Was ist überhaupt ein Insolvenzverfahren?

Insolvenzverfahren ist eine gute Möglichkeit zur Entschuldung – Für die nächsten 6 Jahre bleibt das pfändungsfreie Einkommen, aber das ist zumeist mehr als Schuldnern nach Abzug aller Ratenzahlungen an die Gläubiger verbleibt.

Das Insolvenzverfahren bietet Privatpersonen, Gewerbetreibenden und Freiberuflern eine gute Möglichkeit, ihre finanzielle Situation wieder in den Griff zu bekommen.

Oft sind die Betroffenen aufgrund widriger Lebensumstände und ohne jegliches Verschulden in diese Situation hineingeraten.

In dieser Situation droht meistens die Pfändung. Dabei wissen viele Schuldner nicht, dass sie nur den pfändungsfreien Teil ihres Einkommens an die Gläubiger überweisen müssen.

Die Pfändungsgrenze beginnt bei einer allein stehenden Person bei 1050 EUR Nettoeinkommen und erhöht sich pro Unterhaltspflicht um ca. 300 EUR.

Das über die Pfändungsgrenze hinausgehende Einkommen wird Ihnen zu ca. zwei Dritteln vom Insolvenzverwalter weggenommen.
Meist bleibt den Schuldnern im Insolvenzverfahren mehr Geld, als sie jetzt freiwillig an die Gläubiger anhand von monatlichen Ratenzahlungen leisten.

Meist geben die Schuldner über Jahre aus einem falsch verstandenden Pflichtgefühl noch ihren letzten Cent an die Gläubiger, sodass Ihnen kaum mehr etwas zum Leben bleibt. Nicht wenige Schuldner erkranken an dieser Situation und ihre Beziehungen brechen auseinander.

Wer in einer solch ausweglos erscheinenden Situation vernünftig ist, nutzt das Insolvenzverfahren und stellt einen Insolvenzantrag.

Das Verfahren ist einfach. Zunächst muss sich der Betroffene auf zwei Folgen einstellen: Erstens verbleibt ihm für die nächsten sechs Jahre nur noch der pfändungsfreie Teil seines Einkommens und zweitens muss er das pfändbare Vermögen abgeben, das am Tag der Verfahrenseröffnung vorhanden ist.

Pfändbares Vermögen wäre beispielsweise eine Lebensversicherung, ein Sparguthaben oder aber auch das Auto (dazu später ausführlich mehr). Keinesfalls gehört eine normale Wohnungseinrichtung oder die Kleidung dazu. Die Lebensgrundlagen darf man Ihnen nicht wegnehmen.

Ansonsten werden die Schuldner in Ruhe gelassen. Die im Gesetz genannten „Obliegenheiten“ wie beispielsweise die „Pflicht“, jede Arbeit anzunehmen nur um ein möglichst hohes Einkommen für die Gläubiger zu erzielen, hat sich als nicht durchsetzbar erwiesen.

Als Folge des Insolvenzverfahrens müssen Sie für die nächsten 6 Jahre den pfändbaren Teil Ihres Einkommens an den Insolvenzverwalter abtreten.

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