Darf ich eine Kreditkarte auf Guthabenbasis für mich einrichten?

Sie dürfen keine Kreditkarte auf Guthabenbasis einrichten und benutzen. Bitten Sie einen Freund um eine Partner-Kreditkarte. Das ist besser und Sie müssen keine Rechenschaft ablegen.

Sie dürfen keine Kreditkarte führen…

Genauer gesagt: Dürfen Sie schon, aber dann ist das Geld weg, sobald der Insolvenzverwalter davon erfährt. Denn während der Laufzeit des eigentlichen Insolvenzverfahrens ist nur das Guthaben auf einem Pfändungsschutzkonto vor dem Insolvenzverwalter geschützt. Alle anderen Kontoguthaben gehören zur Insolvenzmasse.

Auslandskonten einrichten?

Manche Mandanten fragen nach Auslandskonten. Auslandskonten schützen zwar vor Pfändung vor dem Insolvenzverfahren, weil die Vollstreckung schwierig ist. Aber in der Regel sind Insolvenzverwalter hartnäckiger als Gerichtsvollzieher und Gläubiger.

Insolvenzverwalter sucht Konten

Ist der Insolvenzantrag eingereicht, wird der Insolvenzverwalter beginnen zu recherchieren. Sobald der Insolvenzverwalter von dem Auslandskonto erfährt, schreibt er die ausländische Bank an und fordert zur Erstattung des Guthabens an die Insolvenzmasse auf. Erfahrungsgemäß wird die Bank dieser Aufforderung Folge leisten.

Kreditkarte bald wieder erlaubt

Später in der Wohlverhaltensperiode ist nur noch das pfändbare Einkommen abgetreten. Das heißt, Sie dürfen das Pfändungsschutzkonto wieder in ein normales Konto umstellen lassen und Sie dürfen auch eine Kreditkarte auf Guthabenbasis haben.

Partner-Kreditkarte ist besser

Sind Sie auch während des eigentlichen Insolvenzverfahrens dringend auf eine Kreditkarte angewiesen, fragen Sie eine nahestehende Person, ob Sie von seiner Kreditkarte eine Partnerkarte erhalten. Nahezu alle Kreditkartenanbieter stellen Partnerkarten zur Verfügung. Dann würden alle Zahlungsströme über den Freund laufen. Die Partnerkarte ist somit für den Insolvenzverwalter tabu.

Ungültige Kreditkarte vor der Privatinsolvenz