FAQ und Tipps

Tipps zur Verbraucherinsolvenz und Privatinsolvenz- Hier finden Sie wichtigsten Tipps zur Privatinsolvenz und Verbraucherinsolvenz – aus meiner täglichen Beratungspraxis für Sie zusammengestellt.

Die Top 5 der FAQ:

Tipps zu Kontopfändung, Gerichtsvollzieher, Offenbarungseid

Tipps wie man eine Insolvenz vorbereitet

Tipps zum Insolvenzverfahren und Insolvenzverwalter

Tipps zu Insolvenz und Ehepartner, Lebensgefährte

Tipps gegen Versagung der Restschuldbefreiung

Tipps zu Gebühren und Gerichtskosten

Tipps bei Immobilienschulden

Tipps zur Schufa

230 Gedanken zu „FAQ und Tipps

  1. Gerhard SG sagt:

    Erstmal meine Hochachtung für diese Seite. Sie sind damit sehr vielen Leuten eine große Hilfe. Ich formuliere mein Anliegen kurz und knapp. Meine Mutter hat mir im Jahre 2011 ihre selbst bewohnte Eigentumswohnung (50qm) geschenkt. Dies wurde notariell beurkundet. Sie hat dort ein lebenslanges Wohnrecht. Anfang 2017 wurde gegen meine Mutter das Insolvenzverfahren eröffnet. Sie ist zahlungsunfähig. Frage: Muss die Schenkung nach 6 Jahren rückabgewickelt werden? Vielen Dank im voraus…

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Frage ist, ob damals zum Zeitpunkt der Schenkung die finanziellen Verhältnisse der Mutter noch in Ordnung waren. War dies nicht der Fall und kann der Insolvenzverwalter anhand von Indizien nachweisen, dass Sie die Zahlungsschwierigkeiten der Mutter kannten, dann könnte man die Schenkung der Wohnung so auffassen, dass Ihre Mutter ihr Vermögen dem Zugriff ihrer Gläubiger entziehen wollte. Dies würde zu einer Anfechtung der Schenkung berechtigen.

      • Sehr geehrter Herr Franzke, welcher Pfändungsfreibetrag wird angewandt bei laufender Insolvenz in Deutschland und dann erfolgt ein Umzug nach Österreich? Gibt es dazu was handfestes? Vielen Dank

        • Jörg Franzke sagt:

          Ja, gibt es. Eigentlich gelten immer die Pfändungsgrenzen des Landes in dem man wohnt. Aber die deutschen Insolvenzverwalter sind in der Regel zu faul, die ausländischen Pfändungsgrenzen anzuwenden und man einigt sich dann auf die deutschen Pfändungsgrenzen. Davon würden aber auch Sie profitieren, weil die dt. Grenzen höher sind als die österreichischen.

  2. Guten Abend Herr Franzke,

    können Sie mir sagen, ob die Gerichtskosten, die durch eine Straftat entstanden sind mit in die Privatinsolvenz gehen? Ich habe in einem Urteil vom BGH gelesen, dass es nicht zu einer unerlaubten Handlung zählt.

    Vielen Dank für ihr Antwort schon im Voraus.

    • Jörg Franzke sagt:

      Das ist richtig. Die Verfahrenskosten zählen nicht als Forderung aus dem Rechtsgrund der vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung.

      • Andreas E. sagt:

        Sehr geehrter Herr Franzke,
        ich habe u.a. eine gerichtlich festgestellte Forderung gegen mich auf Grund unerlaubter Handlung – Vorenthaltens Arbeitgeberanteile.
        Nach InsO dürfen für eine Verbraucherinsolvenz keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Fällt der Scahdensersatz hierunter? Es erfolgt ja schliesslich keien Restschuldbefreiung auf den Betrag.
        Vielen dank für ihre Hilfe im voraus.

        • Jörg Franzke sagt:

          Wenn Sie auch Arbeitnehmeranteile schulden – wahrscheinlich nach einer GmbH-Insolvenz, bei der Sie Gesellschafter-Geschäftsführer waren -, dann müssten Sie eine Regelinsolvenz beantragen, wenn Sie mehr als 20 Gläubiger haben und eine Verbraucherinsolvenz, wenn Sie weniger als 20 Gläubiger haben.

  3. Franziska sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    mich beschäftigt eine Frage und ich würde mich freunen wenn Sie mir darüber Auskunft geben.
    Ich bin vor ein paar Monaten aus einer Genossenschaftwohnung ausgezogen.
    Meine Insolvenzverwalter hatte für die diese WOhnung die Enthaftungserklärung nach § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO abgegeben.
    Nun meine frage..
    Was passiert mit meinen Genossenschaftsanteilen (unter 2000€) ?
    Ich befinde ich mich noch im Eröffneten Verfahren. Die ANteile werden aber erst 2018 bzw 2019 ausgezahlt. Das weiß ich jetzt nicht ganz genau.
    Was ist wenn ich bis dahin in der WVP bin und der Verwalter keine Nachtragsverteilung beantragt?
    Muss ich die Anteile dem Verwalter geben oder kann ich diese behalten???

    Mit freundlichen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn der Insolvenzverwalter das Vertragsverhältnis der Genossenschaftswohnung freigegeben hat, dann umfasst dies auch den Genossenschaftsanteil. Er steht also Ihnen zu.

  4. Sehr geehrter Herr Franzke,

    vorerst ein großes Dankeschön für die vorhandenen hilfreichen Online-Informationen!

    In 10 Jahren meiner 2013 gescheiterten Ehe hat sich mein künftiger Ex-Mann um die finanziellen und postalischen Angelegenheiten „gekümmert“. Er hat mich gelegentlich mal hier, mal da unterschreiben lassen, was ich bedauerlicherweise im vollen Vertrauen auch getan hatte, ohne mich mit dem Sachverhalt bekannt zu machen. 2013 setzte er mich mit beiden gemeinsamen Kindern auf die Straße. Seitdem erhalte ich diverse Zahlungsaufforderungen, für die ich allein unterzeichnet hatte und die ich nun als Alleinerziehende nicht bedienen kann. Mit den Gedanken einer PI spiele ich bereits seit 2013, mein Einkommen liegt unter dem pfändungsfreien Betrag.

    Leider habe ich es gar nicht im Visier, was ich damals alles unterschrieben hatte….

    Was geschieht, wenn ich doch den Antrag auf Restschuldbefreiung nach meinem aktuellen Kenntnisstand der Gläubiger stellen muss (das Finanzamt geht mit einem Fremdantrag auf Insolvenzverfahren vor) und später oder gar nach 10 Jahren meldet sich jemand, der mit alten Schulden (also vor der Antragstellung) gegen mich eine Forderung antreibt? Scheitert deshalb meine PI? Sind diese Forderungen nach der PI wirksam? Oder werden alle alte Schulden pauschal erlassen, auch wenn ich über solche momentan keine Kenntnis trage?

    Vorausgesetzt die erfolgreiche PI, werden die Pfändungen vom Bankkonten gelöscht? Werden die Grundschulden der Gläubiger aus dem Grundbuch gelöscht (Grundstückswert 14.000 EUR, Grundschuld mit Grundschuldbrief iHv 30.000 EUR)?

    Vielen Dank im Voraus!

    • Jörg Franzke sagt:

      Die in einem Insolvenzverfahren „vergessenen“ Gläubiger kann man während des eigentlichen Insolvenzverfahrens noch nachmelden. Erst nachdem Sie in der Wohlverhaltensperiode sind (und das eigentliche Insolvenzverfahren abgeschlossen ist), kann ein vergessener Gläubiger gefährlich werden, indem er einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellt. Dabei muss es sich allerdings um einen wesentlichen Gläubiger handeln, mit einer Forderung über ca. 10 % der Gesamtverschuldung. Die Restschuldbefreiung wirkt auch gegen die vergessenen Gläubiger.
      Die Grundschulden werden nicht gelöscht. Trotz dessen, dass keine Schulden mehr bestehen, darf der Inhaber der Grundschuld weiter verwerten.

  5. Moritz S sagt:

    Hallo Herr Franzke.

    Meine Lebensgefährtin und ihre Schwester stehen seit dem Tod Ihres Vaters zu je 25% im Grundbuch, die restlichen 50% gehören der Mutter.

    Nun hat die Schwester an verschiedenen Stellen sehr viele Schulden angehäuft, die sich in Summe wohl in etwa auf den Wert des Grundstückanteils belaufen. Sie plant nun die PI ohne den Grundstückanteil bedacht zu haben. Was wird passieren? Können die Gläubiger die Zwangsversteigerung veranlassen? Oder müssen Mutter und Schwester ihr den Anteil abkaufen und letztendlich für die Schulden gerade stehen? Eine Übertragung des Grundbuchanteils an Schwester oder Mutter ist ja sicherlich nicht mehr möglich?

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

    MfG Moritz S

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn die Schwester in die Insolvenz geht, wird der spätere Insolvenzverwalter versuchen, den Grundstücksanteil zu verwerten. Das heißt, er wird sich an Sie beide Miterben wenden und Ihnen die 25 % zum Verkauf anbieten. Mit dem Verwalter lässt sich sicherlich eine günstige Lösung finden. Können oder wollen Sie das Geld nicht aufbringen, muss der Insolvenzverwalter die Immobilie per Teilungsversteigerung verwerten lassen.

  6. Sehr geehrter Herr Franzke,

    wirklich eine ganz tolle Seite, die garantiert vielen Menschen hier hilft!
    Ich bin nun seit 12/2016 mit meiner Privatinsolvenz durch und habe die Restschuldbefreiung erhalten. Gegen die Forderungen der KK-Beiträge meiner Mitarbeiter aus unerlaubter Handlung habe ich damals Widerspruch eingelegt. Weiter habe ich dann nichts gehört. Die Forderungen sind in der Insolvenztabelle aufgeführt mit der Bemerkung vom Schuldner widersprochen, dass Forderung aus unerlaubter Handlung. Darunter eine weitere Bemerkung „Forderung aus u.H.“ Nun kommt die erste KK mit der Aufforderung den offenen Betrag aus u.H. innerhalb von vier Wochen zu bezahlen (kann ich „natürlich“ nach der PI nicht..). Wer hätte/müsste denn eine Feststellungsklage führen müssen? Der im Schreiben genannte Zeitraum für die Rückstände ist zudem falsch (Das Gewerbe war bereits abgemeldet und die MA nicht mehr beschäftigt). Den Betrag kann ich nicht nachvollziehen… Wie kann/muss ich jetzt vorgehen? Muss ich zahlen? Im übrigen finde ich „Vorsatz“ bei Zahlungsunfähigkeit nicht „treffend“ Zudem wurde damals ein Vergleich abgelehnt. Also ist Vorsatz m.M.n. ein schwieriges Thema. Oder ist da so eindeutig zugunsten für die KK geregelt…? Sorry, für die vielen Fragen. Ich wäre für einen Tipp wirklich dankbar! Herzliche Grüße!

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider kommen Sie etwas spät. Sie hätten damals bei dem Prüfungstermin zu Beginn des Verfahren gegen die Forderungen der Krankenkassen widersprechen müssen. Nun ist es natürlich längst zu spät und Ihnen bleibt nur die weiße Fahne zu schenken und um Ratenzahlung bzw. Teilzahlung zu ersuchen.

  7. Sascha Schmidt sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    dann kürzer. Durch einen Rechtsstreit mit einem Gläubiger ist das Insolvenzverfahren bei mir noch nicht abgeschlossen. DIe Abtretungserklärung endete am 29. März 2017. Meine Frage: Darf die Treuhänderin bei einer rechtskräftigen Restschuldbefreiung meiner Verbraucherinsolvenz weiterhin mein Gehalt pfänden? Darf ich meinen Arbeitgeber anweisen nichts mehr zu überweisen ab dem Tag der Rechtskraft? herzlichen Dank

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Frage entscheidet sich daran, ob Sie bereits in der Wohlverhaltensperiode sind oder nicht. Wurde das eigentliche Insolvenzverfahren nie aufgehoben, dann darf die Insolvenzverwalterin weiter pfänden. Falls Sie aber in der Wohlverhaltensperiode sind, ist Grundlage für eine weitere Pfändung die Abtretungserklärung und diese ist ja ausgelaufen.

  8. Hallo Herr Franzke,

    sollte beim Schlusstermin ein Gläubiger einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen, ist es dann möglich sich mit dem Gläubiger zu „einigen“, damit er seinen Antrag zurückzieht?

    Und sollte es soweit kommen, können Sie mich dann evtl. vertreten, auch wenn ich in Hessen wohne?

    • Jörg Franzke sagt:

      Man kann sich schon einigen, aber Sie sind ja in der Insolvenz und können keine Sonderzahlung bieten. Also muss die Einigung eine andere Person durchführen.

  9. Hallo herr Franzke,
    Meine Ehefrau und ich sind beide insolvent. Der insolvenzverwalter bekommt von unseren Gehalt nichts, weil wir meistens unter die bestimmte grenze verdienen. Er hat aber unseren (P) Konto gepfändet und alles was mehr als … (ich weiss nicht den genauen betrag) da drauf steht, steht fest ung ist für uns unerreichbar. Durfen wir ein neues Konto eröffnen, das Gehalt darauf kommen lassen und mussen wir das den Verwalter mitteilen? Gibt es dort irgendwie eine Masche in das gezetz?

    mit freundliche Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider gibt es keine Möglichkeit, ein neues P Konto zu eröffnen. So wie ich Sie verstehe, sollte jeder von Ihnen ein Konto haben, damit die Freigrenze für jede Person vollständig ausgenutzt wird.

  10. Sehr geehrter Herr Franzke,

    meiner Mutter überlegt sich seit längerem, ob sie die Privatinsolvenz anmeldet.
    Das Problem (für mich) ist dabei, dass ich bislang immer ihr Gehalt von ihrem Konto abgehoben habe. Dieses habe ich ihr dann gegeben (Hintergrund: die Öffnungszeiten passen nicht zu ihren Arbeitszeiten). Ich glaube aber auch, dass sie noch ein P-Konto hat. Der Hintergrund dieser doppelten Kontoführung liegt wohl darin, dass sie dann „mehr hat“ (obwohl sie bereits eine – geringe – Lohnpfändung hat).

    Ich frage mich, ob ich einer Insolvenzanfechtung ausgesetzt wäre, wenn sie die Insolvenz nun eröffnet.

    Über eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, keine Anfechtung. Diese scheitert schon an der Beweislage, wenn Sie mit der Karte Ihrer Mutter das Geld abgehoben haben.

  11. Brigitte W. sagt:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Franzke,

    meine Insolvenz läuft seit 2014, ich habe im August 2015 meinen Partner geheiratet und dies meinem Insolvenzverwalter gemeldet. Ich habe nicht gewusst, dass ich auch den Verdienst meines Partners mit angeben muss. Der IV hat mich auch nicht nach dem Einkommen meines Mannes gefragt. Im Februar 2016 habe ich meinem IV die Steuererklärung geschickt. Daraufhin hat der Rechtspfleger, auf Antrag meines IV, meine Unterhaltsplicht rückwirkend aufgehoben. Ich bekam einen Nachforderungsbescheid gegen den Ich Einspruch einlegte. Der Rechtspfleger sah daraufhin von einer Nachforderung ab.
    Jetzt meine Frage. Habe ich wegen der Nichtmeldung des Einkommens, meines Partners, meine Restschuldbefreiung gefährdet? Ist dies ein Grund mir diese zu Versagen?
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Gruß
    Brigitte W.

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, das ist kein Grund für eine Versagung. Der Rechtspfleger hat Ihnen ja indirekt recht gegeben, dass Sie die Obliegenheiten nicht verletzt haben, sonst hätte er den Nachforderungsbescheid nicht aufgehoben.

  12. Hallo Herr Rechtsanwalt Franzke,

    ich hätte da mal eine, vielleicht ein bissle komische, Frage.

    Ich bin in der WP und beabsichtige mich weiterzubilden, um einen beruflichen Neuanfang zu wagen. Alle persönlichen Voraussetzungen sind erfüllt und jetzt würde ich gerne die Ausbildung, inklusive eines monatlichen Unterhaltes hieraus (da Ausbildung in Vollzeit) über das Aufstiegsbafög (Meisterbafög) finanzieren.
    Hierfür wird u.a. die KfW benötigt. Diese schreibt in Ihren AGB´s: „Mit der Eröffnung des gerichtlichen Insolvenzverfahrens über das Vermögen einer natürlichen Person oder nach der Abweisung des Antrages auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse werden die Darlehensrestschuld und Zinsschuld zur sofortigen Rückzahlung fällig.“.
    Das würde doch auf mich nicht zu treffen oder? Ich bin ja schon in der WP.
    Würde dies evtl.. bedeuten, dass ich die Förderung gar nicht erst bekomme und sollte ich die Förderung, inkl. monatlichem Zuschuss zum Lebensunterhalt (solange die Ausbildung dauert) bekommen, dass ich dies dem Treuhänder melden muss und dieser dann etwas davon einbehält?

    Förderung durch das Aufstiegsbafög bedeutet, dass zum einen, ein Zuschuss zum Lebensunterhalt, der sich aus einem Nichtrückzahlungsbetrag und einem Darlehensbetrag zusammen setzt und zum anderen, einen Zuschuss für die Ausbildungskosten (ebenfalls ein Teil wird erlassen und ein weiterer Teil kann als Darlehen beantragt werden).
    Ich bin mir sicher, dass Sie so eine Frage noch nie gestellt bekommen haben und dies auch bestimmt nicht mehr werden, aber es interessiert mich doch, ob man in diesem Land als „Insolvenzler“ kein Recht auf Förderung einer Ausbildung hat? Das wäre doch dann eine Ungleichbehandlung oder?
    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie in der Wohlverhaltensperiode sind, dürfen Sie neue Schulden machen. Sie können also bei der KfW ein Meister-Bafög bzw. Finanzierung beantragen und dann werden Sie sehen, ob Sie dieses Darlehn bewilligt bekommen oder nicht. Ich drücke Ihnen die Daumen.

  13. Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Franzke,

    meine Inso wurde im September 2014 eröffnet, aufgehoben wurde sie im Oktober 2015 und nun befinde ich mich in der WP. Es werden monatlich ca. 300 Euro einbehalten und Einkommenssteuerausgleich ging auch schon an den Insoverw. sowie verschiedene andere Ansprüche.
    Natürlich habe ich mich schon tausendfach über die Inso versucht zu informieren und je mehr ich mich informiere, desto mehr fragen habe ich. Was mich aber am meisten quält sind zwei Fragen, die Sie mir vielleicht beantworten könnten:
    1. Endet meine Inso jetzt nach 5 oder nach 6 Jahren, sprich endet sie jetzt im September 2019 oder im September 2020 (und wenn nach 5 Jahren muss ich dies beantragen).
    2. Ich habe bei Insoeröffnung ein Verfahrenskostenstundungsantrag mitgestellt (ich glaub das macht eh jeder oder?) Kommen am Ende der Inso immer noch Verfahrenskosten auf mich zu (Treuhänder/Gericht/etc.) obwohl bis jetzt schon soviel einbehalten wurde?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe und ich finde Ihre Seite hier wirklich super und eine ganz tolle Angelegenheit!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ihre Insolvenz endet nach 5 Jahren, weil das neue Insolvenzrecht für alle nach dem 1.7.14 eröffneten Verfahren gilt. Das geht automatisch, Sie müssen nichts beantragen.
      Am Ende kommen keine weiteren Kosten auf Sie zu, weil genug Geld zur Insolenzmasse erwirtschaftet wurde.

  14. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich hätte eine Frage bezüglich des Urlaubsabgeltungsanpruches. Nicht des Urlaubsgeldes oder des Urlaubsentgeltes.
    Leider gibt es im Internet Millionen von Antworten und alle sind unterschiedlich.
    Da dachte ich mir, ich frag mal einen Fachmann, nämlich Sie, sehr verehrter Herr Rechtsanwalt.

    Ist Urlaub, der ausbezahlt wurde, weil man vorzeitig in den Ruhestand gegangen ist (Gesundheitliche Gründe) pfändbar?
    Man kann es auch genereller Ausdrücken, gibt man eine Arbeit auf, aus welchen Gründen auch immer, wird dann der nicht genommene, ausbezahlte Urlaub, zum letzten Einkommen dazugerechnet und gepfändet oder darf dieser Urlaub, resultierend aus einem Urlaubsabgeltungsanpruch, nicht gepfändet werden?

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, die Abgeltung des Urlaubsanspruches in Geld ist pfändbar. Es erhöht das pfändbare Einkommen entsprechend. Entsprechend der gesetzlichen Pfändungstabelle wird Ihnen dann der in der Pfändungstabelle genannte Betrag gepfändet.

  15. Daniela1970 sagt:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

    benötige ich in der Wohlverhaltensphase noch ein P-Konto? Ich sehe das doch richtig, dass wenn in der WP Geld auf dem P-Konto eingeht und dieser Betrag höher ist als der Pfändungsschutz, die Bank den Betrag zuerst einmal blockt, mit dem Treuhänder Rücksprache hält und es nach Treuhänder Angaben dann erst wieder freigibt und dass jedes mal, wenn ein höherer Betrag eingeht.
    Sollte ich aber das P-Konto wieder in ein normales Girokonto umwandeln, dann frägt die Bank nicht mehr jedes mal beim TH nach und bittet um freigaben, dann ist das Geld automatisch immer freigegeben oder?
    Überwacht der Treuhänder das bekannte Girokonto auch in der WP oder gar nicht?

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, Sie benötigen in der Wohlverhaltensphase kein P Konto mehr. Sie können bereits jetzt wieder Geld ansparen und über einen höheren Kontostand verfügen.

  16. Michaela1965 sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich befinde mich seit Oktober 2016 in der Wohlverhaltensphase und frage mich gerade ob ich einen Minijob annehmen soll.
    Ich weiß ich bin verpflichtet das dem Treuhänder zu melden und dass er das dann irgendwie verrechnet und dann mehr einbehalten wird und und und
    Was ich mich schon die ganze zeit generell frage ist, wie überwacht mich der Treuhänder in der Wohlverhaltensphase? Mein Girokonto ist wieder ein normales Konto, kein P-Konto mehr, die Steuererstattungen stehen wieder komplett mir zu, die Minijobzentral darf Daten nur an die Agentur für Arbeit herausgeben, also wie werde ich überwacht?
    Nicht falsch verstehen, ich möchte hier keine Anleitung zum Betrug oder dergleichen! Ich werde dem Treuhänder alles melden, da ich die Restschuldbefreiung nicht gefährden möchte und weil ich dazu verpflichtet bin, aber aus reiner Neugierde und weil ich auch das Recht haben zu erfahren wie mit meinen Daten umgeht oder gar mit mir selber umgegangen wird, wie überwacht mich der Treuhänder und ist diese Überwachung legal?
    Danke sehr für Ihre Antwort und ich finde Ihren Blog wahnsinnig super!

    • Jörg Franzke sagt:

      Darüber nachzudenken ist ja nicht verboten: Sie werden in der Wohlverhaltensphase nicht direkt überwacht. Aber es kann dumm laufen und dann werden Sie halt doch erwischt. Stellen Sie sich vor, der Insolvenzverwalter will kurz vor der Erteilung der Restschuldbefreiung noch Ihre Steuererklärung sehen. Dann wäre die ganze Mühe umsonst gewesen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie dieses Risiko eingehen wollen oder nicht.

  17. Waselowski Hans-Peter sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke, ich bin 62 Jahre alt und Erwerbsunfähigkeitsrentner. Ich beziehe eine Rente von 850€ und bezahle an mehrere Gläubiger insgesamt 120€. In diese Lage bin ich durch einen Schlaganfall gekommen. Ich hatte mich vor 3 Jahren außergerichtlich auf diese Zahlungen geeinigt und bis jetzt lief es ganz gut. Nun hat Santander Ihre Schuldner verkauft und die neue Firma (Lindorff) versucht mich unter Druck zu setzen. Sie schreiben mir dauernd Briefe was ich noch zu zahlen hätte, obwohl ich die 45 € die ich an sie zu zahlen habe, längst gezahlt habe oder rufen gleich an. Außerdem haben sie mir geschrieben, dass die Schuld durch die Zinsen immer größer wird. Ich dachte, dass ich nur noch die Schuld abzahle, die Zinsen gestrichen sind. Ich habe inzwischen mehr Schulden als zu beginn meiner Zahlung. Ich möchte nun wissen ob ich auch vom Ausland aus meine Insolvenz beantragen kann. Ich ziehe im März nach Spanien und plane von dort aus meine Insolvenz zu betreiben. Ist das möglich?

  18. Andre Stindter sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    so wie es aussieht, werde ich in kürze Privatinsolvenz beantragen (müssen). Meine Partnerin ist bei einem Darlehnen (Darlhenehöhe 41000,– Euro) als zweite Darlehnenehmerin eingetragen und ich bei einem Darlehen bei ihr als Mitantragsteller (Darlehen für ein PKW-Kauf). Mit welchen Konsequenzen müsste meine Partnerin hier im Falle einer Privatinsolvenz von mir rechnen?

    Viele Grüße
    Andre Stindter

  19. Michael Hoffmann sagt:

    Sehr geehrter Herrv Franzke
    meine Frau befindet sich seit 2 Jahren in der Wohlverhaltensphase.
    Einkommen welches über dem Pfändungsfreibetrag liegt wird
    gepfändet.So wie es auch richtig ist.

    Nun ist es aber so,das ich mich selbstständig gemacht habe,und wir beim Finanzamt getrennt veranlagt sind.
    Damit ist meine Frau verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben.
    Das hat sie auch getan.Zu den Abzügen seitens des Arbeitgebers hat das Finanzamt nun auch noch eine Forderung von € 640 für das letzte Jahr,da sich ihre Freibeträge bei geänderter Veranlagung geändert haben.

    Diese Forderung wurde von meiner Frau ausgeglichen.Nun ist es aber so,das sich ja eigentlich die gepfaendeten Beträge aus dem Jahr 2015 um € 640.- reduzieren müssten,bzw diese Beträge vom Treuhänder zurückerstattet werden müssten.Dieser verneint das und ist auch zu Hilfestellung bereit.
    Für Ihre Stellungsnahme wäre ich sehr dankbar.

    Mit freundlichem Gruss

  20. Hallo Herr Franzke. Ihre Seite ist wirklich Klasse. Vielen Dank dafür!! Ich habe auch eine Frage, doch vorab: mein Mann und ich befinden uns, aufgrund einer langanhaltenden Erkrankung meines Mannes, seit 06/16 auch in einer PI. Ein Auto wurde anerkannt und Pfändungsfrei gesetzt. Das 2te mussten wir 07/16 kaufen-lassen vom Patenonkel (im Kaufvertrag), da mein Mann seit 08/16 eine Umschulung macht und ich Teilzeit arbeite. Beide sind auf mich zugelassen und über mich versichert, weil ich den nicht öffentlichen Beamtentarif bekomme. Die Verwalterin will sich bemühen das so für uns durch zu bekommen, da eigentlich nur 1 Auto je Schuldner erlaubt ist. Das wir beide ein Auto brauchen hat Sie bereits anerkannt.
    Jetzt ist unser Pfändungsfreies Auto (Renault Megane Kombi, 250.000 km,10jahre alt, Heckunfall,TÜV bis 03/18-danach kommt er nicht mehr drüber) kaputt gegangen-Kupplungsschaden. Rep.kosten durch einen Freund 1000€-lohnt sich nicht mehr für 1 1/2 Jahre.
    Nun die Fragen :
    Können wir uns einen neuen gebrauchten kaufen?
    Welchen Wert darf das Auto haben? Listenpreis oder Kaufpreis?
    Kann ich mir das Geld beim Arbeitgeber leihen?
    Darf ich die einmalige Jahressonderzahlung (im November) vom Arbeitgeber dafür behalten?
    Kann der Patenonkel noch eins kaufen? Ggfs. günstiger an uns weiterverkaufen?
    Haben Sie vielen Dank für Ihre Hilfe und ihre Zeit!

    • Jörg Franzke sagt:

      Das Auto sollte eine andere Person kaufen, weil es sich andernfalls um einen pfändbaren Neuerwerb handelt. Sie können das Auto dann auf Ihren Namen versichern. Irgendwelche Gelder von Ihrem pfändbaren Einkommen bekommen Sie dafür nicht.

  21. Tatjana M. sagt:

    Guten Tag Herr Franzke,
    vielen Dank für diese tolle und hilfreiche Seite.

    Jetzt habe ich auch eine Frage, die ich leider nirgends beantwortet finde.
    Ich befinde mich in der Wohlverhaltensperiode meiner Privatinsolvenz. Eine sehr fiese Gläubigerin schickt jedoch über ihren Anwalt weiterhin ständig Mahnungen, dass ich eine (von ihr bereits im Insolvenzverfahren titulierte Forderung) bis zu diesem oder jenem Datum begleichen soll. Natürlich wird die Forderung mit jedem Schreiben höher, weil ihr Anwalt ständig weitere Zinsen und Zinseszinsen zur ursprünglichen Forderung dazu berechnet.
    Jetzt ist meine Frage: Darf die Gläubigerin bzw. ihr Anwalt das in der Form überhaupt bei mir noch geltend machen? Und ist es rechtlich möglich, dass sie die bereits titulierte Forderung mit Zinsen immer höher ansteigen lässt? Gibt es für mich eine Möglichkeit, diesen ständigen Schreiben Einhalt zu gebieten?

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, das darf diese Gläubigerin nicht. Würden Sie dem nachkommen und den Gläubiger bezahlen, dann würden Sie sich sogar strafbar wegen Gläubigerbegünstigung machen. Also schreiben Sie der Gläubigerin einen Brief, dass sie endlich damit aufhören soll, andernfalls werten Sie ihr Verhalten als strafbare Anstiftung zu einer Gläubigerbegünstigung.

  22. Alois Hoffmann, sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich befinde mich in der WVP, Ende am 11.11.2016
    Ich habe ein Erbe angetreten und meinen Pflichtteil von 59.682,96EUR erstritten. Meine Anwältin hat mir, nach Abzug Ihrer hohen Kostennote von über 7.700.00EUR den Rest überwiesen. Folglich habe ich die Anwaltsgebühr von den 59TSD in Abzug gebracht und davon 50% an meinen Insolvenzverwalter 25.968,27EUR überwiesen. Dies geschah am 28.07.2016.
    Zwischenzeitlich habe ich Beschwerde bei der Anwaltskammer eingereicht, wegen der hohen Anwaltskosten, diese haben mich an das Amtsgericht verwiesen und diese an meinen Insolvenzverwalter. Heute nun bekomme ich per email bestätigt, dass die Gebührenrechnung tatsächlich hoch ist. Es würde sich anbieten die Rechnung nochmals prüfen zu lassen, dies wäre aber „nicht Aufgabe des Insolvenzverwalters, da ich mich bereits in der WVP befinde.“
    Vielmehr dreht man jetzt den Spieß um und ist angeblich jetzt erst darauf Aufmerksam geworden, dass ich die hälfte an meinen Anwaltskosten in Abzug gebracht habe und forder jetzt noch zusätzlich 3.873,21EUR nach. Demnach soll ich genau die Hälfte von der Masse an meinen Insolvenzverwalter bezahlen, jedoch die volle Summe meiner Anwältin alleine tragen?
    Nun meine kurze Frage dazu: Ist das rechtens?

    Mit freundlichen Grüßen

    Alois Hoffmann

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider ist das korrekt. Sie hätten damals den Erbfall dem Insolvenzverwalter melden müssen. Dieser hätte ihn vollständig einziehen müssen. Dann hätte er sich mit etwaigen Kosten herumschlagen müssen und dann hätte er Ihnen den Ihnen zustehenden Teil ausgezahlt. In Ihrem Fall ist es nicht richtig gelaufen, weil Sie das Geld eingezogen haben.

  23. Sehr geehrter Herr Franzke,
    vielen Dank für Ihre hilfreichen Kommentare zum Insolvenzrecht. Dennoch habe ich einige Fragen zu folgender Situation: Mein Schwiegersohn führt im Pacht/Mietverhältnis ein Restaurant, meine Tochter ist als mithelfende Ehefrau angestellt. Vor fünf Jahren hatte mein Schwiegersohn einen Schlaganfall, so dass meine Tochter ohne Ummeldung die Führung übernahm. Inzwischen hat sich die wirtschaftliche Lage derart zugespitzt, dass jetzt nach Ablauf des Pachtvertrages das Lokal geschlossden wird. Es wurde ein Käufer gefunden. Die Kaufsumme deckt nicht die Schulden in Höhe von ca. 45000 T€ bei ca. sieben Gläubigern (FA, Bank, Lieferanten). Private Rücklagen sind nicht vorhanden. Meine Tochter hat einen Job in Aussicht mit ca. 1500 € Nettoeinkommen; zudem erhält sie 240 € Pflegegeld. Mein Schwiegersohn hat dann keine Einkünfte, da er sich nicht abgesichert hatte. Ob er wieder in ein Arbeitsverhältnis eingegliedert werden kann, ist fraglich.
    Besteht die Möglichkeit, einen Freibetrag von der Kaufsumme für private Rücklage einzubehalten, bevor Privatinsolvenz eingeleitet wird?

    • Jörg Franzke sagt:

      Solange Ihre Tochter noch keine eigenen Einnahmen hat, dann sie etwas von dem Kaufpreis einbehalten und das Geld maßvoll für den Lebensunterhalt ausgeben.

  24. Sehr geehrter Herr Franzke,
    vielleicht könne Sie auch mir helfen! Ich wäre im Dezember 2015 mit meinem Insolvenzverfahren fertig gewesen. Ich bin meinen Verpflichtungen stets nachgekommen. Monatlich Verdienstbescheide gesendet Steuererklärung gefertigt usw.
    Nun fordert der Insolvenzverwalter von mir noch knapp €1000 die sich im Lauf der Jahre durch geringe Summen an zu viel gezahltem Gehalt angesammelt haben. Ich habe 2 Unterhaltspflichtige Kinder ( Student 21 Jahre, Schüler 15 Jahre). Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich diese Summe aufbringen soll. Der Insolvenzverwalter beantragt den Abschluss des Verfahren nicht, solange nicht dieses Geld bezahlt ist. Ich bin ziemlich ratlos.
    Mit freundlichem Gruß

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie dem Insolvenzverwalter regelmäßig Ihre Gehaltsabrechnungen übersandt haben, sodass er ständig über Ihr Einkommen auf dem Laufenden war, dann hat er sich verrechnet und nicht Sie. Dann darf er das Verfahren nicht weiter verzögern. Sie müssen sich bei Gericht beschweren.

  25. Richard Becher sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich befinde mich gerade in einem Vergleich und biete meinen Gläubigern insegamt 35% meiner Schulden an. Diese haben aber alle angelehnt (PS: Ich bin unterhaltspflicht meiner Frau und meinen 2 Kindern gegenüber). Wenn ich nun in eine Privatinsolvenz gehe, dann bekommen die Gläubiger viel weniger? Wieso nehmen die das denn nicht an?

    Besten Dank

    • Jörg Franzke sagt:

      Aus zwei Gründen: Erstens fürchten die Sachbearbeiter, die die Vergleich bearbeiten ihre eigene Revision und das Finanzamt. Stimmen sie einem Vergleich zu, müssen sie sich rechtfertigen, warum der Betrag so niedrig war. Zweitens sagen die Gläubiger: Wenn das Schule macht, stehen morgen 10 Schuldner da und wollen sich ebenfalls vergleichen. Es geht also gar nicht ums Geld, sondern ums Prinzip und um eine saubere Akte.

  26. Hallo Herr franzke,

    Mein privat-insolvenzverfahren ist diese Woche eröffnet worden.
    Zuvor habe ich mich von meiner Freundin getrennt und bin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Allerdings stehe ich noch mit im Mietvertrag. Der Vermieter weigert sich den vertag umzuschreiben. Und meine ex weigert sich eine neue Wohnung zu suchen. Außer ich suche eine neue Wohnung für Sie und bezahle die Kaution.

    Wird sich mein InsoVerwalter daran stören?
    Was sollte ich in diesem Fall tun!?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    • Jörg Franzke sagt:

      Glaube nicht, dass der Verwalter sich daran stört. Er hat Sonderrechte und könnte diese Wohnung kündigen. Ob dazu Lust hat, ist fraglich. Wahrscheinlich gibt er das Mietverhältnis aus der Insolvenzmasse frei. Das ist ok, solange die Ex die Miete bezahlt. Gerät sie in Mietschulden, werden Sie haftbar gemacht, denn das wären dann neue Schulden.

  27. Dieckmann, Petra & Christoph sagt:

    Guten Tag Herr Franzke,
    vielen Dank dafür dass Sie so toll weiterhelfen und ich hoffe Sie können uns auch helfen.
    Meine Frau und ich sind aufgrund einer Schrottimmobilie (2 Wohnungen in einem Haus mit 6 Wohnungen) in die PI gerutscht. Bei meiner Frau dauert die PI noch 1 Jahr und bei mir 1 1/2 Jahre. Der Hauptgläubiger (DKB) versucht über einen Makler seit längerer Zeit die Wohnungen zu verkaufen, dieses ist aber wohl aussichtslos, denn bei 2 anderen Wohnungen in dem Haus wurde schon zum wiederholten Male ohne Erfolg eine Zwangsversteigerung durchgeführt.
    Meine Frage ist folgende: Dürfen wir die Wohnungen nach Ende der PI meiner Frau im April 2017 oder nach Ende meiner PI im September 2017 ohne Zustimmung der Bank für einen günstigen Preis (obligatorische 1 €) verkaufen und müssen der DKB dann nur die 2 € überweisen?
    Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen; für Ihre Bemühungen bedanken wir uns im Voraus!
    MfG
    P & C. Dieckmann

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Bank steht ja auch nach der Insolvenz noch im Grundbuch. Weil ein Käufer immer ein lastenfreies Grundbuch haben will, können Sie die Grundstücke nur mit Zustimmung der Bank lastenfrei verkaufen.

  28. Hallo Herr Franzke , ich habe durch Sie meine Insolvenzantrag anfertigen lassen und der wurde auch beim zuständigen gericht eingereicht und eröffnet, jetzt wurde mein neues Konto was ich eröffnet habe gesperrt da die bank mitbekommen hatt das ich in Insolvenz bin mein Treuhänder hatt mir gesat ich muss ein P-Konto eröffnen was ich heut auch getan hab nur mein nicht Pfändbarer betrag liegt über 1076 Euro so bei 1320 Euro da geht mir ja einiges verloren,was kann ich denn jetzt dagegen tun?

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie müssen einen Antrag beim Insolvenzgericht stellen, auf Berechnung Ihrer Pfändungsgrenze. Das Gericht erlässt darauf hin einen Beschluss. Diesen Beschluss übergeben Sie der Bank. Damit wird die Pfändungsgrenze des P-Kontos der gesetzlichen Pfändungsgrenze angepasst.

  29. Mario Weigel sagt:

    Guten Tag Herr Franzke

    Meine Insolvenz läuft Mitte des jahres aus.
    Von meinem Arbeitgeber wird der pfändbare Teil meines Lohns an den IV überwiesen.
    Ich habe eine unterhatspflichtige Tochter.
    Meine Frau war bis 31.12.2015 nicht erwerbstätig und viel somit auch in meine Unterhaltspflicht.
    Jetzt ist meine Frau in Vollzeit berufstätig.
    Ich habe bei meinem Arbeitgeber und dem zuständigen Mitarbeiter beim IV diese Veränderung gemeldet ( am 14.12.2015 )
    jetzt kam für Januar die Lohnabrechnug und an dem gepfändteten Betrag hat sich nichts geändert ( habe Erhöhung des Pfändbaren Bertrages erwartet.
    ich habe bei 2392 Euro netto abzüglich Pensinskasse und Dienstwagen und der Berücksichtigung des Geldwerten Vorteils des PKW s eine Pfändung von 382 Euro
    Da ich die Arbeitsaufnahme meine Frau angemeldet habe , sehe ich meine Pflicht als erledigt
    Muss ich diesbezüglich nochmal nachhaken oder kann ich es so als gegeben dahin nehmen ( ps mehr von meinem Netto ist gut für mich )
    Was muss ich jetzt tun ???

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie haben all Ihre Obliegenheiten erfüllt, wenn Sie den Insolvenzverwalter über die veränderten finanziellen Verhältnisse informieren. Das haben Sie ja auch getan, indem Sie die Arbeitsaufnahme der Ehefrau angezeigt haben. Wenn der Insolvenzverwalter schläft, hat er ein Problem und nicht Sie. Es ist nun Ihre Entscheidung, ob Sie den Verwalter nochmals darauf hinweisen oder ob Sie die Sache auf sich beruhen lassen. Dann hat der Verwalter halt Pech und muss den Rückstand unter Umständen aus seinem eigenen Geld ausgleichen.

  30. Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich habe eine Frage zum Insolvenzrecht. Mein Freund hat letzten Monat das Haus von seinen Eltern zu einem Preis von 200.000€ abgekauft, was auch ungefähr dem tatsächlichen Marktwert der Immobile entspricht (vom Makler wurde es auf 230.000€geschätzt). Von dem Kaufpreis wurden die Schulden bei der Bank bezahlt die eine Grundschuld am Haus iHv 180.000€ eingetragen hatte und noch weitere Gläubiger der Eltern. Nun sieht es leider so aus, dass die Eltern wahrscheinlich dennoch ein Insolvenzverfahren einleiten müssen, da noch weitere Schulden bestehen, die nicht durch den Kaufpreis gedeckt werden konnten. Meine Frage ist nun, kann der Hausverkauf noch angefochten werden, oder bleibt das Haus im Eigentum meines Freundes?
    Mit einer Antwort würden Sie mir sehr weiterhelfen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    K.Müller

    • Jörg Franzke sagt:

      Grundsätzlich sind derartige Übertragungen kurz vor der Insolvenz immer anfechtbar. Die Frage ist nur, ob sich eine Anfechtung für den späteren Insolvenzverwalter lohnen würde. Das ist immer dann nicht der Fall, wenn der übertragene Gegenstand keinen Wert hat. Bei Immobilien richtet sich der tatsächliche Wert für die spätere Insolvenzmasse nach dem freien Betrag, also etwaigen Überschuss nach Verwertung zu einem marktüblichen Kaufpreis. Sie schreiben ja, dass die Immobilie aufgrund der Grundschulden wertausschöpfend belastet war. Also passiert nix. Der Verwalter würde auch nicht den gesamten Vertrag anfechten, sondern nur den überschießenden Betrag verlangen.

  31. Guten Tag Herr Franzke,

    ich bin sehr begeistert von Ihrer Seite, denn niergends finde ich vergleichbar konkrete Antworten. Ich hatte bereits gestern eine Anfrage geschickt, aber irgendwie scheint sie verloren. Ich versuche mich heute kürzer zu fassen, vielleicht lag es ja daran.
    Ich befinde mich seit Aug. 2013 in der Wohlverhaltensphase. Seit Mai 2015 habe ich einen Teilzeitjob und verdiene unter dem Pfändungssatz. Im Dezember 2015 habe ich geheiratet. Mein Mann verdienst rund 45000 Euro im Jahr und entsprechend würde er sich wünschen nun in die Steuerklasse III zu wechseln. Ich würde dann ja in die V gehen und würde Lohnsteuerbezahlen, welche ich vorher nicht zahlte, doch für ihn gäbe es eine enorme Erleichterung der Steuerlast. Ich habe nun gelesen, dass ich in der Wohlverhaltensphase nicht immer in die drei wechseln darf, da sich so der pfändbare Teil für die Gläubiger schmälern kann. Nun gibt es bei mir ja eh keinen pfändbaren Teil. Trotzdem habe ich sorge, dass ich mit einem Wechsel meine Restschuldbefreiung in drei Jahren aufs Spiel setze. Wie verhalte ich mich nun richtig? Vielen Dank im Vorraus.
    Mit vielen Grüßen
    M.S.

    • Jörg Franzke sagt:

      Während der Insolvenz geht das Wahlrecht der Steuerklasse auf den Insolvenzverwalter über. Der Insolvenzverwalter kann also verhindern, dass Sie in eine Steuerklasse wechseln, welche zu einem geringeren pfändbaren Einkommen führt. Aber weil Sie kein pfändbares Einkommen haben, entsteht den Gläubigern durch den Wechsel kein finanzieller Nachteil. Also machen.

  32. Guten Tag Herr Franzke,

    zufällig bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Respekt, gefällt mir sehr gut. Ich habe ein paar Fragen und hoffe das Sie mir diese beantworten können. Ich und mein Lebensgefährte wohnen seit 25 Jahren zusammen. Ich habe 12/2013 wegen Insolvenz meinen Job verloren und finde seitdem nichts neues.

    Von 12/2013 bis 04/2014 haben wir ergänzend Harz IV bezogen. Mein Lebensgefährte hat sich dann selbständig gemacht in 04/2014. Seither haben wir keinerlei andere Bezüge mehr, vielmehr geht mein LG arbeiten und ich erledige alles andere Bürokram etc.

    Ziemlich schnell hatte mein LG aber eine Kontopfändung, weil er Altschulden in H.v. ca. 86.000 € hat.

    Daher sind wir dann hergegangen und haben die Gelder die die Kunden zahlen müssen (er macht Gartenlandschaftsbau) kurzerhand auf mein Konto überweisen lassen.

    Wir haben die Briefbögen dementsprechend umgeändert, ich als Kontoinhaber und er als Geschäftsinhaber.
    Soweit so gut, ist auch lange so ganz gut gelaufen.

    Nun habe ich aber jetzt im Januar eine Kontopfändung, die kläre ich gerade. Ich selber habe etwa 33.500 Euro Schulden und spiele schon länger mit dem Gedanken in die Privatinsolvenz zu gehen, weil ich das sicher nie mehr gestemmt bekomme schon alleine weil ich trotz intensiver Bemühungen keinen vernünftig bezahlten Job mehr bekomme.

    Die Frage die sich mir nur stellt, was ist nun im weiteren Verlauf mit den Geldern die auf mein Konto gehen? Es ist ja eigtl. das Geld meines Lebensgefährten der mich im Prinzip eh schon seit zwei Jahren durchfüttert, meine KV zahlt usw usw.
    Kann man das in einer PI so lassen? Oder gibt das Probleme? Mein LG möchte übrigens auch eine PI für seine Altschulden machen.
    Wir wohnen in Gelsenkirchen / NRW kann man das alles auch über Sie machen lassen? Ist die Summe für Insolvenzantrag/Gerichts- und Anwaltkosten in Raten zu zahlen? Denn dafür müsste dann vorläufig mein Lebensgefährte aufkommen?
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    • Jörg Franzke sagt:

      Mit Verlaub, aber das ist Quatsch,was Sie da machen. Entweder Sie betreiben das Gewerbe und stellen Ihren Mann als Arbeitnehmer an oder er betreibt das Gewerbe. Beides ist bei Ihnen beiden aber nicht möglich, weil Sie beide verschuldet sind. Ich empfehle Ihnen beiden eine Regelinsolvenz zu beantragen. Ihr Mann soll sein Gewerbe selbst ausüben und die Einnahmen gehen auf sein Konto. Während der Regelinsolvenz kann man mit dem Insolvenzverwalter vereinbaren, dass er das Gewerbe aus der Insolvenzmasse freigibt, gegen Zahlung eines festen Betrages in Höhe von ca. 100 EUR. Dann kann Ihr Mann mit dem Gewerbe machen, was er will und Sie beide haben die Schulden irgendwann los.

  33. Friederike Rudolph sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich bin Geschäftsführer und 100%-iger Gesellschafter einer GmbH und zahle mir ein Gehalt i.H.v. ca 2000 €/mtl. An Aktiva sind 40.000 € vorhanden, mit derzeit noch 5 Angestellten.
    Die Erlöse 2016 werden perspektivisch dieses Gehalt nicht decken und ich möchte die GmbH „auslaufen“ lassen, ohne Insolvenz zu beantragen. Für eine Liquidation darf das Stammkapital angegriffen werden (?) bzw. bis wann spätestens kann über eine LIquidation abgewickelt werden (Möchte natürlich so lange wie möglich noch Gehalt aus dem Unternehmen ziehen…) und unter welchen Voraussetzungen würden Sie diese Liquidation übernehmen?

    Vielen Dank vorab,
    Friederike Rudolph

    • Jörg Franzke sagt:

      Solange eine GmbH keine Schulden hat, kann sie solange bestehen wie sie will und das Stammkapital kann auch gleich Null sein. Entlassen Sie also die Mitarbeiter, kündigen Sie alle Dauerschuldverhältnisse, zahlen Sie sich das Gehalt bis nichts mehr da ist und dann melden Sie die GmbH zu Liquidation an.

  34. Guten Tag herr Franzke,

    mein Privatinsolvenzverfahren wurde durch Gerichtsbeschluss im Januar diesen Jahres eröffnet; ein Insolvenzverwalter ist bestellt.

    Im April hatte ich die Rechnung eines von mir 2014 beauftragten Anwaltes erhalte, dessen Arbeit im April 2015 beendet war und die er nun bezahlt haben wollte. Ich reagierte nicht, auch nicht auf die folgenden Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheide dazu.
    Jetzt will der Anwalt auf der Grundlage dieses Vollstreckungsbescheides mein Einkommen pfänden.

    Wird die Forderung, die im Vollstreckungsbescheid festgestellt ist, von meiner Insolvenz erfasst?

    Freundlichst

    Frau IP

  35. Sehr geehrter Herr RA Franzke,

    ich benötige bitte Ihren Rat zum Thema Privatinsolvenz und betriebliche Altersvorsorge. Anfang 2015 wurde meine Privatinsolvenz eröffnet. Einige Monate später wurde ich vom Arbeitgeber gekündigt. Nun erhielt ich ein Schreiben von der Versicherung, dass mein Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsoge Versicherung an mich abgetreten hat. Laut Versicherung kann ich mir den Ankaufswert auszahlen lassen oder die Versicherung weiterführen. Da ich die Kosten für die Weiterführung aufgrund Arbeitslosigkeit nicht leisten kann, denke ich daran mir den Ankaufswert auszahlen zu lassen. In wie weit wäre dann der Ankaufswert/Betrag vom Insolvenzverwalter pfändbar? Ist der ganze Betrag oder nur ein Teil pfändbar? Die Versicherung ist in der Insolvenz nicht angegeben, da ja Versicherungsnehmer bis dato mein ehemaliger Arbeitgeber ist. Können Sie mir hier bitte weiterhelfen?

    Der Ankaufswert beläuft sich auf unter 3000€. Dennoch wäre die Summe für mich äußerst hilfreich, da ich arbeitslos bin.

    Besten Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Limon

    • Jörg Franzke sagt:

      Eigentlich kann man eine betriebliche Altersvorsorge nicht zurückkaufen, sondern ist immer erst zum Renteneintritt auflösbar. Deshalb wundert mich Ihre Frage. Aber wenn dem so ist, müssten Sie dem Insolvenzverwalter den neuen Anspruch melden. Der verwertet die Versicherung dann und zieht den Rückkaufwert zur Insolvenzmasse.

      • Ich finde die Seite auch Toll – Super Service!!!

        Eigentlich ist in diesem Zusammenhang gut 🙂

        Also eine betriebliche Altersvorsorge ist genauso kündbar wie alle anderen Privatrenten, allerdings nur mit Zustimmung des ehemaligen Arbeitgebers.

        Die Zustimmung wird sicherlich nicht erfolgen, da er dann auch die Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge nachentrichten muss die vorher gespart wurden.

        Gleiches Entrichtung gilt für die versicherte Person.

        Speziell in Insolvenz und ALG 1/2 Bezug kann ich hier nur abraten, da Einkommen egal welcher Art auf alles angerechnet werden wird. Die Weiterführung (auch beitragsfrei) hat den Vorteil das es bis zum Leistungsbezug ALG2 und insolvenzsicher ist, danach muss man halt im Rahmen der Freigrenzen schauen.

  36. Sehr geehrter Herr Franzke,

    mein Freund hat 100.000 € abzutragen (Eigenumswohnung) und 50.000 € Kredit. Ich habe keinerlei Schulden. Wir arbeiten beide (er verdient ca. 2300 €, ich 1600 €)Wir planen zu heiraten. Nun überlegt er in die PI zu gehen weil die Bank mit den 50.000 € den Kredit gekündigt hat und verlangt, dass die Summe sofort abgelöst wird.
    Können wir trotzdem heiraten oder sollten wir warten bis das Verfahren läuft – oder sollten wir warten bis alles abgeschlossen ist?

    Vielen Dank vorab für Ihre Info!

  37. Guten tag Herr Franzke

    Habe einen Kredit bei der Bank und die raten kann ich nicht mehr bezahlen.
    Ich bin jetzt am überlegen ob ich in die pi gehe.
    Oder kann ich auch erst zur Bank gehen und fragen ob es möglich wäre die raten kleiner zu machen und dehnen sagen wenn das nicht möglich ist das ich dann in die pi gehe.
    Oder sollte ich besser nichts von der pi sagen?

    Mit freundlichen grüßen

    Christian

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Bank lässt sich eh nicht auf verringerte Raten ein. Also ist es besser, Sie bereiten die Privatinsolvenz in aller Ruhe vor, ohne der Bank vorher etwas zu sagen. Stellen Sie die Bank dann vor vollendete Tatsachen.

  38. Sehr geehrter Herr RA Franzke,

    erst einmal ein großes Lob an Sie für diese informative Webseite. Hier sollten sich andere Kanzleien ein positives Beispiel nehmen.

    Ich habe auch eine Frage an Sie, und zwar bei einem laufenden PIV fordert nun der IV bei einem meiner Gläubiger Zahlungen die vor der PIV Eröffnung gezahlt wurden zurück. Da dieser nicht in der Lage ist, die Summe aufzubringen, wäre er bereit aus der Gläubigerliste auszutreten. Entfällt damit auch der Anspruch an den IV? Für mich wäre das natürlich sehr vom Vorteil, wenn er aus meinem PIV komplett aussteigt.

    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Philip L.

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider hat der Gläubiger kein Wahlrecht mehr, indem er aus der Gläubigerliste austritt. Der Insolvenzverwalter wird weiter anfechten und der Gläubiger muss versuchen, sich dagegen zu verteidigen.

  39. Ferdi Erdogan sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke ,
    haben letzte Woche PI Antrag abgeschickt . Man hat mir gesagt dass es ca 4-6 Wochen dauern wird bis ich jemanden Insolvenzverwalter zugeteilt bekomme . Meine Frage ist die ; ich bekomme nächsten Monat Weihnachtsgeld und soweit ich es verstanden habe darf ich 500€ davon behalten . Aber auf meiner Abrechnung steht nicht Weihnachtsgeld sondern Zuzahlung drauf und herrschen wieder andere Regeln hat man mir gesagt !was heißt das für mich ? Darf ich davon garnichts behalten ? Ich verdiene netto ca 1200€ und 3 Unterhaltspflichtige Kinder ! Die Sonderzahlung beträgt nochmals die selbe Summe also 13.Gehalt ! Ich danke im Voraus für Ihre Antwort
    Mit freundlichen Grüßen

    • Jörg Franzke sagt:

      Selbst mit dem 13 Gehalt liegen Sie unter der Pfändungsgrenze. Solange das Geld nicht gepfändet wird, können Sie es abheben und frei verwenden.

  40. Der Namenlose sagt:

    Hallo Herr Franzke, ihre Website ist Top und es ist super, dass Sie den Leuten hier kostenlos ein Antwort geben. Einfach daumen hoch. Jetzt zu meiner Frage. Ich habe im Juni die Insolvenz eröffnet und arbeite im Außendienst. Mein Auto durfte ich daher behalten. Leider geht es mir gesundheitlich nicht wirklich gut und ich bin parallel dabei eine Umschulung zu beantragen. Was ist, wenn ich diese vor der Wohlverhaltensperiode antrete. Kann ich mein Auto trotzdem behalten ? Oder gibt es einen anderen rechtlichen weg. Ich bin total durcheinander. Beste Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich würde erst mal abwarten, ob der Insolvenzverwalter sich überhaupt daran erinnert, dass Sie noch ein Auto haben und es jetzt nach Wegfall des Jobs nicht mehr brauchen. Möglicherweise hat er das Auto aber auch schriftlich aus der Insolvenzmasse freigegeben. Diese Freigabe kann man nicht mehr rückgängig machen, also dürfen Sie das Auto behalten. Wenn es ganz schlimm kommt und der Insolvenzverwalter will das Auto verwerten, können Sie es ihm sicherlich immer noch abkaufen.

  41. Hallo Herr Franzke. Ich habe vor in Privatinsolvenz zu gehen ,habe mehere Kredite unteranderem auch einen Schweizer Kredit, meine Frage wäre, was passiert mit dem Schweizer Kredit würd er genauso abgehaltet wie die anderen Kredite? Mfg Rene

    • Jörg Franzke sagt:

      Kommt darauf an. In der Schweiz wird die deutsche Restschuldbefreiung nicht ohne weiteres anerkannt. Das heißt, solange Sie in Deutschland wohnen, wird die Schweizer Bank nicht mehr gegen Sie in Deutschland vollstrecken können. Würden Sie aber in der Schweiz wohnen, dann könnte diese Bank trotz erteilter Restschuldbefreiung in Deutschland wieder gegen Sie in der Schweiz vollstrecken.

  42. Guten Tag,
    mein Mann ist in der Privatinsolvenz, das Verfahren ist eröffnet und der Schlusstermin für die Anmeldung der Gläubiger verstrichen. Nun hat sich der Hauptgläubiger, eine Bank nicht zur Tabelle angemeldet. Der Schuldnerberater meinte, das sei nun Schuld der Bank, sie könne sich nun nicht mehr melden. Der Insolvenzverwalter meinte aber, dass sich die Bank die ganze Insolvenz inklusive der Wohlverhaltensperiode melden könnte. Ich bin nun verwirrt. Was stimmt denn nun? Es macht ja einen erheblichen Unterschied, ohne den Hauptglübiger wäre mein Mann nach 30 Monaten fertig, mit bräuchte er 6 Jahre. Und dann würde ich gerne noch wissen, wie lange das Verfahren bei Gericht ungefähr dauert. So wie ich verstanden habe ist es nach ca. einem Jahr beendet und die Wohlverhaltensperiode beginnt. Ich danke Ihnen vielmals!

  43. Hallo,
    ich befinde mich im Verbraucherinsolvenzverfahren. Der Insolvenzplan wurde heute vom Amtsgericht bestätigt.
    Darf mein Gehalt noch gepfändet werden oder muss ich warten bis das Ende des Insolvenzverfahrens beschlossen wird.

    Mit freundlichen Grüßen

  44. Guten Tag,
    kann man das Guthaben bis die Insolvenztabelle auf eine Prepaid Mastercard zahlen? , Obwohl die Mastercard auf 00,00€ ist, ich meine „neu“ beantragt!.

    vielen Danke
    binrose

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn die Mastercard das einzige Konto ist, das Sie besitzen, geht das. Falls nicht, müssten Sie den Insolvenzverwalter über die Mastercard informieren und die Kohle einstreichen.

  45. Schuhmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Franzke,

    zuerst einmal möchte ich Ihnen ein großes Lob aussprechen, dass Sie so zahlreiche Anfragen kostenlos beantworten und hier auf der Seite zur Verfügung stellen.

    Ich würde mich sehr freuen und wäre Ihnen überaus dankbar, wenn Sie auch für mein Problem eine Antwort parat haben.

    Anfang diesen Jahres wurde meine Privatinsolvenz eröffnet.
    Mein Insolvenzverwalter hat beantragt, dass bei der Berechnung des pfändbaren Einkommens meine 3 Kinder als unterhaltsberechtigte Personen nur jeweils zu 50% zu berücksichtigen sind.
    (Ich bin alleinerziehend und habe 3 Kinder, für die ich insgesamt 937 EUR Kindesunterhalt erhalte. )

    Gehe ich richtig in der Annahme, dass der hälftige Kindesunterhalt nun zu meinem Nettoeinkommen hinzugerechnet wird?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir hier weiterhelfen können.

    Herzliche und dankbare Grüße
    A. Schuhmann

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, das ist so. Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass die Kinder eigene Einkünfte in Form des Unterhalts haben und ist berechtigt, die Pfändungsgrenze zu senken. Dagegen kann man nichts machen.

  46. Sehr geehrter Herr Franzke,

    Ich finde Ihre Seite toll und sehr hilfreich.Allerdings habe ich noch offene Fragen in unserem Fall:mein Mann und ich haben beide über einen Anwalt alle Unterlage n für die Privatinsolvenz eingereicht. Mein Mann hat ein wechselndes Einkommen .meist um 2150 Euro netto.ich bekomme 340 Euro netto.wir haben ein Kind .bei meinem Mann laufen noch Vergleiche.Bei mir wäre der Nullplan,den natürlich kein Gläubiger angenommen hat.Also werde ich wohl in Kürze in Insolvenz gehen.
    Nun meine Frage:Wir zahlen seit 3 monaten keine Schulden mehr ab, Anwältin hat gesagt wir sollen alle Zahlungen einstellen.Wir haben keine Pfändung und keine Ev.aber wir sollten mal zusammen für einen Gläubiger eine Vermögensauskunft geben in der wir alle Einnahmen und Versicherungen und Bauspar Verträge angeben sollten.
    Leider haben wir nun eine tteureReparatur am Auto.würden dafür gerne den Bausparvertrag (das sind nur 300 Eiro)kündigen. Dürfen wir das?der BSV läuft über meinen Mann.oder gibt das Ärger später in der Insolvenz oder es wird gefragt warum wir das nicht so bezahlen konnten?

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar,wenn Sie zeitnah eine Antwort für mich hätten.

    Liebe Grüße

    Lena H

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie können den Bausparvertrag kündigen und das Geld verbrauchen, das ist völlig ok. Ihr Mann sollte aber auch einen Insolvenzantrag stellen, diese Vergleiche sind sinnlos und er verliert nur Zeit.

  47. Prima Seite. Folgende Frage hätte ich:

    Ich trage mich aufgrund zu hoher Überschuldung durch diverse Unternehmungen mit dem Gang in die Privatinsolvenz. Zusätzlich zur Überschuldung habe ich aus diesen Unternehmungen aber auch 2 selbstschuldnerische Bürgschaften (für Firmenkredite) unterzeichnet. Da ich aus den Firmen aussteigen werde, die Kredite aber noch 10 Jahre laufen, habe ich folgendes Problem:

    Wenn ich in PI gehe und nach der Zeit dort wieder entschuldet herauskomme, habe ich immer noch die Bürgschaften an der Backe, die evtl. irgendwann greifen (ich habe ja nach meinen Firmenausstieg keinerlei Einfluss mehr auf das Zahlungsverhalten der Firmen). Eine PI macht für mich daher nur Sinn, wenn ich die Bürgschaften (die noch nicht geltend gemacht werden) mit in die Entschuldung nehmen kann. Denn sonst bin ich unter Umständen ruck zuck erneute insolvent.

    Ist das möglich?

    Wenn nicht, ist eine PI für mich nicht sinnvoll.

    • Jörg Franzke sagt:

      Das ist so nicht richtig, was Sie schreiben. Denn Insolvenzforderungen, von denen Sie die Restschuldbefreiung erhalten werden, sind alle Schulden, die älter sind als der Tag der Insolvenzeröffnung. Die Bürgschaften wurden vor dem Insolvenzereignis begründet. Anlässlich der Vorbereitung der Insolvenz müssten die finanzierenden Banken der Firmenkredite angeschrieben und die Insolvenz angekündigt werden. Das dürfen Sie keinesfalls vergessen.

  48. Hallo,
    Also ich habe schon viel mitgelesen und einige antworten erhalten. Ich habe aber noch was wichtiges. Mein verlobter in seit 3 Jahren in der Pi. Der Anwalt hatte gesagt dass im Mai die wohlverhaltensphase eingeleitet werden soll, war sich aber nicht sicher.mein verlobter hat bereits 3 Steuererklärungen abgegeben. Bis jetzt ist nichts passiert. Wir erwarten im August ein Kind und hoffen dass es vorher passiert, da mein verlobter noch ein eingefrorenes sparkonto hat und das Geld könnten wir gut gebrauchen. Kann man bei dem Anwalt nachhaken oder Druck machen die wvp einzuleiten? 3 Jahre für 20.000 Schulden ist doch schon sehr lange oder? Muss er uns Auskunft geben wie viel noch offen ist? Er sagt nämlich Nein.

    Ich bedanke mich schon mal im voraus für ihre mühe. Liebe grüße

  49. Diterle Irina sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    meine Mama befindet sich momentan in einer verflixten Lage. Wir haben vor 2 Jahren ein Haus gekauft. Mein Vater ist schwer Alkohol krank. Meine Mutter trennte sich von ihm und hat sich eine eigene Wohnung angemietet. Da mein Vater nicht bereit war das Haus zu verkaufen ging es irgendwann bis dahin, dass das Haus Zwangsversteigert werden musste. 60.000 Euro Schule sind übrig geblieben die auf beide geteilt worden sind. Nun war meine Mutter gezwungen privat Insolvenz anzumelden. Sie lebt von ALG2 mit meinen zwei Geschwister. Weil die Wohnung zu klein ist hat sie sich entschieden umziehen, hat darauf hin eine Wohnung gefunden. Der Mieter verlangt eine Mietselbstauskunft von ihr ausgefüllt. Nun meine Frage: Das insolvenzverfahren hat erst begonnen und ist noch nicht beendet & bestätigt worden. Muss sie auf dem Formular trotzdem ankreuzen, dass sie privat Insolvenz angemeldet ist? Oder kann sie das weglassen weil sie noch keine Bestätigung erhalten hat? Macht sie sich da strafbar deswegen?

    Würde mich riesig freuen wenn Sie mir eine Antwort geben könnten. Danke im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Irina Diterle

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich kann Ihrer Mutter in diesem öffentlichen Forum nicht empfehlen, das Insolvenzverfahren zu verschweigen und es darauf ankommen zu lassen. Der Vermieter würde aber auf alle Fälle von der Insolvenz Ihrer Mutter erfahren.

  50. Ich habe einen Teilzeitjob und muß mit Arbeitslosengeld 2 aufstocken. Bei dieser Tätigkeit komme ich nie über die Pfändungsfreigrenze. Muß man auch eine solche Tätigkeit dem Insolvenzverwalter mitteilen, obwohl sie, wegen des Verdienstes unterhalb der Pfändungsfreigrenze, für die Insolvenz unerheblich ist?

  51. Frage über Frage sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    am 25.03.2015 wurde per Beschluss das Insolvenzverfahren eröffnet. Somit bin ich doch in Insolvenz und vor Pfändungen geschützt oder?
    Desweiteren eine Frage, bisher haben nur drei Gläubiger ihre Forderungen angemeldet (von 10), Schlusstermin ist am 10.06.2015. Fallen die komplett weg, wenn diese nichts anmelden?

    Danke für eine Rückantwort

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ja, Sie sind seit dem 25.03.15 in der Insolvenz und seit dem vor Pfändungen geschützt. Wenn ein Gläubiger seine Forderung nicht zur Insolvenztabelle anmeldet, dann nimmt er auch nicht an Ihrem Insolvenzverfahren teil. Allerdings ist der 10.06.15 keine Ausschlussfrist, sondern die Gläubiger können ihre Forderungen auch noch danach anmelden. Das ist sehr häufig. Erst mit dem Schlusstermin ist eine Anmeldung von Forderungen nicht mehr möglich. Wann dieser Schlusstermin abgehalten wird, liegt im Ermessen des Insolvenzverwalters.

  52. Darf ein Inkassounternehmen eine Forderung einholen obwohl diese bereits in einer Insolvenzmasse ist? In meinem Fall wird bei meinem Mann die komplette Summe verlangt. Die komplette Forderung ist aber nun bereits seit 2012 in der Insolvenzmasse drin. Dürfen die das? Worauf kann ich mich berufen wenn ich denen das so mitteilen würde? Oder sollte ich mir da einen Anwalt holen?

  53. Frank Bartel sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke, vielleicht können Sie mir einen Tipp geben. Bin in Regelinsolvenz. Kann mir mein Insolvenzverwalter vorschreiben welche Lohnsteuerklassen ich habe oder wählen muss ? Meine Ehefrau verdient da. 500 Euro brutto mehr wie ich und hat die Lohnsteuerklassen 3, ich habe die 5, bezahle daher viel mehr Lohnsteuer, was natürlich den pfändbaren bzw. abgetretenen Nettolohnanteil mindert. unser Steuerberater hat nun Bedenken, ob das der IV so akzeptieren wird und muss, oder ob er hier eine Änderung verlangen kann um einen höhen pfändbaren Nettolohnanteil zu bekommen ?
    Da die Lohnsteuerklassen Anfang 2015 erst geändert wurden ist ja wahrscheinlich auch in 2015 keine Änderung möglich, den ich glaube der LST-Wechsel geht ja nur einmal im Jahr ?

    Vielen Dank, Frank

    • Jörg Franzke sagt:

      Die Wahl der Lohnsteuerklasse geht auf den Insolvenzverwalter über. Das hat der BGH mal so entschieden. Natürlich wird der Verwalter die Lohnsteuerklasse wählen, die der Insolvenzmasse das meiste Geld bringt.

  54. HerrNamenlos sagt:

    Hallo,
    ich bin seit 30.04.2015 in Insolvenz und mein Insolvenzverwalter macht morgen ein Hausbesuch bei mir, Erstgespräch war schon. Wir haben eine normale Wohnungseinrichtung und nichts Wertvolles. Nur einen alten Schul-PC (Gebrauchtwert laut Internet ca.20€) und einen 7 jährigen LCD TV (Neuwert 299€, heute maximal 100€ und etwas größer), dieser wird aber nicht mehr verkauft und angeboten. Kann beides gepfändet werden?

  55. Christian S. sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    hab da mal eine Frage an Sie. Die Insolvenz rückt immer näher und ich überlge nächstes Jahr nach Österreich oder Schweiz aus zu wandern. Was muß ich beachten wenn ich als Privat Insolvenzer in ein EU Land gehe? Ist das überhaupt möglich? Und wir funktioniert das. Ändert sich da was für mich. Ich müßte nur den Umzug melden und den neuen Arbeitgeber oder? Danke schon mal in voraus.
    Schönen Abend noch lg Christian

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie müssen darauf achten, dass Sie noch in Deutschland gemeldet sind, wenn der Insolvenzantrag eingereicht wird, damit das deutsche Insolvenzgericht überhaupt noch zuständig ist. Später in der Insolvenz müssen Sie das pfändbare Einkommen an den deutschen Insolvenzverwalter abgeben. Zumeist gelten deutsche Pfändungsgrenzen. Weil die Lebenshaltungskosten vor allem in der Schweiz höher sind, kann das ziemlich unanagenehm werden.

  56. Hallo nochmal, darf uns unser Vermieter kündigen obwohl wir keine Mietrückstände haben und die Miete sowieso gesichert ist, durch die Erwerbsminderungsrente und meinen Hartz4.
    Das macht uns ziemliche Kopfschmerzen.
    Ich frage weil Mann so vieles im Internet liest.

    Danke!

  57. Hallo Herr Franzke,
    ich habe mal eine Frage.
    Die Privatinsolvenz ist jetzt eröffnet und ich war auch schon beim Treuehändler zum Erstgespräch . Nächste Woche wird jemand geschickt und sich die Wohnung ansieht und 2-3 Fotos macht. Wir haben eine bescheidene Wohnugseinrichtung und sonst nichts wertvolles. Nur einen 7 Jahre alten LCD TV, der damals 299€ gekostet hatte und auch was größer ist. Dieser TV wird aber nicht mehr im Läden oder Internet verkauft. Ebenso einen alten Schul-PC der nur noch einen Wert von 20€ laut diversen Onlineseiten hat. Darf das vom Treuehändler mitgenommen bzw. gepfändet werden? Sachpfändungen hatte ich noch nicht gehabt. Da wir Schwerbehinderung sind benutzen wir auch oft den PC um zu kommunizieren. Ebenfalls sind wir beide nicht arbeitsfähig. Ich habe gelsen das ein LCD einen Wert von 1000€ haben muss, stimmt das? Wie gesagt ist das ein normaler LCD TV, nur etwas größer, aber ohne jeglichen schnickschnack.

    • Jörg Franzke sagt:

      Mein Beileid, dass Sie an einen übereifrigen Insolvenzverwalter geraten sind, der sich nicht zu schade ist, Hausbesuche zu machen. Einrichtungsgegenstände sind nicht pfändbar und Sie sollten sich nicht alles gefallen lassen. Ich meine, dass Fotoaufnahmen von Ihrer Wohnung entschieden zu weit gehen.

  58. Hallo´,
    ich habe folgende Frage: Habe blöderweise bei einer GmbH eine persönlich haftende Bürgschaft abgegeben. Wert 27.000 Euro. Bin aus der GmbH raus. Die GmbH hat fast gar nichts bezahlt. Nun kommt der Gläubiger auf mich zu. Er will von mir nun die Restsumme haben (27.000 Euro – meine Zahlungen ca. 8000 Euro + Verzugszinsen 18% über Basiszinssatz). In der Summe bin ich wieder bei 29.000,00
    Frage: ist es mit den Verzugszinsen gerechtfertigt? Meine Selbstschuldnerische Höchstbürgschaft geht nur bis 27.000 Euro. Ich habe ja ein Teil schon bezahlt.
    Danke!

    • Jörg Franzke sagt:

      Bitte sehen Sie in der Bürgschaftsurkunde nach, welcher Zins dort vereinbart wurde. Wurden wirklich 18% vereinbart, ist diese Forderung berechtigt.

  59. Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich gehe jetzt in die Privatinsolvenz und habe nächste Woche auch schon den ersten Termin bei meinen zugestellen Insolvenzverwalter. Bekomme Hartz4 und will jetzt Erwerbsminderungsrente beantragen, da ich eine anerkannte Schwerbehinderung und seit Jahren Depressionen habe, aus diesem Grund ist in der Vergangenheit auch alles beruflich schiefgelaufen und sind die Schulden entstanden. Darf der Treuehändler mich trotzdem arbeiten schicken, obwohl das Arbeitsamt und der Integrationsdienst gesagt hat ich soll die Rente beantragen? Es geht halt nicht anders, auch keine leichten Tätigkeiten.

  60. Hallo Herr Franzke,

    haften Kinder für die Schulden der Eltern während der Privatinsolvenz und dürfen volljährige Kinder (oder auch minderjährige), die im Haushalt des Vaters leben (der aber seit 1 Jahr in der Insolvenz ist) ihr eigenes Vermögen besitzen? Mein Vater selbst erklärt mir nicht viel. Er sagt immer wir sollen nicht zu viel bzw. teures bestellen oder kaufen.

    MfG

  61. Michaela B. sagt:

    Hallo Herr Franzke, erstmal muß ich Danke sagen für diese tolle Seite und die Informationen die Sie uns geben. Finde ich echtk lasse. Danke.
    So nun zu meinem Anliegen bzw Frage:
    Ich muß in die Insolvenz( bei meinen Mann ist es noch nicht sicher da der Schuldenvergleich noch läuft). Wie schaut das mit Minijob 450 euro aus. Wenn mein Mann in der Insolvenz ist und ich einen Minijob ausüben will. Gelte ich da noch als Unterhaltspflichtig oder nicht? Ich weiß das ich das dem TH weitergeben muß. Rediert sich das überhaupt dann? Da ich einiges gelesen habe, aber nicht daraus schlau werde. Gibt es da auch eine Grenze für den Zusatzverdienst für Unterhaltspflichtige Personen? Danke schon mal im voraus. Liebe Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Jeder von Ihnen beiden durchläuft ein eigenes Insolvenzverfahren und die Einkommensverhältnisse von jeder Person werden gesondert betrachtet. Wenn Sie 450 EUR verdienen, liegen Sie unter der Pfändungsgrenze, Sie müssen also nichts abgeben. Geht Ihr Mann in die Insolvenz, werden seine Unterhaltspflichten im Sinne der Pfändungstabelle ermittelt. Weil Sie über eigenes Einkommen verfügen, gelten Sie nicht mehr als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle.

  62. Hallo Herr franzke,

    Muß nach ergebnisloser ausergerichtlicher Einigung in die private insolvenz gehen. Nun habe ich gekündigt. Da ich gesundheitlich angeschlagen bin. Kann mir das im insolvenzverfahren angehängt werden. Da ich in der Insolvenz arbeiten muß, stimmt das? Das ich die Restschuldbefreiung bekomme? Hängt das von dem ab? Da ich eh unter dem pfändbaren Einkommen bin.

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Ihr durchschnittliches Einkommen ohnehin unter der Pfändungsgrenze liegt, dann müssen Sie nicht befürchten, dass der Insolvenzverwalter Sie zur Arbeit antreibt. Man hat in der Insolvenz zwar die Pflicht zur Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit. Aber wenn das durchschnittliche Einkommen unter der Pfändungsgrenze liegt, geht dieser Anspruch ins Leere.

  63. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich bin in einer Privatinsolvenz und habe geheiratet, dass mein Ehemann für meine Schulden nicht aufkommen muss, ist mir bekannt. Doch da tauchen neue Fragen auf. Muss ich dem Insolvenzverwalter angeben das ich geheiratet habe? Und…hätte das irgendwelche Folgen?

    Vielen Dank für Ihr Bemühen!

    Mit freundlichen Grüßen

  64. Hallo,

    ich überlege in die PI zu gehen, weil ich durch Fremdverschulden Schulden gemacht habe. Es ist so, dass derzeit (seit 3 Jahren) ein Gerichtsprozess läuft und das Urteil noch nicht gefällt wurde. Wenn dieses Urteil gut für mich läuft und ich das Geld erhalte wie sieht es dann aus, wenn ich PI bin ? Meine Mutter hat mir einen Großteil Geld zugesteuert (Privatdarlehen) ,.. Wenn ich den Fall Gewinne (die Summe reicht nicht für die kompletten Schulden) wird dann das komplette Geld eingezogen oder bekommt meine Mutter dann auch ihren Teil davon ab ? Bzw kann ich das Darlehen was ich bei meiner Mutter habe mit in die PI nehmen ? Vielen Dank !

    • Jörg Franzke sagt:

      Wenn Sie den Prozess gewinnen und Sie sind in der Insolvenz, geht leider alles Geld zum Insolvenzverwalter. Wenn Ihre Mutter auch Gläubigerin ist, dann würde sie auch ihren Teil bekommen.

  65. Hallo Herr Franzke,
    ich bin in der Insolvenz und in der Wohlverhaltensphase seit 1 Jahr. Nun bekomme ich von der Firma ein Profit Share in Höhe vonn 3000 Euro Brutto. Dies bekomme ich mit meinem nächsten Gehalt ausgezahlt. Ist dies voll pfändbar oder nur zum Teil?

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      man rechnet die Sonderzahlung zum Nettogehalt und bildet daraus die Pfändungsgrenze. Kurzum, viel wird nicht übrig bleiben von der Socherzahlung.

  66. Guten Tag Herr Franzke!
    Ich habe kürzlich die Gläubiger wegen eines Vergleich Versuches vor der Insolvenz anschreiben lassen. Die Sparkasse ist ebenfalls einer der Gläubiger. Nun haben meine Kinder jeweils ein Girokonto bei der Sparkasse welches sie mit 10 Jahren selbst eröffnet haben. Fällt das Geld mit in die Masse oder kann die Bank sich das Geld dort runterholen? Was aber noch wichtiger ist, mein Vater hat für jedes meiner Kinder ein Sparbuch eröffnet, ebenfalls bei der Sparkasse. Darauf zahlt er seit der Geburt ein. Ist dieses Geld in Gefahr?
    Mit freundlichen Grüßen Sanne

  67. Nicole Ernst sagt:

    Guten Tag Herr Franzke,
    aufgrund einer psychischen Erkrankung habe ich in den letzten Jahren Schulden aufgehäuft.
    Nun geht es erst mal um einen aussergerichtlichen Einigungsversuch, danach falls erforderlich in die PI.
    Ich bin derzeit arbeitslos aufgrund einer Erkrankung kein neuer Job in aussicht.Verheiratet und zwei Kinder.
    Auch mein Mann ezieht derzeit noch ALG1 und ist in Umschulung.
    Nun die eigentliche frage welche noch niemand gestellt hat:
    wir haben einen kleinen Hof gemietet (günstiger gehts kaum) und haben ein kleines Pony welches wir großgezogen haben und das meiner Tochter seit ihrem 6. Geburtstag offiziell gehört. dazu noch ein älteres nur noch bedingt reitbares Pferd (geschenkt bekommen).beide Tiere haben weder Papiere noch sind sie viel wert allein aufgrund der gesundheitlichen Schäden.Beide haben nicht einmal eine vernünftige Ausbildung, das Pony ist das „kn uddelpony“ unserer Kinder.
    Nun haben wir Angst dass uns die Tiere weggenommen werden.ist dies möglich? das Pony ist auf spezielle Haltung angewiesen da bei Fehlern unmittelbar schwere Erkrankung auftreten kann. Das ältere ist halbblind,kommt somit in fremder Umgebung nicht zurecht und leidet an Arthrose. Pro Tier ein Marktwert (sofern sie überhaupt einer nimmt, wenn dann nur geschenkt) max. 500 Euro.
    Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass einem die Tiere genommen werden?Das liegt uns sehr am Herzen. Das Pony gehört lt Paß meiner Tochter (minderjährig).Der Große gehört mir, es gibt aber keinerlei Vertrag oder Eigentumsurkunde.7
    Freundliche Grüße
    N. Ernst

    • Jörg Franzke sagt:

      Glaube nicht, dass man die Pferde wegnimmt. Der Insolvenzverwalter müsste die Pferde ja auch füttern, was eine Menge Geld kostet und worauf er keine Lust hat. Also lässt er die Pferde bei der Familie.

  68. Hallo,

    ich möchte gerne eine Privatinsolvenz einleiten. Aber ich habe auf Ihrer Internetseite bei den Vor- und Nachteilen gelesen:

    „Vermögensübertragungen an Freunde und Verwandte in den letzten 10 Jahren werden angefochten, Vergangenheit wird durchleuchtet, der Schuldner muss Rede und Antwort stehen“.

    Heißt das, ich muss meine Kontoauszüge der letzten 10 Jahre offenlegen? Ich habe diese gar nicht mehr. Meine Konten sind auch zwischenzeitlich alle erloschen.

    Ich habe meinem Lebenspartner vor ca. 3 Jahren einmal 3.000 Euro geliehen und diese in Form von Naturalien zurück erhalten. Kann es sein, dass der Insolvenzverwalter das Geld zurückverlangen könnte?

    Gruß,
    CT

  69. Hallo,
    Mein Verfahren soll Ende Februar beim Insolvenzgericht eingereicht werden.
    Jetzt will mir jemand aus der Verwandtschaft die 4.000€ für einen Vergleich geben.
    Ist das jetzt noch möglich oder ist es dafür schon zu spät?
    Außerdem moechte ich wissen in wie weit sich mein Alltag aendert, falls es doch zur Insolvenz kommt?
    Ich habe 2 Kinder, derzeit nur einen 450€ Job und liege unter der Pfaendungsgrenze.
    Danke,LG

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Sie können den Antrag jederzeit zurückziehen bis er eröffnet ist. Klappt der Vergleich nicht, müssen Sie aber wieder von vorne anfangen mit dem Schuldebereinigungsverfahren usw. Ich mache Ihnen mit den Vergleichsaussichten nicht all zu viel Hoffnung, aber falls Sie es unbedingt versuchen wollen, dann versuchen Sie es und ziehen den Insolvenzantrag zurück.

      • Danke,für die Info.
        Können Sie mir noch was zu den Veränderungen im Alltag sagen?
        Ich habe echt Angst vor dem Schritt in die PI zu gehen…
        Gruss
        Sabrina

        • Jörg Franzke sagt:

          Die größte Veränderung sind sicherlich Gefühle der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins. Die meisten betroffenen Menschen können damit sehr gut umgehen, indem sie ihren Verstand einsetzen und sich sagen: Der Insolvenzverwalter ist für die Insolvenzmasse da und wie ich ansonsten lebe und das mir zustehende Geld ausgeben, geht niemanden etwas an. Für diese Menschen ist die Privatinsolvenz eine echte Befreiung. Andere Menschen hingegen können sich nicht gut abgrenzen und leiden sehr unter der „Kontrolle“ des Insolvenzverwalters, die es ja eigentlich gar nicht gibt.
          Wenn Sie also klar bei Verstand sind, ändert sich gar nicht so viel: Sie haben Ihr pfändungsfreies Einkommen frei zur Verfügung und leben Ihr normales Leben. Kreditkarten, Ratenzahlungsverträge usw. sind für Sie in der Privatinsolvenz tabu, aber sicherlich haben Sie eh keine Lust mehr auf Schulden.

  70. Hallo !
    sehr geehrter Herr Franzke,

    eine tolle webside meine Frage lautet: Ich habe seit 2010 ein aussergerichl. Privatinsolvenzverfahren das 5 Jahre läuft und nun 2015 im August zu Ende geht. Da ich damals freiwillig 30 € monalich gezahlt habe bin ich durch einer Erkrankung Burnout-Syndrom 2014
    ab Nov . schon 2013 ins trudeln gekommen. Da ich nur von Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung lebe ist natürlich ein abzahlen schwer möglich weil es gerade noch so zum überleben reicht. Meine Beraterin verlangt das ich 100€ begleichen soll zu je 50€ je Gläubiger und sofort soll ich noch 100€ an die Landeskasse zahlen auf Grund eines Vergleiches /Mietrecht . Wie soll das bitteschön funktionieren? Der Rückstand beläuft sich an die 400€. Ich möchte aber auch nicht dass es im August 2015 scheitert. Was würden Sie mir raten? Vielen lieben Dank im vorraus für Ihre kompetente Antwort.

    Mit freundlichen Grüssen
    Herr Donau

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ich kann Ihnen nur raten die Rückstände irgendwie zu bezahlen, weil sonst das ganze Verfahren platzt. Es wird leider in einem solchen außergerichtlichen Verfahren keine Rücksicht auf Ihre privaten Umstände genommen.

      • Achherje ! Vielen Dank für ihre schnelle Antwort muss mal schauen wie ich das hinbekomme. Wird schwierig werden. wenn Sie mir noch eine Frage erlauben was würde dann passieren im schlimmsten Falle. Gerichtlich und Titel ?

        Mit freundlichen Grüßen
        Herr Donau

  71. Marc ketter sagt:

    Hallo Herr Franke,

    Ich habe im Januar15 meine Privatinsolvenz beendet und meine Lebensgefährtin und ich möchten dieses Jahr einen Gebrauchtwagen für ca. 15000 finanzieren. Darf ich dafür eine Bürgschaft unterschreiben bzw. könnte es da Probleme geben?
    Mit freundlichen Grüßen
    M. Ketter

  72. Guten Tag Herr Franzke,
    bis zu welchem Verfahrensschritt bei Entscheidung für das Verbraucherinsolvenz kann man als Freiberufler angemeldet/tätig sein (bis vor Aufnahme des Schuldenbereinigungsverfahrens, bis vor Antrag auf Verbraucherinsolvenz, …)?
    Und ab wann in diesem Verfahren kann man wieder, wenn man z.B. keine Arbeit findet, wieder freiberuflich tätig werden?
    Wie läuft es dann mit dem P-Konto bezüglich Pfändungsfreigrenze und USt-Abführung, die bei einer Überweisung von einem Kunden zuvor mit vereinnahmt wurde. Muss ich diese aus dem Pfändungsfreibetrag abführen?
    Herzlichen Dank
    MH

    • Jörg Franzke sagt:

      Grundsätzlich können Sie auch als Freiberufler in die Insolvenz gehen. Falls es aber irgendwie geht, ist es besser unmittelbar vor der Insolvenzantragstellung die selbständige tätigkeit einzustellen und als „Verbraucher“ ein Verbraucherinsolvenzverfahren zu beantragen. Erst nachdem das Verfahren endgültig eröffnet ist, macht man sich wieder selbständig.
      So vorzugehen, erspart in der Insolvenzeröffnungsphase eine Menge Ärger, ist aber nicht kriegsentscheidend.
      Bezüglich P-Konto und Selbständigkeit gibt es leider keine sinnvolle Lösung, hat der Gesetzgeber vergessen zu regeln. Sind Sie aber in der Insolvenz und dann selbständig, brauchen Sie als Selbständiger kein P-Konto mehr.

  73. Herr Namenlos sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich beantrage bald Privatinsolvenz, bekomme z. Zeit Hartz4 und Mehrbedarf da ich in einer Umschulung wegen meiner Behinderung bin.
    Zur Frage darf der Insolvenzverwalter meine Umschulung beenden lassen?
    Eine Bescheinigung deswegen hat mein Arzt mir bereits gegeben.
    Zweitens muss meine Frau ebenfalls in die Inso, Sie ist schwer krank und bekommt volle Erwerbsminderungsrente, da Sie höchsten 30min am Tag aushält was zu tun.
    Darf der Insoverwalter Sie trotzdem arbeiten schicken?
    Auch meine Frau hat eine Bescheinigung vom Arzt.
    Wäre dankbar für eine Antwort.

  74. Volker Mattausch sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    ab 01.08. dieses Jahres beginnt die Rückzahlung eines Ausbildungsdarlehens.
    Da ich aber bis jetzt noch keinen neuen Job habe, mache ich mir Gedanken, wie ich die Rate bezahlen soll.
    (Momentan beziehe ich leider nur ALG2 und bin alleinerziehender Vati.)
    Wir ein kleiner Bausparvertrag mit geringem Guthaben im Falle einer Privatinsolvenz auch mit angerechnet?

    Viele Grüße
    Volker Mattausch

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      wenn Sie gar keine Perspektive mehr sehen und meinen, dass Sie die Bafög Schulden nie zurückzahlen können, dann ist ein Insolvenz wirklich besser als gar nichts zu tun. Solange Sie nur geringes Einkommen verfügbar haben, müssen Sie die Folgen einer Insolvenz nicht befürchten, weil man Ihnen nichts wegnehmen kann.

      • Volker Mattausch sagt:

        Vielen Dank Herr Franzke aber kann verlangt werden, dass der Bausparer aufgelöst wird?
        (Guthaben nur ca. 500 €)
        Wenn mein Sohn (15) mal eine Ausbildung aufnimmt, wird er ja aus der Pfändungsgrenze raus fallen und wenn ich dann einen Job habe, müsste ich die volle Rate (ca. 280 €) zahlen.
        Ist das so?
        Wer trägt die Kosten des Verfahrens?

        • Jörg Franzke sagt:

          Ja, es kann verlangt werden, dass der Bausparvertrag aufgelöst wird. Sobald Ihr Sohn ein eigenes Einkommen hat, kann er nicht mehr als Unterhaltspflicht im Sinne der Pfändungstabelle geltend gemacht werden. Dann müssen Sie die volle Rate bezahlen.

          • Volker Mattausch sagt:

            Hallo Herr Franzke,
            das hilft mir schon weiter.
            Können Sie mir bitte noch eine letzte Frage beantworten.
            Kann es sein, dass das Ausbildungsdarlehen nach dem AFBG von einem Insolvenzverfahren ausgeschlossen ist?
            Im Darlehensvertrag steht, dass im Falle einer Insolvenz die Darlehensrestschuld und Zinsschuld sofort fällig werden.
            Das würde doch dem Sinn einer Insolvenz widersprechen. Wie soll jemand, der eine Insolvenz anmelden muß, dann so einen großen Betrag sofort zurück zahlen?

  75. Janette Schnauber sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    ich bin bald durch mit meiner Inso und habe eine Frage.
    Lt. Beschluss endet die Wohlverhaltensphase 6 Jahre nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens (04.02.2009), also mit Ablauf des 04.02.2015. Ich müsste dann eine Restschuldbefreiung erhalten.

    Nun habe ich den IV kontaktiert, weil ich wissen wollte, wie sich das mit dem Ende der Pfändung verhält und ob mein Arbeitgeber auch darüber benachrichtigt wird. Das Lohnbüro muss ja die Pfändungsbeträge entsprechend auf der Abrechung ausweisen.
    Und wie verhält sich das im letzten Monat? Wird mir für April 2015 das Gehalt dann anteilig für die 4 Tage gepfändet oder ist es ein voller Monatsbetrag, weil der Monat ja schon angebrochen ist? Ich habe dazu im Web verschiedene Aussagen gelesen.
    Wie verhält es sich mit den Kosten des Verfahrens? Sind die separat zu zahlen oder bleibt die Gehaltspfändung weiter bestehen bis die Kosten bezahlt sind?
    Besten Dank vorab und viele Grüße
    J. Schnauber

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Sie haben bei Insolvenzantragstellung eine Abtretungserklärung zugunsten des Insolvenzverwalters unterschrieben. Diese Erklärung stellt die Rechtsgrundlage dar, aufgrund der Insolvenzverwalter auch noch nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens in der Wohlverhaltensperiode Ihr Einkommen pfänden darf. Diese Abtretungserklärung endet genau auf den Tag nach 6 Jahren.
      Die Erteilung der Restschuldbefreiung ist etwas anderes und wird vom Gericht erlassen. Wenn diese erfolgt, gibt es keine gesetzlichen Fristen wohl aber eine BGH Entscheidung, dass diese zeitnah zu erfolgen hat…
      In der Regel wird noch großzügig aufgerundet und nach Beendigung der Wohlverhaltensperiode nicht nach Tagen abgerechnet, sondern am Ende des Monats.

  76. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich habe jetzt zum ersten Mal eine Steuererklärung gemacht und befinde mich in Insolvenz. Meine Frage besteht nun darin wie mein Insolvenzverwalter von meiner Steuerrückzahlung erfährt. Erfährt er das von den Behörden oder muss ich das melden? Ich möchte gern mit dem Geld private Schulden tilgen.

    MfG
    Michelle

    • Jörg Franzke sagt:

      Das Finanzamt „petzt“ an den Insolvenzverwalter, dass Sie eine Steuererstattung erhalten. Wahrscheinlich überweist das Finanzamt auch gleich direkt an den Insolvenzverwalter, sodass Sie leer aus gehen. Lassen Sie sich außerdem nicht beim Abzahlen von „privaten Schulden“ während der Insolvenz erwischen, denn dies könnte Sie die Restschuldbefreiung kosten.

  77. Hallo Herr Franzke,
    ich war arbeitslos und habe eine neue Stelle bekommen. dafür erhalte ich 6 monate fahrtkostenzuschuss von der agentur für arbeit.

    muss ich dieses bei der berechnung des pfändbaren betrages mit einbeziehen?

    vielen dank für ihre antwort!

  78. Lisa Meyerhoff sagt:

    Guten Abend Herr Franzke,

    ich habe eine wichtige Frage an sie! Ich wohne seid einem Jahr mit meinem Freund zusammen (Er ist dazu gezogen, ich stehe im Mietvertrag) Er ist seid drei Jahren in der Insolvenz. Seid einigen Wochen flattern Inkasso Briefe ins Haus… kann er dadurch seine Insolvenz verlieren, wenn er neue Schulden macht? Und kann es dann sein, dass auch meine Dinge gefähndet werden können?
    Mit freundlichem Gruß
    Lisa

  79. Hallo.

    Ich habe mal eine Frage zu der PI. Es geht darum, daß ein Gläubiger mit seinen Forderungen den Ausschlag für die Notwendigkeit einer solchen geben kann. Dieser ist nicht kompromiß- oder gesprächsbereit. Gesetzt dem Fall, es erfolgt ja im Vorfeld erstmal ein außergerichtlicher Einigungsversuch durch die Schuldnerberatung und die Gläubiger werden angeschrieben und dieser eine gibt an, z.B. „derzeit keine Forderungen“ zu haben oder beziffert diese zu niedrig oder ignoriert gar die Aufforderung zur Antwort komplett. Die Folge wäre vielleicht, daß ein Vergleich mit den anderen Gläubigern erfolgreich ist oder infolge noch „stemmbarer“ Ratenbeträge eine PI doch gar nicht notwendig oder möglich wird (weil Raten ohne diesen ausschlaggebenden Gläubiger insgesamt monatlich innerhalb oder unterhalb pfändbarem Anteil des Nettoeinkommens). Dann käme irgendwann dieser eine Gläubiger und würde seine Forderungen (die aus der Zeit vor dem Einigungsversuch stammen) doch noch geltend machen wollen…

    Bei einer PI wären seine Forderungen – egal, ob benannt oder nicht – ja bei der Restschuldbefreiung mit getilgt und er wäre „selber schuld“, wenn er sie nicht angeben hat. Aber… in dem oben genanntem – zugegebenermaßen konstruierten – Fall, könnte er doch eine PI quasi sabotieren, weil er weiß, daß er bei einer solchen nur einen Teil seiner Forderungen bekäme und sie nun – ungekürzt – erneut stellen könnte und quasi an den anderen Gläubigern vorbei (Titel vorrausgesetzt) pfänden könnte.

    Ist sowas möglich? Falls ja, gibt es Möglichkeiten, sowas zu verhindern und einen geordneten, wie vorgesehenen Ablauf zu gewährleisten (also außergerichtlicher – dann gerichtlicher Vergleich und dann ggf. Privatinsolvenz, wenn beide vorherigen eben scheitern)?

    Viele Grüße

  80. Toni Großmann sagt:

    Guten Tag sehr geehrter Herr Franzke.

    Nach der Beantragung meiner Privatinsolvenz habe ich mich als Freiberufler selbstständig gemacht. Bzgl. einiger Fördermittel ist nun die Frageob mein Unternehmen damit automatisch Teil der Insolvenzmasse ist oder in irgendeiner Form als Unternehmen in Schwierigkeiten (EU-Definition) gelten könnte.

    Vielen lieben Dank im Voraus

  81. Brigitte Killan sagt:

    Hallo Herr Franzke,
    ich bin seit knapp 9 Mon. in der PL, und hatte seit Jahren eine Risikolebensvericherung abgeschlossen. der Insolvenzberater hat sich angebl. schon darum gekümmert, gestern erhielt ich ein Schreiben der Versicherung die mir nun einen Beitrag von etwas um die 1000.- € auf mein privates konto überweisen will nun meine frage: ich mußte mir vor gut 2 mon. ein anderes Auto zulegen um zu meiner Arbeit zukommen, meine Tochter hat mit dafür 700 € geliehen und will das natürlich zurück haben, mein Gehalt liegt aber z.z. unter 1049 € und ich brauche ca. 200 € Für Benzinkosten im Monat darf ich das Geld dafür verwenden? Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein, dürfen Sie leider nicht behalten. Sie müssen dem Insolvenzverwalter den Erhalt des Rückkaufwertes mitteilen und auskehren, sonst kann mann Ihnen die Restschuldbefreiung versagen.

  82. Moin Herr Franke,

    ich habe ca. 50.000 € Steuerschulden und ca. 8000,- offene Sozialversicherungsbeiträge. Ich betreibe ein Gewerbe als Einzelfirma ( keine GmbH oder ähnliches.)
    Das Finanzamt hat mehrfach Ratenzahlungen abgelehnt und auch meine Konten gepfändet. Über ein noch freies Konto habe ich noch Einnahmen. Mittlerweile bin ich am Ende meine Kräfte würde ich gerne einen Schlussstrich ziehen und meine Gewerbe abmelden und einen Insolvenzantrag stellen. Welche Art der Insolvenz kommt für mich in Frage und wenn ich sie beauftrage alles nötige einzuleiten wie ist dann der genau Ablauf.

    • Jörg Franzke sagt:

      Wegen der offenen Sozialversicherungsbeiträge ist die Regelinsolvenz für Sie die richtige Wahl. Wie das Verfahren abläuft, habe ich auf meiner Webseite ausführlich beschrieben. Bitte dort nachlesen.

  83. Hallo Herr Franzke,
    ich befinde mich seit Nov 2012 in der Insolvenz, soweit ich weiss ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen.
    Ich habe im Feb 2014 eine neue Wohnung bezogen u nd musste eine Kaution hinterlegen.
    Da ich mein Mietverhältnis gekündigt habe sagte mir der Vermieter das er meine Kaution nicht auszahlt, weil mein IV diese beansprucht.
    Ich habe seinerseits die Kautionssumme von meinen Eltern bekommen die aber zurückzahlen muss wenn ich wieder ausziehe. Darf mein Verwalter diese Summe einkassieren? Das war ja schließlich nicht mein Geld es wurde mir lediglich nur zur Verfügung gestellt.
    Vielen dank im voraus für eine schnelle und kompetente Antwort.

  84. Sehr geehrter Herr Franzke,
    meine Frage wäre ich bin mit mein Privatinsolvenz schon durch. Das Amtsgericht hat mir bereits ein Schreiben geschickt das das Restschuldbefreiung rechtskräftig ist. Jetzt habe ich einen Schreiben von einer Krankenkasse erhalten und ich soll wegen unerlaubter Handlung einen Beitrag bezahlen. Ich habe bereits gegen diese Bescheide bei Anmeldung widersprochen. Muss ich diese Beiträge trotzdem bezahlen?

    Danke für Ihre Mühe im Voraus

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider müssen Sie diesen von der Krankenkasse geltend gemachten Geldbetrag bezahlen. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung, weil Sie vor der Insolvenz selbstständig waren. weil die Krankenkassen diese Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung geltend gemacht haben, werden Sie nicht daran vorbeikommen, diese zu bezahlen. Versuchen Sie aber eine Ratenzahlung auszuhandeln. Meistens funktioniert das.

  85. Thomas Eckart sagt:

    Hallo Herr Franzke,

    vielen Dank im voraus für die super Website die wirklich tolle Hilfe bietet!!

    bin seit 1 Jahr in der PI. War bis 12.2013 selbstständig und bezog von 1/2014 bis 4/2014 Arbeitslosengeld und seit 5/2014 bin ich wieder angestellt mit einem Einkommen das meine
    Pfändungsfreigrenze um ca. 200 Euro übersteigt. Hab von meinem Insolvenzverwalter aber nichts mehr gehört und hatte bis jetzt auch keine Gehaltspfändung….bin ich verpflichtet dies zu melden?

    Mfg
    Thomas E.

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie sind nicht verpflichtet den Insolvenzverwalter extra darauf hinzuweisen, dass er vergessen hat, den pfändbaren Teil Ihres Einkommens einzuziehen. Sie sollten aber regelmäßig die Einkommensbescheide an den Insolvenzverwalter übersenden. Das wäre bei Ihnen der Arbeitslosengeld Bescheid. Sobald Sie einen neuen erhalten, übersenden Sie eine Kopie dem Insolvenzverwalter. Reagiert er nicht und versäumt er das pfändbare Einkommen einzuziehen, ist das sein Problem und er haftet privat. Das kommt übrigens ziemlich oft vor.

  86. Hallo,

    ich bin arbeitslos und habe einige Schulden angehäuft. Außerdem habe ich Mietschulden aus einem inzwischen gekündigten Mietverhältnis und aus nicht erfolgten Renovierungsarbeiten.

    Kann ich als Arbeitslose und mit alten Mietschulden in die Privatinsolvenz gehen?

  87. Guten Tag, Herr Franzke,

    es ist Schade, dass Sie sind so belastet. Es ist ja schlimm, wenn die Treuhänder verkauft haben meine Immobilien und Monatenlag nur höre davon, aber „darf“ nicht wissen ab wann, für wieviel Geld und was wurde vom Geld bezahlt, wenn überhaupt. Wollte nur wissen ob habe Recht darüber wissen, weil in meinem alt (63) es schon kein Spiel.

    Ewchen

    • Jörg Franzke sagt:

      Bedenken Sie: Das ist ja nicht mehr Ihr Geld, sondern das gehört dem Insolvenzverwalter bzw. den Gläubigern. Mit der Eröffnung der Insolvenz hat man Sie sozusagen enteignet. Deshalb muss der Insolvenzverwalter Ihnen gegenüber auf nicht abrechnen. Sie können aber zu Gericht gehen und in Ihre Akte einsehen.

  88. Jan Schröder sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    auch nach längerer Suche habe ich keine Antwort auf meine Frage gefunden. Was genau passiert mit dem gepfändeten Gehalt in der WVP? Das erste Jahr ist vorbei und eine Schlussverteilung an die Gläubiger ist erfolgt.
    Werden damit die Gerichtskosten beglichen?

    Mit freundlichen Grüßen Jan Schröder

      • Jan Schröder sagt:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort. Im vorliegenden Fall zahlt meine Freundin monatlich 20€ für die Tilgung der Verfahrens- und Gerichtskosten. Die monatliche Gehaltspfändung liegt höher als 20€. Kann sie die freiwillige Zahlung einfach und ohne Begründung einstellen?

  89. Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich habe aus einer Kommanditbeteiligung Steuerschulden, die u.a. in 07/2010 zur Eröffnung der Privatinsolvenz geführt haben. Nun kommen aus der gleichen Kommanditbeteiligung weitere Gewinnzuweisungen für 2011, die zwar zu Steuern, aber nicht zu Ausschüttungen führen und die ich deshalb nicht zahlen kann. Unterliegen die Steuerschulden aus der ursprünglich insolvenzverursachenden KG-Beteiligung für Veranlagungsjahr 2011 auch der Restschuldbefreiung?
    Vielen Dank und Mit freundlichen Grüßen!

    • Jörg Franzke sagt:

      Leider nein, weil die Steuern nach der Insolvenzeröffnung entstanden sind. Einzige Lösung wäre gewesen, dass Sie aus der Beteiligung vor der Insolvenzeröffnung herauskommen. Das ist bei Ihnen wohl nicht der Fall. Sie haben die Insolvenz leider zu schnell beantragt.

  90. Benjamin Rieder sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    zunächst einmal vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen auf Ihrer Website.
    Ich frage mich, ob ich einen Gläubiger an den ich bereits vor einem Insolvenzverfahren Raten zahle auch noch während des Insolvenzverfahrens Raten zahlen kann und diesen somit erst gar nicht in eine Gläubigerliste (ich glaube das heißt Schuldenbereinigungsplan) aufnehmen muss. Konkret geht es bei mir um eine länger andauernde ärztliche Behandlung deren Kosten ich in Raten bezahle und weiterhin auch behandelt werde. Ich möchte sicherstellen, dass ich weiterhin behandelt werde und zahle daher die vereinbarten Raten an meinen Arzt. Muss ich ihn also als Gläubiger überhaupt in den Schuldenplan aufnehmen, wenn ich die Raten aus meinem pfändungsfreien Einkommen bezahle?
    Vielen Dank im Voraus.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      das ist eine berechtigte Frage, denn eigentlich und streng nach dem Gesetz dürfen Sie Gläubiger nicht begünstigten. Wenn Sie sich korrekt verhalten wollen, dann sollten Sie den Arzt bitten, seine Leistungen kurz vor Einreichen des Insolvenzantrages abzurechnen und diese bezahlen. Die neuen Leistungen, die Sie nach Eröffnung in Anspruch nehmen, können Sie ja ganz normal wieder bezahlen.

  91. hallo Herr Franzke,
    habe ne frage und zwar von meiner freundin desen eltern haben insolvenz beantragt, wir wollten dieses jahr noch Standesamtlich heiraten sie ist noch in der Ausbildung. Ihren Wohnsitz wird sie noch bis nächstes jahr märz bei ihren Eltern haben und wohnen.
    Die frage ist sehr einfach wird sie als unterhaltspflichtige person gezählt oder nicht wenn wir standesamtlich heiraten würden ??

    bedanke mich schon im voraus.
    MFG
    Kurt

    • Jörg Franzke sagt:

      Weil die Freundin sicherlich eine Vergütung für die Ausbildung erhält, gilt sie nicht mehr als Unterhaltspflicht Im Sinne der Pfändungtabelle.

  92. Lehmann Mike sagt:

    Hallo
    Ich brauche echt Hilfe ich war gerade bei meinem Arbeitgeber der mir kündigt weil ich in der Probezeit krank wurde jetzt sagte er mir das ich krankengeld bekomme weil ich innnerhalb der ersten 4 Wochen Krank wurde und meine Kündigung müßte erst noch vom Betriebsrat genehmigt werden und Dauert noch bis nächsten Freitag nun wollte ich ein Neues Girokonto einrichten dies geht aber nicht es wurde Online abgelehnt ich muß 1500€ Rate zahlen und hatte vor dem Probejob ein Arbeitslosengeld von 700€ das ist dann wohl alles weg wenn ich so lange warten muß bis ich ein Neues Konto habe oder kann man sich das Alg auch in bar auszahlen lassen ? Ich war vor 2 Monaten schon mal bei meiner Bank da wollte man mir wegen Lastschriftbetrug an den Kragen weil Die Raten immer abgebucht und wieder zurückgebucht wurden durch die kleine Abfindung vom vorherigen Arbeitgeber konnte ich noch einen Monat überleben aber jetzt ist nichts mehr machbar und ich bin völlig verzweifelt.
    Bekommt man denn noch ein Konto wenn das eine schon gesperrt ist?
    Danke für Ihre Antwort

  93. Wir haben einen Mitarbeiter, der eine Abtretung für sein Einkommen zugunsten einer Bank unterschrieben hat. Diese ist nun an uns als Arbeitgeber herangetreten und will natürlich den pfändbaren Teil des Einkommens abgeführt haben. Es handelt sich aktuell um rd. 23 TEUR zzgl. Entgelte, Gebühren, Zinsen, die allerdings betraglich nicht genannt sind.
    Wir überlegen nun, ob wir unserem Arbeitnehmer evtl. helfen können, indem wir ihm ein Darlehen anbieten, mithilfe dessen er evtl. einen Vergleich mit der Bank aushandeln könnte (mit dem Argument, dass er ansonsten Privatinsolvenz anmelden müsste und/oder ggf. seinen Arbeitsplatz verlieren könnte – was dann natürlich dazu führt, dass die Verluste für die Bank deutlich höher sein werden). Ziel ist es, die Privatinsolvenz zu vermeiden. Was aber passiert mit unserem Darlehen, wenn der Arbeitnehmer später doch Insolvenz anmelden muss, weil er vielleicht noch andere Schulden hat. Dann würden wir als Insolvenzgläubiger auf unserem Darlehen sitzen bleiben, oder? Was müssen wir sonst noch beachten?
    Vielen Dank vorab!

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      das Arbeitgeberdarlehn ist völlig gleichrangig, wäre also auszubuchen, sollte der Arbeitnehmer in die Insolvenz gehen. Ihr Engagement in Ehren, aber ich würde Ihnen abraten. Das kann ein Fass ohne Boden werden. Sie helfen dem Arbeitnehmer schon, indem Sie ihn nicht entlassen. Er soll eine Privatinsolvenz durchlaufen.

  94. Guten Tag Herr Franzke, vielleicht ein gutes Zeichen, dass ich heute Ihre super informative Website gefunden habe.
    Mein Problem: ein Geschäftspartner und ich haben vor einigen Jahren ein Geschäft für Wohnambiente eröffnet – mit ganz gutem Erfolg. Vor zwei Jahren haben wir ein zweites Standbein in der Großstadt eröffnet – es wird gut angenommen, Erwirtschaftet inzwischen auch fast immer Miete und Personalkosten. – aber eben nicht in der Anfangs- und urlaubszeit. Deswegen haben wir einen Kredit aufgenommen, damit wir die schwierige Anlaufzeit überstehen können. Jetzt stellst sich für uns die Frage, sollen wir das neue Geschäft aufgeben und versuchen, die Restschulden mit dem Stammgeschäft zu tilgen.
    Bevor der Schuldenberg zu sehr wächst (insgesamt sind es knapp 30.000 – bei einem Inventurwert von ca. 50.000 Euro – würde ich die Reißleine ziehen und ev. in die Insolvenz gehen. Da ich verheiratet bin – betrifft diese Insolvenz auch meinen Ehemann??
    Es wäre sehr nett, wenn Sie mir kurz antworten könnten… vielen Dank

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Insolvenz ist immer die zweitbeste Lösung. Falls es Ihnen also gelingt, von der Auflösung des unrentablen Geschäftes die Alterbindlichkeiten zu begleichen. sollten Sie diesen Weg beschreiten. Die Insolvenz läuft nicht weg. Können Sie immer noch machen, sollte die reguläre Abwicklung nicht klappen.

  95. Christian Tiedemann sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    kann eine Immobilie auf einem Pachtgrundstück
    gepfändet werden ?

    Und wenn ja,
    welcher Paragraph der ZPO greift hier?

    Über Ihre schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Christian Tiedemann

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, eine Immobilie auf einem Pachtgrundstück kann gepfändet werden, weil die Immobilie einen Vermögensgegenstand darstellt. Einen speziellen Praragrafen gibt es dafür nicht. Es kann grundsätzlich das gesamte Vermögen gepfändet werden, es sei denn das Vermögen unterliegt dem Pfändungsschutz gem. §§850a ff. ZPO.

  96. Sehr geehrter Herr Franzke,

    Ich bringe gerade meine Privatinsolvenz ins Rollen ( ca 12.600 €)
    Jetzt habe ich ein Angebot einer kostenpflichtigen Berufsschule ( 100 € / Monat ) bekommen. Darf ich dann während der Insolvenz diese Kosten vom BAB bzw Bafög zahlen?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    • Jörg Franzke sagt:

      Dürfen Sie. Aber ich würde jedem Ärger aus dem Weg gehen und das Geld von dem Konto einer anderen Person abbuchen lassen.

  97. hallo

    habe eine frage ,habe im juni eine umschuldung gemacht weil ich damit weniger zinsen zahlen muss und somit mtl. 40 €spare.die frage ist die habe vor 2 jahren einen bürgschaftvertrag unterschrieben und jetzt möchte natürlich der Herr…. das geld was ihn zusteht….wir haben uns mündlich auf mtl raten geeinigt.fals er in 2 oder 3 monaten doch alles auf einmal möchte, und ich dann in die insolvenz gehen muss weil ich das nicht zahlen kann.gibt es da probleme mit der bank da ich die umschuldung gemacht habe??

    mfg

    roman

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein gibt es nicht. Die Bank wusste ja, dass es eine Umschuldung ist, also dass Sie mit dem neuen Geld alte Schulden bezahlen wollen.

  98. Hallo Herr Franzke,
    Meine Freundin und ich wollen demnächst zusammen ziehen (gleichgeschlechtliches Paar). Allerdings hat sie ca. 10000 Euro Schulden. Sie wird in den nächsten Tagen die Schuldnerberatung aufsuchen und evtl. Privatinsolvenz anmelden.
    Wenn sie zu mir zieht, würde ich weiterhin als einzige Mieterin im Mietvertrag stehen. Meine Frage wäre: Könnten mir meine Wertsachen durch einen GV gepfändet werden da ich nicht mehr für alles eine Quittung habe ?

    Danke im Voraus.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      nein, keine Sorge. Die Schulden Ihrer Freundin werden Sie in keinster Weise betreffen. Außerdem sind die Pfändungsgrenzen schon von Gesetzes wegen sehr hoch, sodass ein Gerichtsvollzieher auch dann nichts aus der Wohnung pfänden würden, wenn die Sachen alle Ihrer Freundin gehören würden.

  99. Hallo ich bekomme Besuch vom Insolvenzverwalter bei mir zu Hause. (Erste mal) was erwartet mich? Ich weiss nur er möchte Unterlagen sehen…. aber darf er aus unserem Haushalt auch was entwenden/mitnehmen??

    Lg

      • Hallo danke für die Antwort. Habe vergessen zu fragen warum der Insolvenzverwalter von mir meinen Lebenslauf haben möchte und Mietvertrag ?? Meine Insolvenz ist seit diesem Monat eröffnet per Gericht.
        Lg

        • Jörg Franzke sagt:

          Der Insolvenzverwalter darf an für sich keinen Lebenslauf von Ihnen fordern. Es geht ihn nichts an, wo Sie zu Schule gegangen sind. Sie können nun das Gericht anschreiben und darauf hinweisen, dass der Verwalter seine Rechte überschreitet, indem er einen Lebenslauf von Ihnen fordert. Falls Sie damit nicht durchkommen, schicken Sie einen Lebenslauf, der lediglich Ihr Berufsleben wiedergibt.

  100. Hallo Herr Franzke,

    eine kurze Frage: können Studenten auch Privatinsolvenz beantragen? Oder müssen sie bis zum Ende des Studiums warten, um sich eine feste Stelle suchen zu können?

  101. Uschi Meiler sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    mein Mann und ich haben 11/2010 PI beantragt, hauptsächlich bedingt durch meine chronische Krankheit. Egal – mein Mann ist seit letzten Monat fertig – er hat seit ca. 4 Jahren einen sehr gut bezahlten Job und somit wurde sehr schnell alles abbezahlt. Im ersten Jahr kam eine Rückforderung der Steuern vom FA an unsere IV. Obwohl unser Steuerberater auch eine Steuererklärung abgegeben hatte und einen PLUS betrag errechnete. Bernhard H. ist seit langen Jahren ein guter Bekannter von mir und erledigte meine Steuererklärung seit ungefähr 10-12 Jahren schon.
    Diese Erklärung von ihm wurde nicht akzeptiert und ein Brief an unsere IV von uns blieb unbeantwortet.
    Vorige Woche nun kommen gleich DREI Bescheide vom FA für 2011 – 2012 und 2013 !! mit jeweils horenten Nachzahlugen. Und heute kommt ein Brief der IV mit eben diesen Schriftstücken in Kopie mit der Aufforderung zu zahlen.
    Ganz davon abgesehen, dass wir jetzt erst wieder langsam zu Geld kommen und uns finanziell erholen, so dass es uns gar nicht möglich ist, den Betrag von ca. 3000 € zu zahlen, wissen wir nicht, was wir jetzt tun sollen. Lt. goggeln soll der IV doch dafür verantwortlich sein.?
    NIEMALS wurde von ihr eine Aufforderung an uns geschickt, Unterlagen einzureichen.
    Was sollen wir nun tun ?
    Kommt jetzt wieder eine Pfändung auf uns zu ?
    In den Schulden, die mittlerweile bezahlt sind, waren keine Schulden an irgendein FA – wir haben in den letzten 10 – 15 Jahren immer Geld zurück erhalten.

    Es wäre schön, Sie könnten uns einen Tipp geben, was wir nun tun müssen.

    Herzlichen Dank im Voraus und freundliche Grüße
    Uschi Meiler

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      sie müssen auf jeden Fall die Steuerbescheide angreifen, offensichtlich sind sie falsch. Stellt sich allerdings heraus, dass die Steuerbescheide richtig sind oder Sie haben die Widerspruchsfrist versäumt, besteht in der Tat eine erneute Pflicht, die Steuerschulden zu bezahlen. Die Steuerschulden sind nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden und somit nicht von der Restschuldbefreiung erfasst.

  102. Frank Lüssem sagt:

    Hallo Herr Franzke.
    Eigentlich hatte ich vor den Antrag erst mit Inkraftreten des neuen Gesetzes im Juli 2014 ans zuständige Gericht zu stellen.
    Aufgrund dieser Tatsache ist mir im Scheidungsverfahren die Prozesskostenbeihilfe versagt worden.
    Nun habe ich mich aufgrund hinzugekommener Steuerrückzahlungen ans Finanzamt und der austehenden Unterhaltszahlungen doch entschlossen den Antrag zu stellen.Habe auch schon Antwort vom gericht bekommen wo noch Details zu beantworten waren.
    Nun meine Frage………mein Scheidungstermin ist am 2.7.2014 und wollte nachfragen ob ich doch noch Prozesskostenbeihilfe bekäme wenn ich in den nächsten 3 Wochen noch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Gericht bekomme??
    Zweite Frage…………Im Mai 2013 hat mir meine Grossmutter (92) ein Auto für 800€, BJ 1997, TÜV-fällig i 9/14 gekauft da ich das Geld nicht besaß und ich sie zu vielen Terminen fahre…….Arzt,Frisör,Einkaufen….usw!!
    Der Kaufvertrag ist auch mit der Grossmutter geschlossen worden…….aber aufgrund des Alters der Grossmutter ist das KFZ auf mich zugelassen und versichert,wobei der KFZ-Brief bei der Grossmutter ist.was passiert mit dem Auto nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens??

    MfG

    Frank Lüssem

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ob Sie Prozesskostenhilfe für die Scheidung erhalten, weiß ich leider nicht, ich kenne mich mit diesem Rechtsgebiet leider nicht aus. Aber Sie können davon ausgehen, dass Sie keinesfalls das Insolvenzverfahren von drei Wochen eröffnet bekommen.
      Das Auto ist vor Ihrer Insolvenz geschützt. Es kommt immer darauf an, wer im Kaufvertrag steht, hier also Ihre Oma und nicht Sue.

      • Frank Lüssem sagt:

        Vielen lieben Dank für die Antwort…………werds versuchen mit der Prozesskostenhilfe und sie informieren………..Danke

      • Frank Lüssem sagt:

        Hallo Her Franzke.
        Am Freitag kam ein normales Schreiben vom Amtsgericht.
        Im Insovenzverfahren wird das Verfahren über den Eröffnungsantrag fortgesetzt.
        Das gerichtliche Schuldenbereinigungsplanverfahren kommt nicht in Betracht weil der Schuldenbereinigungsplan nach der freien Überzeugung des Gerichts vorassichtlich nicht angenommen wird.
        Da der vorgerichtliche Schuldenbereinigungsplan mehrheitlich abgelehnt wurde erscheint die Durchführung eines Schuldenbereinigungsplanverfahrens aussichtslos.
        Dem Schuldner werden für das Eröffnungsverfahren, das Hauptverfahren und das Restschuldbefreiungsverfahren die Verfahrenskosten gestundet,soweit das schuldnerische Vermögen voraussichtlich nicht ausreichend sein wird, um die Kosten zu decken.
        Denn der Schuldner ist nach seinen Verhältnissen nicht in der Lage die Kosten des Verfahrens aufzubringen.
        Das ergibt sich aus den glaubhaften Angaben des Schuldners über seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse.

        Das bedeutet jetzt genau was für mich???
        Das es zeitnah zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Gericht kommt??

        Lieben Gruss

        F.Lüssem

        • Jörg Franzke sagt:

          Hallo,
          das bedeutet für Sie im Klartext: es ist alles in Ordnung und das Insolvenzverfahren wird nun schnellstmöglich für Sie eröffnet.

          • Frank Lüssem sagt:

            Na das ist ja mal ne gute Nachricht.
            Vielen Dank für die Hilfe und ein Lob das sie sich für all die Menschen Zeit nehmen die Hilfe brauchen und Fragen haben.

            GlG
            F.Lüssem

          • Hallo Herr Franzke.

            seit dem 20.6.2014 bin ich nun in Privatinsolvenz.
            Mit dem bestellten Insolvenzverwalter klappt alles ganz gut.
            Nun habe ich ein Problem.
            Habe eine Krankengeldnachzahlung bekommen und kann leidernicht über das Geld verfügen,da mein Verfügungsrahmen überschritten würde.
            Der Sparkassenangestellte sagte mir nun, ich müsse mir bei der Schuldnerberatung (in meinem Fall Insolvenzanwalt) für diesen Einmalfall eine Bescheinigung holen die es mir gestattet über den Betrag über der Grenze zu verfügen….
            Ist das korrekt oder gibts noch andere Möglichkeiten.
            Vielen Dank im Voraus

            MfG

            Frank Lüssem

  103. Norbert Essink sagt:

    Hallo, ich habe jahrelang als selbständiger Immobilienmakler gearbeitet. Seit ca 3 Jahren bin Sachbearbeiter im Angestelltenverhältnis( keine Immobilienbranche). Da ich in diesem Job gesundheitlich an meine Grenzen stoße, ist die Überlegung mich wieder als Immobilienmakler selbständig zu machen. Allerdings bin ich seit November 2012 in der Privatinsolvenz. Die zuständige Kreisbehörde sagte mir es würden Ausnahmeregelungen bzgl. Des Maklerscheins geben. Wie muss ich da vorgehen?

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo, das weiß ich leider nicht, wie Sie dabei vorgehen müssen, um eine Maklerlizenz in der Insolvenz zu erhalten.

  104. Herr Hennig sagt:

    Ich habe ein Gartengrundstück in einer Gartengruppe gepachtet.
    Es sind 250 qm mit einer Holzgartenlaube ca. 20 Jahre alt. Wird es bei einer Privatinsolvenz als Vermögen angerechnet?
    Danke für die Rückantwort

    • Jörg Franzke sagt:

      Eigentlich ja. Aber häufig bestehen bei Pachtgrundstücken Auflagen des Vereins, dass das Pachtgrundstück bei Aufgabe des Vertrages vollständig geräumt werden muss. Die Kosten für die Räumung übersteigen in der Regel den Wert des Gebäudes, so dass der Insolvenzverwalter kein Interesse an dem Pachtgrundstück hat. Würde er diesen Pachtvertrag nicht aus der Insolvenzmasse freigegeben, dann wäre letztendlich der dafür verantwortlich, dass das Gartengrundstück geräumt herausgegeben wird. Dies möchte er sich aber nicht ans Bein binden.

  105. Rainer Herbert Goertz sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    darf ich Ihnen eine Frage stellen?

    Mein Ehefrau möchte sich (angeblich „vorübergehend“) nach 31 Ehejahren von mir trennen. Da ich laufend selbsständig war, und nach dem Bankencrash und der Finanzkrise finanziell „abgestürzt“ bin, wäre meine Gattin ( ehemals Verwaltungsangestellte und jetzt in Rente)verpflichtet, Unterhalt zu zahlen.
    Sie ist jedoch der Ansicht, sie müsse keinen Unterhalt für mich bezahlen, sofern sie eine Privatinsolvenz durchführt.

    Stimmt das?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rainer Herbert Goertz

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo, mit Unterhaltsrecht kenne ich mich nicht richtig aus, aber wenn Ihre Frau eine Insolvenz beantragen will, wird wäre der als Unterhalt an Sie zu leistende Betrag sicherlich an die Einkommensverhältnisse Ihrer Frau anzupassen, der in der Insolvenz immer nur unter der Pfändungsgrenze liegen würde. Das heißt, der Unterhalt würde bei maximal ca. 300 EUR liegen, vorausgesetzt, Sie verfügen über gar kein Einkommen. Aber diese Infos ohne Gewähr.

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