhältnisse wie Einkommen und Schulden abgefragt werden.

Der Antrag ist SEHR sorgfältig auszufüllen. Besitzen Sie beispielsweise noch ein altes Konto mit einem Guthaben von 3 EUR, geben Sie dieses an. Oder Sie schließen es vor dem Insolvenzverfahren. Denken Sie beispielsweise auch daran, Ihre vermögenswirksamen Leistungen anzugeben.

Das Ausfüllen wird in der Regel von der Kanzlei oder Schuldnerberatung übernommen. Diese müssen Sie ohnehin mit der außergerichtlichen Schuldenbereinigung beauftragen.

Auch wenn die Kanzlei den Antrag ausfüllt, überprüfen Sie ihn auf jeden Fall auf Vollständigkeit. Im Zweifel halten Sie den Kopf dafür hin, dass alles richtig ist.

Ein unvollständiger Insolvenzantrag kann einen Gläubiger in Versuchung bringen, Ihnen die Restschuldbefreiung streitig zu machen. Dies muss nicht sein.

Achten Sie bitte auch darauf, dass diejenigen Personen und Firmen, denen Sie Geld schulden, in der Gläubigerliste des Insolvenzantrages vollständig aufgelistet sind.

Die Abfrage des Schuldenstandes bei den Gläubigern wird von uns übernommen.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Guten Tag Herr Franzke,
ich habe einen Schuldenberater (staatlich anerkannt) aufgesucht und wir streben eine außergerichtliche Einigung an. Das Honorar (975 €) habe ich bezahlt. Nun habe ich ein ungutes Gefühl, da er sich nicht bei mir meldet und ich ihm immer hinterher telefonieren muss. Schriftliche Informationen ( Kopie Anschreiben der Gläubiger etc.) erhalte ich auch nicht. Leider ist es auch zu Fehler gekommen, indem die Gläubigeraufstellung falsch war und nun ein neuer Schuldenbereinigungsplan erstellt werden muss. Wenn der zweite Einigungsversuch scheitert, muss mein Schuldnerberater dem Amtsgericht die Ablehnungsschreiben der Gläubiger vorlegen oder reicht es aus wenn nur er schriftlich bestätigt das der außergerichtliche Einigungsversuch gescheitert ist? Kann ich Ihn bei Fehlern belangen und das Honorar zurückverlangen? Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus

Mit freundlichen Grüßen
Elena

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    Jörg Franzke
    27. Februar 2015 21:28

    Hallo,
    das wird sehr schwierig, von der Schuldnerberatung das Honorar zurückzuverlangen. Sie können die Schuldnerberatung aber jederzeit kündigen und sie auffordern, Ihnen gegenüber abzurechnen und das nicht verbrauchte Honorar herauszuverlangen.

    Antworten

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