Wieviel Schulden muss ich in der Privatinsolvenz abzahlen?

In der Privatinsolvenz müssen Sie den pfändbaren Teil Ihres Einkommens abführen. Pech für die Gläubiger, wenn kein pfändbares Einkommen vorhanden ist. Die Restschuldbefreiung erhalten Sie selbst dann, wenn Sie in der Privatinsolvenz überhaupt keine Schulden abzahlen. Das pfändbare Einkommen hängt ab, von Ihrem Nettoeinkommen und Ihren Unterhaltspflichten. Unterhaltspflichten sind leibliche Kinder und der Ehegatte.

Schritt für Schritt: So berechnen Sie das pfändbare Einkommen

Wie viel Schulden Sie zurückzahlen müssen, hängt von Ihrem Netto-Einkommen ab und Ihren Unterhaltspflichten. Im Insolvenzverfahren gilt die gesetzliche Pfändungstabelle. Die Pfändungstabelle bestimmt, welchen Betrag Sie vom Nettoeinkommen behalten dürfen und welchen Teil Sie zur Insolvenzmasse abführen müssen.

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Ermitteln Sie also zunächst Ihr Nettoeinkommen. Das Nettoeinkommen finden auf Ihrem Gehaltsnachweis oder Rentenbescheid oder Zuwendungsbescheid, usw. Verfügen Sie über mehrere Einkommen, rechnen Sie diese zusammen und bilden daraus das Gesamt-Nettoeinkommen.

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Danach addieren Sie die Unterhaltspflichten. Als Unterhaltspflicht gelten die leiblichen Kinder, wenn sie unter 18 Jahre alt sind oder bis 25 Jahre, solange sich das Kind in der Ausbildung befindet und der Ehegatte. Lebensgefährten zählen nicht als Unterhaltspflicht. Lebt unleibliches Kind mit Ihnen im Haushalt und sorgen Sie für es, beantragen Sie später im Insolvenzverfahren, dass auch das unleibliche Kind als Unterhaltspflicht berücksichtigt wird.

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Verfügen die unterhaltsberechtigten Personen über eigene Einnahmen von mehr als ungefähr 400 €, gelten sie nicht mehr als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle. Hat beispielsweise das unterhaltsberechtigte Kind 200 € regelmäßige Nettoeinnahmen, wird dieser Betrag von Ihrer Pfändungsgrenze abgezogen.

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Nun können Sie nun also grob einschätzen, wie viele Schulden Sie in der Privatinsolvenz abzahlen müssen. Liegt Ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze und tragen Sie gar nichts zur Insolvenzmasse bei, werden Sie am Ende des Insolvenzverfahrens dennoch die Restschuldbefreiung erhalten.

Arbeitgeber muss Pfändung berechnen

Weil der Arbeitgeber den pfändbaren Einkommensanteil berechnen und an den Insolvenzverwalter abführen muss, wird sich der Insolvenzverwalter garantiert mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung setzen. Das heißt, der Arbeitgeber erfährt auf jeden Fall von der Privatinsolvenz.

Insolvenzverwalter verteilt das Guthaben

Der Insolvenzverwalter verteilt das eingezogene pfändbare Einkommen nach Abzug der Gerichtskosten am Schluss des Insolvenzverfahrens an die Gläubiger. Meistens bleiben für die Gläubiger nur ein paar Prozent übrig. Aber das ist halt so. Die Erteilung der Restschuldbefreiung hängt nicht davon ab, wie viel Sie an die Insolvenzmasse geleistet haben. Ca. 85% aller Verbraucherinsolvenzen sind solche Nullverfahren.

Das pfändbare Einkommen wird monatlich berechnet

Der pfändbare Einkommensanteil wird für jeden Monat neu berechnet. Für die richtige Berechnung ist Ihr Arbeitgeber zuständig, er muss den pfändbaren Betrag mit Hilfe seiner Lohnbuchhaltungs-Software berechnen und direkt an den Insolvenzverwalter abführen.

Frau erkundigt sich, wie viele Schulden sie in ihrer Privatinsolvenz abzahlen muss
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