Was ist eine Privatinsolvenz und wie lange dauert es, bis ich schuldenfrei bin ?

Die Privatinsolvenz ist eine gute Möglichkeit sich zu entschulden. Die Privatinsolvenz dauert zwischen 1 und 6 Jahren. In dieser Zeit bleibt das pfändungsfreie Einkommen. Aber das ist zumeist mehr als Schuldnern nach Abzug aller Ratenzahlungen an die Gläubiger verbleibt.

Privatinsolvenz befreit Sie aus den Schulden

Das Insolvenzverfahren bietet Privatpersonen, Gewerbetreibenden und Freiberuflern eine gute Möglichkeit, ihre finanzielle Situation wieder in den Griff zu bekommen. Oft sind die Betroffenen aufgrund widriger Lebensumstände und ohne jegliches Verschulden in diese Situation hineingeraten.

Bei Schulden droht Pfändung

In dieser Situation droht den Schuldnern meistens die Pfändung. Um die Pfändung zu vermeiden, bezahlen sie die Kreditraten weiter und haben kaum mehr Geld zum Leben. Viele Schuldner wissen nicht, dass sie nur den pfändungsfreien Teil ihres Einkommens abgeben müssen.

Abschöpfung des Einkommens

Die Pfändungsgrenze beginnt bei einer allein stehenden Person bei 1200 EUR Nettoeinkommen und erhöht sich pro Unterhaltspflicht um ca. 390 EUR. Das über die Pfändungsgrenze hinausgehende Einkommen wird Ihnen zu ca. zwei Dritteln vom Insolvenzverwalter weggenommen.

Mehr Geld in der Insolvenz

Meist bleibt den Schuldnern in der Insolvenz mehr Geld, als sie jetzt freiwillig an die Gläubiger in Raten leisten. Meist geben die Schuldner über Jahre aus einem falsch verstandenden Pflichtgefühl noch ihren letzten Cent an die Gläubiger, sodass Ihnen kaum mehr etwas zum Leben bleibt.

Schulden machen krank

Nicht wenige Schuldner erkranken an dieser Situation und ihre Beziehungen brechen auseinander. Es lohnt sich nicht, wenn Sie sich derart jahrelang quälen. Wer in einer solch ausweglos erscheinenden Situation vernünftig ist, nutzt das Insolvenzverfahren und stellt einen Insolvenzantrag für die Privatinsolvenz.

Privatinsolvenz ist einfach

Das Verfahren ist einfach. Zunächst muss sich der Betroffene auf zwei Folgen einstellen: Erstens verbleibt ihm für die nächsten 5 Jahre nur der pfändungsfreie Teil seines Einkommens und zweitens muss er das pfändbare Vermögen abgeben, das am Tag der Verfahrenseröffnung vorhanden ist. Pfändbares Vermögen wäre beispielsweise eine Lebensversicherung, ein Sparguthaben oder aber auch das Auto (dazu später ausführlich mehr). Keinesfalls gehört eine normale Wohnungseinrichtung oder die Kleidung dazu. Die Lebensgrundlagen darf man Ihnen nicht wegnehmen. Ansonsten werden die Schuldner in Ruhe gelassen.

Die im Gesetz genannten „Obliegenheiten“ wie beispielsweise die „Pflicht“, jede Arbeit anzunehmen nur um ein möglichst hohes Einkommen für die Gläubiger zu erzielen, hat sich als nicht durchsetzbar erwiesen.

Als Folge des Insolvenzverfahrens müssen Sie für die nächsten 6 Jahre den pfändbaren Teil Ihres Einkommens an den Insolvenzverwalter abtreten.

Ein Schuldner erklärt die Privatinsolvenz

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