FAQ und Tipps

Hier finden Sie wichtigsten Fragen zur EU-Insolvenz und Insolvenz in England und Frankreich beantwortet – aus meiner täglichen Beratungspraxis für Sie zusammengestellt!

Die Top 5 der FAQ

Fragen zur EU-Insolvenz allgemein

Fragen zur EU-Insolvenz in England

21 Gedanken zu „FAQ und Tipps

  1. Hallo Herr Franzke, befinde mich in einer eröffneten Insolvenz seit 01.03.2016, bin selbständig, in der InsO Masse sind schon knapp 100Td. Euro ( gesamt Schulden 450Td.). Darf ich meine Selbständigkeit in D. behalten
    und zusätzlich in der Schweiz eine temporäre oder vertretende Anstellung als Ärztin annehmen? Darf der InsO Verwalter mein Einkommen aus der Schweiz verpfänden? Muss ich ihn über das dieses Einkommen in vollem Umfang informieren? Danke!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, Sie dürfen Ihre Selbständigkeit erhalten und zusätzlich eine beliebige Anstellung annehmen. Der Insolvenzverwalter dürfte das Einkommen in der Schweiz auch pfänden, aber: Sie sollten mit dem Isolvenzverwalter eine schriftlich Einigung treffen, wie viel Geld Sie als Selbständige zur Insolvenzmasse abführen müssen. Dazu sollte der Insolvenzverwalter Ihre selbständige Tätigkeit aus der Insolvenzmasse freigeben.

  2. Rainer Rochelt sagt:

    Guten Tag Herr Franzke,
    Ich (Österreicher) erwarte die Inanspruchnahme von Haftungen seitens dem Finanzamt und von Banken aus einem Insolvenzverfahren einer GmbH.
    Ich möchte Fragen, ob es Sinn macht, eine (mir gehörende) schuldenfreie und gut gehende Immobilien GmbH mit Sitz in Innsbruck nach UK (im Sinn der Niederlassungsfreiheit) zu verlegen. Würde es diesfalls auch Sinn machen, wenn ich dann selbständig in UK tätig bin um den Lebensmittelpunkt nachzuweisen?
    Besten Dank für Ihre Nachricht im Voraus!
    Rainer R

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie können die GmbH nicht einfach nach England umziehen. Es würde aber großen Sinn machen, wenn Sie als Privatperson Ihren Lebensmittelpunkt nach England verlegen. Trotz Brexit ist die Insolvenz dort noch möglich und wird auch anerkannt.

  3. Hallo Herr Franzke,
    herzlichen Dank für die informative Zusammenstellung der Informationen zum Inso-Verfahren!
    Meine Frage ist: Kann ich den Insolvenzantrag auch ohne anwaltliche Hilfe stellen?
    Lebe in Spanien und bin ohne Rücklagen.
    Danke für Ihre Antwort.
    Mit freundlichem Gruß,
    Brigitte H

    • Jörg Franzke sagt:

      Nein. Entweder über eine Schuldenberatung oder über einen Anwalt. Solange Sie in Spanien leben, geht das eh nicht, weil das deutsche Insolvenzgericht für Sie nicht zuständig ist.

  4. Guten Tag,
    ich durchlaufe gerade das englische Insolvenzverfahren und werde wohl auch in England bleiben, da ich hier nun freuberuflich als Grafiker arbeiten kann.
    Als Freiberufler brauche ich aber zwingend ein Konto, das alte bei der HSBC ist durch die Inso aufgeraucht.
    Wie komme ich an neues Konto?
    Wie hoch sind hier die Pfändungsfreigrenzen? Vom Insoövenzverwalter habe ich nach dem Erstgespräch nichts mehr gehört, will aber auch dort nicht fragen. Die berühmten schlafenden Hunde. Danke für Infos!

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie müssen dem Official Receiver nicht über Ihre aktuellen Einkünfte informieren. Pfändungsgrenzen wie in Deutschland gibt es nicht. Der OR wird entweder ein Income Payment Agreement mit Ihnen abschließen, wenn er die Auffassung vertritt, dass Sie zu viel verdienen. Aber das war offensichtlich nicht der Fall, also lassen Sie alles auf sich beruhen und machen gar nichts. Fürs Konto kann ich Ihnen keine Empfehlung abgeben. Einfach versuchen.

  5. Helga Schröder sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    auf Ihren Seiten im Internet habe ich sehr viele hilfreiche Informationen zur Insolvenz gefunden. Vielen Dank dafür.
    Nun habe ich einige mich persönlich betreffende Fragen, ob eine Insolvenz in England für mich möglich und sinnvoll ist.
    Meine Schulden sind sehr hoch und stammen aus den Immobiliengeschäften, die mein Mann und ich gemacht haben. Ich habe für alle Immobilien und Darlehen mitunterzeichnet und gebürgt. Nach einem Streit mit der Hauptbank haben wir alles verloren. Mein Mann wollte aber nie eine Insolvenz angehen. Zu Beginn des Jahres ist er verstorben. Nun möchte ich mein Leben aufräumen und wieder neu anfangen. Ich habe weder Immobilienbesitz noch andere Werte. Der größte Anteil der Gläubiger sind Banken, die unsere Immobilien im Schnelldurchgang versteigert haben, wodurch die Belastungen nie abgelöst werden konnten.
    – Ich bekomme eine (Früh-)Pension, da ich lange als Lehrerin gearbeitet habe, bevor ich meinen Mann kennen lernte. Nach deutschen Verhältnissen liegen die Bezüge knapp unterhalb der Pfändungsgrenze, da meine vier Kinder sich noch in der Ausbildung befinden. Ist eine Insolvenz in England für mich als Privatperson in Pension überhaupt möglich?
    – Muss man in England arbeiten? Das würde ich sehr gerne tun, sehe dazu aber in meinem Alter (61) wenig Chancen. Braucht man diese Sozialversicherungsnummer?
    – Muss man für die Insolvenz in London leben oder ist es egal, wo man lebt (in England)? Ich fürchte, dass die Kosten in London extrem hoch sind, und ich habe dort keine Bekannten.
    – Im Internet habe ich gesehen, dass es wegen der hohen Mieten viele Wohngemeinschaften gerade in London gibt. Würde so eine Gemeinschaftswohnung auch ausreichen als Nachweis für den Lebensmittelpunkt (abgesehen von anderen Nachweisen)?
    Ich kann mir auch vorstellen, nach einer eventuellen Insolvenz in England zu bleiben, es gibt für mich keinen zwingenden Grund, anschließend sofort wieder nach Deutschland zu gehen (meine Kinder sind selbständig und so weit ist England ja nicht entfernt).
    Für Ihre Antwort bin ich Ihnen sehr verbunden.
    Freundliche Grüße
    Helga Schröder

  6. Hallo Hr Franzke
    Habe eine Frage bezüglich der neuen Insolvenzreformen bzw. Insolvenzplan , gelten das auch für Verfahren die bereits vor dem 01.07.2014 eröffnet wurden .
    MfG

    • Jörg Franzke sagt:

      Ja, der Insolvenzplan gilt auch für Verfahren, die vor dem 1.7. eröffnet wurden, aber noch nicht in der Wohlverhaltensperiode sind.

    • Sehr geehrter Herr Franzke,
      Vielen Dank für Ihre informative Seite! Auf diesem Wege wende ich mich an Sie mit folgender Frage. Wir sind Eheleute und beide seit Mitte dieses Jahres in der PI. Nun bekamen wir vor Kurzem ein Betriebskostenguthaben aus dem Jahr 2013, also vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Gehört dieses Guthaben uns oder müssen wir es an den Insolvenzverwalter abführen. Greift hier die neueste Entscheidung des BGH, Urteil vom 22.05.2014 – IX ZR 136/13 oder gilt sie nur für einen Zeitraum nach Wirksamwerden der Enthaftungserklärung gemäß § 109 Abs. 1 S. 2 InsO ?

      Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus und beste Grüße
      Anne Wilk

      • Jörg Franzke sagt:

        Leider gehört die Betriebskostenrückerstattung zur Insolvenzmasse und dies müssen Sie dem Insolvenzverwalter auch noch mitteilen.

        • Vielen Dank für Ihre prompte Antwort! Wir haben beide Insolvenzverwalter über das Guthaben informiert. Nun ist einer der Meinung, aufgrund der oben genannten Entscheidung des BGH sei das Guthaben nicht auskehrbar und der andere vertritt eine Gegenmeinung. Wir sind/waren etwas verwirrt. Deswegen meine Frage. Beste Grüße
          Anne Wilk

  7. Juergen Frahm - von der Beeck sagt:

    Hallo,
    was passiert mit meinen Versorgungsanspruechen bei einem berufsstaendigen Versorgungswerk( ggf. mit Kapitaloption mit 65 Jahren)? Bin jetzt 57.
    Mit freundlichen Gruessen
    Juergen Frahm – von der Beeck

    • Jörg Franzke sagt:

      Falls Sie eine Kapitaloption haben, hat sie einen späterer Insolvenzverwalter auch. Also wird er diese wählen und das gesamte Guthaben zu Gunsten der Insolvenzmasse verwerten.

  8. Hildegard Feier sagt:

    Guten Tag
    eine kurze Anfrage-mein Partner hat eine Privatinsolvenz-es bleiben ihm 1046,- E monatlich.

    Er möchte in Kürze bei mir einziehen-ich habe ein Einkommen von ca.1600–.
    Wird mein Einkommen mit eingerechnet???????

    vielen Dank für Ihre Anwort

    mfg
    H.Feier

  9. Schuldner, derzeit in England sagt:

    Ich möchte hier ein klares Lob für Herrn Franzke aussprechen:

    Ich befand mich in einer aus meiner Sicht ausweglosen Situation der Überschuldung. Ich war sehr verzweifelt und nach bedrückenden Jahren mental am Ende. Herr Franzke hat in einigen (kostenfreien) Telefonaten und einem Beratungsgespräch in seiner Kanzlei einen Weg aufgezeigt, der mein Leben um 180 Grad gedreht hat. Nun bin ich in England und bereite mich auf das Verfahren vor.
    Das Konzept ist klar, die Anleitung kompetent, stets irgendwie leicht und humorvoll. Hätte ich das vor zwei Jahren gewusst, so hätte ich mir viele schlaflose Nächte und viele unnötige Sorgen gespart. Mein Leben ist nun mit einer klaren Perspektive geordnet und vor allem sind die erdrückenden Geldsorgen weg.

    Mein Fazit: Hier sitzt ein absolut kompetenter Fachmann, der Sie wirklich aus den Schulden holt. Zögern Sie nicht, später wirds schwieriger (auch nicht unmöglich), es gibt aber keinen Grund, noch Monate unter Schulden zu leiden. Man kann einen sauberen Schnitt machen und neu anfangen.

  10. Jason Semmelbrot sagt:

    Hallo Hr.Franzke, ich habe folgende Frage: Sind bei ,,Privatschulden“ (entstanden ausschließlich aufgrund von Krebsbehandlung Krankenhaus-und Arztrechnungsschulden 8 Gläubiger, Vollstreckungsbeschlüsse sind 2 Jahre alt)
    Geld, Anteile und Stammkapital einer Ltd in England pfändbar wenn man grad in England lebt? (Schuldner ist Direktor) Man könnte doch sagen das Geld gehört der Firma und nicht dem Schuldner ist das richtig? Ich habe vor meinen Gläubigern einen Vergleich anzubieten und habe Sorge das diese noch schnell was Pfänden würden. Nach langer Recherche habe ich für mich beschlossen dass eine Insolvenz nicht in Frage kommt und ein Vergleich besser wäre. Ist das Firmenbankguthaben der Ltd auch pfändbar?

    • Jörg Franzke sagt:

      Es kommt darauf an, wer der Eigentümer der Gesellschaftsanteile ist. Aber Pfändung kommt in England ohnehin nicht vor.

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