Darf ich im Insolvenzverfahren einen Nebenjob ausüben?

Nebenjob während des Insolvenzverfahrens ist selbstverständlich erlaubt – Hierzu brauchen Sie keine Erlaubnis des Insolvenzverwalters, Sie müssen ihn aber schriftlich informieren, dass Sie einen neuen Job begonnen haben.

Selbstverständlich dürfen Sie einen Nebenjob ausüben. Das hat mit der Restschuldbefreiung überhaupt nichts zu tun und hat keinerlei Auswirkung auf die spätere Erteilung der Restschuldbefreiung. Genau so wie bei Entlassung oder Jobverlust in der Privatinsolvenz.

Es ist auch nicht erforderlich, dass Sie den Insolvenzverwalter vorher um Erlaubnis bitten, ob Sie den Job annehmen dürfen. In diese Entscheidung darf er sich nicht einmischen.

Aber: Sobald Sie den Arbeitsvertrag unterschrieben haben, bzw. mit dem Nebenjob begonnen haben, teilen Sie diese Veränderung Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse dem Insolvenzverwalter schriftlich mit.

Bitte beachten:
Übersenden Sie ihm hierzu eine schriftliche Mitteilung und fügen Sie den Arbeitsvertrag am besten bei. Danach sollten Sie ihm regelmäßig Ihre monatlichen Gehaltsnachweise zukommen lassen.
Das Übersenden des Arbeitsvertrages und der Gehaltsnachweise gehört zu Ihren Informationspflichten gegenüber dem Insolvenzverwalter. Sie müssen diese Informationspflichten unbedingt einhalten und beachten.

Es gilt wie immer: Sie müssen den Insolvenzverwalter von sich aus informieren, wenn sich Veränderungen in Ihrer Einkommenssituation ergeben und wenn Sie umziehen.

Ansonsten melden Sie sich immer nur, falls der Insolvenzverwalter Sie anschreibt und irgendetwas von Ihnen haben will.

Bevor Sie den Nebenjob beginnen, sollten Sie sich allerdings überlegen, ob sich der Job für Sie wegen der bestehenden Pfändungsgrenzen lohnt. Es werden sämtliche Nettoeinkommen zusammengezählt. Anhand dem Gesamt-Nettoeinkommen wird dann der pfändbare Betrag errechnet, den Ihnen der Insolvenzverwalter wegnehmen wird.

Insolvenztabelle – Pfändungstabelle ab Juli 2019

Bitte verfahren Sie genau so, falls Sie sich in der Insolvenz selbständig machen wollen. Melden Sie einfach das Gewerbe an und übersenden Sie die Gewerbeanmeldung. Um Erlaubnis müssen Sie den Insolvenzverwalter aber nicht bitten.

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52 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Guten Abend. Durch einen Rechtsstreit mit meinem ehemaligen Vermieter, bin ich in einer unschönen Situation. Meine Rechtsschutzversicherung hat eine Kostenübernahme abgelehnt, da sie sich darauf beziehen, dass der Schaden den ich erlitten habe (fast komplette – neue – Wohnungseinrichtung zerstört durch Feuchtigkeit und Schimmel), dadurch entstand, dass der Estrich im Neubau bei meinem Einzug vorhanden war. Bei Einzug hatte ich die Versicherung erst 1,5 Monate und war noch in der Wartezeit.

    Mein erster Anwalt hat nach Erhalt von Vorschussrechnungen durch mich einfach nichts mehr gemacht.

    Ich habe dann in der Nachbarstadt eine Rechtsanwältin gefunden, die mich jetzt vertritt, aber ich kämpfe gegen Windmühlen. Nach fast 2,5 Jahren wurde vom Gericht immer noch kein Belegreifeprotokoll des Estrichs angefordert, obwohl meine RAin schon zig mal darum gebeten hat. Es wird mir auch nicht zugestanden, meinen Schaden geltend zu machen, dies liegt nun beim Landgericht zur Entscheidung. Ich lebe in einer kleinen Stadt, mein ehemaliger Vermieter ist Millionen schwer und kennt sogar die Direktorin des Gerichtes.

    Mittlerweile bin ich so verzweifelt, dass ich Privatinsolvenz anmelden möchte.

    Aufgrund der Schäden müsste ich einen Kredit aufnehmen, den ich zu 1/3 bereits abbezahlt habe. Gleichzeitig wurde meinem ehemaligen Vermieter im Urkunde erfahren ein Titel gegen mich bewilligt. Aufgrund meines Rechtsanwaltes hatte ich keine Miete bezahlt für zwei Monate, danach bin ich ausgezogen. Nach meinem Auszug liegt der Vertrag aber weiter, die Schlüssel lagen beim Anwalt, er wollte die Wohnung wegen Beweissicherungszwecken nicht rausgeben, und im Endeffekt sollte ich, ohne das auf den Schimmel und die Feuchtigkeit eingegangen wurde, sieben Monate Miete nachzahlen. Mittlerweile will der gute Mann aufgrund der Kosten die ihm durch die drei Gerichtsvollzieher entstanden sind plus Zinsen usw. zu über zehntausend Euro von mir, und mein Schaden wird komplett als nichtig abgetan. Seit zu über zwei Jahren lager ich die beschädigte Wohnungseinrichtung plus Kleidung, Bücher etc. (alles was halt durch den Schimmel zerstört wurde) in einer von mir extra dafür angemieteten Garage. Einer Aussetzung der Zwangsvollstreckung wurde auch nicht stattgegeben, ich kann sogar keine Rechtsmittel mehr gegen diese Entscheidung einlegen, weil es angeblich keine Gründe dafür gebe diese auszusetzen.

    Meine Frage ist jetzt, ich erhalte knapp 1700,00 Netto an Verdienst, habe eine 18 jährige Tochter, die noch Schülerin ist und zum Ende des Jahres ihr Studium anfängt, Hauptwohnsitz bei mir, Zweitwohnsitz in der Unistadt.

    Ich habe gelesen mit ihr zusammen wären 1600 € meines Einkommens unpfändbar. Und das Kindergeld? Kommt das als unpfändbar zu den 1600,00 Euro dazu?

    Meine Tochter übt seit einigen Monaten auch einen Minijob aus. Wird Einkommen von ihr dann angerechnet? Und ihr somit aufgrund meiner hässlichen Situation weggenommen?

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus .

    Antworten
    • Jörg Franzke
      19. Januar 2020 9:53

      Es ist richtig, dass die Pfändungsgrenze bein einer Unterhaltspflicht bei ca. 1.600 EUR beginnt. Aber wenn Ihre Tochter eigene Einnahmen in Form eines Minijobs hat, dann kann Sie nicht mehr als unterhaltsberechtigt berücksichtigt werden.

      Antworten
  • Guten Tag Herr Franzke,
    Wie schaut es nach Beendigung der Insolvenz ( also in der Wohlverhaltensphase ) mit einem Nebenjob oder Minnijob aus?
    Muß der angegeben werden und wird hiervon etwas abgezogen?
    MfG Jörg

    Antworten
    • Jörg Franzke
      19. Dezember 2019 6:09

      In der Wohlverhaltensperiode gilt das gleiche wie im Hauptverfahren: Sie müssen den Nebenjob angeben, beide Einkommen werden zusammengerechnet und daraus das pfändbare Einkommen gebildet.

      Antworten
  • Stephan Hofmann
    14. Mai 2019 12:15

    Wie verhält es sich, wenn man in der Restschuldbefreiungsphase einen VZ Job hat und nebenbei ein Kleingewerbe anmeldet?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      14. Mai 2019 16:09

      Dann muss man das Kleingewerbe auch in der Wohlverhaltensperiode dem Insolvenzverwalter anzeigen. Von den Einkünften aus selbständiger Tätigkeit müssen Sie aber nichts abgeben, weil nur noch das pfändbare Einkommen abgetreten ist.

      Antworten
  • Hallo Herr Rechtsanwalt,

    das angegeben Urteil vom BGH sagt mein Inso Verwalter würde sich auf eine selbständige Tätigkeit beziehen und keine Anwendung finden in Bezug auf nur 50% Anrechnung auf den Hauptjob! Stimmt das so? Ich arbeite Vollzeit und an einer Tankstelle und habe meinem Inso verwaltet letzte Woche mitgeteilt das ich dort seit 1.3. Arbeite und dieses Urteil ja in Betracht kommt und er mir bitte mitteilen soll wieviel ich ihm von diesem Lohn überweisen soll da ich den Lohn bar bekomme. Er will beides laut 850 zusammen rechnen lassen !? Wird der Nebenjob jetzt zu 50% angerechnet oder voll?

    Antworten
  • Hallo,
    dass Haupt- und Nebenjob zusammengerechnet werden, ist falsch, der Nebenjob ist bei einer Vollzeitstelle im Hauptjob eine überobligatorische Tätigkeit und wird wie Überstunden behandelt. Somit nur zu 50% pfändbar. Es gibt sogar ein Urteil dazu:
    BGH 26.06.2014 IX ZB 87/13

    Antworten
    • Da habe ich einen Insolvenzverwalter, der das Gegenteil behauptet. Trotz 40-Wochenstunden-Job UND zusätzlichem Minijob für 400.- Euro netto verlangt er, dass beide Nettoeinkommen zusammengelegt werden und daraus die erechnete Pfändung erfolgt. Welchen Sinn sollte dann ein ZUSÄTZLICHER Minijob für einen Schuldner haben?

      Antworten
      • Jörg Franzke
        4. April 2019 20:52

        Ganz ehrlich: ein zusätzlicher Nebenjob hat überhaupt keinen Sinn für einen Schuldner. Es ist rechtlich nicht zu beanstanden, dass der Insolvenzverwalter beide Einkommen zusammenrechnen und daraus das pfändbare Einkommen berechnen lässt. Also können Sie sich ausrechnen, ob sich der Nebenjob wirklich für Sie lohnt. Ich meine nicht.

        Antworten
  • Herr Franzke,
    ist es richtig, dass mann in der Privatinsolvenz durch eine Heirat ( mein Schatzarbeitet 50% ) eine Unterhaltspflichtige Person in den Pfändungsfreibeträgen erhält ?
    Und muss bei einer Heirat etwas beachtet werden damit Sie nicht für die Verbindlichkeiten in meiner Privatinsolvenz belangt werden kann ?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      9. August 2018 5:59

      Nein, das ist nicht richtig. Nur wenn Ihr Schatz nicht arbeiten würde, würde er als Unterhaltspflicht bei der Berechnung des pfändbaren Einkommens berücksichtigt werden.

      Antworten
  • Oliver Bartl
    30. Mai 2018 12:00

    Hallo….. Bin jetzt in der Insolvenz. Habe ca 1700 Euro netto und einen 450 Euro Job. Wie wird der Nebenjob gerechnet? Vielen Dank

    Antworten
    • Jörg Franzke
      3. Juni 2018 16:53

      Beide Einkommen werden zusammengerechnet und daraus bildet man dann die Bemessungsgrenze für die Ermittlung des pfändbaren Einkommens.

      Antworten
  • Man ist in der Regel Insolvenz und jetzt Hausfrau könnte jetzt einen 450€ Job annehmen um etwas zum Lebensunterhalt beizusteuern wir leben jetzt nur von der Rente meines Mannes was würde mir abgezogen?

    Antworten
  • Guten Tag ich heiße Petra bin in einer privat Insolvenz und verdiene in meinem Haupt Job 1250 Euro und möchte einen Mini Job anfangen wo ich 300 Euro verdiene mit welchem pfändunsbetrag muss ich rechnen würde mich sehr über eine Antwort freuen vielen Dank

    Antworten
    • Jörg Franzke
      22. März 2018 20:34

      Wenn Sie kein Kind haben, dass würde man Ihnen ca. 250 Euro wegnehmen. Der Job lohnt sich also nicht wirklich.

      Antworten
  • Ich bin seit 1 Jahr in privat insolvenz und zurzeit noch im 3 Ausbildungsjahr. Habe mir Jezt ein nebenjob gesucht, darf ich das Geld dann behalten? Oder nicht? Verdiene in der Ausbildung 900 plus nebenjob sind es ja dann 1300, wird mir das weggenommen?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      4. Februar 2018 9:26

      Sie müssten dem Insolvenzverwalter den neuen Job bekannt geben. Dieser zählt dann beide Einkommen zusammen und bildet daraus das pfändbare Einkommen. Das dürften bei Ihnen ca. 150 € sein.

      Antworten
  • Wird der Arbeitgeber des Minijobs(ca.€150 im Monat) auch von dem Insolvenzverwalter informiert dass man in der Insolvenzverfahren ist?

    Antworten
  • Hallo meine Frage habe mich vor Einen halben Jahr von meiner Frau getrennt.Zahlen 364 Euro unterhalt.Werde wohl in die PrivatInsolvenz gehen.Verdiene 1500 Netto und eine Neben job von 300 Euro, was bleibt mir da zu Leben.Muß Ich Unterhalt zahlen oder ist es besser den Nebenjob wegzulassen

    Antworten
    • Jörg Franzke
      30. November 2017 6:42

      Sie werden den zukünftigen Unterhalt weiter bezahlen müssen und der Nebenjob lohnt sich nicht so richtig für Sie.

      Antworten
  • Guten Tag!
    Ich habe eine Frage zum Thema Nebenjob. Ich war freiberuflich tätig als sich die Schulden angehäuft haben. Ich habe meine Selbstständigkeit aufgegeben und arbeite seit mehr als einem Jahr im Angestelltenverhältnis und habe weniger als 19 Gläubiger. Das würde bedeuten, dass ich in die Privatinsolvenz gehen könnte.

    Ist es mir erlaubt neben meinem Angestelltenverhältnis eine freiberufliche Tätigkeit vor Beantragung der Insolvenz aufzunehmen, die nicht mehr als 100, 150 Euro im Monat einbringt ohne gleich in die Regelinsolvenz zu gehen? Ist trotz eines freiberuflichen geringfügigen Nebenjobs die Privatinsolvenz möglich oder würde ich dann in die Regelinsolvenz rutschen?

    Freundliche Grüße

    Antworten
    • Jörg Franzke
      5. Juli 2017 16:16

      Das ist leider nicht möglich. Sobald Sie in irgendeiner Weise selbständig sind, ist die Regelinsolvenz das richtige Verfahren. Aber die Verfahren sind inzwischen so weit angeglichen, dass es fast schon keine Rolle mehr spielt, welche Insolvenz Sie durchlaufen.

      Antworten
  • Hallo
    Ich bin in 3 Monaten soweit das mir nichts mehr gepfändet wird und das 7 Jahr beginnt. Mein Treuhänder gibt mir keinerlei Infos was mich erwartet.
    Darf ich dann einen 450 Euro Vertrag abschliessen und das Geld behalten?
    Direkt nach der letzten Pfändung?
    Was passiert im letzten Jahr? welche Fehler kann ich machen und welche Pflichten habe ich und auch der Verwalter?
    Vielen Dank

    Antworten
    • Jörg Franzke
      6. März 2017 6:52

      Nachdem die sechsjährige Laufzeit der Gehaltsabtretung abgelaufen ist, können Sie wieder so viel verdienen wie Sie wollen. also auch den neuen Job annehmen. Im letzten (siebten) Jahr passiert gar nichts und Sie können auch nichts falsch machen. Es gibt auch keinen Insolvenzverwalter mehr.

      Antworten
  • Lieber Herr Franzke,
    Ich habe einen Beruf den ich ausübe und hätte jetzt die Gelegenheit bei meiner ehemalige Chefin 20 Stunden zusätzlich am Wochenende zuarbeiten. Ich weis das ich mein träuhändler informieren muss. Was ich verstanden habe das beide Nettoeinkommen zusammen gezogen werden und Dann gepfändet wird. Ist es richtig das ich das auch dem Gericht vorlegen b.z.w beantragen muss damit ich auch an die Summe x die nach der Pfändung raus kommt zu Verfügung habe. Denn das Gericht gewährt mir in dem Beschluss nur das Gehalt von meinen Hauptjob. Und würde so nicht an das Geld vom zweiten arbeiteitgeber…. was raten Sie mir um es richtig zumachen.
    Lieben Dank

    Frau arold

    Antworten
  • Schlechtinger Bruno
    17. September 2015 13:23

    Hallo Herr Franzke

    Ich stehe kurz vor der Insolvenz und habe einen Nebenjob als Lkw-Fahrer. Meine Frage wäre, darf der Insolvenzverwalter(Treuhänder) meine Fahrerkarte auslesen, ob ich nicht zuviel Stunden arbeite und somit über den Minijobbetrag hinauskomme??
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    Mfg Bruno

    Antworten
  • Hallo,
    ich möchte gerne wissen, wenn ich einen Hauptjob habe und einen 400 euro machen möchte, was mir ungefähr davon noch abgezogen wird???

    Antworten
    • Jörg Franzke
      19. Februar 2015 21:41

      Weiß ich auch nicht. Kommt auf das Netto an, das Sie im Hauptjob kriegen.

      Antworten
      • Bedeutet dies, dass wenn ich über dem Betrag von ca. 3.300,00 € Netto liege, der komplette Verdienst aus einem Minijob gepfändet werden würde?

        Antworten
  • Ines Konzag
    3. Februar 2015 7:47

    Was passiert wenn ich den Nebenjob nicht angebe? Wer kontroliert das denn? LG

    Antworten
    • Jörg Franzke
      4. Februar 2015 21:40

      Kontrolliert niemand. Aber beispielsweise könnte das Finanzamt petzen, indem der Nebenjob auf der Lohnsteuerkarte steht.

      Antworten
  • Lothar Boris
    13. Januar 2015 16:11

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich las zum Thema Privatinsolvenz, dass man eine (nebenberufliche) selbstständige bzw. freiberufliche Tätigkeit vom Insolvenzverwalter im Vorfeld genehmigen lassen muss. Hintergrund sei der, dass Steuervorauszahlungen zu leisten seien. Wenn diese für den Veranlagungszeitraum zu niedrig waren und es zu einer Steuernachforderung kommt, geht diese ggf. zu Lasten der Masse bzw. erhöht die Schuldenlast im laufenden Verfahren. Daher würden viele Treuhänder keine Genehmigung für eine selbstständige Tätigkeit erteilen. Stimmt das? Für die Beantwortung der Frage bedanke ich mich bereits jetzt ganz herzlich!

    Beste Grüße
    Lothar

    Antworten
    • Jörg Franzke
      14. Januar 2015 16:43

      Hallo,
      nein das ist nicht richtig. Sie müssen den Insolvenzverwalter nicht um Genehmigung ersuchen, sondern Sie müssen darüber informieren, dass Sie sich selbständig gemacht haben.

      Antworten
  • Wird der Nebenjob bei den Pfändungsfreigrenzen voll angrechnet? Ich habe gelesen, dass lt. §850a die Mehrarbeitsstunden zu Hälfte nicht angerechnet werden. Ist das noch so? Wäre z.B. die Hälfte eines zusätzlich zum Hauptberuf ausgeübtem Nebenjob pfändungsfrei?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      17. Dezember 2014 17:54

      Ich meine, dass das Netto des Nebenjobs zu dem Netto der Hauptjobs hinzuaddiert wird und daraus bildet man die Pfändungsgrenze.

      Antworten
  • Hallo, ich wurde von meinem Ex Arbeitgeber übers Ohr gehauen, habe jetzt Schulden! Mein nächster Schritt wäre die privat Insolvenz sofern ich nicht mehr aus dieser Nummer raus komme!
    Ich habe ein Haus! Muss das weg?
    Und habe zwei Kinder!
    Wie verhält sich das auf mein Haus?
    Wie sieht das aus was man verdienen kann, und was die Grenze ist, und was von gehalt angeht?
    Danke

    Antworten
    • Jörg Franzke
      21. Dezember 2014 15:36

      Ja, das Haus wäre weg. Ich würde mir das an Ihrer Stelle genau überlegen, ob Sie in die Insolvenz gehen. Nur wenn es keinen Ausweg mehr gibt, wählen Sie diesen Weg.

      Antworten
  • Hallo,
    ich bin im Insolvenzverfahren und arbeite im öffentlichen Dienst, ich habe jetzt eine Möglichkeit bei einem anderen Arbeitgeber eine Stelle zu bekommen. Ich könnte in meinem jetzigen Dienstverhältnis meine Stunden reduzieren, brauche ich da eine Genehmigung des Insolvenzverwalters und wie würde der andere Job versteuert werden?

    Antworten
    • Jörg Franzke
      27. November 2014 23:02

      Nein, Sie brauchen keine Genehmigung, um den Job zu wechseln. Wie der andere Job versteuert wird, weiß ich nicht.

      Antworten
  • Hallo,
    wie verhält es sich denn bei “Nebenjobs”, welche nicht regelmäßig sind? Ich habe einen Hauptjob und bin Hobby-Musiker, könnte aber nebenher ab und an ein paar bezahlte Gigs haben.
    Was muss ich hier dem Insolvenzverwalter melden, wenn mir bei meinem Haputjob der Pfändungsbetrag bereits abgezogen wird?

    Vielen Dank im Voraus

    Freundliche Grüße

    Thomas

    Antworten
    • Jörg Franzke
      27. November 2014 22:54

      Wenn Sie ehrlich sein wollen, dann müssen Sie dem Verwalter immer das Geld angeben, das Sie hinzuverdienen. Vielleicht gibt es ja eine Abrechnung an das Finanzamt. Diese reichen Sie dem Insolvenzverwalter weiter.

      Antworten
  • Hauptjob und Nebenjob in der Privatinsolvenz.
    Was genau muß ich denn berechnen und den Insolvenzverwalter überweisen?
    Von meinen Arbeitgeber wird mir schon der Pfändungsbetrag vom eigentlichen Lohn abgezogen.
    Muß ich den Nebenjob zu den Lohn dazurechnen was mir noch vom Arbeitgeber über bleibt oder vom eigentlichen Nettoverdienst bevor der Pfändungsbetrag abgezogen wurde?
    MfG
    Ralf

    Antworten
    • Jörg Franzke
      31. Mai 2014 20:56

      Hallo,
      Sie sind verpflichtet, dem Insolvenzverwalter sowohl den Hauptjob mitzuteilen, als auch den Nebenjob. Was er dann damit macht, ist seine Sache. Eigentlich müsste er beim Insolvenzgericht einen Antrag stellen, auf Zusammenrechnung der beiden Einkommen und Ermittlung der Pfändungsgrenze. Wenn der Insolvenzverwalter das nicht macht, ist er selbst schuld. Sie selbst müssen die Pfändungsgrenze nicht berechnen. Wenn Sie sich also sicher sind, dass der Insolvenzverwalter sowohl über den eigentlichen Job als auch über den Nebenjob informiert ist, brauchen Sie nichts weiter zu veranlassen.

      Antworten
      • Hauptjob und Nebenjob
        ich befinde mich in der regelinsovenz,habe ein P konto,weil es nicht freigegeben wurde,daher bekommt der Verwalter das pfändbare einkommen von der Bank.Jetzt habe ich meinem Verwalter schriftlich mitgeteilt,dass ich noch einen minijob angenommen habe in dem ich ca 100-120,00 € netto verdiene.Sollte es mir der arbeitgeber bar auszahlen,soll er mir schreiben ,was der pfändbare Betrag ist,den ich ihm dann überweisen würde.Wird es überwiesen,bekäme er ja das volle Geld .Er hat mir keine Bescheinigung ausgestellt,bei mehr Verdienst .Wenn er sich jetzt nicht bei mir meldet,wie soll ich mich verhalten?

        Antworten
        • Jörg Franzke
          4. November 2017 7:39

          Teilen Sie dem Insolvenzverwalter mit, dass Sie einen Nebenjob haben und schicken Sie ihm regelmäßig die Einkommensnachweise. Er muss Ihnen dann sagen, wie viel Geld er will. Tut er es nicht, ist das sein Problem.

          Antworten

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