10 Tipps zur Privatinsolvenz

Wenn Sie als Privatperson die Schulden anpacken wollen und eine private Insolvenz anstreben, möchte ich Ihnen ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben:

  1. Stoppen Sie den Schuldendienst, wenn es sinnlos ist
  2. Prüfen Sie, ob ein Insolvenzplan für Sie machbar ist
  3. Sammeln Sie Gläubigerpost
  4. Eröffnen Sie ein neues Konto
  5. Stellen Sie Zahlungen ein
  6. Retten Sie, was gerettet werden darf
  7. Suchen Sie einen guten Berater
  8. Auf Verlangen die eidesstattliche Versicherung abgeben
  9. Leisten Sie keine Zahlungen mehr an Verwandte
  10. Lassen Sie den Insovenzverwalter in Ruhe

1. Stoppen Sie den Schuldendienst,
wenn es sinnlos ist.

So richtig über die Schulden bewusst, werden sich die Betroffenen sobald die erste Pfändung droht.

Dann geben sie alles und wollen eine Pfändung oder den Besuch des Gerichtsvollziehers um jeden Preis vermeiden. Häufig höre ich das Zitat: „Wir leben vom Kindergeld, vom normalen Einkommen bezahlen wir Schulden“.

Dieser Zustand wird jahrelang durchgehalten. Erst nachdem sich stressbedingt ernsthafte Gesundheitsprobleme einstellen und schließlich gar nichts mehr geht, suchen die Betroffenen nach Hilfe.

Die jahrelange Quälerei muss nicht sein. Wenn die Schuldenfalle zuschnappt, dann ist das eben so. Man sollte sich nichts vormachen.

Wie kann man beispielsweise bei einem Gehalt von 1.200 EUR jemals 20.000 EUR Schulden zurückzahlen? Ist der Kredit bereits gekündigt, zahlen Sie mindestens 2.500 EUR Zinsen pro Jahr.

Leider wissen viele Betroffene nicht, dass sie nur den pfändbaren Teil ihres Einkommens für Schulden aufwenden müssen.

Anstelle sich auf die Pfändungsgrenzen zu berufen, bringen die Betroffenen lieber jeden Cent zur Begleichung der Schulden auf. Geld zum Leben bleibt da nicht übrig. Rechnungen werden geschoben, es entstehen neue Löcher.

Wer in einer ähnlichen Situation steckt, sollte vernünftig sein. Er sollte alle Zahlungen einstellen und eine Verbraucherinsolvenz beantragen.

Mit der Verbraucherinsolvenz enden alle Pfändungsversuche und nach sechs Jahren ist man schuldenfrei. Auch wenn dies eine lange Zeit ist, so besteht zumindest wieder Hoffung und in das Leben kehrt wieder Ruhe ein.

Tipp: Nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Wenn Ihnen nach Abzug der Kreditraten zum Leben weniger als die gesetzliche Pfändungsgrenzen bleibt, sind die Schulden außer Kontrolle geraten.


2. Prüfen Sie, ob ein Insolvenzplan für Verbraucher für Sie machbar ist.

Das Insolvenzplan-Verfahren dauert maximal ein Jahr, bis zur kompletten Entschuldung.

Der Insolvenzplan ist letztendlich nichts anderes als ein Schuldenvergleich unter gerichtlicher Aufsicht, den Sie den Gläubigern anbieten und über den die Gläubiger in einem Gerichtstermin abstimmen.

Im Gegensatz zum Schuldenvergleich müssen beim Insolvenzplan nicht alle Gläubiger zustimmen, sondern eine einfache Mehrheit der zum gerichtlichen Abstimmungstermin persönlich anwesenden Gläubiger reicht aus. Genau diese gesetzliche Regelung ist Ihre Chance!

Erfahrungsgemäß interessieren sich Gläubiger nicht für den Ausgang eines Insolvenzplanverfahrens. Oft stehe ich im Termin alleine da. Sie können mit Sicherheit davon ausgehen, dass Banken, Finanzämter, Inkassobüros usw. aus Kostengründen nicht zu Abstimmungsterminen erscheinen.

Verfügen Sie nun über einen wohlgesonnenen Gläubiger, der im Idealfall als einziger erscheint und stimmt dieser für den Insolvenzplan, gilt der Insolvenzplan als angenommen. Alle anderen Gläubiger müssen sich fügen.

Zwei Wochen später wird Insolvenzverfahren aufgehoben und Ihnen wird die Restschuldbefreiung erteilt. Damit sind Sie wie versprochen innerhalb der Jahresfrist schuldenfrei.

Damit Ihr Insolvenzplan gelingt, sind zwei Dinge wichtig:

  • Sie brauchen einen Sponsor, der die Zahlung eines Geldbetrages an die Gläubiger verspricht, sollten diese dem Insolvenzplan zustimmen.
  • Und Sie benötigen mindestens einen wohlgesonnenen Gläubiger, der zum Abstimmungstermin persönlich bei Gericht erscheint und für Ihren Insolvenzplan stimmt.

Tipp: Verfügen Sie über beide Voraussetzungen, bestehen allerbeste Erfolgsaussichten und Sie sollten nicht zögern, sich binnen Jahresfrist mit Hilfe eines Insolvenzplans zu entschulden.


3. Sammeln Sie die Gläubigerpost

Als erste Maßnahme zur Vorbereitung der Verbraucherinsolvenz sammeln Sie bitte die Gläubigerpost.

Mit „Gläubigerpost“ meine ich alle Drohbriefe, Mahnungen, Gerichtsurteile, Mahn- und Vollstreckungsbescheide, Pfändungsprotokolle sowie Protokolle zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung.

Heften Sie die Gläubigerpost am besten in einen Ringbuchordner, sortiert nach Gläubigern, den jeweils aktuellsten Schriftwechsel obenauf.

Wichtig ist es, dass Sie alle Gläubiger erfassen. Auf die genaue Höhe der Schuld kommt es nicht an, weil wir den Schuldenstand ohnehin abfragen.

Anhand Ihres Ringbuchordners werden wir die Gläubigerliste des Insolvenzantrages ausfüllen. Das ist komplizierter, als Sie denken.

Es reicht nicht, die Gläubigeranschriften nur ungefähr zu benennen, sondern die Anschriften müssen zustellungsfähig sein.

Zustellungsfähig bedeutet, sämtliche Aktenzeichen der Gläubiger, genauestes Benennen der Firmennamen, Namen der vertretungsberechtigten Geschäftsführer, usw.

Gläubiger und Gläubigervertreter dürfen ebenfalls nicht verwechselt werden. Der Gläubiger ist die Stelle, der man Geld schuldet. Der Gläubigervertreter hingegen treibt das Geld für den Gläubiger ein.

Ein Inkassobüro kann also niemals ein Gläubiger sein. Bei der Gläubigerliste sind Richter äußerst penibel, kleinste Auffälligkeiten führen zu Beanstandungen des Gerichts.

Tipp: Seien Sie sorfältig, wenn Sie die Gläubiger zusammenstellen. Lieber erwähnt man einen zuviel, als einen zu wenig.


4. Eröffnen Sie ein neues Konto

Zur Vorbereitung einer Insolvenz ist es besonders wichtig, dass Sie ein neues Gehaltskonto einrichten. Befindet sich das derzeitige Gehaltskonto im Minus, ist ein neues Konto geradezu überlebenswichtig.

Mit dem neuen Konto vermeiden Sie zweierlei:

  • Kontopfändung: Weil das Konto neu ist und deswegen kein Gläubiger kennt, kann es vorläufig nicht gepfändet werden.
  • Totalverlust eines Monatseinkommens: Ist Ihr Gehaltskonto derzeit im Minus, wird die Bank das Konto schließen, sobald sie von der Insolvenz erfährt. Dann fehlt Ihnen ein Monatsgehalt. Die Freigabe ist nicht gerichtlich erzwingbar, weil die Bank Ihr Gehalt mit den Schulden verrechnen darf.

Eröffnen Sie deswegen ein Guthabenkonto bei einer neuen Bank. Die alte Bank behandeln Sie nun als Gläubiger und heften den Vorgang in den Gläubiger-Ringbuchordner ein.

Die neuen P-Konten sind nur geeignet, falls Ihr Einkommen unterhalb der gesetzlichen Pfändungsgrenze liegt. Liegt es darüber, ist ein normales Guthabenkonto besser.

Haben Sie negative Schufa-Einträge und ist zu befürchten, dass Ihnen ein neues Konto verweigert wird, befolgen Sie bitte folgenden Tipp:

Gehen Sie zu einer Bank, die Sie nicht kennt und sagen Sie folgenden Zauberspruch: Guten Tag, ich war in der Schuldenberatung, mein Anwalt schickt mich, ich muss ein Insolvenzverfahren machen und benötige ein neues Konto, mein altes Konto ist gesperrt.

Das klappt immer und wenn nicht auf Anhieb, dann beim zweiten Mal.

Sobald das neue Konto eingerichtet ist, lassen Sie Ihr Einkommen dorthin überweisen. Ändern Sie außerdem alle wichtigen Zahlungen, wie Miete, Telefon, usw. Das neue Konto keinesfalls den alten Gläubigern verraten. Also auch nichts
überweisen.

Das neue Konto bleibt natürlich nur bis zum nächsten Offenbarungseid unentdeckt. Aber das dauert ein Weilchen und bis dahin sind Sie längst in der Verbraucherinsolvenz.

Tipp: Wenn das Konto im Minus ist oder bei den Gläubigern bekannt ist, eröffnen Sie ein neues Konto.


5. Stellen Sie die Zahlungen ein

Miete, Strom und alle anderen lebenswichtigen Dinge bedienen Sie natürlich weiter. Bei den anderen Gläubigern aber gibt es keine Ausnahme. Pleite ist pleite, Sie bezahlen nichts und niemanden mehr!

Selbst die Aufforderung des Gerichtsvollziehers zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, sollte Sie nicht zu weiteren Zahlungen bewegen.

Mit der Verbraucherinsolvenz wird eine eidesstattliche Versicherung wirkungslos. Deshalb macht es keinen Sinn, wenn Sie sich davor drücken.

Sie müssen die eidesstattliche Versicherung auf Verlangen des Gerichtsvollziehers zwar erklären, aber dies wirkt sich in keinster Weise auf die spätere Restschuldbefreiung aus.

Sollten Sie nach Zahlungseinstellung von den Gläubigern Anrufe oder Post erhalten, ist es im Prinzip völlig egal, wie Sie darauf reagieren. Das Thema „Schulden“ ist für Sie erledigt, man soll Sie in Ruhe lassen.

Endgültigen Pfändungsschutz erhalten Sie erst mit dem Gerichtsbeschluss über die Eröffnung der Insolvenz.

Tipp: Nachdem das Einkommen auf ein anderes Konto umgeleitet ist, stellen Sie alle Zahlungen an die Gläubiger ein. Ein Guthaben stecken Sie unters Kopfkissen.


6. Retten Sie, was gerettet
werden darf

Zur Vorbereitung einer Verbraucherinsolvenz gehört die Überlegung, welches vorhandene Vermögen man vor der Insolvenz noch „retten“ darf.

Im Prinzip dürfen Sie gar nichts retten, aber viele tun es trotzdem und hoffen, nicht erwischt zu werden. Ob Sie das genau so versuchen, entscheiden Sie selbst.

Sicherlich wird es weiterhelfen, wenn Sie die Grenzen zwischen erlaubt und verboten kennen:

Erlaubt ist, wenn Sie Ihr Vermögen für den Lebensunterhalt Ihrer Familie maßvoll aufbrauchen. Maßvoll bedeutet: nicht wesentlich über den Pfändungsgrenzen.

Verdienen Sie beispielsweise bei einer Unterhaltspflicht 1.200 EUR netto, dürfen Sie vom Vermögen ca. 200 EUR monatlich zum Einkommen zugeben (auch ein höherer Betrag wird sicherlich noch toleriert).

Erlaubt ist natürlich auch, wenn Sie vom Ersparten die Schulden abbauen. Wie und wem Sie das Geld verteilen, bleibt Ihnen überlassen.

Erhalten Sie während der Insolvenz eine Erbschaft, geht der volle Betrag an den Insolvenzverwalter und während der Wohlverhaltensperiode zur Hälfte. Sie dürfen die Erbschaft aber ausschlagen. Möglicherweise werden die Miterben sich erkenntlich zeigen.

Sparen Sie Vermögenswirksame Leistungen oder eine Lebensversicherung an, macht es keinen Sinn, diese weiter zu bezahlen. Darüber freut sich nur der Insolvenzverwalter.

Besitzen Sie noch ein Auto? Dürfen Sie es im Insolvenzverfahren behalten? Nein, das Auto fällt in die Insolvenzmasse.

Eine Ausnahme besteht, wenn Sie das Auto für die Ausübung Ihres Berufs brauchen und der Arbeitgeber hierzu eine schriftliche Bestätigung erteilt. Sind Sie beispielsweise Schichtarbeiter und erreichen den Arbeitsplatz nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, besteht solch ein Ausnahmefall.

Andernfalls müssen Sie das Fahrzeug dem Insolvenzverwalter zwecks Verwertung übergeben. Sie können ihr „eigenes“ Fahrzeug aber auch aus der Insolvenzmasse herauskaufen, indem Sie den aktuellen Schätzpreis bezahlen.

Möglich wäre aber auch, dass Ihnen ein Freund oder Verwandter ein Auto kauft und Sie damit fahren lässt. Die Kraftfahrzeugversicherung dürfen Sie auf Ihren Namen laufen lassen, Sie dürfen nur nicht Eigentümer des Fahrzeugs sein.

Tipp: Überlegen Sie sich, was von Ihrem Vermögen vor der Insolvenz noch gerettet werden kann, z.B. indem Sie es verbrauchen.


7. Suchen Sie sich einen guten Berater

Suchen Sie sich von Beginn an einen Berater, der für Sie die Verbraucherinsolvenz einleitet. Als Berater kommen entweder öffentliche Schuldenberatungsstellen oder spezialisierte Rechtsanwälte in Betracht. Beide Möglichkeiten bieten ihre Vor- und Nachteile.

Die öffentliche Schuldnerberatung kostet Sie kein Geld, Sie müssen jedoch lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Einige meiner Mandanten haben bereits eine öffentliche Schuldnerberatung aufgesucht, bevorzugen nach dieser Erfahrung jedoch lieber eine anwaltliche Beratung.

Die bessere Wahl sind meines Erachtens spezialisierte Rechtsanwälte. Ein solcher Rechtsanwalt müsste Ihren Antrag binnen drei Monaten bearbeitet und bei Gericht eingereicht haben. Er ist der Profi in allen Fragen zum Insolvenzverfahren.

Der Nachteil des Rechtsanwalts besteht darin, dass er Geld von Ihnen will und das ist in Ihrer Situation bekanntlich besonders knapp. Früher gab es hierzu Beratungshilfe, aber diese wurde nahezu vollständig abgeschafft.

Damit Sie sich meine Beratung trotzdem leisten können, halte ich meine Gebühren so gering wie mir als Rechtsanwalt gemäß Gebührenordnung gerade noch erlaubt und eine Zahlung in Raten ist ebenfalls möglich.

Ein Hinweis noch: Unter dem Dach von www.Online-Schuldenfrei.de habe ich die Vorteile einer öffentlichen Schuldenberatung und die einer anwaltlichen Beratung miteinander vereint: Das Verfahren ist einerseits kostengünstig, andererseits schnell und präzise, wie die Beratung von einen Fachanwalt. Sehen Sie sich doch nach dem Durchlesen dieses Textes dort mal um.

Tipp: Geben Sie lieber ein bisschen mehr Geld aus, für eine ordentliche Beratung. Die Kosten hierfür holen Sie durch Fehlervermeidung und kürzere Wartenzeiten auf jeden Fall wieder rein.


8. Auf Verlangen den
Offenbarungseid abgeben

Selbst nachdem man einen Berater mit der Vorbereitung der Verbraucherinsolvenz beauftragt hat, kommt es immer wieder vor, dass Gläubiger noch gegen Sie vollstrecken.

Selbst wenn Sie in einem solchen Fall die Eidesstattliche Versicherung abgeben müssen, können Sie den Vollstreckungsversuchen der Gläubiger gelassen entgegensehen.

Wer sich einmal für das Insolvenzverfahren entschieden hat, für den sind alle Vollstreckungsversuche nur noch heiße Luft.

Denn mehr als den pfändbaren Teil des Einkommen kann man Ihnen ohnehin nicht wegnehmen und das ist zumeist mehr, als die meisten betroffenen Schuldner bei der Bedienung ihrer Kreditraten noch haben.

Drücken Sie sich also nicht davor, noch vor der Insolvenz die Eidesstattliche Versicherung abzugeben. Wenn Sie in die Insolvenz gehen, ist eine Eidesstattliche Versicherung völlig egal und Sie erhalten trotzdem auf jeden Fall die Restschuldbefreiung.

Tipp: Geben Sie die Eidesstattliche Versicherung ab, wenn Sie vor der Insolvenz dazu aufgefordert werden.


9. Leisten Sie keine Überweisungen mehr
an Verwandte

Immer wieder kommt es vor, dass ein betroffener Schuldner vor der Insolvenz noch irgendwelche Zahlungen an Verwandte oder Freunde leistet, indem er einen Geldbetrag von seinem Konto auf das Konto der nahestehenden Person überweist.

Lassen Sie das bitte sein. Solche Zahlungen vor der Insolvenz an Verwandte oder Freunde sind anfechtbar, das heißt der Insolvenzverwalter kann verlangen, dass diese Überweisung rückgängig gemacht wird.

Dann ziehen Sie den Freund ungewollt in Ihre Sache hinein. Zumeist fallen zusätzlich Zinsen und Anwaltsgebühren an, sodass der gut gemeinte Freundschaftsdienst am Ende noch richtig teuer wird.

Auch das Argument „ich habe ein Darlehn an den Freund zurückgezahlt“, wird keinesfalls weiterhelfen.

Tipp: Keine Überweisungen an Freund oder Verwandte leisten, denn dies wäre anfechtbar.


10. Lassen Sie den Insolvenzverwalter
in Ruhe

Wie die Insolvenz verläuft, liegt insbesondere an der Person des Insolvenzverwalters und wie Sie mit der neuen Situation zurecht kommen. Deshalb hierzu ein paar Verhaltenstipps:

Bedenken Sie, der Insolvenzverwalter ist nicht Ihr Freund, sondern Ihr Feind. Behandeln Sie ihn respektvoll.

Der Insolvenzverwalter ist auch nicht Ihr Rechtsanwalt. Das heißt, er wird kaum reagieren, wenn Sie Fragen haben oder mit ihm sprechen wollen. Dazu ist er nicht verpflichtet.

Lassen Sie den Treuhänder deswegen in Ruhe. Wenn er etwas von Ihnen will, wird er sich SCHRIFTLICH bei Ihnen melden.

Beantworten Sie seine schriftlichen Anfragen ebenfalls schriftlich und behalten Sie eine Kopie Ihres Schreibens als Nachweis.

Neben Ihren Einkommensverhältnissen recherchiert der Treuhänder auch nach Steuerrückerstattungsansprüchen und Betriebskostenerstattung, weil beides zur Insolvenzmasse gehört. Also wird er entsprechende Unterlagen von Ihnen abfordern.

Im Insolvenzverfahren können Sie nach wie vor tun und lassen, was Sie wollen. Sie müssen den Insolvenzverwalter beispielsweise nicht fragen, ob Sie in den Urlaub fahren oder die Wohnung wechseln dürfen.

Der Insolvenzverwalter ist nur für die Insolvenzmasse da. Das heißt: Wie Sie Ihr pfändungsfreies Einkommen ausgeben, geht nach wie niemanden etwas an!

Sie müssen nur in zwei Fällen von sich aus automatisch tätig werden: Wenn Sie umziehen oder wenn sich Ihre Einkommens- oder Vermögensverhältnisse ändern. Informieren Sie den Insolvenzverwalter darüber ebenfalls schriftlich.

Irgendwann hat das Verfahren sich eingespielt und Sie werden nichts mehr von dem Treuhänder oder Gericht hören. Das ist normal und ein gutes Zeichen. Lassen Sie es so laufen.

Vergessen Sie nie, dass auch Sie als Schuldner nicht rechtlos sind. Sollte der Insolvenzverwalter die Grenzen überschreiten, ist eine Beschwerde beim Insolvenzgericht durchaus angebracht.

Tipp: Behandeln Sie den Insolvenzverwalter wie ein rohes Ei. Es gilt der Leitspruch: Gehe nie zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst…

515 Gedanken zu „10 Tipps zur Privatinsolvenz

  1. Christoph Arnhold sagt:

    Sehr geehrter Herr Jörg Franzke,

    ich bin vor kurzem in die Privatinsolvenz gegangen. Dabei hat mich ein Schuldnerhilfe Verein sehr gut unterstützt und tolle Arbeit geleistet.
    Soweit ich weiß, kann ja ein Insolvenzverwalter ein Rechtsgeschäft unter bestimmten Voraussetzungen in den letzten Jahren vor Insolvenzbeginn anfechten und rückgängig machen. Halten Sie es für möglich oder wahrscheinlich, dass der Schuldnerhilfe Verein meine an ihn getätigten Zahlungen vor der Insolvenz für die Abwicklung des Schuldenregulierungsverfahrens und Einleiten des Insolvenzverfahrens an den Insolvenzverwalter zurückbezahlen muss zur Insolvenzmasse? Der Verein hat eine tolle Leistung gemacht, nicht dass der Verein am Ende dann den Betrag in voller Höhe an den Insolvenzverwalter auskehren muss und somit umsonst gearbeitet hat.
    Ich denke, dass dies nicht möglich ist, denn sonst könnte ja jeder Insolvenzverwalter auch das Honorar von einem Rechtsanwalt (der Insolvenz für den Schuldner einleitet) wiederum zurückfordern zur Insolvenzmasse, dann würde es ja auch keine Rechtsanwälte/Schuldnerberater geben, die diesen Job machen würden, wenn man dann umsonst arbeitet…

    • Jörg Franzke sagt:

      Normalerweise wird das Honorar nicht angefochten, kommt aber ganz ausnahmsweise vor. Ich persönlich habe auch gerade so einen Fall. Naja, werden wir sehen, wie das Gericht entscheidet …

  2. Guten Tag,

    mir geht es um die Kosten für den Insolvenzverwalter. Das Insolvenzverfahren an sich wird gerade für den Abschluss vorbereitet. Bis zum Ablauf von 3 Jahren werden bei mir fast 100 % meiner Schulden (ca. 26.000 €) an den Insolvenzverwalter abgeführt. Nun hat mir mein Berater seinerzeit erklärt, dass lediglich während des Verfahrens 40 % dessen, was eingenommen wird an den Verwalter gehen. Im Netz lese ich aber, dass es sich dabei um 40 % der Gesamtmasse handelt. Was ist nun richtig? Es macht ja schon einen Unterschied, ob wir von 10.000 € oder von knapp 3.000 € reden, die nur im Verfahren anfallen würden.

    Ich bedanke mich vorab für Ihre Antwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Vergütung des Insolvenzverwalters regelt § 2 InsVV und damit das Insolvenzverfahren nach drei Jahren aufgehoben wird, muss den Insolvenzgläubigern mindestens 35% Quote zugeflossen sein. Wenn Sie also beispielsweise 25.000 € abgeführt haben, dann bekommen davon der Insolvenzverwalter. 10.000 € und die Gläubiger 15.000 €.

  3. Sehr geehrter Herr Franzke,
    Meine Insolvenz wäre bereits im Dezember 2015 mit der RSB beendet gewesen. Nachdem sich nichts tat habe ich mich an den Insolvenzverwalter gewandt und nachgefragt. Das Ganze zog sich dann noch bis zum heutigen Zeitpunkt hin. Nun soll wie ich durch das AG erfahren haben in den nächsten tagen die RSB erteilt werde. Haken an der Sache ist, dass der Inso Verwalter nun im Nachhinein noch Unterhaltszahlungen berechnet für die vergangenen 3 Jahre. Ich hatte bereits im Vorfeld nicht berechnete Beträge seitens des Inso Verwalter bezahlt, mit der Maßgabe es würde nun alles erledigt sein. Das wären nun noch weitere 3600 €. Obwohl meine Gehaltsnachweise alle vorlagen. Das Geld habe ich nicht . Ich kann und möchte auch nicht erneut Geld leihen. Ich halte das für einen schlechten Start in eine schuldenfreie Zukunft. Das Gericht teilte mir mit, dass der Inso Verwalter solange pfänden darf bis das Geld bezahlt ist. Ist das so richtig und was passiert mit etwaigen Rückzahlungen aus dem Lohnsteuerjahresausgleich? Vielen Dank im Voraus!
    Beste Grüße
    C.P.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich vermute, dass der Insolvenzverwalter das Insolvenzverfahren deshalb nicht abschließen wollte, weil er sich verrechnet und sich vor einer Entscheidung gedrückt hat. Wenn Sie ihm regelmäßig die Gehaltsnachweise übersandt haben und der Insolvenzverwalter zu wenig Geld von Ihrem Einkommen abgezogen hat, dann hat er einen Fehler gemacht, für den er privat haftet (so etwas kommt öfter vor). Sie müssen also gar nichts mehr bezahlen. Schreiben Sie dem Gericht, dass die erneute Zahlungsaufforderung des Verwalters zu Unrecht erfolgt, weil Sie ihm regelmäßig über Ihre Einkommenssituation informiert haben. Sie haften nicht für Berechnungsfehler des Insolvenzverwalters.

  4. Friedrich T. sagt:

    Guten Tag Herr Franzke, erstmal ein dickes dankeschön das sie die fragen so gut beantworten.
    Meine frage ist nur die ,bei tipps steht “ Vor der Insolvenz keine Überweisungen an Freund oder Verwandte leisten, denn dies wäre anfechtbar. “
    Was genau bedeutet das , weil ich gelesen habe das man ja mit dem geld was unter dem pfändbaren betrag machen kann was man will, denn mein einkommen ist unter dem pfändbaren betrag.

    • Jörg Franzke sagt:

      Selbstverständlich können Sie mit dem pfändungsfreien Einkommen machen, was Sie wollen – in der Insolvenz. Wenn Sie vor der Insolvenz größere Geldbeträge an Freunde und Familie überweisen, könnte der Insolvenzverwalter auf die Idee kommen, dass die Überweisung anfechtbar ist und versuchen, das Geld zurückzuholen.

  5. Hallo,
    ich werde wohl die Privatinsolvenz beantragen müssen, da ich hoffnungslos überschuldet bin. Mein Frage wäre vorab, was mit dem Hausdarlehen passiert, welche noch auf meinem Namen lauten, das Haus aber bereits vor zehn Jahren auf meine Tochter überschrieben wurde. Die Raten für das Darlehen zieht die Bank vom Girokonto meiner Tochter ein, jedoch laufen die Hausdarlehen noch auf meinen Namen. Was passiert nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit den Darlehen? Werden diese durch meine Bank dann gekündigt?

    Liebe Grüße und vielen Dank

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Bank darf das Darlehn kündigen, sobald Ihr Insolvenzverfahren eröffnet wird. Dies wird die Bank sehr wahrscheinlich auch tun. Ob sie das Haus zwangsversteigern lässt oder nicht, weiß ich nicht, oft lassen sich Banken in letzter Zeit auf Zahlungsvereinbarungen ein. Richtig Spaß macht das aber nicht. Falls es irgendwie geht, sollte Ihre Tochter sich um eine neue Finanzierung des Hauses ausschließlich auf ihren Namen kümmern und das alte Darlehn ablösen. Dann kann nichts mehr passieren.

  6. Bin durch Zufall auf ihre Seite gestoßen, und ich würde sie sofort nehmen, mir macht nur Kopfzerbrechen das sie in Berlin sind und ich fast 600km von ihnen entfernt bin, habe 2 Pfändungen auf mein P konto, verdiene etwas mehr als 1200 Euro, die Sparkasse hat durch die Pfändungen alles eingefroeren, es wird nur Miete Telefon und Gas bezahlt, was mir das wichtigste ist zur Zeit. Ich war viel Arbeitslos, bin zur Zeit bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt.
    Mir wächst das alles über den Kopf, ich möchte auch langsam wieder Ruhe haben, habe schon überlegt schluss zu machen weil ich einfach nicht weiter weiß.

  7. TaWa vom Niederrhein sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke, Ihre Internetseite ist wirklich ohne gleichen! Vielen Dank, dass Sie so vielen Menschen unbürokratisch helfen!! Ich hatte mich schon einmal an Sie gewandt und Sie haben mir bereits helfen können. Unser Insolvenz läuft seit 04/2016. In der Zwischenzeit ist so einiges beruflich passiert. Ich arbeite bei einer caritativen kirchlichen Einrichtung 34 Std./Woche. Dort wird durch den Arbeitgeber Geld für die Rente eingezahlt. Jetzt gab es eine ausführliche Information, dass man zusätzlich eine Entgeltumwandlung für eine Zusatzrente machen kann. Diese Umwandlung wird vom Bruttogehalt genommen und auch noch vom Arbeitgeber bezuschusst. Die Auszahlung erfolgt mit Beginn der Rente. Nun meine Fragen: Darf ich das mit einer Insolvenz auch machen? Oder kann man mir da an das Geld? Sollte Sie meine Fragen wundern, möchte ich erwähnen, dass durch die Entgeltumwandlung das Bruttogehalt gemindert wird und somit auch die Nettoauszahlung gemindert ist. Was wiederrum bedeutet, es bliebe u. U. nichts zum Pfänden. Ich habe ein Nettoeinkommen von 1.866€, bei einem Mann (der noch 1,5 Jahre über den Rententräger eine Umschulung macht und dafür 1550€ mtl. bekommt) und 2 Kindern 8+9 Jahre. Meine Lohnabrechnungen maile ich monatlich dem Verwalter, aber bisher wurde keine Pfändung gemacht… Ich habe bisher nicht für meine Rente vorgesorgt. Das würde sich nun anbieten… Ich freue mich sehr, wenn Sie mir auch dieses Mal mit Ihrem Rat zur Seite stehen können. Vielen Dank und lieben Gruß-machen sie weiter so!!!!

  8. Lieber Herr Franzke,
    Man muss für den eintritt in die Privatinsolvenz ja die Namen/Aktenzeichen seiner Gläubiger angeben. Da einige Schulden schon fast 10 Jahre alt sind kommen keine neuen Briefe/Unterlagen mehr. Ich habe mich Jahrelang nicht um diese Schulden gekümmert wodurch ich den Überblick verloren habe. Die einzige „aktive“ Schulde die mir bekannt ist beträgt ca. 65000,00€ bei meiner Krankenkasse (Diese entstand dadurch das mein Arbeitgeber keine Zahlungen mehr leistete und mich ohne ausreichende gründe entließ. Es Läuft ein verfahren gegen ihn wegen nicht getätigten Gehaltszahlungen). Verschiedene „kleinere“ Schulden Beträge entstanden auch durch die plötzliche Arbeitslosigkeit und dadurch das mir 4 Monate lang vom Amt keine Zahlungen geleistet wurden häuften sich viele neue Schulden an. Allerdings habe ich ein großes Problem und zwar sind mir viele der Gläubiger unbekannt und da keine neuen Briefe kommen frage ich mich ob sich eine Privatinsolvenz dann empfehlen?

  9. Sehr geehrter Herr Jörk Franzke,

    muss die Ehefrau haften für Steuerschulden die in meinem Betrieb entstanden sind. Wir haben immer zuammen veranlagt, sowie für Sozialabgaben. Ich beabsichtige Insolvens anzumelden.

    mfg
    Zacharias

  10. Jörg Franzke sagt:

    Weil Sie immer Fragen stellen, die ich schon zigfach beantwortet habe. Ich kann doch nicht immer die gleichen Fragen beantworten. Da langweilen sich die Leute doch. Sorry. Schreiben Sie mir halt eine E-Mail

    • Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
      ich habe eine Frage:
      ich bin am Anfang einer Schuldenbereinigung. Habe 4 Gläubiger. Ich denke, die werden sich auf keine Ratenzahlung mehr einlassen. Ich kann nur 200, das ist auch der pfändbare Anteil. Meine Frage ist nun:
      Ich habe mit meinem Freund eine Wohnung bezogen im Oktober 16. Von meinem Mann habe ich mich getrennt. Mein Vater hat mir Geld gegeben, das Wohnzimmer habe ich z.B. bezahlt. Es war nicht so billig, Wohnwand, Tisch, Couch ca. 6.000,00. Jetzt habe ich Angst wenn der Gerichtsvollzieher kommt und nimmt mir meine Wohnzimmermöbel vielleicht mit. Wie läuft so etwas ab. Es wird wohl in einer Privatinsolvenz enden, was ich auch möchte.
      Mit freundlichen Grüßen
      Hoch Gabi

  11. Guten Tag Herr Franzke,

    echt sehr informative Seite.

    Meine Frage lautet: Meine Mutter hat etwa Schulden in Höhe von 25.000,- Euro, hat ein Nettoeinkommen von etwa 1000,- Euro. Meine Eltern haben ein gemeinsamen Konto (dies ist auch im Minus) und irgendwie sind die Raten bis jetzt immer bezahlt worden (auch von dem Einkommen meiner Vaters). Jetzt wirds langsam knapp!
    Wir haben allerdings 2007 ein Haus zusammen gekauft (mein Mann und ich und meine Eltern, jeder zu 1/4 Eigentümer)
    Kann meine Mutter Ihr Teil des Hauses meinem Vater schenken und diese vor dem Versteigen retten, oder wie können wir das Haus retten?

    Vielen Danke!

    • Jörg Franzke sagt:

      Können Sie machen. Es kommt aber immer darauf an, wer den Hauskredit unterschrieben hat. Falls Ihre Mutter diesen unterschrieben hat, dann würde die Bank Ihnen allen gegenüber höchstwahrscheinlich den Kredit kündigen, wenn Ihre Mutter einen Insolvenzantrag stellt. Also muss dieses Problem erst gelöst werden. Danach kann Ihre Mutter entspannt in die Insolvenz gehen.

  12. Sehr geehrter Herr Franzke,

    im Glauben an das Gute habe ich meinen Lebensgefährten vor Jahren gestattet in meinen Namen Firmen zu gründen, ich selbst habe mich nie darum gekümmert. Lange Rede kurzer Sinn habe ich heute einen Berg von Schulden den ich gerne loswerden möchte um wieder frei atmen zu können und vor allem um meinen Kindern und Enkelkindern keinen Berg Schulden zu hinterlassen.

    Leider besitze ich so gut wie keine Unterlagen, da mein Lebensgefährte 2009 mehrere Schlaganfälle hatte und alle Unterlagen von dem Insolvenzverwalter der damaligen Firma entsorgt wurden. Mein Lebensgefährte selbst kann mir keine konkreten Angaben dazu machen da sein Gehirn sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde (Pflegestufe II). Wie kann ich nun meine Gläubiger alle ausfindig machen? Aus Mahnbriefen und den wenigen Unterlagen habe ich bisher 15 Gläubiger mit einer Höhe von ca. 100 T Euro ausfindig gemacht. Diese habe ich auch angeschrieben und um Forderungsaufstellung sowie Kopie des Titels gebeten aber wie verhalte ich mich weiter?

    Kann ich so überhaupt in die Privatinsolvenz gehen und bekomme ich auch die Restschuldbefreiung? Unter den Gläubigern befinden sich das Finanzamt, IKK, AOK sowie BG Bau.

    Ich bin 50 Jahre, arbeite in Teilzeit und bekomme Aufstockung vom Jobcenter, außerdem Pflege ich meinen Lebensgefährten. Mein Vater wäre bereit mir 2 Tausend Euro zu geben damit ich einen RA bezahlen kann.

    Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für die Mühen
    Kerstin F.

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn das so alte Schulden sind, dann dürften alle Forderungen verjährt sein, die nicht tituliert sind. Also erkundigen Sie sich bei der Schufa (für Konsumentenschulden) und beim Schuldnerverzeichnis des örtlichen Amtsgerichts nach weiteren Schulden. Wenn Sie alles zusammen haben, kann man ein Innsolvenzverfahren wagen. Kommt ein weiterer Gläubiger während der Laufzeit des eigentlichen Insolvenzverfahrens (ca. 1 bis 2 Jahre) hinzu, können Sie diesen einfach dem Insolvenzverwalter weiterreichen und alles ist gut. Kommt ein großer Gläubiger danach, also in der Wohlverhaltensperiode, hinzu, kann er einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen. Aber mit diesem Risiko müssen Sie leben und gehen wir mal vom Guten aus. Die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung (Hälfte) bleiben Ihnen leider erhalten, Steuerschulden werden restschuldbefreit.

  13. Hallo Herr Franzke,
    Vielen sdank schon für die Hilfe durch ihren Text.
    Ich habe ca. 30.000 Euro Schulden darunter auch Strom/Gasschulden in Höhe von 5000 euro. Mein Schuldnerberater sagt ich solle diese vorher abbezahlen, welchen Tipp hätten sie da für mich?
    Auch habe ich Schulden beim Gericht, diese können ja nicht mit in die Insolvenz, müssen diese auch vorher beglichen sein oder kann ich die während der Insolvenz abbezahlen?
    Die letzte Frage wann kann ein gläubiger die restschuldbefreiung verhindern, einfach in dem er Nein sagt?

    Danke und viele grüße i.Schmidt

    • Jörg Franzke sagt:

      Das ist Quatsch. Sie müssen weder die Stromkosten noch die Gerichtskosten bezahlen. Das kommt alles mit auf die Gläubigerliste und darauf werden Sie die Restschuldbefreiung erhalten.

  14. Ulrike Spindler sagt:

    Guten Abend Herr Franzke,
    durch Zufall bin ich auf ihre Seite gestoßen und finde es toll das sie uns kleinen Bürgern mit Rat und Tat zur Seite stehen!!!Dafür vielen Dank!!!
    Vielleicht können Sie mir auch ein wenig weiterhelfen.
    Wir haben vor ca 10 Jahren ein älteres Haus gekauft das uns immer weiter die Schuldenfall zieht( Stromheizung und Kredite) Unsere Schulden belaufen sich auf ca 110000,00€ wobei 80.000,00€ das Haus betreffen.
    Wir sind finanziell am Ende die laufenden Kredite decken wir noch gerade aber die laufende Kosten können wir schon länger nicht mehr tragen und versuchen Monat für Monat irgendein Loch zu stopfen.
    Mein Mann verdient ca.1830 netto wir sind verheiratet und unsere Tochter ist die Stieftochter von meinem Mann ich verdiene ca .500€ dazu haben wir das Kindergeld. Wir waren bei der ( Caritas)Schuldnerberatung da wurde uns solche Angst gemacht das sich mein Mann nicht mehr traut in die Insolvenz zu gehen daher meine Frage an Sie stimmt es das mein Lohn angerechnet wird und Er uns gegenüber nicht Unterhaltspflichtig ist weil ich 500 € verdiene. Und ihm würde nach der Insolvezeröffnung nur 1100€ übrig bleiben?
    Das sind nur einige Dinge die uns dieser Mann um die Ohren geschlagen hat und von wegen helfen im Gegenteil wir sind wie vor den Kopf gestoßen und trauen uns fast gar nicht mehr.
    ich möchte mich schon im voraus bei ihnen bedanken
    mit freundlichen Gruß
    Ulrike

    • Jörg Franzke sagt:

      Ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Zunächst ist es richtig, dass bei der Ermittlung der Pfändungsgrenze nur leibliche Kinder zählen. Später in der Insolvenz kann man allerdings einen Antrag auf Erhöhung der Pfändungsgrenze stellen, indem das im Haushalt mit lebende Kind ebenfalls als unterhaltsberechtigte Person berücksichtigt wird. Den meisten meiner Mandanten geht es in der Insolvenz besser als vorher, weil sie keine Schulden mehr bezahlen müssen.

  15. Guten Tag Herr Franzke,

    ich habe eine Frage und hoffe Sie können mir auch weiterhelfen und einen Rat/Tipp geben.

    Seit beinahe 20 Jahren habe ich ein Gewerbe angemeldet. Immer wieder habe ich mehrere Jahre das Gewerbe nicht betrieben. Auch in einer Zeit wo ich krank war. Da wurde ich zB auf null Euro vom Finanzamt geschätzt. Letztes Jahr war ich in kleinerem Umfang tätig. Aus Krankheitsgründen bin ich bis jetzt der Pflicht der Abgabe der Steuererklärung auch noch nicht nachgekommen aber wenn überhaupt würde es auf null hinauslaufen. Wahrscheinlich werde ich dann wieder geschätzt.
    Aufgrund der Krankheit habe ich auch keinen Arbeitsplatz mehr. Es haben sich Schulden angehäuft und ich überlege in Privat Insolvenz zu gehen. Eine Einladung zur eidesstattlichen Versicherung habe ich nun auch bekommen.

    Ich sehe für mich wenn überhaupt nur eine Möglichkeit noch etwas beruflich zu tun wenn ich das Gewerbe weiter behalte.
    Nun meine Fragen:
    – Muss ich ein gelegentlich betriebenes Gewerbe ohne positives Einkommen bei EV und Insolvenz angeben? Wenn ja was muss ich angeben? Betriebsausstattung oder so etwas gibt es nicht, also kein Vermögen, Einkünfte sind wahrscheinlich null oder minus oder gilt dann nur der Umsatz?
    – Soll ich besser das Gewerbe abmelden und wieder anmelden wenn ich in der Wohlverhaltensphase bin um keine Probleme zu haben?
    – Ich betreue einen Familienangehörigen und bekomme die Jahres Entschädigung eben so wie im Sportverein eine Übungsleitern Pauschale von knapp 600 € im Jahr. Muss ich beides auch angeben und wird dort nachgefragt?

    • Jörg Franzke sagt:

      An Ihrer Stelle würde ich das Gewerbe aufgeben. Dann gehen Sie erst einmal ohne Gewerbe in die Insolvenz. Später im Insolvenzverfahren können Sie dann wieder ein Gewerbe anmelden. Die Aufwandsentschädigung für den Familienangehörigen ebenfalls angeben, wird Ihnen aber nicht gepfändet.

  16. Diese Seite ist sehr informativ, vielen Dank dafür.
    Meine Situation ist folgende:
    Durch ein Strafverfahren habe ich nun Schulden bei Gericht, Krankenkasse des Geschädigten, Anwalt der Anklage und Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt ca. 48.000 €.
    Ich bin verheiratet und Rentner mit einer Rente von knapp 900 €. Meine Frau selbst arbeitet noch und erwirtschaftet den Großteil an Miete, Nebenkosten und Lebensunterhalt.
    Nun habe ich vom Gericht ein Formular „Selbstauskunft“ bekommen, welches ich ausfüllen soll. U.a. steht in diesem auch eine Angabe zu Einkommen des Ehepartners mit Angabe der Höhe in €.
    Da aber nur ich und mitnichten meine Frau verurteilt ist und ich demnach Alleinschuldner bin, geht meine Frage dahin, ob ich den Verdienst meiner Frau mit angeben muss und wenn ich nichts angebe, ich mich eventuell straffällig mache. Weiterhin hat meine Frau auch ein Auto. Kann dies im widrigen Falle gepfändet werden?
    Ich möchte meine Frau keinesfalls belasten und sie soll für meine Schulden auch nicht aufkommen; deswegen haben wir auch getrennte Konten und keine Wertgegenstände.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ihre Frau haftet nicht für Ihre Schulden. Es kann aber sein, dass sie Ihre Verfahrenskosten in Höhe von ca. 1.800 EUR übernehmen muss. Deshalb die Abfrage.

  17. Guten Abend Herr Franzke,

    wie alle anderen vor mir habe ich auch einen sehr kniffligen Fall.

    Mein Mann ist frühzeitig in den Ruhestand versetzt worden (ehemaliger Zollbeamter, Alter: 64). Die Schulden belaufen sich mittlerweile um die 50.000 €, verteilt auf ca. 5 Gläubiger, die bereits schon Pfändungen eingeleitet haben. Weitere Schulden häufen sich an, da er nach 4 Jahren Scheidungskrieg im Dezember geschieden wurde und wir endlich heiraten konnten. Leider haben wir erst 3 Monate, also jetzt Anfang März, Post von seiner Bezügestelle erhalten, das er für die letzten 3 Monate aufgrund des Versorgungsausgleichs überzahlt worden ist und diese (ca. 1.700 €) zurückzahlen muss. Sein mtl. Einkommen beläuft sich, nach der neuen Berechnung, auf 1.686,74 €! Unterhaltspfändung für die Ex-Frau von mtl. 366 €, diese läuft noch bis 10/2018. Noch dazu kommt, dass ihm 50% des Hauses gehören, indem die Exfrau wohnt. Er ist privat versichert, 190€ mtl.. Dazu kommt, dass er medikamentenpflichtig ist, Diabetes und Bluthochdruck. Medikamente für die er als privat Versicherter in Vorleistung gehen muss. Die Kosten dafür belaufen sich vierteljährlich auf ca. 500€. Zu seiner Rente verdient er mtl. 450 € dazu, welche dem Dienstherren bekannt ist.
    Er hat bereits ein P-Konto, jedoch haben wir auf gleichen Bank noch ein gemeinsames Konto, welches ein Sollstand von 1700 € aufweist.
    Im Großen und Ganzen wissen wir vor lauter Schulden keinen Ausweg mehr. Wäre es für Ihn nicht besser Privatinsolvenz zu beantragen? Da auch der Rechtsstreit mit seiner Exfrau noch sehr sehr lange dauern wird.

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christina

    • Jörg Franzke sagt:

      Eine Privatinsolvenz wäre für Ihren Mann vorteilhaft. Er soll zunächst alle Zahlungen einstellen inclusive Unterhaltszahlung an die Exfrau und den Nebenjob aufgeben. Dann wartet er zwei Monate und beginnt anschließend mit der Vorbereitung des Insolvenzverfahrens. Ich gehe davon aus, dass das Haus mit der Ex noch finanziert ist. Dann soll er seinen hälftigen Anteil einfach an die Ex verschenken. Will sie es nicht, ist das ihr Problem, weil das Haus dann voraussichtlich zwangsversteigert wird. Später im Insolvenzverfahren kann man die Erhöhung der Pfändungsgrenzen beantragen, um die Medikamentenversorgung sicher zu stellen.

  18. Werner Baum sagt:

    Hallo, meine Tochter hat im (Liebes) Wahn, mit ihrem Freund ein Haus gebaut (330.000.-€ Kredit bei der Bank, Verbindlichkeiten) und hat sich jetzt vom Ihrem Freund getrennt. Sie hat all ihr Bargeld (120.000.-€) eingebracht und ist nun am Ende! Sie hat ein Einkommen von ca. 1.600.-€, Nettoeinkommen. Sollte Sie nun in Privat-Insolvenz gehen, bei ca. 140.000€ Schulden?

  19. Sehr geehrter Herr Franzke,

    Ich versuche noch einmal, meine Frage an Sie zu richten.

    Folgender Fall:

    2 Personen A und B gründen ein Unternehmen. Ein Gesellschaftervertrag existiert nicht.

    A fährt für zwei Wochen in den Urlaub. B fordert für diese Zeit die Schlüssel für das Firmengebäude, weil A diese während dieser Zeit nicht benötigt – die Schlüssel werden gutgläubig abgegeben.

    Während des Urlaubs von A meldet B plötzlich das Gewerbe der GbR ab und erklärt per SMS, das Unternehmen sei beendet. B hängt neue Schilder an das Unternehmen und führt das Unternehmen alleine weiter – sperrt also den A vollständig aus, welcher keinerlei Informationen bezüglich sämtlicher Geschäftsvorgänge mehr erhält (Rechnungen, Mahnungen, etc.).

    B meldet nach weiteren 9 Monaten das nun allein geführte Unternehmen ab und schließt die Türen. B hat noch ein weiteres Geschäft und teilt den ehemaligen Kunden der GbR mit („aus privaten Gründen schließen wir…“), daß Gutscheine im anderen Unternehmen von B noch eingelöst werden können.

    A erhält nun wegen der Vollhaftung als Gesellschafter der (ehemaligen) GbR gerichtliche Mahnbescheide an seine Privatadresse zugestellt.

    Frage1:
    Muß A trotz der „Ausperrung“ voll haften?

  20. Hallo Hr. Franzke,

    ich überlege mir jetzt auch eine Privatinsolvenz zu beantragen, da die Kosten mir langsam über dem Kopf wachsen.
    Ich habe ca. 35000 € Schulden. Ich diesem Betrag ist auch mein Auto drin, welches Finanziert ist. Ich habe gelesen, dass es Sinn macht, wenn ich über die Bank dieses Auto auf meine Freundin umändere. Dann könnte die Bank mir das Auto ja nicht mehr wegnehmen oder? Ich wäre dann Praktisch nur noch der Fahrer.
    Bei der gleichen Bank habe ich aber auch noch eine Kreditkarte, die auch bis jetzt getilgt wird. Den restlichen Betrag kann ich aber dann zu den restlichen Schulden dazu tun oder? Das hat ja dann nichts mit dem Auto zutun oder?

    Wie lange würde es dauern, bis das Verfahren eröffnet ist? Kann ich dieses bei Ihnen eröffnen oder können Sie jemanden Empfehlen? Ab welchen Moment, sollte ich keine Zahlungen an die Gläubiger mehr leisten? Ich habe leider auch jetzt schon Zahlungen die von Gerichten angeordnet sind. Sollte ich diese Zahlen vor der Insolvenz Anmeldung oder keine Zahlungen leisten?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    LG, Denis

    • Jörg Franzke sagt:

      Fragen Sie die Bank, ob sie einverstanden ist, den Vertrag auf eine andere Person umzuschreiben. Falls sie ablehnt ist es sinnlos weiter zu bezahlen, denn in der Insolvenz würde die Bank eh kündigen. Die Vorbereitung einer Verbraucherinsolvenz dauert ca. 3 Monate.

  21. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich hatte gestern Abend von meinem Telefon geschrieben und diese Anfrage scheint verloren gegangen zu sein.
    Möchte mich schon mal bedanken, das ich hier so einfach eine Frage an sie stellen darf.
    Zu meinem Problem.

    Habe eine ETW und wohne nicht in dieser, kann dort auch nicht wohnen, weil der weg zur Arbeit zu weit ist.
    Die ETW ist noch nicht abgezahlt und der Gesamtbetrag beläuft sich auf 55 000 Euro.
    Auf der Wohnung ist noch ein KFW Kredit von 15 000 €, des Weiteren noch ein Grundschuldeintrag von 10 000 Euro.
    Für andere Schulden habe ich zurzeit einen normalen Kredit von 5000 € welchen ich wegen einer Reparatur in der Wohnung nochmals um mindestens 4000 € erhöhen müsste.
    Meine Lebenspartnerin und ich planen jetzt ein Kind.
    Die Kosten steigen mir langsam übern den Kopf, kann ich in die Privatinsolvenz gehen, werde wahrscheinlich sonst mein Leben lang für die Schulden bezahlen müssen.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    MfG Meik

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, Sie können in die Privatinsolvenz gehen, aber dann wird die Wohnung zwangsversteigert. Wenn das für Sie ok ist, steht einer Entschuldung nichts im Wege.

  22. Silke Lechner sagt:

    Guten Morgen,

    ich habe eine Frage, evtl. müsste ich in die Privatinsolvenz gehen. Ich habe ein Auto, dass ich 8 Jahre abbezahlt habe. Ich möchte auf keinen Fall dieses Auto verlieren. Es ist das einzigste, was ich noch an Wert besitze. Der Wagen ist 11 Jahre alt. Aber hat noch einen Wert von ca. 5000 € lt. Autohändler. Es ist ein Golf V. Ich möchte es auf eine andere Person überschreiben. Diese soll als Halter fungieren. Wir würden einen Kaufvertrag pro Forma machen. Meine Frage ist, kann es klappen, dass ich dann den Wagen behalten kann? Es ist bis jetzt noch nichts angestrebt, es laufen auch keine Verhandlungen mit Gläubigern etc.. Ich zahle meine Raten an die Gläubiger. Doch es zeichnet sich ab, dass ich im Laufe des nächsten Jahres diese Raten nicht mehr zahlen kann. Meine 2. Frage ist, wie viel ich an Einkommen als Einzelperson bei der Privatinsolvenz behalten kann. Ich danke ihnen jetzt schon und wünsche ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr. MfG

    • Jörg Franzke sagt:

      Das mit den Verkäufen kurz vor der Insolvenz ist so eine Sache. Falls Sie sich dazu entscheiden, muss das Geld fließen und zwar nicht in Bar, sondern übers Konto. Sonst glaubt Ihnen niemand, dass Sie das Auto verkauft haben und bringen nicht nur sich sondern auch den „Käufer“ in Schwierigkeiten. Ihr Pfändungsgrenze ohne Unterhalt liegt bei 1.070 EUR.

  23. Hallo Herr Franke!
    Ich ringe schon lange damit Insolvenz anzumelden, Betrag beläuft sich auch knapp 12.000euro, bin seit 2013 von mein noch mann getrennt , lebe aber in einer neuen Beziehung habe mit meinem neuen Partner ein Kind , was ich an Geld bekomme sind 192€ fuer die kleine …
    Nun zu meine frage, mein neuer partner ist selbstständig und möchte gerne mal wissen ob was er verdient ob das mit angeben werden muss?
    Mfg

  24. Sehr geehrte Herr Jörg Franzke,
    ich habe am 26.10 mein Konto als P-Konto umgewandelt. Beziehe Rente 1120EUR. P-Konto beträgt dann bei mir: (1074EUR.)
    Es wurden mir trotzdem vom P-Konto, die 2 Monatsraten (Nov.-Dez.) vom Kredit abgebucht und somit mein Dispo schulden erhöht. Meine Karte ist auch gesperrt. Kann kein Geld abheben fürs Leben und am Bank Schalter ist eine Blockierung des Kontos drin (geht auch nicht).
    Meine Frage ist an Sie, darf die Bank trotz des P-Kontoführung für sein eigene Gunsten Abbuchungen führen (Kreditraten)?
    Was kann ich tun Bitte helfen Sie mir weiter.
    Bei andere Banken kann ich kein Konto mehr eröffnen. (Schufa Eintrag wegen des bestehenden Girokontos). Danke Ihnen im voraus für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Das ist ein Fehler, wenn man das P-Konto bei der gleichen Bank einrichtet, bei der man anderweitig Schulden hat. Denn die Bank darf die Kontostände auch des P-Kontos jederzeit verrechnen. Manchen Banken machen das, andere nicht. Lassen Sie das Gehalt vorübergehend auf das Konto einer anderen PErson überweisen.

  25. Schön guten Abend Herr Franzke
    Ein Rechtsanwalt hat mir heute dringendst zur Privatinsolvenz geraten. Ich bin 33 Jahre alt,habe ca. 18.000,- Schulden,verdiene mtl. 1.485,- netto incl. Weinachts und Urlaubsgeld und zahle seit ca 5 jahren 200,- ans Finanzamt,Bank und Inkasso ab nun bin ich Unterhaltspflichtig geworden und muss 3800,- nachzahlen(da die vaterschafft spät erwiesen wurde) und mtl. 300,- regelunterhalt. Er meint ich würde mit der Privatinsolvenz besser fahren aufgrund meines niedrigen Einkommens. Bin sehr verunsichert und hoffe auf ihre Rat
    würden sie mir unter diesen Umständen eine Insolvens empfehlen…?
    Vielen Dank im vorraus und ein grosses Lob an sie
    mfg

    • Jörg Franzke sagt:

      Recht hat er, der Rechtsanwalt. Sie kommen ohne Insolvenz nicht mehr aus den Schulden raus und weil Sie eine Unterhaltspflicht haben, beginnt die Pfändungsgrenze erst bei 1.470 EUR netto. Also können Sie in der Insolvenz Ihr gesamtes Einkommen behalten.

  26. K. Blankenburg sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich wende mich an Sie mit einer Frage, die mich nicht selbst betrifft, aber ein sehr guter Freund bat mich, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.
    Seit 2014 bezieht mein Freund eine Rente inclusive Grundsicherung von knapp € 900,-. Ersparnisse hat er nicht.
    Mittlerweile betragen seine Schulden ca. € 5.650,- ( 3 Gläubiger).

    Hat er die Möglichkeit Privatinsolvenz anzumelden ?

    Ich bedanke mich schon mal für Ihre Antwort und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen

    K. Blankenburg

  27. Yilmaz Beyazit sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    derzeit befasse ich mich mit dem Gedanken, Privatinsolvenz z beantragen. Habe hier zu folgende Frage:

    Ich habe mir von meinem Schwager 45.000,– sowie Privat von meinem Vater 10.000,– geliehen. Mein Schwager hat hierfür eine Kredit aufgenommen und den vollen Betrag auf mein Konto überwiesen.

    Würden diese Kredite im Falle einer Insolvenz Berücksichtigung finden?

    Folgende Schulden habe ich derzeit:
    ca. 228.000,– Immobilienkredite
    ca. 48.000,– Konsumentenkredit Targo Bank
    ca. 6.500,– Konsumentenkredit Santander Bank
    ca. 28.000,– Steuerschulden Finanzamt aus früherer Selbstständigkeit
    ca. 29.000,– Kredit Autokauf
    ca. 43.000,– Kredit Schwager
    15.000,– geliehen von meinem Vater

    Ich bin (44 Jahre), verheiratet und 2 Kinder. Da Sie noch ca. 2 Jahre Studieren wird, ist Meine Tochter (22 Jahre) Unterhaltspflichtig.

    Mein derzeitiger Nettogehalt beläuft sich auf 3.079,–
    zzgl. 184,– Kindergeld und 350,– Mieteinnahme.
    Meine Ehefrau ist nicht Berufstätig.

    Wäre Ihnen Dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen können?
    PS: Heute habe ich ein Post v. Amtsgericht erhalten. Commerzbank hat Zwangsversteigerung meiner Immobilie (2 Familienhaus, Wert: ca. 280.000,–) beantragt.

    Ich weiß nicht mehr weiter…

    Freundliche Grüße

    Yildirim Bozkurt

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Darlehn von Ihren Verwandten werden genau so behandelt wie die anderen Schulden auch. Es gibt hier keine Bevorzugung. Es macht auch keinen Sinn, die Darlehn teilweise zurückzuzahlen, weil das der spätere Insolvenzverwalter eh zurückholen würde. Als ersten Schritt eröffnen Sie bei einer anderen Bank ein neues Konto und lassen dorthin Ihr Gehalt überweisen, dann suchen Sie sich mit Ihrer Familie eine neue Wohnung. Sobald die neue Existenz eingerichtet ist, beantragen Sie ein Insolvenzverfahren. Von Ihrem Einkommen werden ca. 700 EUR gepfändet werden.

  28. Hallo Herr Franzke,

    ich hab im Nov. 2013 einen Anwalt beauftragt mich im Insolvenzverfahren zu vertreten. Den Antrag habe ich im Feb. 2014 in seiner Kanzlei ausgefüllt. Leider hat sich jetzt rausgestellt, das der Antrag nie beim Gericht angekommen ist und das auch nur weil ich selbst beim Amtsgericht nachgefragt habe, da mein Anwalt mich immer vertröstet hat. Ich habe jetzt am Do einen Termin mit meinem Anwalt und wir wollen zusammen zum Amtsgericht. Ich denke aber, das der alte Antrag und der alte Schuldenbereinigungsplan (den ich nie gesehen habe) nun nicht mehr gültig sind. Mein Anwalt tat so als ob das nicht der Fall wäre. Aber mein Vertrauen ist jetzt natürlich zerstört. Kann es sein das ich jetzt alles nochmal durchmachen muss, ich meine das ich den Schuldenbereinigungsplan und Antrag neu machen muss?

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider muss ich Ihre Befürchtungen bestätigen. Sie müssen ganz von vorne beginnen. Insbesondere der außergerichtliche Schuldenbereinigungsplan ist immer nur für ein halbes Jahr gültig. Aber auch die Schuldenstände müssen aktualisiert werden.

  29. Hallo Herr Franzke,

    ich befinde mich in der Vorbereitung auf ein Verbraucherinsolvenzverfahren. Der erste Mahnbescheid einer Inkasso-Firma kam bereits (liegt jetzt beim Anwalt) und der Anwalt schreibt demnächst die Gläubiger an.

    Jetzt haben meine Frau und ich eine Steuerrückzahlung (gemeinsam veranlagt mit meiner Frau) von ca. 1.300 EUR erhalten (auf das Konto meiner Frau). Zudem erhalte ich für die letzten vier Monate Fahr- und Reisekosten meines Arbeitsgebers in Höhe von ca. 700 EUR (auf mein Gehaltskonto (P-Konto)). Darf ich diese Gelder behalten oder muss ich sie (für das irgendwann zu eröffnende Inso-Verfahren) bereithalten? Mein Netto-Monatseinkommen beträgt ca. 1.300 EUR.

    Herzlichen Dank im Voraus.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, Sie dürfen diese Gelder behalten. Sollte der Insolvenzverwalter Sie später nach dem Geld fragen, erwidern Sie: der Kühlschrank war leer, ich habe das Geld für den Lebensunterhalt verbraucht.

  30. Lutz Langkammer sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    erst einmal möchte ich Ihnen für Ihre Hilfestellung danken, die Sie uns „Normalbürgern“ hier bieten.
    Nun zu meiner Problemstellung: Eine befreundete Familie mit Migrationshintergrund bat mich um Rat in Bezug auf die Möglichkeit einer Privatinsolvenz. Der Fall gestaltet sich folgendermaßen: Der Sohn der Familie ist durch einen ärztlichen Kunstfehler zu 100% schwerstbehindert und wird durch seine Mutter, welche auch als Pflegekraft offiziell bestellt ist, betreut. Es wird die Pflegestufe 3 gezahlt. In der Vergangenheit häufte der Sohn Kreditschulden an, welche sich auf ca. 35.000 belaufen. Die Raten für diese Kreditschulden wurden durch den Sohn bis zu seiner Berufsunfähigkeit immer anstandslos geleistet. Er war im handwerklichen Bereich tätig und hatte eine gutes Einkommen. Die Berufsunfähigkeitsrente, die der Sohn zum heutigen Tage erhält, beträgt ca. 670,00 Euro. Von diesem Betrag können die Kreditraten nicht mehr gezahlt werden. Ebenfalls bezieht die Mutter, neben dem Pflegegeld, noch Hartz IV. Desweiteren läuft noch ein Prozess gegen das Krankenhaus, in dem der „ärztliche Kunstfehler“ passierte. Die Schmerzensgeldsumme ist mit ca. 110.000 € Euro ausgelegt.
    Nun zu meiner Frage: Sollte der Sohn Privatinsolvenz beantragen und wenn ja, fließt das evtl. zu zahlende Schmerzensgeld auch in die Insolvenzmasse mit ein oder hat der Sohn ein Anrecht auf dieses?
    Für die Beantwortung im Voraus besten Dank.

    Lutz L.

  31. Hallo,

    ich habe eine Frage zur Privatinsolvenz, die zwar nicht mich selbst betrifft wohl aber eine gute Freundin von mir. Seit ich sie kenne, hatte sie schon immer das Problem ihre Finanzen in den Griff zu bekommen, sprach öfter davon Privatinsolvenz zu beantragen hat dies aber offenbar nie in Angriff genommen.

    Nun befindet sich sich für einige Monate in Haft und ich unterstützte ihre Mutter währenddessen bei der Klärung der Angelegenheiten ihrer Tochter. Im Zuge dessen fielen uns bei der Suche nach wichtigen Unterlagen, unzählige Briefe in die Hände die bislang noch ungeöffnet herum lagen, teilweise seit Monaten.

    Allein bei deren Sichtung stellte sich heraus, das sie an verschiedene Unternehmen und Privatleute einen Schuldenberg im vier bis fünfstelligen Bereich zu zahlen hat. Wie viele Schreiben noch unentdeckt irgendwo schlummern oder bereits vernichtet sind, ist unbekannt. Außerdem sollen nach eigenen Angaben staatliche Schulden im fünfstelligen Bereich angelaufen sein.

    Auch jetzt drohen wiedermal eine Stromsperre und eine Kontopfändung. Sie selbst lebt von Hartz 4 und dem Kindergeld für ihren Sohn, um den sich zur Zeit die Mutter kümmert.

    Meine Frage ist, macht es überhaupt Sinn, nach ihrer Rückkehr eine Privatinsolvenz zu beantragen, da man vermutlich nicht in der Lage sein wird alle Gläubiger und Schuldensummen zusammen zu tragen. Und wäre es sinnvoll seitens der Mutter die aktuell bekannten Gläuber anzuschreiben und um eine Auszetzung der Forderung während der Haftzeit zu bitten. Sie selbst bezieht nur eine kleine Rente von der sie gerade mal den Lebensunterhalt für sich und den Enkel bestreiten kann.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich denke schon, dass eine Privatinsolvenz sinnvoll wäre. Nutzen Sie die Zeit und sammeln Sie die Gläubigerpost. Fragen Sie bei der Schufa nach und beim Schuldenregister. Wenn Sie alles zusammengetragen haben, erstellen Sie die Gläubigerliste. Die Höhe der Schulden kann man beim Gläubiger abfragen. Es ergibt aber keinen Sinn, wenn die Mutter die Gläubiger anschreibt und um Stundung bittet.

  32. Sehr geehrter Herr Franzke,
    mein Sohn muss eine Forderung von ca. 3700,00 Euro an eine Versicherung zahlen. Da er Abeitssuchend ist und Hartz IV bekommt kann er diese Forderung nicht bezahlen. Soll er Privatinsolvenz beantragen, und macht es überhaupt Sinn?

    LG Frau Marx

    • Jörg Franzke sagt:

      Eine Schuld von 3.700 EUR ist für Ihren Sohn sicherlich eine sehr hohe Summe, die er bei ALG II kaum aufzubringen vermag. Trotzdem würde ich es an seiner Stelle erst einmal mit einem Abzahlungsangebot gegenüber dem Gläubiger versuchen.

  33. Hallo Herr Franzke,

    vielen Dank noch mal für die erfolgreiche Hilfe Ihrer Kanzlei bei meiner Privatinsolvenz. Inzwischen läuft alles sehr gut. Jetzt habe ich eine Frage. Mein Lebensgefährte will mir eine Kontovollmacht über sein Konto geben. Kann es da irgendwelche Schwierigkeiten mit meiner Privatinsolvenz geben?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Marion

  34. Hallo Herr Franzke, wie alle hier suchen wir auch einen Weg aus den Schulden. Mein Mann und ich haben drei gemeinsame Kinder. Hinzu kommt das mein Mann noch zwei Unterhaltspflichtige Kinder aus früheren Beziehungen hat. Unsere Schulden laufen sich auf ca. 65 000€ zusammen. Das Einfamilienhaus was wir besaßen haben wir bereits verkauft um die Notbremse zu ziehen. Mit dem Verkauf haben wir zumindest den kompletten Hauskredit getilgt. Die Schuldensumme setzt sich aus Konsumenten-Autokrediten und Schulden aus meiner Selbstständigkeit zusammen. Ich bin nun arbeitsuchend nachdem wir in ein anderes Bundesland berufsbedingt umgezogen sind. Mein Mann ist als Führungskraft in einem Unternehmen angestellt. Bisher konnten wir immer einiges abwenden, eidesstattliche Versicherung mussten wir noch nicht abgeben. Aber steht kurz bevor. Irgendetwas oder irgendeine Rate bleibt immer auf der Strecke. Meine Frage ist nun ist eine privatinsolvenz erstrebenswert? Kann man auch als Ehepaar getrennt Insolvenz beantragen oder muss man das wegen der gemeinsamen Schulden auch immer gemeinsam ? Viele Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn absehbar ist, dass man die Schulden nicht mehr in einer vernünftigen Art und Weise zurückzahlen kann, sollte man sich per Privatinsolvenz entschulden. Jeder würde ein eigenes Verfahren beantragen. Also richten Sie sich neue Pfändungsschutzkonten ein und lassen die Einkommen dorthin überweisen. Nachdem sicher ist, dass die Einkommen auf das neue Konto gehen, stellen Sie alle Zahlungen an die alten, bösen Gläubiger ein. Dann machen Sie sich an die Vorbereitung der Insolvenzverfahren.

    • Guten Abend Herr Franzke,

      leider habe ich eine Frage an Sie. Ich bin selbstständig. Leider habe ich in den letzten Monaten Schulden angehäuft durch Sachen die ich nicht bezahlen konnte.Ich habe insgesamt 27.000€ Schulden. Ich habe schon mit einigen Gläubigern Ratenvereinbarungen vereinbart. Allerdings sind die Einnahmen deutlicher geringer als die abzuzahlenden Abgaben. Inwieweit lohnt es sich beziehungsweise habe ich überhaupt eine Möglichkeit in die Insolvenz zu gehen???
      Ich würde dies gerne vermeiden und endlich einen normalen Ablauf haben. Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.

      Vielen Dank

      • Jörg Franzke sagt:

        Als Einzelunternehmer müssen Sie keinen Insolvenzantrag stellen. Sie können erst einmal versuchen, die Schulden abzuzahlen. Verausgaben Sie sich aber nicht dabei. Sobald Sie merken, dass Sie die Schulden nicht innerhalb einer Überschaubaren Zeit unter Kontrolle bekommen, rate ich Ihnen zu einer Privatinsolvenz.

  35. Angelika Grätsch sagt:

    Ich brauch mal Ihren Rat.Ich habe nur knapp 800€Rente bin bemüht meine Schulden in kleinen Raten abzuzahlen das klappte bis jetzt (bei 930€) jetzt hab ich Rente da wird es schwieriger ,was kann ich tun wenn ich nicht mehr zahle?Es handelt sich um ca 13000€ soll ich da Insolvenz anmelden.

    • Jörg Franzke sagt:

      Auf jeden Fall. Mit Ihrer Rente liegen Sie unterhalb der Pfändungsgrenze, also werden Sie bei einer Privatinsolvenz nicht bezahlen müssen und nach sechs Jahren erhalten Sie die Restschuldbefreiung.

      • Hallo,

        Vielleicht können sie mir weiterhelfen. Ich bekomme eine gesetzliche Rente von 615 Euro und 3 Monate im voraus eine Berufsunfähigkeitsrente von 2640 Euro… Werden diese mir kpl gepfändet? Weil sie im voraus sind? Oder wird es auf die einzelnen Monate verteilt berechnet? Ich bekomme noch Kindergeld 368 Euro und unterhaltsvorschuss 360, da ich noch alleinerziehend bin?

        Vielen Dank

        • Jörg Franzke sagt:

          Die Vorauszahlung wird jedenfalls nicht vollkommen gepfändet. An dem Monat an den der Vorschuss ausgezahlt wird, werden Sie ein monatliches Einkommen von ca. 3.200 EUR haben. Bei zwei Kindern beträgt die Pfändungsgrenze ca. 1.700 EUR. Also werden Sie an diesem Monat ca. 2.000 EUR davon erhalten. Sie können aber auch versuchen einen Antrag auf Erhöhung der Pfändungsgrenzen bei Gericht zu stellen.

  36. Guten Tag , super Seite . tolle Hilfe 🙂
    Mein Anliegen ..
    Ich habe mich vor 3 1/2 Jahren von meinem Partner getrennt. Wir haben einen gemeinsamen Kredit , er brauchte das Geld .ich hab mit unterschrieben. Die Rate ging von seinem Konto ab , ich habe meinen Anteil an ihn bezahlt. Leider hat er auch schon einige Raten nicht gezahlt.
    Er wird nicht meht arbeiten gehen . Ich kann den Kredit nicht alleine zahlen . ca 32.000 €
    Ich verdiene ca 1500 € + Kindergeld. Meine Tochter wird im Oktober ihr Studium anfangen abernoch weiter bei mir wohnen. Ich haben ein Auto , welches ich zur Arbeit brauche. Wenn ich nun Privatinsolvenz beantragen muss , welchen Betrag müsste ich dann in etwa zahlen , solange meine Tochter bei mir wohnt …..bzw wenn sie mal auszieht.
    Vielen Dank schon mal ….. LG Marion

  37. Hallo Herr Franzke,

    ich finde es beeindruckend was Sie hier leisten neben ihrem normalen Beruf. Danke dafür.

    Da ich meinen Treuhänder nicht behelligen und auf dumme Gedanken bringe möchte muss ich meine Frage hier los werden.

    Durch Dummheiten(anders kann man es nicht nennen) sind mein Mann und ich verschuldet.

    Wir sind seit 2011 in der Wohverhaltensphase, es sind Gott sei Dank nur noch 2 Jahre.

    Wir kamen bisher sehr gut klar.
    Mein Mann verdient 1000 Euro netto über eine Zeitarbeitsfirma und ich 1800 Euro netto. Davon zahle ich den Pfändbaren Betrag von 170,83 Euro.

    Jetzt kommt erschwerend hinzu, das unsere Tochter aufgrund einer Behinderung nach § 35a in ein Internat musste, da sie an einer Regelschule nicht zurecht kommt.

    Das Jugendamt zieht das Kindergeld ein 184 Euro und verlangt zusätzlich einen Kostenbeitrag in Höhe von 210 Euro. Was knapp 400 Euro ausmacht die uns jetzt fehlen. Unsere Tochter kostete uns daheim nicht ansatzweise das was wir jetzt zahlen müssen. Aber sie macht erfreuliche große Fortschritte.

    Ich weiß das die Unterbringung sehr teuer ist, aber wir kommen garnicht mehr zurecht finanziell und fangen langsam an erneut Schulden zu machen, bisher nur Kleinkram aber ich habe Angst da wieder rein zu geraten.

    Gibt es eine Möglichkeit den pfändbaren Anteil zu verringern? Hat dies Auswirkungen auf den pfändbaren Anteil weil sie behinderungsbedingt in einem Internat ist? negativ oder positiv?

    Für eine Antwort bin ich Ihnen sehr sehr dankbar. Ich fange an mir große Sorgen zu machen.

    Viele Grüße.
    C.W.

    • Jörg Franzke sagt:

      Es gibt in der Tat die Möglichkeit, bei Gericht einen Antrag auf Erhöhung der gesetzlichen Pfändungsgrenzen zu stellen, bei außergewöhnlichen Belastungen. Den Antrag können Sie kostensparend beim Amtsgericht stellen, bei dem die Insolvenzverfahren laufen. Aber so eine Ausnahmebewilligung ist nicht einfach zu erhalten. Sie müssten mit ärztlichen Attesten usw. beweisen, dass die Unterbringung der Tochter unbedingt erforderlich ist.

  38. Sehr geehrter Herr Franzke,
    Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation hier wie alle anderen. Wir haben über die letzten Jahre immer wieder Rechnungen aufgeschoben und im Moment mag ich nicht mal mehr zum Briefkasten gehen und habe bei jedem Auto das hier lang fährt, Angst es könnte ein Gv sein. Heute wurde erneut die Gasversorgung gesperrt. Ich habe den totalen Überblick verloren und möchte mir nun unbedingt helfen lassen, es sind halt einige Sachen aufgelaufen, es sind ca. 23.000€. Das Problem ist, dass wir ein Eigenheim haben. Es ist ein sehr altes Haus, was zu dem auch noch sehr renovierungsbedürftig ist, aber wir möchten dieses behalten. Wäre das möglich? Oder was kann man tun, um das Haus zu behalten? Wir haben 4 Kinder (11,10,8,5) und damit eine Wohnung zu finden, ist natürlich auch nicht so einfach. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir diesbezüglich helfen könnten. Mit freundlichen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Dass Sie in der Insolvenz das Haus behalten können, ist eher die Ausnahme. Denn zumeist wird die Bank den Kredit kündigen und die Zwangsversteigerung des Hauses betreiben. Wenn Sie aber sagen, dass das Haus alt und wertlos ist, dann kann es sein, dass die Bank von einer Zwangsversteigerung absieht. Aber das ist wie beschrieben die Ausnahme.

  39. Sehr geehrter Herr Franzke,
    vielen Dank für die informative Webseite.
    Seit ich 2006 in diverse – aus heutiger Sicht zum großen Teil wertlose – Immobilien, Imobilienfonds und ähnliche Anlagen investiert habe, befinde ich mich in der sog. „Schuldenfalle“. D.h. während ich zwar mit einem monatlichen Nettoeinkommen von rund 7500,- relativ gut verdiene, steht dem eine Gesamtverschuldung von rund 1,2 Mio. gegenüber. Meine monatlichen Kosten zur Bedienung dieser Kredite betragen insgesamt ca. 10.000 Euro, so dass ich jeden Monat – ohne Lebenshaltungskosten – eine Unterdeckung von 2.500 Euro monatlich habe. Diese konnte ich in den letzen 10 Jahren durch Ersparnisse und immer neue Kredite auffangen. Jetzt sind meine Ersparnisse aufgebraucht und neue Kredite bekomme ich nicht mehr, so dass ich trotz meines hohen Einkommens keinen finanziellen Spielraum mehr habe und vermute, dass eine Privatsolvenz eine letzte Option darstellt, zumal meine Situation durch bevorstehende Scheidung und drohende Unterhaltszahlungen sich noch weiter verschlechtern wird. Was würden Sie raten?

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn es nun derart ungemütlich in Ihrem Leben wird, dann sollten Sie einen Schnitt wagen und Insolvenz beantragen. Das Insolvenzverfahren wird Sie sicherlich auch vor hohen Unterhaltsforderungen bewahren und Sie haben die Immobilien los. Pensionskassen werden im Falle einer Privatinsolvenz nicht aufgelöst.

  40. Moin Moin, Schönen Gruß aus dem hohen Norden.
    Frage, nach langer Krankheit ca. 1 Jahr habe ich den Beruf gewechselt und verdiene nu locker 500€ weniger. Habe Unterhaltsverpflichtung für 2 Kinder 133€ , diese wurden mir aber jetzt aberkannt weil Mangelfall. Netto ca. 1300€ einfache fahrt zur Arbeit 30 Km . Habe noch einen Kredit laufen ca. 11000€ -211€ Monat , Visa- ca, 60€ im Monat. Gez schulden 354€ . wie schätzen sie es bei mir ein ?

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie eine Insolvenz beantragen, dann zahlen Sie gar keine Schulden mehr, weil bei zwei Unterhaltspflichten Ihr einkommen unter der Pfändungsgrenze liegt. Die Schulden sind dann nach 5 Jahren weg.

  41. Hallo Herr Franzke,
    Zu meiner Situation. Ich habe ca. 6100 € bei 3 Gläubigern offen , bei einem der dreien sind es 619 € , diese haben auch zu einer kontosperrung geführt. Das weiter stellt auch kein Problem für mich da , nachdem ich mit meiner Spk. Beraterin gesprochen habe und der betrag mit meinem Gehalt ( 1700€)
    Getilgt wird. Danach sind noch ca. 5500€ über ( 5160 und 306€) . Die Bank die von mir die 5500€ fordert ist nun auch schon dabei sich an meinen Bausparvertrag zu machen , gedeckt mit ca. 2900€ , diesen würde ich auch sehr gerne dafür „opfern“. Das heisst ich habe noch einen restbetrag von 2600€ offen.
    Nun zu meiner Kernfrage : Ich habe morgen einen Termin beim GV wegen der grossen Summe und möchte Ihm anbieten diesen betrag monatlich in höhe von 250€ zu begleichen. Macht es nun Sinn , sollte er sich nicht darauf einlassen ihm mit einer PI zu „drohen“? Ich möchte mich so gut es geht selbst aus den Schulden rausholen, ich verdiene gut und ich liebe meinen Job. Zulange habe ich die Augen vor den Tatsachen verschlossen und den Briefkasten nur dann geöffnet wenn nichts mehr reinging.
    Danke auch , das Sie den vielen Menschen hier Hoffnung geben weiterzumachen und nicht aufzugeben.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, Sie können den GV monatliche Raten von 250 EUR anbieten oder direkt der Bank. Ich denke es ist besser, wenn Sie sich direkt an die Bank wenden und mit dieser einen Rückführungsvertrag vereinbaren.

  42. Guten Tag Herr Franzke,
    erst einmal vielen Dank für diese informative Seite und die viele Mühe, die Sie sich hier machen!
    Ich habe eine Frage zur Verkürzung der Wohlverhaltensphase auf drei Jahre.
    Hintergrund: Privatinsolvenz September 2014 eröffnet, Wohlverhaltensphase beginnt in Kürze, 34200 € Schulden, mein Arbeitgeber überweist aufs Jahr gerechnet dem Insoverwalter 8350 €. Damit sind 35% der Schulden in drei Jahren locker zu schaffen. Aber für Restschuldbefreiung müssen ja auch die Verfahrenskosten bezahlt sein.
    Meine Frage: Müssen diese Verfahrenskosten (Gericht, Verwalter/Treuhänder) während der drei Jahre von mir aus meinem pfändungsfreien Einkommen zusätzlich angespart werden oder werden sie aus dem abgetretenen Einkommen „mitbezahlt“?
    Vorab schon mal vielen Dank für Ihre Antwort. Ich wünsche Ihnen frohe Pfingsten!

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo, die Verfahrenskosten werden von den gepfändeten Teilen Ihres Einkommen bezahlt. Die gesetzliche Regelung lautet: 35% der zur Insolvenztabelle festgestellten Forderungen und die Verfahrenskosten in Höhe von ca. 2.500 €.
      Ihnen auch schöne Pfingsten.

      • Vielen Dank, Herr Franzke, für diese schnelle Auskunft!
        Und auch nochmals vielen Dank für Ihr Engagement überhaupt. Ich bin beeindruckt, woher Sie die Zeit und die Kraft nehmen, neben Ihrem eigentlichen Job noch so vielen Menschen einfach so in diesem Forum mit einem guten Rat weiterzuhelfen.

    • Peter Müller sagt:

      Hallo,

      ich bin Student und mit 50.000€ hoffnungslos überschuldet. Meine Frage: kann ich während der PI einen Antrag auf BaföG für mein Masterstudium stellen? Eigentlich müsste mir dieses doch aufgrund der fehlenden Rückzahlungsgrundlage verwehrt werden? Ein KfW-Studienkredit ist meiner Recherche nach jedenfalls ausgeschlossen.

      Vielen Dank!

  43. Berger J. sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    vorab herzlichen Dank für Ihre Mühe , die Fragen hier zu beantworten!
    Zu meinem Fall:
    Ich befinde mich in der Wohlverhaltensphase der Regelinsolvenz (Ende Dezember 2016). Arbeite weiterhin als Selbständige. Leider ist die Rückzahlung der Schulden durch meine Tätigkeit sehr gering.
    Neulich bekamm ich ein seriöses Angebot von einer Immobilienfirma XY, als Partner/Immobilienvermittler zu arbeiten. Mit dem Verdienst wäre die Tilgung der Restschuld ca. 35.000 schneller möglich.
    Meine Frage: Ist es in meiner dargestellten Situation möglich eine Maklerlizenz zu erhalten gemäß § 34? Oder erst drei Jahre nach Beendigung des Verfahrens (Restschuldbefreiung)?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

    Gute Wünsche und viele Grüsse
    J.B.

    • Jörg Franzke sagt:

      Eine Zulassung zu §34c GewO oder §34d GewO werden Sie in der Insolvenz sicherlich nicht bekommen. Sie müssen sich also damit gedulden, bis die Restschuldbefreiung erteilt ist.

  44. Sehr geehrter Herr Franzke,

    danke für Ihre vielen Antworten. Schade, dass Sie in Berlin sind und nicht in Freiburg. Haben Sie da Event. auch so gute
    Kollegen ???
    Meine Frage wäre,
    wir sind für ca. ein paar Jahre in Spanien. Möbel sind eingelagert. Postadressse bzw. Anmeldung ist beim Sohn in
    Deutschland.
    Wäre es möglich,
    wenn wir uns in Deutschland für ca. 6 oder 7 Monate eine möbelierte Wohnung mieten, uns da anmelden und während dieser Zeit dann die Insolvenz einleiten ???
    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Si claro, que si! Ja, das ist möglich. Sobald das Insolvenzverfahren in Deutschland eröffnet ist, können Sie sich wieder abmelden, das deutsche Insolvenzgericht bleibt zuständig und das Verfahren läuft einfach weiter. Wahrscheinlich brauchen Sie gar keine Wohnung anzumieten. Wenn es halbwegs darstellbar ist dass Sie in der Wohnung des Sohnes leben, dann reicht das aus.

        • Jörg Franzke sagt:

          Schreiben Sie mir doch einfach eine Mail: ra-franzke ät dols-franzke.de oder rufen Sie bei uns an und hinterlassen Sie Ihre Rückrufnummer.

  45. Guten Abend, danke für diese informative Seite. Mich bewegt die Frage, wie sich eine Privatinsolvenz auf eine Heirat bezieht, wenn also derjenige, der eine PI beantragt oder laufen hat, im Laufe der 6 Jahre heiratet. Betreffen die Sparmaßnahmen (kein Auto etc.) auch den Ehepartner? Wenn der Ehepartner normal berufstätig ist oder selbst arbeitslos ist – wird dann dessen Einkommen auch angerechnet und alles, was über die Grenze geht, abgezogen? Darf der Ehepartner dann auch kein Auto mehr besitzen usw? Wird also letztlich die Insolvenz mit einer Heirat auf den Partner übertragen?

  46. Frau Bär sagt:

    Hallo,
    ich schreibe unter Pseudonym, da meine Frage nicht mich persönlich, sondern meinen Freund betrifft. Er hat durch Verlust von Arbeitsplatz, Ehescheidung und erneuten Verlust eines Arbeitsplatzes (in einer Leihfirma mit Billiglohn) Schulden aufgehäuft, die zum großen Teil entweder in „besseren Zeiten“ entstanden sind (z. B. Handyverträge, Internet- und TV-Vertrag) oder sich durch die schon problematische Lage weiter aufgebaut haben. So hat ihm eine Person privat insgesamt ca. 10.000 Euro geliehen.

    Seit einiger Zeit laufen immer mehr Schulden auf, da er durch den Verlust des zweiten Arbeitsplatzes zusätzlich zum wenigen ALG I mit ALG II aufstocken muss, was alles in allem auch mehr schlecht als recht zu Leben reicht. Er ist nicht mehr in der Lage, die monatlichen Beträge für Handy, DSL, Kfz-Versicherung zu zahlen, was seit einigen Monaten aufläuft. Zusätzlich verlangt nun der Beitragsservice für TV/Radio (ehemals GEZ) eine Nachzahlung von beinahe 500 Euro. Auch für ein Kind in der Ausbildung (Studium) ist Unterhalt fällig, ebenso stehen noch Gerichtsgebühren vom Scheidungsverfahren an.

    Er ist nicht mehr in der Lage, irgendetwas davon zu zu zahlen – und mit dem „Einkommen“ aus ALG II ist er weit davon entfernt, in absehbarer Zeit hier wieder „Land“ zu sehen. Sollte er wieder eine Arbeitsstelle bekommen, wird diese aller Voraussicht nach wieder über eine Leihfirma sein, so dass der Verdienst weit unter 10 Euro/Std. liegen wird.

    Meine Frage hier: Ist es in seinem Fall sinnvoll, eine PI anzustreben?

    Vielen Dank für eine Antwort, gerne per eMail,

    „Frau Bär“

    • Jörg Franzke sagt:

      Auf jeden Fall sollte der Freund eine Privatinsolvenz beantragen. Dies ist seine einzige Chance jemals wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Es soll sich nun ein Pfändungsschutzkonto einrichten und dann kann er in Ruhe sein Schuldenproblem per Insolvenz angehen.

  47. Hallo Herr Franzke,
    ich finde es ganz toll was sie hier machen,ich hoffe ich stelle meine Frage in der richten Abteilung?
    Mein Partner ist am 13.11.2014 verstorben ,wir waren nicht verheiratet haben einen gemeinsamen Sohn. Ich bin seit 10 Jahren selbständig habe aber 2013 meine Ladengeschäft geschlossen da ich gesundheitliche Probleme hatte.Für mein Geschäft habe ich ein KFW Darlehen erhalten in Höhe von 40.000 bis auf 12,000 Euro habe ich das bis Dezember noch alles bezahlt. 2014 habe ich wieder ein Farblichtstudio eröffnet aber ich musste ja nicht davon LebenDurch den Tod habe ich keine Einnahmen mehr und kann meine Schulden in Höhe von ca. 28,000 nicht mehr zahlen.Darlehen,Überziehung alles KSK ,Auto ,Zahnarzt.Ich habe noch im Februar die 2013 Erklärung machen lassen und ich soll jetzt 980,00 Euro zahlen (wegen Firmenwagen) ich kann das nicht zahlen, mein Steuerberater sagte ich muss dann mit einer Konto Pfändung rechnen ,die KSK wird mir jetzt zum Ende April die Verträge kündigen (ich kann ihnen ja keine Ratenzahlung anbieten im Moment . Ich habe im Januar Grundsicherung beantragt für mich und meinen Sohn. Damit ich wenigsten für ein halbes Jahr meine Miete zahlen kann.Ich habe ein Lager angemietet 2013 da steht das Inventar Lampen Theke ,Ware us.w .Ich weiß nicht was ich machen soll ich bin 58 Jahre und stehe wieder bei NULL. Und die Kröhnung von allem ich war in den 80 Jahren schon mal selbständig und hatte alle Schulden zurückgezahlt. Jetzt nach 30 Jahren kommt die Creditreform und will für eine Forderung damals 5000 DM ich habe 8 Jahre 100 DM zurückgezahlt jetzt 25.000,00 EURO.
    Ich habe ihnen geschrieben und sie wollen jetzt außergerichtlich eine Lösung finden . Das ist alleine schon ein Grund die PI anzumelden und hinzu kommen 15,000,00 Krankenkasse meine Beiträge (auch das stimmt nicht alles Zinsen u.sw. ) Ich habe keine Kraft mehr ich weiß nicht wo oben und unten ist,Ich muss das Lager räumen ?? ich kann diese Sachen nicht verkaufen . Mein Ladengeschäft Miete habe ich gekündigt und bis April habe ich Lager und Geschäft noch bezahlt. Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll ,……und was richtig ist. Über eine Info würde ich mich sehr freuen

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn das Geschäft sich nicht mehr lohnt, dann sollten sie es abmelden und in Ruhe abwickeln. Die Grundsicherung behalten Sie weiter. Richten Sie sich ein Pfändungsschutzkonto ein und dann beantragen Sie eine Privatinsolvenz, um die Schulden loszuwerden.

  48. Guten Abend Herr Franzke,

    Mein Mann und ich gehen wahrscheinlich demnächst in PI
    nun wohnen wir aber z.Zt. in Spanien (Miete)
    Müssen wir zur PI. dann zurück nach Deutschland oder ist es auch von Spanien aus möglich.??
    Vielen Dank

    • Jörg Franzke sagt:

      Man muss zumindest in Deutschland gemeldet sein, sonst erklärt sich das deutsche Insolvenzgericht für unzuständig. Innerhalb der EU ist der Centre of Main Intrests maßgeblich, also wo liegt der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Interessen.

  49. Sehr geehrter Herr Franzke,

    vielen Dank für die bisherigen gelieferten Antworten.

    Ich bin bereits seit einem dreiviertel Jahr in der Privatinsolvenz. Mein Mann und ich haben meine Eltern in der Wohnung aufgenommen, da diese sehr krank sind und nur Hartz IV bekommen.
    Ich führe den Betrag zur Pfändungsgrenze an meinen Insolvenzverwalter ab. Kann ich durch die Aufnahme meiner Eltern den Betrag zur Pfändungsgrenze verringern? Ich unterstütze sie ja indem, dass sie bei uns wohnen.
    Außerdem hat mein Mann ein Kind und ich bin somit Stiefmutter. Das Kind ist die Hälfte des Monats bei uns, kann ich das Kind auch als unterhaltsberechtigt ansehen?

    Vielen Dank & viele Grüße

    Chrisi

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich gehe davon aus, dass Ihre Eltern ein eigenes Einkommen in Form einer wenn auch geringen Rente haben. Dann gelten sie schon aus diesem Grund nicht als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle auch wenn Sie die Eltern in Wirklichkeit zusätzlich versorgen. Hätten die Eltern gar kein Einkommen verfügbar, könnte man es mit einem Antrag auf Erhöhung der Pfändungsgrenzen stellen, allerdings mit zweifelhaftem Erfolg.

  50. Guten Tag,

    zunächst mal vielen Dank für die guten Ratschläge.
    mein Mann und ich haben Kredite laufen und möchten event. eine PI anmelden. Meine Frage lautet, müssen wir das beide tun oder betrifft das nur denjenigen, der Hauptschuldner ist.
    Vielen Dank
    Liebe Grüße
    Inge

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie Kredite gemeinsam unterschrieben haben, dann haftet jeder auf die volle Summe. Also muss jeder von Ihnen beiden eine Privatinsolvenz beantragen.

  51. Guten Tag Herr Franzke,

    meine Eltern „besitzen“ ein Einfamilienhaus welches auf einem Erbpacht Grundstück der Stadt steht. Nun ist es so, dass meine Eltern bei der Stadt Erbpachtzahlungsrückstände in Höhe von knapp 20000 € haben. Jetzt wurde eine Zwangsversteigerung angekündigt, auch ein Gutachter war bereits da um ein Gutachten zu erstellen. Für das Haus sind bei der Bank noch ca. 145000 € offen.
    Nun meine Frage: da wir eine Zwangsversteigerung in jedem Falle vermeiden möchten, war nun unsere Überlegung, dass ich mit meinem Lebensgefährten, das Grundstück bei der Stadt kaufe und letztendlich auch das Haus übernehme. Ist es meinen Eltern möglich, mir das Haus sagen wir mal für 110000 € zu verkaufen und die restlichen Schulden zu behalten, genauso wie die Schulden der Erbpacht? Wie verhält sich dies dann mit einer anschließenden Privatinsolvenz? Meine Eltern haben auch noch andere Schulden. Konto mit 10000 € überzogen, einen Kleinkredit…
    Wir würden für meine Eltern eine Wohnung suchen wollen, was ja aber sicherlich auch schwierig wird, wenn sie sich dann schon in der Privatinsolvenz befinden oder? Wie geht man hier am besten vor? Muss noch dazu sagen, dass mein Vater aufgrund einer schweren Erkrankung momentan Krankengeld erhält. Er befindet sich aktuell in Altersteilzeit und das Krankengeld ist jetzt demnächst bald ausgereizt, somit bekommt er dann zwar wieder ein paar Euro mehr, aber das Geld reicht hinten und vorne nicht. Ich hoffe, Sie können uns weiterhelfen…
    Liebe Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie das Haus erwerben wollen, müssten Sie sich so schnell wie möglich mit der Stadt in Verbindung setzen und etwaigen weiteren Grundschuldgläubigern und einen Preis aushandeln. Ist der Preis in Ordnung, dann kaufen Sie das Haus. Verbleiben noch Restschulden bei den Eltern, sollten sie diese über eine Privatinsolvenz aufarbeiten. Es ist richtig, dass die Wohnungssuche in der Insolvenz aufgrund schlechter Bonität schwieriger ist. Sie könnten sich als Mietbürge zur Verfügung stellen.

  52. Guten Tag Herr Franzke,

    ich habe eine Frage.
    Mein Mann hat 2006 für ca. 40.000 € 2 Kredite aufgenommen und ich mußte als Bürge mit unterschreiben. Zu diesem Zeitpunkt war ich gering Verdiener mit einem Einkommen von 400,– €.
    Heute bin ich Rentnerin mit 550,–€
    Mein Mann ist auch Rentner mit ca. 1600,–€
    Wir sind nicht in der Lage, diesen Kredit in diesem Leben abzubezahlen und denken über eine Insolvenz nach.
    Meine Frage ist . Muß ich für diesen Kredit tatsächlich mit bürgen, nachdem ich doch bei der Unterschrift nur 400, –€ hatte. Eigentlich hätte ich doch gar nicht mit diesem Betrag bürgen dürfen. Ist das nicht sittenwidrig?? Kann ich etwas tun, um aus der Bürgschaft rauszukommen??
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    liebe Grüße
    Inge

  53. Hallo Herr Franzke,

    nach einem Arbeitsplatzverlust stehe ich vor der Privatinsolvenz. Ich habe ein Haus, bin verheiratet und wir haben vier Kinder, davon ein Kind behindert. Wird das Haus in jedem Fall zwangsversteigert? Und bekomme ich eine Wohnung?

    Danke
    Andreas

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie die Hauskredite nicht mehr bezahlen können, wird die Bank wahrscheinlich irgendwann die Zwangsversteigerung beantragen. Das kann aber eine ganze Weile dauern und Sie werden sicherlich auch eine neue Wohnung bekommen. Keine Sorge, Sie werden nicht auf der straße stehen.

  54. Sehr geehrter Herr Franzke,
    vielen Dank für Ihre tollen Tipps und die Zeit und Mühe, welche Sie aufwenden. Auch ich habe eine Frage und wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.

    Ich habe bei zwei Banken Schulden von 15.000 und 1.500 Euro sowie noch ca. 5.000 Euro Bafög offen. Da ich seit einem halben Jahr arbeitslos bin bekomme ich nur ein geringes ALG 1. Nach Abzug der Miete und Krediteraten bleiben noch 165 Euro im Monat zu leben. Reicht natürlich vorne und hinten nicht und somit mache ich kontinuierlich immer mehr Schulden. Bisher hat es mich nicht so interessiert, da es eine Frage der Zeit war bis ich einen neuen Job bekomme. Nun bin ich jedoch im zweiten Monat schwanger, nicht geplant dennoch sehr erfreut. Somit sind die Chancen einen Job zu bekommen doch recht gering. Empfiehlt sich für mich eine Privatinsolvenz? Und geht das überhaupt? Sie schreiben in Ihren Tipps, ich bräuchte mindestens einen Gläubiger, der dem Insolvenzplan zustimmt. Sie schreiben aber auch, dass Banken meist nicht auftauchen bei solchen Treffen und meine Gläubiger sind ja ausschließlich Banken.
    Recht herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      bei rund 22.000 EUR Schulden und dem geringen Einkommen in den nächsten Jahren lohnt sich eine Privatinsolvenz für Sie auf alle Fälle. Bei zwei Kindern würde Ihre Pfändungsgrenze 1,660 EUR betragen, Kindergeld geht extra. Also eröffnen Sie ein neues Konto, lassen die Einnahmen dorthin überweisen und dann stellen Sie die Zahlungen ein. Das Insolvenzverfahren können Sie über meine Webseite einleiten. Einfach einloggen, Daten eintragen und los gehts.
      Unterscheiden Sie zwischen Insolvenzplan und einem normalen Insolvenzverfahren. Nur beim Insolvenzplan brauchen Sie die Zustimmung der Mehrheit der anwesenden Gläubiger, nicht aber für ein normales Insolvenzverfahren.

  55. Hallo, sie machen hier richtig super Arbeit was einem Hoffnung macht es zu schaffen schuldenfrei zu werden.
    Mir brennt wie man so schön sagt das Dach.

    Ich bin 23 Jahre alt und habe eine 2 jährige Tochter. Bin alleinerziehend und dadurch das ich nicht arbeiten gehen kann lebe ich von alg 2. Im September 2015 strebe ich eine Teilzeit Ausbildung an zur bauzeichnerin (wenn ich einen Ausbildungsplatz finde.)
    Zu meinen Problemen jetzt:
    Ich habe ca. 4000 € schulden.
    Bei einigen Gläubigern. Und es wird ständig mehr weil ich die raten nicht regelmäßig Stämmen kann. Etliche Inkasso Gebühren dazu gekommen usw. Habe vor ca. 2 jahren eine eidesstattliche Versicherung abgegeben.
    Seit einem Jahr ein p-schutz Konto bei der Sparkasse. Weil eine Pfändung vorlag, konnte ich aber im letzten Moment umgehen.
    Hab daran gedacht zur Schuldnerberatungsstelle zu gehen.
    Oder wäre eine privat Insolvenz besser? Oder dieser 1 Jahres Plan und dann schuldenfrei? Gibt es sowas? Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Vielen Dank im voraus für ihre Hilfe.
    Lg jowita

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Sie müssen zur Schuldnerberatung gehen. Die stellt dann einen Privatinsolvenzantrag für Sie und nach sechs Jahren sind Sie die Schulden los. So ein kurzes Insolvenzverfahren würde Geld kosten, weil Sie den Gläubigern etwas anbieten müssen, damit sie dem Insolvenzplan zustimmen.

  56. Hallo Herr Franzke,
    da ich hoch verschuldet bin, zum grossem Glück auch noch in Scheidung und meine Steuerklasse sich dadurch negativ verändert hat, strebe ich leider auch eine PI an.
    Meine Frage wäre, ich verdiene jetzt 2400€ Netto.
    Wieviel bleiben mir davon übrig?
    Ich bewohne eine relativ grosse Wohnung. Kann man mir auferlegen in eine kleinere zu wechseln?
    Besten Dank
    Ronny

    • Jörg Franzke sagt:

      Ihre Frage kann ich so nicht beantworten weil ich nicht weiß, wie viele Unterhaltspflichten Sie haben. Man kann Sie nicht dazu zwingen, eine billigere Wohnung zu nehmen. Was Sie mit Ihrem pfändungsfreien Einkommen machen, geht niemanden etwas an.

  57. Guten Abend Herr Franzke,

    ich habe eine kurze Frage, die mir weder der GV heute beantworten konnte, noch Tante Google weiterhelfen konnte, und auch auf Ihrer so informativen Seite (Vielen Dank dafür) habe ich für meinen Fall, keine Antworten gefunden. Vielleicht ist es Ihnen möglich mir so zu antworten, was wirklich fantastisch wäre.

    Ich muss nächsten Mittwoch zum nunmehr 5 mal in Folge die EV abgeben, da ich die geforderten knapp 1000 Euro nicht aufbringen kann.

    Die Situation in Kürze. Ich bin momentan aufgrund Krankheit erwerbslos, lebe vom Einkommen meines Mannes, wir haben 2 Kinder (12 gemeinsames Kind/15 Unterhalt vom Vater) im Haushalt und 1 Kind (17, kein Unterhalt mehr seit Dez.14) aushäusig beim Vater.

    Schulden insgesamt noch ca 9000 Euro (viele Kleinbeträge und einiges durch Vergleiche bereits getilgt), alle aus den Jahren 1997-2005( mitunter durch den ehemaligen Lebensgefährten verursacht, keine Möglichkeit ihn haftbar zu machen).

    Mein Schock heute war folgender. Im letzten Jahr verstarb mein Vater und aufgrund dessen erbte ich 25% an Haus und Grundstück (alles abbezahlt keine Grundschuld vorhanden) welches wir bewohnen. Aufgrund des Erbteils reduzierte sich unsere Miete von 700 auf 500 Euro monatlich.

    Nachdem ich dies nun bei der EV angeben muss, muss ich befürchten, dass man meiner Mutter und mir, das Haus mit Grundstück pfändet?

    Damit wäre nämlich dann auch eine PI für mich absolut untragbar, weil ich das auf keinen Fall machen kann.

    Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mühen mit vielen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      das ist leider so. Die Gläubiger könnten den Anteil an dem Haus pfänden und verwerten. Ich glaube aber nicht, dass dieser Fall eintreten wird, denn selbst bei einer Pfändung in Form von eintragung einer Zwangshypothek wäre die Verwertung des Grundstücks für den Gläubiger nur unter größtem aufwand möglich.
      Gehen Sie aber in die Insolvenz, würde das Grundstück bzw. Ihr Anteil auf jeden Fall verwertet werden.

  58. Vielen Dank für die super Infos.

    Ich bin quasi schon seit ca. 3 Jahren insolvent, ohne es wirklich gemeldet zu haben. Habe immer noch versucht, es alleine zu schaffen alles zu bezahlen. Jetzt ist der Punkt, wo es wohl nicht mehr weiter geht.
    Mein Problem:
    Ein Gläubiger hat eine Hypothek im Grundbuch auf dem Haus meiner Mutter. Die Schulden dort sind ca. 95.000,- von insg. 160.000,- Eine Zwangsversteigerung würde meine Mutter nicht überstehen. Besteht die Chance, das Haus zu retten? Eine Unterstützung aus der Verwandtschaft (nur für das Haus) wäre denkbar.
    Vielen Dank

  59. Alexander Acker sagt:

    Guten Tag,

    ich spiele auch mit den Gedanken, in die Insolvenz zu gehen. Meine Frage allerdings: Wird mein Arbeitgeber automatisch davon in Kenntnis gesetzt oder muss er dies nicht erfahren? Ich habe Angst vor einer Kündigung, wenn er dies erfahren sollte.

    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider wird der Arbeitgeber automtisch informiert. Wenn Sie aber nicht mehr in der Probezeit sind, müssen Sie nicht mit einer Kündigung rechnen, ich denke Ihre Sorge ist unbegründet.

  60. Babsi Gutgläubig sagt:

    Hallo,
    ihre fachlichen Antworten machen mir Mut zu schreiben. Folgendes:
    Ich bin in Insolvenz seit 2012, und nun habe ich erfahren, dass mein Wohnhaus (gehört zur Insolvenzmasse) zum Freiverkauf steht. Da ich mit meiner Familie noch darin wohne, und ich die Hoffnung hatte, das Haus zurückzukaufen, habe ich die laufenden Kosten gezahlt. Doch das wird nicht mehr möglich sein, und ich kann die Kosten nicht länger tragen. Es waren die Gebühren für Müllabfuhr, Brandversicherung, Strom, Wasser/Kanal, Grundsteuer, Heizung und Telefon. Nun soll ich Mietzinszahlungen stattdessen leisten. Bin ich dazu verpflichtet und wenn ja warum? Kann ich mit meiner Familie weiterhin darin wohnen bis zum entgültigen Entscheid? Wozu bin ich verpflichtet für Zahlungen?
    Danke im voraus für ihre kompetente Antwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider ist das so. Einfach gesprochen, geht das Haus mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens in das Eigentum des Insolvenzverwalters über. Also kann er auch von Ihnen Miete verlangen. Sie können aber dort wohnen bleiben, bis zum endgültigen Entscheid.

  61. Tolle Website, man merkt auch, dass hier ein „bissiger“ RA am Werke ist. Grundvertrauen ist damit da gewesen.

    Leider wird man nur von einer Rechtsanwaltsgehilfin betreut. Trotz Nachfrage, sowie dem Angebot die Kosten für eine Betreuung durch sie extra zu übernehmen, wird darauf nicht eingegangen und mit Ausreden á la zwei Großprojekte, schwer eingebunden, viel zu tun, abgebügelt.

    Es freut mich für sie, dass sie so viel zu tun haben (keine Ironie!). Leider ist dies mein Nachteil. Dennoch Danke, ihre Website hat mir schon mal ein paar nützliche Tipps gegeben.

    Viele Grüße
    CV

    • Jörg Franzke sagt:

      Danke für Ihr Feedback. Was soll ich tun? Ich bin auch nur ein Mensch und an der Uhrzeit merken Sie, dass ich alles gebe. Aber momentan kann ich wirklich nur die Mithilfe über meine Angestellten anbieten. Die sind leider manchmal etwas preußisch zackig. Nehmen Sie es nicht persönlich und sorry dafür.

  62. ich habe da auch mal eine Frage und zwar folgendes..

    Verdiene derzeit ca 2000 euro nett und habe schulden in höhe von ca 35000 Euro.

    Da ich in absebarer Zeit einen Arbeitsplatz wechsel aus Gesundheitlichen gründen bevorsteht in dem ich dann nur noch ca 1400 euro verdiene werde, werde ich meinen Zahlungsverpflichtungen nur sehr schwer nachkommen, wenn überhaupt zahel derzeit im monat 804 euro was sich allerdings aus zwei krediten zusammensetzt 230 euro an die Hausbank laufzeit bis 07.2016 und 544 euro an die postbank laufzeit bis 10.2020 wäre ein Private Insolvenz für mich das richtige ?

  63. Meine Ehefrau hat im Juni 2014 ein PKW gekauft und Sie zahlt aus Ihren Konto 300 Euro an die Bank. Ich bin noch nicht Insolvent und nicht Zahlungsunfähig aber in der Zukunft könnte es passieren dass ich nicht mehr genug verdiene um alles zu bezahlen.
    Meine Frau hat Ihr eigenes Einkommen.
    Kann man das Fahrzeug Pfänden?

  64. Ines Konzag sagt:

    Ich hab da mal eine Frage, werden bei PI auch die Schichtzuschläge dazu berechnet ins Netto? Und wie verhältsich das bei einem zusätzlichen Minijob? Muss man den angeben und wird das dann auch gepfändet?
    Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort! Liebe Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Den Minijob muss man mit angeben, sonst gibt es auf die Mütze. Der Insolvenzverwalter wird beide Einkommen zusammenzählen und daraus die Pfändungsgrenze bilden. Hinsichtlich der Frage, ob Schichtzuschläge pfändbar sind oder nicht, kann ich Ihnen leider keine genaue Antwort geben, weil das variert. Sie können sich aber an Ihre Personalabteilung wenden, die das Gehalt genau ausrechnet.

  65. Guten Abend.

    Ich bin Geschäftsführer einer GmbH.
    Diese läuft mittlerweile eher schlecht als recht…….
    Vor ca.3 Jahren habe ich ein Bauspardarlehn aufgenommen für die Renovierung meines Elternhauses. Ich bin nicht der Eigentümer. Das Haus steht auf den Namen meiner Mutter, welche für das Darlehn die Bürgschaft übernommen hat.
    Ich bin der Kreditnehmer………
    Wäre das Haus in diesem Falle zu Rette wenn es ggf. auch zur Privatinsolvenz kommen sollte???

    • Jörg Franzke sagt:

      Kann Ihre Frage nicht beantworten. Es kommt daraut an, wie die Bank abgesichert ist. Wenn die Bank als Gläubigerin auch im Grundbuch steht, kann sie das Grundstück versteigern lassen, um an ihr Geld zu kommen.

      • Guten Abend.

        Die Bausparkasse hat die Grundschuld im Grundbuch eingetragen….. die frage ist nun: muss ich überhaupt die Privatinsolvenz machen, wenn ich nur die 50% der Stammeinlage geleistet habe? Oder muss ich den erst noch nachzahlen, mit evtl. monatlichen raten????

  66. Hallo.
    Bin durch Zufall auf Ihre gut informierende Seite gestoßen. Dafür ein dickes Lob.

    Meine Frage.
    Ich habe einen Kredit bei der Postbank – jetzt noch offen – ca 24000€(Monatliche Rate 414€) , dann ist mein Girokonto bei der Sparkasse leider mit 500€ im minus. Ich habe noch eine Kreditkarte 500€ im minus, diese läuft dieses Jahr auch aus. Und bei Otto leider auch noch ca 700€ Schulden.
    Mein monatliches Nettoeinkommen ist 1406€.
    Ich bin seit dem 19.1.15 im Beschäftigungsverbot. Termin der Geburt ist für den 01.08.15 festgehalten.
    Da mein Elterngeld ja nur bei ca 800€ liegen wird und ich nicht weiß wie ich das alles stemmen soll, ist meine Frage an Sie, ob es sinnvoll wäre eine Privatinsolvenz einzugehen.
    Die Schwangerschaft war nicht geplant!!

    Vielen dank im Voraus

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ja, eine Privatinsolvenz würde Ihre finanziellen Probleme wieder ordnen. Wenn Sie dann das Kind geboren haben, dann würde Ihre Pfändungsgrenze 1.440 Nettoeinkommen betragen. Sie liegen mit Ihrem derzeitigen Einkommen darunter, sodass Sie in der Privatinsolvenz kein Geld an die Gläubiger abgeben müssen. Sie hätten dann das gesamte Einkommen zur Verfügung und wären obendrein die Schulden los.

  67. Hallo,

    auch von mir ein dickes Lob, für die vielen Antworten, die Sie hier kostenlos bereitstellen.

    Wir besitzen ein Haus in Bayern, welches nicht versteigert werden konnte, weil es niemand haben will. Wir haben eine zeitlang im Ausland gelebt, sind jetzt aber in NRW. Die Zwangsversteigerung wurde aufgehoben. Wir würden gerne in unser Haus zurueckkehren. Die Bank wäre bereit, einen neuen Zwangsversteigerungstermin anzuberaumen, wenn wir einen Käufer hätten. Ein Freund wäre bereit, dass Haus zu ertsteigern. Der Banker meinte, es würde ca. 1 Jahr dauern bis zur Versteigerung. Koennten wir jetzt einziehen, Privatinsolvenz beantragen und als Mieter bleiben, wenn unsere Freund das Haus ersteigert hat? Oder sollen wir mit der PI warten, bis das Haus gekauft ist? Es wurde bei keiner der bisherigen Versteigerungen auch nur 1 Gebot abgegeben. Der Banker sagte, er sei zu allen Schandtaten bereit, wolle aber eine notarielle Beglaubigung, dass der Interessent auf wirklich ein Gebot abgeben wird. Was ist das Beste für uns???

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie können erst mal einziehen und brauchen keine Miete zu bezahlen. Dann kann die Bank ja erneut die Zwangsversteigerung beantragen und der Freund kann dann ein Gebot abgeben.
      Sie können aber auch einfach darin umsonst wohnen bleiben und schlicht weg gar nichts machen. Das kann jahrelang gut gehen.
      Privatinsolvenz können Sie unabhängig beantragen. Der Insolvenzverwalter wird sich nicht für das Haus interessieren.

  68. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich habe da noch zwei Fragen:

    Meine Selbstständigkeit habe ich im November letzten Jahres aufgegeben und muss nun wahrscheinlich in die Privatinsolvenz. Muss ich meinen Jahresabschluss noch machen oder kann ich diesen zur Insolvenzforderung mit hinzunehmen?

    Momentan liegen noch keine Pfändungen vor, macht es trotzdem Sinn, im Hinblick auf die mögliche Insolvenz jetzt schon mal ein Pfädnungsschutzkonto einzurichten?

    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Sie müssen den Jahresabschluss nicht machen, sollten es aber. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie sich wieder selbständig machen wollen. Wenn es gar nicht mehr anders geht, dann lassen Sie sich schätzen.
      Es macht Sinn ein Pfändungsschutzkonto einzurichten und den Zahlungsverkehr über dieses Konto laufen zu lassen. Bis zur ersten Pfändung ist das P-Konto wie ein normales Konto, Sie haben bis dahin also keine Einschränkungen.

  69. Dirk von Essen sagt:

    Guten Tag,

    ich bin mit meienm altem Vermieter ueber meine Firma im Rechtsstreit und er will mich auf immer mehr verklagen,
    darueber hinaus habe ich von der Firma noch Restschulden bei der Bank ca 35000 euro, die Firma existiert seit 1.4.2014 nicht mehr.
    wir sind aber seit dem 7.10.2013 nicht mehr lebend in Deutschland sonder leben jetzt in Kanada, kann der Insolvenzverwalter auch ins Ausland faenden

    Danke fuer eine Antwort

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, der Gläubiger kann grundsätzlich auch im Ausland gegen Sie faenden. Die Frage ist aber, ob er diesen Aufwand und die Kosten in Kauf nimmt. Ich glaube nicht.

  70. Hallo Herr Franzke,

    wenn ich an einer Restschuldbefreiung gar nicht interessiert bin (i.e. ich will mir wenigstens keine Hoffnungen darauf machen oder die Gläubiger betteln (müssen)): Hat eine PI dennoch Vorteile für mich gegenüber einer „Dauerpfändung“ mit Offenbacher(n)? (welche? Gilt das Herauskaufen von Gegenständen auch gegenüber neuen/nachfolgenden Forderungen*?)

    Vielen Dank,
    Raphael

    *nein, kein Betrug. Nur Forderungen aus alten Schuldverhältnissen, die eben erst später gestellt werden

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie an der Restschuldbefreiung kein Interesse haben, dann ist eine Insolvenz völlig sinnlos und würde nur weitere Erschwernisse erzeugen.

  71. Frage: ich habe aus einer Selbständigkeit die Jahre zurück liegt immer noch einiges an Schulden. Da ich 5 Kinder ( noch 4 im Haushalt) habe und das jüngste davon mehrfachschwerstbehindert ist, kann ich ( allein aus psychische Gründe, abgesehen von Zeitmangel) nicht arbeiten gehen. Mein „Einkommen“ besteht aus Kindergeld und Pflegegeld. Ich überlege schon lange ob ich eine privatinsolvenz angehen soll. Ich habe allerdings ein ( bezahltes) auto und ein noch immer finanziertes Auto, das zweite braucht mein Mann für die Arbeit, er arbeitet aber nicht im schichtdienst sondern in einem anderen Ort ( 25km) Ich brauche mein Auto dringend für meine behinderte Tochter da wir ländlich wohnen um zu Therapien und Ärzten zu kommen. Müsste ich trotzdem die Pkw abgeben?
    Vielen Dank für eine Antwort!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ob Sie das finanzierte Auto behalten können, entscheidet die Bank. Aber diese wird wahrscheinlich den Kredit kündigen und das Auto einziehen. Für das andere Auto soll ich Ihr Mann eine Bescheinigung vom Arbeitgeber geben lassen, dass er das Auto zur Ausübung der Erwerbstätigkeit benötigt.

  72. Hallo Herr Franzke,

    ich befinde mich dzt. in der Insolvenzphase meiner Privatinsolvenz und bin Alleinverdiener mit Steuerklasse III. Eine Trennung mit Trennungsjahr von meiner Ehefrau steht im Raum und sie zudem ist in der Überlegung, selbst wieder Vollzeit zu arbeiten. Meine Frau verlangt von mir eine IV/IV Steuerklassenkombination, was zwangsläufig auch zu einem geringeren Pfändungsbetrag führen würde.

    Darüber hinaus birgt die Steuerklasse III für mich die Gefahr, bei einer zukünftigen möglichen getrennten Veranlagung erhebliche Steuern nachzuzahlen.

    Sind dies sachliche Gründe im Sinne des Insolvenzrechts um einen Wechsel der Steuerklasse von III(und V) auf IV(und IV) ausreichend zu begründen und wie ändere ich die Steuerklasse in der Insolvenz (über den Treuhänder?)?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Freundliche Grüße,
    Armin F.

    Folgende Ihnen sicherlich bekannte Urteile könnten hier massgebend sein:

    1.Wählt der verheiratete Schuldner ohne einen sachlichen Grund die Steuerklasse V, kann dies einen Verstoß gegen die Erwerbsobliegenheit darstellen. (ANM.: IN DIESEM URTEIL GEHT ES UM EINEN WECHSEL IN DIE STKL. V UND DAZU OHNE SACHLICHEN GRUND)

    BGH, Beschluss vom 5. März 2009 – IX ZB 2/07
    InsO § 295 Abs. 1 Nr. 1, § 296 Abs. 1

    2. Ein sachlicher Grund ist schon darin zu sehen, wenn die Ehegatten durch den Wechsel der Steuerklasse eine höhere monatliche Liquidität nachweisen können (Landgericht Dortmund, Beschluss v. 23. März 2010, Az. 9 T 106/10).

    LG Dortmund · Beschluss vom 23. März 2010 · Az. 9 T 106/10

    • Jörg Franzke sagt:

      Mit der Insolvenzeröffnung geht das Wahlrecht der Steuerklasse auf den Insolvenzverwalter über. Das heißt, er kann die Steuerklasse wählen, bei der am meisten Nettoeinkommen erwirtschaftet wird, um möglichst viel zu pfänden. Wenn ich Sie richtig verstehe, wird der von Ihnen gewünschte Wechsel der Steuerklasse zu einem höheren pfändbaren Einkommen führen. Weil Sie keine Masse schädigen, können Sie den Antrag auf Wechsel der Steuerklasse selbst und direkt beim FA stellen.

      • Sehr geehrter Herr Franzke,

        vielen Dank für Ihre Antwort.

        Ein Steuerklassenwechsel von III auf IV hätte für mich einen geringeren Pfändungsbetrag zur Folge, es würde also sehr wohl die Masse geschädigt werden.

        Ein sachlicher Grund für diesen Wechsel läge bei mir insofern vor, als bei einer dann getrennten Veranlagung mit den Steuerklasse IV (ich) und IV (meine Frau) es zu einer Steuernachzahlung für mich kommen könnte (ich benötige ja die Zustimmung meiner Frau zur gemeinsamen Veranlagung, die ich uU nicht erhalten würde).

        Könnte dies ein sachlicher Grund im Sinne der Entscheidung des LG Dortmund vom 23. März 2010 · Az. 9 T 106/10 sein ?

        In dieser Entscheidung läge ein sachlicher Grund für den Wechsel sogar auf die schlechteste Steuerklasse V vor, wenn am Monatsende für bei Ehepartner in der Summe mehr „übrigbleibt“ (d.h. mehr Liquidität vorhanden ist)

        Vielen Dank nochmals.

        Freundliche Grüße,
        Armin F.

        • Jörg Franzke sagt:

          Versuchen Sie es einfach. Das „schlimmste“, was Ihnen passieren kann ist, dass der Insolvenzverwalter die Steuerklassen-Auswahl rückgängig macht.

  73. Sehr geehrter Herr Franzke,

    mein Vater hat Schulden bis zu ca 35000€ und ist bei einem Netto Lohn von ca 1300€ nicht in der Lage diese zu begleichen. Meine Mutter hat Rauma und ist arbeitslos. Meine zwei volljähringen Brüder haben erst vor einigen Monaten angefangen zu arbeiten und sind mit einer Summe von ca 19000€ verschuldet. Mein Vater besitzt ein Haus was noch nicht abgezahlt worden ist und meine Frage ist ob das auch mit in das Insolvenzverfahren fallen würde? Oder gibt es da irgendeine Möglichkeit das es gerettet werden kann?

    Besten Dank im Vorraus
    lili

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider verlieren die betroffenen Schuldner das Eigenheim (fast) immer, weil man die Kredite nicht mehr bezahlen darf und die Banken einfach kündigen.

  74. Hallo,
    ich gehe wahrscheinlich dieses Jahr in die Privatinsolvenz. Ich habe schon eine eidesstattliche Versicherung abgegeben. Die Frage: kann ich mein Auto, dass ich bei der eidesstattlichen Versicherung angegeben habe (ca 10:000€ Wert), Jemanden überschreiben, damit es nicht mehr in meinem Besitz ist und in die Insolvenz eingeht? Arbeite im Schichtsystem. Wie sind die Chancen, dass Auto behalten zu können?

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      kommt darauf an, wie lange die Eidesstattliche Versicherung schon zurückliegt. Denn wenn Sie in der Insolvenz sind, wird der Insolvenzverwalter sicherlich feststellen, dass Sie ein Auto besaßen. Dann werden Sie ihm sagen, dass Sie das Auto verkauft haben und der Insolvenzverwalter wird dann wissen wollen, was mit dem Verkaufserlös passiert ist. Die einzig richtige Antwort darauf ist, dass Sie das Geld maßvoll für den Lebensunterhalt ausgegeben haben. Das geht also schief.
      Sie können den Arbeitgeber fragen, ob er Ihnen eine Bescheinigung ausstellt, dass Sie das Auto für die Arbeit brauchen. Bekommen Sie so eine Bescheinigung, ist das Auto vor der Pfändung geschützt.

  75. Hallo Herr Franzke!

    habe es schon oft hier gelesen, und möchte mich auch herzlichst bei Ihnen bedanken, dass Sie diese Seite hier betreiben!

    Ich habe folgende Frage: Gilt die Privatinsolvenz auch bei staatlichen Gläubigern? Der Hintergrund ist folgender: Ich bin Studentin und bekomme aktuell und habe in der Vergangenheit auch zu Schulzeiten Bafög bekommen. Nun steht eine dicke Rückzahlung aus dem Jahr 2006-2008 an, die ich aktuell nicht mal ansatzweise zurückzahlen kann, da ich im Prinzip gerade so meine Miete zahlen kann…. Würde in diesem Fall die Insolvenz etwas gegen die Schulden beim Amt bringen? Die rechtlichen Möglichkeiten beim Bafögamt sind schon ausgeschöpft.

    Vielen Dank für Ihre Antwort schon im Voraus!

  76. Hallo
    diese Seite finde ich sehr gut und informativ.
    Mein Mann ist selbständig tätig, nun bleiben die Aufträge aus und wir haben Schulden die wir nicht zurückzahlen können.
    Mein Mann könnte Rente beantragen die würde sich auf ca. 1000 Euro belaufen. könnten wir uns je einen 450 euro Job suchen? Ich habe kein eigenes Einkommen. Oder einen Teilzeitjob oder würde dann mein Geld auch gepfändet? So wie ich gelesen habe sollte mein Mann auf jeden Fall ein neues Konto eröffnen da das jetzige einen Dispokredit hat der ausgeschöpft ist. Ist das so richtig? Und unsere Leasingfahrzeuge gehen dann zurück.
    Wir zahlen 606 Euro Warmmiete
    Das sind meine Angaben ich hoffe Sie können mir helfen

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      klar können Sie in Rente gehen und dann 450 EUR dazuverdienen. Zur Vorbereitung sollte Ihr Mann auf jeden Fall ein neues Konto bei einer fremden Bank eröffnen und die Rente dorthin überweisen lassen. Wenn Sie nicht unterschrieben und sonst auch keine neuen Schulden gemacht haben, dann sind Sie nicht von einer Insolvenz betroffen.
      Solange Sie gar keine Einnahmen haben, gelten Sie als Unterhaltspflicht für Ihren Mann, dann würde seine Pfändungsgrenze 1.440 EUR betragen. Ohne Unterhaltspflicht beträgt sie 10.45 EUR.

        • Sie schreiben solange Sie gar keine Einnahmen haben, gelten Sie als Unterhaltspflicht für Ihren Mann.
          und wenn ich jetzt 1 oder 2
          400 euro Jobs bekommen könnte , wie sieht es dann aus?

          • Jörg Franzke sagt:

            Sobald die Person für die man zum Unterhalt verpflichtet ist, eigene Einnahmen hat, gilt sie nicht mehr als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle. Egal wie hoch oder gering das Einkommen ausfällt.

  77. Hallo Herr Franzke,

    vielen Dank für Ihre tollen Einschätzungen bisher…

    Ich selbst befinde mich in einer Privatinsolvenz und hätte daher noch ein paar Fragen bzgl. Steuerklassenwechsel und Zusammenveranlagung.

    Wir haben geheiratet und ich habe die Steuerklasse V gewählt. Habe dies auch dem Insolvenzverwalter gleich mitgeteilt, der meint ich muss das umändern, da die Gläubiger benachteiligt werden würden. Ist das richtig? Mein Mann verdient ja mehr und würde daher auch benachteiligt werden…

    Des weiteren geht es um die Steuererklärung, sollten mein Mann und ich zusammen veranlagen. Wir würden evtl. eine Erstattung erhalten, würde der Insolvenzverwalter diesen Teil von mir oder komplett von uns beiden erhalten?

    Vielen Dank für Ihre Rückantwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      der BGH hat entschieden, dass mit Insolvenzeröffnung das Wahlrecht der Steuerklasse auf den Insolvenzverwalter übergeht. Also wird der Verwalter die Steuerklasse wählen, die der Insolvenzmasse am meisten Kohle einbringt.
      Sie können sich ausrechnen lassen, ob Sie zusammenveranlagen. Meistens lohnt sich das. Gemeinerweise zahlt das FA den vollen Erstattungsbetrag immer an den Verwalter und Ihr Mann muss sich seine Hälfte dann mühseelig herauskämpfen.

  78. Hallo Herr Franzke,

    tolle Arbeit!
    Ich habe vor 10 Monaten ein Darlehen zu geringen Raten von meiner Frau und meinem Arbeitgeber bekommen, werde aber demnächst in die Insolvenz gehen müssen.
    Darf meine Frau das Auto von mir kaufen und ich den Darlehensbetrag an Sie und den Arbeitgeber zurückzahlen? Ich möchte nichts falsch machen.

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      nein, das geht leider nicht. Das würde der Insolvenzverwalter anfechten. Arbeitgeber und Frau müssen mit auf die Gläubigerliste

  79. Wolfram Herms sagt:

    Hallo
    meine Frau hat im letzten Jahr Private Insolvenz anmelden müssen. Sie hat auf ein pfändungsfreies Konto. Sie verdient z. Zt. nur ca. 450 € was ja unter dem pfändungsfreien Satz liegt. Jetzt hat die Bank zum 2. Mal Geld an den Insolvenzverwalter geschickt, weil angeblich ein Überschuß besteht und das wäre so richtig. Das kann doch nicht richtig sein. Wie können wir uns da gegen wehren ?

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      wenn das Kontoguthaben höher war, als 1.050 EUR, dann wird das Konto in der Tat abgeschöpft. Ihre Frau muss aufpassen, dass der Kontostand nie höher ist als 1.050 EUR.

      • Marie Müller sagt:

        Hallo,
        ist es wirklich so, dass der Insolvenzverwalter den pfändbaren Betrag von Gehalt erhält und dann noch den Restbetrag bis auf 1.050 EUR (Erhöhung bei 1 x Unterhalt um 393,00 EUR bei Festsetzung durch Gericht) vom P-Konto beanspruchen darf und bei normalem Konto alles, obwohl er den pfändbaren Betrag vom Gehalt hat? Was wenn das pfändungsfreie Gehalt vom Konto eingezogen wird? Wer zahlt die Miete, Strom und Unterhaltskosten des Schuldners?
        Danke für Ihre Bemühungen

        • Jörg Franzke sagt:

          Das ist so, wenn man nichts dagegen unternimmt. Sie müssen nun zum Insolvenzgericht und dort einen Antrag auf Festsetzung Ihrer Pfändungsgrenzen stellen. Sobald Sie den Gerichtsbeschluss haben, übergeben Sie ihn der Bank und die erhöht die Pfändungsgrenze. Weil so ein Beschluss eine Weile dauert, können Sie auch zum alten Schuldenberater gehen, der Ihnen eine Bescheinigung über die Pfändungsgrenzen ausstellt. Dann wird wenigstens die Unterhaltspflicht und das Kindergeld berücksichtigt.

  80. Hallo Herr Franzke,

    ich habe am 15.12.2014 meinen Insolvenzantrag abgegeben und habe ein Aktenzeichen erhalten. Aufgrund von familiären Problemen möchte ich mich nun auf eine andere Adresse ummelden. Daher meine Frage was passiert nun oder bzw. wie gehe ich nun weiter vor? Muss ich nun einen neuen Antrag stellen wegen der neuen Adresse weil ich auch nicht weiß ob das Amtsgericht dann noch für mich zuständig ist?

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Gruß Jessica

    • Jörg Franzke sagt:

      Das Verfahren bleibt beim alten Gericht und Sie teilen dem Gericht und dem späteren Insolvenzverwalter die neue Adresse mit. Das reicht aus.

  81. Hallo Herr Franzke,
    ich befinde mich seit knapp 6 Jahren in der privaten Insolvenz. Ab Ende Juli 2015 geht es meine Insolvenz zu ende.
    Ich mußte ursprünglich wegen 24.000 € das private Insolvent anmelden. Da ich die letzte 5 Jahren sehr gut verdient hatte, wurde monatlich von einem Gehalt 320 € gepfändet, zusätzlich wurden meine Provisionen und Überstunden genauso gepfändet. Im Dezember 2014 habe ich meine Gehalt bekommen, dazu habe ich meinem Provision in Höhe von 24.000 € Brutto erhalten. Es wurde mit diesem Gehalt meine komplette Provision 14.600 € gepfändet!!! Meine Frage ist, ich habe mittelweile viel mehr bezahlt als die ursprüngliche Schulden? Ist das richtig, daß ich von meiner komplette Provision 14.600 € Netto nur 200 € für mich bleibt? Kann mir der Insolvenzverwalter Teil von dieser Provision zurück erstatten? Ich danke Ihnen sehr für Ihre tolle Unterstützung an alle Menschen, die gleiche Situationen wie uns haben.
    Amin

    • Jörg Franzke sagt:

      Sicherlich werden Sie Geld zurückerhalten, wenn zuviel gepfändet wurde. Berücksichtigen Sie aber auch die erheblichen Gerichtskosten. Die Provision kann leider vollständig gepfändet werden.

  82. Ich helfe ehrenamtlich Leuten mit finanziellen Problemen.
    Bei einem „Kunden“ von mit läuft schon über 4 Jahre eine Privatinsolvenz. Er hat allerdings einen maßgeblichen Gläubiger nicht bei der Privatinsolvenz gemeldet, der wohl regelmäßig auf Begleichung seiner Forderungen gedrungen hat. Kann diese Schuld nachgemeldet werden, ohne dass damit die gegen die Wohlverhaltensregel verstoßen wird ?

    Vielen Dank für eine Antwort

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein. Wenn er den wesentlichen Gläubiger nachmeldet, kann dieser Gläubiger einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen.

  83. Guten Tag.

    Ich habe vor drei Jahren mit meinem ehemaligen Lebensgefährten ein Haus gekauft. Wir haben uns getrennt. Das hat wird jetzt verkauft. Leider bleiben ca 40000€ Restschulden. Ist ein Vergleich sinnvoll oder eine Privatinsolvenz? Ich bin alleinerziehend und verdiene zur Zeit nur 900€.
    Danke für Ihre Hilfe!

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo, seit Einführung des neuen Insolvenzrechts mit der Möglichkeit, sich über einen Insolvenzplan zu entschulden, sind Vergleiche sehr schwer geworden. Ich würde Ihnen also eine Verbraucherinsolvenz empfehlen. Von Ihrem Einkommen ist nichts pfändbar.

  84. Mary Christmas sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    auch wenn diese Seite (auch) eine Werbemassnahme ist:
    Danke. Informativ und hilfreich auch für nicht-Kunden.

    Frohe Weihnachten und ein glückliches, gesundes neues Jahr.

  85. Guten Tag,
    vorab vielen Dank für Ihre großartige Arbeit. Sie haben bestimmt vielen Menschen das Leben erleichtert 🙂
    Meine Situation: Ich bin seit 6 Monaten arbeitslos und beziehe 700EUR. Die Summe der Kreditraten allein liegt schon bei ca. 300EUR. Die letzten Monatsraten konnte ich nur zahlen, weil ich einen Dispo von 3.500 EUR habe und Kreditkartenauszahlungen in Anspruch genommen habe. Das Limit ist nun erreicht. Ab Januar werde ich zahlungsunfähig sein. Ich befinde mich heute noch nicht im Verzug. Kann ich trotzdem (Schuldenberg 10.000) die Verbraucherinsolvenz anstreben? Muss ich dann meinen Leasingwagen, bei dem ich vor 6 Monaten 1.500 EUR angezahlt habe zurück geben? Mache ich mich nicht strafbar wenn ich ab Januar ein neues Konto für Miete etc habe?
    Vielen Dank vorab für Ihre Bemühungen.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ich denke, dass eine Verbraucherinsolvenz für Sie das beste ist. Eröffnen Sie hierzu so schnell wie möglich ein neues Konto und stellen Sie dann die Zahlungen an die doofen Gläubiger ein. Das Einkommen und alles was Sie zum Leben brauchen wie Miete, geht über das neue Konto. Strfbar ist da gar nichts. Das Leasingfahrzeug müssen Sie leider zurückggeben.

      • Danke für die Antwort. Allerdings habe ich einen frischen Kredit (06/2014) und bei derselben Bank eine KK über 2.000 belastet. Seit 6 Monaten zahle ich die Raten. Bin 1 Woche nach Abschluss arbeitslos geworden. Ich habe Angst vor einer Anzeige wegen Eingehungsbetruges. Musste aus gesundheitlichen Gründen einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Mein Hausarzt würde mir die psychischen Gründe bestätigen. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch nach 10 Jahren im Call Center 😉 War sehr oft krank geschrieben wegen meiner Arbeit.

  86. Hallo
    Ich habe ca 7000 € Schulden
    Das ist zwar vergleichsweise wenig, aber da ich alleinerziehende mutter von 2 Kindern und aufgrund einer unheilbaren Krebserkrankung voll Erwerbsminderungs-Rentnerin bin weiß ich nicht wie ich diese begleichen soll.
    Bietet sich auch hier eine privatinsolvenz an?

    • Jörg Franzke sagt:

      Klar. Wenn Sie genau wissen, dass Sie die Schulden nicht zahlen können, dann sind auch 7.000 EUR eine Menge Geld für Sie. Da geht nur eine Privatinsolvenz.

  87. Sehr geehrte Herr Franzke,

    stehe vor der Wahl. Einen Kredit von 60.000 EUR aufnehmen oder in die Privatinsolvenz gehen. Bis ich 60.000 EUR in Raten zurück gezahlt habe …bin ich schon lange wieder aus der Insolvenz raus.

    Trotzdem bin ich mir nicht sicher ob die Insolvenz hier der richtige Weg ist oder ich lieber den Kredit aufnehmen soll. Können Sie mir einen Rat geben?
    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Naja, Sie haben die Frage ja schon selbst beantwortet. Die 60.000 EUR können Sie eh nicht zurückzahlen bzw. kommt Sie teurer als eine Privatinsolvenz. Sie können auch das Insolvenzplanverfahren in Anspruch nehmen, dann läuft die Privatinsolvenz gerade mal ein Jahr.

  88. Moin.
    Also erst einmal finde ich es klasse was Sie hier für viele Leute einfach so unendgeldlich tun.
    Hut ab und ganz große Anerkennung dafür.
    Ich hätte da auch eine Frage:
    Nach den neuen Bestimmungen dürfen Schulden die aus einem Steuerstrafdelikt stammen nicht mit in die PI.
    Bei mir is das der Fall, dass vor zwei Jahren eine Steuerprüfung eingeleitet wurde nd nun der Verdacht auf eine Steuerstraftat besteht.
    Zahlungen von 2007-2012 sollen insgesamt Nachzahlungen von ca. 20.000.- sein.
    Das ganze ist ja bisher noch nicht geurteilt.
    Wenn ich also in 2015 in die PI gehe, sind das ja nur Steuerschulden die nicht aus einer Straftat entstanden sind, da ja kein Urteil.
    Drei Jahre darf man sich ja vor der PI nichts zu Schulden kommen lassen. Wenn ich 2015 in die PI gehe…sind das 2014, 2013 und 2012.
    In den genanten Jahren habe ich keine Steuerschulden.
    Werden die Jahre von 2007-2011 als normale Steuerschulden mit in die PI gehen?
    Also..dem Finanzamt ein Schnipchen Schlagen damit??
    Hoffe das war verständlich..??!!

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      das stimmt so nicht ganz. Sie erhalten keine Restschuldbefreiung, wenn Sie wegen VORSÄTZLICHER Steuerhinterziehung verknackt wurden. Sie können durchaus ein Insolvenzverfahren durchlaufen und ggf. sogar die Restschuldbefreiung erhalten. Werden Sie aber später wegen vorsätzlicher Steuerhinterziehung verurteilt, wird das Finanzamt sich nicht an die Restschuldbefreiung halten und trotzdem gegen Sie vollstrecken.

  89. Hallo,
    darf meine Bank sich in meine Insolvenz einmischen und Geld einbehalten das über die Summe, die laut Tabelle durch das P-Konto geschütz ist, hinaus eingeht? Die Postbank hat als ich damals das P-Konto eingerichtet habe sich selbst eingetragen „12.12.12 Pfändung -100.000.000,00“
    Ich war damals geschockt, weil ich habe garkeine Schulden bei der Postbank. Auf meine Nachfrage erklärte mir die Postbank, dass sie alles was über den Pfandungsschutz hinaus auf mein Konto eingeht von der Bank einbehalten wird und an meinen Insolvenzverwalter weitergeleitet wird. Bisher hatte ich damit kein Problem, bei mir sind ca.1440,00 Euro geschützt. und was ich nach Tabelle zuviel verdient habe, habe ich immer an meinen Insolvenzverwalter überwiesen. Bin aber auf dem Konto nie an die geschützte Summe rangekommen.
    Nun habe ich den Arbeitgeber gewechselt.
    Der vorherige AG hat immer den Lohn erst am 15. des Folgemonats gezahlt. Mein neuer AG zahlt immer am Ende des Monats für den laufenden Monats. Da ich den Job am 15.12.14 gewechselt habe, wird 2 Monate lang die Pfändungsschutzsumme auf meinem Konto überschritten.
    Ich habe jetzt am 15. von meinem alten AG den Lohn von November aufs Konto bekommen. Am 30.12.14 wird wieder Geld auf mein Konto eingehen, der halbe Lohn von der 2. Dezemberhälfte von meinem neuen AG. Am 15.01.15 wird der Lohn von meinem vorherigen AG für die 1. Dezemberhälfte von 2014 eingehen und am 30.01.2015 bekomme ich dann meinen 1. vollen Lohn für Januar vom neuen AG.
    Ich habe Angst das meine Bank Geld einbehält, weil die nicht interessieren wird, dass das nicht vom selben Monat ist und ich in eine Notlage geraten werde. Aber dürfen die das ? Der Insolvenzverwalter bekommt von mir immer korrekt alles, denn ich möchte ja meine Insolvenz erfolgreich hinter mich bringen.

    Ich habe jetzt den Arbeitgeber gewechse

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, das darf sie, denn die Pfändungsgrenzen des P Kontos sind nicht identisch mit den gesetzlichen Pfändungsgrenzen. Nimmt Ihnen die Bank mehr Geld weg, als die gesetzliche Pfändungsgrenze, können Sie beim Gericht einen Antrag auf Erhöhung der Kontofreigrenze stellen und diesen Beschluss bei der Bank einreichen.

  90. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich bin froh, dass ich Ihre Seite gefunden habe.

    Nach meinem Studium wollte ich meine Schulden bezahlen, mit dem Einkommen, dass ich jetzt nicht erzielen kann, da ich den Abschluß nicht bekommen habe.
    Die Schulden resultieren aus dem Studium und den geringen Verdiensten, Aushilfsjobs, und einer Selbsständigkeit mit der ich auch meine Existenz nicht sichern konnte.
    Es handelt sich um einen 5Stelligen Betrag den ich mit mtl. > 500€ tilgen muesste.
    Nun möchte ich mich neu aufstellen.
    Mir wurde geraten eine Ausbildung zu machen.
    Wenn ich nicht schnell eine festen Job finde mit dem ich Jahrelang die Schulden bezahlen kann finde, bin ich gezwungen
    die PI einzuleiten. Zur Zeit bekomme ich ALG2, was ich auf Grund der Situation liebend gerne ändere.

    Nun habe ich erfahren, dass ich keine Job kriege, wenn ich einen negativen Schufaeintrag habe oder Privatinsolvenz angemelde.
    Ich verstehe das also so:
    Ich mache Schulden während meines Studiums, damit ich auf jeden Fall den Abschluß bekomme, und damit die Sicherheit auf einen Job in einer der größten Branchen in der Industrie und im Handel?
    Bekomme am Ende meinen Studienabschluss nicht, ->kann in meinem Studienberuf keinen Job finden, weil ich den Abschluß nicht habe. Dann melde ich also weil ich kein Geld verdiene Privatinsolvenz an und bekomme dann garkeinen Job mehr?
    Meine Frage geht jetzt dahin:
    Wieso soll man mit einer Privatinsolvenz keine Job kriegen?
    Ich gehe recht in der Annahme, dass man auch nirgends woanders keine Wohnung findet, wenn man wegen einem Job umziehen muss?
    Und falls das alles So stimmt, welche Gründe gibt es dafür gescheiterten Existenz keine Chance mehr zu geben?
    Was haben Unternehmen davon verschuldeten vor den Kopf zu stoßen? Und wem hilft das ?
    Wie kann man verhindern in einen Solche Spirale zu kommen?
    Darf ich jetzt keine Ausbildung machen um eine Qualifikation für einen bessere Zukunft zu erlangen.
    Ich will mir nicht vorstellen, wieviele sich alleine wegen Ihre Handyverträge oder ähnlichem Verschulden. Junge Leute die noch die Zukunft vor sich haben.
    Muessen die Alle arbeitlos werden?
    Ich bin 40 und kann mir vorstellen, dass das wahr sein kann.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ich sehe die Zukunft auch nicht so duster für Sie. Sicherlich werden Sie trotz Insolvenz einen Job bekommen und auch eine Wohnung. Es ist nicht ganz so einfach wie im normalen Leben, aber das geht auch.

  91. Hallo Herr Franzke, ich habe im Mai dieses Jahres ein kleines Restaurant gekauft für insgesamt 73000€. Es war leider ein großes Fehler, da das Restaurant gar nicht läuft und ich die Miete nicht zahlen kann. Jetzt sind 7 Monate vergangen und ich möchte das Restaurant verkaufen jedoch finde ich kein Käufer und im Restaurant tauchen immer mehr Mängel auf und somit häufen sich die Kosten und die Umsätze werden schlechter. Jetzt ist meine Frage zu ihrem 2. Tipp: das Schulden Vergleich. meine persönliche Situation sieht so aus das ich neben dem Restaurant auch ein anderen laden besitze, das ebenfalls nicht abgezahlt ist.. Hab ich jetzt das Recht , den Betrag 73000€ zu mindern? Ich bin sehr hilflos und kann auch nicht Insolvenz beantragen da ich das andere laden auch habe .. Danke im vorraus

  92. Guten Tag, wir haben viele Schulden.Mein Mann hat der Überblick total verloren.(Schulde 4.000Euro Finanzamt,Gewerbestöern 7.000Euro)Auf dem Konto ist minus 15 .000 Euro,au den anderen Konto 2.600 Euro).Ich arbeite nicht,weil ich krankgeschrieben bin,mein Mann ist schwerbehindert,hat kleine Unternehmen,wo nur Verlust ist.DEr Gerichtsvorzieher war schon 3x bei uns.(Wollte 60Euro).Ich habe Angst,das Gerichtsvorzieher alles wegnimmt. Uns bleibt kein Geld zum Leben.Bitte helfen Sie mir.

  93. Sehr geehrter Herr Franzke,
    vielen Dank für Ihre informative WEB-Seite, die schon sehr hilfreich war. Meine größte Sorge ist jetzt, um mich entscheiden zu können, ob ich jetzt Insolvenz beantragen soll, dass ich noch nicht sagen kann ob ich Privatinsolvenz beantragen kann. Ich habe zuletzt überwiegend als Honorararzt gearbeitet, keine Niederlassung, keine Praxis, keine KK- oder Arbeitsentgeld-Schulden. Ich habe aber bei 3 Gläubigern (Finanzamt, Steuerberater, Vater) ca. 300.000,- € Schulden, das Konto ist seit Jahren vom Finanzamt gepfändet. Vermögen ist verwertet. Ich verdiene seit ich im Frühjahr einen Schlaganfall hatte und nicht mehr alles überall annehmen kann im Jahresmittel jetzt ca. 5.000,- € netto. Bei Unterhaltspflicht für die Ehefrau und 3 Kinder habe ich jetzt keine Chance mehr, ohne Insolvenz.
    Bei Privatinsolvenz könnte ein Verwandter Geld für einen Insolvenzplan bereitstellen.

    Meine Fragen: Kann ich so in die Privatinsolvenz oder muss ich in die Regelinsolvenz? Kommt in dieser Konstellation eine Jahreslösung mit Insolvenzplan in Frage? Wie hoch wäre ca. die aufzubringende Zahlung?

    Vielen Dank und beste Grüße!

  94. Sehr geehrte Herr Franzke,
    Villen Dank für Ihre sehr inforeiche Webseite! Sie ist die „Erste Hilfe“ und dadurch sehr wichtig für die Leute im Not.
    Meine Frage: Ich bin seit lange AGII Bezieher und leider kann in Deutschland kein Stelle finden. Es gibt die Möglichkeit im Ausland ein Job zu kriegen. Dass das Land außerhalb EU liegt, liegt die voraussichtlicher Einkommen so niedrig das ich die Ratenkredit in Deutschland nicht weiter zahlen kann. Eine Überlegung ist PI. Was raten Sie dazu? Wie sollte die Verfahren eingeleitet werden? Die Zahlungen einfach einstellen?
    Besten Dank!

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie können trotz Schulden in ein anderes Land ziehen. Ob Sie dort belästigt werden oder nicht, hängt davon ab welche Vollstreckungsabkommen dieses Land mit Deutschland hat. Deshalb wäre es vielleicht besser, Sie beantragen noch eine Insolvenz, solange Sie in Deutschland leben und ziehen dann um Das Verfahren in Deutschland würde ganz normal weiterlaufen.

  95. Guten Tag!
    Sie haben mich in der Insolvenz betreut. An dieser Stelle sage ich “ Danke“, es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Bislang hat alles reibungslos funktioniert.
    Gestatten Sie folgende Frage:
    Wie muß/kann ich eine Unterhaltspflicht gegenüber meiner nicht Geld verdienenden Ehefrau nachweisen? Sie ist nicht mehr in Deutschland gemeldet, es gibt also keine aktuellen Steuerbescheide.
    Danke für die Antwort.
    Herzliche Grüße!

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      schön dass es bei Ihnen läuft! Der Nachweis der Unterhaltspflicht geht dann wohl nur über eine schriftliche Bestätigung der Ehefrau, dass sie von Ihnen regelmäßig Naturalunterhalt – also Bargeld und Sachleistungen – erhält. Mehr fällt mir da nicht ein.

  96. Fragenstellerin sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    Ihre Seite hat mir schon einige aufschlussreiche Tipps gegeben.
    Dennoch habe ich eine Frage, zu der ich bislang nirgends eine Antwort finden konnte.
    Und zwar habe ich ca. 10000€ Schulden, bei unterschiedlichen Gläubigern. Nun habe ich mich dazu entschlossen doch in die PI zu gehen. Jetzt habe ich aber ein mittelgroßes Problem. Ich bin 2008 an Brustkrebs erkrankt. Durch einen Ärztefehler wurde dies viel zu spät entdeckt und meine Lebensdauer um 70% beeinträchtigt, ich habe daraufhin den Arzt verklagt. Den Prozess habe ich nach 2,5 Jahren gewonnen und daraus ein Schmerzensgeld von 15000€ erhalten. Das Geld ist zum größten Teil aufgebraucht bzw. für meine Tochter angelegt worden. Nun stellt sich die Frage ob der Insolvenzverwalter „herausbekommen“ wird das es das Schmerzensgeld gab / gibt und kann mir dieses in der PI weggenommen werden ?
    Über eine rasche Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar !!
    MfG

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, das ist kein Problem. Es ist erlaubt, das Vermögen aufzubrauchen und dann in die Insolvenz zu gehen. Sie haben das Geld ja nicht verschwendet, sondern für den Lebensunterhalt aufgewendet.

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie haben keinen Rechtsanspruch darauf, dass ich hier unentgeltlich und in meiner Freizeit die Fragen von betroffenen Menschen beantworte. Ich empfinde es als große Beleidigung, mich als unseriös zu verdächtigen, weil ich Ihre Frage nicht beantwortet habe. Wenn ich Ihre Frage nicht beantwortet habe, dann hat das sicherlich seinen Grund.

  97. Maren Lechea sagt:

    Guten Abend,
    Ich habe mich vor einiger Zeit von meinem Ex Mann Scheiden lassen aber ich bekomme innernoch böse Post von Leuten die Geld haben wollen, ich habe versucht zu bezahlen, in kleinen Ratenaber ich sehe kein Licht am ende der Tunnels. Ich habe vor nächstes Jahr die PI zu beantragen, dazu hätte ich im Vorfeld die ein oder andere Frage.
    Ich beziehe Erwerbsmiderungsrente, Unterhalt und Kindergeld für meine beiden Kinder. Was davon darf gepfändet werden und in welcher höhe?
    Ich bin inzwischen in einer neuen Beziehung und mein Partner Arbeitet,hat er was mit meiner PI zu tun wenn ich diese beantrage? Er soll ja nicht die Schulden aufkommen die ich mit und durch meinen Ex Mann haben.
    Mir wurde erzählt das man ab Januar 2015 nur noch 3 Jahre anstatt 6 Jahre für die PI braucht,ist dem so?
    Tut mir leid für die vielen Fragen
    LG

    • Jörg Franzke sagt:

      Wahrscheinlich wird man Ihnen gar nichts pfänden. Ohne Angabe Ihres Nettoeinkommens kann ich Ihre Frage nicht beantworten. Ihr Partner wird nicht betroffen sein, wenn Sie eine Insolvenz beantragen.

  98. Jan Schäferle sagt:

    Hallo

    Vielen Dank für diese sehr informative Seite.

    Ich habe bereits mit einer Schuldnerberatung Ratenvereinbarungen getroffen. Ich zahle nun an ca 7 Glaübiger gesamt 200€ im Monat zurück. Da ist in der Vergangenheit nun Prozesskostenhilfe beantragt habe, und diese durch die „Verbesserung meiner Situation“ gekündigt wurde, habe ich nun trotz Vereinbarung wieder hohe Zahlungen zu leisten. Meine Gesamtschuld beläuft sich auf ca 12000€. Davon sind 1000 nicht in der Vereinbarung enthalten.

    Ich habe bereits ein P-Konto mit Freibetrag inkl. einem Kind.
    Hier zu meiner Frage:
    Kann eine PI beantragt werden, wenn über einen bestimmten Betrag schon Vereinbarungen mit Schuldnern getroffen wurden?

    Hat meine Frau einen Nachteil dadurch, bzw. kann auch meine Frau ein Einkommen gepfändet werden? Wir sind verheiratet, ich bringe das Einkommen in unserem Haushalt.

    Freundliche Grüße

    jan Schäferle

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, es kann noch eine Privatinsolvenz beantragt werden, einfach die Zahlungen einstellen. An die Schuldvergleiche müssen Sie nich nicht halten. Ihre Frau muss nichts befürchten. Jeder haftet nur für das, was er selbst unterschrieben hat.

  99. Hallo,
    evtl kommt ein Insolvenz Verfahren auf mich zu… meine Frage….
    ich stehe in den Papieren, von einem Haus, das mein Ex Mann und ich 2009 gekauft haben, ich aber da nicht wohne und auch keine Zahlung leiste, sondern er…. ist dieses Haus gefährdet weg zu gehen ?
    Wenn ja, was kann ich sonst tun… LG

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn das haus noch voll finanziert ist, können Sie die Haushälfte einfach auf den Ex Mann schenkweise übertragen und fertig. Sind Sie noch Eigentümer des Grundstücks und gehen Sie in die Insolvenz kann es sein, dass der Exmann das Haus verliert.

      • Entschuldigung, ich verstehe nicht ganz. .. sind das zwei verschiedene paar Schuhe? Das Haus und das Grundstück ?
        Das Haus ist noch vollfinanziert. …

  100. Hallo,
    vielleicht kann ich hier ja einen kurzen „Hinweis“ bekommen:
    Ich bin im Insolvenzverfahren, seit 1 Woche arbeitslos (ALG1). Meine Freundin ist ein halbes Jahr bei ihrer Familie in Mexiko. Nun spendieren meine Eltern mir den Flug um sie für ca. 4 Wochen zu besuchen. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich fliegen „darf“ – da ich ja dem Treuhänder gegenüber verpflichtet bin mir Arbeit zu suchen (was ich ja auch bei ihr zuhause tun kann). Was nun?!

  101. Hallo Herr Franzke,

    ich habe Anfang des Jahres ein Auto gekauft ~ 10000 Euro. Dazu bekam ich 5000 Euro von meiner Frau (nicht getrennt oder geschieden) und 5000 vom Arbeitgeber, jetzt sieht es aber so aus, dass ich wohl eine Privatinsolvenz machen muss, eigentlich gehört mir das Auto erst zu einem kleinen Teil, ca 900 Euro und weiß nicht, wie das Auto da raus kommen kann. Mit dem Arbeitgeber habe ich so eine Sicherungsübereignung unterschrieben, aber doch eigentlich nur über 5000 Euro. Meiner Frau hat das Geld gegeben, weil das Auto ja für die Familie ist und ich gepfändet war/bin. Auch das war ja eigentlich ein Darlehen.

    Vielen Danke für Ihre Antowrt.

    • Jörg Franzke sagt:

      Das Auto ist Ihr Eigentum und damit in einem Insolvenzverfahren verwertbar. Es ist richtig, dass Sie ein Darlehn bekommen haben, aber diese Darlehn sind nicht besichert, also das Auto ist nicht zur Sicherheit an die Darlehnsgeber abgetreten worden.

      • Für den Arbeitgeber habe ich ja eine Sicherungsübereignung unterschrieben, aber haftet das Auto nicht nur für 5000 Euro.
        Und kann ich das Darlehen mit meiner Frau nicht auflösen und Sie mein Darlehen beim Arbeitgeber übernehmen? Ich habe Sorgen, weil ich das Geld zwar von meiner Frau geliehen bekommen habe, aber das haben wir nicht schriftlich vereinbart ich kann das ja nicht beweisen.

        Gruss,
        Marco.

  102. Sehr geehrter Herr Franzke,

    vorab, eine tolle Seite!
    Zunächst eine kurze Vorgeschichte zu meiner derzeitigen Situation:
    Ich habe im August meinen Zahnarzt verklagt, weil er mich (so schien es damals) falsch behandelt hat und das zu lebensbedrohlichen Komplikationen (massiver Logenabszess im Hals, Not-OP, Koma, …) führte.
    Das Ganze ging vors Gericht und dauerte zwei Jahre. Ein Gutachter stellte fest, dass es „eine Verkettung unglücklicher Umstände“ war. Das Gericht und mein Anwalt rieten mir daher, da es keine Aussicht Erfolg gäbe, die Klage zurückzuziehen, was dann tat.
    Da ich derzeit leider von ALGII lebe und Prozesskostenhilfe bewilligt bekam, war die Kosten für meinen Anwalt und das Verfahren gedeckt. Soweit so schlecht…
    Nun habe ich vom Gericht einen Kostenfestsetzungsbeschluss über die gegnerischen Anwaltskosten nebst Auslagen in Höhen von ca. 2800 Euro erhalten.
    Fakt ist, dass ich diese Kosten nicht leisten kann.
    Jetzt sorge ich einerseits, dass ich PI anmelden muss, habe aber andererseits die Pfändungstabelle 2014 entdeckt, die besagt, dass ein pfändbares Einkommen erst ab 1049,99 Euro möglich ist.
    1. Können Sie mir bitte sagen, ob dem so ist?
    2. Oder wäre es ratsam, ihm zumindest einen kleinen Teil zu leisten?

    Vielen Dank vorab und freundliche Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Kann verstehen, dass Sie sich betrogen fühlen. Aber wenn Sie nur 2.800 EUR Schulden haben, dann lohnt sich eine Privatinsolvenz nicht. Deshalb sollten Sie versuchen, die Gerichtskosten in kleinen raten abzuzahlen.

  103. Hallo!

    Ich habe mal eine frage:
    Ich bin jetzt im 5 jahr also in der Wohlbefindungsphase.
    Habe heute Kontoauszüge gezogen und habe fest gestellt
    das mein Insovenzverwalter mir meine Betriebs/Heizkosten Guthaben von 2012/2013 auf mein Konto überwiesen hat.
    Mein Vermieter hatte das Guthaben immer auf das Treuhänder konnte überwiesen. Darf ich das Geld jetzt behalten oder wie schaut das aus? Ein Insolvenzverwalter überweist doch nicht einfach aus Spass mir Geld aufs Konto.

    Wäre nett wenn ich schnell eine Antwort bekommen würde.
    Mit freundlichen Grüssen

  104. Marion Straach sagt:

    Hallo Herr Franzke,

    seit ich ihre Seite gefunden habe, plagt mich keine Angst mehr vor der Privatinsolvenz. Vielen Dank dafür. Eine Frage habe ich noch. Ich habe meine Unterlagen schon in ihrer Kanzlei abgegeben und strebe das Verfahren der Privatinsolvenz an. Mir schuldet noch jemand Geld und ich habe auch einen Schuldschein. Dieser Jemand ist mein Nochehemann, dem ich das ganze hier zu verdanken habe. Was mache ich mit diesem Schuldschein?

    Vielen Dank schon im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    M. Straach

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo, die Forderung bzw. den Schuldschein müssen wir im Insolvenzantrag angeben und der Insolvenzverwalter entscheidet dann, ob er die Forderung beim Insolvenzverwalter eintreibt. Hat der Insolvenzverwalter kein Interesse, kann man ihm den Schuldschein für kleines Geld abkaufen und die Forderung im eigenen Namen verfolgen.

  105. Guten Tag Herr Franzke.

    Es gibt ja die 35% Klausel, wenn ich diese innerhalb der ersten 36 Monate zahle, bin ich auch Schuldenfrei.

    Meine Frage:
    Kann ich diese 35% nach meiner PI auch schon nach einem Jahr auf einmal zahlen und bin Schuldenfrei, oder soll ich lieber monatlich Summe x zahlen?

    Danke.

    • Jörg Franzke sagt:

      Besser die monatliche Summe zahlen. Wenn Sie es ganz eilig haben und das Geld für die Gläubiger ist von Anfang an verfügbar, dann macht man in Ihrem Fall einen Insolenzplan. Dann sind Sie wirklich innerhalb 1 Jahr schuldenfrei.

  106. Hallo,
    Ich bin 19 Jahre alt, aus Nrw , Alleinerziehende Mutter eines 3 Jahre alten Jungen und bin Schülerin.
    Ich habe geschätzt ca 5000€ Schulden. Bekomme ständig neue Mahnbescheide von Inkasso Unternehmen oder auch gleich von den Anwälten der Gläubiger.
    Ich habe wirklich kaum Geld zum Leben und weiß einfach von vorne bis hinten nicht was ich zahlen soll, an wen, und geschweige denn wovon ich Lebensmittel, Kleidung etc Zahlen soll.
    Ich bekomme Bafög, 300€ jedoch 330€ ab Dezember 2014 vom Jobcenter , 150€ Unterhalt vom Kindesvater und 2x 184€ Kindergeld. Das klingt im ersten Moment nach viel Geld aber leider reicht diese kaum aus zum Leben bei all den Schulden.
    Könnten Sie mir bitte irgendwelche Möglichkeiten nenn die ich in Angriff gegen die Schulden nehmen könnte um endlich wieder etwas aufatmen zu können.
    Mit freundlichen Grüßen
    Vahide

    • Jörg Franzke sagt:

      Als erstes würde ich ein Pfändungsschutzkonto einrichten, damit man das Konto nicht pfänden kann und Sie Geld zum Leben haben. Dann können Sie sich ja überlegen, ob Sie eine Insolvenz beantragen. Wenn Sie kein Geld haben, dann gehen Sie am besten zu einer Schuldenberatung. Hauptsache aber, man kann Ihnen nichts mehr pfänden.

  107. Guten Tag,
    meine PI läuft bereits einige Zeit. Bislang liege ich mit meinem Einkommen unter der Pfändungsfreigrenze. So das nichts abgeführt werden musste. Ich habe jetzt ein Jobangebot mit einem höheren Verdienst so das ich mehr verdienen würde als die Pfändungsfreigrenze. Zusätzlich habe ich extra noch Kindergeld. Kann ich verlangen das der Betrag der meine Pfändungsfreigrenze übersteigt, das ich diesen selber abführe und überweise? Oder muss das immer über den Arbeitgeber laufen?

    • Jörg Franzke sagt:

      Das Kindergeld zählt eh nicht zum Einkommen, vielleicht liegen Sie ja dann darunter.
      Leider können Sie nicht von dem Insolvenzverwalter verlangen, dass der Insolvenzverwalter den Arbeitgeber nicht informiert. Aber Sie können ihn fragen und ihm mitteilen, dass er zumindest in der Probezeit von einer Information des Arbeitgebers absehen soll. Danach ist es egal, eine Insolvenz geährdet nicht Ihren Arbeitsplatz.

  108. Sehr geehrter Herr Franzke,

    voraus schonmal meine Anerkennung zu Ihrer Seite und Ihren 10 Tipps zur Privatinsolvenz, soviel Information findet man kaum hier im Netz.

    Ich hätte nur eine Frage, ich habe ca. z.Zt. noch Schulden in Höhe von ca. 30tsd €, seit Ende Januar 2013 habe ich eine Lohnpfändung bei meinem Arbeitgeber und habe dadurch schon eine große Summe getilgt (es waren ca. 43tsd € bei einsetzen der Pfändung). Nun muss ich eine Geldbuße von 2000€ zahlen, in Raten von mtl. 300€ bzw. 500€ Schlussrate. Gibt es, Ihrem Wissen nach, die Möglichkeit, die derzeitige Pfändung für die Zeit der Zahlung der Geldbuße auszusetzen? Ich würde mich über eine Antwort Ihrerseits sehr freuen.

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider gibt es diese Möglichkeit nicht. versuchen Sie eine großzügigere Ratenzahlung der Geldbuße durchzusetzen. Normalerweise funktioniert das prima.

  109. Hallo,

    da ich eine PI bald anstrebe mache ich mir leider große Sorgen. Bei teuren Elektroartikeln(Fotokamera , Heimkino System, die meiner Frau gehören und im Jahre 2011 von Ihr gekauft wurden (Versand bzw. Lieferung auf der Rechnung erfolgten an Sie). Jedoch diese von meiner Bank bzw. Kreditkarte bezahlt wurden, die ebenfalls ein Gläubiger ist bei dem ich Schulden habe und mir von dann von ihrem ersparten zu Hause in Bar übergeben wurden. Können diese Artikel gepfändet werden? Was muss ich bei einem Besuch eines GV oder bei einer anstehenden Pfändung vorweisen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort im vorraus.

  110. Hallo Herr Franzke,
    danke nochmal für die damalige sehr gute fachliche Beratung und Begleitung in meine PI.
    Ich habe ´nur noch´ einige Monate (April 2016), bis die Wohlverhaltensphase beendet ist.
    Nun habe ich bis dato noch meine Kinder als unterhaltspflichtige Personen. Meine Tochter wird auch weiter über April 2016 hinaus studieren und somit als unterhaltspflichtige Person zählen. Mein Sohn wird Ende Januar 2015 seine Lehre beenden. Er wird nicht übernommen und somit arbeitssuchend. Im September 2015 möchte er dann ein Fachabitur beginnen.
    Nun stellt sich natürlich die Frage nach der Unterhaltspflicht!
    Ich werde dem IV im Februar 2015 mitteilen, das mein Sohn seine Lehre beendet hat.
    Kann er dann trotzdem ab September 2015 wieder als unterhaltspflichtige Person angerechnet werden?

    Vielen Dank für Ihre Antwort,
    und weiter so 😉

    Gruß Olaf

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      freut mich, dass Sie bald durch sind und dass alles geklappt hat. Hinsichtlich der Frage, wann der Sohn wieder als Unterhaltspflicht zählt kommt es darauf an, wann er die Schule beginnt und nicht wann er die Lehre beendet hat. Sobald sich Ihr Sohn also in der Schule eingeschrieben hat, übersenden Sie dem Arbeitgeber und dem Insolvenzverwalter die Schulbescheinigung. Der Arbeitgeber soll dann die Pfändungsgrenze entsprechend erhöhen

  111. Sehr geehrter Herr Franzke,

    zunächst einmal möchte ich mich für diese tolle Seite und die vielen Informationen bedanken, die Sie zur Verfügung stellen. Schon die ersten Orientierungshilfen erleichtern manches erheblich.

    Ich bin selbständig und im Begriff, ein Insolvenzverfahren zu eröffnen. Laut meines Handelsvertretervertrags (Versicherungsmakler) werde ich bei Bekanntmachung arbeitslos bzw. Vertragspartnerlos. Ich habe eine eineinhalbjährige Vorschussregelung in Höhe von 28T€ erhalten, wovon ich bei Kündigung die Hälfte zurückzahlen muss. Bereits ab dem ersten Tag werden 25% meiner Provisionen als Rückführung einbehalten. Sollte mich mein Vertragspartner wider Erwarten nicht kündigen, wie verhält es sich mit diesem Vorschuss? Kann der Vertragspartner dann noch die 25% automatisch verrechnen?

    Ich strebe an, mir bei Kündigung einen neuen Job in Anstellung sowohl in D als auch – und insbesondere – in der Schweiz zu suchen. Ist dies in CH möglich? Wie verhält es sich hier mit den Pfändungsfreigrenzen bzw. mit der allgemeinen Überwachung des Verfahrens?

    Ich danke im Voraus für Ihre Antwort(en) und wünsche ein schönes Wochenende.

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie keine Lust mehr auf selbständiger Versicherungsmakler haben, dann melden Sie das Gewerbe ab und gehen in die Schweiz. Sobald die Gläubiger in der Schweiz angreifen, beantragen Sie eine Privatinsolvenz in Deutschland. Dazu müssen Sie aber in Deutschland noch gemeldet sein, um das deutsche Verfahren machen zu können. In der Schweiz gibt es keine Restschuldbefreiung. die Pfändungsgrenzen richten sich eigentlich nach dem Land, in dem man arbeitet, aber die Insolvenzverwalter sind in der Regel zu faul diese zu berechnen und man einigt sich auf die deutschen Pfändungsgrenzen.

  112. Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich habe kürzlich Ihre sehr hilfreiche website entdeckt und habe durch schon einige Fragen beantworten können. Einige Fragen sind allerdings noch offen und ich hoffe, dass Sie mir behilflich sein können.
    Meine Eltern haben durch einen Buchhaltungsfehler (Eigenverschulden), der leider mehrere Jahre unentdeckt blieb, bezinste Steuerschulden von mittlerweile etwa 60000 Euro angesammelt. Seit etwa 3 Jahren zahlen meine Eltern monatlich 250 Euro an das Finanzamt. Meine Eltern sind seit 5 bzw 6 Jahren in Rente und beziehen im Monat ca 1500 Euro. Ausserdem haben sie ein Haus, das noch mit einer Hypothek von etwa 60000 Euro belastet ist. Das Finanzamt hat sich mit grosser Schnelligkeit in das Grundbuch eingetragen.
    Sporadisch arbeitet mein Vater noch (selbständig tätig), um mit den anfallenden Kosten klar zu kommen, denn bei Hypothek, privater Krankenversicherung und Autoleasing, sowie Zahlung der Rate bleibt von der Rente nichts übrig!
    Ich brachte meinen Eltern die PI nahe – allerdings besteht dadurch sicherlich die Gefahr, dass meine Eltern ohne Haus dastehen.
    Nun meine Frage: es besteht die Möglichkeit, dass mein Partner und ich (wir leben beide im Ausland) das Haus meiner Eltern zum Preis der noch ausstehenden Summe der Hypothek kaufen könnten, und meine Eltern dann sozusagen zur Miete dort wohnen bleiben könnten. Bleibt das Finanzamt dann im Grundbuch eingetragen? Wäre eine PI danach möglich?
    Gäbe es evtl die Chance eines Schuldenvergleichs? Das Finanzamt ist der einzige Gläubiger (von der Sparkasse abgesehen, bei der meine Eltern die Hypothek haben), und etwa 9000 Euro sind immerhin schon abgezahlt…
    Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Herzliche Grüße!
    K.

    • Jörg Franzke sagt:

      Das ist sehr edel von Ihnen, Ihren Eltern helfen zu wollen: Ja, Sie können so vorgehen. Zunächst lassen Sie das Haus von einem Gutachter bewerten, wie viel das Haus in der LIQUIDATION, also Zwangsversteigerung bringen würde. Dann wenden Sie sich an die Bank und vereinbaren einen Preis, für den die Bank eine Löschungsbewilligung erteilen würde. Danach wenden Sie sich an das Finanzamt und bieten unter Hinweis auf den verbleibenden Verwertungserlös eine Ablösung. Schließlich beantragen Ihre Eltern die Privatinsolvenz, um schuldenfrei zu werden.

  113. Hallo Herr Franzke,

    ich habe einen Antrag auf Privatinsolvenz gestellt, da ein Gläubiger sich auf den Vergleich nicht eingelassen hat.
    Es handelte sich um 3 Gläubiger, was ich nicht bedacht hatte, war das ich bereits 2 weitere Sachen die ich ab bezahle, nicht angegeben hatte, da sie per Gericht schon angeordnet wurden und eine Sache davon sich um eine Geldbuße handelt. Mir wurde gesagt, das dies nicht in eine Insolvenz mit einberechnet werden kann. (was wahrscheinlich eine falsche Information war!)

    Die beiden vergessenen Sachen, wären auch in 3 Monaten ab bezahlt. Sowie ich meiner Oma einen einmal Betrag von 120,-€ überwiesen habe, den ich ihr noch geschuldet hatte.

    Ist es jetzt nun möglich das der Insolvenzverwalter, die 120,-€ sowie die beiden anderen bereits gezahlten Raten für sich einfordert?

  114. Guten Tag,kurz zu meiner Situation: Ich bin 29, alleinerziehende Mama eines 6jährigen Kindes, habe ca 6000 euro Schulden und traue mich kaum noch den Briefkasten zu öffnen. Ich bin seit September wieder Schülerin da ich mein Fachabitur mache. Wenn ich jetzt in eine PI gehe, darf ich dann weiterhin zur Schule und danach studieren, oder bin ich gezwungen das aufzugeben um mir eine Arbeit zu suchen? Ich bekomme Kindergeld für meinen Sohn, seinen Unterhalt, sowie finanzielle Hilfe von meinen Eltern da ich kein Bafög bekomme. Zählt bei der PI für mich die Grenze von 1050 oder liegt diese wegen meinem Sohn höher? Vielen Dank schonmal im Vorraus

  115. Guten Tag, Herr Franzke,
    wie es aussieht, bleibt meinem Mann nichts anderes übrig, als Privatinsolvenz anzumelden.
    Eigentlich hat er alle Schulden im Griff, die Schuldenhöhe ist überschaubar – bis auf die Forderung vom Finanzamt.
    Aus ursprünglich ca. 8.000 Euro Steuernachzahlung (mein Mann versäumte damals, Einkommensteuererklärung zu machen und dieser Betrag wurde dann vom FA geschätzt) sind inzwischen fast 30.000 geworden. Das Finanzamt lässt sich nicht auf Ratenzahlung ein, will stattdessen nun lieber Lohn pfänden. Mein Mann (49) hat ein unterhaltspflichtiges Kind und damit wären von seinem Lohn irgendwas um die 5 Euro zu pfänden. Das ist natürlich ziemlich unsinnig.
    Ist eine Privatinsolvenz überhaupt möglich, wenn das Finanzamt der Hauptgläubiger ist?
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus und werde nach Rücksprache mit meinem Mann sicher auf Sie zurück kommen.

  116. Ich habe einen Niessbrauch an einem schuldenfreien Haus, das meinen Kindern (volljaehrig, aber noch im Studium und ohne Einkommen) gehoert.

    Ich denke derzeit ueber eine Privatinsolvenz nach (mglw. auch im Ausland). Darf der Insolvenzverwalter ggf. dieses Recht Nutzniessrecht pfaenden, und mit welchen Konsequenzen fuer uns? Hilft es, das Recht kurz vor der Inso an die Kinder zurueckzugeben, evtl. mit einer Rueckuebertragungsvereinbarung fuer spaeter?
    Irgendwelche anderen kreativen aber rechtssicheren Vorschlaege, um das Haus zu sichern (ohne grosse Geldausgaben, da selbiges knapp)?

    • Jörg Franzke sagt:

      Ob ein Nießbrauchrecht im Insolvenzverfahren pfändbar ist oder nicht, richtet sich danach ob dies im Grundbuch als höchstpersönliches Recht eingetragen ist. D.h. die Eintragung im Grundbuch muss Ihren Namen erwähnen. Können Sie das Nießbrauchsrecht hingegen auf eine andere Person übertragen, ist dies für den Insolvenzverwalter pfändbar. Getreu dem Motto, dass es für den betroffenen Schuldner immer das Beste ist, so arm wie möglich in das Insolvenzverfahren zu gehen, wäre eine Rückgabe des Nießbrauchrechtes eine ganz gute Idee.

  117. Steffi H.B. sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    wir stehen kurz vor der Insolvenz. Haben im Moment noch eine Schuldenregulierung laufen und hoffen das die durch geht. Die Schulden haben sich seit der Kurzarbeit und Hausbau zusammen gerottet. Das Haus wurde verkauft. Sollte es nicht so sein bedeutet das für uns Insolvenz. Nun meine Frage. Bin zur zeit Teilzeit berufstätig bin also unter dem Pfändbaren Einkommen. Mein Mann verdient ca. 2900. Euro Netto. Mit Zuschlägen leider über der Grenze von 3200 Euro. Das heißt alles was drüber geht wird voll ein kassiert oder? Wie ist es eigentlich wenn man während der Insolvenz oder kurz davor gesundheitlich nicht mehr arbeiten kann und ich kündigen müsste. Falle ich dann unter Unterhaltspflicht? Wie schaut das dann mit der Regelung in der Insolvenz aus? Denn wenn ich künidge bekomme ich ja auch nichts vom Arbeitsamt. Und werden die Vermieter auch angeschrieben wenn die Insolvenz läuft? Müssen die Bescheid wissen`? Da ja die Möglichkeit besteht das die uns deswegen kündigen? Würden Sie auch das Mandat übernehmen wenn wir nicht aus Berlin sind sondern aus Bayern. Danke schon mal und hoffe bald auf Antwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Klar würde ich das Mandat übernehmen. Die Entfernung spielt überhaupt keine Rolle, viele meiner Mandanten leben in Westdeutschland.
      Das pfändbare Einkommen wird jeden Monat neu berechnet. D.h., der Arbeitgeber Ihres Ehemannes ist verpflichtet, jeden Monat neu die Pfändungsgrenze zu bestimmen und dann den pfändbaren Teil an den Insolvenzverwalter bzw. an den Gläubiger abzuführen.
      Solange Sie ein eigenes Einkommen haben, gelten Sie nicht als Unterhaltspflicht und die Pfändungsgrenze Ihres Mannes ist entsprechend hoch. Verfügen Sie aus welchem Grund auch immer über keinerlei Einkommen, kann man Sie als Unterhaltspflicht berücksichtigen und die Pfändungsgrenze ist ca. 400 € höher. Den genauen Betrag können Sie in der gesetzlichen Pfändungstabelle ermitteln.

      • Steffi H.B. sagt:

        Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Eine kurze Frage habe ich noch. Bei einer Insolvenz muss man ja auch die Gehaltsabrechnungen vorlegen oder? Wie viele müssen da vorgelegt werden? Und bekommen die Vermieter Bescheid über die Insolvenz? Denn ich habe unterschiedliche Meinungen darüber gelesen. Die einen sagen den Vermietern was los ist und andere wiederum nicht. Was stimmt jetzt? Danke noch mal.

        • Steffi H.B. sagt:

          hi. Jetzt fällt mich noch was ein. Wir beide müßten ja in die Insolvenz gehen. Da wir ja beide Schulden haben. Nun hat mein Mann damals eine Risikolebensversicherung abgeschlossen. Wie wir das Haus noch hatten. Haben die jetzt weiter laufen lassen. Nun meine Frage: was passiert wenn mein Mann versterben würde. Was passiert mit dem Geld? Bekommt das alles der Insolvenzverwalter. Die läuft auf mich. Oder sollten wir die dann auf meine Kinder umschreiben?. Da die doch einen schönen Wert hat. Die wurde abgeschlossen das wir versorgt wären.

          • Jörg Franzke sagt:

            Sie können die Versicherung nicht kurz vor der Insolvenz umschreiben und Ihr Mann wird kurz vor der Insolvenz auch nicht versterben. Sie können die Versicherung weiterbezahlen oder die Zahlung einstellen und mit auf die Gläubigerliste setzen.

        • Jörg Franzke sagt:

          Der Vermieter erhält ein Schreiben vom Insolvenzverwalter, dass Sie in der Insolvenz sind. Das muss er aus gesetzlichen Gründen machen, sonst hftet er für etwaige Mietrückstände. Die Gehaltsabrechnungen müssen Sie dem Insolvenzverwalter nicht vorlegen, ist aber in Ihrem eigenen Interesse, weil Sie den Verwalter ständig über die finanziellen Verhältnisse auf dem laufenden halten müssen. Unterläuft beispielsweise bei der Berechung der Pfändungsgrenze ein Fehler, kann der Verwater dies nicht auf Sie abwälzen mit der Begründung, dass er von Ihnen nicht vollständig informiert worden ist.

  118. Hallo Herr Franzke ich habe eine Frage:…. Ich musste aus privaten Gründe umziehen und verdiene jetzt viel weniger.Ich hatte vorher 2300€ verdient und jeden Monat 950 an die Bank bezahlt wegen einem Kredit.Ja und jetzt verdiene ich nur noch knapp 1100 Euro.Was soll ich jetzt machen?ich brauche bitte Hilfe…Dank im Voraus

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn es nicht mehr geht und absehbar ist, dass Sie irgendwann einmal zahlungsunfähig sind, empfehle ich Ihnen die Vorbereitung einer Verbraucherinsolvenz. Bei Ihnen ist noch alles in Ordnung, so dass Sie genügend Zeit haben zur Vorbereitung. Wie das funktioniert, können Sie auf meiner Webseite lesen.

  119. ich war in Insolvenz u. bin wieder schuldenfrei. nun will die bank von meiner frau für die hälfte des grundstücks monatl.raten u. vom notarein schuldanerkentniss,da angeblichsonst eine Verjährung der bankansprüche droht

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Ihre Frau damals den Kreditvertrag mit unterschrieben hat, dann haftet sie jedenfalls. Stand sie hingegen nur in Grundbuch aber nicht im Kreditvertrag, ist das Ansinnen der Bank falsch.

  120. Danke für die Antwort, ich hätte allerdings noch eine Frage.
    Wenn man in Privatbesitz von Wald und Wiesen ist, kann man diese vor der Insolvenz schützen, indem man sie z.B. vorher an Bekannte verkauft, oder wird der Kauf im Nachhinein dann rückgängig gemacht? Und muss man den Wald dann für seinen wahren Wert verkaufen oder welche Möglichkeiten gäbe es da vielleicht noch?
    Ich danke vielmals im Voraus!!

    • Jörg Franzke sagt:

      Das kann ich Ihnen in diesem öffentlich Forum nicht mitteilen. Grundsätzlich aber gilt, dass Sie die Grundstücke an eine fremde Person zu dem regulären Preis verkaufen können. Das Geld muss fließen und wenn es nicht zu viel ist, können Sie das Geld für Ihren Lebensunterhalt verbrauchen.

  121. Guten Morgen,

    1)ich bin in der Privatinsolvenz und komme manchmal über mein Pfändungsfreibetrag. Muss ich jetzt den Pfändbaren Betrag
    gem. § 850c ZPO überweisen oder muss das die Bank erledigen?

    2)Ich habe gespertes Geld aus September im Oktober wieder zur Verfügung auf meinem P-Konto (ca. 158€) und werde damit diesen Monat zzgl. Gehälter unter den Pfändbaren Betrag bleiben, so das ich zwangsläufig das Geld vom September im Oktober ausgeben muss. Ist das legal?

    3) ist das Auto was meine Mutti gekauft hat (steht im Kaufvertrag) aber auf mich zugelassen ist, für den Treuhänder meine (zwecks Insolvenzmasse) oder meiner Mutti (damit unantastbar)?

    Vorab schonmal Danke für Ihre Antworten

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Sie müssen den pfändbaren Betrag nicht überweisen, aber Sie müssen dem Insolvenzverwalter Ihre monatlichen Einkommensnachweise übersenden, damit er gegebenenfalls das verfügbare Einkommen einzieht.
      Ja, das ist legal, wenn Sie das Geld ausgeben
      bei den Autos kommt es darauf an, wer im Kaufvertrag steht. Wenn Ihre Mutter nachweisbar das Auto gekauft hat, ist dies für die Insolvenzverwalter nicht verwertbar.

  122. Hallo Herr Franzke,darf ein Glaeubiger mir, 48 mit 2 Kinder erfolgreich mit Abitur und Studium gross gezogen, mit “ Unzurrechnungfaehigkeit“ wegen meiner Schulden drohen.Zum Anderen moechte er meine Eltern mit meine Schulden belasten, weil sie meine naechsten Angehoerigen waeren.Desweiteren besteht der Verdacht des eigenen Begehrens eines Ferien-Bungalows.
    ( Eigentum) Paechter des Grundstueckes. Aus gesundheitlichen Gruenden CFS/ Immundysfunktion und folgedessen lange Krankschreibungen, Ex- Freund beteiligte sich nicht mehr/ ploetzlich stand ich mit hohe Pachtbetraege allein da, Verkauf war erfolglos. Ich waere gern zahlungsbereit, leider habe ich niemanden wer mich finanziell unterstuetzt. Wuerde gern arbeiten gehen, um meine Gesamtschulden abzutragen, aber bin koerperlich hoechstens 2-3 h zu Hause belastbar. Sonst geistig und intellektuell ganz fit.Damit ein Glauebiger an Geld kommt sowie Begehrung des Eigentums, drohte er mir mit Unzurechnungsfaehigkeit, was nicht der Fall ist. Was kann ich tun? Kann seit Tagen nicht mehr schlafen wegen Drohungen, auch meine Eltern fuehlen sich unwohl. Welche Chance habe ich auf welche Insolvenz,da ich koerperlich nicht belastbar bin, mir einen Vollzeitjob zu suchen, was ich sehr gern tun wuerde?! Ueber einen Rat wuerde ich mich sehr freuen.

    Herzliche Gruesse Marie

    • Jörg Franzke sagt:

      BEantragen Sie eine ganz normale Verbraucherinsolvenz. Die Drohungen des Gläubigers müssen Sie nicht sonderlich ernst nehmen.

  123. Hallo.
    Diesen Teil verstehe ich nicht:
    „Die neuen P-Konten sind nur geeignet, falls Ihr Einkommen unterhalb der gesetzlichen Pfändungsgrenze liegt. Liegt es darüber, ist ein normales Guthabenkonto besser.“
    Wenn mein Einkommen > dem ges. Pfändungsfreibetrag des Kontos ist (1045,04 €) und ich einen ges. Pfändungsfreibetrag von 1262,53 € habe – gemäß Pfändungstabelle, ist mir klar, daß da eine Differenz klafft und ich diese erst beim für die Vollstreckung zust. Amtsgericht zur Freigabe beantragen muß.

    Aber ein normales Guthabenkonto bietet doch im Gegensatz zu einem P-Konto GAR KEINEN Schutz vor Pfändung – oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

    Können Sie mir kurz erklären, wie Sie dies empfehlen und wie man da vorgehen sollte, um seinen ges. Pfändungsfreibetrag bei ÜBER dem P-Konto-Grundbetrag liegendem Einkommen zu schützen?

    Vielen Dank!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich denke, der Passus ist aus dem Zusammenhang gerissen. Ein normales Konto ist vor der Insolvenz besser, in der Insolvenz selbst brauchen Sie auf jeden Fall ein Pfändungsschutzkonto. Das neu eingerichtete Konto ist ziemlich zuverlässig deshalb Vorpfändung geschützt, weil die Gläubiger das Konto nicht kennen. Sie würden von dem neuen Konto erst durch Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung erfahren und dann wären Sie vorgewarnt und könnten das normale Konto noch in einem Pfändungsschutzkonto umwandeln.

      In der Insolvenz selbst benötigen Sie selbstverständlich ein Pfändungsschutzkonto.

  124. Martin Beck sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    erst einmal vielen Dank für Ihre Arbeit hier und daß Sie so vielen Leuten hier helfen!

    Ich werde wohl in Kürze in Privatinsolvenz müssen. Der Umfang der Gesamtforderung und das „ob“ entscheidet sich nach einem bald anstehenden Gerichtsverfahren meiner Noch-Gattin gegen mich. Ich habe der Gegenseite meine Privatinsolvenz angekündigt und in diesem Zuge schon ein außergerichtliches Vergleichsangebot gemacht. Zu meiner Überraschung sah ich heute in der zugestellten Klageschrift, daß diese nicht die ges. Forderungen des bisherigen Schriftwechsels (nur einen Bruchteil) der Anwälte beinhaltet. Allerdings ist der Passus enthalten, man behalte sich weitere Forderungen vor… So, als wolle man das Urteil abwarten und dann weitere Forderungen vom Ausgang abhängig machen oder stellen, wenn ich schon in Insolvenz wäre…

    Wenn ich nun nach dem Urteil – gesetzt dem Fall, es wäre ungünstig für mich – in Verbraucherinsolvenz ginge und ja die Gläubiger vorher angeschrieben werden, eine Forderungsaufstellung angefordert wird und ein Vergleichsangebot gemacht wird… die Gegenseite nun die Forderungsangabe jedoch auf die im Verfahren gestellten beschränkt, aber NACH Beginn des Verbraucherinsolvenzverfahrens überraschend weitere Forderungen stellt – wäre das legal? Ich meine, könnte die Gegenseite damit „an der Insolvenz vorbei“ noch weitere Forderungen geltend machen, obwohl sie um eine Forderungsaufstellung ersucht wurde und in die Insolvenz einbezogen wird? Alternativ: Könnte die Gegenseite nach dem Urteil Forderungen stellen, die nicht in der Klageschrift enthalten sind und die dem Insolvenzdurchführenden angeben, obwohl sie sie (wohl um die Prozeßkosten und das Risiko für die Kläger niedrig zu halten) vorab nicht gestellt haben?

    Danke für Ihre Antwort im Vorraus
    Martin

    • Jörg Franzke sagt:

      Es kommt darauf an, wann die Schuld entstanden ist und nicht wann sie ausgeurteilt wird. Deshalb kann Ihre Exfrau im Insolvenzfall nicht nachtreten und nach Insolvenzeröffnung neue Forderungen geltend machen, welche nicht von der Restschuldbefreiung betroffen sind. Ansonsten haben Sie natürlich recht: in der Vorbereitungsphase zur Insolvenz wird jeder Gläubiger aufgefordert, seine Forderung zu beziffern. Es ist dann seine Sache, die geltend gemachten Forderungen darzulegen und zu belegen.

      • Martin Beck sagt:

        Danke Ihnen für die Antwort. Das baut auf…
        Das hieße – korrigieren Sie mich gern – daß ein Gläubiger, der aus welchen Gründen auch immer – einen Teil seiner Forderungen nicht benennt, dann schlichtweg „Pech“ hat, wenn die Verbraucherinsolvenz beginnt und er dann denkt, nun mit weiteren aus dem gleichen Zeitraum der benannten „nachrücken“ zu können?!

        In dem konkreten Fall geht es um einen Ratenkredit, von dem meine Gattin freigestellt werden will. Daß nur Forderungen für einen Teil der zurückliegenden Monate seit Trennung erhoben werden und sich für künftige Zeit „vorbehalten“ wird, läßt bei mir aber den Verdacht aufkeimen, daß der gegn. Anwalt folgendes vorhat: Wenn er es so sieht, daß die künftigen, noch nicht benannten Kreditraten bis Laufzeitende des Kredites erst mit deren Fälligkeit „zur Forderung werden“, würde er es so behaupten können, daß diese kontinuierlich nach Beginn des Privatinsolvenzverfahrens eingetreten sind und daher davon nicht erfaßt würden. Ich sehe es zwar so, daß der ges. Kredit – der im Vorfeld des Verfahrens insgesamt eingefordert wurde – das zurückliegende Forderungsdatum hat – aber er könnte es anders sehen.
        Denken Sie, so etwas wäre möglich? Daß sich daraus dann parallel zu den 5-6 Jahren Insolvenzverfahrens eine Schuld anhäuft, weil der Anwalt es so „getürkt“ hat?!

        • Jörg Franzke sagt:

          Jeder Gläubiger muss den Gesamtbetrag seiner Forderung benennen. Tut er das nicht, ist er nur mit dem zur Insolvenztabelle angemeldeten Teilbetrag an dem Insolvenzverfahren beteiligt. Was der Anwalt vorhat, verstehe ich nicht. Aber wie bereits geschrieben, er muss immer den Gesamtbetrag anmelden. der Anwalt kann auch nicht verlangen, dass bei einem ungekündigten Kreditvertrag nachträglich die Raten bezahlt werden.

  125. Es ist trotz meiner prekären Situation beruhigend, Ihre Seite zu lesen.
    Zum einen, weil man offenbar mit wesentlich mehr Schulden, als ich sie habe, einen Schnitt machen kann,
    zum anderen, weil man in Ihren Antworten die Schulden „Falle“ erkennt. Die eben klarer Worte bedarf.
    Ich hoffe, ich kann die Einsicht umsetzen.

  126. Simone Gruenwald sagt:

    Hallo!!
    Ich habe mir das durchgelesen und finde es sehr interessant!!
    Ich hätte da auch eine Frage an Sie! !
    Mein Freund möchte gerne privatinsolvenz anfordern aber ihm steht leider ein Haus im weg wo er schulden darauf hat und seine 3 Brüder sind leider auch Besitz davon aber nicht von die Schulden! !
    Was kann man da am besten machen??
    Wie kommt er am billigsten und schnellsten vom Grundbuch und von seinem antal des Hauses raus??
    Uns wurde vorgeschlagen einen massenverwalter und der kostet in Österreich 2000,- Euro aufwärts? ?
    Bitte um gute Ratschläge! ! Danke im Vorhinein! !

    • Jörg Franzke sagt:

      Ihr Freund könnte einfach zu einem Notar gehen und den Anteil des Hauses auf einen seiner Brüder übertragen. Das Problem ist aber, dass das Haus für die Schulden haftet. Es ist also egal, wenn das Haus gehört. kann Ihr Freund den Kredit für das Haus nicht mehr bezahlen, weil er in die Privatinsolvenz geht, wird die Bank die Zwangsversteigerung beantragen, egal wem das Haus gehört.

  127. Guten abend.
    Ich überlege in die privatinsolvenz zu gehen.ich habe ihre seite gelesen und hab jetzt die frage
    Ob ich die bank jetzt schon wechseln sollte obwohl ich erst in 10 tagen ein terim bei der schuldenberatung habe um mich insovent zu melden.
    Denn wenn ich bis dahin warte wird mir mein gehalt gepfändet.

    Also kann ich jetzt schon zu einer anderen bank gehen und meine schulden nicht mehr zahlen?

  128. Guten Tag
    ich (w,25J ) bin aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig und war eine Weile im Rentenbezug. Auf Grund meiner (geringen) Schulden wollte ich dort wieder heraus und arbeiten.
    Ich bekomme momentan Hartz 4, gelte aber als beschränkt arbeitsfähig. Ich bin momentan in einer Maßnahme, in der die Arbeitsfähigkeit nochmals geprüft wird.
    Allerdings ist mir klar, dass es vermutlich wieder auf die Erwerbsunfähigkeit hinaus läuft.
    ich habe vorher nur Mini-Jobs ausgeübt oder Teilzeit (80Std/Monat) gearbeitet. Mehr war nicht möglich, und selbst das war ein Kampf.
    Auf meine Gesundheit möchte ich jetzt auch nicht näher eingehen.
    Wenn ich mir die Schulden der Leute hier durchlese, lässt mich das leicht erschaudern, denn bei mir sind es „nur“ gerade einmal knapp 4000 Euro.
    Aber bei Hartz 4 ist das schon zu viel.
    Denn abzüglich der Miete, Strom, und sämtlichen Raten, die angefallen sind, bleiben mir gerade mal etwas mehr als 50 Euro im Monat übrig. Natürlich viel zu wenig.
    Ich überstehe die Monate nur in dem ich sämtliche Kleidung, Schuhe und andere Gegenstände verkaufe.
    Außerdem leihe ich mir Geld meiner Familie und gehe zur Tafel. Und leider muss ich gestehen dass ich mich mittlerweile schon 2 mal prostituiert habe…
    Dies ist ja kein Dauerzustand.
    Ich habe schon mit allen geredet und die Raten so niedrig wie es ging gesetzt. Aber es ist insgesamt immer noch zu viel.
    Die ganze Situation ist natürlich auch für meine gesundheitliche Lage nicht förderlich und so war ich auch schon 3 Monate in einer psychiatrischen Klinik.
    Unter anderem habe ich auch eine Persönlichkeitsstörung (ähnlich wie Asperger/ Autismus).

    Zur Zeit weiß ich einfach weder ein noch aus.

    Seit ein paar Wochen denke ich über eine Privatinsolvenz nach, aber viele raten mir wegen der Nachteile davon ab.
    Aber es kann auch nicht so weitergehen dass ich mich Monat für Monat durchquäle…
    ein Teil meiner Schulden ist in 12 Monaten abgezahlt, aber der Großteil läuft noch bis 2018.
    Wertgegenstände habe ich keine.

    Was würden Sie mir empfehlen?

    • Jörg Franzke sagt:

      damit Sie Ihre finanzielle Situation wieder in den Griff bekommen, sollten Sie auf jeden Fall eine Privatinsolvenz beantragen. Nachteile sehe ich für Sie nicht, weil Sie unterhalb der Pfändungsgrenze liegen. Eine Insolvenz macht aber nur dann Sinn, wenn Sie wissen, dass Sie in Zukunft keine neuen Schulden machen werden.

  129. Sehr geehrter Herr Franzke, aufgrund austehender Forderungen musste ich mit meiner GmbH Insolvenz anmelden. Die GmbH hat zwei Gesellschafter zu je 50 %. Ich möchte meinen Anteil Diskutieren.
    Die GmbH hat verbürgte Gesamtverbindlichkeiten gegenüber der Bank in Höhe von 170.000 € wie folgt besichert:
    – Globalzession A bis Z
    – Beschränkte persönliche Bürgschaft pro Gesellschafter in Höhe von 85.000 €
    – Bürgschaftsbank pro Gesellschafter 85.000 €
    – Rügriffsrecht der Bürgschaftsbank auf Gesellschafter 85.000 €
    Die Bank handelt im eigenen Namen und im Namen der Bürgschaftsbank. Die Forderungen der Insolventen GmbH betragen zu 100% rd. 175.000 €. Die Bank will diese Forderungen eintreiben und nimmt auch Geld hierfür in die Hand. Diese Zahlungen unterliegen der Globalzession. Den realistischen Geldzufluss aus der Eintreibung der Forderungen würde ich mit ca. 20.000 bis 60.000 € bewerten…
    Des weiteren besteht gegen mich noch eine Bürgschaft aus einem Leasingvertrag. Wobei ich diesen Wagen selber verwertet bekomme. Da ich das noch nicht schriftlich habe, rechne ich diesen den Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von 35.000 € dazu. Wobei dieser Wert im Fall einer scheiternden Verwertung wesentlich geringer sein könnte, da das Auto ein sich fast deckenden Restwert hat. (kein Leasingratenausstand)
    Die Bank hat sich bisher als kooperativ erweisen, da Sie mich auch in den Prozessen zu den Eintreibungen der Forderungen benötigt. Sie hat mich aber schon angeschrieben und möglichst zu ein Angebot für eine Teilzahlung aufgefordert.
    Aufgrund der Gesamtsituation ist mein Einkommen gleich null. Verwertbares Vermögen ist nicht vorhanden. Eine PI ist nicht sinnvoll weder für die Bank noch für mich. Eine neue Arbeitsstelle währen PI zu finden ist absolut unwahrscheinlich. (letzte 15 Jahre als GSF gearbeitet). Aus diesem Grund würde eine Dritte Person für die Bürgschaft gegenüber der Bank bzw. Bürgschaftsbank einen Vergleich anbieten wollen. (Bürgschaftsanteil 85.000 €)
    Welchen betragsmäßigen Wert sollte wäre anzusetzen in Hinsicht:
    – Aussicht der Eintreibung der Forderungen
    – Persönliche Unterstützung zu Durchsetzung dieser Forderungen
    Pfändungen mir gegenüber bestehen sonst nicht.
    Mit freundlichem Gruß

  130. Hallo,

    vielen Dank Herr Franzke für diese tollen Antworten, das hat mir sehr geholfen. Ich hab da nur noch ein paar Fragen:

    1. Ich hab seit ca 6 Monaten alle Zahlungen bei meinen Gläubigern eingestellt (ca 45.000€ Schulden 30 Gläubiger). Jetzt hab ich vor ein paar Wochen 2 bis 3 Iphone Handyverträge abgeschlossen. Ich wollte die monatlichen Raten bezahlen und hab auch die Anzahlung für die Handys bezahlt.

    Ist das dann Eingehungsbetrug? Weil ich die anderen Schulden nicht bezahle und jetzt 3 Händyverträge abgeschlossen habe?

    2. Können Bafög Schulden auch in die PI mit einfließen?

    3. Was passiert wenn ich einen Vollstreckungsbescheid nicht widerspreche und der dann rechtlich gesehen gilt?
    Kann ich die Schulden im nachhinein in die PI mit einfließen?

    4. Kann ich wenn die PI erfolgreich abgeschlossen worden ist bei Banken wo ich jetzt Schulden habe ein Kredit. Oder kann es sein, dass ich nie wieder kreditfähig bin?

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen

  131. Hallo Herr Franzke,

    ich verdiene im Monat 2640 Euro Netto, bin verheiratet und habe eine Tochter. Meine Frau hat kein eigenes Einkommen und hat mit den Schulden auch nichts zu tun, die habe ich mit in die Ehe gebracht. Pfändung beim Arbeitgeber ist schon eingegangen und beträgt 580 Euro. Wenn ich jetzt in die Privatinsolvenz gehe, wieviel bleibt uns dann effektiv zu leben?
    Und was passiert, wenn meine Frau Ende nächstes Jahr wieder arbeiten geht aber nur Halbtags?

    Danke für Ihre Antwort.

  132. Hallo Herr franzke,

    Ich bin seit drei Monaten Mutter und bekomme nur 300€ Elterngeld und 184€ kindergeld. Nun habe ich über 10000€ Schulden bei weniger als zehn gläubiger. Ich wollte nun in die privat Insolvenz, lese aber das man kein Auto besitzen darf. Ich wohne auf dem Land, wo ein Bus nicht wirklich oft fährt. Und mein Mann benutzt es, um zur Arbeit zu kommen. Darf man dieses dann trotzdem behalten?
    LG aus Baden-Württemberg

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      nein, leider nicht. Man darf schon ein Auto besitzen, aber das Auto wird mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens Bestandteil der Insolvenzmasse und will der Insolvenzverwalter ververten. Sie können das Auto dem Insolvenzverwalter aber „abkaufen“, dass ist es wieder Ihres. Lesen Sie doch nochmals auf meiner Webseite zum Thema: Auto. Dort steht ganz viel dazu.

  133. Lieber Herr Franzke,

    vorab ein Kompliment für Ihre aussagekräftige und detaillierte Webseite!

    Gern schildere ich Ihnen, meine aktuelle Situtation mit der Bitte um einen Ratschlag, Lösungsvorschlag.

    Ich bin in der Finanzbranche selbständig und arbeite auf Provisionsbasis. Es gibt Zeiten in unserer Branche wo es nicht einfach ist genügend Umsatz zu generieren, um dementsprechend eine anständige Provision zu erhalten. In der Vergangenheit waren leider einige schwache Monate dabei wo ich keinerlei Provision regulär erhalten habe. Meinen Umsatz reiche ich über eine einzige Fa. ein, mit der ich auch einen Vertriebspartnervertrag habe. Freundlicher Weise hat mir diese Fa. oftmals einen Vorschuss ausbezahlt welcher später wieder verrechnet würde mit Gegenumsatz. Aber aufgrund einer schwierigen Zeit, sowie einiger Stornos, hat sich bis Dato ein größeres Saldo i.H.v über 60.000,00€ angesammelt. Selbstverständlich habe ich weiterhin alles gegeben und auch die letzten Monate Umsatz geschrieben. Meine aktuelle Provisionserwartung ist ca. 35.000,00€, somit ist mein bestehendes Saldo ca. 40.000,00€ inkl. abzüglich weitere Kosten.
    Hinzu kommt das Finanzamt:
    ich habe für zwei Jahre die Steuererklärungen abgegeben und muss nun eine Nachzahlung i.H.v 29.000,00€ leisten. In diesen 29.000,00€ ist eine Vorauszahlung inbegriffen für ein weiteres Jahr von 15.000,00€ Die reguläre Nachzahlung für beide Jahre ist somit bei 14.000,00€

    Das Problem ist, dass mein Steuerberater eine Einnahmen Überschuss Erklärung durchgeführt hat, was in meinem Fall lt. meinem Anwalt keinen Sinn gemacht hat. Aufgrund meines bestehenden Saldos in der Fa. hätte man bei mir eine Bilanzierung durchführen sollen.

    Ich habe eine pfändungsfreienbetrag mit dem Finanzamt aushandeln können, um meinen Lebensunterhalt wie Miete, Strom usw. bezahlen zu können. Auch über ein KFZ Leasing verfüge ich um Kundenbesuche durchzuführen.

    Ich habe auch ein Darlehen seitens meiner Hausbank i.H.v 14.000,00€ noch offen.

    Des weiteren sind Rechnungen offen wie z.B, Krankenkasse, Arztrechnungen

    Meine Frage an Sie;
    wenn ich in eine sogenannte Regelinsolvenz oder PI gehen würde, dürfte ich dann noch weiterhin selbständig bleiben in der selben Branche? Was darf man verdienen?
    Kfz Leasing darf weiterhin bestehen bleiben? Wird mir zu Hause etwas gepfändet, z.B TV, Lap Top usw?

    Bin ledig, nicht verheiratet, keine Kinder.

    Gibt noch so vieles was ich jetzt schreiben, fragen könnte, aber ich hoffe es Ihnen soweit schildern zu können, um das Sie mir vielleicht einen Ratschlag, eine Antwort mitteilen könnten!

    Ich bedanke mich für Ihre Zeit und wünsche einen wunderschönen Feierabend.

    Beste Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      zuerst müssten Sie überprüfen, ob Sie nicht Ihre Zulassungen wie 34c GewO und 34d GewO im Insolvenzfall verlieren. Brauchen Sie diese Zulassungen für Ihren Job nicht, könnten Sie auch mit laufendem Geschäftsbetrieb in die Regelinsolvenz.
      Der Regelinsolvenz ist ein dreimonatiges Eröffnungsverfahren vorgeschaltet. Danach müssten Sie mit dem Insolvenzverwalter eine Vereinbarung schließen, dass er Ihre selbständige Tätigkeit „aus der Insolvenzmasse freigibt“, gegen Zahlung eines festen vereinbaren Geldbetrages von beisplielsweise 100 EUR. Erhalten Sie von dem Insolvenzverwalter einen derartigen Vertrag, ist alles wunderbar und Sie können wieder beliebig viel Geld verdienen, ohne dem Insolvenzverwalter Rechenschaft abzulegen oder etwas davon abzugeben. Es gelten statt dessen immer die vereinbarten 100 EUR.

  134. Klaus Meyer sagt:

    Moin aus Hamburg,

    Ich bin selbständiger Gewerbetreibender ( Einzelfirma ) und habe Schulden beim Finanzamt und etlichen anderen Gläubigern. Welche Art der Insolvenz kommt für mich in Frage . Ich habe gehört das bei Einzelfirmen auch eine privatinsolvenz möglich ist. Ist es möglich sie aus einer anderen Stadt zu beauftragen und was kostet es?

    • Jörg Franzke sagt:

      Grüetzi aus Berlin,
      bei Ihnen wäre das auf alle Fälle eine Regelinsolvenz, weil Sie mehr als 19 Gläubiger haben. Sie sollten sich vor der Insolvenzantragstellung überlegen, ob Sie das Gewerbe nicht vorher abmelden, weil das ganze Verfahren damit viel unkomplizierter wird.
      Klar, Sie können mich auch aus einer anderen Stadt beauftragen und meine Kosten betragen als Grundgebühr 550 EUR und dann pro Gläubiger 30 EUR. Gerne übernehme ich die Sache für Sie.

  135. Lieber Herr Franzke,

    ich habe nach der tel. Beratung noch 3 Fragen(komplexe), die ich dort vergass (wir waren aber auch 10min früher fertig und ich hoffe deshalb, Sie beantworten Sie mir (hier zu Aller Nutzen, sonst gerne per eMail)):
    1) „Freikaufen“ von Sachwerten – wenn ich einen Sachwert vom GV „freikaufe“:
    Wie lange gilt das, und gilt das gegen „alle GVs“ (Bsp. gemeiner GV vs. Finanzamt vs. ??? – anders gefragt: Ist ein einmal freigekaufter Sachwert genauso pfändungssicher, wie ein -nachweislich- Fremdgeeigneter?)? Bekomme ich eine Art Quittung, die den Sachwert gegen Pfändung blockiert oder wie funktioniert der „Freikauf“ generell?
    2) Genossenschaftsanteile (Bsp. Bank, WohnungsbauGenossenschaft, …): Überhaupt pfändbar und wenn ja: Besonderheiten gegenüber 1)?
    3) Muss ich ab Pfändungsbeschluss möglichst bargeldbefreit leben/arbeiten oder gibt es eine „Pfändungsfreigrenze“ bei Taschenpfändungen (ähnlich dem P-Konto)? Wie weit/tief darf bei Taschenpfändung durchsucht werden? Taschenkontrolle oder Airport-Security?

    Vielen Dank, Ihr Klient

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      klar beantworte ich Ihnen die verbliebenen Fragen:
      1. Sie können einen Gegenstand nicht vom Gerichtsvollzieher abkaufen, sondern vom Insolvenzverwalter, wenn Sie später in der Insolvenz sind. Eine Quittung bekommen Sie nicht, aber der Insolvenzverwalter wird mit Ihnen einen Vertrag darüber schließen.
      2. Genossenschaftsanteile einer Wohnungsbaugesellschaft sind nicht mehr pfändbar, ander Genossenschaftsanteile schon.
      3. Keine Sorge vor Taschenpfändung. Dies kommt nur sehr selten vor. Im gegenteil, während der Laufzeit des Insolvenzverfahrens werden Sie sicherlich öfter mal in Bar bezahlen.

      • Sehr geehrter Hr. Franzke,

        da ich auch kurz vor einer PI stehe, lese ich Ihre Webseiten aufmerksam durch. Viele Fragen u. Schicksale machen mich sehr betroffen.
        Man hat in dieser Situation wirklich nichts zu lachen, allerdings bei einer Antwort von Ihnen musste ich wirklich herzhaft lachen und das ist nicht böse gemeint.
        Das ist schon Purlitzer verdächtig:

        3. Keine Sorge vor Taschenpfändung. Dies kommt nur sehr selten vor. Im gegenteil, während der Laufzeit des Insolvenzverfahrens werden Sie sicherlich öfter mal in Bar bezahlen.

        Vielen Dank für die Leistungen hier auf Ihrer Webseite.
        Grüße Jens R.

  136. Sehr geehrter Herr Francke,

    leider habe ich mich nicht so richtig in diese Lage reinmanövriert.
    Ich lebe seit Mai 2011 in Scheidung. Ich hatte damals mit meinem Noch-Ehemann vereinbart was jeder zu zahlen hat. Er hat Haus und Auto behalten und sollte die Raten dafür bezahlen. Ich habe dafür den Dispokredit von unserem gemeinsamen Konto übernommen, dass wir ja 2009 schon aufgelöst hatten. Meinen Verpflichtungen bin ich immer nach gekommen und hab alles pünktlich bezahlt. Leider nimmt mein Noch-Ehemann seine Zahlungspflicht nicht ernst und die Banken kommen jetzt immer zu mir. Er ruht sich auf seinen Lorbeeren aus und ich bezahle immer wieder die ausstehenden Raten. Langsam komme ich auch an die Grenze meiner Möglichkeiten. Ich komme an ihn nicht ran. Er meldet sich nicht und reagiert auf keine Kommunikation. Was passiert, wenn ich Privatinsolvenz anmelde. Ich habe mir inzwischen ein neues Leben aufgebaut. Wertgegenstände habe ich nicht. Man könnte mir nur mein Gehalt pfänden. Ich habe aber Verträge, die ich benötige. Zum Beispiel den Internet- und Telefonvertrag. Diese brauche ich um zu Hause zu arbeiten. Muss man diese dann zwangsläufig kündigen?

    Ich danke Ihnen vielmal für die tollen Tips und die gute Internetseite.

    Mit freundlichen Grüßen
    M. Straach

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie in die Insolvenz gehen, werden die Banken alle gemeinsamen Verträge, die Sie mit dem Exmann noch haben – wie z.B. den Hauskredit – kündigen und dann hat der Mann auch ein Problem. Die Kündigung tritt auch ein, wenn die Banken die Raten pünklich erhalten.

      Das mit der Kündigung ist dann halt so, darauf sollten Sie keine Rücksicht nehmen und damit muss Ihr Mann selbst klarkommen.
      Verträge wie Internet usw. lassen Sie einfach weiterlaufen und bleiben in der Insolvenz erhalten.

  137. Hallo ich habe eine Frage .

    Ich war GF und Gesellschafter einer Autohaus GmbH die in Insolvenz ist. Ebenso Beteiligter einer GbR die die AutohäuserImmobilien besaß und ebenfalls in Insolvenz geriet.
    Ich habe nun Privatinsolvenz beantrag, da ich die Kredite der Unternehemen pers. verbürgt hatte.
    Von den Unternehmens – Verfahren höre ich nichts mehr . Es wurde Masseunzulänglichkeit festgestellt.

    Frage : Muss ich befürchten das später Dinge , die die Insolvenzen meiner ehemaligen Firmen betreffen später wieder „hochkochen “ , oder ist dies alles im Rahmen der privaten Insolvenz abgeschlossen, so das ich eine Chance auf eine RSB habe und neu anfangen kann.
    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja müssen Sie. Vor allem wenn Sie befürchten, dass Sie die Insolvenzanträge zu spät gestellt haben, denn dann haften Sie aufgrund Geschäftsführerhaftung. Aber machen Sie es sich ganz einfach. Reichen Sie dem Insolvenzverwalter über Ihr Privatvermögen die Anschriften der Insolvenzverwalter über die Unternehmen nach, verbunden mit der Aufforderung diese ebenfalls mit auf die Gläubigeriste zu setzen, die Schuldenhöhe schätzen Sie einfach. Damit haben Sie Ihre Pflichten in der Insolvenz erfüllt.

      • danke für ihre schnelle antwort.

        noch 2 fragen :
        1)
        der antrag auf verbraucherinsolvenz ist nun abgegeben.

        ich arbeite seit über einem jahr als angestellter in einem unternehemen unmd habe weniger als 19 gläubiger.. gestern kam post vom gericht das ein rechtsanwalt ein gutachten anfertigen soll.: ob ich wirklich zahlungsunfähig bin; verfahrensdeckende masse vorhanden ist; Sicherungen der masse zu treffen sind ; Tatsachen vorliegen das ich als schuldener ein Verbraucher bin §§304ff Inso; und ich dem gutachter zugang zu allen vermögenswerten und unterlagen gestatten muss.
        BEDEUTED das das sich die Sache nun ewig hinzieht ??
        2) Zwischenzeitlich kündigen sich diverse gerichtsvollzieher an um mir die eidesstattliche versicherung abzunehemn auf vermögenslosigkeit. Muss ich diese mehrmals ( bei jedem Gerichtsvollzieher abgegen )

        PS : ich finde ihre seite eine grosse hilfe für menschen in meiner situation. Herzlichen dank.

        • Jörg Franzke sagt:

          Neee, das ist normal. Offensichtlich aber hat man Ihren Antrag als Antrag für Regelinsolvenz umgedeutet. Macht aber nichts, hat für Sie keine wesentlichen Auswirkungen. Zeigen Sie dem Gerichtsvollzieher den Eröffnungsbeschluss des Insolvenzgerichts. Lässt er sich nicht davon abhalten, geben Sie die Eidesstattliche Versicherung einfach ab. Das verschlechert nicht Ihre rechtliche Situation, weil Sie eh in die Insolvenz gehen.

  138. Rüdiger Balzer sagt:

    Hallo

    Ich bei mir wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet und ich hatte ein schreiben von meinem Insolvenzberater bekommen mit der Aufforderung bis zum 8. September mich wegen eines Beratungsgespräches zu melden was ich auch getan habe aber seitdem habe ich nichts mehr von der guten Frau gehört, und auf die Anfrage ob ich mein Auto das mittlerweile kaputt ist und vielleicht noch einen Wert von 300 Euro hat verkaufen darf kommt auch keine Reaktion denn ein Auto brauche ich für meine Arbeit definitiv.
    Zur Steuerrückerstattung habe ich auch eine Frage meine Frau und Ich werden gemeinsam Veranlagt aber nur ich bin in der PI wie verhält sich dies bei der Rückerstattung ?
    Ich habe so viele Fragen aber bei einer Schuldnerberatung bekomme ich vor nächstem Jahr keinen Termin und der Insolvenzanwalt der mir das ganze in die Wege geleitet hat meldet sich auch nicht mehr aber dafür musste ich 2300 Euro zahlen.

    Mit freundlichem Gruß

    • Jörg Franzke sagt:

      Bei der Steuerrückerstattung bekommt jeder die Hälfte. Aber das Geld geht vom Finanzamt vollständig an den Insolvenzverwalter und Ihre Frau muss sich dann mit ihm herumärgern, dass sie ihre Hälfte bekommt. Das mit dem Auto habe ich nicht verstanden. Klar können Sie das Auto verkaufen. Wenn Sie es aber zur Arbeit brauchen, dass lassen Sie sich dies vom Arbeitgeber bescheinigen, dann ist es nicht mehr pfändbar.

  139. Hallo.

    Das mit dem Gratis-Lehrgang scheint nicht zu funktionieren. Hab schon mehrmals meine Email eingegeben und angefordert – aber es kommt keine Mail (auch nicht in Spam)…

    Ich habe eine Frage: Um meine Anwältin in einem bevorstehenden Prozeß zahlen zu können, muß ich bei meiner Bank einen Dispokredit beantragen. Allerdings ist (für mich in Anbetracht meiner Finanzlage) klar, daß ich – würde ich das bevorstehende Verfahren nicht vollumfänglich (also, daß die Gegenseite die ges. Verfahrenskosten tragen muß) gewinnen – auf jeden Fall Privatinsolvenz anmelden muß, weil ich bereits einen Bankkredit habe und durch die Verfahrenskosten das Ganze nicht mehr tragen könne – von der Forderung der Gegenseite abgesehen.
    Wäre das Betrug, wenn ich schon weiß, daß ich ggf. Insolvenz anmelden muß, aber jetzt noch einen Dispo aufnehme?
    Noch ist ja die Chance, zu gewinnen vor Gericht?

    Danke Ihnen für Ihre Arbeit und Ihre Hilfestellung!

    Andreas

    • Jörg Franzke sagt:

      Weiß nicht, woran das liegt, dass Sie keinen Newsletter erhalten. Eigentlich müsste es funktionieren. Zur Frage: Sie können der Bank ja sagen, wofür Sie das Geld benötigen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Ansonsten stimmt schon, was Sie schreiben: Wenn man etwas kauft oder sich Geld leiht und man hat schon dann den Vorsatz, das Geld niemals zurückzuzahlen, ist das Betrug.

      • Nun, den Vorsatz habe ich ja nicht. Der Fall träte nur ein, falls ich vor Gericht verlieren würde. Lt. meiner Anwältin hätten wir aber gute Chancen.
        Ist das immer noch Vorsatz?

  140. Jürgen Strauch sagt:

    Hallo Herr Franzke,

    beim surfen in meiner misslichen Lage bin ich auf Ihre Seite gestossen. Was ich hier gelesen habe, wie Sie hier Leuten helfen, finde ich aber sowas von super, überhaupt wenn man auf anderen Seiten gaaaannnnz andere Vorgänge gezeigt bekommt. Hut ab für Ihr Engagement.

    Jetzt muss ich doch mal nachfragen, wie ich es am blödesten anstelle mit meiner Zahlungsunfähigkeit. Mir wurde durch ein Inkaasobüro wg. nichtzahlens von Kreditkartenrechnungen ein schufaeintrag verpasst und so bin ich zum Freiwild geworden und in die teuersten Lage, kein Geld zu haben, geraten. Zwei Banken, die KK-Bank und noch einige Aussenständer an die Stadt ( welche das Bad geschlossen hat und mir als Schwimmschule quasi den Boden unter den Füssen weggezogen hat) wollen round about 10 tsd. €uronen von mir. Meine Fehler in div. dingen konnte ich so nicht mehr regeln,was ich eigentlich noch tun wollte bevor ich eine anstehende OP am Rücken machen lasse.
    Das mit dem regelm hat sich jetzt ja erledigt, nur weis ich nicht, ob ich mein Geschäft abmelden soll und dann die Gläubigern einfach schreibe, so, ich hab nix und krieg auch nix mehr, seht zu wo ihr euer GEld herbekommt. Oder melde ich selbst Insolvenz an, ist dann meine familie geschütz, soll ich mich Arbeitslos melden oder Rente beantragen (bin 59). oder biete ich denen dann Raten, in meinen Möglichkeiten, an? Oder soll ich mich mit denen vergleichen?? Oder nix machen und alles auf mich zukommen lassen?
    Einen kleinen Hinweis in dieser Sache könnte mich doch etwas beruhigen und michauf meien Gesundheit konzentrieren lassen.
    Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und hofe auf einen Lichtblick.

    Mit (im Moment) schmerzvollen Grüssen

    Jürgen Strauch

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      seien Sie ehrlich zu sich selbst. Wenn es keine Hoffnung gibt, dass Sie die Schulden jemals wieder abtragen können, geben Sie auf und stellen die Zahlungen ein. Ansonsten versucht man es mit einem Teilzahlungsvergleich. Schreiben Sie die Gläubiger an und bieten Sie ihnen Raten an. An Ihrer Stelle würde ich erst mal Arbeitslosengeld beantragen. Dann versuchen Sie einen neuen Job zu kriegen. Ihre Familie ist geschützt. Man haftet nur für das, was man selbst unterschrieben hat.

  141. Ich habe eine Frage: Wir möchten(müssen) in Privatinsolvenz gehen. Bislang hat unsere Schuldnerberaterin nur die Höhe der Forderungen abgefragt. Vor ein paar Tagen kam ein erster Mahnbescheid mit einer berechtigten Forderung einer Bank. Kann ich dem Mahnbescheid dennoch widersprechen um damit den Vollstreckungstitel hinauszuzögern oder geht das nicht? Gefährdet ein solches Vorgehen die Restschuldbefreiung? Eigentlich wollte unsere Schuldnerberaterin erst in knapp 2 Monaten den Insolvenzantrag stellen.

    • Ich habe noch eine Frage: unsere Waschmaschine hat nach 12 Jahren den Geist aufgegeben. Im Moment bereiten wir die Privatinsolvenz vor und haben deswegen einiges an Geld, da wir die Zahlungen an sämtliche Gläubiger eingestellt haben. Dürfen wir von diesem Geld eine neue Waschmaschine kaufen oder ist das schon Vermögensverschwendung?

  142. Anke, Doris sagt:

    Ich bin seit einem Jahr in der Insolvenz, habe ein monatliches Einkommen von 700,0 €. Mein Lohnsteuerjahresausgleich betrug 180,00 €. geht das in die Insolvenz?
    MfG
    Anke

  143. Hallo Herr Franzke,
    ich bin Mutter von 4 Kindern. Eines meiner Kinder ist durch krebserkrankung 90% Schwerbehindert. Muss mich ganzen Zeit um ihn kümmern da er erst 22Monate alt ist. Haben ein Einfamilienhaus Das auf mein Mann läuft. Ich habe die Schulden. Leider habe ich zu lange den Kopf in den Sand gesteckt und weiss nicht wieviel € es genau sind. Jetzt denke ich an die PI. Hatte immer Angst davor. Aber durch ihre Seite habe ich den Mut. Wie gehe ich da am besten vor?
    Erfährt die Darlehensbank meines Mannes von der PI?
    Muss ich arbeiten obwohl ich 4kleine Kinder (10,10,5,2) zuhause habe?
    Wo der kleine auch noch 90%Schwerbehindert ist.
    Können sie mir dabei helfen?
    Das wäre toll. Vielen lieben Dank im Vorraus.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      klar helfe ich Ihnen bei der Privatinsolvenz. Ob das Haus in Gefahr ist oder nicht, hängt davon ab, ob Sie ebenfalls im Darlehnsvertrag des Hauses stehen oder nur Ihr Mann. Sind Sie ebenfalls Darlehnsnehmer, würden Sie das Haus verlieren und Ihr Mann hätte auch ein Problem. Sind Sie hingegen nicht an der Hausfinanzierung beteiligt, werden Sie Ihren Mann nicht weiter gefährden. Arbeiten gehen müssen Sie in der Insolvenz auch nicht, das würde Ihnen niemand zumuten. Außerdem beträgt Ihre Pfändungsgrenze bei vier Kindern rund 2.100 EUR, man käme also kaum an Ihr Gehalt.
      Zur Einleitung des Verfahren können Sie sich auf meiner Seite einloggen und dort Ihre Daten eintragen und dann an uns absenden. Oder schicken mir eine E-Mail mit Ihrer Telefonnummer. ICh rufe Sie an, wir besprechen alles und füllen den Antrag zusammen am Telefon aus. Ganz wie Sie wünschen.

  144. Hallo, ich habe folgendes Problem.

    Ich habe damals geheiratet und mein jetziger Mann hatte schulden.
    Wir haben in der ehe ein Haus gekauft und nur ich stehe im Grundbuch.

    Jetzt will ich die Scheidung und er droht damit das er aussagt ich habe nur sein Geld dafür genommen und damit Zahlungen an seine gläubiger unterschlagen.

  145. Wenn ich Privatinsolvenz beantragen will, muss ich dann in eine billigere Wohnung ziehen? Wir wohnen nämlich seit 14 Jahren in einer schönen Mietwohnung und haben Angst, dass wir eine billigere beziehen müssen.

  146. hallo

    ich bin bestrebt in die privatinsolvenz zu gehen,durch einen grossen schuldenberg den ich mir leider selbst zuzuschreiben habe (handyvertrag,kredit,mietschulden,stromschulden)
    jetzt ist meine frage-ich habe ein auto,welches aber eine finanzierung ist,das ganze schon seit 3 jahren,vorher 3 jahre leasingfahrzeug gewesen-kommt es unter den hammer oder wie verhält sich das?
    und ist es richtig,wenn man in der privatinsolvenz die kosten des verfahrens und mindestens ein viertel der gesamten restschuld bezahlt,man schon nach 3 jahren aus der insolvenz raus ist?
    ich danke ihnen im voraus.

    mit freundlichen grüssen

    • Jörg Franzke sagt:

      Man kann eine Insolvenz nur mit allen Gläubigern machen – oder eben gar nicht. Also muss der Leasinggeber mit auf die Gläubigerliste. Sobald diese von der geplanten Insolvenz erfährt, kündigt sie den Vertrag und will das Auto zurückhaben. Das ist so und kann man leider auch nicht ändern.

      Das mit den Kosten ist nicht richtig. Wenn man kein Geld hat, muss man gar keine Gerichtskosten bezahlen.

  147. Hallo Herr Franzke
    Meine Partnerin und ich haben ein paar Kredite die allesamt auf meine Partnern laufen so ungefähr 23.000€ Wenn Sie jetzt die Raten nicht mehr zahlen kann oder tut damit wir erstmal die dinge zahlen die wir zum leben brauchen wie miete strom usw. werden die eine Lohnpfändung durch führen wie verhalten wir uns da in den moment richtig? Meine Partnerin verdient ca.1100€ und Ich 850€. Wir haben auch bei den ördlichen Strom anbieter schon schulden und die wollen uns den strom bald sperren(reden hilft nichts schon versucht) und bei unseren vermieter auch weil wir ca 500€ Raten zahlung haben an Kredit. Ich bezahle die Miete in höhe von 690€und halt auch noch kleine dinge ab. Meine Partnerin die Kredit raten und strom, aber wir wollen ja auch noch was im Kühlschrank haben vorallem wegen unseren kleinen Tochter die bald 3 wird(das kindergeld geht komplett drauf für die kindertagesstätte)deshalb habe ich es nicht als einnahme erwähnt weil wir nichts davon haben. Wie verhalten wir uns in den moment richtig? Zahlen wir die Kredit raten nicht darunter auch eine Küchenfinanzierung führen die eine lohnpfändung höhst wahrscheinlich durch aber zahlen wir die Kredit raten dann haben wir bald kein strom und so mehr weil wir nicht mehr wissen wie wir das alles zahlen sollen. Bitte geben Sie mir eine kleine hilfe wie ich mich verhalten soll.
    Ist dann meine Küche auch weg wenn ich die raten nicht zahlen kann bzw tue?

    Bitte um eine Antwort von Ihnen und im vorraus vielen vielen dank schonmal

    • Jörg Franzke sagt:

      Ob man Ihnen die Küche wieder wegenehmen wird oder nicht, hängt davon ab, wie alt sie ist und wieviel sie wert war. Wahrscheinlich wird der Verkäufer auf die Verwertung der Küche verzichten. Ansonsten sollten Sie über eine Privatinsolvenz nachdenken. Das ist immer noch besser, als existenzielle Dinge zu vernachlässigen, wie z.B. den Strom nicht mehr zu bezahlen.

      • Danke für die kurze info also die küche haben wir dieses jahr gekauft für ca. 1500€ ich geh davon aus das sie noch ein guten wert hat, also müsste ich damit rechnen das die mir die küche bei ausbleibender rate wieder weg nehmen? Auch wenn es jetzt zum beispiel nur eine oder max. zwei raten wären um zB. die fehlenden strom kosten zu bezahlen? Und wie ist das wenn ich jetzt diesen monat mal eine rate nicht zahle von den kredit das sind ca.250€ werden die gleich eine lohnpfändung durch führen können? Haben bei der targo bank ein kredit.
        Bitte nochmal um eine hilfe antwortet von ihnen denn wir sind wirklich total am ende und wissen nicht mehr wie wir was zahlen sollen ohne das wir anders wo wieder schulden machen.
        Danke Ihnen schonmal im voraus wieder

        • Jörg Franzke sagt:

          Ich glaube nicht, dass man Ihnen die Küche wegenehmen wird, wenn Sie die Zahlungen einstellen. Die Bank kann erst nach zweimaligem Ausbleiben der Raten an Ihr Gehalt.

  148. Habe eine dringende Frage:
    Ich bin seit Anfang 2012 Chronisch krank und nehme Starke Schmerzmittel (Oxycodon) und kann nicht arbeiten, meine Frau verdient das Geld. Wir sind seit dem dabei das Geld von A nach B zu tragen, von der Kreditkarte geholt um das Girokonto zu entlasten. Anfang August waren wir bei der Schuldnerberatung um uns Hilfe zu holen, da war es noch nicht klar ob INSO oder nicht. Der Dispo (10.000) war fast ausgeschöpft und haben Geld von der Familie bekommen um uns auf den Beinen zu halten. Mitte August haben wir mit der Kreditkarte eingekauft (ca. 100 €), keine Luxusgegenstände nur normale Sachen wie Essen, Windeln usw. Ca. 1 Woche später hat unsere Schuldnerberaterin gesagt wir sollen jetzt alle Zahlungen zurückbuchen, weil Sie in 3 Wochen schon alle Gläubiger anschreiben will damit die Sache schnell voran geht. Ende September sagt uns das Kreditinstitut das wir kurz vorher die Karte bewusst belastet haben, was aber nicht stimmt weil wir es schon 2 Jahre so machen (Einkaufen und Monatlich wieder abbuchen lassen). Wir haben weder Dispo noch die Kreditkarte voll ausgeschöpft, bei beidem sind ca. 500 € noch bis Limit. Haben ca. 60.000 Schulden. Das Verfahren wird Anfang Dezember eröffnet.
    Können die uns wegen der Kreditkarte was vorwerfen, ist es Betrug sich was zu Essen kaufen?
    Vielen Dank schon mal!

      • Danke für die schnelle antwort, wir haben seit 1.9 ein neues Konto und nutzen die Kreditkarte seit mitte August nicht mehr. Wir haben noch ein Auto mit Leasingvertrag, wir wollen das auch zurück geben damit wir von Null anfangen können, aber der Hersteller weigert sich das Auto zurück zu nehmen.

  149. Guten Tag.
    Ich hätte ein paar kurze schlichte Fragen an sie wenn das okay wäre?

    Und zwar geht es darum, ich bin mit 19 hoch verschuldet. Ich habe mit 15 schon angefangen viel mist über das Internet zu bauen und sitze heute auf dem Berg. Es handelt sich hierbei mindestens um 8000-10000€ .
    Wäre eine Privatinsolvenz in ihrem Sinne?
    Ich bin momentan erwerbslos bzw auf dem Weg eine Arbeit zu finden.
    Mir wächst das ganze so langsam ziemlich über den Kopf und jünger werde ich nicht mehr, wenn ich nicht jetzt reagiere in irgendeiner Art und weise wird das nichts mehr..
    Was würden sie mir raten?
    Ich danke schonmal für die Antwort!
    Mit freundlichen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie die Schulden nicht mehr zahlen können, beantragen Sie am besten eine Verbraucherinsolvenz. Sonst werden Sie Ihres Lebens nicht mehr froh.

  150. Hallo, ich habe eine volljährige Tochter die bei mir noch im Haushalt wohnt. Nach ihrer schulischen Ausbildung beginnt sie jetzt ihr Studium. Sie bezieht Halbwaisenrente und Kindergeld. Das Finanzamt hat mir aktuell auch noch die Steuerklasse 2 gewährt. Die Insolvenzverwalterin ( mein erster Termin heute) behauptet jetzt, ich habe keine Unterhaltspflicht mehr und sie wird meinen Arbeitgeber anschreiben ( dann Pfändung nach Einzelperson) sollte dieser nicht zustimmen muss ich zum Gericht um dieses klären zu lassen. Stimmt das alles so? Wer zahlt denn das Gericht?

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider hat die Insolvenzverwalterin Recht. Die Halbwaisenrente zählt als Einkommen der unterhaltsberechtigten PErson, sodass diese als Unterhaltspflicht entfällt.

  151. Könnten Sie uns bitte helfen?
    Sachverhalt: Mein Mann ist arbeitslos geworden. KFZ-Kredit in Höhe von Restschuld 26500€.
    3 minderjährige Kinder, ich arbeitslos in Elternzeit.
    400€ können wir nicht stemmen. Wir haben an Privatinsolvenz gedacht, doch die lange Zeit bis zur Entschuldung ist mit 6 Jahren ziemlich lang. Versucht haben wir es an die Firma zurückgeben zu wollen, doch der Aufkaufspreis ist mit 17500€ niedrig und es gäbe keinen Ausweg.

    Könnten Sie uns etwas raten??

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      leider gibe es nur: Entweder – Oder. Entweder, Sie können die Raten weiter bezahlen. Oder Sie stellen die Zahlungen ein und gehen in die Verbraucherinsolvenz. Einen Kompromis gibt es nicht. Die Bank will ihr Geld, basta.

  152. Hallo Herr Franzke,
    ich trage mich mit dem Gedanken in die PI zu gehen.
    Ich war bis 31.12.13 selbständig und daraus sind meine Schulden entstanden.

    Ist es richtig, dass ich vor dem Insolvenzantrag noch die Einkommensteuererklärung 2013 aus dem abgemeldeten Gewerbe erstellen lassen muss?
    Sofern dies notwendig wäre, könnte ich aber keinen Steuerberater mehr damit beauftragen, da ich inzwischen von ALGII lebe und dies nicht bezahlen könnte.
    Was könnte ich das noch handhaben?
    Ich bedanke mich bereits für Ihre Bemühungen und Ihrer Antwort.
    Gruß Bettina

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie nicht vorhaben, sich in absehbarer Zeit wieder selbständig zu machen, können Sie die Steuererklärung nicht abgeben. Schreiben Sie dann dem Finanzamt , dass Sie kein Geld für einen Steuerberater haben und sich nicht dazu in der Lage sehen. Bitten Sie das Finanzamt um Schätzung.

  153. Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Franzke,

    meine Schwiegereltern sind mit etwa 10.000 Euro verschuldet und ihre einzige gesetzliche Altersrente liegt monatlich auch nur etwa 100-200 Euro über der Pfändungsgrenze. Sie haben nicht mehr viel Besitz, etwas Schmuck, rutschen jedoch aktuell aufgrund der allgemeinen Lebenshaltungskosten jeden Monat 200 Euro weiter ins Minus, was sie mit Verkäufen des Schmucks ausgleichen. Am Jahresende wird wohl alles verkauft sein, dann wird es richtig schwierig. Sie besitzen allerdings ein Haus in Asien, was vermutlich 50.000 Euro oder mehr wert ist, daraus beziehen sie monatlich 60 Euro Miete und auch ein paar ländliche Grundstücke dort (Wert 3000 Euro?). Der Verkauf ist geplant, aber die Papiere dort sind im Chaos und das kann Jahre dauern oder auch gar nicht gelingen, da das Haus vermietet kaum verkäuflich ist und der Mieter nicht kündbar ist.

    Meine Frage: Wie wird das bei einer Privatinsolvenz gehandhabt? Der größte Gläubiger ist eine deutsche Bank. Besteht die Möglichkeit, dass diese Bank dann die Immobilie zwangsverkauft und sich auch darum eigenständig kümmert – über einen vom Gläubiger beauftragten lokalen Rechtsanwalt / Makler? Oder übernimmt alternativ der Insolvenzverwalter diese Aufgabe ? Das wäre sogar wünschenswert, denn meine Schwiegereltern schaffen es vermutlich aufgrund der komplizierten Bürokratie in Asien gar nicht alleine. Fallen für diesen Verkauf hohe Gebühren an?

    Vielen Dank für eine Antwort, Ben

    • Jörg Franzke sagt:

      Keine Ahnung. Ich nehme an, dass der Insolvenzverwalter die Verwertung der Immobilien gar nicht versuchen würde, wenn man ihm die Sache noch madig macht, indem man ihm erzählt wie wertlos die Immobilien sind und ihm Angst vor der Bürokratie machen. Vielleicht verzichtet er dann auf eine Verwertung und gibt die Immobilie aus der Insolvenzmasse frei. Das heißt, die Immobilien würden die Insolvenz der eltern überleben.

      • Sehr geehrter Herr Franzke,

        vielen Dank für Ihre freundliche und schnelle Antwort!

        Falls der Insolvenzverwalter es jedoch versuchen würde, nehme ich an, dass er vermutlich alle Spesen / Aufwendungen in Rechnung stellen würde und sein Honorar am Verkaufswert des Hauses ableiten würde. Oder sehe ich das falsch?

        Herzlichen Dank, mit freundlichem Gruß, Ben

  154. Sehr geehrter Herr Franzke,

    vielen Dank für den informativen Vortrag.

    Ich bin bereits seit Juni 2014(Abgabe)/Juli 2014 (Eröffnung) in der privaten Insolvenz. Mein Freund und ich wollen nächstes Jahr heiraten.

    Wird mein Freund auf irgendwelche Kosten von meiner Privatinsolvenz hinzugezogen z.B. Verfahrenskosten? Macht es Sinn einen Ehevertrag vorher zu schließen?

    Wird mein pfändungsfreier Betrag durch die Ehe erhöht?

    Vielen Dank für Ihre Rückantwort.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ihr Freund muss die Kosten nicht übernehmen und er haftet auch nicht für Ihre Schulden. Ehevertrag macht keinen Sinn. Der pfändungsfreie Betrag wurd durch Heirat nur erhöht, wenn Ihr Ehegatten Null Einnahmen hat.

  155. Hallo,
    ich bin als Kraftfahrer tätig und erhalte Tagesspesen in Höhe von €32,-. Sind diese im Fall einer PI pfändbar?
    Vielen Dank.
    MfG

  156. Hallo !
    Ich beabsichtige in PI zu gehen , mein Lohn wird zur Zeit noch nicht gepfändet . Ich verdiene ca . 2200 Euro Netto . Meine Frage . Kann ich das gesamte Geld von Konto abheben , oder nur das bis zu Pfändungsgrenze ?

    Danke für die Antwort

  157. Guten Tag Herr Franzke,

    vielen dank für diese wirklich sehr informative Seite.

    Mein Name ist Jessica ich bin 26 Jahre alt und habe Schulden von ca. 21.000 €. Ich war schon bei einer Schuldenberatung und habe mich entschlossen in die Privatinsolvenz zu gehen, da ich nicht in der Lage bin alle Gläubiger zu bezahlen und der Schuldenberg einfach zu groß ist. Ich befinde mich zurzeit in einer Umschulung zur BK und bin im Internat untergebracht habe keine eigene Wohnung und bin bei Verwandten nur gemeldet. Meine Fragen wären nun folgende ich beziehe Gelder von der Rentenversicherung in Höhe von 813 €, können diese gepfändet werden? Und müssen meine Verwandten für meine Schulden aufkommen die gut verdienen? Und ich hätte da noch eine Frage meine Mutter hat sich ein neues Auto gekauft und will mir ihr altes Auto (8 Jahre alt) überlassen ich kauf es ihr natürlich ab, aber wird dieses Auto mir weggenommen oder kann ich es besser als 2. Wagen über meine Mutter laufen lassen aber Versicherung und Steuern usw. selber zahlen? Denn ab Januar fängt meine Job suche an Vorstellungen usw. und ich würde gerne mobil und flexibel sein ausserdem hab ich ende Juli 2015 meine Umschulung beendet und würde dann erst noch bei verwandten wohnen bleiben etwas ansparen und dann ausziehen das Problem ist nur das man aus diesem Ort nur sehr schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln wegkommt bezüglich eines jobs denn ich dann vielleicht schon hab deswegen das Auto. Wozu würden Sie mir Raten?

    Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Jessica

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      machen Sie sich keine Sorgen, die Gelder von der Rentenversicherung werden nicht gepfändet. Erst wenn das Einkommen die Grenze von 1050 € übersteigt, besteht die Möglichkeit einer Pfändung. Die Verwandten werden ebenfalls nicht für Ihre Schulden aufkommen müssen. Das Auto sollte besser im Eigentum Ihrer Mutter bleiben und sie stellt es Ihnen einfach zur Verfügung. Versicherungen und Steuern können Sie selbst bezahlen.

  158. Hallo ich bin Single und beziehe HartzIV (SGBII).Ich möchte in die Privatinsolvenz gehen (ca. 75T€ Schulden) .
    Ich habe einen neuen, teuren TV (Kaufpreis 2.000€) der auf meinen Vater gekauft wurde (Rechnung und anderer Namen/Anschrift vorhanden). Wird sich der Insolvenzverwalter fragen, warum der bei mir und nicht bei meinen Eltern steht und Ihn mir weg-pfänden?

  159. Hallo Herr Franzke
    Durch einen Betrug haben meinMann und ich ca 110000 € Schulden und gedenken in PI zu gehen , wir wohnen seit 7 Jahren in unserem Eigenheim was jedoch so gut wie nicht abgezahlt ist, und nächstes Jahr würde auch unserer Kredit Vertrag auslaufen und wir müssten einen neuen machen. Wäre unser Eigenheim ( was ja eigentlich nicht unser ist ) weg bei einer Pi ? Wir haben drei Kinder mein Mann ist Hauptverdiener und ich arbeite geringfügig Lg

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie in die Insolvenz gehen, müssen Sie die finanzierende Bank ebenfalls mit auf die Gläubigerliste setzen. Sobald diese Bank von Ihren Absichten eine Insolvenz zu beantragen erfährt, wird sie den Kredit kündigen und das Haus Zwangsversteigern. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Kinder Sie haben.

  160. Guten Abend Herr Franzke!

    Haben Sie recht herzliche Dank für Ihre Antwort auf meine Schilderung / Frage vom 26.08.
    Noch immer ist die Situation wie beschrieben und das Scheidungsverfahren wird mit Nichtigkeiten in die Länge gezogen. Ein Hausverkauf kommt für meinen Expartner nicht in Frage, aber wir hägen nunmal beide in der Haftung fest und ich MUSS ja zahlen.

    Verstehe ich es richtig, Sie raten mir zu einer Privatinsolvenz? Habe schon viel darüber gelesen, aber so recht zu verstehen ist es für mich nicht. Können Sie mich bitte etwas aufklären? Kann ich das wirklich trotz guten Einkommens so beginnen? Wieviel würde mir wohl zum Leben bleiben? Wohne bei meinem Freund mit in dessen Wohnung und Unterhalt beläuft sich für mein Kind auf ca. 400 Euro. Das wird ja noch geklärt. Ggf. zieht das Kind aber auch zu uns. Bitte helfen Sie mir mit Ihrem Rat. Haben Sie Dank.

    Herzliche Grüße

    Elli

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, ich warte Ihnen zur Privatinsolvenz, denn anders kommen Sie aus der Situation nicht heraus. Die Pfändungsgrenze kann ich nicht ermitteln, weil ich Ihr Einkommen nicht kenne und bei einer derartigen Situation sollten Sie auch einmal ein Beratungsgespräch nutzen.

  161. Hallo Zusammen,
    ich habe ein riesiges Problem, das mich nachts nicht mehr schlafen lässt. Zu meiner Situation: ich bin 26 Jahre alt, absolviere derzeit (aus gesundheitlichen Gründen) eine zweite Ausbildung zur Bürokauffrau. Mein Netto Einkommen beträgt 620 Euro, davon muss ich 150 Euro für einen Autokredit abbezahlen (ich brauche ein Auto, da ich in einem Ort wohne, an den leider kein Busnetz angrenzt), Sprit benötige ich ca. 150 Euro im Monat. Ihr könnt euch ja vorstellen, dass 320 Euro im Monat nicht zum Leben ausreichen wenn man Vollzeit berufstätig ist. Nun gut, seit einem Jahr bin ich mit einem Mann zusammen, den ich sehr liebe. Das Problem ist, er ist 35 Jahre alt und arbeitet als Kaufmann im Einzelhandel. Netto würde er 1270 Euro verdienen. Da er aber ein Pfändungsschutzkonto hat, bleiben netto jeden Monat 1050 Euro. Mittlerweile hat er Privatinsolvenz angemeldet. Er hat ein Kind mit einer arbeitslosen Frau, die auch 2 weitere Kinder von 2 weiteren Männern hat und wenn ich ehrlich sein soll, gibt es das Kind nur weil die Mutter ein zweites wollte, da das erste langsam alt genug war und sie langsam hätte wieder arbeiten sollen. Mein Freund war wegen seiner Ex-Frau in psychischer Behandlung weil sie innerhalb eines Jahres alles kaputt gemacht hat, was er sich in 30 Jahren aufgebaut hatte. Ich seh kein Land in Sicht. Er steckt in dieser Schuldenfalle, die ja auch erst in 3 – 5 Jahren bereinigt sein wird (das Insolvenzverfahren wurde erst eröffnet), jetzt trudeln die Unterhaltsforderungen des JA ein, weil diese Unterhaltsvorschuss leisten. Mittlerweile beläuft sich diese Summe auf 3000 Euro.Es ist wirklich ein Trauerspiel, die Mutter hatte nie vor Also was tun jetzt? 1050 Euro reichen ja so schon nicht aus zum Leben, man hält sich irgendwie über Wasser, aber neue Anschaffungen, Reparaturen, Nachzahlungen etc. kann man somit nicht decken! Jetzt noch 5 Jahr sich „über Wasser halten“ und hoffen nicht in Depressionen zu verfallen um dann die angesammelten Unterhaltsansprüche abzuzahlen? Das kann doch nicht wahr sein! Würde er ausreichendes Geld verdienen, würde er ja auch diesen Unterhaltsansprüchen gerne nachkommen, aber wie gesagt, es reicht vorne und hinten nicht und dafür steht man jeden Früh auf und geht 40 Stunden die Woche ackern! Ich bin mir sicher ein Hartz4 Empfänger hat ein Leben besserer Qualität. Weiß jemand was nun zu tun ist? Er ist gewillt allem nachzukommen und obwohl er gar nichts davon hat, geht er jeden Tag arbeiten, da muss es doch einen Ausweg geben, oder?

    Ich würde mich über eine Antwort freuen!

  162. Hallo

    Ich habe mir 2004 ein Auto gekauft
    Sprich,Kaufvertrag abgeschloßen und wurde ca 1 Monat später arbeitslos.
    Der Wagen wurde von der Firma wo ich ihn gekauft habe wieder zurück genommen da ich schon die erste Rate nicht bezahlen konnte.
    Damals wurde rechtlich bzw habe ich ein Schreiben vom Anwalt dieses Autohauses bekommen das ich dieses
    Auto gekauft hätte und auch bezahlen müßte. Zwichenzeitlich habe ich natürlich wieder Arbeit bekommen.
    Jetzt 2013-2014 wurde eine Lohnpfändung von dem Autohaus eingeleitet und ich habe 5000€ bezahlt für das Auto was ich 2004 gekauft habe aber damals nicht bezahlen konnte. Jetzt eigentlich zu meiner Farge: Das Auto habe ich jetzt vollständig bezahlt obwohl ich es bis heute nicht bekommen habe!
    Steht mir dieses Fahrzeug noch zu ?
    Ich weiss das dieses Fahrzeug anderweitig verkauft wurde!
    Kann ich irgendetwas tun oder ist das Geld nun weg und ich habe nichts?

    Ich würde mich sehr freuen wenn sie mir weiter helfen könnten da mich die ganze situation sehr fertig macht!

    Mfg

  163. Guten Tag,
    Ich lebe mit meiner Freundin zusammen und bei uns haben sich ca 86 000 € schulden angesammelt. Ich verdiene 1900 € und meine Freundin 1050 €.
    Wenn ich Kreditkosten, Wohnkosten, Versicherungen und Fahrkosten zusammen rechne bleiben nur noch 200 € zum leben.
    Wir stehen in einigen Kreditverträgen gemeinsam drin. Das wir ja warscheinlich beide in die PI gehen müssten!?
    Mein Auto ist noch Finanziert, kann mir das die Bank wegnehmen obwohl ich es für die Arbeit brauche? Würde sich ein schuldenvergleich lohnen? Oder ist die PI besser?

    MfG Alex

  164. Helga Jennings sagt:

    Hallo, ich habe folgende Frage: Befinde mich in Privatinsolvenz und es werden mit monatlich 25 Euro gepfändet. Wenn ich nun einen Nebenjob annehme, wird dann der gesamte Lohn von dieser Einkunft gepfändet? Danke im Vorraus für Ihre Antwort

  165. Hallo,
    ich bin verheiratet.
    Aufgrund von verschiedenen Umständen muss ich wohl PI beantragen.
    Wenn mein Mann und ich jeweils einzeln eine PI beantragen, geht das wohl klar.
    Wie ist es mit einem Haus das auf Mietkauf bezahlt wird?

    Das ist ja erst dann unser Eigentum (in ca. 10 J.) wenn alles bezahlt wurde (ist auch Notarvertrag vorhanden). Wir stehen zwar im Grundbuch etc., etc., können aber auch dieses Haus nicht beleihen oder sonstiges.
    Wird uns dieses abgenommen oder wird das wie eine Mietwohnung behandelt?
    LG
    Helene

  166. Hallo,

    erstmal RESPEKT für ihre Arbeit die „Sie“ hier „unentgeltlich“ leisten.

    Ich habe vor in PI zu gehen. Und hier ein paar „Fakten“.

    Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder (6 und 11)
    Wir wohnen in einem Haus und bezahlen 900€ Miete.
    Mein Verdienst beläuft sich auf 1798€ und meine Frau arbeitet in Teilzeit, mit einem Verdienst von etwa 670€.
    Meine Schulden, belaufen sich auf 18T€.
    Ich habe schon seit einiger Zeit ein P-Schutz Konto.
    Aus mir unerklärlichen Gründen (Schufa-Score 5%) hat mir ein Handyunternehmen einen Ratenkredit für ein Handy gewährt.
    Aber dazu später mehr.
    Ich habe ein seeehr altes und (fast) wertloses Auto.
    Meine Frau hat Schulden in Höhe von ca. 4T€.

    Meine Frage:

    1.
    Gehe ich jetzt in PI, wird der IV mein im grunde wertloses Auto verkaufen, da es keine Notwendigkeit zur Arbeit, sondern nur zur Bequemlichkeit, sprich Einkaufen, Besuch bei Freunden und so weiter, hat.

    2.
    Der „Neue“ Ratenkredit für das neue Handy. Wird er gekündigt, bzw. wie wird das nun gehandhabt? Wird dann auch der Vertrag für die Flat gekündigt? (Rückgabe des Handy´s, umschreibung auf Frau…?)

    3.
    Gegenstände im Haus.
    Werden meine Einrichtung, und Gegenstände im Haus „begutachtet“? Sprich, muss ich Angst haben wenn ich einen „Großen“ Fernseher im Haus habe, (Könnte meine Frau bezahlt haben) das ein „Kleiner“ auch reicht. TV ist 3 Jahre alt, aber groß.
    Es befindet sich nichts von großem Wert im Haus.

    4.
    Zuwendungen der Firma.
    Meine Firma vergibt jedes Jahr einen Bonus in Form von Aktien. Ich habe ein Paket erworben, in Höhe von ca. 1000€. Da ich aber eine VWL auf dieses Paket laufen lasse, habe ich erst einen Zugriff im August 2018. Bis dorthin, ist es unmöglich an die Aktien zu kommen.
    Werden diese Aktien in die Masse fliessen?
    Und macht es Sinn, diesen September ein weiteres Paket zu erwerben, das dann bis 2019 gesperrt ist, und könnte das Ärger für mich bedeuten, da ich meine PI schon plane?
    Kaufen würde ich das Paket vor der PI.

    5.
    Für meine Frau ist keine PI geplant, da es sich nur um „einen“ Gläubiger handelt und wir vllt diese 4000€ abzahlen können.
    Ist das Sinnvoll? Oder sollten wir überlegen „gemeinsam“ in PI zu gehen?

    6.
    Ich habe ein Studium begonnen, und muss mir nun einen „neuen“ PC anschaffen. Dieser ist für mein Studium unerlässlich. Wenn ich diesen nun Kaufe, wird der IV diesen dann verkaufen? Oder muss meine Frau den nun Kaufen?

    7.
    Der GV erwartet nächste Woche eine Zahlung. Sollte ich diese nicht leisten, weil ich mich zur PI entschieden habe, ist es da Sinnvoll, ihn von der PI zu unterrichten, obwohl ich noch keinen Schritt in PI gemacht habe? Sprich RA oder ähnliches.

    Ich möchte mich nochmals für ihre „Dienste“ die Sie hier leisten bedanken.

    Alexander

    • Jörg Franzke sagt:

      Das sind aber viele Fragen. Ich werde sie kurz beantworten:

      1. Ja, der Verwalter wird Ihnen das Auto zum abkaufen anbieten und falls Sie es nicht wollen, verkauft er es an einen Verwerter.
      2. Vielleicht kann man den Vertrag samt Kredit umschreiben, falls nicht ist diese Bank ein Gläubiger und kommt mit auf die Liste. Als Folge wird man kündigen und Sie müssen das Handy herausgeben.
      3. Nein, man nimmt Ihnen nichts weg.
      4. Ja, alle Aktien werden verwertet. Es macht keinen Sinn weitere Aktien zu kaufen.
      5. Nein, nicht sinnvoll wegen 4000 EUR in die Insolvenz zu gehen.
      6. nein, das interessiert ihn nicht.
      7. Nein, nicht bezahlen. Geben Sie auf Verlangen den Offenbarungseid ab und dann beantragen Sie die Privatinsolvenz.

  167. Guten Abend!

    Gemeinsam mit meinem Mann habe ich ein Haus gebaut und finanziert. Kurz darauf ging die Ehe zu Bruch, unser Kind und mein Noch-Ehemann leben seitdem im Haus. Wir haben seitdem hälftig die anfallenden Raten bezahlt, die Kreditsumme (meherere Kredite) beläuft sich auf ca. 300.000 Euro.
    Grundsätzlich sind wir beide voll berufstätig. Ich Beamtin, ca. 2.500 Euro netto, er freie Wirtschaft, ca. 1.600 Euro Nettoeinkommen.
    Die Situation hat sich nun schlagartig verschlechtert, da mein noch Ehe-Mann aufgrund Burnouts nicht mehr arbeitet und seit Monaten krank ist. Lohn erhält er von der Krankenkasse. Seitdem weigert er sich, die hälftigen Zahlungen (ca. 700 Euro / Monat) zu leisten und ich trete monatlich für ihn ein, was für mich hohe Ausgaben bedeutet, die ich zwar tragen kann, aber die mir natürlich sehr weh tun, zumal ich tatsächlich ja nichts vom Haus habe. Unterhalt und Scheidungsvorbereitungen laufen über Anwälte, verfallen aber derzeit in Geplänkel ohne Fortschritte. Mein Expartner wir mehr und mehr psychotisch und lässt keine gütliche Regelung erkennen, es zieht sich alles in die Länge. Es wäre denkbar, dass er in seinem bisherigen Beruf nicht mehr arbeitsfähig wird und nur noch einen „Job der ihm Spaß macht“ annehmen wird. Zudem hat er mit seiner neuen Partnerin (unsere Trennung ist nun ca. 2 1/2 Jahre rückliegend) gerade ein Kind bekommen. Gemeinsam wohnen sie alle (mit meinem Sohn, da ich 3-Schicht arbeite) in unserem Haus. Es wurden bisher alle Rechnungen beglichen, ich fürchte aber, dass mein Exmann das so lange herauszögert wie möglich und sich am Ende wegen hoher Schulden durch den unvermeidlichen Hausverkauf (so es denn irgendwann endlich einen gibt) in PI begeben wird. (Werverlust des Hauses bzw. Restschuld nach Verkauf, dazu Vorfälligkeitsentschädigung etc.) Was bedeutet das für mich? Und wie sähe es aus, wenn ich weiter zahle und zahle und er sich einfach weigert, mitzuzahlen oder zu verkaufen? Oder wenn er jetzt schon plötzlich in die PI ginge?
    Ich wünschte, es würde endlich alles geklärt und könnte beginnen, eine Schuldensumme X zu tilgen und ein Ende absehen zu können. Haben Sie Rat?

    Vielen Dank und mfG

    Elli

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo Elli,
      so sollten Sie sich nicht ausnutzen lassen, das geht irgendwann einmal auf die Gesundheit. Sie sollten sofort die Zahlungen einstellen und sowohl Haus als auch diesem Mann seinem Schicksal überlassen. Dass er sich selbst helfen kann sieht man ja an seinem Familienzuwachs. Weil Sie als besser verdienende Ehefrau ohnehin zum Unterhalt verdonnert werden, käme Ihnen eine Privatinsolvenz gerade recht, dann fallen die Unterhaltszahlungen wenigstens geringer aus.

  168. christina mathuber aus Wien Austria sagt:

    Hallo ich heiße christina ich habe der PSk über c 1.900 Euro Schulden ich zahle meinen Kredit seit 1990 ein habe nie Stunden lassen ich Führer mehr verdient bei der Post bin aber 2004 weg von der Post und da an habe ich nur noch 50 Euro einbezahlen können bis vor kurzem zahlte ich 100 Euro an die Inkasso ein die PS hat mich nur wegen ca 7.990schiling geklagt obwohl ich immer bezahlt habe mein SchuldenBerater meint ich soll in die privatInsolvenz gehen und die 100euro soll ich auf ein spar konto legen das habe ich schon gemacht ist das sinnvoll für mich wenn ich in privatinvoinzenz gehe? Weil mein Schuldenberater meint auch wenn ich mal zwei hunderteuro einbezahle komm wwich nicht runter weil die Zinsen immer wieder steigen!!! Mitte um ihren rät Danke im voraus Fr mathuber

    • Jörg Franzke sagt:

      Wegen 1900 EUR lohnt sich eine Insolvenz nicht, da sind die Verfahrenskosten höher. Richten Sie ein P-Konto ein, damit man nicht pfänden kann, dann stellen Sie die Zahlungen an diesen Gläubiger ein, sparen in der Keksdose 500 EUR an und diese bieten Sie dem Gläubiger dann als Einmalzahlung.

  169. Guten Tag.

    Wenn mein Mann in die PI geht, darf er seinen Lohn auf mein Konto überweisen lassen? Wir sind beide bei der SPK nur das sein Konto einen hohen Dispo aufweist. Die SPK kann ja sicher nicht seinen Lohn von meinem Konto verwenden um den Dipso auszugleichen,das sehe ich hoffentlich richtig. Mein Koto ist ein reines Guthaben-Konto da ich selbst die PI durchlaufen habe und nun seit 25.07.2014 die Wohlverhaltensperiode hinter mir habe.PKH antrag zum gericht ging am Freitag zum Gericht.für eine kurze Antwort bin ich dankbar und muss auch mal bemerken das diese Seite wirklich hilfreich ist.Mfg

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ja, Ihr Mann kann bedenkenlos sein Gehalt auf Ihr Konto überweisen lassen, weder die Sparkasse noch irgend ein anderer Gläubiger kann auf Ihr Konto zugreifen. Ich gehe davon aus, dass Sie nicht für das Darlehn haften. Danke übrigens noch für Ihre freundlichen Worte ;-).

  170. Guten Tag, Herr Franzke

    und zunächst einmal vielen Dank für Ihre sehr informative Seite, die mir gerade noch mehr Bauchschmerzen macht…

    Zu meiner Situation: Aus einer Hausversteigerung und gleichzeitiger Scheidung sind im Laufe der Jahre durch die hohen Zinsen ca 90.000,-€ Schulden entstanden, zzgl. noch 2000,-€ restlicher Anwaltskosten. Direkt nach der Scheidung/Versteigerung war ich nicht berufstätig, sondern alleinerziehende Mutter zweier Kinder und begann dennoch von der laufenden Sozialhilfe Schulden abzubauen, damals unwissend, dass ich nicht mal die Zinsen begleichen kann. Mein geschiedener Mann machte sich sofort selbstständig, aber sein gesamtes Vermögen gehörte der neuen Ehefrau, so dass von der Seite keine Schulden beglichen wurden.
    1993 bekam ich einen festen Arbeitsvertrag, schrieb vorher die Gläubiger an, um einen Vergleich anzustreben, was auch gelang. Es waren nur geringe Raten von insgesamt 200,-DM/ 100,- €, mit denen ich damals aber trotzdem mit den Kindern unter der Pfändungsgrenze lag. Diese Zahlungen sollten lebenslang sein, die Zinsen gestundet.
    Mittlerweile habe ich einen Verdienst von 2400,-€ netto, meine Kinder sind seit 5 Jahren aus dem Haus und einer der Gläubiger (ein Inkasso-Unternehmen) hat mich angeschrieben, kann sich nicht an einen Vergleich erinnern, beruft sich auf eine angeblich befristete Ratenvereinbarung (die er mir bisher nicht in Form einer Kopie vorlegen kann). Weder dieser Gläubiger noch ich selbst haben noch die Unterlagen dieses Vergleiches, also werde ich dagegen wohl nicht angehen können. Oder doch?

    Ich bin zu einer Rechtsanwältin gegangen, die mir empfohlen hat, in die PS zu gehen, um nach 3 Jahren durch die 35%-Regelung schuldenfrei zu sein. Außergerichtliche Versuche, eine Einigung zu erzielen, scheinen zu scheitern, da dieser Gläubiger einer Einigung nur zustimmt, wenn ich ihm eine 60 monatige Zahlung von 610,-€ garantiere. Im Krankheitsfall/Arbeitslosigkeit von mir, wenn ich nicht zahlen kann, würde sofort diese Vereinbarung hinfällig. Diese Garantie kann ich nicht geben, weil ich ständig mit Depresionen und Magengeschwüren kämpfe und nicht absehen kann, ob ich gesundheitlich 5 Jahre durchhalten kann.

    Also bleibt wohl nur die Privatinsolvenz. Dazu habe ich noch Fragen:

    1.) Wenn ich hier lese, wie hoch Insolvenzverwaltergebühren und Gerichtskosten sind, kann ich es dann überhaupt schaffen, 35% aufzubringen und nach 3 Jahren endlich nach Jahrzehnten schuldenfrei zu sein? Macht es Sinn, diesen Weg anzustreben?

    2.) E gibt eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer LV. Arbeitgeber zahlt und ist Versicherungsnehmer, ich selbst bin versicherte Person. Da ich erst 20Jahre fest arbeite würde ich in die Altersarmut fallen, wenn man mir diese Versicherung pfändet oder ist diese gesetzlich geschützt? – Wenn sie nicht geschützt ist, fallen die gepfändeten Beträge dann auch in die 35%-Zahlung? Ich selbst bin 57Jahre, habe also noch 9 Jahre zu arbeiten und vorher würde die Versicherung nicht ausgezahlt.

    3.) Zum Jahreswechsel musste ich umziehen, habe auch eine Kücheneinrichtung übernehmen müssen. 2000,-€ hat meine Tochter mir bar vorgestreckt, die ich ihr März/April auf ihr Konto zurück überwiesen habe. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht gewußt, dass ich mich schon kurze Zeit später mit einer eventuellen PS auseinandersetzen muss. Ist diese Zahlung nun durch den Insolvenzverwalter anfechtbar?

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    • Jörg Franzke sagt:

      1.) Die 35% Regel ist in der Tat ein ziemlicher Quatsch, den sich der Gesetzgeber hat einfallen lassen. Sie haben völlig recht, dass insbesondere im Hinblick auf die hohen Verfahrenskosten die 35% Regel kaum zu erreichen ist. Besser ist da schon der Insolvenzplan. Dort müsste das Geld von außen kommen und wenn ein „befreundeter“ Gläubiger im Abstimmungstermin dem Insolvenzplan zustimmt, haben Sie sich auf 5% der ursprünglichen Forderungen verglichen. Falls irgendwie möglich, wählen Sie also diese Möglichkeit.

      • Vielen vielen Dank, Herr Franzke, für Ihre Antwort. Ich bin Ihnen sehr dankbar. Dankbar bin ich auch für Ihre Webseite, die uns Betroffenen so sehr weiter helfen kann.

        Zu Ihrem vorgeschlagenen Insolvenzplan habe ich noch eine Frage: Läuft das dann so, dass ich ein Jahr lang den pfänbaren Betrag meines Gehaltes abtreten/anbieten muss zuzüglich dann Geld 5% – 10% einer dritten Person? – Ich habe insgesamt 3 Gläubiger, wovon von den o.g. 90.000,-€ ein Gläubiger mit 87.000,-€ (Inkasso) den größten Summenanteil hat. Gibt es da wirklich eine reale Chance, dass so ein Hauptgläubiger nicht zu einem Abstimmungstermin erscheint?

        Ich danke Ihnen noch einmal für eine Antwort und sende liebe Grüße.

        • Jörg Franzke sagt:

          Ja, die Chance ist sehr groß, dass die Gläubiger nicht zum Termin erscheinen. Insolvenzplan funktioniert nur mit einer Besserstellung der Gläubiger. Das heißt es muss von außen ein zusätzlicher Geldbetrag kommen. Das Geld, das der Insolvenzverwalter ohnehin einzieht, hält nicht, das steht den Gläubigern ohnehin zu. Es mus ein darüber hinausgehender Betrag geboten werden.

  171. Guten Tag.

    Ich habe mal eine Frage und zwar sieht es bei mir so aus das ich ca. 5000 € schulden habe. Beziehe momentan Hartz 4 mit meiner Kleinen Tochter. Jetzt möchte ich mit dem Kindsvater zusammenziehen und auch heiraten. Wie sieht sie Sachlage dann aus? Kann ich in die Privatinsolvenz gehen? Und wird mein Partner damit reingezogen?

    Danke für Ihre antwort
    Mit freundlichen Grüssen

  172. Guten Tag Herr Franzke , ich habe eine Frage.. Ich stehe kurz vor der Privatinsolvenz nach einer gescheiterten Selbstständigkeit.
    Meine Gesamtschuldsumme liegt bei etwa 175000€,wobei dies durch eine Bank sowie ein ehemaliger Vermieter meiner Gewerbeinrichtung entstanden sind.
    Ich habe ein Dispo, der mit etwa 1000€ im Minus ist. Mein Nettolohn liegt in etwa bei 2400€ monatlich, was allerdings auch komplett verbraucht wird monatlich… Durch die immensen Schulden bin ich in die Spielsucht geraten, allerdings sind dadurch keine neuen Schulden entstanden. Die Frage ist, den Dispo bekomme ich nicht mehr aus dem Minus, könnte ein Gläubiger jetzt einen Antrag stellen auf Versagung der Restschuldbefreiung wegen Verschwendung? Weil mein Gehalt immer weg ist und ich kein neues Vermögen aufgebaut habe… Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort!!!

  173. Mein Mann hat ein riesen Problem an der Backe!
    Er war Gesellschafter/Geschäftsführer einer GmbH welche Insolvenz anmelden musste. Er ist zwar ca. 6 Wochen vor Insolvenz als GF aus der Firma ausgetreten, jedoch ist der letzte GF nun in Privatinsolvenz, so dass sich mein Mann mit den Insolvenzverwalter auseinandersetzen muss. Nun kommts: Mein Mann hat einen Anwalt, welcher ständig mit den Insolvenzverwalter in Kontakt ist wegen eines Vergleichs. Der Insolvenzverwalter würde sich auf 50 % der geforderten Summe als Vergleich einlassen, will jedoch nicht bestätigen, dass damit alle bekannten und unbekannten Forderungen aus der Insolvenz abgegolten sind. Da mein Mann keine Ahnung hat was somit noch auf ihn zukommen kann und er glaubt, dass er jetzt den Vergleichsbetrag zahlen würde und bei nochmaliger Forderung des Insolvenzverwalters dann eh Privatinsolvenz anmelden müsste, will er ohne Bestätigung eines „endgültigen Vergleich“ gleich Privatinsolvenz anmelden. Es ist nicht zu glauben, wir haben zwar kein Vermögen, aber das wären auch unsere einzigen Schulden!! Kann es denn wirklich sein, dass man nur Privatinsolvenz anmelden muss, weil der Insolvenzverwalter hinterrücks ist und nicht offen und ehrlich gleich seine gesamte Forderung auf den Tisch legen will! Ich bin oft nur am Kopfschütteln was ich das letzte Jahr alles an „unangenehmen“ neuen Erkenntnissen in Bezug auf Haftung Selbstständiger erfahren musste! Ich kann nur jedem abraten sich jemals selbstständig zu machen, egal ob Einzelfirma oder GmbH! Alles schei…e….. wenns net klappt! Das glaubt Dir aber keiner, alle denken nur Du bist automatisch Millionär nur weil Du „selbstständig“ bist!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich würde die Selbständigkeit nicht von vorneherein verteufeln, aber gefährlich ist sie schon. Vor allem ist es gefährlich der Geschäftsführer einer GmbH zu sein. Ihr Mann hat allerdings nicht unrecht. Wenn sich mit dem Insolvenzverwalter kein abschließender Vergleich machen lässt, dann zahlt man gar nichts und geht ggf. in die Insolvenz.

  174. Hallo,

    ich brauche bitte Ihren Rat. Mein Exmann und ich ( beide im Grundbuch eingetragen) haben vor15 Jahren ein Haus gebaut ( lange Laufzeit, Restdarlehen noch ca.165.000 Euro), wir haben es vermietet.
    Leider muss mein Exmann nun in die Privatinsolvenz und ich möchte einfach wissen, was mir dabei passieren kann? Er würde mir das Haus auch komplett überschreiben, dann würden aber Notarkosten von ca. 4000 Euro anfallen und ich müsste die Bank überzeugen, dass ich mit meinem neuen Ehemann das Haus weiter bedienen kann ( es ist seit 10 Jahren gut vermietet) …., wird das Darlehen dann noch mal verzinst bzw NEU berechnet?
    Was hab ich zu befürchten? Kann es einfach versteigert werden irgendwann, obwohl es nicht abbezahlt ist? Vielleicht ist es besser, es jetzt einfach versuchen zu verkaufen, dann habe ich wenigstens einen “ kleinen “ Gewinn…der vom Ex ist dann natürlich weg…

    Danke im voraus für Ihre Antwort.

    M.Meeßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      die Bank entscheidet alles. Falls Sie bereit ist, das Vertragsverhältnis mit Ihnen fortzusetzen, ist alles gut. Falls nicht kündigt die Bank auch Ihnen gegenüber und Sie sind auch pleite. Falls Sie über ein Einkommen verfügen, sollten Sie sich um eine komplett neue Fiannzierung kümmern und Ihr MAnn schreibt das eigentum auf Sie um. Ist die Immobilie neu finanziert, kann Ihr Mann „entspannt krachen gehen“.

  175. Jennifer Ziegler sagt:

    Hallo Herr Franzke,

    Ich möchte das Insolvenzverfahren anstreben weil es mir keine andere Möglichkeit lässt. Was mir keine Ruhe lässt ist ich Schulde einer Freundin noch Geld dies wurde aber nie schriftlich festgesetzt. Kann ich diese Schulden auch mit in die Insolvenz mit rein nehmen ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Jennifer Ziegler

    • Jörg Franzke sagt:

      Na klar, es gibt bei den Schulden keinen Unterschied ob von Freunden oder beispielsweise von einer Bank. Sie werden auch darüber die Restschuldbefreiung erhalten.

  176. Sehr geehrter Herr Franzke,

    bin 55 Jahre, aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme wollte mich mein Arzt vor zwei Jahren schon „kaputt schreiben“. Da die Erwerbsminderungsrente nicht ausreicht, habe ich es nicht gemacht. Habe ein Dreifamilienhaus, wovon ich eine Wohnung selbst bewohne, eine an meinen Sohn vermietet ist (bezahlt regulär Miete) und auf eine Wohnung hat meine Mutter Nießbrauchrecht (sie hat Mieter darin und bezieht selbst den Mietzins). Durch eine dringend erforderliche Renovierung, dadurch verbundener sechs-monatiger Mietausfall musste ich einen zusätzlichen Kredit aufs Haus aufnehmen. Jetzt ca. 175.000,– €uro an Belastung zusätzlich ging mir das Auto kaputt, wo ich dringend beruflich drauf angewiesen, und musste für ca. 14.000,– €uro ein anderes kaufen (gesamt somit ca. 200.000,– €). Es belastet mich jeden Monat sehr, irgendwie dadurch zu „schiffen“ und keinen „Schiffbruch“ zu erleiden und mit dem Geld klar zu kommen.
    Im Haushalt wohnt noch ein Sohn (in Ausbildung), meine polnische Schwiegermutter (in Pflege), meine polnische Frau (hat keine deutsche Staatsangehörigkeit, aber ein unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung!) und ich! Neben meinen Einkünfte (Beruf + Miete) kommen noch 450,– € meiner Frau monatlich hinzu. Wir sind seit 1990 verheiratet (Zugewinngemeinschaft).

    Momentan konnte ich noch alle Schulden bezahlen!! Hinweis – alle Belastungen laufen nur auf meinen Namen und ich habe jeweils nur unterschrieben (meine Frau nirgend!)! Nur wenn meine Gesundheit absolut nicht mehr mitspielt, bzw. z.B. eine Dacherneuerung ansteht, könnte ich die Belastungen nicht mehr bedienen! Daher vorsorglich meine Fragen zu einer eventuellen Privatinsolvenz:

    1. Wie sieht unser pfändungsfreies Einkommen aus?
    (….wird das Einkommen meiner Frau, sowie der Ausbildungsverdienst meines Sohnes dazu gerechnet??

    2. Was geschieht mit der Wohnungseinrichtung (kein Luxus), die wir seit unserer Heirat haben bei einer Privatinsolvenz aus??

    3. Meine Frau hat in Polen Eigentum (ein Haus mit Land – schon vor unserer Hochzeit!)! Würde dieses Eigentum berücksichtigt??

    Für Ihre zeitnahe Antwort bedanke ich mich schon jetzt im Voraus recht herzlich.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      1. Ihr Pfändungsfreies Einkommen kann ich nicht berechnen, weil ich Ihr Nettoeinkommen nicht kenne. Sobald Ehefrau oder Kind eigene Einnahmen haben, gelten Sie nicht mehr als Unterhaltspflicht.
      2. Wohnungseinrichtung ist nicht pfändbar, es besteht absolut keine Gefahr.
      3. Eigentum der Frau bleibt unangetastet. Jeder haftet nur für das, was er unterschrieben hat.

  177. hallo herr Franzke ich habe eine frage ich bin zur zeit bei einem ra wir wollen die PI machen es ist jetzt auch an jeden gläubiger ein brief verschickt wurden wegen einer aussergerichtlichen einigung 1 hat nicht zugestimmt und jetzt wird die PI beantragt muss ich jetzt noch bezahlen ??? mein einkommen liet bei ca 2300 netto ich bin verheirattet 1 kind . 2 kind ist unterwegs meine frau arbeitet nicht und bekommt auch keine unterstützung meine schulden belaufen sich auf ca 15.000 euro habe ich alles richtiggemacht??
    mein gehalt geht auf das konto meiner frau da ich kein konto bekomme leider die volksbank gibt mir keins obwohl ich dort nie schulden hatte deutschebank habe ich als gläubiger damit fählt auch die postbank weg commerzbank und sparkasse fallen auch weg da gläubiger von mir wenn die schulden summe 15.000 euro beträgt wie hoch sind dann die kosten des verfahrens???? wegen den 35%

    ich bedanke mich schon mal im voraus

    • Jörg Franzke sagt:

      Alles klar. Lassen Sie weiterhin das Einkommen auf das Konto der Ehefrau überweisen. Bezahlen müssen Sie nichts mehr, nur noch das, was Sie ins neue Leben mitnehmen möchten.

  178. Guten Tag,

    wir haben folgendes Problem.
    Ich möchte ein Haus kaufen und einen Kredit dafür aufnehmen. Meine Partnerin ist in drei Jahren mit der PI fertig. Leider existieren zufällig Forderungen in der Insolvenzmasse bei genau dieser Bank. Meine Partnerin würde nicht im Kreditvertag auftauchen, darf sie ja auch nicht, aber wohl ihr Einkommen zur Bewertung der Einnahmen und Ausgaben bei der Machbarkeit des Kredites berücksichtigt.
    Darf die Bank hier eine Verbindung herstellen und über einen erhöhten Finanzierungsbetrag z.B einen Teil ihrer Forderungen einstreichen und gleichzeitig auf den offenen Betrag im Insolvenzverfahren verzichten?
    Verstößt meine Partnerin eigentlich (wenn Ihr Einkommen nur zur Berechnung des Familieneinkommens bzgl. Kreditmachbarkeit herangezogen wird) gegen das Insolvenzverfahren? Sie nimmt ja keine neuen Schulden auf, sondern ich. Nur Ihr Einkommen wird dem Familieneinkommen hinzugerechnet, was aber unter der Pfändungsfreigrenze liegt.
    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Bank wird sicherlich keine Verbindung herstellen, aber auf der anderen Seite ist die Bank natürlich frei in ihrer Entscheidung, ob sie Ihnen einen Kredit gewährt oder nicht. Die Restschuldbefreiung Ihrer Frau ist nicht gefährdet.

  179. Lena Franken sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich habe ein sehr bewegtes Leben hinter mir und habe mit meinen 37 Jahren leider immer noch immense Schulden. Ohne Ausbildung habe ich mir eine Führungsposition erarbeitet, für die ich auch mein Studium ohne Abschluss abgebrochen hatte und bin letztlich durch das Mobbing meines Vorgesetzten unfreiwillig aus dem Beruf gegangen. Um überhaupt einen Abschluss zu haben, habe ich nun 2 Jahre lang eine berufliche Reha-Maßnahme absolviert und einen Berufsabschluss erreichen können. Selbst innerhalb dieser finanziell engen Zeit habe ich immer alle Schulden bedient, wobei es mir aber – wie man sich denken kann – nicht gut ging. Ebenfalls habe ich lange, lange damit zu kämpfen gehabt, mein Studium abgebrochen zu haben. Mein größter Wunsch wäre gewesen, wenigstens berufsbegleitend zu studieren, aber zusätzlich 350,- Euro zu zahlen kann ich leider gar nicht stemmen. Ich zahle derzeit schon knapp 500 Euro Raten und damit bediene ich allein die Hälfte nur die Zinsen pro Jahr.

    Nun bin ich an dem Punkt, an dem ich mir darüber klar werden muss, wie es weitergeht. Ich habe insgesamt noch ca. 30.000 Euro Schulden. Hierin enthalten sind auch die Schulden von meinem alten Bafög in Höhe von ca. 6.000 Euro, die man während meiner Umschulungsmaßnahme auch noch von mir sehr ungünstig wieder haben wollte, wenn auch in Teilbeträgen. Dennoch: ich strebe eine Privatinsolvenz an und stehe jetzt vor der Frage:

    Suche ich mir einen Vollzeit Job und bemühe mich um Karriere auf Basis meines bisherigen Weges, verdiene ggf. um die 2000,- mit Tendenz steigend, aber habe davon nur die besagten 1.045,- für mich…oder suche ich mir einen Teilzeitjob, bei dem ich so oder so auf meine 1.045,- Euro komme und studiere in den kommenden Jahren meiner Privatinsolvenz? Meinen Sie, dass ist einerseits erlaubt, andererseits machbar und sinnvoll?

    Momentan bin ich etwas überfordert mit der Gesamtsituation. Zumal ich damit rechnen kann, dass ich tatsächlich 13.500,- Euro dem Amt zurückzahlen muss, da man mir zu viel gezahlt hatte in der Vergangenheit und ich dieses nicht gemeldet habe…und dieses wohl oder übel nicht in das Insolvenzverfahren eingerechnet werden wird. Ich kann mich also darauf einstellen, dass ich danach wieder Schulden haben werde.

    Vielleicht können Sie mir mit einem Objektiven Rat helfen??

    Herzliche Grüße,
    Ihre Lena Franken

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      bei einem Nettoeinkommen von 2.000 EUR einen Schuldenbetrag von 30.000 EUR abzuzahlen finde ich nahezu unmöglich. Also Privatinsolvenz. Leider kommt da eh noch ein Problem auf Sie zu, weil die Überzahlung des Amtes als vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung nicht restschuldbefreit wird. Sie müssen in dieser Sache sehr vorsichtig sein, sonst fangen Sie sich zusätzlich ein Strafverfahren wegen Betruges ein, die Arbeitsämter schmeißen in derartigen Fällen mit Strafanzeigen nur noch so um sich. Also versuchen Sie, dieses Geld zurückzuzahlen, gehen studieren und durchlaufen ein Insolvenzverfahren.

  180. Hallo Herr Franzke!
    Stehe nun kurz vor der PI, weil ich leider keinen anderen Weg mehr sehe.
    Allerings ist mit etwas unklar:
    Ich habe aktuell ein nettoeinkommen von 1290 €, habe ein Kind für das ich kindergeld und den Mindestunterhalt vom kindsvater erhalte.
    Gilt für mich jetzt die freigrenze von 1050 € oder die von 1440 €, die in der
    spalte bei einer unterhaltspflichten Person steht?
    Und werden Kindergeld und Kindunterhalt mitberechnet?
    Nach der Hochzeit habe ich etwa 1430 € netto
    Und das nächste: mein zukünftiger Mann wird auch die PI anmelden wegen diverser Altlasten, er befindet sich jetzt in der Ausbildung und hat nach der Hochzeit knapp 600 € netto. Sind das dann 2 gesonderte Verfahren oder werden die beiden Einkommen und auch die Schulden zusammen gelegt?
    Fragen über Fragen, Termin beim Anwalt ist in 14 Tagen, aber das wüsste ich gern schon vorher.
    Lg

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      mit einem Kind haben Sie eine Pfändungsgrenze von 1440 EUR, also liegen Sie mit Ihrem Einkommen darunter. Wenn Ihr Mann auch eine Insolvenz durchlaufen will, sind das zwei verschiedene Verfahren.

  181. Hallo Herr Franzke,
    ich bin momentan ziemlich am verzweifeln. Nach jahrelanger Selbständigkeit bin ich seit ca. 3 Jahren wieder Vollzeit im Angestelltenverhältnis. Durch Umstrukturierungen im Betrieb halte ich der Belastung nicht mehr stand. Auf Anraten meines Arztes, der mich diesbezüglich in den letzten Monaten bereits mehrmals krankgeschrieben hat, soll ich umgehend kündigen und mir einen neuen Job suchen. Nach Rücksprache mit den Amt für Arbeit bekäme ich auch keine Sperrfrist. Da ich aber seit Ende 2013 in der PI bin(noch keine WVP) habe ich grosse bedenken über den weiteren Verlauf der Insolvenz. Habe ich bzgl. der Restschuldbefreiung oder ähnliches etwas vom nsolvenzverwalter zu befürchten? Mein Arzt bestätigt mir schriftlich das ich den Job nicht mehr ausüben kann/soll/darf.
    Bitte um Ihre Mithilfe

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie eine Bestätigung des Arztes haben, dass Sie den Job nicht mehr weitermachen können, dann müssen Sie auch nichts befürchten. Selbstverständlich wird man Ihnen die Restschuldbefreiung erteilen.

  182. C. Tschöke sagt:

    Hallo Herr Franzke,

    ich möchte gerne die Privatinsolvenz beantragen. Was kostet mich das?

    Außerdem bin ich arbeitslos. Nach Ablauf von ALG I habe ich KEIN Hartz IV beantragt und mich statt dessen mit einem Schreibbüro selbständig gemacht. Aber aufgrund finanzieller Mittel kann ich keine Werbung machen und daher läuft das ganze nicht. Einkommen derzeit 0,00 €. Kann ich trotzdem in die Privatinsolvenz?

    Und: Kommt der Insolvenzverwalter auch nach Hause? Oder meldet er sich nur schriftlich?

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Sie können auch ohne jedes Einkommen eine Insolvenz beantragen. Zur Vorbereitung der Insolvenz ist es allerdings besser, wenn Sie das Gewerbe vorher abmelden. Ist das Gewerbe noch angemeldet, müssten Sie eine fähige Insolvenz beantragen, was etwas aufwändiger und teurer ist. Ich denke, für Sie ist eine Verbraucherinsolvenz die bessere Wahl, als so dass Gewerbe bitte abmelden. der Insolvenzverwalter kommt nicht zu Ihnen nachhause. Sondern er lädt Sie ein zu einem Gespräch in seine Kanzlei. Die Einladung hierzu erhalten Sie schriftlich.

      • Dass der Treuhänder (Privatinsolvenz) nicht nach Hause kommt, dachte ich auch.
        Meiner, bzw. sein Sekretariat, hat jedoch ziemlich eindringlich darauf bestanden, den Ersttermin mit dem Treuhänder bei mir zuhause stattfinden zu lassen .

        Dem zu widersprechen wäre wahrscheinlich möglich, jedoch, wenn vielleicht auch nur auf subtiler Ebene, sicherlich nicht der beste Start in die Schuldner- Treuhänder-Beziehung.

        Ich hatte damit kein Problem und für mich hat sich daraus auch kein Nachteil ergeben. Das Gespräch war entspannt und von Menschlichkeit und Respekt getragen.

        Auch mein Anwalt war der Meinung, dass die wenigsten Treuhänder die Schuldner in der häuslichen Umgebung besuchen, noch dazu in einer Großstadt. Aber, wie man sieht, kommt es vor und das Anliegen liegt im Ermessen des Treuhänders.

  183. Mein Freund hat Schulden!Und ich moechte DAs ER in Privatinsolvenz geht!Er meinte DAs geht nicht,Weil ER EIN Haus hat!Wie verhaelt dich DAs?Und was fuer Moeglichkeiten gibt es!Er sagt es gibt nichts!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ihr Freund hat leider recht. Die Wahrscheinlichkeit das Haus zu verlieren, wenn Ihr Freund in die Insolvenz geht, liegt bei rund 95%. Eine andere Möglichkeit, als Insolvenz oder Schulden zurückzahlen, gibt es für Ihren Freund nicht. Alle anderen Lösungen wie Teilzahlungsvergleich oder Insolvenzplan viiiel Geld kosten, das sicherlich nicht vorhanden ist.

    • Stephanie Schneider sagt:

      Guten Tag,
      meine Frage ist, wie verhält sich in der Regel ein Arbeitgeber, wenn ich eine Privatinsolvenz beantrage, oder gibt es eine Möglichkeit das nicht über den Arbeitgeber laufen zu lassen?

      Herzlichen Dank