Beratungshilfeschein für die Kosten der Privatinsolvenz

Beratungshilfe als staatliche Prozesskostenhilfe zur Einleitung der Privatinsolvenz gibt es nur noch ausnahmsweise – hierzu beim Amtsgericht nachfragen.

Beratungshilfeschein für die Anwaltskosten

Beratungshilfe war früher

Früher gab es bei geringem Einkommen eine staatliche Beratungshilfe. Den hierzu vom Gericht ausgestellten Beratungsschein für die Privatinsolvenz brachte man mit zum Rechtsanwalt in das Beratungsgespräch und die Kostenfrage war erledigt. Der Rechtsanwalt verrechnete seine Gebühren über den Beratungsschein.

Beratungshilfe nur noch ausnahmsweise

Leider haben die Gericht die Beratungshilfescheine weitgehend abgeschafft. Angeblich wegen zu hoher Kosten für die Staatskasse. Ob das Amtsgericht noch Beratungsscheine ausstellt, erfahren Sie am besten per Anruf bei der Rechtsantragsstelle. Fragen Sie dort nach einem Beratungsschein zur Vorbereitung einer Verbraucherinsolvenz.

Kosten selbst übernehmen

Erhalten Sie keinen Beratungsschein, müssen Sie die Kosten für die Vorbereitung der Privatinsolvenz selbst übernehmen. Oder Sie gehen zu einer öffentlichen Schuldnerberatung. Dort ist die Beratung zwar umsonst, aber die Bearbeitungszeit vom ersten Gespräch bis Einreichen des Antrages bei Gericht kann leicht ein Jahr dauern.

Alternative: Schuldnerberatung

Wenn Sie zusätzlich bedenken, dass meine Kanzlei ohne Wartezeiten sorgfältig und umfassend berät, dürfte die Investition in eine professionelle Beratung auf jeden Fall gerechtfertigt sein. In anspruchsvollen Fällen wie vorheriger Selbständigkeit oder Immobilienbesitz sind Schuldnerberatungsstellen schnell überfragt.

So finanzieren Sie die Anwaltskosten

Möglicherweise beteiligen sich Freunde und Familie. Schließlich spenden sie für eine „gute Tat“, denn Sie wünschen sich eine endgültige Befreiung aus der Schuldenspirale! Eine andere Idee wäre, dass Sie Ihr Einkommen auf ein neues Konto umleiten. Anschließend beenden Sie jegliche Gläubigerzahlung. Das ist erlaubt – auch bei vorherigen Zahlungsversprechen. Ihr pfändungsfreies Einkommen steht nur Ihnen zu. Sind die Zahlungen erst einmal eingestellt, werden Sie das Geld für die Beratung schnell zusammen haben. Für die Regelinsolvenz gibt es grundsätzlich keinen Beratungsschein.

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8 Kommentare

  1. Welche Kosten entstehen denn genau, wenn Sie für mich tätig werden? Ich wüsste sehr gerne die gesamten Kosten. Nicht das später noch eine Überraschung wartet. Vielen Dank

    Antworten
    • Keine Sorge, es gibt keine Überraschung. Es bleibt bei dem Honorar, das wir von Beginn an vereinbaren. Die Kosten betragen:
      550 € Grundgebühr und dann pro Gläubiger zusätzlich 30 €. Sie können ein ausführliches Beratungsgespräch hinzu buchen. Dieses kostet 150 €.

      Antworten
  2. Kann man über einen Beratungsscheine auch die Kosten begleichen welche der Anwalt für das eröffnen des Verfahrens oder deren Prozedur bis zur Ruhephase verlangt? Hier sind es ja bis zur Ruhephase ca. 1500 – 2000 Euro die anfallen.

    Antworten
    • Nö, geht nicht.

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  3. Kann der Anwalt bei genehmigter Beratungshilfe einen Teil übers Amtsgericht (70€ + 14 Kommunikation zzgl. Steuern) und den Rest über den Mandanten (Geschäftsgebühr §§2, 13RVG, Nr. 2300VV) abrechnen?

    Antworten
    • Wenn er will, ja.

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  4. meine frage ist wenn mann beratungsschein holt ist insolvenzantrag beim geriucht kostenlos oder kann mann prozesskostenhile beantragen falls mann mit gälubiger nicht sich einigt

    Antworten
    • Hallo,

      mit einem Beratungsschein kann man den Anwalt für die Vorbereitung des Insolvenzverfahrens “bezahlen”, also ist der Insolvenzantrag für Sie kostenlos. Prozeskostenhilfe gibt es hier nicht.

      Grüsse
      Franzke

      Antworten

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