Regelinsolvenz – Beratung für
Unternehmer und Freiberufler

Im Wirtschaftsleben ist es völlig normal, dass Unternehmen pleite gehen. Wichtig ist es, niemals aufzugeben und immer wieder aufzustehen.

Erfahrungsgemäß wollen Einzelunternehmer und Freiberufler trotz einer Insolvenz selbstständig bleiben. Und sie suchen nach Lösungen, wie sie die finanzielle Krise möglichst schnell und schonend überwinden können.

Hierauf zielt meine Beratung ab. Es geht mir in erster Linie darum, Ihre persönlichen (Vermögens-)Interessen zu schützen und Ihnen das Durchstarten zu erleichtern.

In der Beratung lässt sich klären, ob die finanzielle Krise am besten mit einer Regelinsolvenz zu überwinden ist oder mit einer anderen Sanierungsmethode.

Inzwischen stehen dem Unternehmer neue Wege zur Sanierung offen, wie sein Unternehmen im Kern überleben kann:

Meine Erfahrung

Als spezialisierter Anwalt verfüge ich über das erforderliche Fachwissen zu einer professionellen Insolvenzberatung und stelle dies anhand der vielen Insolvenzmandate immer wieder unter Beweis. Seit Einführung des neuen Schutzschirmverfahrens ESUG bin ich als Sanierungsberater von erster Stunde mit dabei und saniere beispielsweise eine Spedition mit 200 Mitarbeitern oder eine Arztpraxis mit 22 Mitarbeitern.

  • Meine Beratung schließt sowohl die Privatinsolvenz, die Regelinsolvenz sowie die EU-Insolvenz in England mit ein.
  • Im Back-Office meiner Kanzlei befasst sich ein rund zehnköpfiges Spezialistenteam ausschließlich mit Insolvenzberatung.
  • Beratungsschwerpunkte sind die strategische Beratung vor Antragstellung, die Durchführung des Antrags- und Eröffnungsverfahren und Überwachung während der sechsjährigen Verfahrensdauer.
  • Dols | Franzke ist eine renommierte Insolvenzverwalterkanzlei und betreut ca. 2.000 laufende Verfahren.

Weiterführende Links:

Vier Tipps vor dem Insolvenzantrag

1. Als Einzelunternehmer oder Freiberufler erst in die Insolvenz, nachdem alles vorbereitet ist

Nur der GmbH-Geschäftsführer (jur.Pers.) muss sofort Insolvenz beantragen. Der Einzelunternehmer oder Freiberufler hat keine gesetzliche Insolvenzantragspflicht. Diese Gesetzeslücke sollte er konsequent für sich nutzen, indem er den Geschäftsbetrieb zunächst nur einstellt. Der eigentliche Insolvenzantrag wird später gestellt.

So vorzugehen, kann vorteilhaft sein. Soll zum Beispiel eine Auffanggesellschaft die bisherige Tätigkeit fortsetzen, benötigt man eine gewisse Überbrückungszeit. Ein eingestellter Geschäftsbetrieb ist außerdem die Voraussetzung für eine Verbraucherinsolvenz, was weitaus vorteilhafter ist, als eine Regelinsolvenz.

Tipp: Beantragen Sie als Einzelunternehmer oder Freiberufler erst dann die Insolvenz, wenn es für Sie sinnvoll ist.

2. Gründen Sie eine Auffanggesellschaft

Wenn Sie trotz Insolvenzverfahren selbständig bleiben wollen, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen:

Entweder, Sie gehen mit laufendem Geschäftsbetrieb in die Insolvenz und versuchen anschließend beim Insolvenzverwalter die Freigabe des Gewerbetriebs aus der Insolvenzmasse gegen Zahlung eines Geldbetrages durchzusetzen..

Oder, es wird möglichst weit vor der Insolvenz eine Auffanggesellschaft gegründet, in der Sie später beschäftigt sind. Dann stellen Sie den alten Geschäftsbetrieb ein. Erst nachdem sich das neue Unternehmen eingespielt hat, beantragen Sie als als Arbeitnehmer ein (Verbraucher)-Insolvenzverfahren.

Welcher Weg für Sie der bessere ist, hängt von der Struktur Ihres Unternehmens ab, insbesondere von der Größe, der Anzahl der Arbeitnehmer und der Betriebsmittel, die sich im Unternehmen befinden.

Tipp: Gründen Sie am besten eine Auffanggesellschaft, wenn Sie trotz Insolvenz selbständig bleiben wollen.

3. Nutzen Sie die Vorteile der EU-Insolvenz – binnen 18 Monaten schuldenfrei

Nutzen Sie die Vorteile der neuen EU-Insolvenz. Während in Deutschland das Insolvenzverfahren 6 Jahre dauert, ist in England oder Frankreich (Elass) bereits nach ca. 18 Monaten schuldenfrei.

Die EU-Insolvenz bedeutet zwar einen finanziellen Mehraufwand, aber Sie verkürzen das Verfahren um nahezu fünf Jahre, was gerade für Unternehmer wichtig ist.

Jedoch nicht nur die Verkürzung des Verfahrens ist von Vorteil. Sondern Sie schneiden durch das englische Insolvenzverfahren auch sämtliche Anfechtungsrechte des deutschen Insolvenzrechts ab. Dies kann ein unschätzbarer Vorteil sein.

Tipp: Beziehen Sie die Möglichkeiten einer EU-Insolvenz mit in Ihre strategischen Überlegungen ein.

4. Trennen Sie Vermögen von den Schulden

Wichtig ist es, dass Sie Überschneidungen von Vermögen und Schulden entflechten. Besitzen Sie beispielsweise zusammen mit Ihrem Ehegatten eine Immobilie und haben Sie beide zusammen das Hausdarlehn unterschrieben, sind Ehegatte und Immobilie in höchster Gefahr.

Gehen Sie in die Insolvenz, gilt die finanzierende Bank als Gläubiger – auch wenn die Immobilie nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun hat oder der Ehegatte die Kreditraten regelmäßig bedient. Als Folge Ihrer Insolvenz wird die Bank das Darlehn kündigen. Nicht nur Ihnen gegenüber, sondern auch gegenüber dem Ehegatten. Dann ist auch dieser pleite. Dies muss unbedingt vermieden werden.

Tipp: Entflechten Sie Vermögen und Risiko und leisten Sie vor der Insolvenz keinesfalls Zahlungen an Verwandte.

Weitere Tipps zur Regelinsolvenz finden Sie hier oder Sie vereinbaren einen Beratungstermin.

4 Gedanken zu „Regelinsolvenz – Beratung für
Unternehmer und Freiberufler“

  1. Sehr geehrter Herr Franzke!

    Mein Mann ist seit 7 Jahren selbständiger Transportunternehmer. Durch unglückliche Umstände haben sich einige Schulden angehäuft. Er hat mit 2 Gläubigern eine Ratenvereinbarung getroffen. Mit dem 3., dem Finanzamt, hat unser Steuerberater eine Vereinbarung getroffen, daß wir eine Teilsumme bringen und den Rest in Raten abzahlen. Es geht um Umsatztsteuerschulden. Das FA hätte das Geld nächste Woche erhalten. Wir haben ein Geschäftsfahrzeug verkauft, welches nächste Woche vom Käufer abgeholt wird. Den Gewinn aus diesem Verkauf hätten wir an das FA gezahlt. Nun konnte sich wohl der Sachbearbeiter nicht gedulden und hat beim Amtsgericht ein Insolvenzantragsverfahren gestellt. Dieser kam heute per Einschreiben bei uns an. Soll ausgefüllt bis 17.03.14 ans Amtsgericht zurück. Welche Möglichkeiten haben wir diesen Insolvenzantrag abzuwenden? Die Steuerschulden betragen EUR 16.000,–. Unsere Auftragslage ist gut und wir hätten die Möglichkeit die Schulden in den nächsten Monaten stückweise abzutragen. Deshalb ärgern wir uns über die voreilige Handlungsweise des Finanzbeamten. Könnten Sie uns auch telefonisch beraten? Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    Scholz

    1. Hallo,

      klar kann ich Sie telefonisch beraten. Die schlechte Nachricht ist aber: Finanzämter stellen immer Insolvenzanträge gegen Selbständige mit Steuerschulden. Den Insolvenzantrag kann man nur noch abwenden, indem man SOFORT ALLES bezahlt. Ist dies nicht möglich, muss man sich mit dem Insolvenzantrag abfinden. Damit man später die Restschuldbefreiung erhält, muss Ihr Mann so schnell wie möglich einen eigenen Insolvenzantrag stellen! Dann muss man sehen, wie es weitergeht. Das kommt auf den Insolvenzverwalter an. Es gibt durchaus die Möglichkeit, trotz Insolvenz selbständig zu bleiben, indem man mit dem Verwalter einen Deal macht: Er gibt den Gewerbebetrieb aus der Masse frei gegen Zahlung eines fest vereinbarten monatlichen Geldbetrages. Falls Sie weitere Infos wünschen, berate ich Sie gerne, hierzu bitte am besten einen Telefontermin buchen.

  2. Hallo,

    was passiert, wenn dem Gesellschafter einer Ein-Mann-GmbH in den 12 Monaten vor Insolvenzantrag ingesamt 15.000 EUR stückchenweise als Darlehensrückzahlung zugeflossen sind, der Gesellschafter aber im Gegenzug in dieser Zeit der GmbH ca. 10.000 EUR wieder als Darlehen zur Verfügung gestellt hat.

    Muss der Gesellschafter dann im Anfechtungsfall 15.000 EUR an die GmbH zurückzahlen oder nur die Differenz, also 5.000 EUR?

    VG, Meier

    1. Hallo,

      der Gesellschafter muss im Anfechtungsfall 15.000 EUR leisten. In der Insolvenz gilt das (vereinfachte) Prinzip: Alles was in die Gesellschaft geht, wird festgehalten, alles was raus geht, holt der Insolvenzverwalter zurück.
      Grüsse
      Franzke

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