Insolvenz gut vorbereiten. Welche Schritte unternehme ich zuerst?

Das sind Ihre ersten Schritte zur Privatinsolvenz:

 

  1. Zuerst ein neues Gehaltskonto einrichten,
  2. Ordner anlegen mit der Gläubigerpost
  3. Besprechungstermin vereinbaren oder Insolvenz mit der Handy-App beantragen.

Erste Schritte, so werden Sie mit der Privatinsolvenz schuldenfrei:

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Als ersten Schritt sollten Sie für Ihre zukünftigen Einkünfte ein neues Konto einrichten. Das neue Konto muss spätestens im Insolvenzverfahren als Pfändungsschutz-Konto geführt werden. Nur als P-Konto gehört Ihr Konto-Guthaben nicht zur Insolvenzmasse. Besitzen Sie bereits ein Pfändungsschutz-Konto, ist alles in Ordnung und Sie müssen hier nichts weiter vorbereiten Die Einrichtung eines neuen Kontos ist ein absolutes Muss, wenn das Konto wegen Pfändung gesperrt ist oder oder das Konto ist im Minus.

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Als nächsten Schritt sollten Sie spätestens ab jetzt kein Geld mehr von Ihrem Konto an die Familie oder Freunde überweisen. Wickeln Sie Geschäfte unter Familienmitgliedern besser per Barzahlung ab. So vermeiden Sie, dass der Insolvenzverwalter die Geschäfte unter Familienmitgliedern später anfechtet und rückabwickelt. Das darf er, weil eine gesetzliche Vermutung besteht, dass ein Familienmitglied Ihre finanzielle Schieflage kannte. War dem Zahlungsempfänger die finanzielle Schieflage bekannt, wird das Geschäft rückabgewickelt.

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Dritter Schritt: Sie suchen sich einen Anwalt oder eine Schuldenberatung. Sind Sie Verbraucher und müssen Sie die Privatinsolvenz beantragen. Es besteht eine gesetzliche Pflicht, dass Sie zur Vorbereitung einen Anwalt oder Schuldenberatung beauftragen. Das Ausarbeiten des Insolvenzantrages kann sehr aufwändig und nervtötend und zeitintensiv sein. Das Formular für den Insolvenzantrag besteht aus rund 50 Seiten. Dort müssen Sie Ihre finanziellen und privaten Verhältnisse offenlegen. Für jeden Eintrag braucht es einen Beleg, beispielsweise eine Kopie des Personalausweises, aktueller Kontoauszug, Mietvertrag, Einkommensnachweis, Kindergeld-Bescheinigung und vieles mehr.

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Damit der Insolvenzantrag für Sie so einfach wie nur möglich ist, haben wir die “schuldenfrei-App” erfunden! Laden Sie die App kostenfrei auf Ihr Mobil-Telefon. Beginnen Sie nach Ihrer Anmeldung sofort damit, die ersten Daten zusammenzutragen. Die Daten tragen Sie in die Formularfelder ein. Die Belege wie beispielsweise Einkommensnachweise können Sie mit dem Handy abfotografieren oder einscannen und in unsere Daten-Cloud hochladen. Wir holen uns Ihre Daten und fertigen daraus Ihren Insolvenzantrag. Über die App sind wir verbunden. Fehlt etwas oder bei Fragen, senden wir Ihnen eine Push-Nachricht. Über die App können Sie den Bearbeitungsstatus verfolgen. Die schuldenfrei-App vereint beste anwaltliche Beratung mit modernster Kommunikationstechnik. Probieren Sie es aus!

Bitte keinen Gläubiger vergessen

Wichtig ist es, dass Sie keinen Gläubiger vergessen. Die genaue Höhe seiner Forderung oder eine vollständige Korrespondenz ist nicht von Belang. Wir müssen aber wissen, WEM Sie Geld schulden, denn die Gläubigerliste muss vollständig sein. Planen Sie die Privatinsolvenz mit Hilfe einer Planinsolvenz bzw. Insolvenzplan zu verkürzen, kann man durchaus einen Gläubiger vergessen. Der Insolvenzplan wirkt sich auch auf vergessene Gläubiger aus.

Bei einer normalen Insolvenz mit Restschuldbefreiung sollten die Gläubiger aber vollständig sein. Ein “vergessener” Gläubiger hat die Möglichkeit, einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung zu stellen. Der damit verbundene Ärger muss nicht sein.

Die Ratenzahlungen an Ihre Gläubiger können Sie sofort einstellen. In der Privatinsolvenz müssen Sie die Schulden nur noch in Höhe des pfändbaren Einkommens abzahlen. Die Privatinsolvenz ist auch ohne Einkommen möglich.