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Welchen Betrag muss ich im Insolvenzplan bieten?

Die Abfindungszahlung für die Gläubiger im Insolvenzplan richtet sich nicht nach der Schuldenhöhe, sondern nach Ihrer beruflichen Qualifikation.

Das klingt komisch und erklärt sich aus dem Erfordernis, dass der Insolvenzplan den Gläubigern eine höhere Befriedigung anbieten muss, als eine Privatinsolvenz bzw. Regelinsolvenz.

In einer gewöhnlichen Insolvenz wären Sie von Gesetzes wegen zur Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit verpflichtet. Die Ausübung einer angemessenen Erwerbstätigkeit gehört zu Ihren Obliegenheiten im Insolvenzverfahren. Versäumen Sie diese Pflicht, ist die Restschuldbefreiung in Gefahr.

Was eine angemessene Erwerbstätigkeit ist, richtet sich nach dem gelernten Beruf des Schuldners Hierzu ein erklärendes Beispiel:

Nehmen wir an, Sie sind Bürokauffrau. Dann müssten Sie in der Insolvenz so viel Geld zur Insolvenzmasse beitragen, wie eine Bürokauffrau durchschnittlich verdienen würde und man ihr dann pfänden könnte.

Eine Bürokauffrau verdient in Deutschland durchschnittlich zwischen 1.500 € und 3.000 € brutto bzw. 1.000 € bis 2.300 € netto. Das durchschnittliche Nettoeinkommen einer Bürokauffrau beträgt damit ca. 1.700 €.

Nehmen wir in unserem Beispiel noch an, die Frau hat ein unterhaltsberechtigtes Kind. Dann würde das pfändbare Einkommen der Bürokauffrau ca. 150 € betragen.

Das pfändbare Einkommen in Höhe von 150 € wird multipliziert mit der 60 monatigen Laufzeit des regulären Insolvenzverfahrens. Im Ergebnis würde die Bürokauffrau in der regulären Insolvenz folglich 9.000 € zur Insolvenzmasse beitragen.

Diesen Betrag muss der Insolvenzplan überbieten.

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In der Praxis kann man diesen Betrag noch kleiner rechnen. Beispielsweise argumentiert man, dass in dem gelernten Beruf seit Jahren keine Berufspraxis mehr besteht. Sie müssten sich mit dem Insolvenzmakel bewerben. Wenn überhaupt ein Job zu ergattern ist, dann nur am unteren Ende der Gehaltsskala.

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