Verbraucherinsolvenz oder Regelinsolvenz – Welches Verfahren muss ich durchlaufen?

Regelinsolvenz für Selbständige aller Art, Verbraucherinsolvenz für Arbeitnehmer, Rentner, Arbeitslose, usw. – in beiden Fällen wird die Restschuldbefreiung ausgesprochen – Verbraucherinsolvenz stets angenehmer, als Regelinsolvenz.

Das Regelinsolvenzverfahren ist für Personen mit Einkünften aus selbständiger Tätigkeit (also Freiberufler, Gewerbetreibende , Unternehmer) und für ehemalige Selbständige mit mehr als 20 Gläubigern oder Schulden aus Arbeitsverhältnissen.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren hingegen richtet sich an alle anderen Personen, wie Arbeitnehmer, Arbeitslose, Rentner, usw.

Welches Verfahren man durchlaufen muss, ist vom Ergebnis her betrachtet, egal. In beiden Fällen erhält der Schuldner zum Abschluss des sechsjährigen Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung.

Die Verfahren unterscheiden sich jedoch in ihrem Ablauf.

Während für das Regelinsolvenzverfahren die ausgeschlafenen, sehr professionellen Insolvenzverwalter den Schuldnern auf die Nerven gehen und möglichst alles anfechten, was irgendwie zurückgeholt werden kann, bestellen die Gerichte für das Verbraucherinsolvenzverfahren nur die “dummen” Insolvenzverwalter ein.

Der “dumme” Insolvenzverwalter für die Verbraucherinsolvenz – auch Treuhänder genannt – wird weitaus weniger bohren und er besitzt kein automatisches Anfechtungsrecht. Das ist ein imenser Vorteil für den betroffenen Schuldner und sein Umfeld.

Im Ergebnis ist die Verbraucherinsolvenz also angenehmer, als die Regelinsolvenz. Der ehemals selbständige Schuldner sollte möglichst alles versuchen, um die Voraussetzung für die Verbraucherinsolvenz zu erfüllen.

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31 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo,
letztes Jahr wurde mein Regelinsolvenz verworfen weil ich angeblich eine Einkommenserklärung nicht abgegeben haben soll was ich aber habe. Widerspruch usw. keine Chance. 2018 wäre mein Indolenz normal erdig.
Jetzt laufen mir die Gläubiger die Türe wieder ein das mich fertig macht bei 50.000 € Schulden.
Was kann man da tun jetzt ?
Das Finanzamt kommt an und will Geld. Stelle ein Antrag auf Stundung der abgelehnt wird. Grund sei das ich ja die letzten fünf Jahre keine Steuer abgegeben habe. Bin aber seit fünf Jahren in ALG II.
Die wollen Einkommenssteuer sogar aus 2009 was schon über 10 Jahre her ist.
MfG
Langen

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    Jörg Franzke
    14. April 2019 17:33

    Leider habe ich keine guten Nachrichten für Sie. Ihnen ist bis auf weiteres der Zugang zu einem zweiten Insolvenzverfahren verwehrt und die Gläubiger inklusive Finanzamt dürfen weiterhin gegen Sie vollstrecken. Vielleicht gelingt es Ihnen, die Situation in Zukunft etwas gelassener zu sehen. Man kann Ihnen von dem Wenigen was Sie haben, nichts wegnehmen.

    Antworten

Ich war bis vor einem Monat selbstständig,habe 27 Gläubiger.
Kann ich eine Privatinsolvenz machen?

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Uwe Zoschke
30. August 2018 13:23

Hallo,

ich bin seit Mai 2016 Rentner. Hatte mich beim Finanzamt ab November 2017 als Kleinunternehmer angemeldet.

In 2004 musste ich eine Regelinsolvenz beantragen. Diese wurde mir vom hiesigen Finanzamt zunichte gemacht. Ich konnte mir keinen Anwalt leisten und das war´s dann. Keine Restschuldbefreiung.

Das Finanzamt war seinerzeit der einzige Gläubiger, von insgesamt wenigen, der quasi Einspruch einlegte.

Das Finanzamt schickt gerade Pfändungen ins Blaue, ohne daß ich mit irgend jemandem davon in einer geschäftlichen Beziehung stehe. Sie machen mir das Leben wirklich zur Hölle.

Ich habe ein P-Konto.
Gerade Heute sagte mir ein Mitarbeiter des Finanzamtes das alle Beträge oberhalb des Pfändungsfreibetrags abgeführt werden müssen. War mir bekannt.
Auf meine Frage, daß es doch alles Beträge sind die ja noch versteuert werden müssen, sagte er, es stehe so im Gesetz und so wird es gemacht. Das war mir jetzt nicht bekannt.

Auf meine Bemerkung, daß ich direkt in die Pleite marschieren würde, kam nur, ich hätte ja auch andere Möglichkeiten.
Damit meinte er die Schuldnerberatung und/oder eine erneute Insolvenz.

Was empfehlen Sie mir jetzt zu tun und in welcher Reihenfolge.
Da will ein Mensch arbeiten und das Finanzamt verwehrt es einem aber.

Wirklich merkwürdige Gesetzgebung, wenn es denn so ist.

Vielen Dank für einen Antwort bereits im Vornherein

mit freundlichen Grüßen

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    Jörg Franzke
    1. September 2018 7:29

    Leider hat das Finanzamt (fast) immer recht und so ist es auch hier. Wenn Ihnen damals die Restschuldbefreiung versagt wurde, können Sie erst nach 10 Jahren wieder eine Insolvenz mit Restschuldbefreiung durchlaufen. Also lohnt es sich für Sie nicht, wenn Sie mehr als über die Pfändungsgrenze verdienen.

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Hallo. Ich bin seit 14 Monaten selbstständig. Ich habe Privat ca. 23.000€ Schulden. Geschäftlich ca. 2.000€. Insgesamt ca. 19 Schuldner +/- 2-3. Ich war 10 Wochen im Krankenhaus, ein Grund für meine finanziellen Schwierigkeiten. Eine Rückzahlung meiner Schulden halte ich für nicht möglich. Ein Freund meinte zu mir, ich soll die Regelinsolvenz anstreben, da die Privatinsolvenz sich ewig lange ziehen kann, wenn ein Gläubiger nicht antwortet. Stimmt das? … Meine Schufa ist (noch) gut… auch wenn ich kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehe. Ich wollte nächste Woche mein Gewerbe abmelden und Hartz 4 Beantragen. Soll ich mir jetzt schon ein P-Konto besorgen? Wie kann ich verhindern, dass das Hartz 4 Geld gepfändet wird? Erfülle ich überhaupt die Vorraussetzungen für eine Privatinsolvenz?

Antworten
    Jörg Franzke
    1. September 2018 7:26

    Die Laufzeit einer Privatinsolvenz und einer Regelinsolvenz ist die gleiche. Melden Sie also das Gewerbe ab und beantragen Sie ALG II, damit Sie nicht in Mietrückstand geraten. Sie können dann die Privatinsolvenz angehen.

    Antworten

Hallo,
ich befinde mich seid 17 Monaten in der Regelinsolvenz.
Werde ich bei der Beendigung der Wohlverhaltensphase informiert und wie erhalte ich eine Übersicht der Zahlungen/ Vorderungen?
Mfg

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    Jörg Franzke
    23. August 2018 7:01

    Die Wohlverhaltensphase beginnt mit dem Schlusstermin. Dieser wird Ihnen bekannt gegeben. Eine Abrechnung erhalten Sie nicht, denn die Insolvenzmasse ist ein für Sie fremdes Vermögen, auch wenn man es Ihnen weggenommen hat.

    Antworten

Hallo,
Ich bin hauptberuflich angestellt und betreibe einen handwerksähnlichen Nebenerwerb, der ca 1500 Euro im Jahr abwirft.
Jetzt habe ich privat 19 Gläubiger und über 20000 Euro schulden.
Die Schuldenberatung rät mir zum Insolvenzverfahren.
Welches kommt denn bei mir in Frage?
Das Kleingewerbe trägt nicht zu den Schulden bei und wird von mir allein geführt.

Antworten
    Jörg Franzke
    30. Mai 2018 7:01

    Solange Sie das Kleingewerbe betreiben, wäre es immer eine Regelinsolvenz. Falls Sie sich entscheiden, das Gewerbe abzumelden, dann ist es eine Verbraucherinsolvenz. Ich würde Ihnen empfehlen, das Gewerbe vorübergehend abzumelden und dann eine Verbraucherinsolvenz zu beantragen. Später im Insolvenzverfahren können Sie das Gewerbe wieder anmelden.

    Antworten

Sehr geehrter Herr RA Franzke,

ich möchte aktuell einen Gesellschafteranteil an einer GmbH verkaufen und den Erlös zur Tilgung eines Privatdarlehens bei einer nicht Verwandten Person tilgen.
Ich scheide als Gesellsch./GF entsprechend aus.

Danach möchte ich meine 2 weiteren Einzelunternehmen, wovon eines Schulden sammelt, abmelden und in Privatinsolvenz gehen.

Kann mir der Verkauf der Anteile auf die Füße fallen?
Bzw. Welchen Zeitraum sollte man vergehen lassen zwischen Verkauf und Insolvenz.

Antworten
    Jörg Franzke
    3. März 2018 9:08

    Der Verkauf der Gesellschaftsanteile wird Ihnen nicht auf die Füße fallen, wenn ein angemessener Gegenwert in Form des Kaufpreises zu Ihnen fließt. Erfährt der Insolvenzverwalter allerdings davon, dass Sie ein privates Darlehn getilgt haben, dann wird der Insolvenzverwalter die Tilgung anfechten und zurückfordern. Den Kaufpreis für die Gesellschaftsanteile dürfen Sie maßvoll verbrauchen.

    Antworten

      Sehr geehrter Herr Franzke,

      nocheinmal ein dickes Lob für Ihre Seite und ihre gelassene Art bei der Telefonberatung. nimmt viel Angst vor dem nicht ganz einfachen Schritt in die Insolvenz. Dies hätte ich schon viel eher machen sollen.

      Eine Frage noch zum erwähnten “maßvoll verbrauchen” von Guthaben.
      Muss man dies anhand Belegen nachweisen? Gibt es hierzu monatliche Pauschalen?
      Ich habe ein kleines Kind und regelmäßig Ausgaben für Schule, Kleidung etc.
      Ich möchte nicht in den Vorwurf der Verschwendung geraten aber auch die “Kriegskasse” nicht gänzlich leeren.

      Vielen Dank

      Antworten
        Jörg Franzke
        17. März 2018 11:03

        Sie müssen keine Belege aufbewahren. Wenn Sie Ihren Kostenaufwand wie bisher fortführen, dann ist alles in Ordnung. Wenn Sie also bisher beispielsweise von 2.500 € monatlich gelebt haben, wird niemand etwas sagen, wenn Sie diesen Betrag monatlich verbrauchen.

        Antworten

Guten Tag Herr Franzke,

ich war Inhaberin einer GmbH & Co. KG für diese hatte ich 2013 Insolvenz gemeldet, die wegen Mängel an Masse abgewiesen wurde und die Firma wurde aus dem HR gelöscht. Letztes Jahr habe ich dann eine Forderung vom Finanzamt von 13.000€ für Lohnsteuer und Umsatzsteuer bekommen. Die restlichen ca. 30.000€ Schulden von ca. 10 Gläubigern laufen auf mich als Privatperson. Ist es der Fall für Regelinsolvenz oder Verbraucherinsolvenz.

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Antworten
    Jörg Franzke
    10. August 2017 6:50

    Das wäre eine Verbraucherinsolvenz. Sie waren zwar selbständig, aber Sie haben weniger als 20 Gläubiger und schulden keine Arbeitslöhne.

    Antworten

Guten Abend Herr Franzke,

ich war in den letzten 7 Jahren selbständig in der Gastronomie. Nach einer Steuerprüfung wurde die Buchhaltung verworfen und meine Umsätze geschätzt. Diese ganze Prozedur fing vor 2,5 Jahren an. Im Februar 2017 gab ich mein Geschäft auf. Heute bekam ich die Zahlungsaufforderungen vom Finanzamt zugestellt. Der Betrag beläuft sich auf über € 90000,-. Ich werde um eine Insolvenz nicht herum kommen. Können Sie mir bitte sagen, welche Insolvenz in meinem Fall greift?

Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen

Antworten
    Jörg Franzke
    9. April 2017 15:40

    Wenn Sie mehr als 20 Gläubiger haben oder Arbeitslöhne schulden oder Sozialversicherungsbeiträge, ist es eine Regelinsolvenz. Falls nicht, eine Privatinsolvenz.

    Antworten
Karola Bertrams
7. Januar 2017 13:15

Hallo Herr Franzke,
ich war für ca.1Jahr selbständig,habe aus dieser Selbständingkeit noch eine Steuerrückerstattung von ca.10000€ zu erwarten.Das Gewerbe wurde vor ca.6Monaten abgemeldet.Nach dem Gewerbe war ich noch einige Monate als Angestellter tätig.
Nun bin ich gerade in die Verbraucher also Private Insolvenz gegangen.
Meine Frage:
Können die 10000€ Steuerrückerstattung aus der selbständigen Tätigkeit an die Gläubiger der Privaten Insolvenz verteilt werden,also einbehalten werden?
Das Startkapital 50000€ um das Gewerbe damals zu eröffnen habe ich mir von einem Bekannten geliehen,muss diese auch noch zurückzahlen.Ich würde Ihm gerne die 10000€ aus der Steuerrückerstattung zukommen lassen.Gibt es da irgendeine Möglichkeit das er zumindest die 10000€ schon mal bekommt?
Sicherlich eine schwierige Frage auch für Sie.

Würde mich über eine Antwort sehr freuen,und sage schon mal Herzlichen Dank!

LG Karola

Antworten
Westerbarkey, Katja
11. März 2016 11:29

Sehr geehrter Herr Franzke,
danke für Ihre tolle Seite und die Möglichkeit, sich schon mal einen “kleinen” Rat vorab zu holen!

Folgende Situation:
mein Lebensgefährte ist seit mehreren Jahren als selbständiger Handwerker (1-Mann-Betrieb) tätig. Aufgrund einiger widriger Umstände (zahlungsunwillige Kunden, Mobbing in einer Firma, für die er als Subunternehmer tätig war, anschließender Burn-Out und 3 Monate ohne jeglichen Verdienst) haben sich mittlerweile ziemliche Schulden angehäuft, insgesamt ca. 17.500 Euro, verteilt auf 5 Gläubiger. (4000,- Dispo bei der Hausbank, 6000,- Kredit bei der KfW, 2400,- Finanzamt, 2000,- Gewerbesteuer bei der Stadt und der Steuerberater mit ebenfalls ca. 2000,- . )
Seit Juni letzten Jahres hat er nun eine Teilzeitanstellung (80%-Stelle) mit einem Nettoverdienst von mittlerweile ca. 1450 Euro monatlich, das Handwerksgewerbe läuft nur noch nebenher mit einigen kleineren Aufträgen pro Jahr.
Grundsätzlich möchte er das auch gern weiterhin so betreiben, weiß aber momentan keinen Ausweg, der ganzen Schulden Herr zu werden.
Wäre eine (zeitweilige) Abmeldung des Gewerbes und anschließende Privatinsolvenz der richtige Weg? Käme evtl. ein Insolvenzplanverfahren in Betracht, wenn die Möglichkeit bestünde, daß ich ihm dafür 2000-3000 Euro zur Verfügung stellen würde ?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
Mit freundlichen Grüßen
K.W.

Antworten
    Jörg Franzke
    17. März 2016 8:54

    Ja, Ihr Freund sollte das Gewerbe abmelden und zunächst einmal mit Hilfe einer Privatinsolvenz seine finanziellen Verhältnisse neu ordnen. Danach kann er sich ja wieder selbständig machen. Ein Insolvenzplan ist denkbar, aber 3.000 EUR dürfte zu wenig sein.

    Antworten
Max Bartmann
31. März 2015 10:00

Hallo Herr Franzke,

kurzer Sachverhalt bevor ich sie telefonisch für die Erstberatung buche :-): bin Freiberufler – seit einigen Jahren (e.Kfm.), war die letzten beiden Jahre angestellt und bin seit 3 Monaten arbeitslos. Ich bekomme ab März den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit.
Ich habe < 20 Gläubiger und ca. 300 TEUR aus Privatdarlehen inkl. EST Forderungen des Finanzamts ( 20 TEUR).

Kann ich eine Verbraucherinsolvenz-Planverfahren angehen (Kopf- und Summenmehrheit wäre vorhanden)? Oder muss ich automatisch in die Regelsinolvenz als Freiberufler (e.Kfm.)?

Vielen Dank vorab!
Gruss
M.B.

Antworten
    Jörg Franzke
    7. April 2015 6:41

    Ein Insolvenzplanverfahren kann bei Ihnen durchaus sinnvoll sein. Als ersten Schritt müsste man das Insolvenzantragsverfahren durchlaufen. Danach im eröffneten Insolvenzverfahren einigt man sich mit dem Insolvenzverwalter über die Freigabe Ihrer selbständigen Tätigkeit aus der Insolvenzmasse gegen Zahlung einer monatlichen Pauschale. Als dritten Schritt erarbeitet man einen Insolvenzplan und lässt die Gläubiger abstimmen. Wenn eine Mehrheit bereits vorhanden ist, dürfte einer schnellen Entschuldung nichts im Wege stehen.

    Antworten
Roland Lott
22. Januar 2015 0:02

Ich war im Jahre 2002 für 1 Jahr selbständig, habe aus dieser Zeit noch Schulden und zwischenzeitlich haben sich weitere Schulden bei insgesamt mehr als 25 Gläubiger angehäuft. Muss ich in die Regelinsolvenz oder kann ich wegen der lang zurückliegenden Zeit der Selbständigkeit jetzt Verbraucherinsolvenz anmelden?

Antworten

Hallo Herr Franzke.

Ich bin selbständig seit weniger als drei Jahren und zusätzlich Teilzeitangestellter. Selbständig im Bereich Handel und Design. Meine Schulden, die ich nicht mehr abzahlen kann ergeben za 5500 Euro und verteilen sich auf DREI Gläubiger (Bankkredit 3000 und Anwaltskosten 2500). Da die Schuldenlast und Monatsraten Entwicklung des Geschäfts unmöglich gemacht haben, beantrage ich zurzeit noch ALG II zur Aufstockung.

Gewerbe schließen möchte ich nicht. (an sich ist das ehe Hobby-Gewerbe mit höchstens ein Paar Hundert Euro Gewinn im Monat. KEINE offene Lieferanten Rechnungen oder nicht erfüllte Kundenbestellungen)

Besteht für mich die Möglichkeit eines Privatinsolvenzverfahrens?

Wer könnte für mich eine Ratenlose Stundung für ein Jahr aushandeln um Insolvenz allgemein zu verhindern?

Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

Danke.

Antworten
    Jörg Franzke
    12. Januar 2015 22:42

    Sie müssen keinen Insolvenzantrag stellen, bei 5.500 EUR Schulden wäre das auch etwas voreilig. Eröffnen Sie zumindest ein P Konto, damit man dieses nicht pfänden kann. Dann versuchen Sie einen Vergleich. Scheitert dieser, können Sie immer noch in die Insolvenz gehen.

    Antworten
Hans-Joachim Schmidt
8. August 2014 10:32

Hallo Herr Franzke,
momentan könnte ich die Gläubiger auf unter 20 bringen um eine Regelinsolvenz zu verhindern.
Was wäre wenn im Laufe der Verbraucherinsolvenz weitere Gläubige hinzukämen? (Evtl durch aufkommende Stornos)
Herzlichen Dank für Ihre Antwort

Antworten

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