Fahrplan zur Privatinsolvenz

Lesen Sie in 12 kleinen Schritten, wie Sie eine Privatinsolvenz vorbereiten und wie sie abläuft. Gut vorbereitet, wird Ihre Entschuldung leicht und unkompliziert gelingen.

Mit der Privatinsolvenz bzw. Verbraucherinsolvenz können Sie Ihre Schulden in den Griff bekommen und wieder ein normales Leben führen.

Verbraucherinsolvenz bedeutet: Sie bezahlen keine Schulden mehr. Statt dessen müssen Sie einen Teil Ihres Einkommens abgeben. Nach sechs Jahren werden alle Schulden erlassen und Sie sind schuldenfrei.

Die Verbraucherinsolvenz ist für die Betroffenen eine wirkliche Erleichterung. Wer es nicht allein aus den Schulden schafft, sollte sich nichts vormachen. Besser als jahrelange Schuldenqual ist die Verbraucherinsolvenz allemal.

Wollen Sie eine Verbraucherinsolvenz vorbereiten, wird Ihnen mein „Fahrplan zur Privatinsolvenz“ eine wichtige Hilfe sein. In 13 kleinen Schritten erfahren Sie alles Wichtige zur Vorbereitung und zum Ablauf.

So vorbereitet, wird Ihnen die Entschuldung garantiert leicht und reibungslos gelingen.

Nur Mut: Die allermeisten meiner Mandanten erleben die Privatinsolvenz als Befreiung. Ich kenne niemanden, dem es nach der Insolvenz schlechter geht, als vorher.

  1. Wenn die Pfändung droht
  2. Der Antrag auf Verbraucherinsolvenz
  3. Wie Sie eine Insolvenz vorbereiten
  4. Sammeln Sie Gläubigerpost
  5. Eröffnen Sie ein neues Konto
  6. Stellen Sie Zahlungen ein
  7. Retten Sie, was gerettet werden darf
  8. Nehmen Sie sich einen Berater
  9. Die außergerichtliche Schuldenbereinigung
  10. Den Antrag bei Gericht einreichen
  11. Das Gericht eröffnet die Verbraucherinsolvenz
  12. So verläuft eine Verbraucherinsolvenz
  13. Die Wohlverhaltenszeit

Dann sind Sie schuldenfrei.

12 Gedanken zu „Fahrplan zur Privatinsolvenz

  1. Markus Tobey sagt:

    Guten Tag Herr Franke
    Ich brauche einmal ihren Rat ich bin voller EU Rentner mit 80% Schwerbehinderung mit 422.00€ und habe eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben vor ca.1 Jahr nun habe ich aber noch Schulden und Frage mich ob ich nicht die PI abgeben soll und was mir dann noch an Geld bleibt.An Guthaben besitze ich nichts mehr auch kein Eigentum bis auf meine Hunde. Sind die Pfändbar??? Meine Frau und ich haben einen Ehevertrag mit absoluter Gütertrennung Bitte Helfen sie mir.

    • Jörg Franzke sagt:

      Klar sollten Sie die Insolvenz einreichen, damit Sie die Schulden los werden. Die Pfändung würde bei Ihnen ab einem Einkommen von 1.079 EUR beginnen. Vergessen Sie nicht ein Pfändungsschutzkonto einzurichten.

  2. Sehr geehrter Herr Franzke,

    ich befinde mich seit dem 15.12.14 bereits in der Privatinsolvenz. Meine Schulden belaufen sich auf genau 22494,76,-€. Von meinem schwankenden Lohn werden im Schnitt 450-500 Euro jeden Monat gepfändet. Ich habe gelesen es gibt die Regel anch 3 Jahren aus der Insolvenz heraus zu kommen. Dafür muss ich aber 35% der Gesamtsumme PLUS Verwalterkosten (ca 3000 Euro) Plus Gerichtskosten (ca 500 Euro) zusätzlich eine Rücklage für die RSB nach 3 Jahren. Heißt für mich ich brauche ca 50% der Gesamtsumme, dann wird mir die RSB gewährt ist dies so korrekt`? Mein Insolvenzverwalter meinte nun es würde wahrscheinlich nicht klappen mit der RSB nach 3 Jahren ich müsse auf jeden Fall auf die 5 Jahre gehen. Im Jahr 2014 habe ich schon fast 5500 Euro angespart im Pott…Meinen Sie ich kann diese neue Regel nach 3 Jahren schaffen oder meinen Sie ich soll lieber auf die 5 Jahres Regel hoffen? Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus
    Mit freundlichen Grüßen

    Christian Beyer

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich glaube nicht, dass Sie das schaffen. Lassen Sie sich vom Insolvenzverwalter einen aktuellen Auszug der Insolvenztabelle geben. Dann kennen Sie den genauen Schuldenstand. Maßgeblich sind die zur Insolvenztabelle festgestellten Forderungen. Dann überlegen Sie, wie viel Geld bereits vom Verwalter eingezogen wurde oder der Verwalter sagt Ihnen die Summe. Wenn Sie 35% der festgestellten Forderungen erreicht haben, ist alles gut.

  3. Hallo Herr Franzke,
    danke für Ihre tolle Arbeit hier!

    Auch ich befinde mich leider in der Situation der geplanten Insolvenz. Leider Stehen rund 40.000 € im Raum und ich verliere zum Jahresende meinen Job als Versicherungsvermittler.
    Frage 1.
    Ich habe mich bereits an einen Anwalt vor Ort gewandt welcher mich in die Insolvenz bringen würde aber auch als Verwalter Tätig werden könnte, macht das Sinn alles über eine Person abzuwickeln?
    Frage 2.
    Ich spare aktuell noch über einen Rentenversicherung Geld für meinen Sohn an welcher hier auch der begünstigst ist, fällt dieser Vertrag ( Guthaben) in die Insolvenzmasse wenn ich Vertragsinhaber und Beitragszahler bin?

    Vorab schon einmal Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Liebe Grüße aus dem Süd-Westen

    Markus B.

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, die Versicherung würde in der Insolvenz verwertet werden, weil Sie der Versicherungsnehmer sind. Der Anwalt, der für Sie den Insolvenzantrag vorbereitet, kann nicht zugleich der Insolvenzverwalter werden.

  4. Hallo Herr Franzke

    Ich und meine Frau denken über eine Privatinsolvenz nach. Denn größten teil unserer Schulden haben wir bei einer Bank. Der Kredit läuft auf uns beide. Wie sieht es in diesem falle mit der PI aus? Müssen wir beide in die PI gehen?

    MfG

    Ronny

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, Sie müssen beide in die Insolvenz gehen, weil jeder auf die volle Summe des Kredit haftet. Um das Verfahren vorzubereiten, können Sie gerne die Formulare auf meiner Webseite nehmen. Einfach ausfüllen und den Rest übernehmen wir.

  5. Sehr geehrter Herr Franzke,
    zunächst vielen Dank für Ihre informative Website,
    einschließlich Ihrer freundlichen Beantwortung von Fragen:
    Ich würde gern eine PI beantragen, da ich bereits vor zwei Jahren eine EV abgegeben habe und dennoch weiter von Gläubigern belästigt werde. Außerdem wachsen die Forderungen durch die Zinsen ja exponentiell an.
    Allerdings habe ich ein Problem. Seit 3 Jahren habe ich jährlich erhebliche Guthaben aus Betriebskostenabrechnungen bei meinem Vermieter, deren Auszahlung ich wegen Verjährungsfrist noch 2014 werde einklagen müssen. Mein Vermieter gehört zu meinen Gläuigern mit einer titulierten Forderung, die zwar nur 1/3 meines BK-Guthabens entspricht, trotzdem hat der Vermieter das Guthaben nicht ausgezahlt, sondern stattdessen die ZV weiterhin bis zur EV getrieben.
    Da dieses Guthaben also Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens mit gegenseitiger Aufrechnung wird: Kann ich dennoch die Insolvenz beantragen oder muss ich den Ausgang des Verfahrens abwarten, um kein Risiko weiterer Kosten (Prozesskosten) einzugehen, die mich dann erneut belasten und nicht in der Insolvenz berücksichtigt werden könnten? Vielen Dank für einen Hinweis!

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie können die Insolvenz auch gleich beantragen und müssen den Prozess nicht abwarten. Aber leider ist die Betriebskostenrückerstattung weg. Entweder der Vermieter rechnet auf oder der spätere Insolvenzverwalter kassiert das Geld.

  6. Lehmann Mike sagt:

    Hallo Herr Franzke
    Ich bin es gleich noch einmal ich muß mich entschuldigen aber das ganze hat mich sehr stark mitgenommen so das ich jetzt schon in Behandlung bin aber das ist ein anderes Thema mich würde interessieren wie Sie es meinen wenn Sie sagen ich soll mein altes Konto an die Wand fahren lassen heist das ich soll nicht mehr auf die Briefe und Anrufe reagieren?
    Wenn ich reagieren soll was soll ich sagen wenn man wissen will warum auf einmal kein Geld mehr eingeht?
    Und das nächste ist das ich in einem kleineren Ort lebe in dem dann natürlich mit dem Finger auf mich gezeigt wird und ich komme mir ja jetzt schon wie ein verlierer vor.
    Danke für die antwort im voraus

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, einfach auflegen und ignorieren. Briefe sammeln Sie in einem Schuhkarton. Sie können denen auch sagen, dass Sie in die Insolvenz gehen. Nehmen Sie das nicht so persönlich. Insolvenz ist heutzutage ein Massenproblem und ich bin mir sicher, dass es in Ihrem Dorf noch mehr verschuldete Menschen gibt. Sie sind wenigstens ehrlich und stehen dazu und stetzen den Schulden etwas entgegen.

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