Abweisung mangels Masse der Privatinsolvenz, falls kein Geld für Gerichtskosten?

Die Abweisung der Privatinsolvenz mangels Masse ist nicht möglich. Wir beantragen die Stundung der Verfahrenskosten. Gerichtskosten werden aus der Insolvenzmasse bezahlt.

Falls Sie kein Geld haben, um den Verfahrenskostenvorschuss für die Privatinsolvenz in Höhe von ca. 2.500 € zu bezahlen, beantragen wir zusammen mit dem Insolvenzantrag die “Stundung der Verfahrenskosten”. Nach Bewilligung der Stundung ist eine Abweisung Ihres Insolvenzverfahrens mangels Masse nicht mehr möglich.

Die “Stundung der Verfahrenskosten” bedeutet, dass der Staat zunächst die Kosten für die Privatinsolvenz vorstreckt. Erwirtschaftet der Insolvenzverwalter später im Insolvenzverfahren eine Insolvenzmasse, beispielsweise indem er den pfändbaren Teil Ihres Arbeitseinkommens einzieht oder eine Lebensversicherung verwertet, wird er später nach Erteilung der Restschuldbefreiung davon zunächst die Gerichtskosten bezahlen. Bleibt danach noch eine Insolvenzmasse übrig, erhalten die Gläubiger den Rest.

Reicht die eingezogene Insolvenzmasse nicht für die Gerichtskosten aus oder haben Sie überhaupt keine Insolvenzmasse erwirtschaftet, müssen Sie die restlichen oder vollständigen Gerichtskosten am Ende des Insolvenzverfahrens erstatten. Aber keine Sorge. Wie bei der Prozesskostenhilfe können die Gerichtskosten je nach den persönlichen Vermögensverhältnissen nach Leistungsfähigkeit abgestottert werden.

Die Restschuldbefreiung erhalten Sie übrigens auch dann, wenn Sie kein pfändbares Einkommen haben, also in der Insolvenz kein Geld für die Schulden beisteuern können. Ein masseloses Insolvenzverfahren führt also ebenfalls zur Restschuldbefreiung.

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