Tipps zur Regelinsolvenz
für Unternehmer und Freiberufler

Hier finden Sie wichtigsten Fragen zum Insolvenzrecht für Unternehmer und Freiberufler beantwortet – aus meiner täglichen Beratungspraxis für Sie zusammengestellt:

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Tipps allgemein zum Insolvenzverfahren

Tipps für Einzelunternehmer und Freiberufler

Tipps für GmbH, Ltd., AG – Geschäftsführer

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41 Gedanken zu „Tipps zur Regelinsolvenz
für Unternehmer und Freiberufler

  1. Manuela Baeß sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich befinde mich seit dem 31.08.2016 in der Regelinsolvenz und bitte Sie um Rat. Ich wohne mit meinem Ehemann in einer Doppelhaushälfte, der Eigentümer ist mein Ehemann. Das Vertragskonto bei den Stadtwerken (Wasser, Strom usw.) läuft seit Jahren auf meinen Namen, alle Abschlagszahlungen werden aber vom Konto meines Mannes überwiesen. Was passiert im Fall, dass ein Guthaben sich ansammelt? Wird alles vom Insolvenzverwalter einkassiert? Könnte ich notfalls die Vertragskonten auf meinen Ehemann übertragen lassen? Herzlichsten Dank für Ihre Hilfe!

  2. Sehr geehrter Herr Franzke,
    ich bin seit 5,5 Jahren in der Regelinsolvenz. Jetzt mitlerweile in der Wohlverhaltensphase. Meine Tochter hat die Ausbildung jetzt erfolgreich beendet und einen neuen Arbeitsvertrag bekommen (Einkommen jetzt 1800 € brutto). Muss ich dem Treuhänder den neuen Vertrag zusenden. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie müssen dem Treuhänder zumindest mitteilen, dass Sie keine Unterhaltspflicht mehr haben. Ihre Pfändungsgrenze steigt dann entsprechend.

  3. Guten Tag Herr Franzke,
    ich hab eine Frage bezüglich erstattung von Guthaben beim Finanzamt. Folegende Situation:
    Mein Vater war Geschaftsführer einer Gmbh & Co KG, als er 2002 verstarb, vererbte er meinem Bruder und mir zu gleichen Teilen seine 75% Firmenanteile(die anderen 25% gehörten meinem Opa; wir damals 14 und 11Jahre alt). Mein Onkel vertrat meinen Vater nun als Geschaftsführer. Leider eröffnete die Firma im Jahr 2005 das Insolvenzverfahren. Kurz gesagt: Firma machte die Pforten dicht, mein Opa öffnete quasi am nächsten Tag seine GmbH.
    Nunja, Thema war für meinem Bruder und mich vom Tisch.

    Heute, 10 Jahre später, erhält mein Bruder aufgund seiner Steuererklärung, die er für sein eigenes kleines Gewerbe gemacht hat, einen riesen Stapel von Seiten vom Finanzamt.
    Viele Zahlen, keiner versteht ein Wort, Panik es handelt sich um Schulden – anruf beim FA: die 6-stellige Zahl ist sein GUTHABEN. Viel konnte der Mitarbeiter beim FA so schnell auch nicht sagen, nur, dass es was mit unserer Firma und Erbschaft zutun hat. Klar, für mich gilt ähnliches.
    Frage: Kann ich das Geld auszahlen lassen? Oder nur mit meinen zukünftigen Steuererklärungen (bisher noch keine gemacht) Stück-für-Stück einholen?

    • Jörg Franzke sagt:

      Klar können Sie das Guthaben an sich sofort auszahlen lassen. Die Insolvenz über das Vermögen der GmbH ist doch schon längst abgeschlossen und ganz offensichtlich steht das Guthaben dem Gesellschafter zu und nicht der Gesellschaft.

  4. Hallo Herr Franzke,

    erstmal ein großes Lob das Sie Menschen mit soviel rat zur Seite stehen.

    Ich überlege im Moment eine Regelinsolvenz zu beantragen, da ich mehr als 20 Gläubiger (ca. 50.0000 € Schulden) aus meiner Selbstständigkeit habe. Jetzt kam auch noch eine Betriebsprüfung hinzu. Ich rechne damit wegen Verletzung der Buchführungspflicht verurteilt zu werden, da meine Unterlagen nicht mehr vollständig sind.

    Jetzt habe ich gelesen, das die Restschuldbefreiung bei einer Verurteilung nicht erteilt wird. Macht es dann überhaupt Sinn in eine Insolvenz zu gehen oder ist es besser diese Mangels Masse auflaufen zu lassen?

    Vielleicht können Sie mir da einen Tipp geben.

    MFG
    Sascha

    • Jörg Franzke sagt:

      Kämpfen Sie wie ein Löwe darum, dass das Strafverfahren gegen Zahlung einer Geldauflage gem. § 153a StPO eingestellt wird. Gelingt es Ihnen eine Bestrafung zu umgehen, würden Sie für alle Schulden die Restschuldbefreiung erhalten. Werden Sie verknackt, würden Sie für die Steuerschulden keine Restschuldbefreiung erhalten, für alle anderen Schulden schon.

  5. sehr geehrter herr franzke,
    über internetrecherchen bin ich auf sie gestoßen.
    ich bin leider in die regelinsolvenz geraten.
    nun habe ich ein großes problem:
    meine eltern haben mir letztes jahr ein paar privatdarlehne gegeben- insgesamt 45.000Euro. als absicherung bestanden sie auf einen grundbucheintrag einer vermieteten immobilie von mir (die jetzt leider verkauft wird). dies haben wir auch im feb. diesen jahres gemacht. im juni kam dann die insolvenz.
    jetzt fordert der insolvenzverwalter die löschung der grundschuld!?
    meine eltern sich natürlich am boden zerstört wenn sie das geld nciht zurück bekommen da beim verkauf der immob. einiges über bleibt.
    der insolvenzverwalter schreibt folgendes dazu:
    „da es sich um einen anfechtungsrelevanten Vorgang nach den §§ 130, 131
    i.v.m. 143 InsO handelt, müssen Ihre Eltern die Löschung der Grundschuld
    veranlassen“
    lt. meinem verständnis trifft §§ 130, 131 nicht zu!?
    können sie uns helfen?
    würde mich über ihre antwort sehr freuen.
    vielen dank im voraus.

  6. Hallo Herr Franzke.

    ich bin seit August 2012 in der Firmen- und Privatinso. War davor ca. 7 Jahre selbstständig. Ein Einzelunternehmen. ….Nun meine Frage: Gilt die Insolvenztabelle für beide Insos oder greift in dem Falle eine Andere. Denn wenn ich meinen Nettolohn heran ziehe müsste ich 78 € abführen. Muss aber laut Inso-Verwalter das doppelte abdrücken. Ist das korrekt?

    Danke im Voraus
    Viele Grüße

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie durchlaufen gerade nicht zwei Insolvenzverfahren, sondern nur eines. Zwei Insolvenzverfahren gleichzeitig ist rechtlich unmöglich. Selbstverständlich gilt in der Insolvenz immer die gesetzliche Pfändungstabelle, das Doppelte abdrücken ist völliger Quatsch.

  7. Guten Tag Herr Franzke

    Ich bin ein Einzelunternehmer mit knapp 90.000 € Umsatz
    ( nur Lohndruck für Wiederverkäufer )
    habe eine Angestellte Minijob.

    Die letzten 10 Jahre bin ich mit den fälligen Steuer immer mehr in minus gerutscht, hatte immer wieder Ratenzahlungen vereinbart, konnte diese aber nicht 100prozentig einhalten.
    Nun bin ich bei ca 50.000 € netto – 71.000 Brutto beim Finanzamt in der Kreide.
    Vor 2 Monaten bekam ich von der Stadt Calw ein Schreiben wegen Androhung einer Gewerbeuntersagung, damit plage ich mich im Moment herum.
    Die letzen 6 Wochen 4000 € ans Finanzamt bezahlt und gestern mitgeteilt dass ich die nächsten 2 Wochen 2.500 € bezahle.
    Habe aber im Moment kein gutes Gefühl das ich das alles wieder hin bekomme, mir wächst das über den Kopf.
    Bei der Bank 14.000 € im Minus.
    Lieferanten habe von den Zahlungen her ich im Griff.
    Steuerberater ca 2.300 € offen.
    Krankenkasse 2 Monate im Rückstand.

    Ein Kunde – selbe Branche bietet mir an mich ein zu stellen und ich sollte Insolvenz beantragen.
    Was raten Sie mir in meinem Fall ?
    Ich bin übrigens 54 Jahre alt und komme ab 55 J nicht mehr aus der privaten Kasse raus !

    Danke für Ihre Antwort

    • Jörg Franzke sagt:

      Ich würde das Angebot auf jeden Fall annehmen und mich anstellen lassen. ICh meine auch, dass Sie ohne Insolvenz nicht mehr aus der Tinte kommen. Stellen Sie also alle Zahlungen ein, melden Sie das Gewerbe ab und dann beginnen Sie mit dem neuen Leben. Wenn Sie dann angestellt sind, beginnen Sie mir der Vorbereitung des Insolvenzverfahrens.

  8. Hallo Herr Franzke,
    mein Mann geht wahrscheinlich kurzfristig mit seiner gmbh in die Insolvenz. Er hat einen hohen Firmendispo bei der Bank die auch unser Haus finanziert.
    Da das Haus uns beiden gehört, ist die Idee, dass ich meinem Mann vor der Insolvenz seinen Anteil abkaufe und die Grundschuld dieser Bank und den Kredit lösche, so dass im falle der Insolvenz die Bank nichts ans Haus geht, da mein Mann für den Dispo persönlich haftet.
    Ist das möglich oder kann das rückabgewickelt werden?
    Vielen Dank für eine Antwort!

    • Jörg Franzke sagt:

      Ob die Hauübertragung rückabgewickelt werden kann, richtet sich danach ob das Grundstück „wertausschöpfend belastet“ ist das heißt, ob der Wert des Grundstücks in der Zwangsversteigerung niedriger ist, als die Grundschulden. Im Zweifel würde der Insolvenzverwalter den Übertragungsvertrag des Haushälfte nicht rückabwickeln, sondern er würde von Ihnen den Differanzbetrag: fiktiver Verwertungserlös des Hauses minus Grundschulden verlangen.
      Wichtig ist, dass Sie das Haus komplett neu finanzieren, das alte Darlehn also ablösen.

  9. Guten Tag,

    wir gehen davon aus, dass wir für unser Unternehmen (eine UG mit 300,00 € Kapitaleinlage) insolvent melden müssen. Nun würde die Insolvenz aber mangels Masse abgelehnt werden. Wie können wir denn dann das Unternehmen schließen und was passiert mit den Gläubigern und den Steuern? Wer muss dafür haften. Bei einer Liquidation laufen doch auch noch mehr Kosten.

    Vielen Dank.

    • Jörg Franzke sagt:

      Sie müssen einen Insolvenzantrag stellen, weil Sie hierzu gesetzlich verpflichtet sind. Nachdem das Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen wurde, sind Sie als Geschäftsführer der gesetzliche Liquidator. Sie müssen anhand des Gutachtens des späteren vorläufigen Insolvenzverwalters eine Liuidations-Eröffnungsbilanz erstellen und diese bei Bundesanzeiger.de hochladen. Die Gläubiger gehen leer aus und das Finanzamt wird versuchen, den Geschäftsführer in die Durchgriffshaftung zu nehmen.

  10. Guten Tag Herr Franzke,
    ich denke, dass ich eine Verbraucherinsolvenz bald nicht mehr abwenden kann. Meine Frage hierzu ist:
    Ich habe 2 Kinder welche derzeit in einer kieferorhtopädischen Behandlung sind. Den Ratenplan hierzu möchte ich nicht opfern. Müssen solche Ratenpläne mit in die Insolvenzmasse? Ich möchte ja, dass die Behandlung weiterläuft. Oder wäre es hier ratsam mit dem Arzt zu sprechen und die Kosten von seinem Selbstbehalt zu zahlen.

    Des Weiteren würde mich interessieren, wie das mit den Kosten bei Ihnen laufen würde, sind die auf einmal fällig?

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne.L

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      Ihre Vermutung ist richtig: Streng genommen sind das Schulden, die Sie zur Gläubigerliste aufnehmen müssen. Entweder eine andere Person zahlt diese Kredite direkt an den Arzt weiter oder Sie sprechen mit dem Arzt und zahlen die Raten fortan aus Ihrem pfändungsfreien Einkommen.

  11. Michael Jahn sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren ,
    ich habe eine Frage zu meiner laufenden PI,mein Sohn ,der bei mir lebt ,beendet Ende Januar seine Ausbildung ,wird nicht von der Firma übernommen und hat sich bereits arbeitssuchend gemeldet.
    Gilt er im Sinne der PI weiter als unterhaltspflichtige Person oder wird mir nach seiner bestandenen Prüfung mehr abgezogen,auch wenn er weiterhin in meinem Haushalt lebt?
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen,im voraus vielen Dank.
    Michael Jahn

    • Jörg Franzke sagt:

      Es kommt darauf an, ob der Sohn eigene Einnahmen hat oder nicht. Hat er eigene Einnahmen, gilt er nicht mehr als Unterhaltspflicht.

  12. Hallo,

    jetzt habe ich schon viele Tipps und Ratschläge hier lesen können,
    aber bin trotzdem nicht im Klaren, welche Insolvenz für mich in Frage kommen könnte.
    Ich war 18 Jahre selbständig.
    Gewerbe wurde 09/2014 abgemeldet, dann gleich arbeitslos
    gemeldet und erhalte AlgII.
    Es stehen 10 Gläubiger auf meiner Liste.
    (Bank, Finanzamt, Strom, etc. /keine Schulden für Gehalt oder Sozialleistungen)
    Muß ich jetzt in die Regelinsolvenz oder in die Verbraucherinsolvenz?
    Und sollte ich dies gleich anstreben, da das Finanzamt einen
    Pfändungsantrag erteilt hat?

    mit lieben Grüßen
    Angelika

  13. Hallo Herr Franzke

    ich binn seit october 2014 in privat insolvenz meine frau arbeitet und sie hat ein enkommen von 450 euro wird das mit berechnet

      • Hallo Franzke

        Ich habe jetzt ein schreiben bekommen von Amtsgericht da steht.
        Antrag des Treuhändlers ,ihre ehefrau gem.§36 Abs.4 Insolvensordnung i.V.m.§850 c Abs. 4 Zivilprozessordnung als unterhaltsberechtigte Person nicht zu berücksichtigen .
        Was kann ich dagegen tun. sie hat nur 450-. einkommen

        Vielen Dank im vorraus

  14. Jörg Franzke sagt:

    Ob der Insolvenzverwalter sich für das Haus interessiert oder nicht hängt von der Höhe des Kredits ab, der auf dem Haus lastet: Ist er höher, als der Wert des Hauses in der Zwangsversteigerung, wird ein Insolvenzverwalter sich nicht für das Haus interessieren. Ist er niedriger, müssen Sie mit dem Insolvenzverwalter aushandeln, wie viel jemand an ihn zahlen muss, damit Sie das Haus behalten. Wichtig ist, dass Sie nicht im Kreditvertrag stehen, aber so wie ich Sie verstehe, sind Sie nicht der Kreditnehmer.

  15. Hallo Herr Franzke,
    hier einige Fragen.Wir planen eine privatinsolvenz,kann mein Arbeitgeber mich kündigen?Unser Kind,wohnt noch bei uns und ist Vollverdiener.Es hat nirgends unterschrieben,wir es mit reingezogen?Bleibt meinem Mann und mir jeweils der Betrag von Ca.1050Euro.Er ist arbeitsunfähig.Ich hoffe Sie können mir ein wenig Angst nehmen.Vielen Dank.

  16. Hallo Herr Franzke,

    ich bin durch einen Unfall und Selbstständigkeit in die Insolvenz und in Hartz 4 gefallen. Das Insolvenzverfahren wurde gerade eröffnet.

    Vor Eröffnung habe ich meine Steuererklärung für 2013 erstellt und dem Insolvenzverwalter eine Kopie ausgehändigt.

    Da ich eine Erstattung erhalte, die über 1045,04 EUR liegt war mir schon klar, dass alles darüber hinausgehende an den Insolvenzverwalter geht, aber dass er die Pfändungsgrenze nicht beachten muss, sondern den kompletten Betrag bekommt, das war mir nicht klar. Stimmt das denn?

    Weiterhin habe ich einen gut bezahlten Arbeitsplatz in Aussicht, man hat mir aber schon gesagt, dass ich diesen nicht bekommen werden, wenn ich angebe, dass ich in der Insolvenz bin. Der Insolvenzverwalter will aber auf jeden Fall einen neuen AG informieren. Da ich selber Personalerin bin, kann ich keine rechtliche Grundlage dafür erkennen. Wenn ich meine Beträge selber pünktlich abführe und jeden Monat meine Abrechnung in Kopie hinschicke, dürfte dies doch wohl reichen, oder?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Viele Grüße
    Karin

    • Jörg Franzke sagt:

      Es stimmt leider, dass der Insolvenzverwalter die gesamte Erstattung erhält, denn pfändungsfrei ist immer nur das Einkommen, nicht aber eine sonstige Zahlung.
      eigentlich reicht es, wenn Sie die Beträge selbst berechnen und abführen. Aber Sie werden sich nicht dagegen wehren können, wenn der Insolvenzverwalter den Arbeitgeber dennoch anschreibt.

      • Herzlichen Dank für Ihre Antwort Herr Franzke,

        leider heißt das für mich, dass sich mein schlechtes Gefühl schon bei den Beratungsgesprächen hatte hiermit bestätigt.

        Dort hat man mir immer von 30/70 erzählt usw.

  17. Hallo Herr Frantzke, ich befinde mich seit November 2013 in der PI. Ab April 2015 habe ich einen neuen Job. Der Verdienst ist gut und ich muss auch einiges an den TH abführen. Soweit alles ok. Da ein Familienmitglied mir vor der Inso ein Darlehen mit Gehaltsabtretung gewährt hat, stellt sich jetzt die Frage ob und wenn wie lange diese im neuen Job greift. In meinem bisherigen Job waren Gehaltsabtretungen laut Arbeitsvertrag ausgeschlossen.
    Vielen Dank vorab

    • Jörg Franzke sagt:

      Der Vorrang von Gehaltsabtretung in der Insolvenz wurde mit dem neuen Gesetz ab 1. Juli 2014 abgeschafft. d.h., die Abtretung des Verwandten ist nicht privilegiert.

  18. Martin Mayer sagt:

    Sehr geehrter Herr Franzke,

    Mir wurde die restschuldbefreiung versagt und auch die beschwerde, weil ich in der ev nicht angegeben hatte das ich gesellschafter einer ltd. war.

    Kann man da noch was machen oder muss ich jetzt einfach mal diese, ich glaube es sind 3 jahre sperrfrist, abwarten?

      • Martin Mayer sagt:

        Oh, ich hab gelesen das bei nicht angaben der vermoegensverhaeltnisse eine 3 jaehrige sperrfrist gilt.
        Wieso doch 5 jahre?
        Was kann ich sonst noch machen waehrend der sperrfrist?
        Welche anderen moeglichkeiten gibt es da?

  19. Katja Lieber sagt:

    Hallo Herr Franzke,

    mein Mann ist einer von zwei Partnern einer GbR, eine Bäckerei. Mein Mann ist schon länger zahlungsunfähig. Nur durch Unterstützung meiner Mutter können wir unsere privaten Rechnungen zahlen. Ein Verkauf des Unternehmens hat sich auch als unmöglich herausgestellt. Nach monatelangen Verkaufsbemühungen gab es nur Angebote, die unter den Verbindlichkeiten lagen, die die Gesellschaft noch zu erfüllen hätte.

    Der Partner möchte keine Insolvenz. Mein Mann kann aber auch nicht einfach kündigen, jedenfalls wird er dann nicht aus der Haftung entlassen soweit ich weiß. Nur über die Einleitung des Insolvenzvefahrens würde er aus dem Vertrag rauskommen, was sein Wunsch ist, da er nicht weitere private Schulden anhäufen möchte (bei meiner Mutter, bei einem Freund etc.).

    Dass das Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt wird, darauf braucht man nicht zu hoffen? Würde auch helfen, um aus der GbR rauszukommen. Die Schulden würde mein Mann lieber ohne Insolvenz abtragen.

    Geht man bei dem Anlagevermögen nach dem Buchwert oder nach dem, was tatsächlich bei einem Verkauf noch rauskommt? Und was wäre, wenn der Partner die GbR alleine weiterführen würde?

    Vielen Dank im Voraus.

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      es gibt zwei Möglichkeiten, wenn der Partner nicht will:
      1. Ihr Mann stellt einen eigenen Insolvenzantrag über sein Vermögen. Als Folge wird die GbR von Gesetzes wegen aufgelöst und nur Ihr Mann wird entschuldet.
      2. Ihr Mann zieht sich zurück und macht gar nichts mehr für die GbR, kündigt die GbR zum nächst mäglichen Termin und hofft, dass der Partner die gemeinsamen Schulden ausgleicht. Aus privater Tasche die GbR Schulden zu bezahlen, ist Quatsch und aus dem Fenster geworfenes Geld.
      Beim Anlagevermögen geht man vom tatsächlichen Verkaufswert aus. Ihr Mann kann dem PArtner die Sachen ja überlassen unter der Bedingung, dass der Partner ihn intern von den GbR Schulden freistellt.

  20. Hallo ,

    Ich bin seit fast 2 Jahren privatinsolvenz und zahle monatlich 25€ an Treuhändler.
    Bin selbst verheiratet und 2 Kinder , aber 1. Sohn lebt bei mir und ex Mann zahlt kein unterhalt da er arbeitslos ist. Ich arbeite zur zeit minijob und möchte bald 20 Std Woche arbeiten . Mein Mann arbeitet ja auch und verdient so um 1400-1600 € . Bin selbst Steuerklasse 5 !!

    Muss ich danach mehr zahlen wenn ich 20 Std Woche arbeite ( glaube Stundenlohn ab 8 €) oder bleibt es trotzdem 25 € ??

    Wäre toll wenn sie bald zurückmeldet danke !

    • Jörg Franzke sagt:

      Hallo,
      ich denke nicht, dass Sie mit dem neuen Job mehr als 25 € an den Treuhänder bezahlen müssen. Ihr Einkommen liegt nach wie vor unterhalb der Pfändungsgrenze und ich gehe davon aus, dass sich 25,01 € freiwillige Zahlung an den Treuhänder sind.

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