Immobilien-Entwickler schafft Planinsolvenz mit 0,67% Quote

Immobilien-Entwickler schafft Planinsolvenz mit 0,67% Quote

Immobilien-Entwickler schafft die Planinsolvenz mit 0,67% Quote

Ein Immobilien-entwickler lebt nach Unternehmenspleite über 20 Jahre mit Schulden. Ich habe ihn mit der Planinsolvenz endlich von den Altlasten entschuldet. Die Verschuldung hat 6.5 Mio € betragen. Für den Insolvenzplan konnte der Mandant einen Sponsor in Höhe von 30.000€ finden. Damit schafft der Immobilien-Entwickler die Planinsolvenz mit gerade einmal 0,67% Quote. 

64 jähriger Immobilien-Entwickler gelingt mit meiner Hilfe Insolvenzplan und startet neu

Der Fall

Der Schuldner ist Lehrer, hat diesen Beruf jedoch nie ausgeübt. Statt dessen machte er sich nach dem Studienabschluss als Bauträger und Immobilien-Dienstleister mit verschiedenen Personen- und Kapitalgesellschaften sowie als Einzelunternehmer selbstständig. Die Beteiligungen und die selbständige Tätigkeit gab der Schuldner im Jahr 2010 unfreiwillig auf. Stand heute ist er als Arbeitnehmer bei der GmbH seiner Tochter als Sachbearbeiter angestellt. Sein monatliches Nettoeinkommen liegt unter der gesetzlichen Pfändungsgrenze unter Berücksichtigung einer Unterhaltspflicht und beträgt
ca. 1.312 €

Insolvenzursache

Eine gesetzliche Änderung im Jahr 2000 machte das Geschäftsmodell des Schuldners zunichte. Bisher hatte der Schuldner erfolgreich Eigentumswohnungen errichtet und saniert und diese an Privatpersonen verkauft. Der Wegfall eines Steuerprivileges verteuerte den Erwerb von Eigentumswohnungen für seine Kunden erheblich. Aufgrund des damit einhergehenden Nachfrage-Rückgangs gerieten Bauträgergesellschaften in die Zahlungsunfähigkeit und der Schuldner musste Insolvenzverfahren beantragen. Später versuchte der Schuldner sich als selbständiger Immobiliendienstleister. Auch diese Selbständigkeit musste er wieder aufgeben. Ursächlich hierfür war die Inanspruchnahme aus Geschäftsführerhaftung als Folge der Bauträger-Insolvenzverfahren.

Vergleichsrechnung

Dieser Insolvenzplan stellt die Gläubiger besser aus die Regelinsolvenz: Der 64 jährige Schuldner hat den Beruf als Lehrer nie ausgeübt. Chancen auf eine Anstellung als Lehrer bestehen ohne jede Berufspraxis und ein Jahr vor dem gesetzlichen Rentenalter nicht. Weil eine Anstellung in dem gelernten Beruf aus diesen Gründen nicht in Frage kommt, ist die Erwerbstätigkeit des Schuldners angemessen, wenn sein Einkommen dem durchschnittlichen Einkommen eines ungelernten Arbeitnehmers entspricht. Bei einem ungelernten Arbeitnehmer sind Stundensätze in Höhe des Mindestlohnes von 8,84 € oder leicht darüber angemessen. Eine Vergütung nach dem Mindestlohn überschreitet nicht die gesetzliche Pfändungsgrenze bei einer Unterhaltsverpflichtung in Höhe von 1.569 € Nettoeinkommen.

Ergebnisse des Insolvenzplans

  • Summe der Verbindlichkeiten insgesamt 6.500.000 €
  • Sonderzahlung des Plangaranten 30.000 €
  • Quote für Gläubiger 0,67 %
  • Dauer des Insolvenzplanverfahrens 13 Monate
  • Schuldenverzicht 99% 99%
  • Quote des Insolvenzplans 1% 1%
  • Zeitaufwand im Vergleich zu regulärer Insolvenz 15% 15%

Herr Franzke hat das Verfahren stringent und erfolgreich durchgeführt. Alle wichtigen Fragen wurden umgehend persönlich erörtert und geklärt. Man ist als Mandant bei Herrn Franzke in kompetenten Händen und fühlt sich gut beraten.

Kommentar des Mandanten

auf Provenzexpert.de

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
Rechtsanwalt Jörg Franzke berät zur einjährigen Planinsolvenz.

Die Meinung der Mandanten:
Erfahrungen & Bewertungen zu Rechtsanwalt Jörg Franzke

Buchen Sie eine Telefonberatung:  Ausführliche Beratung zur Planinsolvenz. Wir besprechen, wie Sie die Planinsolvenz anmelden und sich darauf vorbereiten und was Sie erwartet. Dauer: 45 min/ 150€.
Bauunternehmerin entschuldet sich mit 0,57 % Quote

Bauunternehmerin entschuldet sich mit 0,57 % Quote

Planinsolvenz entschuldet Bauunternehmerin bei 0,57 % Quote

Eine Bauunternehmerin war mit 1.2 Mio€ verschuldet. Mit Hilfe der Planinsolvenz haben wir die Gläubiger mit einer Sonderzahlung von 10.000€ entschuldet. Trotz einer Quote von gerade einmal 0,57% akzeptierten die Gläubiger den Insolvenzplan und verzichteten auf die restlichen Forderungen in Höhe von 99,43%. Planinsolvenzen sind also auch bei nur ganz geringen Quoten aussichtsreich.

Eine Baunternehmerin ist wieder schuldenfrei wegen Insolvenzplan

Der Fall

Die Schuldnerin ist Heilerzieherin von Beruf. Im Jahr 2007 gab sie ihre Anstellung als Heilerzieherin auf und machte sich mit einem Baubetrieb als Einzelunternehmerin selbständig. Der Baubetrieb wurde als Familienbetrieb geführt. Der Vater der Schuldnerin kümmerte sich als gelernter Maurermeister um die Baustellen und die Schuldnerin um die Buchhaltung und den Verwaltungskram. Dem Trend der Zeit folgend verlagerte die Schuldnerin ihr Geschäftsmodell im Laufe der Zeit weg von der klassischen Bauausführung und hin zur Errichtung und Wartung von Solaranlagen.

Insolvenzursache

Leider erwies sich das neue Geschäftsmodell als nicht tragfähig. Nach Kürzung der staatlichen Solaranlagen-Förderung blieben die Aufträge weg. Die Schuldnerin schaffte es nicht, ihren Betrieb in der gebotenen Zeit herunterzufahren und geriet aufgrund langfrister Verpflichtungen in Zahlungsunfähigkeit. Sie meldete das Gewerbe ab und bemühte sich noch jahrelang um eine außergerichtliche Rückzahlungsvereinbarung. Nachdem die Gläubiger stur an ihren Forderungen festhielten, entschied sie sich für eine Entschuldung mit Hilfe der Planinsolvenz.

Vergleichsrechnung

Die Schuldnerin ist im Insolvenzverfahren zur Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit verpflichtet. Vergleiche mit Hilfe von Internet-Portalen haben ergeben, dass das durchschnittliche Nettoeeinkommen einer Heilerzieherin bei ca. 1.800 € liegt. Die Schuldnerin verdient derzeit nebenberuflich ca. 450 € netto monatlich. Pfändbares Einkommen ergibt sich hieraus nicht. Dadurch erleiden ihre Gläubiger jedoch keinen Nachteil, weil die Schuldnerin auch bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Heilerzieherin unter Berücksichtigung der drei bestehenden Unterhaltspflichten kein pfändbares Einkommen erwirtschaften würde.

Ergebnisse des Insolvenzplans

  • Summe der Verbindlichkeiten ca. 1.220.000 €.
  • Zahlung des Plangaranten 10.000 €
  • Quote bei 0,578 %
  • Dauer der Planinsolvenz 12 Monate
  • Schuldenverzicht 99% 99%
  • Quote des Insolvenzplans 1% 1%
  • Zeitaufwand im Vergleich zu regulärer Insolvenz 17% 17%

Ich hatte großes Glück, Herrn Franzke zu finden. Er hat mir schnell und zielstrebig aus einer scheinbar auswegslogen Situation geholfen.
Vielen Dank an Herrn Franzke und sein Team.
Mfg S.M

Kommentar der Mandantin

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Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
Rechtsanwalt Jörg Franzke berät zur einjährigen Planinsolvenz.

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Schutzschirmverfahren in 3 Monaten und 29 Tagen erfolgreich geschafft

Schutzschirmverfahren in 3 Monaten und 29 Tagen erfolgreich geschafft

Schutzschirmverfahren in 4 Monaten

Weil das gesamte Sanierungsteam an einem Strang zog, dauerte der gesamte Schutzschirm von der Eröffnung bis zur Abstimmung über den Insolvenzplan nicht einmal vier Monate.

Der Fall

Die Schuldnerin berät Organisationen, Konzerne und Behörden zu informationstechnologischen Problemen. Zur Lösung dieser speziellen Kundenprobleme entwickelt sie Software, vorzugsweise in der Programmiersprache Java. Bei der Schuldnerin sind aktuell 23 Mitarbeiter angestellt. Der Umsatz des Unternehmens setzt sich zusammen aus Stundenhonoraren für die entsendeten Mitarbeiter, Werklöhne für eigene IT-Projekte sowie Beratungshonorare. Ihre Aufträge erhält die Schuldnerin insbesondere von namhaften Kunden wie der GEMA, Vodafone, Daimler, Schwab Versand, ZF-Friedrichshafen. Beispielsweise haben die Programmierer des Schuldnerin den Car-Konfigurator von Mercedes-Benz auf einer Java-Plattform mitentwickelt. Dieser wird ständig gewartet und modernisiert. Ein Ausfall der Betriebsleistung der Schuldnerin hätte empfindliche Folgen für die operative Leistungsfähigkeit des Kunden. Die maximale Laufzeit der Aufträge beträgt drei Monate, längere Auftragsintervalle werden heutzutage in der Industrie nicht mehr vergeben.

Sorftware-Entwicklerteam behält Arbeitsplätze dank Schutzschirmverfahren

Insolvenzursache

In selbstkritischer Nachschau sieht die Geschäftsführung die Krisenursache in einer falschen Fokussierung auf einen einzigen Geschäftsbereich. Zusammen mit einem im Produkt-Portfolio deckungsgleichen IT-Unternehmen des Allgeier-Konzerns bewarb sich die Schuldnerin bei dem Auftraggeber ZF-Friedrichshafen um einen Großauftrag in Höhe von 6.5 Mio. €. Weil der Zuschlag so gut als sicher galt und weil dies von der ZF-Friedrichshafen im Bieter-Verfahren als Nachweis der Leistungsfähigkeit so verlangt wurde, investierte die Schuldnerin erhebliche Beträge in ihre Infrastruktur. Beispielsweise mietete die Schuldnerin neue Geschäftsräume in Friedrichshafen an, erwarb Büromöbel und IT-Hardware und rekrutierte neue IT-Spezialisten.

Weil die gesamte Aufmerksamkeit der Geschäftsführung der Vorbereitung dieses Großauftrages galt, vernachlässigte sie zugleich alle anderen Geschäftsbereiche. Neue Aufträge in den anderen Bereichen holte die Geschäftsführung in dieser Zeit nicht ein. Die Absage des Großauftrages erfolgte Ende März diesen Jahres. Wegen vernachlässigter Auftrags-Akquise, erhöhter Infrastruktur-Kosten und der sonstigen Fehlinvestitionen steuerte die Schuldnerin auf eine Liquiditätskrise zu. Zwar wirtschaftete die Schuldnerin wieder rentabel und konnte nach Rückbesinnung an die Stammkundschaft ausreichend neue Aufträge akquirieren. Aber die Schuldnerin schaffte es nicht, die Liquiditätslücke innerhalb der gebotenen Frist des § 17 InsO zu bewältigen. Die Geschäftsbank der Schuldnerin sperrte das Geschäftskonto. Seitdem war Zahlungsunfähigkeit eingetreten.

Sanierungskonzept

In diesem Unternehmen stellen die Mitarbeiter das eigentlich Wertvolle dar. Die Wertschöpfung des Unternehmens besteht schließlich darin, weltweit Mitarbeiter mit Expertise in Java-Coding anzuwerben. Die angeworbenen Mitarbeiter arbeiten dann entweder von ihrem Home-Office aus oder die Geschäftsführung bemüht sich um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland. Damit diese Mitarbeiter sich wohl wühlen und das Unternehmen nicht wieder verlassen bietet die Schuldnerin einen aufwändigen Relocation-Service und betreut die Mitarbeiter auch sozial.

Aus diesen Gründen war für den Sanierungserfolg entscheidend, ob es gelingt, die Mitarbeiter während des Schutzschirmverfahrens im Unternehmen zu halten und möglicherweise sogar neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Also war auch in diesem Verfahren „die Vertrauensfrage“ kriegsentscheidend. Leider ist dies nicht bei allen Mitarbeitern gelungen aber eine erhöhte Fluktuation während eines Sanierungsverfahrens ist normal. Der wichtigste Mitarbeiterstamm konnte aber gehalten werden. Hierzu kommunizierte die Geschäftsführung den Verlauf des Verfahrens besonders transparent. Beispielsweise wurde einmal wöchentlich eine Telefonkonferenz abgehalten, zu der sich die Mitarbeiter zuschalten und auf den neuesten Stand bringen konnten. Fragen wurden beantwortet, Sonderwünsche erfüllt.

Das gesamte Sanierungsteam, der Sachwalter Rechtsanwalt Dr. Hänel und die Richterin am Amtsgericht Weilheim in Oberbayern zogen an einem Strang. So dauerte das Verfahren von der Eröffnung bis zur Abstimmung über den Insolvenzplan rekordverdächtige 3 Monate und 29 Tage !!!

Ergebnisse des Schutzschirms

  • Rekordverdächtige Verfahrensdauer von 3 Monaten und 29 Tagen
  • Gesellschafter-Struktur bleibt erhalten, ebenso die Genehmigung zur Arbeitnehmerüberlassung
  • Verschuldung vor Antragstellung: 2.181.000 €
  • Einigung mit Gläubigern im Insolvenzplan auf Quote 6,4 %
  • Schuldenverzicht 94% 94%
  • Quote des Insolvenzplans 6% 6%
  • Fortführungswahrscheinlichkeit für die nächsten 3 Jahre 75% 75%

Wir sind ganz unglücklich in einem Schutzschirmverfahren geraten Während das an sich schwieriges und kompliziertes Insolvenz-Verfahren, hat uns Herr Franzke mit seiner ruhigen Art und Professionalität geholfen, das Schiff sicher durch das Dickicht der juristischen Vielfalt zu manövrieren. Es war ein voller Erfolg, das Unternehmen konnte gerettet werden. An dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank.
Sehr pragmatisch! Kein typisches Anwaltsgetue. Sachlich ruhig und sehr erfahrener „Berater“ der einem in stürmischen Zeiten hilft, den Blick aufs Wesentliche nicht zu verlieren. 5 Sterne Empfehlung !

Kommentar der Geschäftsführung

auf Provenexpert.de

Zahlungsfähigkeit nach 90 % Umsatzeinbruch wiederhergestellt

Zahlungsfähigkeit nach 90 % Umsatzeinbruch wiederhergestellt

Zahlungsfähigkeit nach 90 % Umsatzeinbruch wiederhergestellt

Ein auf Überwachung von Flüchtlingsheimen spezialisierter Sicherheitsdienst wurde zahlungsunfähig, aufgrund eines plötzlichen Umsatzeinbruches über 90 %. Mit dem Insolvenzplan habe ich die Zahlungsfähigkeit wiederhergestellt. Auch das Wohnhaus wurde nicht verwertet.

Der Fall

Der Schuldner betreibt als Einzelunternehmer in Kaufbeuren einen Sicherheitsdienst mit den Leistungen: Werk- und Objektschutz, Personenschutz, Baustellenüberwachung, Revier- und Streifendienst, Sicherheitsberatung, usw.. Im Unternehmen sind derzeit 75 Mitarbeiter angestellt. Der Schuldner hat das Unternehmen vor rund sechs Jahren gegründet. Aufgrund hoher Zuverlässigkeit und fairen Preisen verstand es der Schuldner sich innerhalb kürzester Zeit in der Region einen Namen zu machen, das Unternehmen wuchs auf durchschnittlich 70 Mitarbeiter an. Die Auftraggeber des Schuldners sind in der Regel Industriebetriebe und die Öffentliche Hand, aber auch vermögende Privatpersonen lassen ihre Immobilien von dem Wachdienst des Schuldners schützen. Die derzeitige Auftragslage bezeichnet der Schuldner als hervorragend, einziges Wachstumshemmnis ist die Personalknappheit in der Region. Die vertraglichen Beziehungen zu den Auftraggebern sind als Werk- bzw. Dienstverträge ausgestaltet, mit einer durchschnittlichen Laufzeit von einem bis drei Jahren. Sämtliche derzeit bestehenden Auftragsverhältnisse beschreibt der Schuldner als auskömmlich.

Mitarbeiter Sicherheitsdienst im Schutzschirmverfahren

Insolvenzursache

Mit Aufkommen der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 konzentrierte der Schuldner sich auf Sicherheitsdienste für Flüchtlingsheime. Nach der Bewältigung der Flüchtlingskrise verlor der Schuldner innerhalb kürzester Zeit rund 90 % seiner Aufträge. Der Schuldner steuerte dagegen. Er akquirierte bei neuen Kunden neue Aufträge und war bereits vor Antragstellung wieder vollständig ausgelastet. Allerdings hinterließ der vorübergehende Umsatzeinbruch eine Liquiditätslücke, die der Schuldner trotz Rückkehr zu guter und auskömmlicher Auftragslage nicht mehr bewältigen konnte.

Sanierungskonzept

Wie oben beschrieben war es dem Schuldner bereits selbst gelungen, den Umsatzeinbruch mittels Akquisition neuer Aufträge wettzumachen und das Unternehmen in die Rentabilität zurückzuführen. Eingriffe in die Unternehmensstruktur waren aus diesem Grund nicht erforderlich. Der Schuldner bewirtschaftete sein Unternehmen auch während des Schutzschirms so wie bisher. Der Liquiditätsaufbau erfolgte in diesem Verfahren auf zweierlei Weise: Einerseits wie üblich anhand des Insolvenzgeldes. Andererseits durch Anfechtung gegenüber dem Finanzamt. Das Finanzamt hatte während der Unternehmenskrise erhebliche Geldbeträge des Schuldners gepfändet. Das durch Pfändung erlangte Guthaben musste das Finanzamt an den Schuldner erstatten.
Schließlich rettete das Schutzschirmverfahren nicht nur das Unternehmen sondern auch das Wohnaus der Unternehmerfamilie. Es gelang mir, die Banken von der sonst üblichen Zwangsversteigerung des Wohnhauses abzuhalten. Die Banken hielten statt dessen während des gesamten Sanierungsverfahrens zunächst still. Der Insolvenzplan am Ende des Verfahrens sah dann die quotenweise Entschuldung von allen Verbindlichkeiten vor, jedoch keine Entschuldung der dinglich besicherten Banken-Schulden. Diese bleiben trotz Entschuldung per Insolvenzplan weiterhin bestehen und wird der Schuldner wie vor der Insolvenz zu gleichen Konditionen ratenweise abgelten.

Ergebnisse des Schutzschirms

  • Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt.
  • Unternehmerfamilie führt das Sicherheitsgewerbe ohne Einschnitte fort.
  • Wohnhaus entgeht Zwangsversteigerung, Banken finanzieren neu.
  • Quote (außer Banken) bei 5,78 %
  • Auf Verbindlichkeiten von 879.000 € leistet Schuldner 46.332€, danach schuldenfrei
  • Schuldenverzicht 94% 94%
  • Quote des Insolvenzplans 6% 6%
  • Fortführungswahrscheinlichkeit für die nächsten 3 Jahre 90% 90%

Mit Bewertungen bin ich eher sehr zurückhaltend, aber in unserem Fall nicht, der Firmeninsolvenz (Schutzschirmverfahren), von der Erstberatung bis zur Begleitung und Hilfestellung 10 ********. Während des Verfahrens, einfach nur begeistert. Bei Herrn Rechtsanwalt Franzke hat man immer das Gefühl, dass man auch als Mensch, mit all seinen Sorgen und Problemen ernst genommen wird. Fachlich und Menschlich hat man es mit einem wirklichen Fachmann zu tun, von der Anmeldung des Verfahrens bist zum letzten, erfolgreichen Gerichtstermin, sind ca. 17 Monate vergangen und unsere Firma ist jetzt schuldenfrei. Herr Franzke hatte zu jederzeit und für jedes Problem ein offenes Ohr. Ich weiß jetzt, dass dieser Schritt der Richtige war für mich eine Kanzlei, die ich mehr als empfehlen kann, ich würde sie jedem der sich in einer scheinbar aussichtslosen Situation (ob Privat- oder Firmeninsolvenz) befindet, ohne „Wenn und Aber“ sofort weiterempfehlen. Auch auf diesem Weg, nochmals vielen herzlichen Dank an Herrn RA Jörg Franzke.

Sicherheitsdienst, Bayern

Bewertung auf Provenexpert

Dentallabor mit Schutzschirm saniert, 70jährige Familientradition wird fortgeführt

Dentallabor mit Schutzschirm saniert, 70jährige Familientradition wird fortgeführt

Dentallabor mit Schutzschirm saniert, 70jährige Familientradition wird fortgeführt

Ein Dentallabor benötigte nach 70jährigem Bestehen eine Rundum-Erneuerung. Dies ist mir mit Hilfe des Schutzschirmverfahren gelungen. Die Familientradition wird fortgeführt.

Der Fall

Die B+N GmbH ist ein seit rund 70 Jahren bestehendes Dentallabor in Familienbesitz. Das Unternehmen ist als zuverlässiger und qualitätsbewusster Hersteller von Zahnersatz aufgrund seines langjährigen Bestehens eine feste Größe bei Zahnarztpraxen in der Umgebung rund um den Betriebsstandort und wird von diesen regelmäßig beauftragt. Im Unternehmen sind 12 Mitarbeiter angestellt.

Die B+N GmbH wurde im Jahr 1949 von dem Großvater des heutigen Gesellschafter-Geschäftsführer gegründet. In den 60er bis 90er Jahren erwirtschaftete die B+N GmbH aufgrund eines günstigen Umfeldes regelmäßig auskömmliche Gewinne. Zu Bestzeiten waren im Unternehmen bis zu 35 Mitarbeiter angestellt Die Familie investierte die Unternehmensgewinne in ein Betriebsgrundstück ließ darauf ein speziell auf die Bedürfnisse eines Dentallabors ausgerichtetes Betriebsgebäude errichten, in welchem die B+N GmbH noch heute produziert. Das Betriebsgrundstück steht in Entsprechung einer Betriebsaufspaltung im Eigentum der Familien GbR. Die B+N bezahlt an die GbR eine monatliche Pacht. Die Belegschaft der B + N GmbH ist überwiegend „alt gedient“ und seit Jahrzehnten im Unternehmen angestellt. Die B+N GmbH ist finanziert mit rund 108.000 € Fremdkapital in Form eines Finanzierungskredits für eine Teleskop-Fräsmaschine sowie mit Eigenkapital der Familie in Höhe von ca. 440.000 €. Das Eigenkapital ist in Form von nachrangigen Darlehn investiert. Es gibt des weiteren einen Kontokorrent-Kredit bei der Sparkasse. Dieser ist besichert mit einer Bürgschaft zu Lasten des Vaters. Das betriebliche Anlagevermögen ist veraltet und vollständig abgeschrieben, ein nennenswertes Warenlager gibt es nicht. Die B+N GmbH produziert seit Jahren Verluste. Zum 31.12.16 wies das Unternehmen einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 542 T€ aus.

Unternehmer behält Dentallabor dank Schutzschirmverfahren

Insolvenzursache

Seit rund 15 Jahren trübt sich das wirtschaftliche Umfeld für Dental-Labore ein. Etatkürzungen für Kassenpatienten führen zu sinkenden Gewinn-Margen. Ausländische Konkurrenz aus Osteuropa und nunmehr auch aus China macht den eingesessenen Dental-Laboren das Leben schwer. Zahnärzte, die bisher Kunden waren, betreiben eigene Dental-Labors oder sind in Gesundheitszentren zusammengeschlossen. Verwöhnt durch die Jahrzehnte währende positive Ertragssituation muss der heutige Gesellschafter-Geschäftsführer sich eingesehen, dass er mit dem Turn-Around zu spät begann. Der Geschäftsführer versuchte dem Negativtrend zunächst mittels Sparrunden umzukehren. Seine Möglichkeiten hierzu waren jedoch aufgrund langfristiger Vertragspflichten begrenzt. Der erforderlichen Personalanpassung stand dem Kündigungsschutz entgegen. Der Geschäftsführer hat sich unternehmensstrategisch beraten lassen und spezialisiert sein Unternehmen auf Fertigungstechniken von Spezial-Implantaten, welche die ausländische Konkurrenz (noch) nicht leisten kann. Hierzu hat er in eine moderne Teleskop-Fräsmaschine investiert und baut einen Vertrieb und Marketing auf, um neue Kunden für die Technik zu gewinnen. Das Unternehmen hat sich am Markt nunmehr positioniert als Spezialist für besonders schwierig zu erstellende Implantate.

Sanierungskonzept

Dieser Insolvenzplan stellt die Gläubiger besser aus die Regelinsolvenz: Das Verfahren wurde insbesondere dazu genutzt, die langfristigen und unrentablen Vertragsverhältnisse zu kündigen oder neu auszuhandeln. Auch mussten Mitarbeiter entlassen werden. Das Verfahren bot die Gelegenheit, insbesondere die Problemfälle unter den Mitarbeitern zu klären. Allein diese Maßnahmen reichten aus, um das Unternehmen zurück in die Rentabilität zu führen. Mit der Sparkasse konnte ausgehandelt werden, dass diese die strategisch wichtige Implantat-Fräsmschine nicht beschlagnahmte und verwertete, sondern die “Finanzierung” fortführt. Somit kann das Unternehmen weiter produzieren.

Ergebnisse des Schutzschirms

  • Dauer des Verfahrens insgesamt 13 Monate
  • Die Unternehmerfamilie kann die 70jährige Unternehmens-Geschichte fortführen
  • Verschuldung vor Antragstellung: 373.000 €
  • Einigung mit Gläubigern im Insolvenzplan auf 7,80 % Quote
  • Schuldenverzicht 92% 92%
  • Quote des Insolvenzplans 8% 8%
  • Fortführungswahrscheinlichkeit für die nächsten 3 Jahre 98% 98%
Gastronom nach vernichtender Restaurant-Kritik wieder entschuldet

Gastronom nach vernichtender Restaurant-Kritik wieder entschuldet

Gastronom nach schlechter Restaurant-Kritik wieder schuldenfrei

Nach schlechter Restaurant-Kritik blieben vorübergehend ein Drittel der Gäste aus. Der Einschnitt brachte den Gastronom Herrn X an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Nachdem Herr X es selbst nach Jahren nicht geschafft hatte, die Verschuldung zurückzuführen, entschied er sich für das Schutzschirmverfahren. Heute ist er entschuuldet und führt die Restaurants erfolgreich fort.

Gastronom feiert erfolgreiches Schutzschimverfahren

Der Fall

Herr X betreibt in Berlin zwei Gastronomie-Betriebe: Die „Gaststätte F.“ in Lichterfelde und das „Restaurant E.“ in Steglitz. Das F. ist als klassische „Berliner Kneipe“ konzipiert, mit bodenständiger Berliner Küche und einer großen Auswahl an Bieren. Das Restaurant E. hingegen stellt sich als gehobenes Speiserestaurant und Tagescafé dar. Den Gästen stehen sowohl im F. als auch im E. ca. 100 Sitzplätze zur Verfügung. Beide Restaurants sind in den jeweiligen Berliner Bezirken bekannt und frequentiert. Durchschnittlich sind 33 Arbeitnehmer im Unternehmen angestellt.

Herr X war ursprünglich in der Gaststätte F. für 10 Jahre als Kellner angestellt und mietete die Gaststätte im Jahre 2007 an. Bis ins Jahr 2012 wirtschaftete er erfolgreich, danach trübte sich der Gewinn aufgrund neu hinzugekommener Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft ein. Um einem betrieblichen Gesamtverlust zu entgegnen, ergriff Herr X die Flucht nach vorn und mietete im Jahr 2012 das Restaurant E. hinzu. Das Konzept ging zunächst auf. Auch das Restaurant E. wirtschaftete in den ersten Jahren erfolgreich.

Insolvenzursache

Im Jahr 2013 musste Herr X starke Umsatzeinbußen hinnehmen. Ursache war eine vernichtende Restaurant-Kritik, wahrscheinlich auf Betreiben der Konkurrenz. Herr X. trat der Restaurant-Kritik mit Image-Kampagnen entgegen und holte die Kundschaft nach und nach in seine Restaurants zurück. Aber der Umsatzeinbruch hatte die gesamte Liquidität verbraucht und brachte Herrn X bis an die Zahlungsfähigkeit.

Herrn X gelang es dennoch sich über Wasser zu halten und die Betriebe quasi „von der Hand in den Mund“ über mehrere Jahre fortzuführen. An einen Abbau der Schulden war jedoch nicht zu denken. Dazu reichen die Gewinnmargen der Gastronomie-Betriebe nicht aus. Schließlich erfuhr Herr X von den Möglichkeiten eines Schuldenschnitts mit Hilfe des Schutzschirmverfahrens. Herr X erkannte den Schuldenschnitt als einzigen nachhaltigen Ausweg aus seiner Lage. Nach einigem Zögern entschied er sich dafür und beauftragte mich, ihn durch das Verfahren zu führen.

Sanierungskonzept

Neben den üblichen Sanierungsschritten wie die dreimalige Finanzierung der Arbeitnehmerlöhne mit dem Insolvenzgeld usw. ging es in diesem Verfahren ausschließlich darum, die Gastronomie-Betriebe zu entschulden. Einschnitte in die Unternehmensstruktur wie beispielsweise der Abbau von Arbeitsplätzen sah das Sanierungskonzept nicht vor. Die Gastronomie-Betriebe wirtschafteten bei Antragstellung rentabel. Es stand lediglich seitens des Sachwalters zur Diskussion, die nahezu unrentable Gaststätte F. aufzugeben und nur noch das Restaurant E. zu betreiben. Dieses Ansinnen konnten wir dem Sachwalter jedoch mit der Begründung ausreden, dass ein weiterer Konkurrent im Kiez auch eine Gefahr für das Restaurant E. darstellen würde.

Das Verfahren war auf einem guten Weg und wäre nach rund acht Monaten beendet gewesen, wenn nicht das Finanzamt buchstäblich in letzter Sekunde dazwischen gegrätscht wäre. Das Finanzamt lehnte meinen Insolvenzplan zunächst ab mit der Begründung, dass die Gastronomie-Betriebe verkauft werden müssen, um mehr Geld für die Befriedigung der Gläubiger zu erzielen. Es dauerte rund vier Monate, um das Finanzamt davon zu überzeugen, dass es auf dem Holzweg war. Am Ende akzeptieren die Gläubiger und auch das Finanzamt meinen Insolvenzplan einstimmig. Herr X ist schuldenfrei und hat behält seine beiden Gastronomie-Betriebe.

Ergebnisse des Schutzschirms

  • Herr X betreibt die Gastronomie-Betriebe in ursprünglicher Größe und Struktur
  • Kein Imageverlust bei Gästen, die Gaststätten sind unverändert stark frequentiert
  • Herr X bleibt Eigentümer des Unternehmens
  • Höhe der Verschuldung vor
  • Schutzschirmverfahren: 1.584.000 €
  • Einigung mit Gläubigern im Insolvenzplan auf Quote 12 %
  • Schuldenverzicht 88% 88%
  • Quote des Insolvenzplans 12% 12%
  • Fortführungswahrscheinlichkeit für die nächsten 3 Jahre 83% 83%

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