Betriebsausfall wegen Corona

Betriebsausfall wegen Corona

Betriebsausfall wegen Corona – besteht Versicherungsschutz wegen Betriebsschließung?

Fremdbestimmt von Covid-19 und Betriebsausfall wegen Corona: Die deutsche Wirtschaft leidet unter der rasanten Ausbreitung des Coronavirus. Erkrankte Mitarbeiter müssen prüfen, ob sie in Quarantäne gehen. Renommierte Unternehmen wie Vapiano melden Insolvenz an. Ob Angestellter, Arbeitgeber oder Selbstständiger – was können Betroffene bei Betriebsausfall tun?

Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer

Was passiert, wenn ein Arbeitnehmer wegen des neuartigen Coronavirus wochenlang in Quarantäne muss und seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann? In diesem Fall gilt der Beschäftigte als erkrankt – egal ob ein positives Testergebnis vorliegt oder nicht. Gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz hat der Erkrankte Anspruch auf Lohnfortzahlung. Bis zu sechs Wochen lang bezahlt ihm sein Arbeitgeber das normale Gehalt aus. Das gilt auch bei einem Betriebsausfall wegen Corona.

Dauert die Quarantäne länger als sechs Wochen, erhält er Krankengeld – vorausgesetzt, dem Arbeitnehmer stehen die Sozialleistungen durch eine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu – maximal 72 Wochen. Allerdings bekommt der Beschäftigte nur einen Teil seines Lohns. Laut Infektionsschutzgesetz (Paragraf 56) können sich Betroffene den Verdienstausfall aber von den Behörden erstatten lassen.

Beschäftigte, die nur unter Quarantäne stehen, aber nicht erkrankt sind, müssen ihrer Arbeit weiter von zu Hause aus nachgehen – sofern möglich. Für die Heimarbeit muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern alle notwendigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Kann die berufliche Tätigkeit nur bedingt im Home-Office verrichtet werden, haben Betroffene Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Kurzarbeitergeld für stark betroffene Unternehmen

Geraten Unternehmen bei einem Betriebsausfall wegen Corona in finanzielle Bedrängnis, greift Ihnen die Bundesregierung finanziell unter die Arme. Am 13. März 2020 hat der Bundestag das sogenannte „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ verabschiedet, das stark betroffenen Konzernen den Zugang zum Kurzarbeitergeld spürbar vereinfacht.

Ist ein Unternehmen wegen der Infektionswelle dazu gezwungen, Mitarbeiter vorerst in die Kurzarbeit zu entlassen und verzeichnet dadurch erhebliche Entgeltausfälle, steht Betroffenen Kurzarbeitergeld zu. Allerdings müsse die reguläre Arbeitszeit merklich gekürzt werden.

Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit können Unternehmen einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen. Maximal zwölf Monate werden die Leistungen erbracht. Arbeitnehmern mit Kindern stehen 67 % der Nettoentgeltdifferenz zu, Arbeitnehmern ohne Kinder 60 %.

Wann zahlt die Betriebshaftpflicht?

Nicht nur staatliche Liquiditätshilfen sind in der Corona-Krise möglich. Unter Umständen können Unternehmen ihre finanziellen Verluste auch bei ihrer Betriebsversicherung geltend machen – vorausgesetzt, sie haben bereits im Vorfeld eine Betriebsschließungsversicherung oder eine Betriebsausfallsversicherung abgeschlossen. Ist dies der Fall, steht dem Betrieb womöglich Versicherungsschutz während der Corona-Pandemie zu. Muss der Konzern wegen amtlicher Auflagen vorübergehend schließen und wendet sich an seine Betriebsversicherung, stehen die Chancen auf Versicherungsleistungen gut. Wie hoch die Leistungen ausfallen, kommt stets auf die vereinbarten Tarifbedingungen sowie die Einschätzungen des Versicherers an.

Corona Schutzschirmverfahren für angeschlagene Betriebe

Stehen Firmen wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 kurz vor der Insolvenz, greift der Corona-Schutzschirm. Dieser gewährt betroffenen Betrieben einfacher Zugang zum Schutzschirmverfahren. In anderen Worten: Das Unternehmen verschafft sich eine Atempause. Fällige Zahlungen, zum Beispiel laufende Kredite, frieren vorübergehend ein. Bestenfalls kann das operative Geschäft dank des Schutzschirmverfahrens aufrechterhalten bleiben. Die finanziellen Einbußen halten sich in Grenzen.

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
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Die Meinung der Mandanten:
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Coronavirus: Kurzarbeitergeld Liquiditätshilfen für Berliner Unternehmen

Coronavirus: Kurzarbeitergeld Liquiditätshilfen für Berliner Unternehmen

Unversehrt durch die Corona-Krise – Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen für Berliner Unternehmen

Längst hat das Coronavirus auch die deutsche Wirtschaft infiziert. Zum Glück lässt die Koalition Unternehmer nicht auf ihren finanziellen Einbußen sitzen. Mit Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen will die Regierung Berliner Firmen vor der Insolvenz schützen.

Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

Neuerungen zum Kurzarbeitergeld

Nach siebenstündigen Beratungen beschließt der Koalitionsausschuss, Berliner Firmen die Auszahlung von Kurzarbeitergeld zu vereinfachen. Unternehmen sollen nicht nur schneller, sondern auch länger Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen können. Muss ein Unternehmen Mitarbeiter vorerst in Kurzarbeit entlassen, kommt die Bundesagentur für Arbeit künftig für 60 % des entgangenen Nettolohns auf. So lassen sich Kündigungen umgehen. Nebenbei bekommt der Arbeitgeber die Sozialbeiträge für die entgangenen Arbeitsstunden in vollem Umfang erstattet. Bei Verhandlungen Ende Januar hatte sich die Koalition zunächst auf eine Erstattung von 50 % der Sozialversicherungsbeiträge geeinigt.

Eine weitere Neuerung: Können nur 10 % der Belegschaft ihrer Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise nicht weiter nachgehen, steht dem Unternehmen bereits Kurarbeitergeld zu. Zuvor waren die Maßnahmen erst ab einem Ausfall von einem Drittel der Belegschaft geplant.

Auch Verlängerungen sind möglich: Schon Ende Januar hatte die Koalition entschieden, Kurarbeitergeld einfacher von 12 auf 24 Monate ausdehnen zu können.

Voraussetzung für den Antrag auf Kurzarbeitergeld ist, dass die regulären Arbeitszeiten der Mitarbeiter vorübergehend verkürzt werden. Können zum Beispiel Lieferungen aufgrund von Corona derzeit nicht ausgeführt werden und muss daher die Arbeitszeit der Belegschaft reduziert werden, hat der betroffene Konzern Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Liquiditätshilfe für Unternehmen gegen drohende Zahlungsunfähigkeit

Berlin plant Überbrückungskredite von bis zu 100 Millionen Euro, die die Investitionsbank Berlin (IBB) zur Verfügung stellen will. Speziell stark von der Corona-Krise betroffene Branchen wie Gastronomie, Tourismus, Einzelhandel, Gaststätten, Hotellerie und Kulturbetriebe wie Clubs und Bars sollen von den geplanten Hilfsmaßnahmen profitieren. Das Besondere: Bürgschaften und Kredite in prinzipiell unbegrenzter Höhe sollen Firmen vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit bewahren. Für die Vergabe der finanziellen Hilfen ist die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zuständig.

Auch mit Steuervorteilen will Berlin betroffene Unternehmen entlasten. Zum einen soll angeschlagenen Unternehmen die Steuerschuld erleichtert werden. Zum anderen will die Finanzverwaltung bis Ende 2020 von Säumniszuschlägen sowie Vollstreckungsmaßnahmen absehen. Zugleich setzt die Regierung angepasste Steuervorauszahlungen als Liquiditätshilfe an.

Wann müssen Firmen einen Insolvenzantrag stellen?

Ist ein Unternehmen zahlungsunfähig, muss die Geschäftsführung innerhalb kürzester Zeit Insolvenz anmelden. Maximal drei Wochen darf der Insolvenzantrag brauchen. Wer die Drei-Wochen-Frist nicht einhält, muss mit rechtlichen Schritten rechnen.

Die Bundesregierung stellt Firmen zwar Liquiditätshilfen in Aussicht, bis die finanzielle Unterstützung aber endgültig ankommt, können mehrere Wochen vergehen. Für so manchen stark betroffenen Unternehmen könnte die Hilfe zu spät kommen. So spricht sich das Bundesjustizministerium für eine neue Regelung aus, die Firmen in dieser Ausnahmesituation vorübergehend von ihrer Insolvenzantragspflicht freistellt.

Laut Justizministerin Christine Lambrecht soll kein Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, weil die Unterstützung der Bundesregierung nicht rechtzeitig ankommt. Die herkömmliche Drei-Wochen-Frist sei in Zeiten von Corona nicht mehr ausreichend. Unternehmer brauchen mehr Zeit. Allerdings gilt die Aussetzung nicht für alle Unternehmen. Lediglich diejenigen, die nachweislich wegen Corona in finanzielle Schieflage geraten sind, haben Anspruch auf die Erleichterungen. Zunächst sollen die Änderungen bis Ende September 2020 gelten. Bei Bedarf können sie jedoch bis März 2021 verlängert werden.

Zudem ist ein Corona-Schutzschirm geplant. Sprich: Firmen kommen leichter in das Schutzschirmverfahren. Sie bekommen im Schutzschirmverfahren bzw. Insolvenz in Eigenverwaltung eine Verschnaufpause von ihren finanziellen Verpflichtungen wie zum Beispiel von laufenden Darlehen.

An wen können sich betroffene Unternehmen wenden?

Da die KfW keine eigenen Filialen besitzt, wenden sich Antragsteller zunächst an ihre Hausbank. Auch Finanzierungspartner der KfW wie Geschäftsbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken gehören zu den Ansprechpartnern. Sie gehen den Antrag durch und geben ihn nach eingehender Prüfung an die KfW weiter.

Wer kann einen Antrag stellen?

Ob Mittelständer, Kleinunternehmen, Selbstständige oder Freiberufler – prinzipiell kann jeder einen Antrag beim KfW stellen. Als Reaktion auf die Corona-Krise hat das KfW bereits drei Standardprogramme erweitert. Zwei davon kümmern sich um Firmen, die bereits seit fünf Jahren aktiv sind. Eines widmet sich speziell jüngeren Firmen.

Fragen zur Coronakrise

Haben Sie Fragen, wie Sie Ihren Betrieb vor den Auswirkungen der Corona-Krise retten, können Sie dieses Kontaktforumlar verwenden. Die Beantwortung ist kostenfrei, ich melde mich.

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Gläubiger im Schutzschirmverfahren mit kluger Strategie überzeugen

Gläubiger im Schutzschirmverfahren mit kluger Strategie überzeugen

Gläubiger im Schutzschirmverfahren

Mit den Gläubigern wird Sie während des Schutzschirmverfahrens eine Hassliebe verbinden. Einerseits wollen Sie den Gläubigern möglichst nichts abgeben, um die Zukunft Ihres Unternehmens nicht zu gefährden. Andererseits brauchen Sie die Zustimmung der Gläubiger zum Schutzschirmverfahren, zur Gläubigerversammlung und später zum Insolvenzplan.

Gläubiger überzeugen im Schutzschirmverfahren

Lernen Sie hier, wie Sie mit den Gläubigern erfahrungsgemäß im Schutzschirmverfahren am besten umgehen. Bevor ich Ihnen eine kluge Strategie im Umgang mit Gläubigern vermittle, möchte (muss!) ich Ihnen zum Thema “Gläubiger im Insolvenzverfahren” ein paar Grundkenntnisse vermitteln.

Icon Gläubigerrechte im Schutzschirmverfahren

Gläubiger-Rechte und Mitspracherechte im Schutzschirmverfahren

Nicht alle Gläubiger im Schutzschirmverfahren sind gleich. Die Gläubiger unterscheiden sich vielmehr nach ihren Privilegien und ihren Rechten. Je nach Gewichtung und Einfluss des Gläubigers sollte die Geschäftsführung  jeden Gläubiger mit einer klugen Strategie überzeugen.

Die unterschiedlichen Gläubiger sollte die Geschäftsführung auch individuell behandeln.

icon zu Insolvenzgläubiger im Schutzschirmverfahren

Insolvenzgläubiger, § 38 InsO

Beginnen wir mit den Insolvenzgläubigern, § 38 InsO. Das sind die Gläubiger, die zum Stichtag der Insolvenzeröffnung eine Forderung gegen Ihr Unternehmen hatten, beispielsweise ein Lieferant. Die Insolvenzgläubiger trifft das Schutzschirmverfahren mit voller Härte. Anstelle der ursprünglichen Forderung können die Insolvenzgläubiger nur noch eine Quotenzahlung von wenigen Prozent erwarten. Wie hoch die Quote ausfällt, richtet sich insbesondere nach der Insolvenzmasse und dem Insolvenzplan, also dem Kuchen, den es am Ende des Insolvenzverfahrens zu verteilen gibt. Die Insolvenzgläubiger bilden die große Masse in einem Schutzschirmverfahren. Die Geschäftsführung muss nicht sonderlich nett zu diesen Gläubigern sein. Ausnahme: Der Gläubiger ist Profi, weil beispielsweise die Arbeitsagentur (ist immer Gläubiger, weil sie das Insolvenzgeld finanziert)oder ein Sozialversicherungsträger. Oder der Gläubiger besitzt eine besonders hohe Forderung gegen das Unternehmen.

icon zu nachrangige Gläubiger im Schutzschirmverfahren

Nachrangige Gläubiger, § 39 InsO

Noch ärmer dran sind die nachrangigen Gläubiger, § 39 InsO. Sie erhalten in der Regel überhaupt nichts, also noch nicht einmal eine Quote. Nachrangig sind beispielsweise alle Gesellschafter, die dem insolventen Unternehmen ein Gesellschafterdarlehn gewährt haben. Kurzum, alle Gläubiger, die auf Gesellschafterebene irgendwie mit dem insolventen Unternehmen in Verbindung stehen, werden leer ausgehen. Die nachrangigen Gläubiger besitzen noch nicht einmal ein Stimmrecht bei der Gläubigerversammlung oder bei der Abstimmung über den Insolvenzplan. Die nachrangigen Gläubiger kommen meist aus der Unternehmerfamilie. Dass diese leer ausgehen, obwohl sie zum Erhalt des Unternehmens beigetragen haben, ist hart. Aber so will es das Gesetz !

icon zu aussonderungsberechtigte Gläubiger

Aussonderungsberechtigte Gläubiger, § 47 InsO

Ein aussonderungsberechtigter Gläubiger wäre beispielsweise der Verleiher eines E-Scooters, der dem insolventen Unternehmen vor der Insolvenz einen solchen E-Scooter zur Bespaßung der Mitarbeiter verliehen hat. Aussonderungsberechtigte Gläubiger sind üblicherweise zugleich Eigentümer der überlassenen Sachen. Der aussonderungsberechtigte Gläubiger kann nach Eröffnung des Schutzschirmverfahrens einfach die Herausgabe des überlassenen Gegenstandes verlangen und die eigenverwaltende Schuldnerin muss dem bedingungslos nachkommen. Aussonderungsbechtigte Gläubiger sind beispielsweise auch jede Art von Leasinggeber. Der Leasinggeber ist Eigentümer und kann das Fahrzeug usw. nach Kündigung des Leasingvertrages zurückverlangen.

Absonderungsberechtigte Gläubiger, § 50 InsO

Absonderungsberechtigte Gläubiger sind mächtig. Sie können im Schutzschirmverfahren den Daumen heben oder senken und es gibt kaum ein Mittel sich der Macht eines absonderungsberechtigten Gläubigers zu widersetzen. Ist Widerstand zwecklos, muss man kuscheln. Genau diese Strategie empfehle ich Ihnen hier.

icon zu absonderungsberechtigte Gläubiger

Absonderungsberechtigte Gläubiger sind:

  • Verkäufer unter Eigentumsvorbehalt, das heißt der Verkäufer bleibt Eigentümer bis Kaufpreises bezahlt; ist
  • Kreditgeber mit Sicherheiten wie Globlazession,
  • Raumsicherungsübereignung, Verpfändung von Maschinen oder Grundstücken, usw.
  • Kreditgeber mit Sicherheiten sind insbesondere Banken.
icon zu absonderungsberechtigten Banken im Schutzschirmverfahren

Banken sind schlau

Banken verstehen es nach jahrhundertealter Erfahrung sich möglichst umfassend abzusichern. Als Sicherheit dienen in der Regel das Betriebsgrundstück wertvolle Maschinen alles in einem bestimmten Raum (=Raumsicherungsvertrag) die Forderungen des Unternehmens an seine Kunden (=Globalzession) und selbstverständlich der Unternehmer mittels Bürgschaft.

Sicherheiten bleiben im Schutzschirmverfahren bestehen

Leider gehen diese Sicherheiten mit Eröffnung des Schutzschirmverfahren nicht unter. Also müssen wir damit leben. Wir gehen auf diese Gläubiger zu und versuchen mit ihnen einen Vertrag zu schließen, unter welchen Bedingungen wir das Sicherungsgut während des Schutzschirmverfahrens nutzen dürfen. Für die Nutzung der sicherungsübereigneten Maschine oder Grundstück bezahlen wir beispielsweise eine monatliche Nutzungsgebühr. Damit wir die abgetretenen Kunden-Forderungen weiterhin einziehen und als Liquidität nutzen können, vereinbaren wir mit der Bank ein so genanntes unechtes Massedarlehn. Auch später, wenn es um die Abfindung der Gläubiger in einem Insolvenzplan geht, erwarten diese Gläubiger eine privilegierte Behandlung.

Gläubiger freut sich über Absonderungsrecht
icon zu Banken hofieren

 Mit Gläubigern in Schlüsselstellung kuscheln

Wie oben beschrieben besitzen die Gläubiger mit Rechten an Ihrem Betriebsvermögen besondere Privilegien. Beispielsweise könnte eine Bank mit Pfandrechten an den Maschinen dem Unternehmen einfach den Stecker ziehen, indem die Bank die Nutzung der Maschinen untersagt. Das will natürlich keiner. Aber es ist rechtlich möglich und das wissen die Banken auch und lassen sich entsprechend hofieren.

icon zu Sanierungskonzept Schutzschirmverfahren

Schonungslose Aufklärung

Klarer Fall, dass die Gläubiger auf Sie sauer sind. Auch wenn Sie nichts dafür können. Sie sind der Geschäftsführer. Sie haben es verbockt und die Gläubiger werden Ihnen misstrauen. Wie in der Politik kann man neues Vertrauen nur mit Transparenz und Aufklärung der Missstände samt Insolvenzursachen aufbauen. Gehen Sie wie ein Politiker vor und versprechen Sie schonungslose Aufklärung. ´Überzeugen Sie die Gläubiger mit einem Sanierungskonzept.

Gläubiger-Gremien im Schutzschirmverfahren

Von den Verhandlungen mit den privilegierten Gläubigern über die Nutzung ihrer Sicherheiten abgesehen, haben Sie es im Schutzschirmverfahrens nur zweimal mit den Insolvenzgläubigern zu tun: In der Gläubigerversammlung und im Abstimmungstermin über den Insolvenzplan. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße wird das Insolvenzgericht einen Gläubigerausschuss einsetzen.

Gläubigerversammlung

Die Gläubigerversammlung findet ca. zwei Monate nach Eröffnung des Insolvenz-Hauptverfahrens als Gerichtstermin statt. Den Termin bestimmt das Gericht in dem Insolvenzeröffnungsbeschluss. Die “Einladung” zur Gläubigerversammlung erfolgt, indem der Sachwalter den Gläubigern den Insolvenzeröffnungsbeschluss zustellt.

In der Gläubigerversammlung werde ich als Sanierungsberater über den Sanierungsverlauf berichten. Danach stimmen die Gläubiger ab, wie es mit dem Unternehmen weitergeht:

  • Fortführung oder Abwicklung des Unternehmens
  • Auftrag an das Unternehmen schnellstmöglich einen Insolvenzplan vorzulegen
  • Bestätigung bzw. Abwahl des Sachwalters
  • usw.

Gläubigerversammlungen verlaufen in der Regel im Sinne des Unternehmens. In den von mir betreuten Verfahren hat bisher jede Gläubigerversammlung die Fortführung des Unternehmens beschlossen und die Vorlage eines Insolvenzplans. Diese Beschlüsse der Gläubigerversammlung sind ein wichtiges Zwischenziel auf dem Weg zur Rettung Ihres Unternehmens. Deshalb sollte man nichts dem Zufall überlassen und vorab möglichst viele Zustimmungen einholen.

Gläubigerausschuss

Der Gläubigerausschuss besteht aus drei bis sieben Mitgliedern. Im Schutzschirmverfahren trifft das Sanierungsteam eine Vorauswahl, welche Gläubiger dem Gläubigerausschuss angehören sollen. Zur Bekräftigung wird die schriftliche Zustimmung dieser potentiellen Gläubigerausschussmitglieder eingeholt. Im Schutzschirmantrag schlägt das Sanierungsteam dem Gericht die vorbestimmten Personen vor. Ist der Vorschlag ausgewogen und repräsentiert er die Gläubigerstruktur, wird das Gericht unseren Vorschlägen entsprechen. Das letzte Wort aber das Insolvenzgericht.

Der Gläubigerausschuss begleitet das Sanierungsteam während des gesamten Schutzschirmverfahrens. Die Sitzungen finden durchschnittlich alle vier bis acht Wochen statt.

Das Sanierungsteam muss dem Gläubigerausschuss über den Sanierungsfortschritt berichten. Der Gläubigerausschuss trägt alle wichtigen Entscheidungen mit, wie beispielsweise eine Massenentlassung oder die Stilllegung oder Verkauf von Betriebsteilen.

Gläubigergruppen im Insolvenzplan

Ein erfolgreiches Schutzschirmverfahren schließen die Beteiligten mit einem Insolvenzplan ab. Der Insolvenzplan ist ein Vertrag zwischen dem Unternehmen und den Gläubigern. Der Kern des Insolvenzplans ist die Bestimmung einer Quote. Anstelle der ursprünglichen Schuld muss das Unternehmen nur noch einen Bruchteil an die Gläubiger bezahlen. Die Restschuld entfällt. Der Insolvenzplan gilt für alle Gläubiger. Das heißt, er gilt auch für Gläubiger ohne Abstimmungs-Beteiligung oder – unter Umständen – die gegen den Insolvenzplan waren.

Damit der Insolvenzplan die gesetzlich erforderlichen Mehrheiten erhält, kann der Verfasser des Insolvenzplans die Gläubiger in verschiedene Gruppen einteilen. Die Gruppen stimmen einzeln ab. Die Gläubigergruppe stimmt für den Insolvenzplan, wenn die Mehrheit der zugehörigen Gläubiger nach Summen und Köpfen zustimmt. Danach zählt das Gericht die Gläubigergruppen aus, die Mehrheit gewinnt.

Ein letztes Mal werden Sie die Gläubiger für die Zustimmung des Insolvenzplans brauchen. Wenn es um die Abstimmung über den Insolvenzplan geht, werden Gläubiger besonders misstrauisch sein. Versetzen Sie sich also in die Lage, dass Sie der Gläubiger wären. Was würden Sie vom Schuldner erwarten? Was würde Sie dazu bringen, freiwillig den Verzicht auf Ihre Forderung zu erklären?

Genau so verhalten Sie sich gegenüber Ihren Gläubigern. Seien Sie transparent und versuchen Sie den Gläubigern zu erklären, dass das in dem Insolvenzplan unterbreitete Angebot für alle und insbesondere für die Gläubiger die beste Lösung ist.

Gläubiger vor Schutzschirm informieren oder danach

Die Experten sind sich uneinig, ob man die Gläubiger besser vor der Abgabe
des Schutzschirmantrages informiert oder danach.

Hierzu vertrete ich die Auffassung, dass man die Gläubiger besser danach informiert. Erst bringt man Ihr Unternehmen in Sicherheit, das heißt unter Vollstreckungsschutz. Danach kann man die Gläubiger bequem über den Schutzschirm informieren.

Andernfalls könnte die Möglichkeit bestehen, dass ein feindlicher Gläubiger bei Gericht eine Art von Schutzschrift hinterlegt und Widerstand gegen die Anordnung der Eigenverwaltung ankündigt. Dann würde das Gericht den Schutzschirmantrag ablehnen und eine reguläre Insolvenz eröffnen. Auch wenn eine Globlazession vorliegt, ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe wichtig.

Stellen Sie sich vor, Sie informieren die mit einer Globalzession besicherte Bank wohlmeinend eine Woche vor der gerichtlichen Eröffnung des Schutzschirmverfahrens. Die Folge wäre, dass die Bank alle Kredite fällig stellt und die Einzugsermächtigung der abgetretenen Forderungen widerruft. Dann würde das Unternehmen ohne Liquidität dastehen, weil es alle Zahlungseingänge an die Bank abführen muss.

Nicht gut! Aufgrund fehlender Liquidität wäre das Sanierungsvorhaben ernsthaft gefährdet.

Deshalb plädiere ich dafür, die Eröffnung des Schutzschirmverfahren abzuwarten. Danach aber kommunizieren Sie den Schutzschirm um so transparenter. Teilen Sie allen Gläubigern und sonstigen Beteiligten die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ohne Wenn und Aber mit.

Insolvenzplan schafft Schuldenschnitt von 1 Mio €

Insolvenzplan schafft Schuldenschnitt von 1 Mio €

Diplom Ingenieur kann sich mit Planinsolvenz von 1 Mio € freikaufen

Ein gut etablierter Diplom Ingenieur wollte sich und seiner Familie ein Mehrfamilienhaus bauen. Während der Bauausführungen ging der beauftragte Generalunternehmer pleite. Das Bauvorhaben wurde zum Fiasko. Am Ende musste der Mandant die Abrisskosten der Bauruine übernehmen, bei gleichzeitiger Haftung für sämtliche Baukredite. Erfreulicherweise gelang es mir, den Mandanten mit einer Planinsolvenz zu entschulden. Am Ende kann sich der Diplom Ingenieur mit der Planinsolvenz von 1 Mio € freikaufen.

Ein Mandant hat seit Insolvenzplan 1 Mio Euro Schulden weniger

Der Fall

Der Schuldner ist Ingenieur und arbeitete nach der Ausbildung in diesem Fachgebiet als Arbeitnehmer in verschiedenen Unternehmen. Im Jahr 1990 machte er sich als Energieberater zunächst nebenberuflich selbständig. Nachdem sich ein wirtschaftlicher Erfolg der nebenberuflichen Selbständigkeit eingestellt hatte, kündigte der Schuldner das Anstellungsverhältnis und setzte die Erwerbstätigkeit als selbständiger Gesellschafter-Geschäftsführer der von ihm gegründeten I GmbH fort. Im Jahr 2006 verkaufte der Schuldner die Gesellschaftsanteile der seiner GmbH und arbeitete dort zum Zwecke einer geregelten Übergabe noch zwei Jahre als Fremd-Geschäftsführer und wurde dann abberufen. Nach einer weiteren kurzen Tätigkeit als Geschäftsführer bei einem mittelständischen Unternehmen und nachdem der Schuldner aus der Arbeitslosigkeit heraus keinen neuen Job gefunden hatte und nach Zerrüttung der Ehe, wanderte er im Jahr 2011 nach England aus und versuchte dort, wirtschaftlich wieder Fuß zu fassen. Der Schuldner hielt sich in England mit Gelegenheitsjobs über Wasser und kehrte wirtschaftlich erfolglos wieder zu seiner Familie nach Deutschland zurück. Im Jahr 2016 erlitt der Schuldner einen Schlaganfall. Seit dem ist seine Seh- und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Um überhaupt eine Beschäftigung zu haben, arbeitet der Schuldner Stand heute im Familienbetrieb als Aushilfe für 600 € brutto. Im Übrigen bestreitet er seinen Lebensunterhalt durch Zuwendungen der Ehefrau.

Insolvenzursache

Zum Zwecke der Altersabsicherung kaufte der Schuldner ein Mehrfamilienhaus in Sachsen-Anhalt und ließ dieses von einem Generalunternehmer sanieren. Unmittelbar nach der Sanierung ging der Generalunternehmer pleite. Die Pleite hatte zur Folge, dass der Schuldner keine Schlussrechnung über die geleisteten Arbeiten erhielt. Die Schlussrechnung wiederum war Voraussetzung für die Auszahlung einer Anschlussfinanzierung der Immobilie. Nachdem die finanzierende Bank sich dauerhaft weigerte, die Finanzierung aufgrund der fehlenden Schlussrechnung fortzusetzen, geriet der Schuldner in Zahlungsunfähigkeit und schließlich nach Zwangsversteigerung der Immobilie in Vermögensverfall.

Vergleichsrechnung

Dieser Insolvenzplan stellt die Gläubiger besser aus die Regelinsolvenz: Der 63 jährige Schuldner hat vor ca. einem Jahr einen Schlaganfall erlitten und ist vollständig oder zumindest eingeschränkt arbeitsfähig. Chancen auf eine Neueinstellung in dem gelernten Beruf als Ingenieur sind daher aussichtslos, zumal der Schuldner unmittelbar vor dem Erreichen des Rentenalters steht. Der Schuldner erwirtschaftet derzeit nur ein geringfügiges Einkommen. Dadurch erleiden die Gläubiger jedoch keinen Nachteil, vom Schuldner kein fiktives Einkommen mehr zu erwarten ist. Auch die Rentenanwartschaften des Schuldners werden aufgrund jahrzehntelanger Selbständigkeit unterhalb der gesetzlichen Pfändungsgrenze liegen.

Ergebnisse des Insolvenzplans

  • Sonderzahlung des Plangaranten: 15.000 €
  • Summe der Verbindlichkeiten: 947.000 €
  • Quote des Insolvenzplans: 1,43 %
  • Dauer der Planinsolvenz: 15 Monate
  • Schuldenverzicht 99% 99%
  • Quote des Insolvenzplans 1% 1%
  • Zeitaufwand im Vergleich zu regulärer Insolvenz 16% 16%

Super Beratung, einmal mehr wurde ich von Herrn Franzke und seinem Team hervorragend betreut und beraten. Unsere langjährige Zusammenarbeit ist immer sehr positiv und können deshalb die Dienstleistungen von RA Franzke guten Gewissens weiterempfehlen.

Kommentar des Mandanten

auf provenzexpert.de

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
Rechtsanwalt Jörg Franzke berät zur einjährigen Planinsolvenz.

Die Meinung der Mandanten:
Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

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Insolvenzplan entschuldet Physiker nach Pleite beim Eigenheim-Bau

Insolvenzplan entschuldet Physiker nach Pleite beim Eigenheim-Bau

Planinsolvenz entschuldet Physiker nach Pleite beim Eigenheim-Bau

Ein Physiker hat Pech beim Bau seines neuen Eigenheims und verschuldet sich. Die Planinsolvenz entschuldet den Physiker nach der Pleite beim Eigenheim-Bau.

Insolvenzplanverfahren befreit Physiker mit dem Insolvenzplan

Der Fall

Der Schuldner ist Physiker von Beruf. Er war in den ersten Jahren seines Berufslebens am Hahn-Meitner-Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Arbeitnehmerverhältnis tätig und promovierte an der TU Berlin. Nach der Promotion bewarb sich der Schuldner um einen Arbeitsplatz als Physiker, konnte jedoch keinen Arbeitsplatz finden. Um den Lebenserwerb zu bestreiten, begann der Schuldner im Jahr 1996 mit Nachhilfeunterricht für Schüler. Von dem Nachhilfeunterricht konnte der Schuldner über Jahrzehnte auskömmlich leben. Allerdings ist der Bedarf an Nachhilfe in den letzten Jahren stark zurückgegangen, sodass der Schuldner heute über ein monatliches Einkommen in Höhe von ca. 1.500 € verfügt.

Insolvenzursache

In Vermögensverfall ist der Schuldner im Jahre 2011 geraten. Der Schuldner hatte sich mit dem Bau eines Eigenheims stark verschuldet. Dabei geriet er an einen unseriösen Bauunternehmer, der die Gutgläubigkeit des Schuldners ausnutzte. Am Ende sah sich der Schuldner der dreifachen Höhe der ursprünglich geplanten Baukosten gegenüber. Die Verschuldung geriet außer Kontrolle. Heute ist die Immobilie zwangsversteigert und der Schuldner hat einen Offenbarungseid geleistet.

Vergleichsrechnung

Der Schuldner ist im Insolvenzverfahren zur Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit verpflichtet. In der Annahme, dass das reguläre Insolvenzverfahren 60 Monate andauert, würden die fiktiven Einkommenserlöse 60 Monate mal das sich daraus ergebende pfändbare Einkommen betragen.

Die Angemessenheit einer Erwerbstätigkeit richtet sich nach der beruflichen Qualifikation eines Schuldners und dem durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen in diesem Beruf.

Der Schuldner ist promovierter Physiker von Beruf, hat diesen Beruf jedoch nur in den Jahren 2007 – 2010 als Arbeitnehmer bei der FU Berlin ausgeübt. Dieses Beschäftigungsverhältnis gab der Schuldner aufgrund Erfolglosigkeit und auf Druck der Universitätsleitung wieder auf. Chancen auf eine Anstellung in diesem Beruf bestehen nicht.  Aus diese Gründen entspricht die angemessene Erwerbsobliegenheit des Schuldners der eines angelernten Sachbearbeiters.

Vergleiche mit Hilfe von Internet-Portalen haben ergeben, dass das durchschnittliche Brutto – Einkommen eines Sachbearbeiters bei 1.636 – 3.284 € liegt. Der Schuldner könnte folge dessen trotz seiner beruflichen Qualifikation (promovierter Physiker) zumindest als Sachbearbeiter tätig sein und dabei ein Gehalt in Höhe von ca. 1.800 € erzielen. Ein höheres Einkommen als Sachbearbeiter ist unwahrscheinlich, da der Schuldner mit 55 Jahren weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.

Der Vorteil dieses Insolvenzplans für die Gläubiger besteht nun darin, dass dieser Insolvenzplan die Gläubiger besser befriedigt, indem die Plangarantin eine über das zu erwartende Einkommen hinausgehende Befriedigung bietet. Ferner erhalten die Gläubiger die Ausschüttung bei Zustimmung zu diesem Insolvenzplan sofort und nicht nicht erst nach Abschluss des regulären Insolvenzverfahrens. Der Insolvenzplan befreit die Insolvenzmasse außerdem vor zusätzlichen Verwaltungskosten.

Ergebnisse des Insolvenzplans

  • Sonderzahlung des Plangaranten: 10.000 €
  • Summe der Verbindlichkeiten: 225.704 €
  • Quote des Insolvenzplans: 3,37 %
  • Dauer der Planinsolvenz: 25 Monate
  • Schuldenverzicht 96% 96%
  • Quote des Insolvenzplans 4% 4%
  • Zeitaufwand im Vergleich zu regulärer Insolvenz 33% 33%

Der Ablauf und vor allem der Ausgang meines Insolvenplanverfahrens waren fast genauso wie angekündigt, allerdings mit einer Ausnahme: es dauerte zwei Jahre und damit doppelt so lange wie vorgesehen. Wer und welche Umstände dafür verantwortlich sind, kann ich nur glauben und hinnehmen. Herr Franzke war für mich immer erreichbar, allerdings hätte ich mir mehr Kommunikation von seiner Seite gewünscht. Detailinformationen erhielt ich häufig erst auf Nachfrage. Seine freundliche und umgängliche Art ist sehr angenehm. Der Erfolg gibt ihm recht, der Mann weiß, was er tut, ich kann ihn für das IPV uneingeschränkt empfehlen.

Kommentar des Mandanten

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
Rechtsanwalt Jörg Franzke berät zur einjährigen Planinsolvenz.

Die Meinung der Mandanten:
Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

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Planinsolvenz holt Spediteur nach gescheiterter Selbständigkeit aus den Schulden

Planinsolvenz holt Spediteur nach gescheiterter Selbständigkeit aus den Schulden

Planinsolvenz holt Spediteur aus den Schulden

Planinsolvenz befreit Spediteur aus den Schulden nach gescheiterter Selbständigkeit. Nachdem er jahrelang von den Schulden weggelaufen war, fand er den Mut zur Planinsolvenz.

Ein Spediteur steht vor seinem Lastwagen und lächelt

Der Fall

Der Schuldner ist Elektriker von Beruf und arbeitete nach der Ausbildung als solcher im Angestelltenverhältnis in verschiedenen Unternehmen. In den Jahren 2009 bis 2011 war er als Transportunternehmer selbstständig. Heute ist er Rentner und bezieht eine Regelaltersrente in Höhe von 922,35 € und eine Alterspension in Höhe von 273,42 € monatlich. Somit verfügt der Schuldner über monatliche Nettoeinkünfte von insgesamt 1.195,77 €. Der Schuldner lebt in einfachen Verhältnissen in einer von seiner Frau angemieteten Wohnung. Der monatliche Mietzins wird vollständig von seiner Ehefrau beglichen.

Insolvenzursache

Die Insolvenzursache begründet sich auf die gescheiterte Selbstständigkeit als Spediteur. Hauptursächlich waren hierfür die steigenden Kraftstoffpreise, welche der Schuldner seinen Kunden nicht in Rechnung stellen konnte. Zudem kam es zum Zahlungsausfall einer seiner Hauptkunden. Der Schuldner schaffte es aufgrund unkündbarer Dauerschuldverhältnissen nicht, aus den typischen mit der Selbständigkeit verbundenen Verträgen auszusteigen und geriet bei sinkenden Einnahmen in Vermögensverfall.

Vergleichsrechnung

Der Schuldner ist im Insolvenzverfahren zur Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit verpflichtet. Als Altersrentner entfällt die gesetzliche Pflicht zur Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit. Der Schuldner muss sich lediglich anhand seiner Renteneinkünfte messen lassen. Wie oben erwähnt ist bei einem Gesamteinkommen von 1.195,77 € monatlich ein Betrag von 18,34 € pfändbar. Somit ergibt sich bei einer Restlaufzeit des Verfahrens von 67 Monaten ein fiktives Einkommen bis zur Restschuldbefreiung in Höhe von insgesamt 1.228,78 €. Für den Fall, dass dieser Insolvenzplan zustande kommt, wäre ein Plangarant bereit, eine einmalige Sonderzahlung an die Gläubiger zu leisten. Die Sonderzahlung des Plangaranten entschädigt die Gläubiger für den Verzicht auf das zukünftige pfändbare monatliche Einkommen und überbietet dieses zukünftige pfändbare Einkommen. Damit stellt der Schuldner im Insolvenzplan die Gläubiger besser, als in der regulären Insolvenz.

Ergebnisse des Insolvenzplans

  • Sonderzahlung des Plangaranten: 8.000 €
  • Summe der Verbindlichkeiten: 81.000 €
  • Quote des Insolvenzplans: 5,3 %
  • Dauer der Planinsolvenz: 14 Monate
  • Schuldenverzicht 95% 95%
  • Quote des Insolvenzplans 5% 5%
  • Zeitaufwand im Vergleich zu regulärer Insolvenz 19% 19%

Herr Franzke kann rechtliche Sachverhalte sehr gut allgemein verständlich erläutern. Er hat bei mir sofort die verschiedenen Spezialaspekte meines Falles verstanden und seine Empfehlungen entsprechend angepasst. Er ist ein offensichtlicher Pragmatiker, der auch unkonventionelle Lösungen mit einem durchspricht. Ich würde ihn jederzeit bei allen insolvenzbezogenen Themen uneingeschränkt empfehlen.

Kommentar des Mandanten

auf Provenzexpert.de

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
Rechtsanwalt Jörg Franzke berät zur einjährigen Planinsolvenz.

Die Meinung der Mandanten:
Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

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