Haftet meine Ehefrau bzw. Ehemann bei Privatinsolvenz für meine Schulden?

Ehegatten haften nicht für gegenseitig für Schulden bei Privatinsolvenz. Bei Insolvenz haftet der Ehegatte nicht automatisch für die Schulden des anderen – Jeder muss nur für das einstehen, was er selbst unterschrieben hat. Wenn Ihr Ehegatte nicht irgendwo mit unterschrieben hat, wirkt sich das Insolvenzverfahren in kleinster Weise auf Ihren Ehegatten aus. Man haftet in einer Ehe nicht automatisch für die Schulden des anderen.

In einer Ehe haftet man nicht automatisch für die Schulden bei Privatinsolvenz

Jeder muss nur für das gerade stehen, für das er unterschrieben hat. Das heißt, man haftet nicht automatisch für fremde Schulden, bloß weil man mit jemanden zusammenlebt.

Ehegatte muss Gerichtskosten bezahlen

Es kann aber sein, dass Ihr Ehegatte die Gerichtskosten für das Insolvenzverfahren vorstrecken und darauf einen Vorschuss einzahlen muss, ca. 1.500 EUR. Aber das kann auch ein Vorteil sein, denn dann ist eine Abweisung Ihres Insolvenzantrages mangels Masse nicht mehr möglich. Die Gerichtskosten werden Ihnen eigentlich gestundet, das heißt der Staat leiht Ihnen das Geld für die Privatinsolvenz oder Regelinsolvenz. Ist der Ehegatte „vermögend“, besitzt er also beispielsweise ein Einkommen von 2.500 EUR netto, muss er die Gerichtskosten vorstrecken. Das ist aber auch die einzige Möglichkeit des Übergriffs in das Vermögen des Ehegatten.