Die besten Tipps zur Privatinsolvenz

Damit Sie möglicht schnell und einfach wieder schuldenfrei werden, habe ich Ihnen die besten Tipps zur Privatinsolvenz aus meiner täglichen Beratungspraxis zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen.

Sind Sie bereit für eine Privatinsolvenz?

So richtig über die Schulden bewusst, werden sich die Betroffenen sobald das Konto gepfändet wird. Dann geben die Betroffenen alles und wollen eine Pfändung oder den Besuch des Gerichtsvollziehers um jeden Preis vermeiden. Häufig höre ich das Zitat: „Wir leben vom Kindergeld, vom normalen Einkommen bezahlen wir Schulden“. Dieser Zustand wird jahrelang durchgehalten. Erst nachdem sich stressbedingt ernsthafte Gesundheitsprobleme einstellen und schließlich gar nichts mehr geht, suchen die Betroffenen nach Hilfe.

Die jahrelange Quälerei muss nicht sein. Wenn die Schuldenfalle zuschnappt, dann ist das eben so. Man sollte sich nichts vormachen. Wie kann man beispielsweise bei einem Gehalt von 1.200€ jemals 20.000€ Schulden zurückzahlen? Ist der Kredit bereits gekündigt, zahlen Sie mindestens 2.500€ Zinsen pro Jahr.

Leider wissen viele Betroffene nicht, dass sie nur den pfändbaren Teil ihres Einkommens für Schulden aufwenden müssen. Anstelle sich auf die Pfändungsgrenzen zu berufen, bringen die Betroffenen lieber jeden Cent zur Begleichung der Schulden auf. Geld zum Leben bleibt da nicht übrig. Rechnungen werden geschoben, es entstehen neue Löcher.

Wer in einer ähnlichen Situation steckt, sollte vernünftig sein. Er sollte alle Zahlungen einstellen und eine Privatinsolvenz beantragen. Mit der Privatinsolvenz enden alle Pfändungsversuche und nach sechs Jahren ist man schuldenfrei. Auch wenn dies eine lange Zeit ist, so besteht zumindest wieder Hoffnung und in das Leben kehrt wieder Ruhe ein.

Wenn Ihnen nach Abzug der Kreditraten zum Leben weniger als die gesetzliche Pfändungsgrenzen bleibt, sind die Schulden außer Kontrolle geraten. Spätestens dann sind Sie reif für die Privatinsolvenz.

icon zu fast track bei Privatinsolvenz

Falls möglich, die Privatinsolvenz auf 1 Jahr verkürzen

Seit mehreren Jahren ist es gesetzlich möglich, die durchschnittlich fünfjährige Laufzeit der Privatinsolvenz auf maximal ein Jahr zu verkürzen. Die Verkürzung der Privatinsolvenz erfolgt mit einem Insolvenzplan oder auch Planinsolvenz genannt.

Der Insolvenzplan ist letztendlich ein Schuldenvergleich unter gerichtlicher Aufsicht, den Sie den Gläubigern anbieten und über den die Gläubiger in einem Gerichtstermin abstimmen. Im Gegensatz zum Schuldenvergleich müssen beim Insolvenzplan nicht alle Gläubiger zustimmen. Eine einfache Mehrheit der zum gerichtlichen Abstimmungstermin persönlich anwesenden Gläubiger reicht aus. Genau diese gesetzliche Regelung ist Ihre Chance!

Erfahrungsgemäß interessieren sich Gläubiger nicht für den Ausgang einer Planinsolvenz. Oft stehe ich im Termin alleine da. Sie können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Banken, Finanzämter, Inkassobüros usw. aus Kostengründen nicht zu Abstimmungsterminen erscheinen.

Verfügen Sie nun über einen wohlgesonnenen Gläubiger, der im Idealfall als einziger erscheint und stimmt dieser für den Insolvenzplan, gilt der Insolvenzplan als angenommen. Alle anderen Gläubiger müssen sich fügen. Zwei Wochen später wird Insolvenzverfahren aufgehoben und Ihnen wird die Restschuldbefreiung erteilt. Damit sind Sie wie versprochen innerhalb der Jahresfrist schuldenfrei.

Damit Ihr Insolvenzplan gelingt, sind zwei Dinge wichtig: Sie brauchen einen Sponsor, der die Zahlung eines Geldbetrages an die Gläubiger verspricht, sollten diese dem Insolvenzplan zustimmen. Und Sie benötigen mindestens einen wohlgesonnenen Gläubiger, der zum Abstimmungstermin persönlich bei Gericht erscheint und für Ihren Insolvenzplan stimmt.

Hilft Ihnen ein Sposor mit einer Sonderzahlung aus, verkürzen Sie die lange Privatinsolvenz in Rekordzeit auf maximal ein Jahr.

Auf Verlangen die Vermögensauskunft abgeben

Selbst nachdem man einen Berater mit der Vorbereitung der Privatinsolvenz beauftragt hat, kommt es immer wieder vor, dass Gläubiger noch gegen Sie vollstrecken. Selbst wenn Sie in einem solchen Fall vor einem Gerichtsvollzieher die Vermögensauskunft abgeben müssen, können Sie den Vollstreckungsversuchen der Gläubiger gelassen entgegensehen. Wer sich einmal für das Insolvenzverfahren entschieden hat, für den sind alle Vollstreckungsversuche nur noch heiße Luft. Denn mehr als den pfändbaren Teil des Einkommen kann man Ihnen ohnehin nicht wegnehmen und das ist zumeist mehr, als die meisten betroffenen Schuldner bei der Bedienung ihrer Kreditraten noch haben.

Drücken Sie sich also nicht davor, noch vor der Insolvenz die Vermögensauskunft abzugeben. Wenn Sie in die Insolvenz gehen, ist die Abgabe einer Vermögensauskunft vor dem Gerichtsvollzieher völlig egal und Sie erhalten trotzdem auf jeden Fall die Restschuldbefreiung.

Geben Sie die Vermögensauskunft einfach ab, falls ein Gerichtsvollzieher Sie auch noch vor der Insolvenz hierzu auffordert. Die Abgabe einer Vermögensauskunft verschlechtert nicht Ihre rechtliche Position.

icon Verdacht auf Zahlungsunfähigkeit

Keine Überweisungen an Freunde und Verwandte

Immer wieder kommt es vor, dass ein betroffener Schuldner vor der Insolvenz noch irgendwelche Zahlungen an Verwandte oder Freunde leistet, indem er einen Geldbetrag von seinem Konto auf das Konto der nahestehenden Person überweist.

Lassen Sie das bitte sein. Solche Zahlungen vor der Insolvenz an Verwandte oder Freunde sind anfechtbar, das heißt der Insolvenzverwalter kann verlangen, dass diese Überweisung rückgängig gemacht wird. Dann ziehen Sie den Freund ungewollt in Ihre Sache hinein. Zumeist fallen zusätzlich Zinsen und Anwaltsgebühren an, sodass der gut gemeinte Freundschaftsdienst am Ende noch richtig teuer wird. Auch das Argument „ich habe ein Darlehn an den Freund zurückgezahlt“, wird keinesfalls weiterhelfen.

Keine Überweisungen an Freund oder Verwandte leisten, denn dies wäre anfechtbar. Statt dessen das Kontoguthaben in Bar abheben und in der Keksdose verstecken.

Wie verhalte ich mich gegenüber dem Insolvenzverwalter?

Wie die Privatinsolvenz verläuft, liegt insbesondere an der Person des Insolvenzverwalters und wie Sie mit der neuen Situation zurecht kommen. Deshalb hierzu ein paar Verhaltenstipps:

  • Bedenken Sie, der Insolvenzverwalter ist nicht Ihr Freund, sondern Ihr Feind. Behandeln Sie ihn respektvoll.
  • Der Insolvenzverwalter ist auch nicht Ihr Rechtsanwalt. Das heißt, er wird kaum reagieren, wenn Sie Fragen haben oder mit ihm sprechen wollen. Dazu ist er nicht verpflichtet.Lassen Sie den Insolvenzverwalter deswegen in Ruhe. Wenn er etwas von Ihnen will, wird er sich SCHRIFTLICH bei Ihnen melden.
  • Beantworten Sie seine schriftlichen Anfragen ebenfalls schriftlich und behalten Sie eine Kopie Ihres Schreibens als Nachweis.
  • Neben Ihren Einkommensverhältnissen recherchiert der Insolvenzverwalter auch nach Steuerrückerstattungsansprüchen und Betriebskostenerstattung, weil beides zur Insolvenzmasse gehört. Also wird er entsprechende Unterlagen von Ihnen abfordern.
  • Im Insolvenzverfahren können Sie nach wie vor tun und lassen, was Sie wollen. Sie müssen den Insolvenzverwalter beispielsweise nicht fragen, ob Sie in den Urlaub fahren oder die Wohnung wechseln dürfen. Der Insolvenzverwalter ist nur für die Insolvenzmasse da. Das heißt: Wie Sie Ihr pfändungsfreies Einkommen ausgeben, geht nach wie niemanden etwas an!
  • Sie müssen nur in zwei Fällen von sich aus automatisch tätig werden: Wenn Sie umziehen oder wenn sich Ihre Einkommens- oder Vermögensverhältnisse ändern. Informieren Sie den Insolvenzverwalter darüber ebenfalls schriftlich.

Irgendwann hat die Privatinsolvenz sich eingespielt und Sie werden nichts mehr von dem Treuhänder oder Gericht hören. Das ist normal und ein gutes Zeichen. Lassen Sie es so laufen. Vergessen Sie nie, dass auch Sie als Schuldner nicht rechtlos sind. Sollte der Insolvenzverwalter die Grenzen überschreiten, ist eine Beschwerde beim Insolvenzgericht durchaus angebracht.

Behandeln Sie den Insolvenzverwalter wie ein rohes Ei. Es gilt der Leitspruch: Gehe nie zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst…

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
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