Betriebsausfall wegen Corona – besteht Versicherungsschutz wegen Betriebsschließung?

Fremdbestimmt von Covid-19 und Betriebsausfall wegen Corona: Die deutsche Wirtschaft leidet unter der rasanten Ausbreitung des Coronavirus. Erkrankte Mitarbeiter müssen prüfen, ob sie in Quarantäne gehen. Renommierte Unternehmen wie Vapiano melden Insolvenz an. Ob Angestellter, Arbeitgeber oder Selbstständiger – was können Betroffene bei Betriebsausfall tun?

Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer

Was passiert, wenn ein Arbeitnehmer wegen des neuartigen Coronavirus wochenlang in Quarantäne muss und seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann? In diesem Fall gilt der Beschäftigte als erkrankt – egal ob ein positives Testergebnis vorliegt oder nicht. Gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz hat der Erkrankte Anspruch auf Lohnfortzahlung. Bis zu sechs Wochen lang bezahlt ihm sein Arbeitgeber das normale Gehalt aus. Das gilt auch bei einem Betriebsausfall wegen Corona.

Dauert die Quarantäne länger als sechs Wochen, erhält er Krankengeld – vorausgesetzt, dem Arbeitnehmer stehen die Sozialleistungen durch eine Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu – maximal 72 Wochen. Allerdings bekommt der Beschäftigte nur einen Teil seines Lohns. Laut Infektionsschutzgesetz (Paragraf 56) können sich Betroffene den Verdienstausfall aber von den Behörden erstatten lassen.

Beschäftigte, die nur unter Quarantäne stehen, aber nicht erkrankt sind, müssen ihrer Arbeit weiter von zu Hause aus nachgehen – sofern möglich. Für die Heimarbeit muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern alle notwendigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Kann die berufliche Tätigkeit nur bedingt im Home-Office verrichtet werden, haben Betroffene Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Kurzarbeitergeld für stark betroffene Unternehmen

Geraten Unternehmen bei einem Betriebsausfall wegen Corona in finanzielle Bedrängnis, greift Ihnen die Bundesregierung finanziell unter die Arme. Am 13. März 2020 hat der Bundestag das sogenannte „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ verabschiedet, das stark betroffenen Konzernen den Zugang zum Kurzarbeitergeld spürbar vereinfacht.

Ist ein Unternehmen wegen der Infektionswelle dazu gezwungen, Mitarbeiter vorerst in die Kurzarbeit zu entlassen und verzeichnet dadurch erhebliche Entgeltausfälle, steht Betroffenen Kurzarbeitergeld zu. Allerdings müsse die reguläre Arbeitszeit merklich gekürzt werden.

Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit können Unternehmen einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen. Maximal zwölf Monate werden die Leistungen erbracht. Arbeitnehmern mit Kindern stehen 67 % der Nettoentgeltdifferenz zu, Arbeitnehmern ohne Kinder 60 %.

Wann zahlt die Betriebshaftpflicht?

Nicht nur staatliche Liquiditätshilfen sind in der Corona-Krise möglich. Unter Umständen können Unternehmen ihre finanziellen Verluste auch bei ihrer Betriebsversicherung geltend machen – vorausgesetzt, sie haben bereits im Vorfeld eine Betriebsschließungsversicherung oder eine Betriebsausfallsversicherung abgeschlossen. Ist dies der Fall, steht dem Betrieb womöglich Versicherungsschutz während der Corona-Pandemie zu. Muss der Konzern wegen amtlicher Auflagen vorübergehend schließen und wendet sich an seine Betriebsversicherung, stehen die Chancen auf Versicherungsleistungen gut. Wie hoch die Leistungen ausfallen, kommt stets auf die vereinbarten Tarifbedingungen sowie die Einschätzungen des Versicherers an.

Corona Schutzschirmverfahren für angeschlagene Betriebe

Stehen Firmen wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 kurz vor der Insolvenz, greift der Corona-Schutzschirm. Dieser gewährt betroffenen Betrieben einfacher Zugang zum Schutzschirmverfahren. In anderen Worten: Das Unternehmen verschafft sich eine Atempause. Fällige Zahlungen, zum Beispiel laufende Kredite, frieren vorübergehend ein. Bestenfalls kann das operative Geschäft dank des Schutzschirmverfahrens aufrechterhalten bleiben. Die finanziellen Einbußen halten sich in Grenzen.

Rechtsanwalt Jörg Franzke erklärt das Schutzschirmverfahren
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